Zu großer Erfolg mit der Täuschung? Uni Freiburg diskriminiert Männer jetzt unmissverständlich

Man wird müde, über das Professorinnenprogramm zu schreiben – vor allem deshalb, weil es schlicht nicht nachvollziehbar ist, dass es möglich ist, in einem Staat, der angeblich ein Rechtsstaat ist, derartige Unrechtsregime durchzusetzen. Aber, here we are, in Deutschland ist Recht kein Gegenstand von Prinzipien mehr, sondern Gegenstand von Recht haben: Wer lange genug seine „Rechtsversion“ in die Welt posaunt, hat Recht. Das hat Habermas in seiner Theorie des kommunikativen Handelns nicht bedacht, dass es Leute geben könnte, die so lange versuchen, andere um den Verstand zu reden, bis diese anderen kleinbei geben.

ProfessorrinnenprogrammZum Glück ist Habermas nicht der einzige moderne Philosoph und es gibt noch andere, die in ethischen Fragen eindeutig Stellung beziehen und sich auch von der korrektiven Idee der Wahrheit nicht gelöst haben (z.B. Peter Singer), um, wie Habermas dies tut, die Wahrheit denen zu übereignen, die am lautesten schreien.

Das Professorinnenprogramm ist ein solcher Versuch, die offensichtliche Wahrheit dadurch mundtot zu machen, dass man stetig und wiederkehrend behauptet, mit dem Professorinnenprogramm werde nicht gegen das Grundgesetz verstoßen und das Programm diskriminiere keine Männer. Dass Behauptungen nicht wahr werden, wenn man sie oft genug wiederholt und genügend willige Plapperer findet, die in ihrer Naivität jede Lüge glauben, wenn sie nur konsequent und wiederholt vorgetragen wird, hat nun ausgerechnet ein Profiteur ausgeplaudert, eine Universität, die sich selbst Einnahmen und „browny points“ [im Deutschen vermutlich umschrieben als Gratifikationen für erfolgreiches Schleimen] aus der Teilnahme am Professorinnenprogramm verspricht, nämlich die Universität Freiburg, die in unglaublicher Deutlichkeit Männern zu verstehen gibt, dass Sie sich nicht auf die entsprechende Stelle zu bewerben brauchen.

Hier zum Genießen:

Freiburg PPIIThe Faculty of Environment and Natural Resources at the University Freiburg seeks a Full Professorship (W3) in ‚Ecosystem Physiology‘ Vollzeitstelle, Eintrittstermin: sofort at the Institute of Forest Sciences. The position will be filled as soon as possible in form of an advanced succession (Prof. Rennenberg) in the frame of the ‚Professorinnenprogramm II‘ (female professor program II) which provides initial financial support for first appointments of women to W2 and W3 professorships. The professorship is particularly suited for highly qualified early career [in der Ausschreibung steht: carrier, zu Deutsch: Träger, Spediteur, Betreiber] female scientists.

Zunächst zum Technischen: Es handelt sich um eine Vorgriffsprofessur, also darum, dass eine bestehende Professur verdoppelt wird, bis der derzeitige Lehrstuhlinhaber (Prof. Rennenberg) emeritiert wird. Vorgriffsprofessuren werden nur finanziert, wenn ein weiblicher Bewerber berufen wird. Darauf haben wir wiederholt aufmerksam gemacht, darauf haben wir die Antidiskriminierungsstelle aufmerksam gemacht, die wiederum das BMBF darauf aufmerksam gemacht hat, das wiederum gesagt hat, dass alles kein Problem ist und dass Männer nicht diskriminiert werden. Wir erinnern uns an den Diskurs darüber, was Wahrheit ist. Das BMBF und alle seine Claqueure in den öffentlichen Medien und natürlich all diejenigen, die sich ein Nutznießen vom Professorinnenprogramm versprechen, behaupten also, dass Männer nicht diskriminiert würden, sei die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit, so wahr ihnen Habermas helfe. Und dann gibt es eine Reihe von naiven Männern, die das auch noch glauben oder glauben wollen.

