Islamischer Staat und Genderista auf dem Rückzug

Diese Schlagzeile musste einfach sein. Es ist natürlich ein Zufall, dass sich Genderisten und Islamischer Staat zur gleichen Zeit genötigt sehen, Rückzugsgefechte zu führen. Aber es ist in beiden Fällen erfreulich.

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The Snout in the Trough

Dass es für Genderista schwieriger wird, die eigenen Finger in die öffentlichen Töpfe zu bekommen, um sich an Steuergeldern zu laben und ein Auskommen zu verschaffen, ist einerseits nicht erstaunlich: Ressourcen sind beschränkt, und wenn man, wie das Propagandaministerium (BMFSFJ) 50 zusätzliche Millionen Steuerzahler-Euros in die Bekämpfung der neuen Gutmenschen-Mode „Rassismus und Hate Speech“ steckt, dann sind diese 50 Millionen Euro einfach nicht da, um die vielen Trittbrettfahrer, die den Gravy Train der Genderista bestiegen haben, durchzufüttern.

Andererseits haben Genderista, sofern sie einen wissenschaftlichen Anspruch erhoben haben, seit Jahren daran gearbeitet sicherzustellen, dass nicht einmal der letzte wissenschaftliche Analphabet der Ansicht sein kann, Gender Studies hätten auch nur entfernt etwas mit Wissenschaft zu tun. Nicht zuletzt haben wir auf ScienceFiles einen erheblichen Anteil daran, das Missverständnis, Gender Studies seien Wissenschaft, aufzuklären und aus der Welt zu schaffen.

Und jetzt sitzen die Genderista da und sehen ihre Felle davon schwimmen. Ein Zustand, der die Notwendigkeit mitbringen könnte, sich nach einer Lohn- nicht Andienungsarbeit umsehen zu müssen, was erhebliche Probleme im Hinblick auf die Kompetenzen und Fähigkeiten mit sich bringen könnte, die für Lohnarbeit notwendig sind. Deshalb kann man derzeit den Versuch beobachten, die Gender Studies wieder ins Gespräch und ins Steuerzahler-Geschäft zu bringen.

Und wie vertrocknet die Genderista doch sind, wie wenig einfallsreich, zeigt sich daran, dass dieser Versuch wieder mit der alten Opfergeschichte gefahren wird. Gender Bashing lautet der Begriff, der sich langsam einbürgert, und den Genderista benutzen, um das Lamento abzusetzen, das sie seit Jahren absetzen und das wohl das einzige ist, was sie wirklich können: klagen.

Unter den Hinweisen, die uns von unseren Lesern zu Beträgen mit dem Titel „Gender Bashing“ zugeschickt werden, hat es einer auf gleich fünf Hinweise gebracht. Simone Schmollack, die in der taz Journalismus zu imitieren versucht, hat ihn zu verantworten und darf sich nach unserer Einschätzung damit schmücken, den vermutlich dümmsten Beitrag zum Gender Bashing geschrieben zu haben. Und das will etwas heißen.

Der Beitrag ist das übliche Opfer Lamento, in dem das Elend der universitären Gender Studies beklagt wird, die, wie Schmollack zu wissen meint, von Donald Trump über Papst Franziskus bis zu Harald Martenstein (in welche Richtung die Steigerung verläuft, ist offen) lächerlich gemacht werden. Dabei hätten wir den Gender Studies so große Verdienste wie die Debatte über die Unisex Toiletten und den über gendergerechte Sprache zu verdanken, ohne die, so muss man zugestehen, die Gender Studies viel von ihrem Unterhaltungswert eingebüßt hätten.

