Feinde der Offenen Gesellschaft – Feinde der Demokratie

Sie finden sich mittlerweile wieder überall, die Feinde der Offenen Gesellschaft, die Karl Raimund Popper in zwei Bänden so umfangreich beschrieben und deren erfolgreiche Zerstörung des ersten deutschen Demokrativersuches Kurt Sontheimer in seinem Buch “Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik” so treffend analysiert hat.

SontheimerEs ist wieder in Mode, politisch Andersdenkende zu diskreditieren, ihnen Redlichkeit, Relevanz und Teilhaberechte abzusprechen. Es ist wieder in Mode, politisch Andersdenkende an der Teilnahme am öffentlichen Diskurs zu hindern. Es ist wieder in Mode, abweichende politische Meinungen zu unterdrücken und durch Verschweigen eine Darstellung der Realität zu geben, die der eigenen Ideologie entspricht, mit der Realität aber nichts zu tun hat. Es ist wieder in Mode, sich im eigenen ideologischen Wolkenkuckucksheim einzuigeln und auf alle Anflüge anderer Meinung mit dem Flakgeschütz der Reinheit ideologischer Lehre zu schießen.

In Teilen ist diese Entwicklung dem Staatsfeminismus zu verdanken, jener Ideologie, deren Vertreter nur in schwarz und weiß denken können, jener Ideologie, die die Welt anhand von Geschlechtsteilen einteilt, und jener Ideologie, die angetreten ist, das alte Problem der Menschheit, nämlich den Zugang zu und die Verteilung von Ressourcen abermals dadurch zu lösen, dass große Teile der Bevölkerung vom Zugang ausgeschlossen werden.

Dass sich Staatsfeminismus und linkes Gedankengut, Sozialismus oder Kommunismus, perfekt ergänzen, ist sicher kein Zufall. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Sozialismen aller Art über kurz oder lang in den Faschismus und den Totalitarismus abgeglitten sind. Die Toleranz gegenüber Andersdenkenden ist regelmäßig dem Primat der Partei, die ja immer Recht hat, oder anderen hehren Idealen gewichen, die so hehr sind/waren, dass sie neben sich keine anderen Götter zulassen können/konnten.

Offene GesellschaftIn den letzten Monaten haben wir auf ScienceFiles von Aktionen berichtet, deren Ziel darin bestand, Vertreter einer legitimen Partei an der Ausübung ihrer politischen Rechte zu hindern.

Wir haben von den EditWars bei de.Wikipedia berichtet, die von organisierten Gruppen genutzt werden, um die Pluralität der Realität auszublenden und die eigene Sicht der Welt bei de.Wikipedia festzuschreiben.

Wir haben von Studenten berichtet, die sich die Ohren verstopfen und mit lautem Geschrei Menschen, deren Aussagen sie zumeist nicht einmal kennen, von denen sie aber gehört haben, dass sie schlecht, rechts oder […, beliebiges negativ konnotiertes Adjektiv einsetzen] sein sollen, an der Meinungsäußerung behindert oder sie ihnen unmöglich gemacht haben.

Wir haben von Studentengruppen, die sich angeblich gegen Faschisten wenden, berichtet, die sich genau wie Faschisten der Denunziation Andersdenkender und der Verteilung von Erkennungssternen widmen.

Wir haben von politischen Vereinen der Parteien (sie nennen sich selbst Stiftungen, sind aber keine) berichtet, die Steuergelder instrumentalisieren, um ideologische Kämpfer zu finanzieren, die dann ausrücken, um ganze Gruppen zu denunzieren und ihnen die politischen Rechte abzusprechen, Rechte, die wiederum die entsprechenden Vertreter der politischen Vereine für sich ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen.

Und wir haben von Versuchen berichtet, Vertreter einer bestimmten Meinung auf Twitter mundtot zu machen, sie von der Teilhabe auf Twitter auszuschließen und als böse, schlecht [… beliebiges negativ konnotiertes Adjektiv einsetzen] zu brandmarken.

All diesen Versuchen ist gemeinsam, dass sie ohne jegliche Form der Begründung daherkommen. Dritte werden diskreditiert und diffamiert, weil den Diskreditierern und Diffamierern deren Nase oder Augenfarbe nicht gefällt, weil sie Meinungen vertreten, die den Diskreditierern und Diffamierern nicht gefallen, wobei sie nicht angeben können, warum sie ihnen nicht gefallen.

offene gesellschaft bdIIDas Herz einer Demokratie schlägt im Wettbewerb der Meinungen. Nur wenn es möglich ist, dass jeder seine Meinung zum Wettbewerb der Meinungen beitragen kann, ist gewährleistet, dass eine Demokratie funktioniert, effizient und effektiv ist und nicht in eine Herrschaft der Mittelmäßigen, der Parteioligarchen oder derjenigen verkommt, die am lautesten schreien können.

Eine Meinung, so haben wir an anderer Stelle ausgeführt, ist eine begründete Aussage, die nachprüfbar ist und die sich als falsch erweisen kann. Auch deshalb sind die oben genannten Gruppen und Verhaltensweisen Feinde der bzw. Gift für die Offene Gesellschaft, für die Demokratie: Sie überschwemmen den öffentlichen Diskurs mit ihren Gefühlen und ihrem Hass und verunmöglichen eine sachgerechte und an Argumenten ausgerichtete Auseinandersetzung.

Vor diesem Hintergrund hat sich ScienceFiles sich dazu entschlossen, eine Liste der Feinde der Demokratie, der Feinde der Offenen Gesellschaft anzulegen.

free speech enemy

Im Gegensatz zu denjenigen, die oben beschrieben wurden und die versuchen, Dritte aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen, besteht unser Ziel jedoch darin, den öffentlichen Diskurs zu strukturieren und Hinweise auf diejenigen zu geben, die die Demokratie in Deutschland in ihrem Kern zerstören wollen.

Deshalb ist die Liste nicht als Blockempfehlung oder als Liste gemeint, die Personen und Institutionen sammelt, die man nicht zur Kenntnis nehmen soll. Im Gegenteil: Die Liste dient dazu, allen, die das wünschen, die Möglichkeit zu geben, die Feinde der Offenen Gesellschaft, die Feinde der Demokratie in Aktion zu sehen und sich ein eigenes Bild darüber zu machen, wie die entsprechenden Personen und Institutionen demokratische Grundwerte untergraben, wie sie antidemokratisches Denken und Handeln befördern.

Insbesondere können sich die Nutzer der Liste davon überzeugen, dass die dort Verzeichneten mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen, mit denen wir die Feinde der Offenen Gesellschaft und der Demokratie identifizieren:

  1. Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie unterdrücken die Meinungen Andersdenkender, d.h. Sie versuchen, eine bestimmte Sicht der Welt nicht zu zulassen und aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen.
  2. Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie verweigern Andersdenkenden aktiv die Wahrnehmung ihrer politischen Rechte, indem Sie versuchen, diese Andersdenkenden von der Äußerung ihrer Meinung abzuhalten bzw. die Wahrnehmung von deren Meinung durch Dritte zu verunmöglichen.
  3. Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie versuchen Andersdenkende zu diskreditieren, indem sie ihnen zumeist unbelegt, zuweilen auf Basis vermeintlicher wissenschaftler Expertisen jede Form von Relevanz, ehrlichem Anliegen und von ernstzunehmender Meinung absprechen, indem sie die entsprechenden Andersdenkenden als böse, rechts, antifeministisch [… beliebiges negatives Adjektiv einsetzen] diffamieren ohne auch nur den Hauch einer Begründung zu liefern.

Wir werden die drei Kriterien nutzen, um die Liste der Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie, die alle gemeinsam haben, dass sie die Meinungsfreiheit bekämpfen, zu bestücken und wir geben jedem Leser der Liste der Feinde der Offenen Gesellschaft, der Feinde der Demokratie durch die Nennung der entsprechenden Personen oder Institutionen Gelegenheit, sich von unserer Einordnung zu überzeugen.

Die Liste wird auf Twitter geführt, umfasst jedoch nicht nur Personen und Organisationen, die auf Twitter aktiv sind. Wer sich an der Bestückung der Liste beteiligen will und Personen und Organisationen nennen kann, die mindestens eines der oben genannten Kriterien erfüllen, (wobei die entsprechenden Beispiele bitte mitgeliefert werden), ist herzlich dazu eingeladen (entweder als Email an ScienceFiles oder als #FREESPEECHENEMIES auf Twitter (Bitte mit Link und Begründung). Unter dem Hashtag #FREESPEECHENEMIES finden sich also Vorschläge.

