Betrug ist Teilhabe: Rheinland-Pfälzisches Ministerium betreibt eigene Newspeak

Peter Trier, den wir langsam zu unserem Sonderbotschafter ernennen müssen, denn er macht sich weit überdurchschnittlich um die Wissenschaft verdient, Peter Trier hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung, Kultur und – haben wir etwas vergessen? Nein: für Weiterbildung und Kultur, so lange gedrängt, bis er eine Antwort auf seine Fragen erhalten hat.

Die Fragen von Peter Trier, sie haben das Professorinnenprogramm und die folgende Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau zum Gegenstand:

PP_Koblenz-landau

Die entscheidende Stelle dieser Ausschreibung, sie lautet:

„Die Stipendien werden im Rahmen des Professorinnenprogramms ausgeschrieben, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird und darauf abzielt, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen…“ und so weiter.

Aus dem Professorinnenprogramm werden keine männlichen Bewerber gefördert, sondern ausschließlich weibliche. Damit ist ausgeschlossen, dass ein männlicher Bewerber auf eine der ausgeschriebenen Stellen berufen werden kann. Dennoch wird in der Ausschreibung so getan, als sei die Stelle sowohl für männliche als auch weibliche Bewerber verfügbar. Das nennen Menschen, die der deutschen Sprache und des semantischen Gehalts der Wörter der deutschen Sprache mächtig sind, Betrug.

Beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, bei dem schon in der Namensgebung deutlich wird, dass Bildung nichts mit Wissenschaft zu tun hat, ist das anders. Dort nennt man Betrug die Gewährleistung einer männlichen Teilhabe am Bewerbungsverfahren.

Ja, liebe Leser, Sie haben sich nicht verlesen. In deutschen Ministerien wird Absurdität und Unsinn auf ganz neuen Höhen betrieben und man kann vom Genderismus halten, was man will, man kann den Genderisten nicht ihr Verdienst dahingehend streitig machen, dass sie Betrug, Täuschung und alle sonstigen Varianten, Menschen hinters Licht zu führen, in bisher nicht dagewesenem Ausmaß pflegen.

Zitieren wir aus der Antwort, die eine Dr. Daniela Heinemann vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur an Peter Trier und mit Bezug auf die Rechtmäßigkeit von Ausschreibungen, die männlichen Bewerbern vorgaukeln, sie hätten eine Chance auf die ausgeschriebene Position, gegeben hat:

Ministry of truth 2„Es wird ein geschlechtsneutrales Bewerbungsverfahren ausgeführt, das bedeutet, dass am Ende tatsächlich ein Mann als am besten geeigneter Bewerber aus dem Verfahren hervorgehen kann. Sollte dieser Mann am Ende des Bewerbungsverfahrens als am besten geeigneter Kandidat den Vorzug vor Kandidatinnen erhalten, besteht für die Hochschule grundsätzlich die Möglichkeit, dass sie die Stelle aus eigenen Mitteln zur Verfügung stellt. Auf diese Möglichkeit hat die Universität Koblenz-Landau in dem von Ihnen geschilderten Fall verzichtet. Dies ist eine Entscheidung im Rahmen ihrer Hochschulautonomie. Aus dem Professorinnenprogramm kann der auf Nr. 1 platzierte männliche Bewerber nicht gefördert werden, weil dieses tatsächlich nur Frauen fördert. Der Mann kommt daher nicht mit der Inanspruchnahme des Stipendiums zum Zuge, aber er verhindert eine Vergabe des Stipendiums. Das ist insgesamt keine glückliche Situation, zeigt aber, dass die männliche Teilhabe an Bewerbungsverfahren, die unter dem Vorbehalt der Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm steht, durchaus greift und die Männer damit nicht „für dumm verkauft werden“.

Für alle, die es nicht glauben können, hier noch einmal die Kurzversion:
Relevant ist, dass geschlechterneutral ausgeschrieben wird. Männliche Bewerber werden nicht darüber getäuscht, dass sie die ausgeschriebene Stelle wegen ihres Geschlechts nicht bekommen können, denn sie können ja am Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Sie können sogar zum besten Bewerber gewählt werden, nur berufen werden können sie dann nicht, denn das Professorinnenprogramm finanziert nur zweit-, dritt-, viert- oder ferner liefen beste weibliche Bewerber. Männliche Bewerber werden also nicht für dumm verkauft, wenn man ihnen eine Stelle in Aussicht stellt, die nur weibliche Bewerber besetzen können.

Die Unmoral, die hinter derartigen Ausführungen steht, sie ist bodenlos. Abermals muss man feststellen, dass es der Genderismus geschafft hat, Moral und Anstand weitgehend zu beseitigen und offensichtliche Täuschung, Betrug und fiese Übervorteilung an ihre Stelle zu setzen.

Deceibe infeigle obfuscateDiese Interpretation setzt voraus, dass Genderisten und Ministerialbeamte wie Frau Heinemann wissen, was sie tun und schreiben. Streicht man diese Interpretation und nimmt nunmehr nur an, dass sie affektiv reagieren und der Gutheit der Frauenförderung, die gut ist, weil sie eben gut ist und keinen sonstigen Wert hat, anhängen, dann muss man hoffen, dass die entsprechenden Genderisten niemals Notzeiten erleben, in denen sie beim Bäcker nicht bedient werden: Nicht dass sie nicht anstehen dürften. Das dürfen sie in jedem Fall. Nur bedient werden sie nicht, denn das Brot wird aus dem Hilfefonds der Menschen mit Verstand bezahlt und entsprechend können nur Menschen mit Verstand Brot kaufen. Aber wir hindern natürlich niemand daran, sich umsonst für Brot anzustellen.

Wirft man auch die Hypothese von der affektiven Anhänglichkeit über Bord, dann bleibt, was Dr. habil. Heike Diefenbach gerade in einem anderen Zusammenhang recherchiert hat: Tiefendyslexie, die Unfähigkeit, den semantischen Gehalt von Worten zu verstehen. Und damit wäre erklärt, warum in rheinland-pfälzischen Ministerien Betrug neuerdings „Teilhabe an Bewerbungsverfahren“ heißt.

P.S.

Es ist  interessant zu sehen, wie ein rechtsfreier Raum geschaffen wird. Eine Seite, das Ministerium, sagt: Die Ausschreibung muss geschlechtsneutral sein, aber wir bezahlen aus dem Professorinnenprogramm nur weibliche Bewerber. Wenn ihr einen männlichen Bewerber auf Platz 1 setzt, dann müsst ihr ihn selbst finanzieren. Die andere Seite sagt: wir schreiben geschlechtsneutral eine Stelle, die aus dem Professorinnenprogramm finanziert wird, aus und berufen, wenn wir nur gute männliche Bewerber finden, niemanden. Beim Ministerium können sie sich in der Gewissheit sonnen, dass dann, wenn die Stelle nicht besetzt wird, die Universität schuld ist, dass es deren „Entscheidung im Rahmen von Hochschulautonomie“ ist. Bei der Universität können sie sich in der Gewissheit sonnen, dass sie keinen männlichen Bewerber berufen können, obwohl sie das wollen, weil sie keine entsprechenden Mittel haben. Keiner meint er sei schuld und dennoch pflastern Leichen ihren Weg. So ähnlich muss es im Dritten Reich gewesen sein. Irgendwie sind die Juden in den Duschen aufgetaucht und irgendwie kam Gas in die Wasserleitung.

Die Frage, wie ein Ministerium dazu kommt, nach Geschlecht unterschiedlich zu behandeln, ist eine weitere Frage, die der Beantwortung harrt.

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Es war wieder keiner – ob sich Geschichte nicht doch wiederholt?

Am 2. November haben wir auf eine Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau hingewiesen, die dem Zweck dient, männliche Bewerber zum einen zu täuschen und zum anderen als Feigenblatt zu missbrauchen, um den mit der Ausschreibung einhergehenden Rechtsbruch zu verdecken.

Dabei ging es um zwei Stipendien, die aus dem Professorinnenprogramm finanziert werden. Die Ausschreibung für beide Stipendien richtet sich an männliche und weibliche Bewerber. Der Tatbestand der Täuschung ist somit erfüllt (und der des Betrugs dann, wenn einem männlichen Bewerber ein finanzieller Schaden entsteht).