Besonders schwer liegt Schmollack die Kritik an der Verschwendung von Steuergeldern für 173 Gender-Professuren an deutschen Hochschulen im Magen. Die entsprechende Kritik treibt sie dazu, die folgende Textpassage zu erstellen:


“Man muss schon taub und blind sein, um zu leugnen, dass Frauen vielfach schlechter bezahlt werden als Männer und vielfach eine miserable Rente kriegen. Dass es weniger Chefinnen als Chefs gibt, dass Teilzeitjobs vorrangig von Frauen ausgefüllt werden. Dass alltäglicher Sexismus insbesondere Frauen trifft. Macht nichts – die Gender-KritikerInnen fordern trotzdem, dass jetzt endlich mal die Männer in den politischen und wissenschaftlichen Fokus gehörten.“

Leugnen als Verb bezieht sich in der Regel auf einen sprachlichen Akt. Entsprechend kann man durchaus blind und taub sein, um dennoch zu leugnen, was Schmollack hier behauptet. Man kann es sogar, auf Basis von Gerechtigkeitsmaßstäben leugnen, denn Frauen erhalten weniger Rente, weil sie weniger in die Rentenkasse einzahlen. Man muss schon besonders blind und taub sein, wenn diese Informationen nicht zu einem vordringen. Dass Frauen häufiger Teilzeitjobs machen als Männer, liegt daran, dass Frauen häufiger Teilzeitjobs machen wollen als Männer und weil sie mehr Teilzeitjobs machen wollen als Männer, deshalb werden sie seltener Chef. Man muss schon sehr dumm sein, wenn man diese einfachen Zusammenhänge als Beleg für die Diskriminierung von Frauen anführt.

Hätte ein Mann geschrieben, was Schmollack hier verbrochen hat, wir würden es als herrlich bezeichnen. Da Schmollack kein Mann ist, bleibt uns aus Gründen der Gleichstellung nur die Möglichkeit, den Text als dämlich zu bezeichnen.

Zur schönen Mär vom Gender Pay Gap äußern wir uns nicht mehr. Wer diesen Unsinn im 21. Jahrhundert immer noch behauptet, dem ist nicht mehr zu helfen, jedenfalls nicht außerhalb geschlossener Anstalten.

Das, was wir zitiert haben, ist übrigens das, was Schmollack anführt, um die Notwendigkeit von Gender Studies an Universitäten zu begründen. Damit kommen wir zum nächsten und grundlegenden Problem: Wissenschaft ist nicht dazu da, die Wirklichkeit ideologisch zu verklären und eine bestimmte Sichtweise auf die Dinge durchzusetzen. Wissenschaft dient der Erkenntnis, und entsprechend wird von einem Wissenschaftler verlangt, dass er prüft, was er zu wissen glaubt.

Gender Studierte wissen schon, dass das, was sie glauben, Wissen ist: Deshalb behaupten Sie, was Schmollack so gut nacherzählen kann, erzählen von einem Gender Pay Gap, das sich bei erster empirischer Prüfung in Luft auflöst, schreiben von gläsernen Decken, die es nur für diejenigen gibt, die mit kaum Anstrengung und unverdient in Führungspositionen gelangen wollen und versuchen sich auf Kosten der Mehrheit der Beitragszahler zur Rentenkasse einen Vorteil dahingehend zu verschaffen, dass die Höhe der Rente nicht mehr an die Höhe des Beitrags gekoppelt werden soll. Kurz: Gender Studierte sind Ideologen, deren Ziel darin besteht, gesellschaftliche Ressourcen nach ihren Interessen um zu verteilen. Sie haben mit Wissenschaft überhaupt nichts am Hut, wissen meist wie Schmollack gar nicht, was Wissenschaft ist.

Deshalb ist es gut, dass die Genderista auf dem Rückzug sind und deshalb ist und bleibt es wichtig, dass Gender Studies von Hochschulen verschwinden.


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Genderismus hat endgültig die Grenze zum Ekel überschritten

Es ist ja nicht so, dass die deutschen Genderista mit ihrer Frauenförderung nichts erreicht hätte:

Sie haben den Wert vieler Berufe beseitigt und z.B. Grundschullehrer zu einem Beruf gemacht, der nur noch von Nebenbei-Lehrwilligen ohne Mathematikkenntnisse nachgefragt wird.

GarfinkelSie haben durch das Professorinnenprogramm den sozialen Status von Professoren auf den von Hochschullehrer, oder –leerern reduziert, so dass diejenigen, die sich heute Professor nennen, ständig Gefahr laufen, ausgelacht zu werden.

