Was vom Euro bleibt: Deutsche arbeiten vorwiegend für Ihren Staat (und Griechenland)

Die katholische Kirche hat sich früher als Grundeigentümer den Zehnten des Ertrages eines Ackers vorbehalten.

Lang’ ist es her und schon der Zehnte und die Frondienste, die Bauern ihren Lehnsherren schuldig waren, haben 1525 zu den Zwölf Artikeln und schon 1524 zum Bauernkrieg geführt. Damals muss es Menschen gegeben haben, die den Ertrag ihrer Arbeit in eigenen Händen und nicht in fremden Händen sehen wollten.

Lang’ ist es her.

Laffer Curve 2Und wie sich die Zeiten geändert haben. Mit modernen Wohlfahrtsstaaten sind Solidarität und Umwerteilung als neue Methode der Eigentumsentziehung entstanden und mit ihnen offensichtlich eine neue Spezies, eine Spezies von Staatsbürger, der gerne bezahlt, der sich gerne verdingt, der gerne für andere arbeitet. Mit ihm ist die Anzahl der Beschwörer des Altruismus gewachsen, jener, die davon leben, dass andere arbeiten und sie davon unterhalten und mit ihnen ist die Solidarität zur Norm geworden, jene Solidarität, die ihrer Umsetzung nach ein Schmarotzen an den Leistungsfähigen meint, denn bislang ist noch niemand auf die Idee gekommen, mit Leistungsfähigen solidarisch zu sein.

Letzteres wäre jedoch dringend notwendig, denn:

Die Motivationsforschung lehrt, dass die Motivation in dem Maße nachlässt wie Akteure nicht mehr die überwiegenden Nutznießer ihrer eigenen Anstrengungen sind.

Die Equitätsforschung zeigt, dass Akteure in dem Maße die Lust an Leistung verlieren, wie sie sehen, dass ihre Anstrengung im Vergleich mit der Anstrengung anderer unterproportional entgolten wird.

Schließlich zeigt die so genannte Laffer-Kurve, dass es einen Wendepunkt gibt, ab dem eine Erhöhung der Steuerbelastung dazu führt, dass die Steuereinnahmen eines Staates zurückgehen, und zwar deshalb, weil die Motivation und die Leistungsbereitschaft schwinden und deshalb, weil sich ein Schwarzmarkt entwickelt, auf dem unter Ausschluss des Staates getauscht wird.

Nach aller Theorie sollte man erwarten, dass Menschen, denen weniger als die Hälfte der Fürchte ihrer Arbeit verbleiben, demotiviert sind, dass ihre Leistungsbereitschaft sinkt und dass entsprechend die Steuereinnahmen des Staates, die z.B. aus Einkommens- oder Lohnsteuer stammen, zurückgehen.

Das wissen auch diejenigen, die Steuersätze in die Höhe schrauben wollen, um sich und ihre Klientel glücklich zu machen. Deshalb wenden sie einen Trick an, den man als Steuerportfolio oder Steuerdiversifikation bezeichnen kann. Sie erfinden eine Vielzahl von Steuern auf dieses und jenes, auf Kaffee, Benzin, Tabak, Haus- und Grundbesitz, Erbschaft und Mehrwert, Einkommen und Lohn. Andere Steuern werden umbenannt, als Abgaben zur Pflege, zur Krankenkasse oder zur Rentenkassebezeichnet oder gleich zum Solidaritätszuschlag erklärt.

Und sie bedienen sich aus allen diesen Steuerquellen, während diejenigen, die die Steuersäckel füllen, gar nicht so richtig merken, wie ihnen mitgespielt wird.

Und weil dem so ist, deshalb sind Veröffentlichungen, wie das Belastungsbarometer 2015, das der Bund der Steuerzahler gerade zusammengestellt hat, so wichtig. Das tatsächliche Ausmaß der Deutschen Steuerlast, es wird anhand des Belastungsbarometers mehr als deutlich:

Im Durchschnit gerade einmal 47,6 Prozent des Einkommens bleiben in der eigenen Tasche! 52,4% werden umverteilt:

Was vom Euro bleibt

Dazu schreibt der Bund der Steuerzahler:

“Selbst wenn Sie sich sonst wenig für volkswirtschaftliche Quoten interessieren, bei dieser werden Sie sicher aufhorchen. Für 2015 hat der Bund der Steuerzahler eine Einkommensbelastungsquote von 52,4 Prozent berechnet. Das heißt: 52,4 Prozent ihres Einkommens gehen an den Fiskus und die sozialen Sicherungssysteme. Auf den Jahreskalender bezogen arbeiten die Steuerzahler rein rechnerisch damit erst ab dem 11. Juli, also nach mehr als sechs Monaten, für ihr eigenes Portemonnaie.”

Zu einem selbstbestimmten Leben gehört auch die Verfügungsgewalt über den Löwenanteil des durch eigene Arbeit erwirtschafteten Einkommens. Vor diesem Hintergrund muss man feststellen: In Deutschland sind diejenigen, die arbeiten, längst entmündigt.

Aber es kommt noch besser.

Dass es unter den Steuerzahlern Abstufungen im Ausmaß der Leibeigenschaft gibt, macht die folgende Gegenüberstellung deutlich, die am Beispiel eines Ehepaars aus Dresden mit zwei Kindern und Mietwohnung und am Beispiel eines Singles aus Göttingen mit Mietwohnung, einerseits die ideologische Grundlage des Steuerfrondienstes zeigt, anderseits das unglaubliche Ausmaß, das der entsprechende Frondienst mittlerweile angenommen hat, verdeutlicht:

Steuerleibeigene

So sehen Steuerleibeigene in Deutschland aus: 62,4% des Einkommens eines Single wird vom Staat einvernahmt, mit allen Folgen, die die entsprechende Einvernahme für die Motivation und das Gerechtigkeitsempfinden derjenigen hat, die derart steuerlich ausgezogen werden. Nicht nur das: Single werden von ihrem Staat vor die Wahl gestellt: Entweder sie erweitern ihren Frondienst und geben dem Staat die Kinder, die er sich wünscht, ein Wunsch, der mit entsprechenden Geldgeschenken an diejenigen, die den Frondienst auf sich nehmen, verbunden ist, oder er wandert aus, in ein Land, in dem die Steuerleibeigenschaft noch nicht das Niveau erreicht hat, wie dies in Deutschland der Fall ist, in ein Land, wo noch Menschen leben, die Freiheit, auch oder besonders vom Staat wertschätzen.

Oder: noch eine Möglichkeit – er baut sich eine Zeitmaschine und reist ins 16. Jahrhundert. Damals haben Menschen gelebt, die sich gegen 10% Steuern und Abgaben sowie gegen Frondienste zur Wehr gesetzt haben.

Das muss der homo libertas gewesen sein.

Es ist schon erstaunlich, dass in einem Land, das Gleichheit so auf seine Fahnen gechrieben hat wie Deutschland, manche bis aufs Hemd ausgezogen werden, damit andere nicht im Hemd dastehen müssen –  von Gerechtigkeitserwägungen ganz zu schweigen.

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67 Responses to Was vom Euro bleibt: Deutsche arbeiten vorwiegend für Ihren Staat (und Griechenland)

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  2. Dietmar says:

    Na das ist ja mal eine ansatzweise richtige Berechnung. Nimmt man weitere Verbrauchssteuern ( z.B. die Mineralölsteuer ) und Zwangsbeiträge von Kammern, Genossenschaftzen, GEZ usw. noch dazu, summiert sich die “Staatsquote” sprich Steuer- und Abgabenlast auf 80-90 %. Ich prophezeihe den baldigen Untergang und eventuell auch an Laternen hängende Verursacher. 🙁 Des Volkes Zorn wird grausig sein.

