Längst überfällig: Intelligenzquote für Redaktionen!

Emma!

Vier Hinweise auf einen Beitrag in “Emma” finden sich heute in unserer Mailbox.
Am Wochenende!
Und auch Arne Hoffmann weist auf Emma hin.

EmmaEmma. Der Name Emma, steht für einen erstaunlichen intellektuellen Verfall. Einst hat Jane Austen “Emma” als Titel einer ihrer brillianten Novellen gewählt, ihrer Novellen voller Gesellschaftskritik und freundlichem Spott, voller intelligenter Analysen gesellschaftlicher Regeln und Normen. Heute ist “Emma” der Name einer Zeitschrift für alternde Genderisten, in der sich die Irrationalität ein Stelldichein gibt. Nichts ist geblieben, von der intellektuellen Brillianz, dem gutmütigen Spott und der subtilen Ironie, die noch Jane Austen’s Emma auszeichnen.

Statt dessen gibt es einen brachialen Unsinn, der jedem halbwegs mit Verstand Begabten Schmerzen bereitet und nach einer Intelligenz-Quote für die Emma-Redaktion rufen lässt.

Wir sind mittlerweile gestählt und erfahren im Analysieren von Unsinn. Wir haben uns daran gewöhnt, das man Unsinn dann, wenn er genderistisch daherkommt, tatsächlich steigern kann. Bei weniger erfahrenen und abgehärteten Lesern mag dies nicht der Fall sein. Deshalb schalten wir dem folgenden Text eine Warnung vor: Ihr Verstand kann um Hilfe schreien, wenn sie den folgenden Unsinn, Unsinn aus Emma, Unsinn von Luise Pusch lesen.

Seien Sie gewarnt.

“Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten “Schüler” sind Schülerinnen und die zwei “Lehrer” sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.”

Die Logik kennt den Fehlschluss der voreiligen Verallgemeinerung. Aber der Pusch-Fehlschluss, den wir hier vor uns sehen, ist ein Fehlschluss, der bislang noch nicht erfasst wurde. Die Erklärung ist wohl die, dass Logiker, die Fehlschlüsse beschrieben und gesammelt haben, mit Verstand begabte Wesen sind, und mit Verstand begabte Wesen finden sich regelmäßig, wenn es um Unsinn geht, mit einer Grenze dessen, was sie sich noch vorstellen können, konfrontiert. Nennen wir sie die Pusch-Grenze.

Während Luise Pusch diese Grenze nach unten problemlos zu nehmen im Stande ist, sperrt sich der herkömmliche Verstand, und zwar aus gutem Grund: An Bord von Germanwings 4U9525 waren 150 Menschen. Pusch weiß von 16 davon, dass Sie weiblich waren, daraus schließt sie: “Die Opfer sind überweigen Frauen”.

Das macht sprachlos. Denn es stellt u.a  die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf den Kopf und führt die Pusch-Wahrscheinlichkeit ein, die es erlaubt, von 5% Information auf die fehlenden 95% zu schließen. Ein völlig neues Verfahren, das Luise Pusch in Windeseile reich machen würde, denn die Kenntnis von nur einer richtigen Zahl im Lotto, erlaubte ihr den Schluss auf die restlichen sechs. Erlaubte, wäre der Pusch-Schluss nicht derart monströser Unsinn.

Niemand in der Öffentlichkeit weiß, wie viele Männer und Frauen an Bord von Flug 4U9525 waren, denn das Passagier-Manifest ist nicht veröffentlicht.

Ob mehr Männer oder Frauen gestorben sind, das interessiert außer geübten zwischen die Beine Blickern, die sich für nichts zu schäbig sind, auch niemanden. Denn im Tod sind alle gleich.

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Savage Chickens

Nur für Luise Pusch nicht.

Sie versucht sogar Tote noch zu missbrauchen und ihre Leichenfledderei führt sie zu immer neuen Höhen der Geschmacklosigkeit:

“Ich möchte einen Vorschlag machen. Die Lufthansa sollte sich nicht nur für ihren Aufsichtsrat, sondern auch für ihre Cockpits eine Frauenquote verordnen. Höchste Zeit ist es allemal, denn zur Zeit gibt es bei der Lufthansa nur 6 Prozent Pilotinnen.”