Sie haben Fertilität zu einer Grundsatzentscheidung gemacht, für oder gegen eine totale Einvernahme des eigenen Lebens durch die Häscher des Staates und für oder gegen einen lebenslange Bereitschaft, dem Nachwuchs zu Willen zu sein.

Sie haben, um es kurz zu machen, den Begriff „Frau“ so weit entwertet, dass man bereits abwinkt, wenn man etwas von Frauen … -förderung, -benachteiligung, -diskriminieren, was auch immer, hört.

Das ist eine reife Leistung, die nur noch durch die Manie zu toppen ist, mit der die Genderista versuchen, das tägliche Leben normaler Menschen zu infiltrieren.

Kennen Sie z.B. Aicrash Investigation?

Auf dem National Geographic Channel werden im Rahmen von “Aircrash Investigation” Flugzeugabstürze nachgestellt und die Ursache gesucht. Das Programm an sich ist ganz unterhaltsam, ärgerlich ist jedoch die Manie der Genderista, die dafür sorgt, dass Beistellfrauen in Spielszenen auftauchen, um die politisch-korrekte Frauenquote zu erfüllen. Diejenigen, die z.B. bei der NTSB in den USA Flugzeugabstürze untersuchen, sind nun einmal fast ausschließlich Männer, so wie Piloten fast ausschließlich Männer sind. Entsprechend haben die Macher von Aircrash Investigation in ihrer Not, die politisch-korrekte Frauenquote zu erfüllen, Beistellfrauen eingeführt, die herumstehen oder -sitzen oder zuhören oder was auch immer, nur nichts machen … Wir wetten immer, wie lange es in einer Sendung dauert, bis die erste Beistellfrau auftaucht. Das ist eine Methode, mit dieser Manie der Genderista umzugehen.

Es gibt jedoch auch Ausformungen dieser Manie, die die Schwelle zum Ekel überschritten haben und entsprechend nicht mit Humor genommen werden können.

Beim Statistischen Bundesamt gibt es offensichtlich politisch-korrekte Spezialisten im Erregen von Ekel, Ekel vor Genderista.

So vermeldet das Statistische Bundesamt heute: „Immer mehr Frauen sterben an Lungen- oder Bronchialkrebs“.

Diese Schlagzeile ist das, was man beim Statistischen Bundesamt als das besonders Gravierende einer Pressemeldung ansieht, die wie folgt weitergeht:

Destatis“WIESBADEN – An Lungen- und Bronchialkrebs starben im Jahr 2014 insgesamt 45.000 Menschen in Deutschland. Bei Männern (29.500) war das die zweithäufigste Todesursache. Lungen- und Bronchialkrebs führte bei rund 15.500 Frauen zum Tod“.

Mit anderen Worten: Fast doppelt so viele Männer wie Frauen sterben in Deutschland jährlich an Lungen- und Bronchialkrebs, und im Statistischen Bundesamt in Wiesbaden findet man dieses Faktum am besten durch die Schlagzeile „Immer mehr Frauen sterben an Lungen- oder Bronchialkrebs“ beschrieben.

Das ist, was Ekel hervorruft.

Und für den Sozialwissenschaftler unter den Angeekelten zeigen derartige Schlagzeilen, was der Genderismus neben all den Leistungen, die Eingangs beschrieben wurden, vor allem zu verantworten hat: Eine faschistoide Grundeinstellung, die den Wert von Leben nach Geschlecht definiert: Männer sind die wertlosen, über deren Tode man einfach hinweggehen kann, denn halb so viele Frauen, die an Lungen- und Bronchialkrebs sterben, sind das Problem, nicht die doppelt so vielen Männer, die jährlich daran sterben.

Wenn Gesellschaften erst einmal so weit gekommen sind, dass sie auf impliziten Annahmen darüber basieren, welcher gesellschaftlichen Gruppe welcher Lebenswert zugeschrieben werden muss, dann muss man kein Hellseher sein, um den Totalitarismus zu sehen, der sich in allen gesellschaftlichen Bereichen abzeichnet.