    • Silke says:

      “Des Volkes Zorn wird grausig sein.”

      Aber mal wieder auf die Falschen: z. B. der faule Harzi, der Wirtschftsflüchtling, etc.

      Nicht zu vergessen der böse Ausbeuter, der Arbeitgeberanteil wird ja regelmäßig unterschlagen. Schätze grob von 1 Euro Gehalt sind das etwa 15 Cent.

      Ebenso vergessen werden im Zorn immer die 50 bis 60 Cent von 1 Euro Einkommen die der Staat abzweigt und veruntreut. Diese Summen sind ja oben vorgerechnet. Dann kommt noch die Inflation…

      Logisch dass die verbliebenen 25 bis 30 Cent vom Euro nicht zum Leben reichen.
      Die Masse merkt aber nicht wo das Geld bleibt. Ist denen auch egal. Erst sind nur Brot und Spiele wichtig bis alles zusammen bricht und danach wird in blinder Wut der Rest zerschlagen.

  3. Silke says:

    Unvollständige Statistiken bei den Abgaben!

    Es fehlt die Inflation und die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers. Letztere werden einfach unterschlagen.

    Den Arbeitgeberanteil kann jeder analog zu den Arbeitnehmerbeiträgen der beiden Beispiele dazu rechnen.

    Hier eine mehrere Jahre alte Rechnung, die bei 2600 € brutto auf 73 % Abgabenlast kam:

    http://www.pdv-bayern.de/pics/abgabenlast/Abgaben.pdf

    Zur Inflation:
    8,50 € (geforderter Mindestlohn) waren 2001 noch 17 DM, damals nicht wenig und viele kamen mit 8,50 DM aus. Nach 12 Jahren (2013) wurde also 100 % mehr Geld für das Nötigste gebraucht = das wäre 8 % Inflation pro Jahr und entspricht so der gefühlten Verdoppelung der Preise in dieser Zeit.

    Wer mehr davon wissen will: „Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden“ oder http://www.misesde.org/?p=8375

  4. P.Lo. says:

    Staat ist direkt menschenrechtsfeindlich :

    Laut allgemeiner Erkärung der Menschenrechte, hat jeder Mensch die exakt selben Rechte ( = Freiheiten ) – keiner mehr als der/die Andere.
    Ergo kann niemend über den/die Andere(n) herrechen / bestimmen / sie zwingen / etc.p.p

    Doch das genau mache JEDER Staat.

    Staat und olitiker (ALLE!) sind DIREKTE Feinde der Menschenrechte und damit der Menschen. Politiker sind Unterdrücker, Tyrannen, Faschisten, Mörder, Kriegstreiber ( Krieg wurde niemals von den normalen Menschen in die Wege geleitet, veranlasst, ausgelösst, sondern IMMER und NUR von Staaten und Politikern ( kurz : (selbsternannten) Herrschern” !

    Wer Politiker ist ist ein Urfeid der Menschen.

    Menschen aller Länder, vereinigt euch. NIE WIEDER HERRESCHER !

    Lasst Deutschland das erste Land auf der Erde werden, in dem die Menschenrechte herrschen, in dem die Menschen frei sind ( kann aber auch ein anderes Land werden ), lasst uns die Unterdrücker vernichten und ein freies Land schaffen !

    NIE WIEDER HERRSCHER ! Das einzige ‘Gesetz’ ( genau genummen : Kodex ) sollen die Menschenrechte sein !

    NIE WIEDER HERRSCHER ! EXKLUDIERT ALLE HERRSCHER !! AUf das die MEnschen frei und in Frieden leben können !

    Überall auf der ganzen Welt, lassen sich Massen von MEnschen von einer Hand voll selbsternannter Herrscher / Unterdrücker / Tyrannen / Menschenfeinde unterdrücken, weil Menschen konfliktscheue Tierchen sind !
    Doch es loht sich, sich einmal kurz zusammenzunehmen, zusammenzutun und uns zu befreien ! AUf dass danach Friede und Freiheit sei !

    Aber werdet euch gewahr : Wir sind Viele ! Wir alle wollen nur unsere kleinen,einfachen, friedlichen Leben leben ! Lasst uns uns selbst befreien ! Lasst uns uns selbst emanzipieren !

    Wir sind Legion ! Wir vergeben nicht ! Wir vergessen nicht !

    Vernichtet alle Herrscher bevor sie uns töten ! The time has come !

    • jakob sparrov says:

      Die HERRSCHAFTSLOSE GESELLSCHAFT heißt wie? GENAU! Ich bin praktizierender ANARCH, dazu braucht es aber ein gewisses BEWUSSTSEIN, welches ausschließt, zum Mord an Anderen, egal welche Verbrecher sie auch sein mögen, aufzurufen! HERRSCHAFTSLOS IST GEWALTLOS, DENN HERRSCHAFT BERUHT EINZIG UND ALLEIN AUF GEWALT! Was ist also jemand, der vorgeblich eine herrschaftslose Gesellschaft mittels Gewalt und Mord etablieren will? Ein kleines, anarchistisch/chaotisches, also linksfaschistisches A….loch, ohne Bewusstsein, vermutlich bis unter die Hutschnur abgefüllt mit den absonderlichsten illegalen Drogen!

      • falcepalms intesify says:

        Wer ausser Ihnen redet denn von “eine herrschaftslose Gesellschaft mittels Gewalt und Mord etablieren will” ?

        Es gibt nur eine einzige Form der Gewalt die Moralisch und Ethisch OK ist, und das ist : Selbstverteidigung ( also Gewalt zum Selbstschutz und bis zu dem Grad und Punkt, an dem die Aggression abgewendet ist ). Selbstverteidigung betrachte ich als Menschenrecht.

    • Tja P… , erst wenn sich, wie dato Parteien (s. z.B. v. ARNIM) sich den Staat zu Beute gemacht haben! Noch Fragen?

  5. BeFree says:

    Ich habe hier vor geraumer Zeit zu dem Thema Solidarität in anderem Zusammenhang, die These vertreten, dass es sich dabei in erster Linie darum handelt, das Geld oder Vermögen anderer Leute auszugeben, oder nennen wir es emotionaler, gerne auch populistisch, zu verprassen.
    Dem ist hier seinerzeit, noch widersprochen worden.
    Ich freue mich über den veränderten Erkenntnisgewinn, den dieser Artikel zum Ausdruck bringt.
    Ich erweitere meine seinerzeitige Aussage um den Zusatz, dass die Solidaritätseinkläger i.d.R. diejenigen sind, die selbst die geringste Neigung zu eigener Solidarität an den Tag legen. Zu beweisen ist das zwar nicht empirisch, aber im Umkehrschluss insofern, als die vorstehend genannten Solidaritätseinforderer es vorsätzlich verursachen, dass die Opfer der Solidaritätseinforderung unter krimineller Entwendung deren freien Willens auf dem Wege der Moral Suasion (an [immoral?] appeal to morality in order to influence or change behavior) materiell – durch monetäre Teilenteignung – oder auch gerne immateriell – durch mundtot machen – um Teile ihres Vermögens oder eben, s.o., ihres freien Willens gebracht werden.
    Und wer wäre schon so dämlich, sich selbst zu bestehlen, der clevere Solidaritätsforderer eher zuletzt, quod erat demonstrandum?
    Insofern halte ich Solidaritätsapelle grundsätzlich für moralisch äußerst fragwürdig und bezeichne dieselben als mit immanenter, krimineller Energie aufgeladen.
    Dies in der Erkenntnis bzw. der täglichen Wahrnehmung des geradezu hyperinflationär anwachsenden und gemeinwohlschädlichen Aufschreis nach Solidarität mit nahezu allem und jedem. In die gleiche Kategorie gehört übrigens die permanente Betroffenheit.
    Gerade sind mal wieder die Griechen dran mit ihren vereinigten Heulsusen aus dem vereinigten – und von ökonomischen Einfachstwahrheiten völlig befreiten – Linksspektrum weltweit. Aber es sind ja beileibe nicht die einzigen. Und wenn diese Solidaritätsapelle vom Staat, staatstragenden Institutionen oder deren obersten Repräsentanten kommen, dann muss das folgerichtig als Staatskriminalität bezeichnet werden.