Die von uns erstellte Liste und somit letztlich diejenigen, die sich anhand unserer Kriterien als Feinde der Offenen Gesellschaft und Feinde der Demokratie identifizieren lassen (diejenigen, die wir aus der Vorschlagsliste übernommen haben) können ausschließlich über @FreeSpeechEnemy eingesehen werden.

Für alle, die es bislang verpasst haben: Hier geht es zum Twitter Account der Liste der Feinde der Offenen Gesellschaft/der Feinde der Demokratie.

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69 Responses to Feinde der Offenen Gesellschaft – Feinde der Demokratie

  1. Striesen says:

    Sollte das Projekt wirklich Fahrt aufnehmen, würde m. E. eine riesige, unübersichtliche Liste zusammenkommen. Enthalten wären wahrscheinlich alle sogen. Mainstreammedien, alle “etablierten” Parteien, die Mehrzahl der Journalisten und Politiker usw. usf.

    Wenn meine Annahme richtig ist, wäre dann nicht eine “Positiv-Liste” nicht die bessere Wahl? Diese hätte auch den Vorteil, Empfehlungen geben zu können.

    Aber wie auch immer, eine Aktion ist allemal der alleinigen Analyse oder Beschreibung vorzuziehen. Danke für Ihren Einatz!

    • @Striesen

      Mit Ihrer Vermutung, dass sich im Zuge des Projektes eine sehr lange Liste ergeben könnte (vorausgesetzt, es beteiligen sich viele Menschen an ihm, denn wir haben einfach nicht die Ressourcen, um dem Projekt aus eigener Kraft richtig “Fahrt” zu geben), könnten Sie durchaus Recht haben.

      Wir meinen, dass gerade das der Sinn der Liste wäre: sichtbar zu machen, wie akzeptabel es schon für Viele, und durchaus nicht nur Privatpersonen, ist, ihnen missliebige Meinungen oder Aussagen unterdrücken und “unhörbar” machen zu wollen. Insofern wäre der schlichte Umstand, dass die Liste so lang ist, selbstredend.

      Obwohl wir Ihnen darin zustimmen, dass Positivbeispiele es verdient hätten, genannt und beschrieben zu werden, und wir das auch – auch hier auf dem blog – mehr tun würden, wenn wir die Ressourcen dafür hätten, müssen wir angesichts unserer Ressourcenlage sagen, dass wir nicht beides leisten können, sondern auf ein arbeitsteiliges Vorgehen von und mit anderen engagierten Leuten hoffen müssen, wobei ich allerdings sagen muss, dass es derzeit viel einfacher ist, Negativbeispiele zu nennen als Positivbeispiele (was für Ihre Erwartung spricht!). Da wir (derzeit) nicht beides leisten können, spezialisieren wir uns derzeit auf Negativbeispiele, einfach deshalb, damit sie sichtbar bleiben oder erkennbar werden und sozusagen einmal “Ross und Reiter” genannt sind.

      Würden wir nur oder überwiegend Positivbeispiele darstellen, dann würde sich daran niemand stören, alle wären glücklich, denn niemand würde einer Kritik unterzogen und somit – direkt oder indirekt – dazu aufgefordert, seine Behauptungen zu begründen oder seine Forderungen zu rechtfertigen. Dann könnte jeder weiterhin sein Süppchen kochen, und die Existenz von Beispielen, die wir positiv finden, würde niemanden dabei stören, weiterhin Negativbeispiele zu produzieren.

      Wir wissen, dass Kritik in Deutschland inzwischen etwas Negatives, sagen wir: irgendwie unfreundliches, anhaftet, aber das ist für uns kein Grund, sozusagen Sühne zu tun, indem wir sie durch mehr Positivbeispiele “temperieren”.

      Wie gesagt bedeutet das alles nicht, dass wir Positivbeispiele nicht wichtig finden. Wir finden es im derzeitigen Klima und angesichts unserer begrenzten Ressourcen nur einfach derzeit etwas weniger wichtig, als “Ross und Reiter” zu nennen und Unsinn ebenso wie antidemokratische Tendenzen in ihrem Ausmaß erkennbar zu machen. Nur dann, wenn das möglichst viele Leute erkennen, kann man erwarten, dass sie – unabhängig von ihrer sonstigen weltanschaulichen Position – gleichermaßen einen Misstand erkennen und sich hoffentlich gegen ihn engagieren.

  2. Adam Lauks says:

    http://www.adamlauks.wordpress.com Apropos Meinungsfreiheit. Am 2.1.2014 rief jemand aus ARD/ZDF bei mir an. Sie wollten mich als ehemaligen Insaßen von der Speziellen Strafvollzugsabteilung Waldheim als Zeitzeugen haben für Blutentnahme an den Patienten !??
    Wer kann uns die Korrespondenz Petitionsausschschuss des Deutschen Bundestages mit dem Folteropfer der STAZIS deuten. WORUM es sich handelt bei der “zwischenzeitlich eingeleiteten Prüfung” die dan nach kurzer Zeit als ” erfolgt” erklärt wurde !??

  3. NVNM says:

    An anderer Stelle wird hier zum Kopp Verlag verlinkt, der maßgeblich von demokratiefeindlicher Literatur lebt. (Besonders definiert nach dem dritten Punkt: “zumeist unbelegt, zuweilen auf Basis vermeintlicher wissenschaftler Expertisen”) Allerdings eben auf der gegenüberliegenden Seite vom Sozialismus.

    • Wenn Sie den Text richtig gelesen haben, dann wissen Sie, dass wir Kriterien haben und Belege liefern. Gleiches Recht für alle: Wo sind die Belege dafür, dass vom Kopp-Verlag verlegte Bücher demokratiefeindlich sind, und wo ist der Beleg dafür, dass das konkret verlinkte Buch demokratiefeindliche Literatur darstellt. Bislang sehe ich nur einen Kandidaten für unsere Liste und das sind Sie, denn Sie wollen verhindern, dass sich Dritte ein Bild darüber machen können, was der Kopp-Verlag so verlegt. Das zeigt mir, dass Sie die Argumentation nicht verstanden haben. Wir wenden uns gerade gegen Leute wie Sie, die anderen vorschreiben wollen, was sie lesen oder nicht lesen, verlinken oder nicht verlinken sollen, und zwar einzig und allein deswegen, weil einem selbst, also Ihnen in diesem Fall, Inhalte als “demokratiefeindlich” vorkommen, ohne dass Sie das begründen könnten.

      • Das war kein Troll, das war ein Kontrolleur, ein reflexhafter solcher.

        Carsten

        http://www.toonpool.com/user/11396/files/divination_1001345.jpg

      • NVNM says:

        Jetzt müsste man zuerst die Frage stellen, ob der Wunsch den demokratischen Rechtsstaat abzuschaffen auch als “demokratiefeindlich” beurteilt werden kann. Kopp hat Verbindungen zu diversen rechtsextremen und esoterischen Verlägen Grabert, Arun oder Ares. Man schaltet Werbung in der Jungen Freiheit und es tummeln sich dort diverse “Islamkritiker” die nur all zu gerne Behauptungen über die Intelligenz von Muslimen oder deren inhärente Aggressivität machen.

        Ich möchte klarstellen, dass ich NICHT für ein Verbot des Verlags plädiere und Ihnen auch nicht vorschreiben will was Sie auf Ihrem Blog verlinken – Kann ich ja auch gar nicht – aber ich halte es für äußerst unklug Kopp ausgerechnet auf einem wissenschaftlich-kritischen Blog heranzuziehen. Ohne gehässig klingen zu wollen: Die Idee mit dem Verbot entstammt Ihrer Interpretation, ebenso wie die Idee ich hielte dieses spezielle Buch von Ulfkotte für demokratiefeindlich.

        Mal von der ganzen braun-rechtspopulistischen Literatur abgesehen bedient man bei Kopp ja auch die haarsträubensten Pseudowissenschaften. Es wirkt seltsam wenn man sich über die mangelnde wissenschaftliche Aufrichtigkeit an deutschen Unis beklagt, aber indirekt eine Bühne für Leute bietet die Wissenschaft mit Füßen treten.

