Akademisches Foul: “Aktive Rekrutierung von Frauen im Rahmen der Besetzung von Professuren”

Im idealen Fall funktioniert eine Stellenausschreibung an Hochschulen so, dass ein Stellenprofil formuliert wird, eine Berufungskommission eingesetzt, ein Ausschreibungstext aufgesetzt und veröffentlicht wird und aus den eingehenden Bewerbungen diejenigen herausgesucht werden, die annehmen lassen, die die Kompetenzen der jeweiligen Bewerber sie für die ausgeschriebene Stelle als am besten geeignet ausweisen.

Seit mit dem sogenannten Gender Mainstreaming ein großangelegter Angriff auf Gerechtigkeits- bzw. das Leistungsprinzip eingeläutet wurde, funktionieren Ausschreibungen anders, ist es doch seitdem nicht mehr das Ziel von Ausschreibungen, den besten Bewerber herauszufinden, sondern „in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind“, den „Frauenanteil zu erhöhen“.

Eine Einführung in die Benutzung von Word wäre sicher sinnvoller!

Um dies zu erreichen, sind eine Vielzahl von Methoden ersonnen worden, die dem Leistungsprinzip und der Gerechtigkeit, die darin besteht, dass eine von Steuerzahlern finanzierte Stelle auch mit dem Bewerber besetzt wird, der dafür am besten geeignet ist und von dem zu erwarten ist, dass er auf der Stelle den größten Nutzen für Steuerzahler bereitstellt, ins Gesicht schlagen. Das Professorinnenprogramm, mit dem männliche Bewerber systematisch belogen und getäuscht werden, um den Anschein, es gebe eine von Geschlecht unabhängige Stellenbesetzung zu erwecken, ist die zwischenzeitlich bekannteste dieser Methoden.

Aber scheinbar läuft selbst dann, wenn man an allen Ecken und Enden schmiert, das Professorinnenprogramm nicht rund. Wohl deshalb hat man sich in Göttingen, im Gleichstellungsbüro der Universität, etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um den Auswahlprozess an Hochschulen noch mehr zu verzerren und nunmehr vollständig auszuschließen, dass Leistungsprinzip und Gerechtigkeit auch nur entfernt als Kriterien bei Berufungsprozessen Berücksichtigung finden: den Insiderhandel.

Wie an Börsen, so stellt der Insiderhandel auch an Hochschulen ein Foulspiel dar. Anders als an Börsen wird er an Hochschulen nicht geahndet, im Gegenteil, er wird staatlich gefördert.

Insiderhandel an Hochschulen sieht wie folgt aus: Bewerber werden vorab mit Informationen aus der Berufungskommission versorgt, so dass sie ihre Bewerbung auf das interne Profil, die an sie herangetragenen nicht offiziellen Erwartungen, sowie die angestrebte Einbindung der ausgeschriebenen Stelle in die Fakultät und die Befindlichkeiten derer, die in der Berufungskommission sitzen, trimmen können. Den entsprechenden Bewerbern wird also ein Informationsvorsprung vor anderen Bewerbern verschafft, so dass sie in Berufungsvorlesungen und der anschließenden Sitzung der Berufungskommission mit ihren Kenntnissen glänzen können.

In Göttingen heißt dieser Insiderhandel (siehe den Ausschreibungstext in der Abbildung): „Aktive Rekrutierung von Frauen im Rahmen der Besetzung von Professuren“. Er ist das neueste Indiz dafür, dass Ethik und Moral inkompatiblem mit Genderismus sind, dass die Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten wohl vor allem darin besteht, jede Form von Lauterkeit und Anstand einzuebnen. Diese „aktive Rekrutierung“ wird wohl stabsmäßig betrieben. Darauf weist die Ausschreibung der Stelle für eine studentische Hilfskraft an der Universität Göttingen, die aus dem Professorinnenprogramm finanziert wird, hin. Das Professorinnenprogramm dient also nicht mehr nur dazu, weibliche Bewerber zu bevorzugen, es dient nun auch dazu, studentische Hilfskräfte zu finanzieren, die Gleichstellungsbeauftragten dabei behilflich sind, den Zweck wissenschaftlicher Ausschreibungen zu untergraben. Nicht mehr der beste Bewerber auf eine Ausschreibung wird gesucht, sondern irgend ein weiblicher Bewerber wird aktiv gesucht.

Dass die “aktive Rekrutierung” die Weitergabe interner Informationen umfasst, sagt der gesunde Menschenverstand, denn das Ziel ist ja, Personen, die von sich aus nicht auf die Idee gekommen wären, sich für eine bestimmte Stelle zu bewerben, gezielt dazu aufzufordern, sich für eine bestimmte Stelle zu bewerben. Damit diese Aufforderung Erfolg hat, muss sie mit entsprechenden Anreizen verbunden werden, schon deshalb, weil jemand, der sich von sich aus nicht auf eine bestimmte Stelle beworben hätte, sich nur dann auf eine bestimmte Stelle, die ihm angeboten wird, bewirbt, wenn er sicher sein kann, dass seine Erfolgsaussichten besser sind als die anderer Bewerber.