    • Kann ich mir gar nicht vorstellen, dass dieser These widersprochen wurde.

      • … ich auch nicht. Und ich kann es auch nicht gewesen sein.

        Anscheinend gibt es hier ein Missverständnis. Vielleicht hat es mit der Auffassung vom Begriff “Solidarität” zu tun. Man kann ja von verschiedenen Seiten her kommen und sagen, der Begriff “Solidarität” sei pervertiert worden, denn er werde immer beschworen, wenn es eigentlich um etwas ganz anderes ginge, z.B. darum, den Leuten durch terminologischen Verweis auf etwas vermeintlich Gutes, weil selbstloses, die Früchte ihrer Arbeit abzugaukeln. Oder man kann sagen, der Begriff bezeichnet genau das, was er derzeit eben bezeichnet, also einfach nur ein Abgaukeln der Ressourcen anderer Leute – das wäre dann, sagen wir: ein rein empirisches Begriffsverständnis, und die Frage nach der Solidarität würde zu einer empirischen Frage: stimmt es, dass es immer dann oder meistens dann, wenn Solidarität eingefordert wird, die Zielsetzung diejenige ist, den Leuten ihre Ressourcen abzugaukeln, um sich selbst oder die eigene Klientel zu bereichern?. Je nachdem, was man meint, wie andere den Begriff benutzen, kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass sie INHALTLICH etwas anderes vertreten als man selbst, nur, weil sie DEN BEGRIFF anders benutzen.

        Das ist einer der Gründe, warum ich insofern zur “alten Schule” gehöre als ich meine, dass Begriffsklärungen und -definitionen manchmal einfach notwendig sind, jedenfalls aber nicht schaden können, und Operationalisierungen von Begriffen vereinbart werden müssen. Aber klar, das ist oft umständlich und zeitraubend, weshalb man es nicht immer macht (auch wir nicht, versteht sich). Aber das bedeutet nicht, dass es nicht in jedem Fall nützlich wäre, wenn man sich zumindest selbst klar macht, was man eigentlich mt einem Begriff verbindet.

        Und in der Wissenschaft sollte es selbstverständlich sein, dass man Begriffe definiert und angibt, wie man ein Konzept operationalisiert hat. Aber mal ehrlich – wie viele Kollegen tun das denn noch?

        Und wie viele von ihnen halten es für unnötig, weil doch sowieso klar ist, dass man nur das unter einem Begriff und Konzept verstehen kann, was sie selbst darunter fassen? Und wer einen Begriff oder ein Konzept mit etwas anderem verbindet, der halt ihn/es halt einfach nicht verstanden – das Ende der Diskussion, bevor sie angefangen hat! Und besonders für Ideologen ist es natürlich wünschenswert, Diskussionen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

        Aber das hat jetzt natürlich sehr weit geführt von dem Missverständnis, das hier wohl vorliegt ….

    • Tja BeFree, googeln Sie Mal in etwa ‘2 Schornsteinfeger, einer fällt in den Schnee usw. usf. da kommt am Ende neuerdings Gerechtigkeit raus.!’, zumal es zum Thema in den 20er Jahren einen herrlichen Slapstick gab (diesbezüglich sollten Sie vielleicht mal bei “Die Welt” anfragen) ! Noch Fragen?

      • BeFree says:

        Gesagt getan, nix gefunden, und ehrlich gesagt, verstehe ich weder Ihre etwas kryptischen Hinweise, noch was Sie mir noch so sagen wollen. ‘DIE WELT’ fragen?
        BILD ist für Leser mit 0-Bildung und die t-online, Huff’post und DSDS als persönliche Fortbildungsmaßnahmen favorisieren.
        DIE WELT, wenn Sie die meinen, ist für für Intelligenzabbrecher im 4. Semester mit 25% konservativ liberaler Halb-Bildung. Sie arbeitet auftragsgemäß und voll systemkonform Fragen ab, die aus dem Einheitslügenfüllhorn des Bundespropagandaministeriums und der Bundespressepropagandakonferenz heraustropfen – habe ich mir längst geschenkt. Merke(l): Im System und seiner System-Presse werden Fragen von Ihnen und mir gehasst und deshalb wegzensiert, weil wir ggf. genauer nachfragen würden, als der eigene Beritt der Systemspeichel leckenden ‘linksgrün versifften’ (frei nach ‘der kleine Akif’, den können Sie mal googeln oder besser DuckDuckGo-en [weil die weniger betrügen als Google]) Journaille. Deshalb lasse ich mir DIE WELT schon lange auf Klopapier drucken. Den Luxus gönne ich mir. Denn dafür ist sie gut wie ZEITFAZSZSPONTAZ usw., und ich kann mir den Kraftausdruck ersparen.

  6. Tja werter M. KLEIN, das angeführte Beispiel ist mit den Augen eines Alleinstehenden gerade die einzig sinnvolle Umverteilung und dreimal dürfen sie raten, warum meine 33jährige Tochter mit Promotion 2010 in Geowissenschaften an der Ernst-August-Universität und dort festangestellte Lehrkraft, wohl noch lange auf ihre Professur wird warten müssen! Noch Fragen?

    • Ja, ich habe noch eine Frage: Was wollen Sie sagen?

    • Das Problem besteht wohl eher darin, dass nicht gefördert wird, wer ein nützliches Fach studiert hat. Googlen Sie mal den Namen “Heinz-Jürgen Voß”. Dann haben Sie keine Fragen mehr. Es kommt wirklich nicht unbedingt auf das Geschlecht an, das ist richtig. Aber die meisten Gender-“Professuren” sind nun einmal von Frauen belegt und die Lehrstühle mit ihnen besetzt. Für diese Sachlage ist nicht derjenige verantwortlich, der darüber berichtet.

  7. Florian Geyer says:

    Man sollte einfach alle 5 bis 6 Jahre ein Jahr Auszeit nehmen, ALG kassieren und nebenher schwarz arbeiten.
    Irgendwie muß die Kohle ja wieder rein!

    • Tja Bundschuhführer Florian Geyer, das gibt es doch längst für die Abzockerklientel mit garantiertem Arbeitsplatz, derweil ausgefüllt durch Zeitarbeiter und um Mißverständnissen gleich vorzubeugen: Ich bin sehr wohl für “Mütterjahre”! Noch Fragen?

  8. rote_pille says:

    Wurde eigentlich der Anteil, den der Arbeitgeber zahlen muss (und der eigentlich mit zum Bruttolohn gehört) mit eingerechnet? Das Geld hätte der Arbeitnehmer nämlich auch verdienen können!