        Es mag ja sein dass Kopp auch kritische Titel über den Staatsfeminismus oder zu anderen hier behandelten Themen verlegt, aber man sollte sich dennoch überlegen in was für Kreise man sich dort begibt.

        • Im Gegensatz zu Ihnen glauben wir an die Vernunft und daran, dass man Menschen (1) nicht ihr eigenes Urteil abnehmen kann, (2) Intelligenz nicht einprügeln kann und (3) kein Recht hat, Sie vor sich selbst zu schützen. Ansonsten will ich mich hier nicht wiederholen und verweise auf meinen letzten Kommentar zu Ihrem nun vorletzten Kommentar. Übrigens ist der Kampf mit Begriffen, den Sie führen, irrelevant, denn “braun-rechtspopulistisch”, “haarsträubenden Pseudowissenschaften” ruft keine müde Katze hinterm Ofen vor. Wir warten immer noch auf die Belege für die Behauptungen…

              • NVNM says:

                Rechte Verschwörungstheorien, Pseudowissenschaft und Esoterik, in der Reihenfolge. Reicht das als Indiz etwa nicht?

                Das ist, was Sie indirekt legitimisieren indem Sie Kopp verlinken.

                Übrigens, zu Ulfkotte – Das war doch der, der ernsthaft behauptet hat Muslime würden Gemüse mit Fäkalien einreiben um Europäer anzustecken, nicht? Sie können für Meinungsfreiheit und freie Meinungsbildung eintreten, ich jedenfalls ziehe meine Grenze bei Demagogen die mit manipulierten Zahlen gegen Randgruppen Stimmung bereiten.

                • Ich will Ihrer Berufung nicht im Weg stehen, aber Sie werden mich nicht bekehren. Die Tatsache, dass der Kopp-Verlag auch Unsinn verlegt, macht ihn nicht zum antidemokratischen Verlag, wenn das Kriterium für antidemokratisch, das sie nahelegen wollen Unsinn und Vorurteile sind, dann schrumpft die Zahl der demokratischen Institutionen massiv:

                  • NVNM says:

                    Sie können sich diese ätzende Art sparen, sowas steht Ihnen nicht.

                    Wie ich bereits gesagt habe: Kopp hat Verbindungen zur rechten Szene, sprich zu buchstäblichen Nationalsozialisten und Faschisten. Egal ob man nun für unbedingte Meinungsfreiheit ist oder nicht, diese beiden Gruppen sind nun mal von Natur aus antidemokratisch und Kopp dient als eines ihrer Sprachrohre.

                    Wenn Sie erlauben, dann formuliere ich meine Eingangsbehauptung um: Kopp ist zwar selbst nicht antidemokratisch, pflegt aber eine beiderseitig profitable Verbindung zu Antidemokraten.

                    • Und was glauben Sie gewinnen zu können, wenn Sie hier den Emotionalen geben und eine Behauptung durch eine weitere Behauptung ersetzen? Sie können mir den Kopf von Herrn Kopp auf einer silbernen Schüssel präsentieren und dennoch werden wir nicht davon absehen, auf Bücher, die wir gut finden, und die gut argumentiert sind, zu verlinken, obwohl sie im Kopp-Verlag verlegt wurden. Sie befinden sich hier auf einem Wissenschaftsblog, dessen Betreiber der Logik verpflichtet sind und schon deshalb werden wir hier kein ad-hominem generalisieren.

                      Und damit ist nun gut.

                    • a.behrens says:

                      Für mich ist der “Besitz der Wahrheit” das sicherste Kriterium für einen Demokratiefeind.

                      Denn alle historischen Antidemokraten haben für sich den Besitz der Wahrheit in Anspruch genommen. Die Nazis hatten ihre Wahrheit (verkündet durch den Führer), die Kirche die Wahrheit Gottes und die Kommunisten/Realsozialisten hat Marx/Engels/Lenin/… samt ihrer “wissenschaftlich bewiesenen” Ideologie.

                      Und alle diese Wahrheitsbesitzer hatten eine zweite Sache gemeinsam: Früher oder später beginnen sie “für die Wahrheit” zu töten. Und zwar alle die, die nicht im Besitz der Wahrheit sind die Wahrheit auch nicht freiwillig annehmen wollen. Die Transformation vom Wahrheitsbesitzer zum Menschenschlächter ist in meinen Augen “systemimmanent”.

                      Um zu überprüfen, ob man selbst im Besitz einer totalitären Wahrheitswahns ist, gibt es einen einfachen Test: Erlaube ich anderen Leute eine Meinung, der ich nicht zustimme.

                      Falls ja –> bin ich ein Wahrheitssucher. Falls nein –> sollte ich mich selbst auf die Liste setzen lassen.

                      Der Knopp-Verlag kann für Sie der Gradmesser sein. Für mich ist es z.B. der Emma-Verlag.

                      Die Motivation der Liste ist IMO etwas viel großartigeres als de schlichte Demaskierung von Demokratiefeinden: Sciencefile unterstellt Menschen selbständig denken und entscheiden zu können. Sciencefiles geht davon aus, dass Menschen in der Lage sind, eigenverantwortlich für sich sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Und im Zweifel die Folgen zu tragen.

                      Und dieses Menschenbild ist es auch, was Sciencefiles von Demokratiefeinden und potentiellen Menschenschlächtern unterscheiden.

                    • Danke. Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.

                    • Adam Lauks says:

                      Und HIER : http://www.adamlauks.wordpress.com findest Du MEINE und GAUCK´s WAHRHEIT…die Wahrheit aller Folteropfer ond Opfer mittleren und schweren STRAZI-Verbrechen in 40 Jahren DDR Legislative-Judicatoive und Executive !!?

                    • Adam Lauks says:

                      Bad in der Menge habe ich dem Joachim Gaick mit meinem Transparent vermiest. Er schrack zurück, verzichtete auf Händeschütteln, bestieg das Auto von der falschen Seite und flüchtete NACH NUR 20 Sekunden !!? Nur soviel hatte 11.Bundespräsident der Herzen für DAS VOLK übrig – im EINSTEIN -IM WESTBERLIN – obwohl es einen EINSTEIN auch im OSTEN gibt, dort stieg die Afterwahlparty! Ob er immer noch tönen konnte Es ewar ein wunderschöner Sonntag -ohne zu lügen !??
                      ZDF hatte die ganze HEUTE-Sendung wegen dieser Sequänz aus der Mediathek rausgenommen ” aus rechtlichen Gründen ” ich schnitt es zu und hier ist die für erneute Zensur!?? Durch ZDF oder Bundespräsidialamt. http://www.youtube.com/watch?v=7zkFw5SA5Ec

                    • Marcel Elsener says:

                      Trotz mehrmaliger Aufforderung konnten Sie diese Verbindungen des Kopp-Verlages zu Nationalsozialisten und Faschisten nicht aufzeigen. Sie behaupten sie nur gebetsmühlenartig.

                      Im übrigen steckt die BRD in einem Bündnis zu einem anderen Staat (USA), der exterritorial ein Gefangenenlager (Guantanamo) unterhält, damit dessen Schergen so die eigene Verfassung umgehen können. Die verfassungsmässigen Rechte der USA sind dort ausgesetzt. Nach Ihrer eigenen Logik, NVNM, dürfte man keine Verbindung in irgendeiner Form mit den USA oder auch der mit diesen verbündeten BRD halten dürfen. Nicht, dass andere Staaten da wesentlich besser dastünden; ich habe die USA und die BRD einfach mal als Beispiele genommen.

                      Quizfrage: mit welchen Staaten dürfte man überhaupt noch irgendwelche Verbindungen eingehen? Wahrscheinlich mit keinem einzigen, denn jeder Staat hat in irgendeiner Form Dreck am Stecken und über die UNO sind alle miteinander verbunden.

                      Hören Sie also endlich auf mit der pharisäerhaften Attitüde, dass man zu diesen oder jenen Leuten oder Organisationen keine Verbindung haben dürfe! Hören Sie auf, politische Gegner wie Aussätzige zu behandeln! Dieses Prinzip kann sich nämlich schnell gegen Sie selbst richten, wenn eine Mehrheit glaubt, dass Sie mit Ihren Ideen der eigentliche Aussätzige sind und die politischen Gewaltinstrumente dann ohne Skrupel gegen Sie einsetzt.

