Flüchtlinge in Frauenhäuser! Frauenhäuser einer sinnvollen Nutzung zuführen!

Kein Tag vergeht, an dem in Deutschlands medialem Sommerloch nicht aus einer Kommune berichtet wird, der die Flüchlinge bis zum Hals stehen. Kein Tag, an dem sich die ARD nicht bemüht, Aufklärung darüber zu betreiben, was denn der Unterschied zwischen den unzähligen Statuszuweisungen an Menschen, die nach Deutschland kommen, ist, worin sich Flüchtlinge von Asylbewerbern von Migranten unterscheiden. Seltsamerweise schaffen es die zuständigen Redakteure dabei vollkommen die Profiteure dieser verschiedenen Statusbezeichnungen mit ihren zugehörigen Formen der Aufenthaltsgenehmigung, -bewilligung, Duldung zu benennen:

Jene Juristen, die vom juristischen Chaos, das seit Jahrzehnten Verwaltungsgerichte lähmt und auf Kosten der Steuerzahler aufrechterhalten wird, leben. Jene Asyl-Industrie, deren Hauptzweck darin besteht, Asylbewerberheime mit Gewinn zu betreiben und die geringen Mittel, die von Kommunen an Asylbewerber verteilt werden, weil diesen die Aufnahme einer Arbeit und damit einer unabhängigen Existenz verboten ist, wieder einsammeln und in die eigene Tasche wirtschaften.

Schon vor rund zwei Jahrzehnten hat sich Amtsrichter Peter Selber in Chemnitz über die Höhe des Gehalts gewundert, das sich zwei Geschäftsführer, die mit ihrem Unternehmen zwei Asylbewerberheime betrieben haben, genehmigt haben. Es waren schlappe je 18.000 DM im Monat. Sofern man in Verwunderung nicht abstumpft und der nämliche Richter noch oder wieder Straftrichter ist, er wird sich heute noch mehr wundern.

Aber lassen wir diese selbstgemachten Probleme deutscher Zuwanderungspolitik, an denen sich ganze Berufsgruppe eine goldene Nase verdienen, heute unbeachtet und wenden wir uns dem dringenden Problem zu, für die Kriegs-Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, eine Unterkunft zu besorgen.

ScienceFiles_BreakfastclubIm heutigen ScienceFiles-Breakfast-Club, hat sich Dr. habil. Heike Diefenbach einmal mehr mit einer genialen Idee hervorgetan.

Wir haben vor einiger Zeit von einem Gutachten berichtet, das im Auftrag des Ministeriums für FSFJ erstellt wurde und in dem sich Cornelia Helfferich und Barbara Kavemann vom Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Evangelischen Hochschule in Freiburg alle Mühe geben, einerseits die Notwendigkeit staatlicher und kommunaler Finanzierung von Frauenhäusern zu begründen, andererseits die Tatsache, dass Frauenhäuser über das Jahr betrachtet weitgehend leerstehen, zu verschleiern.

Es ist uns damals dennoch gelungen, eine Auslastungsquote für Frauenhäuser zu berechnen, aus der hervorgeht, dass die meisten Frauenhäuser den größten Teil des Jahres weitgehend leerstehen. Die Auslastungsquote auf das Jahr berechnet, reicht von 18% in sächsischen Frauenhäusern bis 92% in Berliner Frauenhäusern. Die Auslastungsquote ist eine Obergrenze, d.h. die Auslastung wurde von uns um jeweils bis zu 50% überschätzt. Das ist der Tatsache geschuldet, dass sich Helfferich und Kavemann wirklich alle Mühe geben, die tatsächliche Auslastung nicht nachvollziehbar zu machen (z.B. durch die Verwendung von Kategorien wie “bis zu 50%”).

Dessen ungeachtet kann man feststellen, dass die meisten Frauenhäuser in den Kommunen die meiste Zeit des Jahres leerstehen. Es ist also eine Infrastruktur vorhanden, in die problemlos Füchtlinge einquartiert werden könnten, was bei den entsprechenden Kommunen sogar zu einer Kostensenkung führen würde:

Erstens finanzieren sie die Frauenhäuser egal, ob diese leerstehen oder nicht.

Zweitens finanzieren sie die Unterbringung von Flüchtlingen.

Erfolgt die Unterbringung von Flüchtlingen nicht in den vorhandenen leeren Räumlichkeiten der Frauenhäuser, dann bezahlen Kommunen also doppelt, einmal für die Unterbringung der Flüchtlinge, einmal für die leerstehenden Frauenhäuser.

Entsprechend kann durch die Unterbringung von Flüchtlingen in Frauenhäusern Geld gespart werden, was den klammen Kommunen doch eigentlich eine willkommene Botschaft sein müsste.

Für den Hinweis auf diese Einsparungen, dürfen sich die entsprechenden Kommunen gerne bei Dr. habil. Heike Diefenbach bedanken.

Nachfrage nach Frauenhäusern

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