    • hg says:

      Der Arbeitgeberanteil fällt unter die Rubrik “Andere Steuern werden umbenannt, als Abgaben zur Pflege, zur Krankenkasse oder zur Rentenkasse bezeichnet oder gleich zum Solidaritätszuschlag erklärt.” Natürlich muss er vom Arbeitnehmer verdient werden und natürlich gehört er eigentlich zum Bruttolohn. Ich kenne zumindest keinen Arbeitgeber, der sein eigenes Geld druckt oder diesen Beitrag aus seinem Privatvermögen zahlt. Aber dann würde ja noch mehr die Abgabenhöhe auffallen und damit s.o..

    • Tja rote_pille, nur den Beitrag zur Arbeitsloseversicherung zahlt der Arbeitnehmer bis dato allein und ich kann nur hoffen, das nicht die herrlichen Typen a ‘la “Baumann & Clausen” diesen Einwand lesen! Noch Fragen?

      • rote_pille says:

        Können Sie sich bitte verständlich ausdrücken?

        • Tja, gerne. Also die beiden Herren sind Beamte in einer Kreisverwaltung. Der stinken faule, aber ansonsten ganz normale stet dem Bauamt vor und der Ökonihilist ist im Meldeamt für die Buchstaben von ca. E-F zuständig. Da ich auch kein Lügenradio mehr anstelle, vermisse ich die beiden halt ein wenig! Noch Fragen?

      • Sven H. Schillings says:

        Bitte erst recherchieren, dann schreiben: Den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zahlen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer je zur Hälfte! Ansonsten: Vielleicht beglücken Sie mal andere Blogs mit Ihren erquickenden Beiträgen! Noch Fragen?

  9. P.Lo. says:

    Emancipate yourself from mental slavery,
    None but ourselves can free our minds.
    Have no fear for fascist tyranny,
    ‘Cause none of them can stop the time.
    How long shall they kill our prophets,
    While we stand aside and look?
    Some say it’s just a part of it,
    We’ve got to fulfill de book.

  10. anonym says:

    ich kotz gerade

  11. Michel Houellebecq says:

    Dem sollte man jetzt vieleicht noch die Entwicklung bei den Unternehmenssteuern spiegelbildlich gegenüberstellen: So stark, wie die Einkommens- und Konsumsteuern gestiegen sind, ist nämlich die Besteuerung der Unternehmensgewinne (inkl. Dividendensteuer) in den letzten Jahrzehnten gesunken. Hier haben wir es mit zwei gegensätzlichen Entwicklungen zu tun, die zwangsläufig zu sozialen Ungleichgewichten führen müssen. Das trifft auch und vor allem auf die Schweiz zu.

    • rote_pille says:

      Was nützt denn Besteuerung, wenn man die Unternehmen dann an andere Länder verliert? Man sollte die Unternehmer nicht piesacken sondern stattdessen die überflüssigen Staatsausgaben endlich zusammenstreichen. Niedrige Steuern für alle!

  12. dentix07 says:

    Das mit dem Zehnt stimmt so nicht ganz!
    Nach Recherche im Netz fand ich, daß der Frondienst im Mittelalter im Schnitt 10 Wochen/Jahr betrug. Das entspricht 1/5 = 20% des Jahres! Dazu kamen materielle Abgaben! Zusammen höchstens 40%, eher weniger, aber dennoch weit mehr als der Zehnt, sprich 10%!

    Aber!

    Wenigstens Friedrich II., der Große (1712-1786), wußte:
    „Eine Regierung muß sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, daß jeder einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu helfen. Aber es ist nicht gerecht, daß er die Hälfte seines jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muß.“

    Das sagte ein absolutistischer König, ein König von Gottes Gnaden!

    Zum Thema Steuer, bzw. Steuerhinterziehung (ging um Alice Schwarzers Steuerhinterziehung) habe ich mal was auf wgvdl geschrieben:
    Arbeitsleistung?
    Es ist grundsätzlich wurscht ob das Eigentum Ergebnis einer Arbeitsleistung ist, solange es nicht unrechtmäßig erworben wurde! (Wobei, ganz am Anfang – und sei es der Urururgroßvater, der den Grundstein legte – stand immer eine Arbeitsleistung!)
    So sehr mir Alice „EMMA“ Schwarzer stinkt, hier muß ich FemokratieBlog zustimmen!
    Bei diesem Thema fällt mir der Film „Die glorreichen Sieben“ bzw. das Original „Die sieben Samurai“ ein.
    Kurz: Von Bewohnern eines Bauerndorfes werden sieben Kämpfer angeworben um das Dorf gegen den regelmäßig wiederkehrenden Überfall einer Räuberbande zu verteidigen.
    Niemand wird bestreiten, daß die Dörfler alles Recht haben ihr Eigentum gegen die Räuber zu verteidigen!
    Doch wie wäre es wenn die „Räuber“ behaupteten sie benötigten die „Beute“ um damit Straßen zu bauen, Krankenhäuser, ein Rechtssystem zu bezahlen, die Landesverteidigung etc. etc.? Dann wären die „Räuber“ plötzlich Robin Hoods, oder?
    Nein, es wäre immer noch Raub – solange nicht die Dörfler korrekte Informationen und eine effektive (Mit)Kontrolle über die tatsächliche Verwendung hätten, und Mißbrauch (Verschwendung) bestraft würde!
    Und genau das ist in D der Fall! Die Räuber nennen sich heute Finanzamt und behaupten das Geld für Obiges zu benötigen (ein Großteil davon wird sicher auch entsprechend verwendet), aber die echte Information und Kontrolle und – ganz wichtig – die Bestrafung von Mißbrauch des „geraubten“ Eigentums fehlt!
    Das heißt wir haben hier eine echte Gerechtigkeits-/Rechtslücke! Auf der einen Seite haben wir die Räuber/den Staat, der sich ermächtigt sieht Eigentum auch gewaltsam wegzunehmen weil er es für das Gemeinwohl benötigt. Auf der anderen Seite fehlt jedoch die Sanktionsmöglichkeit um Verschwendung (in dem Fall ist Verschwendung gleichzeitig Veruntreuung) wirksam zu bekämpfen, bzw. zu bestrafen!
    Ich bin nicht katholisch und auch ansonsten kein Papstfreund, aber ich denke Benedikt wußte ganz genau was er sagte als er im Bundestag Augustinus zitierte: „Nimm das Recht weg. Was bleibt dann vom Staat als eine große Räuberbande!“
    Und genau die Situation haben wir! Zwar wurde am einen Ende nicht Recht weggenommen, nein, viel schlimmer, es wurde nie geschaffen!
    Solange nicht die Rechtslücke geschlossen ist, so lange ist jeder „Steuerhinterzieher“ (Ja, leider auch Alice!) im Grunde in der Rolle der Dörfler, die versuchen ihr Eigentum vor Räubern zu schützen!

    Don’t steal!
    The government hates competition.
    (Kenne ich als Aufkleber auf einem kalifornischen VW-Käfer)

  13. Arno Wahl says:

    die DEUTSCHEN und ICH gegoere dazu, sind noch nicht einmal in der Lage, ihrer Betruegerregierung klarzumachen, dass man Kaiser Wilhelm”s Sektsteuer auf 1906 nicht mehr kassieren kann, weil es ein unverschaemter Betrug ist, keiner klag am BCG und diese Kanzlerin har sowieso kein Interesse am uns Buergern !