                      Selbst Nationalsozialisten und Faschisten oder auch Marxisten, Maoisten, Leninisten etc. müssen die Freiheit haben, ihre Ideen darzulegen. Nur so hat jedermann die Chance, deren Ideen zu prüfen und gegebenenfalls zu akzeptieren oder auch abzulehnen.

                      Ich nehme mir die Freiheit heraus ‘Mein Kampf’, ‘Das Kapital’, das ‘Kommunistische Manifest’ oder sonstige Pamphlete selbst zu lesen und zu bewerten. Ich brauche keinen Grossen Bruder, der mir die Lektüre von Emanuel Goldsteins Buch zu verbieten sucht. Desweiteren reklamiere ich für mich die Freiheit zu diskriminieren, indem ich bestimmte Werke als nicht gleichwertig zu anderen Werken erachte; ebendiese Freiheit gestehe ich aber auch anderen Menschen zu, und dass diese zu gänzlich anderen Schlüssen kommen können als ich.

                      Leute wie Sie, NVNM, wollen allen anderen Menschen diese Freiheit der kritischen Prüfung und Bewertung wegnehmen. Es ist die Taktik von Leuten, die offenbar Schiss davor haben, sich mit den Argumenten von unliebsamen Gegnern auseinanderzusetzen. Sind Ihre eigenen Argumentationen so jämmerlich schlecht, dass sie die Auseinandersetzung mit den ‘pöhsen Nazis und Faschisten’ fürchten? So scheint es jedenfalls, denn wenn sie die besseren Argumente hätten, bräuchten Sie eine solche Auseinandersetzung nicht zu fürchten sondern hätten im Gegenteil DIE Gelegenheit über die tumben ideologischen Gegner zu triumphieren und einen Haufen von Menschen von Ihren eigenen (besseren?) Ideen zu überzeugen.

                      Dazu passt auch, dass Sie noch nicht einmal die Verbindungen des Kopp-Verlags zur ‘rechten Szene’ aufzeigen wollen sondern sich nur darauf beschränken, den Teufel an die Wand zu malen. Ihre Argumentationsbasis ist äusserst schwach, NVNM. Sie wissen es, und alle anderen, die Ihren (argumentationslosen) Wortwechsel mit Peter Klein mit wachem Verstand verfolgt haben, wissen es ebenfalls.

                      Im Wettbewerb der Ideen sollten Argumente entscheiden und nicht wer mit wem irgendwelche obskuren Verbindungen unterhält.

                    • Lieber Marcel Elsner, ich beobachte bei Ihnen eine gewisse Radikalisierung, die mir sehr gut gefällt!

                    • Marcel Elsener says:

                      Ups, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich meinte natürlich nicht Peter Klein sondern Michael Klein. Ich bitte um Verzeihung für diesen Faux pas.

                    • SH001 says:

                      Das schlimme an der Argumentation von NVNM ist ja, dass sie all zu oft Funktinoiert,
                      Sobald die Nazi Keuel geschwungen wird, rudern viele Menschen zurück und relativieren ihre Aussagen um jeden Anschein zu vermeiden rechtem Gedankengut nahezustehen oder rechts zu sein.

                    • A.S. says:

                      Nur kurz eine Meinungsäußerung: Herr Klein, ich finde es gut dass sie nicht vor der “Die-sind-Rechts” Keule kuschen sondern nach den konkreten Aussagen (hier die Bücher) gehen.

                    • Bellator Eruditus says:

                      Hallo NVNM,

                      Suhrkamp verlegt Judith Butler, hat also eindeutig Verbindungen zur Gender-Szene und dient als eines ihrer Sprachrohre. Und natürlich ist diese Verbindung für Suhrkamp auch profitabel.

                      Nun ist es hinlänglich belegt, dass die Genderszene gegen den Rechtsstaat agitiert und zumindest zwei von dessen Säulen (Unschuldsvermutung und Gleichheit vor dem Gesetz) sehr erfolgreich angesägt hat.

                      Desweiteren sind alle wiss…äh…philosophischen Grundlagen des Genderismus naturwissenschaftlich widerlegt und sogar das konstiuierende Experiment (Dr. Moneys Menschenversuch mit David Reimer) war ein voller Misserfolg.

                      Es handelt sich beim Genderismus also nachweislich auch um Esoterik.

                      Wie stehen Sie also zu einem Boykott von Suhrkamp?
                      Oder zu einem Verbotsantrag beim BVerfG wegen Verbindungen zu verfassungfeindlichen Organisationen?

                      Ich frage nur mal so, von wegen gleichem Recht für alle …

        • Max Moritz says:

          @NVNM: “Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus” – Ganz egal ob dieses Zitat echt ist oder ein Fake: Sie sind der lebende Beweis dafür.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      Ich kann Michael Kleins Antwort auf Ihren Kommentar nur voll und ganz zustimmen: es geht bei demokratischen Spielregeln und FORMALE Regeln und nicht um Inhaltliches, also nicht darum, dass weltanschauliche Positionen, die man nicht mag, als antidemokratisch erklärt werden.

      Und eine formale Grundregel in einem demokratischen System lautet: Jeder hat das Recht, sich ohne Einschränkungen zu äußern, ungeachtet der Frage, wem oder wie vielen sie gefällt oder nicht gefällt. Nur dann, wenn jeder sich ohne Einschränkungen äußern kann, kann man die Aussagen prüfen und sich über sie auseinandersetzen und ggf. Falsches als falsch erweisen bzw. Richtiges als richtig.

      Und wenn Sie unseren blog mehr oder weniger regelmäßig lesen, dann wissen Sie, dass wir z.B. ebenso über die u.E. berechtigte Anfragen der Linken im Bundestag zum Thema “Männer- und Jungenpolitik” berichtet haben wie wir auf den Kopp-Verlag verlinken, wenn wir finden, dass fort ein interessantes Buch erschienen ist.

      “Sippenhaft” z.B. in der Form: wenn ein Buch bei einem bestimmten Verlag erscheint, kann es nicht gut sein, weil ich den Verlag oder die Mehrzahl der dort erscheinenden Bücher nicht mag, gibt es nicht bei uns und auch nicht in einem System, das sich ernsthaft als demokratisch bezeichnen will.

  4. Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Feinde der Offenen Gesellschaft

  5. Pingback: Feinde der Offenen Gesellschaft | Kritische Wissenschaft - critical science

  6. caruso says:

    Für mich ist die pc (Politische Korrektheit) ein noch viel größeres Problem als der Staatsfeminismus. Denn die ist es, die das Denken hemmt bis verhindert. Und das empfinde ich nicht nur als demokratiefeindlich, was für sich allein schlimm genug ist, sondern als menschenfeindlich, u.a. weil entwicklungsfeindlich. Was ich allerdings nicht weiß, ist, in welchem Verhältnis die beiden – pc und Staatsfeminismus – zueinander stehen. Und, ob pc nur in D so stark ist oder auch anderswo.
    lg
    caruso

    • a.behrens says:

      Reale Personen auf die Liste zu setzen, damit habe ich Bauchschmerzen. Denn wo ist die Abgrenzung von einem typisch jugendlichem Schwarz-Weiß-Denken und einem Menschen der sein Leben der Zerstörung von Andersdenkenden widmet.

      Aber PC als Konstrukt gehört auf die Liste. Denn PC selbst ist zutiefst undemokratisch.

  7. Erasmus alias Omnius says:

    Es wurde echt Zeit, solch einen Blog ins Leben zu rufen. Diese Art von Verunglimpfungen hab ich zu oft erlebt. Das passiert immer dann, wenn die Argumente ausgehen.
    NVNM ist nur einer von vielen, die das Talent besitzen Bücher vom Kopp Verlag in Diskussionen mit Nazi Keulen zu zerreißen, ohne darauf einzugehen. Sie schieben dich in eine rechte braune Ecke und von da ab ist es egal, wie gut deine Argumente sind. Es wird in blindem Hass auf dich eingeprügelt, als wären Sie des Denkens nicht mehr mächtig.