Staatlich finanzierte Schiebung durch Gleichstellungsbeauftragte, vollständig finanziert von Steuerzahlern.

Den Hinweis auf die Ausschreibung an der Universität Göttingen verdanken wir unserem Professorinnenprogramm-Spezialisten Peter Trier, der uns unermüdlich mit Informationen versorgt. Ihm und all den anderen, die uns täglich mit Informationen versorgen, wollen wir hiermit ausdrücklich danken. Dass wir nicht alle Informationen, die uns täglich erreichen, in einen Post umsetzen können, liegt in der Regel daran, dass wir einfach nicht die personelle Ausstattung dazu haben.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Plagiarismus II: Der MDR schreibt auch bei uns ab – Genderkriminalität in Leipzig

Die Mühlen öffentlich-rechtlicher Sender mahlen langsam, sehr langsam. Das ist auch kein Wunder, schließlich sind die Sender, der MDR zum Beispiel, mit nur wenigen Journalisten ausgestattet, die zudem das Recherchieren weitgehend verlernt haben.

Deshalb müssen sie sich bei anderen bedienen.

Bei uns zum Beispiel.

Neben Hadmut Danisch sind wir die ersten gewesen, die über ein Urteil des Landgerichts Leipzig berichtet haben. Wir waren die einzigen, die dabei Ross und Reiter genannt haben und die Teile aus dem Urteil der 7. Kammer zitiert haben, aus denen hervorgeht, dass drei Richter des Landgerichts Leipzig nicht nur der Ansicht sind, von Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig, belogen worden zu sein, weshalb sie Schücking bestätigt haben, dass ihr „die Behauptung unwahrer Tatsachen zur Durchsetzung ihrer Interessen nicht wesensfremd ist“. Damit waren wir auch die ersten, die davon berichtet haben, dass die Leipziger Universität sich einen Rektor leistet, der nach Ansicht von 3 Richtern am Landgericht Leipzig Gerüchte über männliche Bewerber in die Welt setzt, um die entsprechenden Bewerber mit der Behauptung, sie hätten sich der sexuellen Nötigung schuldig gemacht, aus dem Weg zu räumen und denselben für das frei zu machen, was in Deutschland „Frauenförderung“ heißt.

Nun, 9 Tage später, ist die Geschichte auch beim MDR angekommen. Dort hat man sich wohl mehr oder weniger genötigt gesehen, ob der Verbreitung, die unser Beitrag zwischenzeitlich gefunden hat, zu reagieren und seinerseits einen Beitrag zu bringen. Weil beim MDR die Feigheit auch dann nicht überwunden werden kann, wenn in einem Urteil Klartext steht, den man kaum missverstehen kann, lautet die Überschrift: „Schücking: Dieses Urteil ist unverständlich“. Wohlgemerkt, Schücking behauptet nicht, das Urteil sei falsch, sie sagt nur, dass es ihr unverständlich sei.

Um so erstaunlicher ist es, dass sich unter der genannten Überschrift eine Passage aus dem Urteil des Landgerichts Leipzig findet, die sich genau so bei uns findet, nämlich die Folgende, die, ergänzt man sie darum, dass die drei Leipziger Landrichter nach 8 Stunden Beweisaufnahme nicht nur zu dem Schluss gekommen sind, dass Schücking der Ausgangspunkt des Gerüchtes von der sexuellen Nötigung ist, sondern auch zu dem Schluss, von Schücking belogen worden zu sein, weil letzterer das Lügen nicht „wesensfremd“ sei, ein Schlaglicht auf den Charakter des Leipziger Rektors wirft.

Unser Text Der Text des MDR
„Das unstreitig haltlose Gerücht diente ersichtlich dem Zweck, den Kläger gegenüber den an der Auswahlentscheidung beteiligten Gremien persönlich derart zu diskreditieren, dass dieser für eine Besetzung der Professur von vornherein nicht mehr in Frage kam und etwaiger fachlicher Kritik der Gremienmitglieder an der Richtigkeit der von der Beklagten zu 1 [Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig]. getroffenen Berufungsentscheidung der Boden entzogen war. Dass der thematisierte Vorwurf eine derartige Wirkung auf den Fakultätsrat bzw. die Berufungskommission, haben konnte, hat der Zeuge Prof. Dr. … glaubhaft bestätigt.“ “Das unstreitig haltlose Gerücht diente ersichtlich dem Zweck, den Kläger gegenüber den an der Auswahlentscheidung beteiligten Gremien persönlich derart zu diskreditieren, dass dieser für eine Besetzung der Professur von vornherein nicht mehr in Frage kam und etwaiger fachlicher Kritik der Gremienmitglieder an der Richtigkeit der von der Beklagten zu 1. [Anm. der Red.: Beate Schücking] getroffenen Berufungsentscheidung der Boden entzogen war.”