Aber jetzt gibt es ja die Universität Freiburg, die unmissverständlich schreibt: Die Professur ist besonders geeignet für hochqualifizierte weibliche Bewerber, in den ersten Stadien ihrer Karriere (The professorship is particularly suited for highly qualified early carrier [gemein ist career] female scientists). Woher diese plötzliche Ehrlichkeit? Bislang haben sich deutsche Universitäten immer als sehr erfinderisch gezeigt, wenn es darum ging, die Wahrheit des Professorinnenprogramms hinter technischen Finessen oder leeren Begriffen zu verstecken, um der offiziellen „Wahrheit“ Genüge zu tun.

NaivetyNun, die Erklärung für diesen Umstand findet sich vermutlich darin, dass die Ausschreibung international erfolgt ist. Offensichtlich haben die Leitung der Universität Freiburg oder der Dekan der Fakultät für Umwelt und natürliche Resssourcen, Prof. Dr. Barbara Koch, der für die Ausschreibung verantwortlich zeichnet, Bedenken, dass sich nicht-deutsche Männer ebenso leicht an der Nase herumführen lassen, wie deutsche Männer. Offensichtlich scheut man die Kosten, die entstehen könnten, wenn ein aus, sagen wir, dem Vereinigten Königreich angereister Bewerber entdeckt, dass man ihn zum Affen gemacht hat und er von Anfang an keine Chance hatte, auf die Stelle berufen zu werden, und seinem Ärger mit einer Schadensersatzforderung Luft macht.

Vielleicht sind den Verantwortlichen auch die Verwaltungskosten zu hoch, die sie bei vergangenen Täuschungsversuchen zu tragen hatten, weil deutsche Männer sich treu und brav auf Stellen bewerben, auf die nur weibliche Berweber berufen werden können. Da Vorgriffsprofessuren nur eingerichtet werden, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird, der zumindest ansatzweise legitimiert werden kann, sind die vielen Männer, die sich auf die entsprechende Stelle bewerben, ein Ärgernis und ein Kostenfaktor, den man reduzieren muss und die Kosten für internationale Bewerbungen, bei denen noch Sprachbarrieren hinzukommen (z.B. carrier und career) sind ungleich höher.

Deshalb hat man in Freiburg wohl eine Formel gesucht, die unmissverständlich ist und ausreicht, um nicht-deutsche, männliche Bewerber abzuschrecken: „Die Professur ist besonders geeignet für hochqualifizierte weibliche Bewerber in den ersten Stadien ihrer Karriere (The professorship is particularly suited for highly qualified early carrier [gemein ist career] female scientists).

Warum die Stelle besonders für weibliche Bewerber geeignet sein soll, ist jedoch ein Rätsel.

Scheinbar ist man in Freiburg Anhänger biologischer Theorien, der Freiburger Mythos das 20. Jahrhunderts, wenn man so will, und man gedenkt, auf Grundlage der Überzeugung, dass Frauen biologisch anders programmiert sind, vor allem im Gehirn, den es wird ja eine Stelle zur geistigen, nicht zur körperlichen Reproduktion ausgeschrieben, Männer zu diskriminieren und von Bewerbungen auszuschließen. Dies würde das Professorinnenprogramm dann zum modernen Rassegesetz, dieses Mal nicht aus Nürnberg machen.

mythus20 1936Oder die ausgeschriebene Stelle ist deshalb besonders geeignet für weibliche Bewerber, weil typische Rollenerwartungen mit der Stelle einhergehen, Rollenerwartungen wie: Der Inhaber der Professur muss, weil an Reinigungskräften gespart wird, in Freiburg, sein Büro selbst reinigen, er muss sich zum bürgerschaftlichen Engagement einmal in der Woche in der Kindertagesstätte der Universität Freiburg einfinden, oder er darf nur ein Gehalt fordern, dass einer anderen großen Lüge des Genderismus, nämlich dem Gender Pay Gap empirische Geltung verschafft, muss also 23% unter dem Durchschnittsgehalt bleiben. Was auch immer die weibliche Typik der in Freiburg ausgeschriebenen Stelle ausmacht, ist letztlich egal. Fakt ist, Männer werden diskriminiert, sie werden wegen ihres Geschlechts benachteiligt.

Ob sich die Antidiskriminierungsstelle, also Herr Dr. Alexander Sopp, nicht langsam aufgerufen sieht, hier einzuschreiten, z.B., weil er seine Arbeit ernst nimmt?