Die rechtsrelevante Zusammenfassung der Ausschreibung ist wie folgt:

  • PP_Koblenz-landauDie Stipendien werden aus dem Professorinnenprogramm finanziert.
  • Aus dem Professorinnenprogramm werden nur Stellen, die mit weiblichen Bewerber besetzt werden, finanziert.
  • Der Eindruck, dass sich die Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau auch an männliche Bewerber richtet, ist beabsichtigt. Er dient der Täuschung männlicher Bewerber und der Vortäuschung einer Konformität der Ausschreibung mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

Ein Leser von ScienceFiles hat unseren Beitrag zum Anlass genommen, um den Verantwortlichen der Universität Koblenz-Landau eine eMail zu schreiben, sie auf den Beitrag auf ScienceFiles hinzuweisen und seinerseits die Lektüre der Stellenausschreibung mit dem folgenden Votum abzuschließen:

„All das scheint dafür zu sprechen, dass Bewerbungen von Männern vielleicht nicht unzulässig, aber jedenfalls zwecklos sind, denn bei Vergabe an einen Mann fiele ja die Finanzierung des Stipendiums weg.“

Unser Leser beendet seine eMail wie folgt:

„… könnte man männlichen Bewerbern doch zumindest reinen Wein einschenken. Immerhin ist eine Bewerbung auf eine Hochschulstelle mit einem gewissen Aufwand und u. U. auch mit Kosten verbunden. Warum wird männlichen Bewerbern nicht klipp und klar gesagt, dass die Stipendien de facto für Frauen reserviert sind? Aber vielleicht ist die Stellenanzeige ja nur unglücklich formuliert und es verhält sich anders. Ihre Klarstellung dazu würde mich sehr interessieren.

Nach nur einmaliger Erinnerung an sein Schreiben und nach nur 14 Tagen, hat unser Leser folgende Antwort erhalten:

„Vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich unserer Stellenausschreibung der beiden Stipendien im Rahmen der Graduiertenschule ‚Genderforschung‘.

Die Formulierungen des Ausschreibungstextes wurden mit dem fachlich zuständigen Ministerium abgestimmt. Mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur besteht Konsens darin, dass der Text formal und juristisch korrekt ist.

Vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass ich eindeutig
widerspreche, dass mein Name im Zusammenhang mit der dieser Auskunft in einem von Ihnen veranlassten Post auf der Plattform „sciencefilses“ (oder auf weiteren Netzwerken) veröffentlicht wird.

Mit freundlichen Grüßen
i.A.“

Okay, bitte wieder beruhigen (Frage an unsere Kommentatoren: Steht der Namensnennung eigentlich etwas im Weg, wenn man weiß, dass unser Leser die Veröffentlichung nur ermöglicht, nicht jedoch veranlasst hat? – In jedem Fall ist es interessant zu sehen, dass den Sachbearbeiter die Erregung ergriffen zu haben scheint. Die Fehler im Text geben Zeugnis davon.).

Nun zu den Feststellungen:

Das Wichtigste, was den Sachbearbeiter aus dem Präsidialamt der Universität Koblenz-Landau umtreibt ist, dass sein Name nicht „auf der Plattform ’sciencefilses“ genannt wird. Man sieht, der Bearbeiter ist schon älter und des Englischen nicht mächtig. Vermutlich war die Ankündigung unseres Lesers, den Schriftwechsel an ScienceFiles zu übergeben auch der Grund dafür, dass die Antwort so lange gedauert hat. Es musste erst jemand gefunden werden, der den Mut hat, eine eMail zu schreiben, deren Inhalt öffentlich werden könnte. Damit ist auch klar, welches Geschlecht derjenige hat, der unserem Leser geantwortet hat.

prison-barsUnd nichts ist ihm wichtiger, als nicht genannt zu werden. Das ist auch kein Wunder, denn: er widerspricht nicht der Feststellung, dass männliche Bewerber durch die Ausschreibung geschädigt und getäuscht werden.

Er widerspricht nicht der Feststellung, dass die Stipendien nur an einen weiblichen Bewerber vergeben werden.

Er weist vielmehr alle Verantwortung von sich und lädt dieselbe auf der Türschwelle des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ab. Dort sitzen also die Verwantortlichen für Täuschung und Betrug männlicher Bewerber im Rahmen des Professorinnenprogramms. Nachgeordnete Institutionen, Universitäten, die Universität Koblenz-Landau, sie sind dagegen voller Personen, die nur machen, was mit dem Ministerium abgestimmt ist.

Es gab schon einmal Beamte nachgeordneter Dienststellen, die nur Befehle ausgeführt haben. Mit Zivilcourage ist es in Deutschland auch 2015 nicht weit her. Es herrscht der verbeamtete Befehlempfänger, und der macht scheinbar alles, wenn es nur mit Ministerien abgesprochen ist.

Universität Koblenz-Landau verkauft Bewerber für dumm

… die Überschrift ist eine Untertreibung!

ProfessorrinnenprogrammWir haben schon lange nichts mehr über das Professorinnenprogramm geschrieben. Das hat nicht den Grund, dass die Täuschungen von und der Betrug an männlichen Bewerbern, der im Professorinnenprogramm standardisiert wurde, aufgehört hätte. Im Gegenteil: Die organisierten Versuche, männlichen Bewerbern zu schaden, sie als Feigenblatt zu missbrauchen, sofern sie so dumm sind, sich missbrauchen zu lassen, sie gehen unvermindert weiter.

Deshalb beschränken wir uns auf Ausschreibungen, die in gewisser Hinsicht eklatante Schläge ins Gesicht der Vernunft darstellen.

Um es für neu hinzugekommene Leser noch einmal zu rekapitulieren:

  • Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder hat einen Umfang von 300 Millionen Euro. Das Geld wird dazu eingesetzt, Stellen an Universitäten zu schaffen. In vielen Fällen werden bestehende Professuren einfach verdoppelt.
  • Im Rahmen des Professorinnenprogramms werden ausschließlich Stellen gefördert, die mit weiblichen Bewerbern besetzt werden. Das Programm hat die Diskriminierung männlicher Bewerber zum Ziel.
  • Weil Ausschreibungen, die sich nur an weibliche Bewerber richten, gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen, müssen Ausschreibugen, die zum Ziel haben, eine Stelle zu bestzen, die aus dem Professorinnenprogramm gefördert wird, den Anschein erwecken, sie würden sich an männliche und weibliche Bewerber richten.
  • Das tun die entsprechenden Bewerbungen natürlich nicht, denn würde ein männlicher Bewerber auf eine so ausgeschriebene Stelle berufen, dann gäbe es kein Geld aus dem Professorinnenprogramm und die Stelle würde entsprechend gestrichen, der männliche Bewerber nach Hause geschickt.
  • Folglich hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung [der Zusatz und Betrug fehlt bislang in der Beschreibung des Ministeriums] Richtlinien herausgegeben, die den Verwaltungen von Hochschulen Ratschläge darin erteilen, wie man männliche Bewerber erfolgreich täuschen und zu einer Bewerbung auf eine Stelle bringen kann, auf die sie 0% Chance haben, berufen zu werden.

Nicht jede Hochschule hält sich an die Richtlinien.

Bei der Universität Koblenz-Landau hält man sich z.B. nicht an die Richtlinien zur Täuschung männlicher Bewerber des BMBF. Vielmehr hat irgendjemand einen Ausschreibungstext zusammengeschrieben, der so unsinnig ist, dass auch dem Letzten auffallen muss, dass das Professorinnenprogramm ein (A) Programm zur Diskriminierung männlicher Bewerber, (B) ein Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz und (C) ein Beispiel für organisierte Kriminalität ist.

PP_Koblenz-landauAn der Universität Koblenz-Landau sollen „2 Promotionsstipendien mit einer monatlichen Stipendienrate in Höhe von 1.250 Euro für zunächst 3 Jahre“ vergeben werden. Die Bewerber werden einer Graduiertenschule „Genderforschung“ zugeordnet, die vom Bund und Ländern eingerichtet wurde. Die Ideen dazu, wie man Gender Studierte versorgen kann, damit sie nach Abschluss ihres gesellschaftlich nutzlosen Studiums nicht auf der Straße stehen, sie werden immer ausgeklügelter. Die Not angesichts eines Berges arbeitsloser Gender Studierter, sie scheint groß zu sein.

„Die Bewerber/innen“, so heißt es im Text, sollen „über hervorragende Studienleistungen verfügen“. Idealerweise haben sie sich schon im Studium mit Genderforschung befasst, was sie ansonsten noch gemacht haben, ist unerheblich – irgendetwas werden sie schon gemacht haben.