    Lange Rede kurzer Sinn, es gibt eine Seite die heißt reichling.wordpress.com mit einem Thread:

    “Was ist ein Grundgesetz”

    Der Kommentator INDV bringt bei diesem schwierigen Thema durchaus gute Begründungen, warum das Grundgesetz keine Verfassung ist. Er wird systematisch von mehreren Kommentatoren beleidigt, als Nazi verunglimpft und in die rechte Ecke bugsiert. Von INDV ging keine Aggression aus.
    Seht euch diesen Faden einmal an und urteilt selbst.(siehe Link)

    http://reichling.wordpress.com/2013/03/26/was-ist-ein-grundgesetz/#comment-5722

    Es sind genau die Methoden, die sie hier beschreiben.

    Gruß an alle
    Erasmus

    • elank says:

      Ich kann nur vermuten dass sie den Kommentar über den von Ihrem verlinkten gemeint haben, deswegen beziehe ich mich auf diesen. (http://reichling.wordpress.com/2013/03/26/was-ist-ein-grundgesetz/#comment-4558)

      Die angeführten Argumente:

      Allerdings muss erst ein Staat aufgelöst werden um ein anderen Staat darauf zugründen

      Nehmen wir einfach an das dies so ist. Es hätte allerdings keine Bedeutung da kein neuer Staat nach dem Zusammenbruch des 3. Reiches errichtet wurde. Es fand eine Neuorganisation statt.

      Das Deutsche Reich besteht fort, es ist allerdings mangels staatlicher Stellen handlungsunfähig, das ist das Problem!

      Falschinterpretation eine BVerfG-Urteils von 1973. (http://www.krr-faq.net/ident.php#handlung)

      Das besatzungsrechtliche Provisorium „BRD“ erhielt keine vom Volk in freier Selbstbestimmung gewählte Verfassung,

      Freie Selbstbestimmung oder Wahl ist kein Kriterium für eine Verfassung. Praktisch jeder Staat der Welt hätte sonst keine Verfassung. Abgesehen davon wurde das deutsche Grundgesetz durch die Landtage ratifiziert die vom deutschen Volk gewählt wurden.

      sondern lediglich ein „Grundgesetz“

      Wortklauberei. Die Verfassung von Finnland heißt Grundgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_Finnlands), die von Norwegen auch (http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_von_Eidsvoll). Die schwedische besteht sogar aus 4 Grundgesetzen (http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_von_Schweden). Und unser Grundgesetz bezeichnet sich selbst an mehreren Stellen als Verfassung.

      Nach geltendem Völkerrecht (Haager Landkriegsordnung, Art. 43 (RGBl. 1910)) ist ein „Grundgesetz“ ein „Provisorium zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in einem militärisch besetzten Gebiet für eine bestimmte Zeit“

      Schlichte Unwahrheit. Hier gibt es den Originaltext der HLKO Art. 43 :
      http://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0201_haa&object=facsimile&pimage=41&v=150&nav=&l=de

      Diese provisorische Natur kommt im „GG“ Im Art. 146 zum Ausdruck.

      Art. 146 ist ein Schutzparagraph, der nur eine Möglichkeit vorsieht unter dem das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert. Hier wird also nur die Möglichkeit des ersetzen des Grundgesetzes durch eine andere Verfassung festgelegt. Das Grundgesetz ist damit kein “Provisorium” geworden.

      • Streit um Namen ist sinnlos. An der Bezeichnung kann man etwas erkennen! Der Unterschied liegt darin, daß das Grundgesetz als Diktat der Besatzer kam, zu dem sie die Haager Landkriegsordnung verpflichtete, und daß eine selbst gewählte Verfassung einen selbständig zustandegekommenen Staat begründet.

        Carsten

        “Der Prüfer wurde zum Komplizen.”
        Professor Wilhelm Hankel

  8. Gaejawen says:

    Hat dies auf As live scribes rebloggt und kommentierte:
    Der Ausschluß! von Teilen der Gesellschaft, die nicht passen…
    #SocialMediaExekutionen #http://splashurl.com/plbc9fn Dramadreieck!

  9. heureka47 says:

    “…und durch Verschweigen eine Darstellung der Realität zu geben, die der eigenen Ideologie entspricht, mit der Realität aber nichts zu tun hat.”:

    Das ist typisch unter der Einwirkung der “Kollektiven Zivilisations-Neurose”, der (latenten) Angst und quasi-zwanghaften Verdrängung und Ausblendung der wirklichen Wirklichkeit.

  10. a.behrens says:

    Sehr geehrte Frau Diefenbach, sehr geehrter Herr Klein,

    ich habe Bauchschmerzen mit einer solchen Liste und will versuchen die Abneigung zu begründen(*)

    Zunächst sind die drei Kriterien nicht eindeutig und nicht objektiv prüfbar. Als Beispiel das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Das BVerfG ist aktiv an der Unterdrückung der Meinungsäußerung von Holocaustleugnern beteiligt und hat aktiv den Diskurs über die Argumente von Holocaustleugnern unterdrückt. Das BVerfG erfüllt somit den Punkt 1. Das BVerfG hat außerdem die KPD verboten und deren Eigentum beschlagnahmen lassen. Das BVerfG hat somit aktiv politisch Andersdenkenden an der Wahrnehmung politischer Rechte behindert. Das BVerfG erfüllt somit Punkt 2.

    Da das BVerfG 2 von 3 Punkten erfüllt, ist das Gericht ein potentieller Kandidat für die Liste der Demokratiegegner. Spätestens dann, wenn sich ein Beispiel findet, bei dem das Gericht ohne Begründung bzw. mit dünner Begründung das Ansinnen von Demokraten bzw. Bürgerrechtlern ablehnt. Wie etwa die Ablehnung der Verfassungsbeschwerde 2011 gegen Websperren aus lediglich formellen Gründen bzw. mit der Behauptung, die Bürgerrechtler hätten nicht ausreichend gut argumentiert.

    Zu prüfen ist außerdem, ob Sciencefiles auf die Liste gehört, da Herr Klein ohne Begründung ihm unangemessene erscheindende Forenbeiträge ablehnt. Ja, das ist jetzt gemein. Aber der Punkt ist durchaus berechtigt, weil ich zum Beispiel gern die Online-Redaktion von Spiegel auf der Liste sehen würde da beim Spiegel die Leserforen extrem stark zensiert. Über die Zensur von Leserforen wird dann anderen Lesern eine breite Zustimmung unter Spiegellesern vorgegaukelt, die es in der Realität gar nicht gibt.

    Spannend ist für mich auch, wie man von der Liste wieder runter kommen kann. Junge Menschen tendieren zu radikalen Ideen und Überzeugungen, die sich im Laufe des Lebens, also mit wachsender Erkenntnis, nivellieren. Als Vater dreier Kinder fände ich es fatal, wenn meine Kinder in ihrem späterem Leben Probleme bekommen, weil sie in ihrer Jugend dumme Ideen hatten.

    Mit freundlichen Grüßen

    (*) An etwaige und zufällig vorbeistolpernde Gutmenschen: Ich benutze bewusst Extrembeispiele wie Holocaustleugner da ich als Informatiker gelernt habe, dass man bei der Verwendung von Extremwerten am ehsten die auf gedankliche und technische Probleme stößt. Abgesehen davon haben für mich aber auch Holocaustleugner Bürger- und Meinungsrechte und obendrein unterstelle ich Menschen die Fähigkeit für sich selbst denken zu können und eben nicht auf billige Propaganda hereinzufallen.

    • Warum ziehen Sie nicht die naheliegende Konklusion aus ihrer Analyse über das Bundesverfassungsgericht?

      Zu prüfen ist außerdem, ob Sciencefiles auf die Liste gehört, da Herr Klein ohne Begründung ihm unangemessene erscheindende Forenbeiträge ablehnt.

      Das kann ich nicht nachvollziehen. Welche Forenbeiträge?

      Schließlich, es ist ziemlich einfach, von der Liste herunterzukommen, man muss einfach nur eine entsprechende Lerngeschichte deutlich machen.

      • a.behrens says:

        > Das kann ich nicht nachvollziehen. Welche Forenbeiträge?

        Sie haben an verschiedener Stelle bei Antworten auf Forenbeiträge angedeutet, dass Sie überlegen ob Sie einen Kommentar freischalten oder nicht. Sie haben somit die Möglichkeit unliebsame Meinungen zu unterdrücken.

        Bitte nicht persönlich nehmen (immerhin haben Sie ein Hausrecht), sondern in Bezug auf die Frage “muss ich in _meinem_ Haus, in _meinem_ Forum, in _meiner_ Zeitung unliebsame Meinungen akzeptieren”.