Für den Hinweis auf die Ausschreibung in Freiburg bedanken wir uns bei einem promovierten Privatdozenten, der von einer Bewerbung auf die ausgeschriebene Stelle, obwohl sie genau sein Profil trifft, aufgrund des oben zitierten Absatzes abgesehen hat.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

30 Responses to Zu großer Erfolg mit der Täuschung? Uni Freiburg diskriminiert Männer jetzt unmissverständlich

  1. Kurt says:

    Verstehe einfach nicht, warum gegen diese schreiende Ungerechtigkeit nicht jemand bis zum jüngsten Tag klagt.

    • Raffael says:

      Ahahaha, ein guter Witz Kurt. Wirklich! Die Gerichte sind natürlich unabhängig, die Wahlen „demokratisch“ – erste Hochrechnung bei der ARD (zwangsgebührenfinanziert!) um 18.11 Uhr!!! …und niemand, wirklich niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.

      Nicht wahr Kurt – dort im Text steht es doch! …“ Aber, here we are, in Deutschland ist Recht kein Gegenstand von Prinzipien mehr, sondern Gegenstand von Recht haben: Wer lange genug seine “Rechtsversion” in die Welt posaunt, hat Recht. “ Zitat Ende

      Ehrlich Kurt, Sie zählen doch genau zu oben erwähnter Klientel, welche jeden Dreck glaubt, wenn er nur oft genug wiederholt wird!… und deswegen glauben Sie auch an die Unabhängigkeit der Gerichte im besetzen Deutschland. Die Gerichte sind unabhängig, die Europäische Zentralbank ist unabhängig, die BRD ist ein Staat…usw….

      … ich verstehe sehr gut, warum keiner klagt!

  2. Joe says:

    Dieses ’schreiende Unrecht‘ wird offenbar von der Mehrheit entweder nicht als solches angesehen – oder eben, wahrscheinlicher, für wünschenswert, gut und richtig befunden. Es werden ja ‚die Richtigen‘ diskriminiert, sozusagen positiv.

  3. Joachim Winter says:

    Wie können sich die Betroffenen wehren?

    • jck5000 says:

      In einem Rechtsstaat könnte man dagegen klagen. Kostet in der ersten Instanz herzlich wenig, danach zunehmend mehr (bis Bundesverfassungsgericht wohl so 30-50.000 Euro). Am Bundesverfassungsgericht ist für Wissenschaftsfragen die in diesem Blog schon erwähnte Frau Baer für Wissenschaftsfragen zuständig. Vor diesem Hintergrund sollte man sich das angesichts quasi unbegrenzter Geldmittel der Gegenseite (Staat) und der Möglichkeit von (evtl.) Frau Baer, dem Kläger die letzte Instanz ohne Begründung zu verweigern, recht gut überlegen.

      Zum Thema: Eine „carrier female scientist“ ist natürlich von „carrier group“ abgeleitet und die Stelle ist damit besonders geeignet für weibliche Wissenschaftler aus Flugzeugträgerverbänden. Ich verstehe zwar überhaupt nicht, wie man da den Zusammenhang zur Fortwirtschaft erkennen kann, aber die „highly qualified“-Personinnen bekommen das sicher hin.

      • karstenmende says:

        Nun, einer der Gender-Ansätze spielt ja in Richtung einer „Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie“. Daraus liest sich eine zunehmende Infantilität auf akademischer Ebene.
        Es ist zu befürchten, dass die Wissenschaft immer mehr in Bereiche der Mythologie und Spiritualität verschoben wird. Die „Arbeit“ von Frau Baer ist ein deutliches Indiz für diese Vermutung. Sie macht es sich zur Aufgabe, die klaren Vorgaben des Grundgesetzes ihrer (wie auch immer gestalteten) Gefühlswelt anzupassen. Wenn der Fokus der Akademik sich auf Mythologie und Aberglaube ausrichtet, ist es ja nur folgerichtig neue akademische Posten mit verbildeten und naiven „Professorinnen“ zu besetzen. Wenn das Ziel eine „Irrationalisierung der Rationalität“ ist, sind derartige Personalisierungen zu mindest nachvollziehbar.

  4. karstenmende says:

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die „Bürgerinnen und Bürger aus dem Genderland“ ihre Aussagen und Theorien zurechtbiegen. Zum Einen behaupten sie, dass es keinen biologischen Unterschied zwischen Mann und Weib (um den grammatikalisch richtigen Begriff dieser Gegenüberstellung zu wählen) gibt. Und zum Anderen vergeben sie ihre Lehrstühle nur an das ihnen genehme (angeblich nicht existente) Geschlecht.
    Dieser neuerliche Vorstoß passt zu dem Unsinn der Universität in Leipzig, an der es keine Professoren mehr geben darf.