Und weiter geht es:

„Bewerbungen enthalten: Anschreiben, aus dem die Motivation und die Forschungsinteressen der Bewerberin/des Bewerbers hervorgehen…“

Angesprochen werden explizit männliche und weibliche Bewerber. Dann noch der Standardschmarrn, der in Ausschreibungen heutzutage zu finden ist:

„Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt …“

Es fehlt natürlich die Vergleichsgruppe der gegenüber Frauen bevorzugt berücksichtigt werden sollen. Gehen wir der Einfachheit halber von Nicht-Frauen aus und erweisen uns als traditionelle, der biologischen Grundlagen mächtige Analysten, so dass wir die Menge derer, die bei gleichwertiger Eignung benachteiligt werden, mit Männern bestimmen können. Was eine gleichwertige Eignung ist, wollen wir hier lieber nicht fragen. Es reicht der Hinweis, dass die Feststellung einer „gleichwertigen Eignung“ eine Bewertung darstellt, d.h. ein Dritter beurteilt zwei Leistungen als gleichwertig, wobei Kriterien nicht unbedingt die Grundlage der Beurteilung sein müssen. Man kann es sich auch einfach machen und schlicht feststellen, dass das Adjektiv „gleichwertig“ die Tür für Willkür ganz öffnet.

Aber das brauchen wir gar nicht, denn der „Frauen werden bei gleichwertiger…“-Schmarrn ist irrelevant. Er dient der Erweckung des Eindrucks, die Ausschreibung richte sich an männliche und weibliche Bewerber. Das tut sie aber nicht:

„Die Stipendien werden im Rahmen des Professorinnenprogramms ausgeschrieben, das von Bund und Ländern gemeinsam finanziert wird und darauf abzielt, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Die Vergabe der Stipendien steht unter dem Vorbehalt der Finanzierung aus dem Professorinnenprogramm.“

Also:

  • Die Stipendien werden aus dem Professorinnenprogramm finanziert.
  • Aus dem Professorinnenprogramm werden nur Stellen, die mit weiblichen Bewerber besetzt werden, finanziert.
  • Der Eindruck, dass sich die Ausschreibung der Universität Koblenz-Landau auch an männliche Bewerber richtet, ist beabsichtigt. Er dient der Täuschung männlicher Bewerber und der Vortäuschung einer Konformität der Ausschreibung mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

Wir kommen uns langsam vor wie Karl Raimund Popper, der, wenn wir uns richtig erinnern, beim 189 Beweis dafür, dass das Induktionsproblem nicht gelöst werden kann, die Segel gestrichen und diejenigen, deren Intellekt zu gering war, um zu verstehen, was offensichtlich ist, ihrer Dummheit anheim gegeben hat.

Wir wissen mittlerweile auch nicht mehr so richtig, was wir noch schreiben sollen.

Vielleicht:

  • Organized crimeDas Professorinnenprogramm dient der Diskriminierung von Männern.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
    UND JETZT ALLE ZUSAMMEN:

  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.
  • Ausschreibungen im Rahmen des Professorinnenprogramms sind Betrug und dienen der Täuschung männlicher Bewerber.

Für den Fall, dass sich diese Offensichtlichkeit in diesem Leben noch bei männlichen Bewerbern setzt und sie den Schluss daraus ziehen, den man ziehen muss:

  • Wir werden absichtlich diskriminiert.
  • Wir sind Bürger zweiter Klasse.

dann klagt vielleicht doch noch mal jemand.

Man soll eben die Hoffnung nie aufgeben.

Oder doch? Dr. Diefenbach: „Ich glaub‘ nicht, dass noch einmal jemand klagt.“

Aber. Michael Klein: „Ich kann es einfach nicht glauben, dass an deutschen Hochschulen nur noch männliche Quallen ohne Rückgrat und Stand produziert werden.“

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Ermächtigungsgünstling: Hochschule für praktischen Gesetzesverstoß sitzt in Hamburg

Ein Stammleser hat uns auf eine Ausschreibung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW) hingewiesen. Die Ausschreibung der HAW verstößt nicht nur gegen Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes (Männer und Frauen sind gleichberechtigt), sie vertößt auch in eklatanter Weise gegen § 2 Absatz 1 des angeblichen Antidiskriminierungsgesetzes (AGG):

„(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf: 1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,“

Unter den in Paragraph 1 genannten Gründen finden sich die üblichen Verdächtigen: Alter, Herkunft, Religion, Weltanschaung, Geschlecht, sexuelle Orientierung.

Nimmt man § 2 Absatz 1 ernst, dann ist damit ausgeschlossen, dass es eine Ausschreibung durch einen öffentlich-rechtlichen oder einen privaten Arbeitgeber gibt, die sich ausschließlich an Katholiken oder Alte oder Sozialisten oder Frauen richtet.

Eine solche Ausschreibung verstößt entsprechend gegen das AGG.

Die Ausschreibung, auf die uns unser Stammleser hingewiesen hat, bezieht sich auf eine W2 Professur für „Elektrotechnik, elektr. Maschinen und Anlagen„. Sie trägt die Kennziffer 048/15-4 und wurde von der Fakultät „Life Science“ der Hochschule für Angewandete Wissenschaft Hamburg ausgeschrieben. Verantwortlich ist Prof. Dr. Petra Margaritoff.

Die Ausschreibung beginnt wie folgt beginnt:

HAW_Professorinnenprogramm„Diese Professur wird vorbehaltlich der Förderung durch das ‚Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung
an deutschen Hochschulen – Professorinnenprogramm II‘ – ausgeschrieben“.

Der Verwaltungssprachcode kann wie folgt übersetzt werden: Gibt es keine Mittel aus dem Professorinnenprogramm, dann gibt es keine Professur. Die Professur muss entsprechend an einen weiblichen Bewerber vergeben werden, denn wird die Professur an einen männlichen Bewerber vergeben, wird sie nicht aus dem Professorinnenprogramm finanziert. Wird die Professur an einen männlichen Bewerber vergeben, dann gibt es kein Geld und folglich auch keine Professur.

Dieses Faktum hat in Hamburg dazu geführt, dass die gesamte Ausschreibung nur an weibliche Bewerber gerichtet ist. So heißt es u.a.:

„Die Bewerberin soll das Fach Elektrotechnik […] vertreten“. […] „Die Bewerberinnen werden gebeten, den üblichen ausführlichen Unterlagen eine Kurzübersicht der persönlichen Daten beizufügen“. […] „Alle Bewerberinnen werden gebeten, ihren Unterlagen eine Kurzübersicht der persönlichen Daten beizufügen“ [Die Doppelung ist nicht von uns, sie findet sich in der Ausschreibung].

Die Ausschreibung richtet sich unmissverständlich und ausschließlich an weibliche Bewerber und verstößt entsprechend gegen das Grundgesetz und das Antidiskriminierungsgesetz, so dass man die HAW in Hamburg als Anstalt öffentlicher Gesetzesbrecher bezeichnen muss.

Nun wäre das AGG kein deutsches Gesetz würde es nicht Ausnahmen von dem kennen, was gerade ausgeschlossen wurde. Die Gründe dafür, warum zwar niemanden wegen seines Geschlechts diskriminiert werden darf, es sei denn, er darf doch diskriminiert werden, finden sich im § 20:

„§ 20 Zulässige unterschiedliche Behandlung

(1) Eine Verletzung des Benachteiligungsverbots ist nicht gegeben, wenn für eine unterschiedliche Behandlung wegen der Religion, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität oder des Geschlechts ein sachlicher Grund vorliegt. Das kann insbesondere der Fall sein, wenn die unterschiedliche Behandlung

    • 1. der Vermeidung von Gefahren, der Verhütung von Schäden oder anderen Zwecken vergleichbarer Art dient,
    • 2. dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit Rechnung trägt,
    • 3. besondere Vorteile gewährt und ein Interesse an der Durchsetzung der Gleichbehandlung fehlt,

[…]“

ProfessorrinnenprogrammNun ist nicht ersichtlich, wieso eine Ausschreibung einer Professur für Elektrotechnik, elektr. Maschinen und Anlagen ausschließlich an weibliche Bewerber der Verhütung von Schäden oder der Vermeidung von Gefahren dient, ebenso wenig wie ersichtlich ist, wo dem Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit durch die Ausschreibung einer Professur für Elektrotechnik, elektr. Maschinen und Anlagen ausschließlich an weibliche Bewerber Rechnung getragen werden würde.