Und übrigens: Genderista erfüllen alle Merkmale, die man benutzt, um Rechtsextremisten zu beschreiben, schon weil sie Menschen nach Geschlecht einen unterschiedlichen Lebenswert zuweisen und andere mit ihrer Überzeugung verfolgen.

Frauenförderung in NRW: Verfassungswidrig und Kompetenzanmaßung

Die Zeichen mehren sich, dass die Zeiten, in denen man auf dem Ticket der Frauenförderung in Positionen gelangen konnte, in die man aufgrund eigener Qualifikationen nie gelangt wäre, vorbei sind.

VG DuesseldorfGerade hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf (AZ: 2 L 2866/16) entschieden, dass das Frauenförderungegesetz des Landes NRW, das Frauen im Landesdienst Männern gegenüber besser stellen soll, verfassungswidrig ist.

Zum einen habe das Land NRW eine gesetzliche Regelung erlassen, zu demrNRW die Gesetzgebungskompetenz fehle, zum anderen sei das Gesetz verfassungswidrig, weil es gegen den Leistungsgrundsatz in Art. 33 Abs. 2 GG verstößt.

Das Frauenförderungsgesetz von NRW sieht vor, dass Frauen bei Beförderungen dann bevorzugt werden sollen, wenn bei ihnen „im Wesentlichen“ gleiche Leistungen vorliegen wie bei männlichen Mitbewerbern. Wie so oft, sitzt der Teufel im Detail, denn das Wesentliche ist auf die Gesamtnote der Dienstbeurteilung beschränkt, so dass Unterschiede, wie sie z.B. in Einzelnoten bestehen, die für die zu besetzende Stelle von besonderer Bedeutung sind, überhaupt nicht in Betracht gezogen werden. Es geht eben darum, Frauen in Positionen zu hieven, nicht darum, den besten Bewerber um eine Position auszuwählen.

Und genau daran, dass das Nordrhein-Westfälische Frauenförderungsgesetz ein eklatanter Verstoß gegen das Leistungsprinzip ist, hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf besonderen Anstoß genommen und die Landesregierung mit der Bemerkung düpiert, dass es im öffentlichen Interesse sei, den leistungsfähigsten Bewerber auf öffentliche Positionen zu befördern und nicht denjenigen, der das richtige Geschlecht hat, wirke sich der leistungsfähigste Bewerber doch positiv auf die Qualität des öffentlichen Dienstes aus. Dies mag ein Gedanke sein, der Politikern vollkommen fremd ist, um so wichtiger, dass ihn Verwaltungsrichter wieder in Erinnerung bringen.

Schließlich haben die Verwaltungsrichter die Frauenförderungs-Advokaten in der Landesregierung darauf hingewiesen, dass es den § 9 des Beamtenstatus-Gesetzes gibt, der da lautet:

“ Ernennungen sind nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse oder ethnische Herkunft, Behinderung, Religion oder Weltanschauung, politische Anschauungen, Herkunft, Beziehungen oder sexuelle Identität vorzunehmen.“

Das ist eindeutig – oder? Bei der Ernennung eines Beamten ist die fachliche Leistung relevant. Sonst nichts.

Welche Konsequenzen aus diesem Urteil für andere Formen der Bevorzugung weiblicher Bewerber ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit folgen, z.B. für das Professorinnenprogramm, bleibt abzuwarten. Einstweilen kann man feststellen, dass es in Deutschland Verwaltungsrichter gibt, die die Korruption im Bereich der Frauenförderung nicht hinnehmen wollen, nämlich u.a. die Richter Andreas Müller und Dieter Sternberg von der Zweiten Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf.


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AfD: Partei der Frauenmörder – Die SPD-Intelligentia in voller Fahrt

“G – what BS,” das war unsere unmittelbare Reaktion auf den Hinweis, den wir der Muppet-Version von Jesus verdanken – einem treuen Leser von ScienceFiles. Eine Martina Tegtmeier, die irgendwo für die SPD kandidiert und für die SPD-Intelligentia (wir mögen den Begriff der Intelligentia, er erinnert so an [geistige] Incontinentia) repräsentativ ist, sie verlautbart das folgende:

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Zur AfD kommen wir gleich.