Normalerweise ist eine Person wie Schücking als Rektor einer Universität nicht tragbar.

Aber was ist in Deutschland  noch normal?

Organisierte Gender-Kriminalität: Leipziger Landgericht beendet Frauenförderung und stellt Rektorin der Universität Leipzig ein vernichtendes Charakterzeugnis aus

Das Kreuz mit der deutschen Gerichtsbarkeit besteht darin, dass selbst verurteilte Täter oder verurteilte Angestellte des Staates nicht namentlich benannt werden. Die entsprechenden Namen sind in den Urteilen geschwärzt.

landgericht-leipzigIndes, manche Urteile sind voller Hinweise darauf, wer sich hinter dem schwarzen Strich verbirgt, und in einem Fall wie dem des Urteils 7 O 3558/15 des Landgerichts Leipzig ist es von öffentlichem Interesse den Balken zu lüften und den Lesern mitzuteilen, wer hier sein Amt missbraucht hat, Verleumdungsversuche unternommen hat und letztlich die Verantwortung dafür trägt, dass der Freistaat Sachsen aus Steuermitteln Kosten in Höhe von 408.334,83 Euro an einen Kläger bezahlen muss, der vor dem Landgericht Leipzig Recht bekommen hat. Es wurde als Recht erkannt, dass dem Kläger mutwillig eine Berufung auf eine W3-Professur an der Universität Leipzig vorenthalten wurde, und zwar durch die Beklagte zu 1, wie es im Urteil heißt. Und die Beklagte zu 1, die durch einen schwarzen Balken vor öffentlicher Verantwortung geschützt werden soll, ist Beate Schücking, die amtierende Rektorin der Universität Leipzig.

Und nun lehnen Sie sich zurück.
Wir erzählen nunmehr einen Genderkrimi, eine Geschichte aus dem Bereich der organisierten Kriminalität und eine Geschichte, die wohl exemplarisch für das angesehen werden kann, was unter dem Stichwort „Frauenförderung“ in Deutschland täglich an Rechtsbrüchen erfolgt.

Wer schriftliche Gerichtsurteile kennt, weiß, dass Sie immer demselben Strickmuster folgen. Der Urteilstenor steht voran. Dann folgt die Schilderung des Sachverhalts, die Einlassungen von Kläger und Beklagten, die Entscheidung, die Entscheidungsgründe und die Entscheidungsfolgen.

Wir folgen dieser Einteilung weitgehend.

Der Sachverhalt ist schnell erzählt.
An der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Leipzig soll eine W3-Professur besetzt werden. Die Ausschreibung stammt aus dem Jahr 2009. Das Verfahren zieht sich hin. Schließlich einigt sich die Berufungskommission auf eine Liste, die Dr. G. anführt (wir nehmen es mit der Anonymität sehr ernst). Dr. G., ein männlicher Bewerber (wir leben in einer Zeit, in der das Geschlecht selbst an Hochschulen relevant ist), ist nach Ansicht der Berufungskommission der Bewerber der am besten geeignet ist, die ausgeschriebene Stelle zu besetzen. Er bringt die besten Qualifikationen, Kompetenzen und Erfahrungen mit. Diese Einschätzung der Berufungskommission wird von drei Gutachtern, die im Berufungsverfahren regelmäßig bestellt werden, um die Eignung von Bewerbern zu begutachten, geteilt. Dr. G. ist der beste der Bewerber.

Soweit, so gut.

Uni Leipyig Logo

Das Motto der Universität Leipzig lautet übersetzt: Aus Tradition Grenzen überschreiten.

Nun kommt Beate Schücking ins Spiel. Sie ist Rektor der Universität Leipzig und hat eigentlich nichts anderes zu tun, als die Berufung von Dr. G., auf den sich die Berufungskommission geeinigt hat, umzusetzen.

Doch Schücking hat offensichtlich andere Pläne, weshalb sie die Berufung nach den Feststellungen im Urteil des Landgericht Leipzigs hintertreibt. Was die drei Richter Ecker, Träger und Follner dazu genau geschrieben haben, dazu kommen wir noch.

Mit dem Entschluss, wie es im Vortrag des Anwalts von Schücking heißt, die zweitplatzierte Bewerberin dem erstplatzierten und qualifizierteren und fachlich besser geeigneten Dr. G. vorzuziehen, beginnt ein Stück Schmierentheater, mit dem sich eigentlich ein Staatsanwalt beschäftigen sollte: Falls Andreas Saalmann hier mitliest, das ist ein Fall für Dich!