Es bleibt nur Absatz 3., nachdem eine Diskriminierung nach Geschlecht dann erfolgen kann, wenn besondere Vorteile gewährt werden sollen und ein Interesse an der Durchsetzung der Gleichbehandlung fehlt.

Es ist dies ein erstaunlicher und erschreckender Absatz, dieser Absatz 3. Man kann ihn als Ermächtigungsgesetz zur Diskriminierung bezeichnen als Zeitgeist-Klausel, die den Günstlingen des herrschenden Regimes zu Gute kommt. Mit einem demokratischen, anständigen und am Recht orientierten Staat ist Absatz 3 in keiner Weise zu vereinbaren, aber mit Anstand, Recht und Demokratie ist das gesamte Günstlingsprogramm für weibliche Professoren nicht zu vereinbaren.

Nichts Neues also.

In jedem Fall haben wir eine eMail an die Antidiskriminierungsstelle (unseren Herrn Sopp) und Petra Margaritoff geschrieben, um uns erklären zu lassen, welche (niederen) Motive dafür sprechen, männliche Bewerber zu diskriminieren.

Die eMail wird in einem der nächsten Posts veröffentlicht, die Antworten ebenfalls.

Update: Nutznießer des Professorinnenprogramms

Das meritokratische Prinzip besagt, dass Leistung das Kriterium ist, das über z.B. die Vergabe von Positionen im Bildungswesen entscheidet. Wenn sich also ein guter und ein schlechter Kandidat auf eine Position bewerben, dann sieht das meritokratische Prinzip vor, dass der bessere Kandidat die Position erhält. Es ist also gerade nicht wie in der Politik, wo Kandidaten nach Hausmacht z.B. in den Unterbezirken und weitgehend unabhängig von ihrer Leistung gewählt werden.

ProfessorrinnenprogrammMit dem Professorinnenprogramm ist das meritokratische Prinzip von Hochschulen verschwunden. Nicht mehr die Leistung entscheidet darüber, ob ein Bewerber eine Position erhält, sondern sein Geschlecht. Entgegen aller Mimikry und aller ausgefeilten Versuche, das Professorinnenprogramm nicht als klares Programm zur Diskriminierung von Männern erscheinen zu lassen, ist das Professorinnenprogramm nichts anderes als ein Diskriminierungsprogramm: Positionen an Hochschulen werden für weibliche Bewerber reserviert, nur an weibliche Bewerber vergeben, weibliche Bewerber werden also privilegiert, männliche Bewerber diskriminiert.

Das Professorinnenprogramm ist ein Günstlingprogramm, das der Vergabe von Lehen im Mittelalter entspricht und nicht Leistung, sonder die Bereitschaft, sich als Günstling zu verdingen, belohnt.

Wir haben vor ein paar Tagen eine Liste gestartet, in die all diejenigen aufgenommen werden, die sich nicht zu schade sind, aufgrund ihres Geschlechts und eben nicht aufgrund ihrer Leistung auf eine Professur berufen zu werden. Die Liste wird von unseren Lesern geführt, von denen sich manche als sehr motiviert erwiesen haben. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich und sind schon gespannt auf die weiteren Hinweise, die uns auf die Günstlinge des Professorinnenprogramms erreichen.

Wer Hinweise hat: Eine eMail an uns genügt.

Hochschule Fakultät Name
TU-Berlin Theoretische Physik Dr. Sabina Klapp
TU-Berlin Kunstgeschichte Dr. Bénédicte Savoy
TU-Braunschweig Gender, Technik und Mobilität; Maria Goeppert-Mayer-Frauenförderung Dr. Corinna Bath
Universität Bremen Mathematik Dr. Emily King
Universität Bremen Wirtschaftswissenschaft Dr. Jutta Günther
TU-Chemnitz Literaturwissenschaft Dr. Bernadette Malinowski
TU-Chemnitz Rechtswissenschaft Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl
TU-Dresden Umweltwissenschaften Dr. Christina Dornack
Fachhochschule Erfurt Architektur und Stadtplanung Dr. Katrin Großmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Herrmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Remsperger
Pädagogische Hochschule Freiburg Medizin Dr. Eva Bitzer/td>
Pädagogische Hochschule Freiburg Germanistik Dr. Petra Gretsch
Pädagogische Hochschule Freiburg Pädagogik der frühen Kindheit Dr. Susanne Koerber
Universität Freiburg Anorganische und Analytische Chemie Dr. Anna Fischer
Universität Göttingen Sozialwissenschaften Dr. Claudia Diehl
Universität Göttingen Germanistik Dr. Anke Holler
Universität Göttingen Mathematik Dr. Anja Sturm
Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre Dr. Silke Boenigk
Universität Hamburg Amerikanistik Dr. Astrid Boger
Universität Hamburg Sozialwissenschaften Dr. Anita Engels
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kommunikationswissenschaften Dr. Eva Baumann
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kinder- und Jugendchorleitung Dr. Friederike Stahmer
Universität Hannover Sprachwissenschaft Dr. Ulrike Altendorf
Universität Hannover Evangelische Theologie Dr. Monika Fuchs
Universität Hannover Sprachpädagogik Dr. Ulrike M. Lüdtke
Universität Hannover Mathematik und Physik Dr. Silke Ospelkaus
Universität Lüneburg Sprachwissenschaft Dr. Anne Barron
Universität Lüneburg Ökologie Dr. Alexandra Klein
Universität Lüneburg Kunstgeschichte Dr. Beate Söntgen
Universität Mainz Medizin Dr. Christine Espinola-Klein
Universität Mainz Physikalische Chemie Dr. Angelika Kühnle
Universität Mainz Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte Dr. Vasiliki Tsamakda
Universität Osnabrück Wirtschaftspsychologie Dr. Christel Kumbrück
Universität Osnabrück Sprachwissenschaft Dr. Christina Noack
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Kertin Plüm
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Marion Wendehals
Universität Osnabrück Geschlechterforschung Dr. Barbara Schwarze
Universität Rostock Sonderpädagogik Dr. Tanja Jungmann
Universität des Saarlandes Mikrobiologie Dr. Karin Römisch
Universität Siegen Wirtschaftswissenschaften Dr. Ilona Ebbers
Universität Tübingen Chemie Dr. Doris Kunz
Universität Vechta Geistes- und Kulturwissenschaften Dr. Eva Wilden
Jade Hochschule Wilhelmshaven Tourismuswissenschaft Dr. Ines Behn-Künzel

Wir bitten weiter um zahlreiche Mitarbeit, denn, wie sich hoffentlich langsam herumgesprochen hat: Wir betreiben ScienceFiles nebenbei!

Nutznießer des Professorinnenprogramms

Ein Hinweis, den uns ein Leser von ScienceFiles vor einiger Zeit zugeschickt hat, hat uns zwischenzeitlich auf eine Idee gebracht, die wir hiermit umsetzen:

Eine Liste der Nutznießer des Professorinnenprogramms!

ProfessorrinnenprogrammWie wir in seiner Vielzahl von Beiträgen gezeigt haben, basiert das Professorinnenprogramm auf der Diskriminierung von Männern, es setzt weibliches Geschlecht an die Stelle von Leistung und damit das meritokratische Prinzip außer Kraft.

Im Rahmen des Professorinnenprogramms können nur weibliche Bewerber berufen werden, was dazu geführt hat, dass eine Vielzahl von Fake-Ausschreibungen von Universitäten verbreitet wurden und werden, mit dem Ziel, männliche Bewerber darüber hinwegzutäuschen, dass sie keine Chance auf die ausgeschriebene Stelle haben und generell vorzutäuschen, es handle sich bei der Ausschreibung um keine Ausschreibung, die gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstößt.

Wie eine Ausschreibung, die die Besetzung einer Stelle ausschreibt, die nicht besetzt werden kann, wenn kein weiblicher Bewerber gefunden wird, da die Stelle unter der Maßgabe einer Förderung aus dem Professorinnenprogramm ausgeschrieben ist, nicht gegen das AGG verstoßen kann, ist eines jener Rätsel, zu dem nur Politiker und Ideologen, die mit weniger als dem Normalmaß an Verstand ausgestattet sind, eine Lösung finden können. Für uns steht fest, dass eine Stelle, die nur besetzt wird, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird, keine Stelle ist, die mit dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz vereinbar ist, der im AGG festgeschrieben wurde.