        • Also Herr Behrens, Sie als Stammleser von ScienceFiles sollten eigentlich wissen, was als Hinweis vor der Möglichkeit des Erstellens eines Kommentars steht und was wir als eine Meinungsäußerung ansehen, die es wert ist, veröffentlicht zu werden. Und entsprechend sollten Sie wissen, wie oft wir gegen unsere eigenen Grundsätze verstoßen und selbst Unsinn veröffentlichen, der nicht einmal die rudimentärsten Anforderungen an eine Information erfüllt.

    • heureka47 says:

      A propos “Holocaust-Leugner”:

      Da ich erst 1947 auf die Welt gekommen bin, weiß ich natürlich nicht, was davor gewesen ist.
      Papier – auch von Geschichtsbüchern – ist geduldig.

      Ich habe oft gelesen, daß wir Opfer von “Geschichtsklitterung” seien – aber in den jeweiligen Zusammenhängen nie, welche Ursachen das hat(te).

      Aus meinen eigenen Erfahrungen kann ich aber bestätigen, daß es so etwas wie eine “Kollektive Neurose” gibt, die möglicherweise auch zum Ursachenpotenzial der “Geschichtsklitterung” gehört, ebenso wie zum Ursachenpotenzial der “Kollektiven PSYCHOSE” von 1933-1945.

      Was ich aus meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen auch noch sagen kann ist, daß wir GEGENWÄRTIG – auch in Deutschland – einen Genozid erleben, einen Völker-Mord am “Volk” der letzten wahrhaft gesunden Menschen, dem “Volk” der letzten noch gesund auf den “Irrsinn der Normalität (der zivilisierten Gesellschaft” reagierenden Menschen; am “Volk” der Unaufgeklärten / (Selbst-)Entfremdeten, die Symptome von Gesundheit nicht deuten können und aus Angst und/oder Verzweiflung Selbstmord begehen oder, wenn sie damit einen Psychiater konsultieren, eine Diagnose einer “schweren” psychischen Störung bekommen und in aller Regel ein entsprechendes – sehr zweifelhaftes! – Medikament sowie eine eher schlechte Prognose. Diese sogenannte “Psychiatrisierung” treibt ebenfalls viele der Betroffenen in den Suizid oder sie werden Opfer der Medikamente (Neuroleptika) und der oft wenig verantwortungsvollen Handhabung. Wissenschaftlich belegt sind Verkürzungen der Lebenserwartung von ca. 15-25 Jahren.

      Den Bereich “Psychiatrie” kenne ich besonders gut, weil ich seit fast 20 Jahren hier ehrenamtlich engagiert bin. Aber ich gehe davon aus, daß auch in anderen medizinischen Bereichen, wo es um “Krankheit(en)” geht, die Symptome der “Kollektiven Neurose” sind, ähnlich zugeht und viele Menschen, die grundlegend und auf ganz natürliche Weise geheilt werden könnten, schwer und/oder lange leiden oder einem frühen Tod zum Opfer fallen.

      Ist das evtl. noch immer das Bestreben der wissenschaftlichen Medizin, den “Volkskörper” von “schlechter Erbsubstanz” zu befreien?

      Warum öffnet sich die wissenschaftliche Medizin nicht den seit Ewigkeiten bekannten Phänomenen der “Spontan-Heilung /-Remission” und vertieft die Erkenntnisse, welche Kräfte und Mechanismen im Menschen zu wirken imstande sind – um diese gezielt und regelhaft zu nutzen (anstatt der gegenwärtigen brachialen “Metzger-Methoden”?
      Ich denke dabei besonders auch an Krebs-Erkrankungen und die große Leidenschaft der Ärzte, ihre Patienten mit den qualvollen Methoden zu peinigen, anstatt sie über die tieferen Ursachen und die Möglichkeit der grundlegenden Heilung durch Bewußtseins-Arbeit / -Wandel usw. aufzuklären.

      In diesem Bereich leugnet die “Wissenschaft”, “was das Zeug hält”, und opfert lieber Hunderttausende oder Millionen Menschen, statt sich weitergehenden Erkenntnissen zu öffnen und evtl. eingestehen zu müssen, daß die Wissenschaft sich – eine ganze Weile schon – (heftig) geirrt hat. Wer so – herz- und verantwortungslos – denkt und handelt, kann kein wahrhaft gesunder / erwachsener Mensch sein! So können nur Menschen denken und handeln, die schwer gestört sind – und sich zudem in einer “Verschwörung” abgesprochen haben, sich der Wahrheit nicht zu öffnen und alle Versuche in diese Richtung mit allen Mitteln abzuwehren.

      Ein Beispiel dafür ist die Geschichte von R. Geerd Hamer. Ich habe das Buch mit seiner Geschichte gelesen. Und ich glaube ihm. Denn ich kenne genügend Ärzte – und darunter etliche klinikleitende – bei denen ich die typisch neurotische “Abwehr- / Vermeidungshaltung” selbst erleben konnte.
      Die Erkenntnisse Hamers sind vom Prinzip her zutreffend. Und die Ärzte, die sich solchen Erkenntisssen verweigern bzw. versuchen, die Wahrheit zu unterdrücken – zum Schaden von unzähligen Menschen – sind schlimme Verbrecher.

    • ich habe Bauchschmerzen mit einer solchen Liste und will versuchen die Abneigung zu begründen(*)

      Stimmt, solche Listen sind eine Sauerei. Sie arten leicht in Todeslisten aus. Es sind aber Waffen im Krieg. Er sie nicht benutzt, der verwirft einen Vorteil. Ich bin mir sicher, daß sowas schon gemacht wird. Die Kritik am Verlag von Herrn Kopp ist ebenso gestrickt. Der steht sicher auf so einer Liste. Man braucht nur einen Link zu diesem Verlag zu legen und schon ist der Mob da, kommt wie gerufen.

      Carsten

      “Wer glaubt, er könne einen solchen Klimawandel durch Windräder oder Solarzellen aufhalten lebt in einer Glaubenswelt, die sich nicht wesentlich von derjenigen von Naturvölkern unterscheidet, die durch Totempfähle oder Menschenopfer versuchen, die Götter gnädig zu stimmen.”
      Stefan

  11. almasala says:

    Feinde der Offenen Gesellschaft und der Demokratie werden u.a. wie folgt identifiziert (s. Punkt 2): “Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie verweigern Andersdenkenden aktiv die Wahrnehmung ihrer politischen Rechte, indem Sie versuchen, diese Andersdenkenden von der Äußerung ihrer Meinung abzuhalten bzw. die Wahrnehmung von deren Meinung durch Dritte zu verunmöglichen.”

    Punkt 2 könnte selbst eine Einschränkung politischer Rechte darstellen. Beispielsweise ist der lautstarke Protest, mit der man die öffentliche Rede eines Repräsentanten einer Regierung niederbrüllt, ein politisches Recht in einer Demokratie, um öffentlich auf einen Sachverhalt aufmerksam zu machen. Man kann in einer Demokratie schlecht die “Demonstration” des einen höher gewichten als die “Demonstration” des anderen.

    Richtig, das heißt es und ich kann keinerlei Recht zum Niederbrüllen erkennen, nur einen kompletten Disrespekt für andere und einen kompletten Mangel an Anstand. Es gibt das Recht, durch Informationsstände und sonstigen zivilisierte Formen der Meinungsäußerung auf Differenzen hinzuweisen. Wenn Sie Recht haben, wo läuft dann die Grenze, ist das Niederbrüllen, der Einsatz von Eiern als Fluggeschossen, das Abdrängen von Teilnehmer ungenehmer Veranstaltungen, der hangreifliche Streit mit der Polizei, die das Recht dessen schützen will, gegen den demonstriert wird, auch noch gedeckt? Wer sich nicht auf ein Mindesmaß an Anstand und Spielregeln einigen kann, und der respektvolle Umgang miteinander ist ein Mindestmaß, der hat keinen Anspruch darauf, dass ausgerechnt ihm eine Extrawurst gebraten wird.