Was Luise Pusch nicht weiß: Man kann nicht einfach zu Carsten Spohr gehen und sagen: Du, Carsten, ich will Pilotin werden. Pilot ist ein Ausbildungsberuf und wie bei MINT-Berufen, wollen sich mehr Männer der entsprechenden Ausbildung unterziehen als Frauen. Und Quotenfrauen als Pilot würden wir nur für Flugzeuge zulassen, in denen Luise Pusch und sonst niemand sitzt.

Warum Pusch eine Frauenquote im Cockpit will, sagt sie auch noch – wie gesagt, ihr ist nichts zu schäbig:

“Amokläufe […] sind Verbrechen, die nahezu ausschließlich von Männern begangen werden. Für Amokflüge, die offenbar häufiger vorkommen, als der Öffentlichkeit bewusst ist, gilt dasselbe. Die Lufthansa sucht verzweifelt nach Maßnahmen, um Katastrophen wie die mutmaßlich durch ihren Germanwings-Co-Piloten verursachte in Zukunft auszuschließen oder wenigstens unwahrscheinlicher zu machen. Auf das Nächstliegende – Frauenquote im Cockpit erhöhen – kommt niemand.”

Nun ist Luise Pusch auf diese ihr “nächstliegende” Idee gekommen, ist aber dennoch der Meinung, niemand komme auf dieses “Nächstliegende”, was nur den Schluss zulässt, dass Luise Pusch sich für niemand hält.

Nun zur Behauptung, Amokflüge kämen anscheinend häufiger vor, als der Öffentlichkeit bewusst ist. Dies Behauptung bedeutet schlicht: Frau Pusch hat keine Ahnung, wie oft derartige Amokflüge vorkommen, will das aber zum einen nicht zugeben, zum anderen will sie es nutzen, um Angst zu verbreiten, Angst vor den suizidalen Männern in den Cockpits.

Wäre Frau Pusch in der Lage, das Internet zu bedienen (und der englischen Sprache mächtig), sie käme möglicherweise irgendwann auf der Seite des Aviation Safety Networks an. Hier werden Flugunfälle und dergleichen dokumentiert. Auch so genannte Pilotenselbstmorde. Seit 1976 gibt es derer acht, bei denen außer dem Piloten noch mindestens eine weitere Person umgekommen ist, wobei Germanwings schon mit eingerechnet ist. Seit 1976 sind 39 Jahre vergangen, das macht einen Pilotenselbstmord rund alle 5 Jahre.

Somit folgt rein rechnersich und unter Berücksichtigung der Pusch-Wahrscheinlichkeit, dass Luise Pusch alle fünf Jahre den Flug identifizieren muss, in dem durch eine Frauenquote der Selbstmord des Piloten verhindert werden muss.

body countAuch wenn die logischen Konsequenzen, die aus dem Unsinn, den Pusch verbreitet, folgen, zum Lachen anregen, so vergeht dieses Lachen, wenn man bedenkt, mit welchem Weltbild Pusch herumläuft, welche impliziten Prämissen sie in ihrem Schädel formt (mit was auch immer). Die frappanteste Prämisse lautet: Frauen wären nicht in der Lage, Selbstmord zu begehen und ein Flugzeug in einen Berg zu flliegen.

Verallgemeinert man diese Prämisse, dann wird daraus die Überzeugung von Pusch, dass alles, was schlecht (oder alles, was Mut erfordert, je nach Betrachtungsweise) ist, von Männern ausgeht, alles was gut ist, von Frauen.

Diese Prämisse ist offensichtlich falsch, wie man mit einem einfachen Blick in die Welt feststellen kann. Aber man muss gar nicht in die Welt blicken, denn die Schäbigkeit, mit der Luise Pusch versucht, den Tod von 150 Menschen für ihre Genderista auszuschlachten, ist ausreichender Beleg dafür, dass auch Frauen zu Schlechtigkeit (oder zu abgrundtiefer Dummheit) fähig sind.

Wenn etwas derart intellektuell heruntergekommen ist, ein derart unterirdisches Niveau aufweist, wie Emma, ist es an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen und die Zeitschrift einzustellen. Da es nicht mehr tiefer geht, gibt es ja auch nichts mehr, was noch erreicht werden könnte. Was könnte noch unter dem erbärmlichen, widerwärtigen und schäbigen Versuch, aus dem Tod von Männer und Frauen ideologisches Kapital zu schlagen angesiedelt sein?

Eben.

Deshalb: “Emma – stell’ Dein Erscheinen ein! Es geht nicht mehr tiefer.”

Alternativ: Eine Männerquote in der Redaktion von Emma wäre ein MIttel, um intellektuelle Katastrophen wie diese zu verhindern.

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