Was nun kommt, liest sich im Vortrag des Klägers, Dr. G., wie folgt: Er sei vom Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät angerufen und gebeten worden, seine Stelle an der Universität Leipzig so schnell wie möglich anzutreten. Er habe daraufhin eine A15-Stelle, die für ihn geschaffen worden sei, ausgeschlagen und sich in Leipzig an seinem zukünftigen Arbeitsort vorgestellt. Dort ist ihm dann wohl zu Ohren gekommen, dass Rektor Beate Schücking nicht gedenkt, ihn zu berufen, sondern ihre Position zu missbrauchen und die Zweitplatzierte zu berufen. Dies, so schreibt der Anwalt von Schücking habe den Grund gehabt, dass man das „Anforderungsprofil um Genderforschung“ habe erweitern wollen und den „Aspekt der Frauenförderung als gesamtuniversitäres Interesse“ habe würdigen wollen. Die Zweitplatzierte, wie es der Zufall so will, hat – wie soll man es nennen – sich mit Genderforschung beschäftigt, und deshalb sollte sie dem geeigneteren Bewerber, Dr. G., vorgezogen werden.

Dummerweise gibt es in Deutschland den Artikel 33 Abs. 2 Grundgesetz, in dem das Leistungsprinzip vorbehaltslos als Kriterium für die Berufung öffentlicher Angestellter genannt wird. Kurz: Es muss der beste Bewerber berufen werden. Der beste Bewerber ist Dr. G.

tennessee-williams-dramatist-the-only-thing-worse-than-a-liar-is-aUm Dr. G. nicht berufen zu müssen, sei, so trägt dessen Anwalt vor, ein Gerücht über „angebliche sexuelle Verfehlungen .. in die Welt gesetzt worden“. Die Beklagte zu 1 sei Ausgangspunkt dieses Gerüchts, so trägt der Kläger vor. Die Beklagte zu 1 ist der Rektor der Universität Leipzig, Beate Schücking. Der Anwalt von Schücking weist diesen Vorwurf zurück und schreibt: „Die Beklagte zu 1.. habe vom Gerücht der sexuellen Nötigung erst anlässlich der hierzu eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen erfahren“. Es hat also ein Ermittlungsverfahren gegen Dr. G. gegeben, was eine entsprechende Anzeige voraussetzt, die wiederum von jemandem getätigt worden sein muss, der ein Interesse daran hatte, Dr. G. zu diskreditieren. Der Vorwurf hat sich natürlich als frei erfunden herausgestellt. Aber von wem kommt das Gerücht?

Wir zitieren aus dem Urteil:

„Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme geht die Kammer davon aus, dass es die Beklagte zu 1. war, die das über den Kläger verbreitete Gerücht sexueller Belästigung initiiert und über den Dekan … verbreitet hat“. Die Beklagte zu 1 ist Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig.

Und weiter:

„Das unstreitig haltlose Gerücht diente ersichtlich dem Zweck, den Kläger gegenüber den an der Auswahlentscheidung beteiligten Gremien persönlich derart zu diskreditieren, dass dieser für eine Besetzung der Professur von vornherein nicht mehr in Frage kam und etwaiger fachlicher Kritik der Gremienmitglieder an der Richtigkeit der von der Beklagten zu 1 [Beate Schücking, Rektor der Universität Leipzig]. getroffenen Berufungsentscheidung der Boden entzogen war. Dass der thematisierte Vorwurf eine derartige Wirkung auf den Fakultätsrat bzw. die Berufungskommission, haben konnte, hat der Zeuge Prof. Dr. … glaubhaft bestätigt.“

Weil es noch nicht reicht:

„Die Kammer ist ferner davon überzeugt, dass der Zeuge Prof. Dr. … das Gerücht nicht aus eigenem Antrieb an den Zeugen Prof. Dr. … weitergegeben hat. Nach der zu diesem Zeitpunkt bestehenden Interessenlage aller an dem Berufungsverfahren Beteiligten geht die Kammer vielmehr davon aus, dass der gegen den Kläger gerichtete Vorwurf der sexuellen Belästigung zielgerichtet zur Absicherung der von der Beklagten zu 1. zuvor rechtswidrig getroffenen Berufungsentscheidung lanciert wurde. Die Beklagte zu 1. hatte, anders als der Zeuge Prof. Dr. …, der – wie die weitere Beweisaufnahme gezeigt hat – vor dem Abstimmungsgespräch mit der Beklagten zu 1. selbst noch von einer sicher bevorstehenden Berufung des Klägers ausgegangen war, das maßgebliche Interesse daran, die ihr genehme Bewerberin durchzusetzen. Wie oben ausgeführt, konnte der von den beteiligten Gremien zu erwartende Widerstand an ihrer Entscheidung, eine fachlich mindergeeignete Bewerberin vorzuziehen, von vornherein entkräftet werden, sofern der von diesen eindeutig favorisierte Bewerber aufgrund der seine Person betreffenden Vorwürfe nicht mehr ernsthaft in Erwägung zu ziehen war. Ein vergleichbares Interesse, die Berufung der Zweitplatzierten durchzusetzen, könnte allenfalls die Bewerberin selbst gehabt haben. Diese scheidet nach Ansicht der Kammer als Urheberin des Gerüchts aber offensichtlich aus, nachdem ihr – wie nachstehend näher auszuführen sein wird – von der Beklagten zu 1. bereits vorab mitgeteilt worden war, dass der Ruf ihr und nicht dem Kläger erteilt würde.“