Für uns steht zudem fest, dass es für Wissenschaftler, die auf ihre Leistung stolz sind, die wissen, was sie können und eine entsprechende Wertschätzung erwarten, nicht in Frage kommt, auch nur in den Ruch zu kommen, durch das Professorinnenprogramm oder ein anderes Förderprogramm, das nicht Leistung, sondern Geschlecht fördert, bevorteilt zu werden. Folgerichtig können diejenigen, die sich über das Professorinnenprogramm fördern lassen, über das Professorinnenprogramm in Positionen gelangen, weder Stolz empfinden noch der Ansicht sein, ihre Leistung wäre so, dass sie in einem Wettbewerb, der nicht zu ihren Gunsten verzerrt ist, bestehen könnten.

Deshalb haben wir beschlossen, eine Liste derer zu führen, die sich nicht zu schade waren, eine Bevorzugung kraft ihres Geschlechts im Rahmen des Professorinnenprogramms in Anspruch zu nehmen.

Die Liste wird laufend ergänzt, was allerdings voraussetzt, dass uns Leser wie Peter Trier, auf den die ersten drei Namen zurückgehen, mit den entsprechenden Namen der Nutznießer des Professorinnenprogramms versorgen.

Eine eMail an uns genügt.

Universität Hamburg

Hochschule Fakultät Name
TU-Berlin Theoretische Physik Dr. Sabina Klapp
TU-Berlin Kunstgeschichte Dr. Bénédicte Savoy
TU-Chemnitz Literaturwissenschaft Dr. Bernadette Malinowski
TU-Chemnitz Rechtswissenschaft Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl
TU-Dresden Umweltwissenschaften Dr. Christina Dornack
Fachhochschule Erfurt Architektur und Stadtplanung Dr. Katrin Großmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Herrmann
Fachhochschule Erfurt Angewandte Sozialwissenschaften Dr. Ines Remsperger
Universität Freiburg Anorganische und Analytische Chemie Dr. Anna Fischer
Universität Göttingen Sozialwissenschaften Dr. Claudia Diehl
Universität Göttingen Germanistik Dr. Anke Holler
Universität Göttingen Mathematik Dr. Anja Sturm
Universität Hamburg Betriebswirtschaftslehre Dr. Silke Boenigk
Universität Hamburg Amerikanistik Dr. Astrid Boger
Universität Hamburg Sozialwissenschaften Dr. Anita Engels
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Kommunikationswissenschaften Dr. Eva Baumann
Universität Hannover Sprachwissenschaft Dr. Ulrike Altendorf
Universität Hannover Evangelische Theologie Dr. Monika Fuchs
Universität Hannover Sprachpädagogik Dr. Ulrike M. Lüdtke
Universität Hannover Mathematik und Physik Dr. Silke Ospelkaus
Universität Lüneburg Sprachwissenschaft Dr. Anne Barron
Universität Lüneburg Ökologie Dr. Alexandra Klein
Universität Lüneburg Kunstgeschichte Dr. Beate Söntgen
Universität Mainz Medizin Dr. Christine Espinola-Klein
Universität Mainz Physikalische Chemie Dr. Angelika Kühnle
Universität Mainz Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte Dr. Vasiliki Tsamakda
Universität Osnabrück Wirtschaftspsychologie Dr. Christel Kumbrück
Universität Osnabrück Sprachwissenschaft Dr. Christina Noack
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Kertin Plüm
Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre Dr. Marion Wendehals
Universität Osnabrück Geschlechterforschung Dr. Barbara Schwarze
Universität Rostock Sonderpädagogik Dr. Tanja Jungmann
Universität des Saarlandes Mikrobiologie Dr. Karin Römisch
Universität Tübingen Chemie Dr. Doris Kunz
Universität Vechta Geistes- und Kulturwissenschaften Dr. Eva Wilden

Wir bitten um zahlreiche Mitarbeit, denn, wie sich hoffentlich langsam herumgesprochen hat: Wir betreiben ScienceFiles nebenbei!

Das Ende naht, wenn die Korruption zur Normalität geworden ist

Die Geschichte ist voller Beispiele für den Niedergang von Nationen und deren Ende in Dekadenz, Willkür und schließlich Bürgerkrieg. Die Bibliotheken stehen voller Bücher von Historikern, in denen sie versuchen, den Niedergang und das Absinken einst wohlhabender Nationen in Armut, Elend und Bedeutungslosigkeit zu erklären.

Beschreibungen des Niedergangs von Nationen enthalten regelmäßig Variablen wie den Verfall von Standards, den Niedergang der Qualität kultureller Erzeugnisse, die Beschreibung geistiger Exzesse, die Widersprüche zum Normalfall erheben, der immer hektischer werdenen Bemühungen gesellschaftlicher Gruppen, sich auf Kosten anderer gesellschaftlicher Gruppen einen privilegierten Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen zu verschaffen und die Herrschaft der Willkür, die Rechtssätze aushölt und Kooperation zwischen Mitgliedern der Gesellschaft unmöglich macht.

Inwieweit die beschriebenen Faktoren in Deutschland bereits sichtbar sind, ist eine Frage, die jeder Leser für sich selbst beantworten muss.

Ein Faktor, der für uns die größte Relevanz hat und den wir regelmäßig mit Staunen zur Kenntniss nehmen, ist die Normalität die Korruption und Willkür in Deutschland angenommen haben.

Olson Rise and decline of nationsBesonders deutlich wird dies an der Nicht-Geltung von Rechtssätzen bzw. an der wilkürlichen Geltung derselben und der willkürlichen Vermengung von Begrifflichkeiten, die nahelegt, dass Sinn und Bedeutung von Begriffen entweder keine Rolle spielen, weil es darum geht, sich auf Kosten anderer und unter Missbrauch wohlklingender Begriffe zu bereichern oder dass  Sinn und Bedeutung von Begriffen bei denen, die hektisch um ihren Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen kämpfen, gänzlich unbekannt sind. Damit ist letztlich der Unterschied zwischen bösartiger oder arglistiger Täuschung und Dummheit beschrieben.

So steht im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz § 2 Abs. 1:

„(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,“

Und im § 1, auf den hier Bezug genommen wird, steht:

„Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“

Entsprechend ist es unzulässig, Stellen nur für Schwule oder nur für Behinderte oder nur für SPD-Mitglieder oder nur für Personen über 55 Jahren oder nur für weibliche Bewerber auszuschreiben.

Eine Ausschreibung, die sich nur an z.B. einen der oben genannten Personenkreise richtet, verstößt entsprechend gegen geltendes Recht.

Die erste Stufe der Korruption beginnt da, wo das entsprechende Recht willkürlich angewendet wird, von denen, die sich für die herrschende Klasse halten. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn im Rahmen des Professorinnenprogramms Stellen ausgeschrieben werden. Eine Förderung im Rahmen des Professorinnenprogramms ist nur möglich, wenn ein weiblicher Bewerber berufen wird. Die Stellen stehen regelmäßig unter dem Vorbehalt der Förderung aus dem Professorinnenprogramm. Ergo richten sich die entsprechenden Ausschreibungen ausschließlich an weibliche Bewerber und verstoßen gegen die §§ 1 und 2 Abs. 1 des AGG.

Stört das jemanden – außer uns und unsere Lesern?

Juristen zum Beispiel, denen ein staatliches Monopol auf Recht eingeräumt wird?

Die Antidiskriminierungsstelle, die aus Steuermitteln finanziert wird, und angeblich zur Aufgabe hat, derartige Verstöße gegen das AGG zu ahnden?

Nein. Denn bislang sind die entsprechenden Ausschreibungen unbeanstandet geblieben, hatten keine rechtlichen Folgen. Es herrscht Korruption und Willkür.

Und das Professorinnenprogramm ist nicht das einzige Anzeichen für Korruption und Willkür.

Ein Leser hat uns auf eine Stellenausschreibung der Universität Hamburg hingewiesen. Besetzt werden soll eine W3-Professur für Biochemie/Molekularbiologie RNA Biochemie (Kennziffer 2240/W3). Die Beschreibung der erforderlichen Qualifikationen richtet sich an „Bewerberinnen und Bewerber“. Die ausgeschriebene Stelle ist jedoch im Rahmen „eines Sonderprogramms für Professorinnen in der Chemie“ zu besetzen.

Das Sonderprogramm für Professorinnern in der Chemie ist Teil des Allgemeinen Gleichstellungsprogramms der Universität Hamburg , das der Förderung von ausschließlich weiblichen Bewerbern dient.