Halten wir uns zunächst mit der Behauptung auf, die Geschlechterforschung, also Gender Studies, hätte irgendetwas mit dem medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Erforschung des Herzinfarktes zu tun, sei gar ursächlich für das Erkennen von Unterschieden in den Symptomen die Männer oder Frauen zeigen, wenn ein Herzinfarkt sich ankündigt.

Zunächst zu den Symptomen. Bereits im Jahre 1992 hat der Berliner Arzt, Stefan N. Willich, der zu diesem Zeitpunkt am Klinikum in Steglitz beschäftigt war, ein Buch mit dem Titel „Der Herzinfarkt“ veröffentlicht, in dem er auf Unterschiede in den Symptomen eines sich ankündigenden Herzinfarktes hinweist, die zwischen Männern und Frauen bestehen, z.B. auf Seite 32 seines Buches, auf deren Daten die folgende Abbildung basiert.

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Frauen haben also häufiger Schmerzen in Hals und Schulter als Männer, häufiger Übelkeit, Erbrechen und Dyspnoe (Atemnot) im Vorfeld eines Herzinfarkts als Männer. Das sind die einzigen signifikanten Unterschiede in der Symptomatik zwischen den Geschlechtern, denn Frauen zeigen ansonsten alle Symptome, die Männer auch zeigen, wenn sich ein Herzinfarkt ankündigt. Da alle Symptome, die Frauen häufiger zeigen als Männer dennoch auch von Männern gezeigt werden, besteht einerseits keine Gefahr, dass ein Herzinfarkt von einem Arzt, der nicht so geschlechtsteilversessen ist wie Martina Tegtmeier, übersehen wird, andererseits spielt Geschlecht im Hinblick auf die Symptomatik schlicht keine Rolle, da es keine Symptome gibt, die nur Männer oder nur Frauen zeigen. Tegtmeier erzählt Unsinn.

facepalm-GodzillaAber sie erzählt nicht nur Unsinn erster Ordnung, wenn Sie behauptet, die Diagnose eines Herzinfarktes sei geschlechtsspezifisch unterschiedlich, sie erzählt auch Unsinn zweiter Ordnung, wenn sie behauptet, ausgerechnet die Gender Studies hätten etwas dazu beigetragen, die Symptomatik des Herzinfarkts bei Männern und Frauen herauszuarbeiten. Man hat den Eindruck, dass Genderista, ob der immer häufiger werdenden Fragen nach dem Nutzen von Gender Studies und nach dem gesellschaftlichen Mehrwert, der davon ausgeht, immer verzweifelter werden und entsprechend immer absurdere Behauptungen aufstellen. Zwischenzeitlich scheinen sie alle Unterschiede, die es zwischen den beiden Geschlechtern im Hinblick auf was auch immer gibt, als Ergebnis der Gender Studies zu reklamieren. Für einen Bereich der Pseudo-Wissenschaft, von dem wir bis heute noch eine wissenschaftlich fundierte empirische Studie zu sehen hätten, ist das mehr als dreist.

Tatsächlich sind die Unterschiede in der Häufigkeit der Symptome eines sich ankündigenden Herzinfarktes zwischen Männern und Frauen schon so lange Gemeingut, dass die Aussage von Frau Tegtmeier der Aussage gleichkommt, dass wir den Gender Studies die Erkenntnis verdanken, dass Männer mehr Muskelmasse im Körper haben als Frauen. Vielleicht sind Genderista ja wahrnehmungsgestört. Die ersten speziell gynäkologischen Behandlungsinstrumente kann man übrigens in Museen besichtigen. Sie stammen in der Regal aus dem Mittelalter und wurden von Männern entwickelt.