    Ich weiß nicht mehr genau aus welchem Bezirk der (D)eutschen (D)iskriminierenden (R)epublik der Irrwitz vorgebracht wurde, die förmliche Anrede von „Herr“ in „Mann“ zu ändern. In völliger Verkennung des gramatikalischen Umstandes, dass „Frau“ in Wirklichkeit eine förmliche Anrede ist, die fälschlicher als geschlechtliche (weibliche) Bezeichnung benutzt wird, versucht man auf diese Weise Männer ihrer förmlichen Anrede zu berauben und auf ihre geschlechtliche (männliche) Bezeichnung zu reduzieren. Solcherart Diskriminierung im Namen der Gleichberechtigung kann nur unter Unkenntnis und Navivität entstehen. Derartige Unterfangen sind einfach nur dämlich! Und „dämlich“ ist das Adjektiv von…

  5. Andreas H. says:

    Hadmut Danisch hat eine Klage gegen die HU Berlin auf Gewährung von Auskunftsersuche eingereicht (Klärung des Presserechts für Blogger), in der er auch die Unwissenschaftlichkeit, Korruption der Gender Studies und der Nichteignung von Frau Prof. Susanne Baer als Professorin und Bundesverfassungsricherin vorträgt. Da Frau Baer ja auch schon öfters Gastauftritte bei sciencefiles hatte ist es sicherlich lohnenswert Herrn Danisch Klage einmal durchzulesen: http://www.danisch.de/dok/Klage_HUBerlin_Presserecht.pdf

  6. SH001 says:

    Wäre es nicht besser wenn sich der promovierte Privatdozent auf diese Stelle bewerben würde um dann nach Ablehnung auf Basis des AGG GG die Uni zu verklagen?

    Auch ein Frau Baer kann beim Verfassungsgericht nicht alleine entscheiden.

    • karstenmende says:

      Nein, das kann sie nicht! Aber die gendergerechte und gefühlsmäßige Urteilsfindung beim Verfassungsgericht legt nahe, dass eine Klageabweisung erfolgen wird. Hinzu kommt der Umstand, dass die offen praktizierte Diskriminierung der Uni Freiburg klare Vorgaben an die Bewerber stellt. Das heisst, „weiblich“ ist eine Bewerbungsbedingung und das macht es für männliche Bewerber noch schwieriger sich auf juristischer Ebene zu wehren, wenn diese Bewerbungsbedingung als „mit dem Grundgesetz vereinbar“ eingestuft wird.

  7. m.zieger says:

    Ideologie vs. Wissenschaft

    ‚In Norwegen hatte das Fernsehen staatliches Gutmenschentum lahmgelegt. Gender-Forschung, die Grundlagen für die Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen, weil die »Unterschiede nur angelernt seien«, wird staatlich nicht mehr so gefördert wie bislang.‘

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/fernsehen-legt-den-staat-lahm.html

  8. heini says:

    The professorship is particularly suited for highly qualified early carrier female scientists….. to suit sth. to sth. – etw.Akk. an etw.Akk. anpassen

  9. feminin says:

    Liebe Männer
    Ihr habt die Frauen systematisch über Jahrhunderte unterdrückt. Auch heute noch geschieht das auf der ganzen Welt, bis zur Steinigung. Und jetzt beschwert ihr euch über Ungerechtigkeit? Das Pendel fängt allmählich an auf die andere Seite zu schwingen. Das ist ein Naturgesetz.

    • Ein Kommentar aus dem Off, in dem die Moral noch nicht erfunden und der Anstand verschwunden ist. Wenn Männer nur damit aufgehört hätten, Wege zu finden, um Kindbettfieber zu verhindern und die Sterblichkeit bei Geburt zu reduzieren, dann bliebe uns derartiger Blödsinn vermutlich erspart.

    • Joachim Winter says:

      Sehr schön.. Wie ich es mir gedacht hatte. Es geht nicht um Gleichberechtigung, sondern um Rache.