UHamburg SonderprogrammKurz: Die Ausschreibung richtet sich nur an weibliche Bewerber, ein männlicher Bewerber wird auf die entsprechende Stelle nicht berufen werden. Die Ausschreibung verstößt gegen die §§ 1 und 2 Abs. 1 AGG, und abermals stört es niemanden, wenn sich eine öffentliche Institution wie die Universität Hamburg nicht an öffentliches Recht hält.

Willkür und Korruption sind in Deutschland längst zur Normalität geworden, und sie werden von den anderen Insignien eines geistigen Niedergangs begleitet.

So steht in der Ausschreibung der Universität Hamburg weiter, dass die „Universität Hamburg“ den „Anteil von Frauen in Forschung und Lehre erhöhen“ möchte und deshalb ein allgemeines Gleichstellungsprogramm initiiert wurde, das das Ziel hat „ein starkes Gefälle der Anteile von männlichen und weiblichen Stelleninhabern“ abzuschwächen. Dadurch soll eine „gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Wissenschaftsbereich“ erreicht werden.

Wie so oft, geht es hier munter durcheinander. Das Ziel besteht in der Herstellung von Ergebnisgleichheit, und zwar dadurch, dass vorherbestimmt wird, welches Geschlecht ein Stelleninhaber haben darf und welches nicht, also dadurch dass gegen die §§ 1 und 2 Abs. 1 AGG mutwillig verstoßen wird. Dadurch wird keine gleichberechtigte Teilhabe erreicht, es wird vielmehr das Gegenteil von Gerechtigkeit nämlich Ergebnisgleichheit erreicht: Dadurch das die Chancengleichheit der Bewerber durch die Bevorzugung weiblicher Bewerber beseitigt wird, werden männliche Bewerber benachteiligt, was kaum als Gerechtigkeit oder Versuch zur Herstellung einer gleichberechtigten Teilhabe bezeichnet werden kann.

Gleichberechtigt ist eine Teilhabe dann, wenn nur Kriterien, die nicht ausschließlich in der Person des Bewerbers begründet liegen, bei einer Auswahl berücksichtigt werden, d.h. seine Leistung oder Qualifikation. Leistung oder Qualifikation ist aber unabhängig von Geschlecht, und entsprechend kann eine Auswahl, die gerade nach Geschlecht erfolgt unter keinen Umständen gerecht sein. Allerdings scheinen diejenigen, die eine Auswahl nach Geschlecht treffen wollen, der Ansicht zu sein, dass Geschlecht mit Leistung korreliert und weibliche Bewerber entsprechend weit hinter männlichen Bewerbern zurückbleiben, so dass sie einer Förderung bedürfen.

Schließlich geht ein gesellschaftlicher Niedergang regelmäßig damit einher, dass Wissen verloren geht, dass Kompetenzen und Qualifikationen verschwinden, was sich abermals regelmäßig darin äußert, dass fachfremde Kriterien genutzt werden, um über den Mangel an Wissen, Kompetenzen und Qualifikationen hinwegzutäuschen.

So beginnt die Ausschreibung der Universität Hamburg mit den folgenden Sätzen:

„Die Universität Hamburg versteht sich als Universität der Nachhaltigkeit. Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit sind für uns selbstverständlich. Ebenso gehört der Umgang mit kultureller Vielfalt, die Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Lebensweisen zu unserem Alltag.“

Die Universität Hamburg präsentiert sich als Sozialveranstaltung, deren Ziel darin besteht, Harmonie unter denen herzustellen, die sich an die Universität Hamburg verirrt haben. Diese Selbstbeschreibung ähnelt mehr der Beschreibung einer Kirche als der einer Stätte des Wissens.

Überhaupt ist das vollständige Fehlen von Begriffen, die einen Bezug zu Erkenntnis herstellen, deren Suche an Universitäten früher zumindest an erster Stelle stand, markant, z.B. in From von: Universität mit modernen Forschungslabors, an der innovative Entwicklungen geleistet wurden; enge Zusammenarbeit mit Forschern in Industrie und an anderen Universitäten; hervorragende Infrastruktur; optimale Ausstattung der Arbeitsplätze usw.

Es scheint ein Problem moderner Gesellschaften zu sein, dass der Zeitgeist so gänzlich unempfindlich auf Anzeichen einer um sich greifenden Dekadenz, eines geistigen und gesellschaftlichen Niedergangs reagiert, so dass Willkür und Korruption zu normal geworden sind, als dass sie von denen, die beim Staat angestellt sind, noch bemerkt würden.

In Berlin scheint das Lügen an der Tagesordnung zu sein

Nein, in diesem Post geht es nicht um den Bundestag.

Es geht um Berlin, den Senat von Berlin und um die Humboldt Universität.

Die Humboldt-Universität, seit jeher ein Vorreiter in Männerdiskriminierung, ist abermals angetreten die naiven unter den Männern, die es unter Akademikern ja immer noch geben soll, zu schädigen und über’s Ohr zu hauen.

HU W2 Betrug1Der neuerliche Versuch, männliche Bewerber zum Narren zu halten, erfolgt dieses Mal nicht im Rahmen des Professorinnenprogramms, sondern im Rahmen eines ominösen „Frauenförderprogramms der Humboldt-Universität“, von dem offensichtlich nicht einmal die „Zentrale Frauenbeauftragte der Humboldt-Universität“ etwas weiß. Wie in allen Kaderschmieden und Ideologiezentren, so ist auch an der HU-Berlin, alles zentral, nur die Einrichtung eines Zentralkomitees hat man sich offensichtlich noch nicht getraut. Und natürlich ist auch alles ominös und geheim, was mit Finanzierung zu tun hat.

Doch zurück zum alltäglichen Lügen, an das sich die Mehrheit der Deutschen offensichtlich gewöhnt zu haben scheint. So wie man sich an den Begriff „Lügenpresse“ gewöhnt hat, so scheint man auch mit Lügenuniversität oder Lügensenat kein Problem zu haben.

Die Humboldt-Universität zu Berlin schreibt eine W2-Professur für Gender-Studies für die Region Südasien mit dem Schwerpunkten entweder im Bereich Literatur- oder Medienwissenschaft aus.

Die Erkenntnisse, die vom Stelleninhaber erwartet werden, sind in der Ausschreibung nicht umschrieben, deshalb ergänzen wir sie: Gewünscht wird der Nachweis, dass es auch in Südasien Männer und Frauen gibt und dass Männer und Frauen in Medien und Literatur eine Rolle spielen.

Das gesagt, nun zum offenen Täuschungsversuch:

„Die W2-Professur ist zum 01.10.2016 befristet für 5 Jahre zu besetzen. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Frauenförderprogramms der Humboldt-Universität zu Berlin für W1/W2-Professuren.“

Das ist eigentlich deutlich und sollte jedem einleuchten: Frauenförderung ist keine Männerförderung, und wenn Gelder ausschließlich zur Frauenförderung bereit stehen, werden keine Männer gefördert. Die ausgeschriebene Stelle kann nur mit weiblichen Bewerbern besetzt werden, die Ausschreibung richtet sich folglich ausschließlich an weibliche Bewerber und verstößt somit gegen das Antidiskrminierungsgesetz.

Der Verstoß gegen Gesetze ist an der Humboldt-Universität kein Problem, wie Leser von ScienceFiles wissen. Dass ein Profx der HU-Berlin zu Straftaten aufruft, ist ebenso kein Problem, wie die Bedrohung und das Stalking von Professoren oder die Tatsache, dass das Zustandekommen der Gender-Studies doch zumindest als fragwürdig anzusehen ist, wenn man es nicht offen als Schiebung und Betrug einordnen will.

Also: Kein Problem, dass die Ausschreibung gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstößt. Die HU-Berlin ist ein rechtsfreier Raum, Gesetze haben dort bestenfalls Unterhaltungswert.

Dass man sich abschließend in besagter Ausschreibung über männliche Bewerber lustig macht, die so dumm oder naiv sind, sich auf die entsprechende Stelle zu bewerben, das sei hier nur am Rande erwähnt. Die entsprechende Häme findet sich in der folgenden Standardformulierung:

„Die Humboldt-Universität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert qualifizierte Wissenschaftlerinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Bewerbungen aus dem Ausland sind erwünscht. Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.“

Da die Professur aus dem Programm der HU-Berlin zur Frauenförderung finanziert wird, von dem nicht einmal die zentrale Gleichstellungsbeauftragte zu wissen scheint, richtet sich das Bemühen der HU-Berlin als politisch korrekter Täuscher zu erscheinen, nur an weibliche Behinderte, weibliche Migranten oder weibliche Bewerber aus dem Ausland.