    Nun weiß man nicht, was die Motivation der Protestierenden ist. Soll die Meinungsfreiheit aktiv eingeschränkt werden oder soll auf einen Sachverhalt aufmerksam gemacht werden. Deswegen halte ich Punkt 2 in einigen Situationen für ungeeignet, um Feinde der Demokratie zu identifizieren. Denn er beruht gelegentlich auf Annahmen, die wir nicht belegen, sondern nur unterstellen können. Damit könnten mit Punkt 2 Verfechter der Demokratie zu Demokratiefeinden abgestempelt werden. Wer das macht, verletzt Punkt 1 oder 3 und wird selbst zu einem Demokratiefeind.

    Es ist, nach dem oben Gesagten, schlicht irrelevant, was für eine Motivation hinter rüpelhaftem Verhalten steht.

    • almasala says:

      Die Meinungsfreiheit, für die wir eintreten, schließt auch das Recht ein, sich respektlos äußern zu dürfen. Beispielsweise Sarrazin hat sich verächtlich über Araber und Türken geäußert. Gleichelt gilt für zahlreiche Leserkommentare über Muslime von PI und der Welt. Das sind Respektlosigkeiten, die ebenfalls vom rüpelhaften Verhalten zeugen. Wenn wir für demokratische Werte und Meinungsfreiheit einstehen wollen, dann haben wir solche Dinge nicht nur auszuhalten, sondern sollten diese auch schützen. Darum geht es hier doch, oder?

      • Nein, es schließt das Recht ein, sich BEGRÜNDET verächtlich äußern zu können, nicht aber das Recht, etwas abzulehnen und lächerlich zu machen, weil man gerade Lust dazu hat. Meinungsfreiheit ist nicht die Freiheit sich aus Lust und Laune und ohne Begründung zu verhalten wie man das möchte. Es gibt Regeln von Anstand, Empathie und Reziprozität.

        • almasala says:

          Die Begründung kann einer Meinung Substanz verleihen, aber sie ist belanglos für die Meinungsfreiheit selbst.

          • Und wie begründen Sie diese Aussage. Wenn ich also sagen würde: Sie sind nicht ganz dicht, dann akzeptieren Sie meine Meinung und denken, diese Meinung sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt?

            • almasala says:

              Die Meinungsfreiheit schließt keine persönlichen Beleidigungen ein.

              • Ah, und was ist eine persönliche Beleidigung? Woran unterscheiden wir sie von der Meinungsäußerung? Wenn ich sage, X ist ein Depp, ist das dann eine Beleidigung oder ist es eine Meinung, weil man Verhalten von X deutlich sieht, dass er ein Depp ist. Um eine Begründung kommen Sie nicht herum …

                • almasala says:

                  Beleidigungen sind ehrverletzende Äußerungen gegen Personen. Wir können darüber diskutieren aber das löst kein Problem des eigentlichen Themas, wenn wir am Ende wissen, was eine Beleidigung ist.

                  • Das ist eine Ausweichtaktik in Juristensprech, die ihnen nicht gerecht wird. Wenn wir festlegen, was eine Beleidigung ist, dann müssen wir zwangsläufig begründen, welche Aussagen warum als Beleidigung zu zählen sind und nicht das tun, was Juristen tun, um sich ein Auskommen zu schaffen, nämlich einen unbestimmten Begriff mit einer Unzahl weiteren unbestimmter Begriffe umschreiben.

                    • almasala says:

                      Das war ein Hinweis, um zum ursprünglichen Thema zurückzukehren. Eine ehrverletzende Äußerung bleibt ehrverletzend, selbst wenn man eine “Begründung” nachschiebt. Denn entscheidend ist bei einer Beleidigung der Vorsatz. Wir befinden uns also auf einem Nebenschauplatz, dessen Lösung nichts zu eigentlichen Sache beiträgt.

                    • Wir drehen uns im Kreis. Wie wollen Sie den Vorsatz herausfinden, wenn jemand Idiot sagt? Hirn aufbohren? Das ist wirklich Juristen-ich-dreh-mich-im-Kreis. Der Vorsatz ist dann gegeben, wenn, ja was eigentlich, eine Verletzungsabsicht vorliegt. Und eine Verletzungsabsicht liegt dann vor, wenn vorsätzlich gehandelt wird…

                    • almasala says:

                      Jetzt müssen Sie mir nur noch erklären, warum das so wichtig für das eigentliche Thema ist.

                    • Wir, nicht, ich weiß es.

                • heureka47 says:

                  Ob es sich um eine Beleidigung handelt oder nicht, entscheidet im Grunde das Bewußtsein desjenigen, der die fragliche Aussage macht; ob er “(ver-)urteilt” oder nicht.

                  Allein am Wort ist die Beleidigung sehr viel schwerer festzumachen.

                  Wenn man zu mir sagen würde, ich sei ein “Irrer”, wäre das beleidigend, da ich vom kollektiven Irresein, von der Kollektiven Neurose, geheilt bin.
                  Von Menschen, die sich des Unterschiedes zwischen “irre” und “verrückt” bewußt sind, lasse ich mich gern “verrückt” nennen – und fasse das als Freundlichkeit auf.

                  Eine Freundin nannte mich, kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten, einmal “Spinner”.
                  Als ich zu erkennen gab, das ich das beleidigend fand, sprachen wir darüber und sie erklärte mir, daß man in ihrer Heimat Menschen so nennt, wie ich das Wort “verrückt” verstehe. Dann war alles gut. Sie hatte es freundlich, liebevoll, gemeint.

              • heureka47 says:

                Es gibt viele Möglichkeiten von Aussagen, durch die sich ein unreifer Mensch beleidigt fühlen kann, obwohl die Aussagen wahr, zutreffend, sind.
                Kollektivneurotiker fühlen sich gewöhnlich “beleidigt”, wenn man sie auf ihren diesbezüglichen Mangel hinweist.
                Der Mechanismus ist bekannt und vielfach beschrieben – es ist eine Variante der “typisch neurotischen Abwehr- / Vermeidungshaltung”, der “Angst-Abwehr”.
                Der “beleidigte” Neurotiker “muß” (“zwanghaft”) dem “Beleidigenden” diese “Schuld” zusprechen und “böse Absicht” unterstellen, um selbst nicht die in der Mitteilung enthaltene Wahrheit erkennen zu müssen.
                Die – permanente – “Abwehr-Haltung” ist die typische Grundhaltung der großen Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft. Für diese Haltung braucht man keine – geistige, spirituelle – Liebe. Diese würde man brauchen, um die Abwehr “sinken” zu lassen und sich der Wahrheit zu öffnen, die das Risiko birgt, eine “bittere” Wahrheit zu sein oder zu enthalten.

                Was die Neurotiker nicht wissen – und was sie auch in aller Regel nicht glauben, wenn man es ihnen sagt (weil sie wegen des Mangels an Liebe nicht VERTRAUEN können) – ist, daß dem Menschen in dem Maße Liebe zufließt, wie er bereit ist, die – bittere- Wahrheit anzunehmen, in sich einzulassen.

  12. almasala says:

    Nun zu Punkt 3: “Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie versuchen Andersdenkende zu diskreditieren, indem sie ihnen zumeist unbelegt, zuweilen auf Basis vermeintlicher wissenschaftlicher Expertisen jede Form von Relevanz, ehrlichem Anliegen und von ernstzunehmender Meinung absprechen, indem sie die entsprechenden Andersdenkenden als böse, rechts, antifeministisch [… beliebiges negatives Adjektiv einsetzen] diffamieren ohne auch nur den Hauch einer Begründung zu liefern.”

    Dieser Punkt steht im Widerspruch zu seinem eigenem Anliegen. Die Meinungsfreiheit gestattet mir nicht nur mich wie ein Rassist äußern zu dürfen, sondern ebenso auch Andere als Rassisten zu bezeichnen. Aus welcher Motivation ich etwas sage, lässt sich kaum belegen und wann eine Begründung als ausreichend erachtet werden kann ist, ein zu schwammiges und vor allem rein anmaßendes Kriterium. Das “beliebige negative Adjektiv”, was ich in den eckigen Klammern einsetze lautet “Feinde der Offenen Gesellschaft/der Demokratie”.

    Jetzt haben Sie gelesen und doch nicht gelesen. Die Betonung liegt auf: “ohne auch nur den Hauch einer Begründung zu liefern”. Sie können mich solange als Rassisten bezeichnen, so lange Sie eine nachvollziehbare und prüfbare Begründung zu liefern im Stande sind. Wenn das nicht der Fall ist, dann handelt es sich um eine Beschimpfung aus niederen Motiven, die im öffentlichen Diskurs nichts zu suchen hat.