    Am 11. Juli 2015 um 14:02 schrieb ScienceFiles; Kritische Wissenschaft –

  14. Roland S. says:

    Interessant wäre jetzt noch eine Aufstellung für einen arbeitenden Millionär und einen Milliardär, der von seinen Kapitaleinkünften lebt. Der Staat holt sich bekanntlich das Geld dort, so ihm der geringste Widerstand erwächst, und das ist der Mittelstand.

  15. Andreas Damm says:

    Hallo Herr Klein,

    zu dem Artikel gehört noch die “Gutman-Kurve” dazu.

    Weil ich die hier nicht einfügen kann, übersende ich Sie Ihnen als Anlage per E-Mail.

    Sollten Sie noch unbedingt in den Artikel einfügen.

    Die Gutman-Kurve ist analog zur Laffer-Kurve zu sehen.

    Mit bestem Gruß,

    Andreas Damm

  16. Hosenmatz says:

    Gerade die Tabelle mit der Gegenüberstellung von Familie und Single zeigt deutlich, warum vom Staat die Zerstörung der Familie voran getrieben wird: Bei Singles kann man einfach mehr abzocken. Und die merken das nicht einmal, weil sie immerhin das Resteinkommen (ich nehme jetzt nur mal das Nettoeinkommen) nur für sich alleine verwenden dürfen, während der Familienvater sein Einkommen auf vier Personen aufteilen muss. Da bleiben im Beispiel gerade mal 828,34 € pro Person übrig (gegenüber 3235,90 € beim Single). Da ist wenig verwunderlich, dass in vielen Familien beide Elternteile in Vollzeit arbeiten möchten, um wenigstens etwas mehr konsumiern zu können. Den Staat freut es sowieso, weil … das muss ich wohl nicht erklären.
    Aber dazu passt dann auch der hirnrissige Vorschlag der unsäglichen Frau Schwesig, KiTas rund um die Uhr zu öffnen.

    Die Familie ist der letzte Feind des Staates!

    • @Hosenmatz

      Sie schreiben;

      “Bei Singles kann man einfach mehr abzocken. Und die merken das nicht einmal, weil sie immerhin das Resteinkommen (ich nehme jetzt nur mal das Nettoeinkommen) nur für sich alleine verwenden dürfen, während der Familienvater sein Einkommen auf vier Personen aufteilen muss.”

      Aber: Korrekt müsste es schlicht heißen, dass bei Singles mehr abgezockt wird – das ist eine Tatsachenbeschreibung mit Bezug auf die Rechtslage. Und es ist wichtig, sich hier korrekt auszudrücken, ebenso wie es wichtig ist, nicht einfach zu unterstellen, dass Singles das Resteinkommen auch für sich alleine verwenden, nur, weil sie es “dürfen”.

      Es ist eine EMPIRISCHE Frage, für wen Singles ihr Geld verwenden, und anekdotische Erfahrungswerte (derzeit m.W. leider nicht mehr) sprechen dafür, dass Singles sich vergleichsweise stark in Sachen Spenden und Unterstützung von non-profit-Organisationen (was weiß ich, das Tierheim um die Ecke ….) hervortun, und auch Singles haben (Herkunfts-/)Familien, und es gibt keinen Grund anzuznehmen, dass sie sich für diese weniger oder vielleicht nicht sogar stärker engagieren als Leute mit Fortpflanzungsfamilien, und sei es nur, um dem Stigma vom hedonistischen, selbstzentrierten Single mit jeder Menge Geld zu entkommen (meist aber wohl aus deutlich besseren Gründen).

      Und wenn Sie formulieren, dass ein Familienvater sein Einkommen auf VIER Personen verteilen MÜSSE, dann machen sie damit gleich zwei Annahmen, die irreführend sind: erstens gibt es Fortpflanzungsfamilien in vielen verschiedenen Ausprägungen; sie bestehen nicht natürlicherweise aus vier Personen, und zweitens – und viel wichtiger – geht der Verpflichtung des Familienvaters, sein Einkommen aufteilen zu MÜSSEN, auf dessen FREIE WAHL zurück, sich zum Familienvater zu machen. Es wäre einfach bigott, wenn man frei wählt, bestimmte, sogar gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtungen einzugehen, und dann damit hadert, dass man diese Verpflichtungen hat, während andere sie nicht haben.

      Insofern ist die Frage nach der Steuerlast oder des (mangelnden) Widerstands gegen sie keine Frage darüber, wer sie wie stark bemerkt, weil er angeblich oder tatsächlich “aufteilen” muss oder angeblich nicht aufteilt, obwohl er es vielleicht tatsächlich tut), sondern wer sie wie stark bemerkt, weil er ein bestimmtes Gerechtigkeitsempfinden oder ein Problem damit hat, dass Steuern für alle möglichen unnötigen Dinge oder Dinge von zweifelhafter Effizienz ausgegeben werden und er bei Entscheidungen darüber, wie sie ausgegeben werden, nicht mitreden kann. Und das ist auch viel wichtiger, weil es ein prinzipielles Problem ist, das ALLE Steuerzahler betrifft, statt sich auf einen neidischen Kleinkrieg gegen den steuerzahlenden Mitmenschen zu reduzieren.

      Und deshalb ist es den staatlichen Institutionen auch viel lieber, wenn diese prinzipiellen Probleme nicht angesprochen werden, sondern sich die Steuerzahler gegenseitig beneiden und entzweien – die Strategie ist so alt wie die Welt, und dass sie immer noch so gut funktioniert, ist für mich eine der größten Traurigkeiten des menschlichen Lebens auf diesem Planeten.

      • Hosenmatz says:

        @Dr. habil. Heike Diefenbach

        Ich habe doch gar nicht unterstellt, dass der Single das Geld nur für sich alleine verwendet. Und ich habe mich auf die Beispieltabelle bezogen und da wird nun mal eine vierköpfige Familie dem Single gegenüber gestellt. Also steht ein nahezu identisches Nettoeinkommen (77,47 € Differenz) einmal einer Person und das andere mal vier Personen zur Verfügung. Ich glaube nicht, dass die Familie damit genauso freizügig umgehen kann, wie der Single.
        Über individuelle Lebensverhältnisse kann hier natürlich keine Aussage getroffen werden.

        Und dann kommt der von Ihnen angesprochene Neid-Faktor ins Spiel. Selbstverständlich entscheidet man sich freiwillig dafür, das Modell “Familie” zu wählen, aber es wird immer schwieriger, das auch zukünftigen Generationen als erstrebenswert zu vermitteln. Zumindest Kinder sind ein Faktor der durchaus abschrecken kann. Und sei es nur, dass man keinen Urlaub außerhalb der Hochsaison mehr buchen kann.

        Was ich deutlich machen wollte ist, dass der Staat kein Interesse daran hat, Familien zu fördern. Lieber Singles oder DINK, die bringen ordentlich Asche in die Staatskasse.

        • @Hosenmatz

          mir schien es so, als sei das schon eine ihrer Prämissen, dass ein Single das Geld, das er verdient, für sich alleine verwendet, was glaube ich, in der Regel nicht der Fall ist. Aber selbst wenn: was ist dabei? schließlich hat er des durch seine eigene Arbeit verdient, also kann es es auch für seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse ausgeben. Wenn ich mit diesem Eindruck daneben lag, entschuldige ich mich.