So geht Frauenförderung (vermutlich nicht nur) an der Universität Leipzig:
Weil die Berufungskommission sich an fachliche Kriterien hält und den geeignedsten Bewerber auf Platz 1 der Berufungsliste setzt, verzögert Rektor Beate Schücking das Verfahren und versucht nach Überzeugung von drei Leipziger Richtern, die über 8 Stunden Beweisaufnahme durchgeführt haben, den Bewerber auf Platz 1 durch das Gerücht, er habe sich der sexuellen Nötigung schuldig gemacht, aus dem Weg zu räumen. Dass dabei der Leumund und Ruf von Dr. G. zerstört werden könnte, ist Schücking offensichtlich egal. Sie hat ein wichtigeres Ziel: Den „Aspekt der Frauenförderung als gesamuniversitäres Interesse“ durchzusetzen. Und wenn es um Frauenförderung geht, dann gelten Moral und Anstand offensichtlich nichts. Dann wird versucht, männliche Bewerber gezielt mit Gerüchten zu denunzieren und aus der Bewerberliste zu entfernen. Dass eine Person wie Schücking, der nach Feststellung der Richter am Landgericht Leipzig, „die Behauptung unwahrer Tatsachen zur Durchsetzung ihrer Interessen nicht wesensfremd ist“, Rektor einer deutschen Universität sein kann, ist bezeichnend für den moralischen und professionellen Zustand der Republik.

ProfessorrinnenprogrammDas Urteil des Landgerichts Leipzig wirft ein bezeichnendes Licht auf die moralische Verkommenheit dessen, was unter dem Stichwort „Frauenförderung“ in Deutschland betrieben wird. Wir weisen in unseren Beiträgen zum Professorinnenprogramm schon seit Jahren darauf hin, dass das Programm einzig dazu dient, männliche Bewerber zu diskriminieren und fachliche Eignung durch weibliches Geschlecht zu ersetzen. Dass dem so ist, kann auch einer Passage des Urteils des Landgericht Leipzigs entnommen werden. Darin heißt es:

„Bei dem von den Beklagten zur Begründung der Auswahlentscheidung herangezogenen Aspekt der Frauenförderung handelt es sich zwar um eine im Rahmen des § 60 Abs. 4 S. 5 bis 9 SächsHSFG grundsätzlich zulässige personalpolitische Erwägung. Eine personalpolitisch gewünschte Erhöhung der Frauenquote rechtfertigt aber, wie § 2 Abs. 1 des Sächsischen Frauenförderungsgesetzes ausdrücklich klarstellt, keine Abweichung von dem in Art. 33 Abs. 2 GG verankerten, vorbehaltlosen Leistungsprinzip. Ausschlaggebende Wirkung kann der Aspekt der Frauenförderung mithin nur in dem Fall haben, in dem mehrere nach den Kriterien des Art. 33 Abs. 2 GG gleich geeignete Bewerber zur Auswahl stehen. Eine solche Situation lag hier nicht vor. Unstreitig war der Kläger von allen beteiligten Gremien nach dem Maßstab der aus der Stellenausschreibung abzuleitenden Anforderungen als fachlich geeigneterer Bewerber beurteilt worden.“

Wenn das Leistungsprinzip Kriterium für die Auswahl von Kandidaten ist, dann gibt es keinerlei Rechtsgrundlage für ein Professorinnenprogramm im Speziellen oder Frauenförderung im Allgemein, denn eine Förderung weiblicher Bewerber ist dann nicht notwendig, wenn sie die fachlich geeignedsten Bewerber sind. Werden sie aber gefördert, weil sie nicht die Bewerber sind, die für eine Position am besten geeignet sind, dann liegt ein Verstoß gegen Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes vor. Abermals ist es bezeichnend für den moralischen und professionellen Zustand Deutschlands, dass Ministerien von Bund und Ländern sich quasi bandenmäßig am Verfassungsbruch beteiligen.