    • almasala says:

      Die Meinungsfreiheit gestattet mir, meine Meinung zu sagen, ohne den Hauch einer Begründung zu liefern. Jemanden als Feind der Demokratie zu bezeichnen, weil die Begründung für eine Negativmeinung nicht ausreichend ist, ist nicht viel anders als jemanden als Rassisten zu bezeichnen, ohne das näher zu erklären. Wer für Meinungsfreiheit einsteht, kann schlecht die Meinungsfreiheit durch Qualitätsurteile einschränken.

      • Warum verlangen Sie von anderen, dass Sie begründen und erklären, wo Sie für sich das Recht einfordern, einfach losplärren zu können? Ziemlich heuchlerisch oder? Meinungsfreiheit schließt eben nicht das Recht ein, sich anderen gegenüber würdelos, respektlos und rüpelhaft zu verhalten. Wenn Sie eine Meinung haben wollen, dann werden Sie auch eine Begründung für diese Meinung liefern müssen. Ansonsten haben sie keine Meinung, sondern Gefühlchen, die Sie Dritten zumuten. Dritte sind aber nicht an Gefühlchen interessiert, sondern am Austauch, und ein Austausch ist nur sinnvoll, wenn es etwas auszutauschen gibt, begründete Aussagen zum Beispiel.

        • almasala says:

          Zum Vorwurf der Heuchelei: Wenn ich Begründungen verlange, dann in der Diskussion, um zu beurteilen, ob eine Meinung auf einem nachvollziehbaren Fundament beruht oder als substanzlos verworfen werden kann. Das ist der normale Prozess in der politischen Willensbildung.

          Ansonsten gestehe ich jedem Menschen das Recht zu, das öffentlich zu sagen, was ihm grundrechtlich verbrieft ist und bin bereit seine Recht zur freien Meinungsäußerung zu verteidigen, egal wie unbegründet und abscheulich seine Meinung ist (mit den üblichen Ausnahmen). Deswegen kann ich mit Punkt 3 nicht mitgehen, weil ich die Meinungsfreiheit für einen fundamentalen Pfeiler einer Demokratie halte und ich keinerlei weitere geistige Einschränkungen dieser ohnehin eingeschränkten Freiheit akzeptiere.

          • Ich halte die Meinungsfreiheit für den wichtigsten Pfeiler einer Demokratie, gerade deshalb will ich sie nicht von Vandalen zerstören lassen, die jeden geistigen Ausfall als Meinung ausgeben wollen, um sich auf Meinungsfreiheit berufen zu können. Jedes Recht kommt mit einer Pflicht und das Recht auf Meinungsfreiheit kommt mit der Pflicht, seine Aussagen zu begründen und Sorge zu tragen, dass man mit seiner vermeintlichen Meinung nicht gegen die Grundsätze von Respekt, Anstand und Empathie verstößt.

            • almasala says:

              Die Pflicht eines Rechts ist nicht die Einschränkung des Rechts, sondern deren Erhalt. Die Pflicht, die mit der Meinungsfreiheit einhergeht, ist in erster Linie, dass man auch Andersdenkenden ihre Meinungsfreiheit zugesteht und sich dafür einsetzt. Das ist ja das Problem, was in mehreren Beiträgen in diesem Blog ganz deutlich und auch gut zur Sprache gebracht wird.

              Die Verpflichtung seine Meinung zu begründen, setzt eine Instanz voraus, die darüber urteilt, was eine Begründung ist und was nicht. Worauf das hinausläuft ist offensichtlich, man gibt den Demokratiefeinden eine weiteres Kriterium in die Hand, um Menschen zu diskreditieren: X ist ein Rassist, weil seine Begründung für den Arsch ist.

              • Das ist ein interessanter Satz: Die Pflicht eines Rechts ist nicht die Einschränkung des Rechts, sondern deren Erhalt. Nur. Ich verstehe ihn nicht… Wie auch immer, ich gesteh jedem seine Meinung zu, sofern er sie begründet. Es ist gerade nicht so, dass man eine Instanz braucht, um zu sagen, was eine Begründung ist. Eine Begründung ist nachvollziehbar, prüfbar und kann sich als falsch erweisen. Mehr braucht man hier nicht, insbesondere brauchen wir keine Instanz, die festlegt, was eine Begründung ist (welch’ abstruse Idee). Und das Schöne daran ist, dass man jederzeit entscheiden kann, ob eine Begründung richtig oder falsch ist, und entsprechend ein Mittel an der Hand hat, um Meinungen als FALSCH auszuweisen und zu verwerfen.

                • almasala says:

                  In der Wissenschaft muss man das sicher so machen. Denn das Ziel ist Erkenntnisgewinn. Die Meinungsfreiheit verfolgt jedoch ein völlig anderes Ziel. Sie garantiert uns den Ausdruck unserer Persönlichkeit, indem wir unsere Gedanken frei äußern und wir uns frei mitteilen dürfen, ohne Angabe jeglicher Begründung.

                  Wir machen das laufend. Wer mit einem politischen Button herumläuft, ein Transparent in den Wind hält, ein T-Shirt mit einem Statement trägt oder sonst etwas in der Richtung tut, drückt möglicherweise seine Meinung aus, allerdings ohne Angabe einer Begründung. Die Meinungsfreiheit einzuschränken, weil die Begründung fehlt, ist somit ein direkter Angriff auf die Persönlichkeit des Menschen.

                  • Glauben Sie das wirklich, dass jeder Auswurf unter die Meinungsfreiheit fällt und wenn Sie bislang mit einem Button herumlaufen konnten, auf dem steht, Kapitalismus ist doof, dann wäre es Zeit zu fürchten, dass jemand die Frage stellt, ah, und warum ist Kapitalismus doof? Und dann will man doch nicht dastehen wie der Trottel, der gerade vom Baum gefallen ist und eine Antwort parat haben, eine Begründung der eigenen Meinung oder? Insofern kann ich Ihnen überhaupt nicht folgen, wenn Sie den Auswurf von Unsinn als Ausdruck von Persönlichkeit ansehen, er ist eher das Gegenteil – oder? Und den letzten Absatz, den will ich einfach nicht kommentieren, denn langsam wird es unterirdisch. Nur soviel, wir reden nicht von Essentialismus und wenn jemand, wie gesagt, mit dem Button, “Kapitalismus ist doof” rumrennt, dann geht damit die Erwartung einher, dass er auf Nachfrage auch begründen kann, was er da rumträgt. Ansonsten müsste man ihn fragen, warum er Dinge ansteckt, von denen er keine Ahnung hat.

        • heureka47 says:

          “Dritte sind aber nicht an Gefühlchen interessiert, sondern am Austauch, und ein Austausch ist nur sinnvoll, wenn es etwas auszutauschen gibt, begründete Aussagen zum Beispiel.”:

          Davon mögen Sie überzeugt sein, sehr geehrter Herr Klein, aber es entspricht nicht der Wirklichkeit wahrhaft Erwachsener, nicht der wirklichen Wirklichkeit – oberhalb der (Kollektiven) Neurose und Scheinwirklichkeit. Der Mangel, dessen Opfer auch Sie sind, zeigt sich in Ihren Aussagen – nicht nur in diesem Falle hier, sondern stets. Und dieser Mangel ist; wie ich immer bemüht bin, darzulegen, in jedem Einzelfall und jederzeit und auf DIE völlig natürliche Weise grundlegend heilbar:
          Initiation, “Einweihung” (in das höhere Bewußtsein) bzw. Ascension (Aufstieg zum höheren Bewußtsein). Durch das “Übergangsritual”, von dem wir zivilisierten Menschen entfremdet sind – sodaß wir auch vom höheren Bewußtsein (dem wahren Erwachsenen-Bewußtsein) und von der dort herrschenden Kraft / Energie und ihren Qualitäten entfremdet sind. Mit sehr schlimmen Nebenwirkungen und Spätfolgen. Die Symptome der Nebenwirkungen – die Symptome der Kollektiven Neurose – ERLEBEN wir zwar, aber wir sind abgetrennt von der Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen ihnen und der tieferen Ursache. Die Spätfolgen sind der letztliche Untergang jeder “Hochkultur” unter der Wirkung der Kollektiven Neurose und das allerletztliche Aussterben.

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