Wer Rundfunkgebühren nicht zahlt, der kommt ins Schuldnerverzeichnis

Wer in Deutschland lebt, der muss die GEZ füttern, ob er will oder nicht.

erste reiheDie Finanzierung der ersten Reihe, in der man sitzen muss, um das hervorragende Programm der öffentlich-rechtlichen Sender auch genießen zu können, denn dass es genossen werden muss, das steht fest, an dieser Finanzierung gibt es nichts zu rütteln.

Wo kämen wir auch hin, wenn Seher und Hörer einfach so aus einem Vertrag aussteigen könnten, den sie nie geschlossen haben?

Nein. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind wichtig und müssen finanziert werden.

Warum sind síe wichtig?

Nun, sie haben einen Bildungsauftrag.

Sie dienen großen Teilen der medienwissenschaftlich studierten Mittelschicht als Einkommensquelle.

Sie dienen als Quelle politisch-korrekter Indoktrination und Berieselung.

Sie dienen den Parteien als Einflusssphäre und ideologischer Transmissionsriemen.

Die Rundfunkräte der Sender dienen den Funktionären von Kirchen, Gewerkschaften und den unterschiedlichsten Verbänden als zusätzliche Einnahmequelle.

Sie übertragen die Fussballweltmeisterschaft.

Ja! Sie sind wichtig.

Und weil sie wichtig sind, deshalb werden sie von allen finanziert, zwangsfinanziert.

leere erste reiheWer sich weigert, GEZ-Gebühren zu entrichten, der wird erst gemahnt, dann nochmals gemahnt, dann wird ein Vollstreckungsbefehl erwirkt, die Zwangsvollstreckung eingeleitet, der Gerichtsvollzieher eingeschaltet, der säumige Schuldner, der GEZ-Gebührenverweiger, der Untergraber der öffentlichen Gebührenzahlmoral, in das Schuldnerverzeichnis eingetragen, was die Schufa gierig aufnimmt und ihrerseits einträgt, was wiederum dazu führt, dass EC- und Kreditkarten gekündigt und der GEZ-Gebühren-Säumige zum Paria des öffentlich-rechtlichen Geldverkehrs wird.

Und all das ist rechtens.

Nicht nur, weil die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender, die Belehrung und Unterhaltung der Massen, deren Indoktrination und Versorgung mit dem, was sie hören und sehen sollen, durch Nichzahlung der GEZ-Gebühren bedroht ist, sondern weil der Bundesgerichtshof gerade den Beschluss gefasst hat, dass GEZ-Gebührensäumige in das Schuldnerverzeichnis bei Amtsgerichten eingetragen werden dürfen.

Wer keine Gebühren für die Öffentlich-Rechlichen abführt, der wird seinerseits aufgeführt, im Schuldnerverzeichnis.

Damit wird sein Ende als geschäftsfähiger Deutscher eingeläutet. Ein angemessenes Mittel, wenn man bedenkt, dass es um nicht mehr und nicht weniger als das öffentlich-rechtliche Fernsehen geht, dessen überragende Qualität mit allen Mitteln aufrecht erhalten werden muss.

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26 Responses to Wer Rundfunkgebühren nicht zahlt, der kommt ins Schuldnerverzeichnis

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Wer Rundfunkgebühren nicht zahlt, der kommt ins Schuldnerverzeichnis

  2. palina says:

    hiess früher “an den Pranger.” Mich wundert in diesem Ländle nichts mehr!!! Abgesegnet vom Bundesgerichtshof. Soviel zur Rechtslage in Deutschland. Vielleicht müssen auch zukünftig Menschen KfZ Steuer bezahlen, obwohl sie gar kein Auto haben. Theoretisch könnten sie eines besitzen. Dachte immer es geht nicht mehr weiter nach unten. Doch es geht.

  3. martin1 says:

    Na ja, das ist aber etwas Panikmache…

    Vor dem Schuldnerverzeichnis kommt erst a) Gerichtsvollzieher, b) fruchtlose Pfändung und c) Abgabe der EV-Versicherung.

  4. Tja, es reicht schon der schlichte Bankwechsel um nur noch bedingt geschäftswürdig/-fähig zu sein! Noch Fragen

  5. Lucas says:

    Als Student kann ich es mir noch leisten den Beitrag nicht zu zahlen. Glücklicherweise habe ich auch noch nie den Beitrag gezahlt, so dass ich nie in dem Vertrag drin war und sein werde.