Die Frage, wo das Geld für das ominöse Frauenförderungsprogramm der HU-Berlin herkommt, hat uns auf die Seite des Berliner Senats, genauer: der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen geführt, eine Seite, deren Überschrift bereits die Frage aufwirft, ob bei der Senatsverwaltung chronische Lügner arbeiten, Debile, die der Begriffe der deutschen Sprache nicht mächtig sind oder bösartige Täuscher, die versuchen, die Tatsache, dass sie partikulare Gruppenbevorzugung mit 3,8 Millionen Euro finanzieren, zu verschleiern.

Die Überschrift der Seite lautet: „Berliner Chancengleichheits-Programm„.

„Das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre (Berliner ChancengleichheitsProgramm – BCP) wurde 2001 vom Berliner Senat eingerichtet.“

Wir müssen aufgrund dieser Einleitung unsere Frage mit den drei Antwortalternativen, chronische Lügner, bösartige Täuscher oder Debile auf den Berliner Senat ausweiten und fragen: Besteht der Berliner Senat aus chronischen Lügnern, bösartigen Täuschern oder Debilen?

Abermals werden sich die Stammleser von ScienceFiles an unseren Idiotentest für Verteilungsfragen erinnern. Darin haben wir die Begrifflichkeiten, die so gerne durcheinander geworfen werden, definiert und geordnet.

Chancengleichheit liegt vor, wenn keinem Individuum oder keiner gesellschaftlichen Gruppe durch Privilegien der Zugang zu Positionen im Vergleich zu anderen Individuen oder gesellschaftlichen Gruppen erleichtert wird (oder durch negative Sanktionen erschwert wird). Chancengleichheit ist das Gegenteil von “affirmative action”, also von Maßnahmen der positiven Diskriminierung.

Berliner Senat WettabspracheNun geht es im Berliner ChancengleichheitsProgramm aber nicht darum, gleiche Startbedingungen zu schaffen, sondern darum, den Ausgang des Rennens um eine wissenschaftlichen Position zu beeinflussen, plastischer formuliert, die Verantwortlichen wollen mit den Schiedsrichtern im Berufungsausschuss eine Absprache treffen, um den Ausgang des Wettkampfes zwischen Bewerbern vorab zu bestimmen (Sie wollen die Schiedsrichter kaufen). Wettbetrug nennt man das in anderen Zusammenhängen.

Dass es dem Senat nicht um Chancengleichheit geht, sondern darum, Absprachen über den Ausgang von Berufungsverfahren zu treffen [Match-Fixing nennt man das im Englischen], sieht man anhand der Liste der Förderschwerpunkte:

  • Vorgezogene Nachfolgeberufungen von Frauen auf W2-/W3-Stellen bei Unterrepräsentanz von Professorinnen im jeweiligen Fach
  • Berufungen auf befristete W2-Professuren bei Unterrepräsentanz im jeweiligen Fach
    Qualifizierung und Professionalisierung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen für eine Professur an Universitäten, Kunsthochschulen und Fachhochschulen
  • Stabilisierung der wissenschaftlichen Karriere von Frauen in der Postdoktorandenphase
  • Verankerung von Gender-Aspekten in Forschung und Lehre
  • Qualifizierung von Frauen in den Natur- und Technikwissenschaften
  • Gegenfinanzierung des Professorinnenprogramms [gemeint ist der Landesanteil am Bundesbetrugsprogramm]

Es geht also ausschließlich darum, Frauen zu privilegieren, Ihnen Vorteile gegenüber Männern zu verschaffen. Das ist keine Chancengleichheit, sondern die Herstellung von Ergebnisgleichheit über z.B. Berufungsabsprachen. Man kann es auch schlicht Betrug nennen.

Was uns zurückbringt zur Frage, ob in Berlin debile, bösartige Täuscher oder chronische Lügner den Senat bevölkern. Und diese Frage geben wir an unsere Leser weiter, und zwar mit dem Hinweis, dass chronische Lügner sich von bösartigen Täuschern dadurch unterscheiden, dass sie krank sind und entsprechend nicht wirklich wissen, was sie tun.

Erklärung für offensichtliche Lügen

Bleibt abschließend noch die Frage: Was macht eigentlich die Antidiskriminierungsstelle? Weiß das jemand?

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf die Ausschreibung an der HU-Berlin.

Bananenrepublik 4.0 – Kita oder Professur?

Es jammert in der Süddeutschen Zeitung:

universitaet Duisburg essen„Für uns ist das ein Riesenproblem“, sagt etwa Ingrid Fitzek, Gleichstellungsbeauftragte der Uni Duisburg-Essen, von der drei Anträge auf der Warteliste gelandet sind. Eigentlich wollte man dort mit den frei werdenden Mitteln eine Kita mit 50 Plätzen finanzieren.“

Das Riesenproblem, von dem in der Süddeutschen Zeitung zu lesen ist, es ist das Professorinnenprogamm. Das Professorinnenprogramm ist jedoch nicht etwa deshalb ein Riesenproblem, weil plötzlich Moral und Anstand Einzug gehalten haben und Universitäten sich daran erinnert haben, dass sie nicht die Prostituierten von Ministerien sind.

Das Riesenproblem ergibt sich auch nicht daraus, dass im Rahmen des Professorinnenprogramms unzählige männliche Bewerber belogen und betrogen werden, männliche Bewerber, die sich im irrigen Glauben, sie hätten eine Chance, berufen zu werden, auf einen Lehrstuhl bewerben, denen Kosten entstehen, die Probevorlesungen vorbereiten, halten und alles, weil sie nicht wissen, dass sie sowieso keine Chance auf die Stelle haben, auf die ausschließlich weibliche Bewerber berufen werden. Die männlichen Bewerber sind nur die Coverstory, um den Anschein zu erwecken, das Professorinnenprogramm sei ein rechtlich einwandfreies Programm, nicht Betrug und Bevorteilung.

Aber, wie gesagt, das alles ist nicht das Riesenproblem, das Ingrid Fitzek und die Uni Dusiburg-Essen haben.

Es ist auch nicht das Riesenproblem, von dem Roland Preuß in der Süddeutschen Zeitung berichtet.

Deceibe infeigle obfuscateDas Riesenproblem besteht darin, dass „Wankas Professorinnenprogramm das Geld“ ausgeht. 147 Hochschulen haben sich am ministerialen Wettbewerb in Wissenschaftsprostitution beteiligt, wohl mehr als selbst Wanka für möglich gehalten hat, und jetzt scheinen die 300 Millionen Euro, die bislang in das Professorinnenprogramm gepumpt wurden, um Lehrstühle an Universitäten nach weiblichem Geschlecht und nicht nach Leistung zu besetzen, aufgebraucht zu sein.

Und weil die 300 Millionen Euro wohl aufgebraucht sind, deshalb hat die Universität Duisburg-Essen das Riesenproblem, dass sie nun drei Professuren finanzieren muss. Das muss man sich einmal vorstellen, die Universität Dusiburg-Essen muss drei Professuren finanzieren, Professuren, die von der Universität Duisburg-Essen an weibliche Bewerber vergeben wurden, Professuren, bei deren Besetzung männliche Bewerber getäuscht und belogen wurden. Das muss man sich einmal vorstellen: Eine Universität, die Professuren finanzieren muss, die sie selbst ausgeschrieben und besetzt hat! Unglaublich!

Schlimmer noch: Weil die Universität Duisburg-Essen nun drei weibliche Quoten-Professuren finanzieren muss, kann sie keine „Kita mit 50 Plätzen finanzieren“.

Ein Skandal, hinter dem die Unehrlichkeit, der Betrug gegenüber männlichen Bewerbern, die Täuschung männlicher Bewerber und die Kosten, die männlichen Bewerbern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verursacht wurden, verblassen.

Was könnte es wichtigeres geben, als eine Kita mit 50 Plätzen an einer Universität? Ehrlichkeit? Lauterkeit? Moral? Anstand? Universitäre Lehre? Gute Lehre? Gesellschaftlich relevante Forschung? Nützliche Erkenntnis? Die Finanzierung von Professuren? Sicher nicht. Nichts ist wichtiger als eine „Kita mit 50 Plätzen“ – Ingrid Fitzek weiß das.