    • Liebe feminin,

      ich weiß nicht, woher Sie Ihre Ihrer Meinung nach anscheinend unbezweifelbare Kenntnis der „systematischen“ Verhältnisse während der vergangenen „Jahrhunderte“ „auf der ganzen Welt“ haben, und ich persönlich bin sehr, sehr beeindruckt, wenn jemand über das schrankenlose Selbstbewusstsein verfügt, sich solche pauschalen Urteile zuzutrauen, die ich mir als Anthropologin und Soziologin nicht zutrauen würde, schon weil zu viel empirische Evidenz dagegen spricht – man und frau müsste sie nur zur Kenntnis nehmen (wollen) (oder können).

      Wenn Sie sich so stark mit der menschlichen Geschichte beschäftigt haben, dann müssen Sie sich doch irgendwann einmal gefragt haben, wie es eigentlich um die Lauterkeit von Motiven für die Gegeneinander-Ausspielung von Gruppen von Menschen (hier: Männer und Frauen, in der Geschichte, die Sie ja so gut kennen, u.a. Arier gegen Juden ….) bestellt ist? Oder nicht? Falls nicht, dann würde ich Ihnen dringend raten, das nachzuholen; solche Überlegungen würden für Sie sicherlich auch die akturellen Vorgänge in Deutschland erhellen!

      Ihrem Kommentar kann ich ansonsten nur noch anfügen, dass selbst dann, wenn Sie mit Ihrem welt- und äononeumspannenden Frauen-Unterdrückungsszenario Recht hätten, ich mich als Mensch (auch oder, wenn sie wollen, besonders als weiblicher Mensch) schämen würde, wenn ich trotz des angeblich so dauerhaft und massiv erlittenen Leids vieler Menschen auf dieser Erde zu keinerlei menschlicher Regung und zu keinerlei Gerechtigkeitserwägung fähig wäre und nur eines wollte: die allerbilligste Rache, die mich mindestens ebenso ins Unrecht setzt wie die, die ich mich zu kritisieren aufschwinge.

      Haben Sie eigentlich einmal Kant gelesen? Eigentlich sollte man ja meinen, Kant wäre Teil der Grundbildung an deutschen Schulen, aber vielleicht ist er das nicht oder nicht mehr.

      Die Kant’sche Philosophie birgt ja tatsächlich die Gefahr, dass die Kinder oder junge Menschen Selbstverantwortlichkeit lernen statt Verantwortung immer und überall bei anderen Menschen zu suchen und nach Mama Staat zu rufen, damit sie es den bösen Anderen einmal so richtig zeigt.

      Wenn erwachsene Menschen so etwas fordern oder sich entsprechend verhalten, dann löst ein solcher Regress in mir ein Gefühl des Ekels aus.

      Unter uns Frauen: Haben Sie einmal Mut zum Menschsein statt bloß zum Frau-Sein! Sie werden finden, dass Ihr Leben unendlich reicher und wertvoller wird….

    • karstenmende says:

      Gender-Mainstreaming ist aber (zum Glück) kein Naturgesetz. Das ist ein Gespinst ohne jegliche akademische Bodenhaftung und steht in absolut leerem Raum vollkommen still. Wie soll unter diesen Bedingungen eine Bewegung entstehen, die zurückschwingen kann?

      Liebe Feministinnen,
      wenn derartig naive und ideologisch verbrämte Posts überhaupt etwas in diesem akademisch hochwertigen Blog erreichen, dann nur eine weitere Diskreditierung eurer Ideologie und eine Bestätigung unserer Argumente. Ich zolle der Courage der Gegenseite aber durchaus meinen Respekt, sich hier zu Wort zu melden und bin recht dankbar, dass der „virtuelle Mülleimer“ nicht benutzt wurde. Aufgrund der haltlosen Diffammierung schon im ersten Satz hätte er durchaus benutzt werden können.

    • Matze says:

      Ich bin auch dafür das die Blutschuld wieder in Mode kommt und die Kinder für die Sünde ihren Mütter und Väter büßen. Und nicht nur das. Die deutschen Frauen müssen bevorzugt werden, da Frauen in anderen Ländern und in der Vergangenheit diskrimiert werden und wurden. Je mehr wir Frauen daher in DE fördern und übervorteilen und um so mehr Männer in diesem Land diskriminert werden, desto mehr wird das Leid der Frauen in anderen Länder, für das der kleine Bürger in DE zwar nix direkt kann, vermindert. Das ist doch so einfach und offensichtlich wie 1+1=2.