    • Roland says:

      Wie kommst du darauf, dass du da niemals drin sein wirst? Sobald dein Bafög ausläuft, dauert es höchstens 2 Wochen und das GEZ Briefchen wartet im Postkasten. Höchstens wenn du dich nicht umgemeldet hast, kommen sie nicht.

    • rjb says:

      Vor einiger Zeit ging, dem einen oder anderen vielleicht noch in Erinnerung, das Lamento einer Abiturientin durch die grandiosen Medien, sie hätte zwar gelernt, Gedichte in allen Himmelsrichtungen zu interpretieren, aber keine Ahnung von den, ihrer Ansicht nach, wirklich wichtigen Dingen des Lebens, wie Versicherungen, Handhabung von Verträgen etc. Natürlich ist diese Prioritätssetzung zum Haareraufen. Gedichte müssen nicht, können aber sehr wichtig sein; das hängt von jedermanns persönlicher Lebenseinstellung ab. Versicherungen und Verträge sind hingegen auf der selben Stufe wie etwa Zähneputzen, oder die Verrichtungen, für die man sich auf ein speziell geformtes schüsselartiges Gebilde setzt. Hinlängliche Kenntnisse, wie das funktioniert, sind schon ganz praktisch, aber wenn ich dafür leben würde, dann würde ich mich von der nächsten Klippe stürzen.

      Im vorliegenden Fall sind einige Eckpunkte:
      – In Verträgen ist man nicht “drin” dadurch, daß man etwas bezahlt, sondern umgekehrt: Man bezahlt etwas aufgrund eines Vertrages. Das ist aber nicht immer so beim Bezahlen. Insbesondere dann, wenn es der Staat oder eine seiner Unterabteilungen ist, die etwas bezahlt haben will, brauchen die dafür keinen Vertrag.
      – Das trifft auch auf diese Rundfunkgebühren zu. Die sind fällig, sobald du statt unter einer Brücke in etwas Wohnungsartigem haust, und ggf. auch für eine nicht unbeträchtliche Zeit im nachhinein, die GEZ-Schnüffler gibt es nach wie vor, Daten, wer wann wo eingezogen ist, erhalten die Gebühreneinkassierer von den Einwohnermeldeämtern.

      Vor einiger Zeit war es in diesem Lande ja ganz wichtig, die 13. Gymnasialklasse abzuschaffen. Das wurde begleitet von allerlei Geschwätz, in dieser 13. Klasse würde sowieso nichts mehr gemacht. Nun, dann hätte man ja ca. eine Woche dieser 13. Klasse für die obigen beiden und eine Handvoll weiterer Tiefsinnigkeiten über Versicherungen und Verträge verwenden können, und im Rest der Zeit Gedichte interpretieren. Aber das ist wohl vorbei, kürzlich las ich irgendwo, man solle doch auch mal das Ausfüllen von Steuererklärungen üben, im Deutschunterricht. In diesem Land muten alle Verhältnisse zunehmend seltsam verschoben und verschroben, um nicht zu sagen, irr an.

  6. Ob die Banken das freuen wird, wenn ihnen reihenweise Kreditnehmer abspenstig gemacht werden?

  7. Und wem haben wir das hauptamtlich zu verdanken? Einem SPD’ler! Dem Kurt Beck, der aktuell einen auf Stiftung macht.

    (“Zurzeit ist er Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Vorsitz er gemeinsam mit Dieter Schulte nach dem Tode Peter Strucks übernahm.”

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Beck

    Kopfsteuer würde ich das nennen?!

    So geht S-ozial P-löde D-ummheit, denn der Herr Beck, als (fast) leistungsloser Spitzenverdiener zahlt genau den Beitrag, wie die von seiner Partei geformten Heldinnen der Alleinerziehungen … oder so?

    Das ist eine zutiefst unsoziale Kopfsteuer?

    Du bist, also GEZ … frei nach einem alten Griechen. Die sind ja immerhin dieser Tage in aller Munde, die Griechen.

  8. Mich wundert dass sich dies die ‘Menschen gefallen lassen und keiner persönlich den Mum aufbringt, die Indentanten für die Kriegspropaganda und deren Zwangsfinanzierung Regress nimmt.