          Ich stimme Ihnen auch darin zu, dass es “immer schwieriger [wird], das [Modell Familie] auch zukünftigen Generationen als erstrebenswert zu vermitteln. Zumindest Kinder sind ein Faktor der durchaus abschrecken kann.”

          Damit rennen Sie bei mir offene Türen ein, denn ich für meinen Teil fand das Modell und insbesondere die Aufzucht von Kindern ebenfalls absolut unattraktiv, aber nicht wegen der finanziellen Aspekte, sondern u.a. wegen der Gängelung, die man als Elternteil in so vielen Hinsichten erfährt; ich meine zu beobachten, dass ein Kind derzeit einer der wichtigsten Faktoren ist, durch den staatliche Einrichtungen Zugriff auf das Privatleben von Menschen haben und der es ihnen erlaubt, sie zu beeinflussen, zu kontrollieren und dazu zu bringen, Dinge zu tun oder zu dulden, mit denen sie eigentlich nicht oder nicht in der Weise einverstanden sind. Und das gelingt nicht nur, aber zu einem großen Teil dadurch, dass Eltern sich gegen Nicht-Eltern aufhetzen lassen und sich Eltern gegenseitig unter Druck setzen.

          Und ich denke, HIER müsste man ansetzen, wenn man das Modell “Familie” (mit Kindern) attraktiver machen wollte, und nicht beim schnöden Mammon. Wer lässt sich denn sehenden Auges darauf ein, für die nächsten paar Jahrzehnte mehr oder weniger der Rund-um-die-Uhr-Sklave für ein Kind zu sein, das man doch eigentlich lieber zur Selbständigkeit erziehen möchte? Aber wenn man sich weigert, täglich mit dem Kleinkind zu singen oder vorzulesen oder Hausaufgabenbetreuung durchzuführen oder die monatliche Handy-Rechnung zu begleichen und die neuesten Gadgets anzuschaffen, damit das Kind nicht als sozial benachteiligt hingestellt werden kann, wenn man irgendwann dabei erwischt wird, dass man das Kind im Regen mit dem Fahrrad hat in die Schule fahren lassen, es vor den Fernseher gesetzt hat, damit man mal Ruhe hat, oder man einmal die Nerven verloren hat, und das kleine Aufsässige tatsächlich geohrfeigt hat, oder vielleicht, weil es bei Rot auf die Straße gelaufen ist, dann muss man vor dem denunzierenden Nachbarn und dem Jugendamt zittern. Und als Mann muss man sich gut überlegen, ob man tatsächlich bereit ist, als “Abgelegter” Frau und Kind (weiter) zu finanzieren. Das alles ist schwerlich ein Anreiz dafür, Kinder in die Welt zu setzen.

          Ich persönlich denke außerdem. dass man damit zur Zeit weder dem Kind noch den bereits auf der Erde existierenden Menschen einen Gefallen tun würde, und ich denke nicht, dass es klug ist, Anreize dazu zu setzen, noch mehr Menschen in die Welt zu setzen, aber das steht auf einem anderen Blatt …

          Jedenfalls denke ich, dass vor allem Eltern selbst vieles tun können, um das Eltern-Sein einfacher zu machen, allem voran nicht jeder Forderung oder Erwartung nachzugeben, sich nicht GEGENSEITIG unter Druck zu setzen, weil man mit allem, was man an sagen wir: Frondiensten für Kinder leistet, andere Eltern unter Druck setzt. Statt zu rechnen, wie viel Geld man als Elternteil von wem bekommen kann und wer mehr hat, wäre es für Eltern, glaube ich, viel sinnvoller, sich miteinander dahingehend zu solidarisieren, dass sie sich nicht gegenseitig unter Druck setzen wie oben angedeutet.

          • Hosenmatz says:

            @Dr. habil. Heike Diefenbach

            Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. Vielleicht habe ich mich wirklich zu unscharf ausgedrückt. Ich bin ja auch kein Wissenschaftler, sondern nur Inschenör 🙂

            Ihren letzten Ausführungen kann ich weitgehend zustimmen.
            Als alleinverdienender Familienvater von 4 Kindern (Söhne wohlgemerkt) kann ich davon ein Lied singen.
            – Wie, deine Frau geht nicht arbeiten?
            – Deine Frau ist “nur” Hausfrau.
            – Mit einem Gehalt könnt ihr euren Kinder aber nicht viel bieten!
            etc.

            Oder zu meiner Frau
            – Was macht du eigentlich den ganzen Tag?
            – Wird es dir da nicht langweilig?
            – Du bereust bestimmt, dass du nicht mehr arbeiten gehst.
            usw.

            Ich kann jedem versichern: in den letzten 10 Jahren, die meine Frau vollzeitlich zu Hause ist (davor hat sie als Krankenschwester gearbeitet) war es ihr garantiert nie langweilig! Und es stimmt, wir können unseren Kindern vielleicht nicht so viel bieten bezüglich Luxusartikel, Statussymbolen und Urlaub. Aber was wir ihnen bieten ist m.E. viel wertvoller, nämlich Liebe, Zuwendung, Gemeinschaft und Unterstützung in vielen Belangen, alles, was man mit Geld nicht bezahlen kann. Darüber hinaus ermöglichen wir es den Jungs außerdem ein Instrument zu erlernen und in einem Sportverein zu sein. Das ist nicht immer einfach zu stemmen. Dafür ernten wir schon manchmal Unverständnis, manchmal auch etwas Bewunderung.
            Aber lieber verzichten meine Frau und ich auf Schnickschnack oder die drei Kisten Bier pro Woche und die 5 Schachteln Zigaretten pro Tag :-).

            Mir hat einmal eine Werbung gut gefallen, da wurde eine Frau gefragt, was sie denn so macht. Die Frau lässt ihren “Hausfrauenalltag” Revue passieren und antwortet dann: “Ich leite ein kleines, erfolgreiches Familienunternehmen!”

            Das fand ich richtig gut! Worum es in der Werbung ging, weiß ich nicht mehr.

            P.S. “Aufzucht von Kindern” finde ich, ist eine unglückliche Formulierung.

  17. Jurij says:

    Ich bin durch einfaches Nachrechnen für einen absoluten Durchschnitts Single mit 3.000 € Brutto im Monat auf eine Abgabenquote von ca. 2/3 gekommen. Das kann sich jeder ausrechnen. Inklusive der AG-Anteile, die auch Teil der Personalaufwendungen sind. Leider reagieren die meisten Leute absolut träge auf dergleichen Informationen. Dies ist zumindest meine Erfahrung. Ich bin mir nicht sicher, was zu tun ist, um die Leute wachzurütteln, damit der Steuer- und Abgabendiebstahl beendet wird. Leider ist der Streik wie bei Ayn Rand in Atlas shrugged in Deutschland wohl ein unerfüllbarer Traum. Unsere Vorfahren im 16. Jahrhundert hatten wohl mehr Renitenz bewiesen, als die indolenten Staatsgläubigen der Gegenwart. Leider.

  18. seinswandel says:

    Selbstverständlich ist es schon eine Leistung für sich, die Fakten der Steuerlast und der Sozialabgaben darzulegen. Dann kommt auch in diesem Blogbeitrag sofort die normative Wertung ins Spiel: die Früchte seiner Arbeit selbst behalten. Wie Sie ja wissen, ist die Lage ziemlich komplex. Zum Beispiel würde es viel weniger Früchte zu ernten geben, wenn durch Steuern und Sozialabgaben nicht öffentlicher Dienst, Krankassen, Hospitäler und vieles, vieles mehr bezahlt würde, wo viele, viele Menschen Leistungen erbringen – für die Gemeinschaft könnte man sagen. Oder etwa nicht?
    Sicher könnte man das auch ganz anders verteilen und organisieren? Aber wie? Linke wie Konserverative verehren nach wie vor die drei heiligen Ws – Wachstum, Wohlstand, Wohlfahrt – und glauben(!) an die Vollbeschäftigung als Teilhabemodell für alle. Wenn das das normative Ziel ist, wie soll es erreicht werden?