Und Kai Gehring, Bundestagsabgeordneter der Grünen, der weiß auch etwas. Wenn 300 Millionen Euro, mit denen männliche Bewerber auf Lehrstühle an Hochschulen diskriminiert, getäuscht und belogen und geschädigt werden, nicht ausreichen, dann sei dies „stümperhaftes Programm-Management und klammheimliches Wegsparen durch Ministerin Wanka“ und das Programm müsse eben aufgestockt werden.

ProfessorrinnenprogrammWir wiederholen uns ungern, aber Anstand, Moral, Ehrlichkeit, Lauterkeit, die faire Behandlung von männlichen Bewerbern auf Lehrstühle, das scheinen auch für den Grünen Kai Gehring Begriffe zu sein, die er nicht in seinem Wortschatz findet und entsprechend so wenig verstehen wird, wie Roland Preuß, der es schafft einen Beitrag über das Professorinnenprogramm zu schreiben, ohne auch nur einen einzigen Hinweis darauf, dass hier Steuergelder eingesetzt werden, um männliche Bewerber arglistig zu täuschen, zu diskriminieren, zu belügen und ihnen Schaden zu verursachen.

Deutschland 2015, eine Bananenrepublik 4.0, in der Medienvertreter, Politiker und Gleichstellungsbeauftragte alle dieselbe Unkenntnis verbindet, Unkenntnis darüber, was Fairness, Ehrlichkeit, Anstand und Moral sind. Und vor allem darüber, was Menschen (andere Menschen versteht sich) leisten müssen, um die Steuergelder aufzubringen, die im Rahmen des Professorinnenprogramms eingesetzt werden, um männliche Bewerber arglistig zu täuschen, zu belügen und sie zu schädigen.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf den Beitrag in der Süddeutschen Zeitung.

Ministerialer Betrug: Der Zweck heiligt die Mittel

Es gibt etwas zu feiern im Bundesministerium, das sich angblich Bildung und Forschung widmet:

„Professorinnenprogram fördert 400. Berufung

BMBF Jubel 400Das ist im BMBF ein Grund zum Feiern, nicht nur, weil nach Ansicht der derzeitigen Ministerdarstellerin, Wanka, die 400 Professorinnen, die per Professorinnenprogramm in Positionen gehievt wurden, „[b]esondere Rollenvorbilder für Studentinnen und Studenten“ seien (dazu unten mehr).

Nein. Nicht nur deshalb.

Die Jubelmeldung zeichnet das Professorinnenprogramm in gloreichen Farben: 400 Professuren sind mit den 300 Millionen Euro des Professorinnenprogramms, die bislang ausgegeben wurden, gefördert worden. 198 deutsche Hochschulen hätten sich bislang am Professorinnenprogramm beteiligt. Zwei bis drei von „Frauen besetzte Professuren“ (1. Lüge), würden für die Dauer von bis zu fünf Jahren gefördert. Das Professorinnenprogramm unterstütze deutsche Hochschulen in ihrem Engagement für mehr Chancengleichheit (2. Lüge) und diene dazu, die „Gleichstellung der Geschlechter zu verbessern“ (3. Lüge).

Stellen wir zunächst die Lügen richtig:

Richtigstellung der erste ministerialen Lüge:

Im Rahmen des Professorinnenprogramms werden keine Professuren gefördert, die von Frauen besetzt sind, es werden ausschließlich Professuren gefördert, die mit weiblichen Bewerbern zum Zweck der Förderung durch das Professorinnenprogramm besetzt oder erst geschaffen werden.

Richtigstellung der zweiten ministerialen Lüge:

Das Professorinnenprogramm dient nicht als Unterstützung zur Herstellung von Chancengleichheit, denn Chancengleichheit herrscht dann, wenn Personen unabhängig von Merkmalen, die in ihrer Person begründet liegen, und ausschließlich auf Grundlage ihrer Leistung beurteilt, im vorliegenden Fall auf Professuren berufen werden. Das Professorinnenprogramm macht das weibliche Geschlecht zum diskriminierenden Faktor, der über eine Berufung entscheidet. Folglich unterstützt das Professorinnenprogramm keine Chancengleichheit, sondern schafft Chancengleichheit zu gunsten einer Bevorzugung weiblicher Bewerber ab.

Richtigstellung der dritten ministerialen Lüge:

Das Professorinnenprogramm ist entsprechend kein Mittel zur Gleichstellung der Geschlechter, sondern ein Mittel zur Schlechterstellung männlicher Bewerber auf Professuren an deutschen Hochschulen.

Nun, nachdem die ministerialen Lügen richtig gestellt sind, ist die Laudatio auf 400 durch das Professorinnenprogramm besetzte Lehrstühle eine andere:

400 durch das Professorinnenprogramm besetzte Lehrstühle bedeuten:

  • 400 weibliche Bewerber, die sich nunmehr per ministerialem Dekret Professor nenen dürfen und nichts dabei finden, dass sie sich die Professur mit ihrem Geschlecht erkauft haben, also mit einem Merkmal, auf das sie keinen Einfluss haben, das entsprechend auch nicht als persönliches Verdienst angesehen werden kann. Personen, die sich durch Einsatz ihres Geschlechts einen Vorteil verschaffen, nannte man früher Prostituierte, nicht Professor.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder nicht über das Rückgrat oder die moralische Entwicklung verfügt haben, um eine Beteiligung an der Besetzung von Lehrstühlen aufgrund des Geschlechts und nicht aufgrund der Leistung des Bewerbers, zu verweigern.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder kein Problem damit hatten, männliche Bewerber mutwillig und vorsätzlich über deren Chancen, auf die ausgeschriebene Stelle berufen zu werden, zu täuschen.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitglieder wohlwissend, dass die ausgeschriebene Stelle, nur dann besetzt wird, wenn eine Förderung durch das Professorinnenprogramm zustande kommt, was die Besetzung durch einen weiblichen Bewerber voraussetzt, vermutlich schadenfroh darüber sind, dass sie den männlichen Bewerbern falsche Hoffnungen gemacht, Zeit und Geld gestohlen haben.
  • 400 Berufungskommissionen, deren Mitgliedern man die Beihilfe zum Betrug vorwerfen muss.
  • Und mindestens 2.500 männliche Bewerber, die sich im Glauben, sie hätten eine Chance, berufen zu werden, auf die entsprechenden Ausschreibungen beworben haben, sich haben verschaukeln lassen und hinterher im Nichts verschwunden sind, ohne sich zu wehren, ohne den Mund aufzumachen, ohne ein Wort des Widerspruchs.

ProfessorrinnenprogrammZusammenfassend: Der Zweck heiligt die Mittel und wenn Betrug notwendig ist, um ministeriale Ziele zu erreichen – warum nicht? Schließlich hat der Betrug außer den Kosten für die Steuerzahler keinerlei Folgen: Kein Staatsanwalt ermittelt. Staatsanwälte sind weisungsgebunden und unterstehen den Justizministern der Länder. Kein betrogener männlicher Bewerber zieht vor ein Verwaltungsgericht oder gar Strafgericht. Kein Vertreter der öffentlich-rechtlichen und privaten Medien hält es für notwendig oder der eigenen Karriere zuträglich, sich öffentlich gegen diese Diskriminierung von Männern und die Prostitution von Frauen auszusprechen. Kein etablierter Professor, bei dem zumindest sicher ist, dass er nicht wegen seines Geschlechts berufen wurde, was die Möglichkeit offen lässt, dass er aufgrund seiner Leistung berufen wurde, meldet öffentlich Kritik an.

In einer Republik der Kuscher und Leisetreter muss sich niemand wundern, wenn die Regierenden sich bei der Wahl ihrer Mittel immer mehr aus dem Fenster der Legalität lehnen, bis sie dann schließlich im Matsch der Kriminalität landen. Es ist in einer Demokratie  eigentlich die Aufgabe der Medien, der Öffentlichkeit, eines jeden Bürgers, die Regierenden zu kontrollieren und Missbrauch von Regierungspositionen zu bekämpfen. Nur so kann eine Demokratie überhaupt funktionieren und vermieden werden, dass Kriminelle und Prostituierte zu Rollenvorbildern für z.B. „Studenten und Studentinnen“ aufgebaut werden.

Immer vorausgesetzt, man möchte das verhindern.

Mehr zum Professorinnenprogramm.