Hadmut Danisch hat das Thema ebenfalls behandelt.
Und wer das Urteil gerne lesen will, der kann dies hier bei Hadmut Danisch tun.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Wider das Gender-Dummdeutsch

Es reicht uns wieder einmal. Die Chancengerechtigkeit, von der die Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gestern gefaselt haben, sie hat unseren Geduldsfaden einmal mehr reißen lassen. Das Kapern wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte durch Minderbemittelte oder Opportunisten muss ein Ende haben. Wir sind es der Rationalität und dem klaren Verstand schuldig, der leidet, wenn Blödsinn wie „Chancengerechtigkeit“ verbreitet wird.

sciencefiles-rationaler-widerstand-3Wir fühlen uns langsam wie Sir Karl Raimund Popper, der bei seinem xten Versuch, zu zeigen, dass es keine Begründung für das Induktionsprinzip geben kann, seiner entsprechenden Verzweiflung ob der Klarheit seiner Beweisführung Luft gemacht hat. Wir haben schon so oft über Gerechtigkeit und Gleichheit geschrieben (z.B. hier (Fussnote 13) und hier), dass es mehr als ärgerlich ist, wenn immer noch (tatsächlich oder angeblich) Ahnungslose unterwegs sind, die nicht wissen, wovon sie sprechen, oder Begriffe nur deshalb missbrauchen, weil sie deren affektive Ladung als warm glow auf die eigenen mickrigen Versuche, intelligent und gut zu erscheinen, fallen lassen wollen.

Hier nun also unser neuester und kürzester Versuch, die Konzepte von Gleichheit und Gerechtigkeit darzustellen.

  • Gleichheit gibt es als
    Chancengleichheit und als Ergebnisgleichheit;
  • Gerechtigkeit gibt es als
    prozedurale (Verfahrens-) und distributive (Verteilungs-)Gerechtigkeit;

Um die Konzepte deutlich zu machen, schicken wir acht Läufer an den Start eines 100 Meter Laufes.

Sie alle haben dieselbe Strecke von hundert Metern zurückzulegen und werden zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise auf den Weg geschickt.
Das ist Chancengleichheit!

Sie alle haben eine ebene Strecke zurückzulegen, auf der sich nicht für einige Hindernisse finden und für andere nicht.
Das ist prozedurale (oder Verfahrens-)Gerechtigkeit.

Derjenige, der als erster durchs Ziel geht, erhält eine Goldmedaille. Derjenige, der als letzter durchs Ziel geht, erhält keine Medaille.
Das ist distributive (oder Verteilungs-) Gerechtigkeit.

Derjenige, der im Vergleich zu anderen mit höherem Einsatz eine bessere Leistung erbracht hat, wird also herausgehoben und belohnt.

Das ist Gerechtigkeit.

Einfacher können wir die Konzepte nun wirklich nicht mehr darstellen.

Aus opportunistischen Gründen oder weil ihre geistigen Kapazitäten nicht ausreichen, um eingeführte Konzepte korrekt zu benutzen, verballhornen Genderisten alles, was mit Gleichheit und Gerechtigkeit zu tun hat. Sie tun das entweder durch begriffliche Neuschöpfungen wie die unsinnige „Chancengerechtigkeit (der auf das legitime Einräumen unterschiedlicher Chancen, z.B. auf Basis von Geburt, abzielt)“, die wir gestern bereits als Blödsinn entlarvt haben. Oder sie tun das, in dem sie neue Begriffe einführen und für diese Begriffe eine Verwandtschaft mit Gerechtigkeit oder den Konzepten der Gleichheit erfinden.

Begriffe wie:

  • Gleichstellung
  • Gender Mainstreaming
  • Professorinnenprogramm

Schicken wir wieder unsere acht Läufer an den Start des 100 Meter Laufes und gehen wir dieses Mal davon aus, dass zwei der acht Läufer weiblich sind, sechs männlich.

Gleichstellung
Gleichstellung zielt auf Ergebnisgleichheit ab, d.h., unabhängig davon, ob die beiden weiblichen Läufer als vorletzter oder letzter oder fünfter Läufer durchs Ziel gehen, sie werden mit den besten männlichen Läufern gleichgestellt. Entsprechend gibt es zwei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen. Ergebnisgleichheit nivelliert Unterschiede in der Leistung und stellt Menschen im Hinblick auf ein willkürliches Merkmal, wie in diesem Fall Geschlecht und unabhängig von der Leistung, die sie tatsächlich erbracht haben, gleich.

Gender Mainstreaming
Gender Studies T ShirtGender Mainstreaming zielt darauf, die Bedingungen dafür, dass Frauen sich in einem 100 Meter Lauf gegen Männer durchsetzen, zu verbessern. Entsprechend liegt Gender Mainstreaming dann vor, wenn die beiden weiblichen Läufer 30 Sekunden Vorsprung vor den männlichen Läufern erhalten oder die 100 Meter für die beiden weiblichen Läufer auf 40 Meter verkürzt werden. Ziel von Gender Mainstreaming ist abermals die Ergebnisgleichheit, bei der Leistung nicht belohnt, sondern bestraft wird und das Prinzip der Chancengleichheit verletzt wird.

Professorinnenprogramm

Beim Professorinnenprogramm muss zwischen Veranstalter (den Hochschulen) und Financiers (dem BMBF und den Kultusministerien der Länder)  unterschieden werden.