Doch zurück zu den Symptomen. Das bereits zitierte Buch von Stefan Willich, der schon aufgrund zeitlicher Diskrepanz in keiner Gefahr steht, als Genderist angesehen zu werden, stammt aus dem Jahr 1992, aus einer Zeit also, als die Gender Studies erst noch von Ministerien etabliert werden mussten. So wenig wie man Kinder für die Straftaten ihrer Eltern verurteilen kann, kann man den Gender Studies die Forschungsergebnisse zuschreiben, die lange vor ihrer Erfindung produziert wurden. Das genau ist übrigens der Grund dafür, dass Dr. habil. Heike Diefenbach argumentiert hat, dass wir Gender Studies nicht brauchen. Alles, was in Gender Studies von den dort beschäftigten Gendersita als Ergebnis ihrer Forschung behauptet wird, ist entweder schon seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten Gemeingut der Wissenschaft oder derart trivial, dass man es nur unter Anwendung massiver Dosen von Schamlosigkeit als wissenschaftliches Ergebnis verkaufen kann. Beides zeigt indes nur die Unbildung von Genderista, womit wir wieder bei Martina Tegtmeier und ihrer Behauptung, den Gender Studies sei die Kenntnis des (weitgehend irrelevanten) Geschlechtsunterschieds in der Symptomatik eines sich ankündigenden Herzinfarktes zu verdanken.

Diese Behauptung ist frei erfunden, wie schon der Verweis auf Stefan Willich zeigt. Aber damit wollen wir es nicht bewenden lassen. Wir finden den Hinweis auf die etwas unterschiedliche Symptomatik im Kongresszentralblatt für die gesamte Innere Medizin und ihre Grenzgebiete aus dem Jahre 1938, im Handwörterbuch der praktischen Medizin, mit besonderer Berücksichtigung der inneren Medizin der Kinderheilkunde und ihrer Grenzgebiete (Neue deutsche Klinik) aus dem Jahre 1931 sowie im Handbuch der Neurologie aus dem Jahre 1935.

Wenn Tegtmeier nicht auch behaupten will, dass die Gender Studies eine Erfindung der Nazis sind, wird sie wohl oder übel einsehen müssen, dass der Unsinn, den sie behauptet, eben Unsinn ist oder sie wird zugeben müssen, dass sie den Unsinn frei erfunden hat. Beides wirft ein Schlaglicht auf den Charakter von Tegtmeier.

Um diesen Charakter zu bewerten, ist es demnach gar nicht notwendig, die Frage zu Beginn des gesammelten Unsinns von Tegtmeier zu berücksichtigen. Tun wir es dennoch, dann um unseren Eindruck vom Charakter zu prüfen, so wie das Prüfen (anstelle des bloßen Behauptens) von Annahmen eben in der Wissenschaft üblich ist, es unterscheidet Wissenschaft von Ideologie.

“Sollen Frauen sterben, weil ihre Symptome einer Erkrankung nicht erkannt werden?”, so fragt Tegtmeier.

Wir denken, der Schluss auf das, was wir auch bei Frau Tegtmeier, Charakter nennen wollen, zumal „Charakter“ ja positive und negative Ausprägungen annehmen kann, ist damit bestätigt. Wir wollen deshalb nur auf die absurden Prämissen dieser Frage hinweisen. Hier die Kaskade des Tegtmeierschen Unsinns:

Nuts in BedlamPrämisse 1: Symptome unterteilen sich in männliche und weibliche Symptome. Prämisse 2: Werden die Symptome einer Krankheit untersucht, dann werden vornehmlich oder ausschließlich männliche Symptome gefunden. Prämisse 3: Frauen müssen entsprechend sterben, weil ihre Symptome nicht gefunden werden. Warum? Prämisse 4: Weil Frauen eine abweichende Spezies sind, die mit Männern nichts teilt, nicht einmal die Symptome des Herzinfarkts oder die Notwendigkeit, den eigenen Organismus mit Nahrung zu unterhalten. Prämisse 5: Erst die Erfindung der Gender Studies hat dazu geführt, dass auch weibliche Symptome entdeckt wurden. Prämisse 6: Seither überleben Frauen. Vorher sind sie gestorben. Prämisse 7: Werden Gender Studies abgeschafft, dann werden auch keine weiblichen Symptome mehr entdeckt und Frauen werden wieder sterben. Prämisse 8: Die AfD will Gender Studies abschaffen und ist deshalb eine Partei der Frauenmörder.