      Die Macht muss ins Gleichgewicht gebracht werden. Dafür wurden allerort Ausbildungsstätten für GenderritterInnen errichtet, die mit den Mittel welche ihnen die Gesellschaft, ob sie will oder nicht, zur Verfügung stellt, diese Ungerechtigkeit hier in DE weit ab von der schlimmen Ungleichheitsfront bekämpfen kann. Ein Bekämpfung mitten im Fokus der Ungleichheit ist nämlich nicht möglich, da dort andere Gesetze gelten als in DE. Gesetze die es den Genderritterin nicht erlauben gegen das alles umfassende böse Patriarchat zu bestehen. Denn nur hier und in den anderen sogenannten westlichen Staaten haben die Frauen nahezu gleiche Rechte und können sich auf die gleichen Gesetze berufen wie die bösen Männer. Zudem ist die Macht hier auf ihrer Seite.

      Naja, genug davon. Es denke diese femini ist einfach nur ein Troll, der geren die umfassenden Antworten von Frau Diefenbach und Herr Klein liest.

    • Raffael says:

      Ja, liebe feminin, wie recht Sie doch haben. Wie gut es Ihnen heute im Deppenstadl BRD geht, kann man einerseits an Ihrem Kommentar erkennen und andererseits an Ihrer völligen Ausblendung der Realität.

      Wurde bei Ihnen um die Ecke auch schon eine Moschee gebaut oder ist die erst in Planung? Überlegen Sie schonmal was Ihnen besser steht ..die Burka?…oder doch lieber ein Hijab? Es ist doch so, dass die selben Leutchen/Innen, welche sich wegen Ihrer angeblichen Diskriminierung aufregen, die Intoleranz mit dem Islam doch erst ins Deppenstadl hereinkomplementieren. Dumme können doch von Geburt an auch nichts für ihre angeborenen Defizite. Da könnten Sie doch eigentlich schon deswegen Klage wegen Diskriminierung einreichen um einen gut dotierten Posten zu ergattern.

  10. Sachse says:

    Amüsant zu lesen.

    Mal eine ernst gemeinte Frage von mir als Nicht-Sozialwissenschaftler:

    Mir kommt, und nicht nur aufgrund der Bedeutung der aus der „marxistischen Arbeitswoche“ heraus gegründeten Frankfurter Schule, die ganze Sozialwissenschaft mittlerweile wie eine Art Bolschewismustheorie vor. Gibt es innerhalb der Sozialwissenschaft auch nichtmarxistische Strömungen, wenn ja, in welchen Gebieten/Bereichen und sind diese von Bedeutung?

  11. gerd says:

    Ich bin ein Mann der studiert hat und finde das scheiß egal. Ein Professor für so ein Laberfach kann doch ohnehin niemand ernst nehmen. Ich selbst habe E-Technik studiert, arbeite jetzt als Patentanwalt und in den Kanzleien haben die Weiber nichts zu lachen. Richtig alte Schule! Wie Sie wollen Kinder? Aber mit der Partnerschaft wird es dann schwer. Ergo werden bis 40 richtig die Akten gekloppt bis es dann zu spät ist. Partner werden eh nur wenige und wenn dann ohnehin nur Männer

  12. Johannes Sczepanski says:

    Ich bin Jurastudent und habe diesen Artikel bei einer Übung zur Durchsprache vorgelegt. Sowohl der Prof als auch die sehr selbstbewusste Assistentin waren sofort der Ansicht, dass es sich um eine rechtswidrige Ausschreibung handelt. Allerdings wurde vorgebracht, dass der Staat hier kein Interesse an einer verwaltungsrechtlichen Korrektur oder gar einer strafrechtlichen Verfolgung habe, weil es quasi bereits ein Staatsziel sei, faktische Gleichstellung herbeizuführen. Die Assistentin verglich diesen Rechtsbruch mit einer Enteignung im Zuge eines Autobahnbaus, der von übergeordnetem Interesse ist. Ich langweile euch weiter nicht mit den Rechtsgrundlagen.