Veranstalter:

Beim Professorinnenprogramm gehen sechs männliche und zwei weibliche Läufer an den Start. Dies ist der Fall, um dem Sportgesetz genüge zu tun, in dem steht, dass ein 100-Meter Lauf acht Teilnehmer haben muss und kein Teilnehmer aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf. Jedoch werden die sechs männlichen Läufer missbraucht, um den Anschein zu erwecken, es handle sich beim 100 Meter Lauf um einen ordentlichen Wettkampf und nicht um Schiebung. Die Schiebung ist das Werk der Financiers:

Financiers:

Die Financiers wollen, dass die beiden weiblichen Läufer als erste durchs Ziel gehen. Nur für diesen Fall, bezahlen Sie den Veranstalter. Deshalb lässt der Veranstalter sechs männliche Läufer an den Start gehen, sie das Rennen aber nicht beenden. Sie werden vom Veranstalter aus fadenscheinigen Gründen disqualifiziert und ausgeschlossen, um sich in den Besitz des Geldes zu bringen, das die Financiers in Aussicht gestellt haben, wenn zwei weibliche Läufer als erste durchs Ziel gehen. Entsprechend dienen männliche Läufer ausschließlich als Staffage, um die Schiebung nicht offenkundig werden zu lassen. Die männlichen Läufer sollen den Zuschauern den Eindruck vermitteln, sie hätten einen ordentlichen Wettkampf gesehen und verbergen, dass der Financier den Veranstalter für das Rennen nur bezahlt, wenn ein weiblicher Läufer gewinnt.

Wir hoffen, auch die Halfwits (oder Nitwits), die mit Genderismus versuchen, sich moralischen Status zu ergaunern, sind dazu in der Lage, diese einfache Darstellung wissenschaflicher und philosophischer Konzepte zu verstehen.

Was uns angeht, wir wollen und können diesen Missbrauch wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte, der einzig dazu dient, Frauen (oder eine andere Klientel) zu bevorteilen, nicht mehr ertragen.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Mit Volldampf gegen die Wand: Professorinnenprogramm wird fortgesetzt

Das Professorinnenprogramm wird fortgesetzt. 300 Millionen Euro, die seit 2008 eingesetzt wurden, um 524 Professorinnen an Hochschulen zu berufen, haben nicht ausgereicht, um der Wissenschaft den Garaus zu machen. Entsprechend wird das Professorinnenprogramm fortgesetzt. Darauf hat sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz geeinigt.

GWG 2Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Gremium, in dem die Kultusminister der Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung den neuesten Schlachtplan aushecken, um die Wahrscheinlichkeit, dass sich in Deutschland ein fähiger Wissenschaftler in die institutionelle Wissenschaft verirrt zu verringern oder zu beseitigen. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Treffpunkt von geschlechterbewegten Politikern, die von Wissenschaft ungefähr so viel verstehen, wie eine Steckrübe vom 100 Meter Lauf. Der Zusatz „Wissenschaft“ hat kosmetische, er hat keine inhaltlichen Gründe.

Auch das Professorinnenprogramm hat kosmetische Gründe, denn die Politiker, die sich in der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zusammenfinden, sie finden es gut, wenn der Anteil weiblicher Professoren erhöht wird. Warum? Wissenschaftliche oder gar Gründe, die auf Fähigkeit und Wissen basieren, können es nicht sein, denn Meritokratie spielt im Professorinnenprogramm gerade keine Rolle, kann sie auch nicht, denn die Berufungsverfahren orientieren sich weitgehend an meritokratischen Gesichtspunkten: weibliche Bewerber, die besser geeignet sind, um eine Professur zu besetzen als männliche Bewerber kommen somit ohne Professorinnenprogramm zum Zuge.

Daher dient das Professorinnenprogramm dazu, die weiblichen Bewerber, die nicht besser geeignet sich als männliche Bewerber, auf eine Position zu hieven, auf die sie ohne das Professorinnenprogramm nie gekommen wären. Und bei der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz macht man auch gar keinen Hehl mehr daraus, dass das Professorinnenprogramm dazu dient, die Auswahl nach Fähigkeit und Leistung durch die Bevorzugung weiblicher Bewerber aufzuheben.

So heißt es: „

Professorrinnenprogramm“Das Bund-Länder-Programm wirkt auf zwei Ebenen: Es erhöht die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und stärkt die Strukturen für die hochschulinterne Gleichstellung. Die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem wird dadurch nachhaltig verbessert.“