Wie sich die Tatsache, dass die meisten Ärzte heute weiblich sind, zu diesen Prämissen verhält, ist eine Frage, zu der wohl nur Tegtmeier etwas einfällt – wie zu befürchten steht. Und wie es sein kann, dass Frauen und Männer mit denselben Medikamenten und Verfahren gegen Herzinfarkt behandelt werden, wo sie doch so unterschiedlich sind, ist eine weitere Frage, die man nur in Einklang mit den Prämissen bringen kann, wenn man eine geistige Verfassung inne hat, wie Tegtmeier sie zu haben scheint.

Arbeitet die SPD eigentlich daran, die Bevölkerung in Deutschland zu verdummen? Oder soll hier eine intellektuelle Niveauabsenkung, der Bevölkerung auf das Niveau der SPD vorgenommen werden?

Und kennt jemand eine gute Klinik, in der derart anscheinend weibliche Symptome, wie sie Tegtmeier zeigt, behandelt oder doch zumindest beaufsichtigt werden können?

Willich, Stefan N. (1992). Der Herzinfarkt. Darmstadt: Steinkopff.


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Der nächste Amoklauf kommt bestimmt: Jungenkrise als Ursache?

Walter Hollstein hat sich in einem Kommentar im Tagesspiegel zu Wort gemeldet. Amokäufe, wie der in München [von dem man sich mittlerweile fragen muss, ob ein Amoklauf mit einem Jahr Planung noch als solcher eingeordnet werden kann], so argumentiert er, seien das Ergebnis von jungen Männern „mit Problemen“, die „häufig in therapeutischer Behandlung, sozial schlecht integriert, einsam, mit dem PC als bestem Freund“ seien, Gewaltspiele dürfen nicht fehlen, Gewaltfantasien nimmt Hollstein zusätzlich an und natürlich die schlechte Berufschance aufgrund „mieser Schulkarriere“, sie vervollständigt die Zutatenliste. Woher Hollstein seine intime Kenntnis von Amokläufern hat, ist übrigens sein Geheimnis.

Die so beschriebenen Amokläufer, sie sind für Hollstein die Spitze eines Eisberges, des Eisberges der Jungenkrise. Im Vergleich zu Mädchen: Mehr Jungen als Täter in der Kriminalstatistik, ein höherer Anteil von Jungen an Förderschulen, mehr Jungen als Klienten in Erziehungsberatungsstellen, schlechtere Schulleistungen, mehr Suizidtote, so die Diagnose von Walter Hollstein.

Und die Behandlung: „Wenn wir weitere Katastrophen verhindern wollen, müssen wir uns überlegen, wie wir unseren Jungen neue Ziele, konstruktive Wege und ein anderes Männerbild vermitteln können.“

Schade, kann man da nur sagen.

Schade, dass Walter Hollstein dem Reiz nicht widerstehen kann, den Amoklauf von München zu instrumentalisieren.

Schade, dass er einen individualistischen Fehlschluss begeht und ein Einzelereignis mit gesellschaftlichen Problemen in Verbindung bringt, die damit nichts gemein haben.

Schade, dass er so tut, als wäre die Diagnose, mehr Jungen in der Kriminalstatistik, mehr Jungen auf Förderschulen, schlechtere Schulleistungen, mehr Suizidtote, ein individuelles Problem der jeweiligen Jungen und nicht ein hausgemachtes Systemproblem, der Genderista.

Schade, dass er den Jungen, die er aus der Krise retten will, einen Bärendienst erweist, wenn er nahelegt, dass ihr Männerbild die Ursache von Amokläufen wie dem in München sei.

Und besonders schade, dass er all denen in die Hände spielt, die Amokläufe wie den in München nutzen wollen, um brachiale Kausalisierungen zu verbreiten, die Zusammenhänge zwischen Fahrradschläuchen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Gewaltspielen und dem Erscheinen von Hui Buh zwischen dem Schusswechsel mit der Polizei herstellen wollen.