    • moog says:

      ich bin betroffener und das aus absicht.
      wenn unrecht zu recht wird, wird widerstand zur pflicht.

      ich konsumiere nicht und ich habe keinen vertrag mit dieser “staatsunabhängigen” propaganda- und unterhaltungs-“behörde” geschlossen – ich zahle nicht.
      ich bin schuldenfrei – der schufa-pranger interessiert mich also nicht. sie sollen ruhig pfänden. ich gebe kein geld – sie müssen es mir stehlen.
      und das wird sich widerholen, wenn der medienmolloch den nächsten zehnten will.

      den apparat kann man zwar nicht allein aufhalten, aber irgendjemand muss beginnen.

      drückt der apparat weiter, räume ich alle meine konten leer – annonymer sachwertbesitz kann nicht besteuert werden, solange die sachwerte kompakt, mobil und hinreichend versteckt sind. tauschen geht immer.
      drückt der apparat immernoch weiter, gehe ich auch gern in den knast – mal sehen, wer dann die steuern zahlt.
      drückt er dann noch immer, wandere ich entweder aus, oder ich kündige vielleicht meinen job, kassiere erstmal stütze, danach harz4 und dann arbeite ich vielleicht schwarz, so viel ich kann und so schwarz es nur geht, bis dieser apparat kollabiert und vernünftig neu begonnen werden kann.

      ich erkläre ausnamslos jedem, warum ich das mache.
      es muss beginnen.

      da es keine “anleitung” zur anwendung von GG§20/Abs.4 gibt, und das system mit systemmitteln offenkundig nicht zu ändern ist, denke ich, das ist noch ein möglicher weg.

      es lebe der widerstand!
      katharsis dem apparat!

  9. @ineitzke says:

    Widerstand leisten ja, aber mit halbwegs guter Erfolgsprognose. Diese drei Quellen empfehle ich zu studieren, um sich oder andere nicht ins Unglück zu stürzen.

  10. holzi63 says:

    wenn mann kein konto hat, kann mann doch nix pfänden? oder wie? oder will der gver meine vollgeschissene unterhose mitnehmen?na, wie jetzt?

  11. BeFree says:

    Es gab einmal eine Zeit in Deutschland, da hatte sich die Obrigkeit, welche das ist erklärt sich gleich implizite, einen Volksgerichtshof eingerichtet, der nicht etwa Recht für das Volk sprach, sondern gegen das Volk, es wurde ihm nur anders verkauft. Vor den Volksgerichtshof konnte man kommen, wenn man z.B. Feindsender hörte und vom Blockwart verpfiffen worden war, wie z.B. seinerzeit BBC, den der Heimlichlauscher sogar kostenfrei geliefert bekam. Vor den Volksgerichtshof kamen Volksschädlinge, welche partout nicht alles glauben wollten, was ihnen der damalige Staatsfunk an Umerziehung und Indoktrination um die Ohren hauen wollte.
    Heute sind die Dinge viel, viel besser, logisch. Da haben wir einen Bundesgerichtshof, wo bereits der Name nichts suggeriert, für oder gegen wen er urteilt. Dennoch haben die beiden Obergerichte, so unterschiedlich die Sache auch inzwischen sein mag, eines gemeinsam, sie urteilen immer zugunsten der Obrigkeit, also derjenigen die gerade mal dran ist, damals diese, heute jene, aber Obrigkeit bleibt Obrigkeit.
    Der BGH also urteilt, anders als damals, heute zugunsten eines/diverser Feindsender/s gegen die Büger und zur Bürger- und Schlafschafeindoktrination sowie Umerziehung, wofür diese/r von Beginn an konzipiert war/en.
    Und selbst wenn der mündige aber Zwangshirninfusionen ablehnende Bürger (gem. obrigkeitlicher Definition: Volksschädling i.S. der GEZ in Vertretung der BRD) es strikt ablehnt, sich umerziehen und indoktrinieren zu lassen, muss er zwangsweise für die abgelehnte Umerziehung und Indoktrination, an den modernen Gesslerhut seinen Tribut bezahlen, sagt der BGH und entpuppt sich als neuer, wahrer Gegen-Das-Volk-Gerichtshof.
    Ein generelle Erklärung bietet allerdings, wenngleich nicht Trost oder gar Hoffnung auf Besserung spendend, ein Zitat von Wilhelm Busch an: Er war Jurist und hatte auch sonst keinen Verstand.

  12. Ralphas says:

    Ich bin in der DDR groß geworden, dort war die “Rotlichtbestrahlung” Staatspropaganda der DDR gratis, im Merkelismus muss man dafür auch noch zahlen eine Verschlechterung
    . Trotzdem sind im Merkelfernsehen die Lügen genauso dreist wie früher ! Traurig traurig !

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