    Wir haben dann versucht, eine Argumentationsfigur von Fr. Baer (BVfG) darauf anzuwenden, nämlich dass Frauenquoten ähnlich zu bewerten seien wie Regionalquoten, Parteiproporz bei Ämterbesetzungen etc. Vor diesem Hintergrund wäre eine solche rechtswidrige Ausschreibung im Grunde Teil eines staatlichen Wollens (nicht des Gesetzgebers, nicht des Volkes sondern des Staates!), eine Art biologisches Territorialrecht zu etablieren. So etwas ist nicht grundgesetzwidrig, hieß es, weil das Recht, das sich im Grundgesetz verkörpert, so etwas aufnehmen kann.

    Ich kann den Quark nicht fassen. Soll man einen solchen Staat noch ernst nehmen? Der reinste juristische NSU, Hirn mit Ei.

    • Michael says:

      Erstmal finde ich es gut, dass der Prof und die Assistentin das Thema aufgegriffen haben und die Ausschreibung auch zurecht als rechtswidrig eingeordent hat. Die Begründung mit der der Rechtsbruch legitimiert werden soll von Seiten der Dozenten kann ich nicht nachvollziehen und entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Denkweise.
      Es werden Bgrifflichkeiten wie Staat und Gleichstellung verwendet ohne diese zu definieren und einzuordnen. Als Naturwissenschaftler bin ich der intellektuellen Redlichkeit verpflichtet, die übrigens auch für die wissenschaftliche Redlichkeit im Allgemeinen eine Grundvoraussetzung ist.

      Der Statt, das sind wir, jeder einzelne und weder Institutionen seien es Verwaltungen oder Regierungen. Staatsziele sind im Grundgesetz verankert, Pläne einzelner Gruppen nicht basierend auf dem Grundgesetz können niemals Staatsziele sein. Wäre es das Ziel des Staates eine Bevölkerungsgruppe zu bevorzugen. müsste dies im im Grundgesetz verankert sein. Änderungen diesbezüglich benötigen einen allgemeinen Konsens in der Bevölkerung und 2/3 Mehrheiten iim Bundestag und Bundesrat sowei die Unterschrift des Bundespräsidenten (in diesem Falle wäre eine Volksabstimmung aus meiner sicht angebracht)..
      Das Grundgesetz redet nicht von Gleichstellung sondern von Gleichberechtigung, also gleiches Recht für alle unabhängig vom Geschlecht, Herkunft, Aussehen, Alter etc……und gerade dieses wird durch die konträre inhaltliche Interpretatioin von Gleichstellung verletzt.

      Insofern sehe ich keine Logik in der Begründung des Prof. respektibve der Assistentin.

      Aber lassen wir uns den Gedanken trotzdem weiterspinnen und greifen das Bild mit der Enteignung des Grindbesitzers oder der Besitzerin auf ,der oder die wegen dem übergeordneten Interesse ein Stück Land abgeben soll.

      In einem Rechtsstaat wird er dafür entlohnt.

      Ein Unrechtsstaat eignet es sich an ohne Entschädigung mit fragwürdigen oder gar keinen Begründungen..

      In desem Kontext frage man sich, wo die Entschädigung für die benachteiligten Männer und welche Art von Staatsform repräsentiert diese Gender favorisierende Handlungsweise..

    • karstenmende says:

      Natürlich hat der Staatsfeminismus kein Interesse, den Feminismus aus den staatlichen Insttutionen zu verbannen. Das ergibt sich von selbst. Offensichtlich hat man in diesem Land nach zwei totälitären Ideologien und ihren verheerenden Schäden noch immer nicht begriffen, was Unterdrückung und Diffamierung für Konsequenzen zeitigt. Es ist doch wirklich ein Unterschied diskriminiert zu werden oder sich (ungerechtfertigt) diskriminiert zu fühlen. Um das nicht falsch zu verstehen: hoffentlich niemand hier in diesem Blog hat etwas gegen Gleichberechtigung von Mann und Frau! Es ist jedoch wiederholt und energisch darauf hinzuweisen, dass Gleichberechtigung und Gleichstellung zwei völlig verschiedene Dinge sind. Und Gleichberechtigung ist bereits von Anfang an im Grundgesetz verankert. Das Staatsziel einer „faktischen Gleichstellung“ setzt das Grundgesetz aber FAKTISCH AUSSER KRAFT! Und zwar, weil es der Gleichberechtigung Hohn spricht. Und das sollte jeder Jurastudent verinnerlichen. Besonders wenn dieser Umstand von Seiten des Professors zwar erkannt, aber scheinbar achselzuckend unterbewertet wird.

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