Das haben die Jungen nicht verdient, und Walter Hollstein sollte es besser wissen.

Er sollte wissen, dass die Kriminalstatistik seit Menschen Gedenken mehr Jungen als Täter ausweist als Mädchen. Das hat einerseits kulturelle Gründe, z.B. den, dass Jungen sich vor anderen beweisen müssen und einem Gangleben zugänglicher waren als Mädchen (das operative Wort hier ist: waren, denn der Anteil der Mädchen unter Tatverdächtigen steigt seit Jahren steil an). Und es hat Gründe der Visibilität und der Polizeipraxis, die dazu führen, dass wiederkehrend die selben Jungen als Täter ermittelt werden.

Hollstein sollte darüber hinaus wissen, dass Jungen nicht freiwillig auf Förderschulen gehen, sondern auf Förderschulen abgeschoben werden, meist unter dem Vorwand einer sozial-emotionalen Störung, worunter sich alles verbergen kann, was einem Lehrer so einfällt, um einen missliebigen Jungen loszuwerden.

Er sollte wissen, dass Schulnoten von Lehrern vergeben werden und entsprechend nicht unbedingt die Leistung von Jungen widerspiegeln. Tatsächlich zeigen entsprechende Studien, dass Mädchen selbst bei schlechterer Leistung bessere Noten erhalten als Jungen. Immerhin ist er Herausgeber des Sammelbandes “Soziale Arbeit mit Jungen und Männern, in dem Dr. habil. Heike Diefenbach entsprechende Ergebnisse veröffentlicht hat:

Hier ein Auszug: Soziale Arbeit mit Jungen und Maennern“Berechnet man weiter die Anteile von Jungen und Mädchen, die gemessen an den erreichten Punktzahlen im Mathematiktest [in PISA] über- oder unterbewertet sind [also keine korrespondierenden Noten erhalten], so zeigt sich, dass der Anteil derer, die bei der Benotung unterbewertet wurden, unter den Jungen deutlich größer ist als unter Mädchen (26,9% vs. 19,7%), während der Anteil derer, die der erreichten Punktezahl entsprechend benotet (19,8% vs. 22,5%) oder überbewertet (53,3% vs. 57,8%) wurden, unter Mädchen größer ist als unter Jungen.” (104)

Diefenbach, Heike (2007). Die schulische Bildung von Jungen und jungen Männern in Deutschland. In: Hollstein, Walter & Matzner, Michael (Hrsg.). Soziale Arbeit mit Jungen und Männern. München: Reinhardt, S.101-115.

Er sollte vieles besser wissen und entsprechend deutlich benennen, dass die Indikatoren, die er für eine Jungenkrise anführt, die Konsequenz eines jungenfeindlichen Klimas sind, das Mädchenförderung zum Heil erhoben hat, an dem die Welt genesen soll.

Nun hat all das, was man als Jungenkrise beschreiben kann, überhaupt nichts mit dem Amoklauf in München zu tun und auch nichts mit dem Selbstmordattentat in Ansbach. Auch das sollte Walter Hollstein wissen, so wie er wissen sollte, dass nicht ein Männerbild, das Hollstein zwar nicht benennen kann, das aber – in was auch immer – geändert werden muss, für Handlungen verantwortlich ist, sondern Handlungsoptionen und entsprechende –gelegenheiten. Niemand handelt sprengt sich in die Luft, weil er sich für Rambo hält, so wie niemand um sich schießt, weil er die Förderschule besucht oder sozial schlecht integriert ist.

Demgegenüber haben Jungen erhebliche Nachteile in der deutschen Gesellschaft, und zwar deshalb, weil ihnen eine Genderista im Weg steht, die Mädchenförderung auf Basis von Jungenbenachteiligung durchsetzt. Das hat mit Amokläufen überhaupt nichts zu tun.

Auch das sollte Walter Hollstein wissen.

Aus welchem Grund begeht er also einen individualistischen Fehlschluss? Und warum ist ihm so daran gelegen, die Genderista aus ihrer Verantwortung dafür, dass vielen Jungen die Biographie zerstört wird, zu entlassen?


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