    Nochmal die Fragen: Was verstehen Sie unter Leistung? Leistung für was, wohin, wozu? Der Begriff ist m.E. ohne normative Fundierung sinnentleert. Leistung wird zum Selbstzweck, genauso wie Profit, Konsum etc. zum Selbstzweck wird.
    Schon Max Weber hatte die Einsicht, dass ein Mangel an Gütern nicht unser Kernproblem ist. Brauchen wir wirklich noch mehr Produktion, mehr Kapital, mehr Wachstum? Was sind die sozialen und ökologischen Folgen?

    Nur ein Beispiel: Es ist geradezu absurd, dass für die Beschaffenheit von Gurken und Bananen genaueste Bestimmungen gelten, aber es völlig gleichgültig ist, ob diese Güter unter menschenunwürdigen und ökologisch fatalen Bedingungen produziert werden. Wir leben in einer Welt, in der Massenvernichtung durch Mangelernährung institutionalisiert ist.
    https://seinswandel.wordpress.com/2014/06/14/massenvernichtung-durch-hunger/

    Wir brauchen eine Antwort auf die Frage, WELCHE Leistung wollen wir belohnen? WAS GENAU ist wirklich unser Nutzen? Worauf sind wir aus?

    • Jurij says:

      Ich kann in Ihrem Beitrag keinen Erkenntnisgewinn erkennen, außer, daß er von linksgrünen Plattitüden strotzt. Es geht in diesen Beitrag um den fatalen Umstand, daß bereits den Durchschnittsverdiener rund 2/3 seines Lohnes größtenteils ohne Gegenleistung weggenommen wird. D.h. Geraubt. Anscheinend finden Sie das völlig in Ordnung. Leistung ist das, was ein anderer bereit ist dafür zu bezahlen. Der Preis hierfür bildet sich am Markt. D.h. unabhängig von Ihrer persönlichen Werteinschätzung entsprechend der Nutzenlehre. Eine Arbeit kann daher auch, was einen Entgelt betrifft, völlig nutzlos sein, wenn niemand bereit ist, sie zu honorieren. Es gibt hierzu wunderbare Arbeiten von Mises, Hayek, Murray N. Rothbard, Henry Hazlitt oder auch den anderen Adepten der Österreichischen Schule, die jedem erschöpfend Auskunft geben. D.h. der Preis ist abhängig von dem Nutzenkalkül des Käufers und nicht von dem Aufwand an des Anbieters an Zeit und Kapital. Das bedeutet, daß auch ein hoher geistiger und körperlicher Aufwand keinen, oder nur einen niedrigen Preis (Gegenleistung) erbringen kann, während eine [nahezu] aufwandslose Idee einen sehr hohen Preis rechtfertigen kann, wenn sie im Auge des Käufers einen großen Nutzen darstellt. Was die anderen Punkte betrifft, so bestreitet kaum jemand, daß Gesundheitsleistungen bezahlt werden müssen, leider wird den Menschen aber die Wahlfreiheit genommen, über ihr Gesundheitsbudget selbst zu entscheiden. Andere Leistungen sind sogar sinnlos, wenn nicht gar schädlich und kaum jemand würde freiwillig für eine ihn kujonierende, überwuchernde Staatsbürokratie, Genderlehrstühle, GEZ und andere politische Spielereien freiwillig bezahlen. Dies funktioniert nur mittels gewaltsam beigetriebener Steuern und Abgaben. Was die Zivilisations und Wohlstandskritik betrifft, so muß ich sagen, ich mag beides. Wer es nicht mag, der mag ein bedürfnisloses Leben führen. Als Liberaler bzw. Libertärer habe ich nichts dagegen.

      • seinswandel says:

        Obwohl (oder gerade deswegen?) in DE 2/3 des Lohneinkommen abgeschöpft und umverteilt wird, leben wir in einer historisch einmaligen, vorher nie dagewesenen materiellen Fülle. Das müsste Sie doch freuen? Sind das nicht pralle Früchte einer Gemeinschaft von Menschen? Darf es noch ein wenig mehr sein? Wann wäre es genug? Vielleicht hängen Wachstum, Wohlstand UND Wohlfahrt sehr eng zusammen. Kann man sich ja mal im internationalen Vergleich anschauen. Ich bin überhaupt kein Freund eines Bevormundungsstaates, einer überbordenden Bürokratie usw. – deshalb frage ich ja: WIE soll es gehen? Mehr Mündigkeit für Patienten oder mehr Mitsprache bei den öffentl.-rechtl. Medien fände ich beispielsweise überaus begrüßenswert.
        Wie Sie wissen, findet Markt nicht im luftleeren Raum statt, sondern ist immer institutionell gerahmt. Nur weil der Staat eine rechtliche Ordnung durchsetzt, ist die moderne Marktwirtschaft so erfolgreich.
        Leistung ist also, wenn jemand dafür bezahlt, sagen Sie. Das kann man so definieren, klammert damit aber einen großen Teil der sozialen Wirklichkeit aus. Was ist mit Ehrenamt, Schulnoten, Sport, Kultur usw. – alles keine Leistung, wenn niemand dafür zahlt? Mir geht es nicht darum, moralisch und ideologisch festzulegen, was eine Leistung ist, sondern ich würde vorschlagen, dass Leistung das ist, was wir als anerkennswerten Beitrag eines Menschen würdigen. Dabei kann der frei und vorzugsweise fair ausgehandelte Preis selbstverständlich vorkommen.
        Ich nehme an, Sie wollen nicht die staatlich finanzierte Wissenschaft abschaffen, sondern nur die in Ihren Augen unliebsamen Genderlehrstühle. Welche Wissenschaft finanziert wird, sollte also demokratischen Entscheidungsprozessen unterliegen. Oder nicht? Vielleicht wäre es also wichtig demokratische Teilhabe zu stärken.
        Wenn sie schon von Raub sprechen. Ich beobachte vor allem einen Raub an unserer natürlichen Lebensgrundlage und an den zukünftigen Generationen. Um neben Klimawandel und Massenvernichtung durch Hunger noch ein alarmierendes Zeichen zu nennen: Wir sind auf dem besten Weg in das 6. Massenartensterben der Erdgeschichte zu steuern – dieses Mal von Menschenhand.
        advances.sciencemag.org/content/1/5/e1400253.full

        • Jurij says:

          Also kurz zusammengefaßt, da ich mich anscheinend nicht deutlich genug ausgedrückt habe. Der Tausch ist Jahrtausende alt, Das wurde in diesem Blog bereits des Öfteren erwähnt und funktioniert auch ohne Staat. Er ist nur eine Möglichkeit eine institutionelle Ordnung zu gewährleisten. Und mittlerweile eine schlechte, da er sich wie eine Krake in immer weitere Teile des Privatlebens frißt und den Menschen immer mehr Vorschriften macht, inwieweit sie ihre privaten Dinge zu regeln haben, mit wem sie Geschäfte zu machen haben, oder auch nicht. Jeder Staat, der über den Schutz des Eigentums hinausgeht, begeht eine Grenzverletzung. Auch Sport, Kultur und Bildung unterliegt dem Ökonomischen Gesetz, daß nur monetär vergütet wird, was anderen Leuten Nutzen bringt. Und sei es ein Unterhaltungswert. Alles andere ist Privatvergnügen und ein persönliches Hobby, welches nur dem Erbringer Befriedigung verschafft. Bitte seien sie nicht böse, dies gedenke ich nicht freiwillig zu finanzieren, wie auch vica versa meine Privatvergnügen nicht von Ihnen zu begleichen sind. Der Künstler und der Sportler unterliegt dem selben ökonomischen Gesetz, wie der Bauarbeiter. Alles andere wäre in der Tat zutiefst ungerecht. Mäzene sollen aus ihrer Privatschatulle fördern und nicht Zwangsabgaben hierfür verausgaben. Nein Lehrstühle sollte nicht Ihrer demokratischen Kontrolle unterliegen, sondern dem Markt unterliegen. D.h. die Nachfrager, in dem Fall die Studenten bzw. die an Forschung Interessierten bestimmen Zahl, Vergütung und Ausrichtung des Faches. Natürlich können auch Stiftungen, Privatpersonen ect. Lehrstühle finanzieren. Es ist ein Unding, daß Universitäten, welche vorwiegend von der Mittel- und Oberschicht frequentiert werden kostenlos für die Studenten sind, während Meisterkurse kostenpflichtig sind.
          Nein, ich bin kein Anhänger der Holy Church of Global Warming.

        • Norbertg says:

          “… leben wir in einer historisch einmaligen, vorher nie dagewesenen materiellen Fülle. …”

          Lügen Sie einfach nur oder welchen Grund gibt es für diese steile Behauptung?
          Die “Deutschen” sind im Schnitt ärmer an Vermögen als in vielen – auch armen – Europ. Ländern, also als z.B. in Italien oder Slovakei. So ist der Immobilienbesitz z.B. weit unterdurchschnittlich.

          Und warum haben wir dann auch nur einen Euro öffentliche Schulden und nicht stattdessen sogar einen Staatsschatz? (Wobei die versteckten Schulden (Pensionszusagen, Bürgschaften etc.) noch hinzulommen.)

  19. diwini says:

    Hat dies auf diwini's blog rebloggt.

  20. Bernd says:

    In den virtuellen Mülleimer sollte zuerst die Überschrift landen, denn die geht am Thema vorbei und hat Bildzeitungsniveau.

    Es ist mir neu, daß Familien keine Kirchensteuer zahlen und ledige dazu gezwungen werden. Auch ist unverständlich, warum eine Person viel mehr Benzin verbraucht, als eine Familie, wo möglicherweise ein Fahrdienst für die Kinder ansteht.

    Alles in allem erscheint mir dieser Beitrag sehr Wissenschaftlich und zeigt nicht ansatzweise worin das Eigentliche Problem unserer Zeit liegt. Geschweige dessen, wird kein Wort zur Lösung gebracht.

    • @Bernd

      Kritik nehmen wir ernst, aber inhaltsleeres Zeug wie Ihren Kommentar können wir beim besten Willen nicht ernst nehmen, und zwar u.a. WEIL

      1. IHR Kommentar keinerlei WEIL enthält! Wenn Ihnen z.B. Aussagen weltanschaulich nicht zusagen, dann meinen Sie, die Aussagen müssten falsch sein, und Falsches würde nur in der Bildzeitung abgedruckt. Das sagt mir: Sie sind ein MIttelschichtler, der ungebildet genug ist, um zu meinen, dass die Blätter, die er liest, irgendwie “Wahreres” abdrucken würde als die Bildzeitung, vermutlich nur, weil SIE sie eben lesen (statt der Bildzeitung),

      2. es keine Verfehlung unseres Textes darstellt, wenn er etwas enthält, was Ihnen NEU oder UNVERSTÄNDLICH ist. Wenn Sie meinen, dass wir etwas FALSCHES schreiben, dann schreiben Sie das doch Ihrerseits, nennen die Quelle Ihrer Erkenntnis, damit das jeder selbst nachprüfen kann, und drücken das ganze in einem sachlichen Ton aus! Können Sie das nicht?

      3. Ihre huldvolle Verkündigung, dass wir nicht das “[e]igentliche Problem unserer Zeit” angesprochen haben, sinnloses Geschwafel ist, solange
      3.a sie nicht erklären, worin dieses Problem bestehen soll,
      3.b warum sie es als das “eigentliche” Problem “unserer Zeit” betrachten,
      3.c und wie die Argumentation in unserem Text davon profitiert hätte oder dadurch korrigiert würde, dass dieses Problem berücksichtigt wird;

      4. ein argumentativer Text nicht deshalb negativ bewertet werden kann, weil er etwas bestimmtes argumentiert, also einer bestimmten Textsorte angehört und nicht einer anderen; Sie mögen eine Präferenz für Prosa haben, aber das spricht nicht gegen einen Text, der Lyrik ist, das sollten auch Sie verstehen können, oder!?

      5. es schwerlich ernstzunehmen ist, wenn jemand etwas als Kritikpunkt äußert, was der selbst schuldig bleibt, also z.B. die Erwähnung des ach so wichtigen, nein, “eigentlichen” Problems unserer Zeit sowie die Lösungsvorschläge, die sie vermissen. Wie können Sie anderen Leuten vorwerfen, dass sie keine Lösungsvorschläge machen, wenn Sie selbst das doch so wichtig fänden, aber gleichzeitig selbst nicht einmal probeweise einen Lösungsvorschlag erwähnen?

      Bernd, ich schlage vor, Sie überwinden Ihre emotionalen Barrieren, die Sie vermutlich aufgrund Ihrer Weltanschauung aufgetürmt haben, um nichts verstehen zu müssen, was Sie nicht mögen, und vielleich beginnen Sie damit, sich klar zu machen, was eine KRITIK ist im Unterschied zu irgendwelchen Bekundungen persönlicher Abneigung durch inhaltsleere Floskeln und negative Adjektive oder Verweise darauf, dass etwas nicht ist, was einem lieber wäre. Mit allem Respekt: was Sie da von sich geben, ist einfach Quatsch.

  21. robertknoche says:

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Wir sind es gewohnt, das wir für alles Steuern bezahlen. Viele fragen nicht danach, was mit diesem Geld geschieht. Man nimmt an, dass
    dieses Geld benutzt wird, um öffentliche Einrichtungen zu
    finanzieren.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus. Unsere Steuergelder werden für
    Waffen ausgegeben und anderen Ländern ihre Schulden bezahlt,
    während wir bald an unsderen eigenen Schulden ersticken! Davon
    abgesehen, bereichdern sich die Poliiker an unserem Geld und wir
    werden dabei immer ärmer!

  22. pragmatiker says:

    Die Analyse des Problems der vom Staat aufoktruyierten “Bürgerbeglückung” auf Kosten der Beglückten ist punktgenau. Ich wünschte mir ein Aufwachen bei den Steuer zahlenden Schafen. Die Unzufriedenheit ist spürbar, aber ändern tut sich nichts. Wie ist das zu erklären ? Sind wir als Herde (sorry: Volk) zu blöd ? Welche Vorschläge gibt es zum zivilen Ungehorsam, was muss geschehen, damit die deutsche Reise nach Absurdistan endlich aufhört ?

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Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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