Die Ziele des Professorinnenprogramms sind also: Mehr weibliche Professoren und „stärkere Strukturen für hochschulinterne Gleichstellung“. Letzteres bedeutet, dass ein weiblicher Professor, der seine Berufung dem Professorinnenprogramm verdankt, verpflichtet ist oder wird, die Interessen seiner Klientel der weiblichen Bewerber, deren Fähigkeiten nicht ausreichen, um sich im freien und fairen Wettbewerb gegen männliche Konkurrenz durchzusetzen, zu vertreten. Die „Struktur für die hochschulinterne Gleichstellung“ wirkt sich dann vermutlich so aus, dass diejenigen, die sich bereits auf Lehrstühlen breit gemacht haben, keine Probleme damit haben, wenn männliche Bewerber auf ausgeschriebene Stellen getäuscht und dafür benutzt werden, den rechtlichen Schein aufrecht zu erhalten, schließlich sind Ausschreibungen, die sich nur an ein Geschlecht richten, im Antidiskriminierungsgesetz verboten. Dennoch werden sie getätigt und dennoch wurden 524 weibliche Bewerber über das Professorinnenprogramm berufen, in dessen Genuss ausschließlich weibliche Bewerber kommen, die „Struktur für hochschulinterne Gleichstellung“ hat wohl diesen moralischen Verfall und die Verbreitung von Betrug und Täuschung als normalem inneruniversitärem Umgang zur Folge.

Chancengerechtigkeit ist natürlich ein absoluter Blödsinn. Chancen kann man bestenfalls gleich verteilen. Wer versucht, Chancen, also Anrechte auf eine mögliche Entwicklung „gerecht“ zu verteilen, der müsste schon wissen, wer seine Chancen am besten zu nutzen im Stande ist, müsste entsprechend in die Zukunft schauen. Vielleicht bilden sich die Helden der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz ein, sie könnten in die Zukunft schauen, sie können es aber nicht. Vielleicht sind sie auch einfach nur eine Ansammlung von Schwätzern, die irgendetwas mit Gerechtigkeit und Chancen und so verbreiten will, irgendwas, das dem Publikum, das sie für dumm halten, zeigt, wie gut sie doch sind.

junk_scienceFür Letzteres spricht, dass mit dem Professorinnenprogramm Ergebnisgleichheit hergestellt wird, d.h. weibliche Bewerber werden unabhängig von ihrer Leistung männlichen Bewerbern vorgezogen, um letztlich eine gleiche Verteilung von Professuren nach Geschlecht herbeizuführen. Ergebnisgleichheit ist in diesem Fall das Gegenteil von Gerechtigkeit und hat auch mit Chancengleichheit nichts zu tun. Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit, weil eine gerechte Stellenbesetzung nach Leistung und eben nicht nach Geschlecht erfolgen würde. Ergebnisgleichheit hat mit Chancengleichheit nichts zu tun, weil Chancengleichheit lediglich gewährleistet, dass alle Bewerber in einem Auswahlverfahren an denselben Kriterien (von Leistung usw.) gemessen werden.

Das kann man nicht oft genug feststellen.

Also werden die nächsten vier Jahre weitere 150 Millionen Euro aus dem Fenster geworfen, um einige 100 weibliche Bewerber auf Professorenstellen zu hieven, auf die sie in einem freien und fairen Wettbewerb nie gekommen wären, denn hätten sie sich auch über Kenntnisse und Fähigkeiten, über ihre Leistung durchgesetzt, sie hätten das Professorinnenprogramm nicht nur nicht gebraucht, sie hätten es sich verbeten, über das Professorinnenprogramm berufen zu werden.

Haben sie aber nicht. Entsprechend sitzen bereits 524 weibliche zumindest Minderwissenschaftler als Professoren an Hochschulen und tun ihr Möglichstes, um die deutsche Wissenschaft von innen zu zersetzen und die Produktion von Wissen gegen die Wand zu fahren. Es werden weitere 200+ in den nächsten vier Jahren folgen.

Männlichen Graduierten, die im Wissensbetrieb bleiben wollen, kann man vor diesem Hintergrund nur raten, sich entweder einen Job in der Privatwirtschaft zu suchen oder ins Ausland zu gehen. Die deutsche Wirtschaft wird feminisiert und wie alle Berufe, die in der Vergangenheit feminisiert wurden (Lehrer, Ärzte, Juristen) so wird es auch mit dem Beruf des Hochschullehrers weiter bergab gehen. Den Schülern, die keine deutsche Rechtschreibung mehr beherrschen, folgen die Studenten, die weder grundlegende fachliche noch methodische Kenntnisse aus ihrem Studium mitbringen. Schaun wir mal, wie lange es dauert, bis die deutsche Wissenschaft insgesamt gegen die Wand gefahren wurde. Die Sozialwissenschaften, jener Zweig der Wissenschaft, der den höchsten Anteil weiblicher Professoren aufzuweisen hat, dank dem Professorinnenprogramm, ist bereits in der Vorwissenschaft angekommen.

Die Nachricht, dass das Professorinnenprogramm fortgesetzt wird, wurde in der Redaktion von ScienceFiles mit einer Mischung aus Unverständnis, Belustigung und „No more Hope-Attitude“ aufgenommen. Dr. habil. Heike Diefenbach ist dazu übergegangen, den Song of Awakening zu hören. Die Hoffnung stirbt dann doch zuletzt.

Translate »
error: Content is protected !!
Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
Holler Box
Skip to toolbar