Untersuchung: Asylbewerber verursachen höhere Kosten im Gesundheitssystem als Versicherte

Mehr als eine Million Flüchtlinge sind 2016 nach Deutschland gekommen und zunächst in die sozialen Sicherungssysteme eingewandert. Sie erhalten dieselben medizinischen Leistungen, die regulär Versicherte erhalten, verursachen aber um 10% höhere Gesamtkosten als regulär Versicherte.

Zu diesem Ergebnis kommen Sebastian Bauhoff und Dirk Göpffarth in einer fundierten Untersuchung, in der sie auf die Daten von 3.689 Asylbewerbern und 18.191 regulär Versicherten zurückgreifen konnten, die im Jahre 2016 im Durchschnitt 169 Tage mit Barmer versichert waren. Die Daten der Versicherten und Asylbewerber stammen zu 97% aus Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, was ihrer Vergleichbarkeit jedoch keinen Abbruch tut (schließlich ist Nordrhein-Westfalen das größte Bundesland).

Aus der Stichprobe der 3.689 Asylbewerber und der Vergleichsstichprobe der 18.191 regulär Versicherten haben Bauhoff und Göpffarth einen Datensatz erstellt, in dem jedem Asylbewerber auf Grundlage sozioökonomischer Variablen fünf vergleichbare regulär Versicherte zugespielt wurden. Dieser Datensatz erlaubt es, Aussagen über Morbidität und Kosten im Vergleich von Asylbewerbern und regulär Versicherten zu machen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass 70% der Asylbewerber unter 30 Jahre alt und 62% männlich sind, d.h. eine im Vergleich zur deutschen Bevölkerung verzerrte Stichprobe vorliegt (23% der Asylbewerber in der Stichprobe stammen aus Syrien, 18% aus Afghanistan, 14% aus dem Irak, je 5% aus Albanien und Armenien usw.).

Die Autoren berichten u.a. die folgenden Ergebnisse:

  • Quelle: Bauhoff & Göpffarth (2018: 7)

    Im Vergleich zu regulär Versicherten finden sich unter Asylbewerbern höhere Prävalenzen für die folgenden Morbiditäten (sortiert nach Häufigkeit):

    • Schwangerschaft (im Verhältnis 2,4 : 1)
    • Psychische und Verhaltensstörungen (im Verhältnis 2,6 : 1);
    • Erkrankungen der Verdauungsorgane / des Verdauungssystems (im Verhältnis 2,4 : 1);
    • Erkrankungen des Bewegungsapparats (4,8 : 1)
    • Tuberkulose (Im Verhältnis 36 : 1)
  • Im Vergleich zu regulär Versicherten wurden Asylbewerber häufiger in ein Krankenhaus eingeliefert (im Verhältnis 2,3 : 1);
  • Dagegen wurden Asylbewerber seltener ambulant behandelt als regulär Versicherte (Im Verhältnis 1 : 1,2), ihnen wurden seltener Medikamente verschrieben (im Verhältnis 1 : 1,8), und sie hatten seltener eine Zahnbehandlung (1 : 1,1);
  • Die Kosten für die gesundheitliche Versorgung von Asylbewerbern liegen um 10% höher als die Kosten für die Versorgung von regulär Versicherten und betragen im Durchschnitt 1.884 Euro pro Person und Jahr (im Vergleich zu 1.719 Euro für regulär Versicherte).
    • Darin enthalten sind Kosten in Höhe von 1.013 Euro pro Jahr und Asylbewerber für Krankenhausbehandlungen. Im Vergleich dazu betragen die Krankenhauskosten pro regulär Versicherten 435 Euro im Jahr.

Die Ergebnisse von Bauhoff und Göpffarth zeigen deutlich, dass die Kosten der gesundheitlichen Versorgung von Asylbewerbern die Kosten, die für regulär Versicherte entstehen, zum Teil deutlich übersteigen. Da Asylbewerber in der Regel keine Beiträge in die Gesetzliche Krankenversicherung abführen, findet sich hier einmal mehr ein Gerechtigkeitsproblem, über das in Deutschland diskutiert werden müsste. Aber vermutlich finden nicht einmal die Ergebnisse der gut gemachten Untersuchung von Bauhoff und Göpffahrt die mediale Verbreitung, die ihnen gebührt.

Bauhoff, Sebastian & Göpffarth, Dirk (2018). Asylum-Seekers in Germany Differ From Regularly Insured in Their Morbidity Utilizations and Costs of Care. PlosOne.

Mehr von Bauhoff und Göpffarth auf ScienceFiles: Forscher belegen Betrug durch gesetzliche Krankenversicherung

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?


Weitere Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Matchingprobleme: Wenn Flüchtlinge und Arbeitsplätze nicht zusammenkommen wollen

Als Christopher Pissarides in den 1980er Jahren seine Matching-Theory aufgestellt hat, mit der er Arbeitslosigkeit erklärt hat, und zwar über eine ganze Reihe von Variablen, hat er bereits darauf hingewiesen, dass die Aufnahme einer Arbeit nicht nur davon abhängig ist, dass die Kompetenzen dessen, der den Arbeitsplatz ausfüllen soll mit den Anforderungen, die der Arbeitsplatz stellt, im Einklang stehen sondern auch davon, dass die Erwartungen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber an die Zusammenarbeit herantragen, kongruent sind. Schließlich, und gerade im deutschen Zusammenhang kann man das nicht oft genug sagen, hat Pissarides darauf hingewiesen, dass das, was er und andere Ökonomen den Reservation Wage nennen, sich erheblich auf die Bereitschaft auswirkt, einen Arbeitsplatz aufzunehmen. Wer durch Arbeit nur wenig mehr verdient als er an Ersatzleistungen wie Hartz-IV erhält, der wird den um 11 Uhr beginnenden Müßiggang der Mühsal des pünktlichen Erscheinens am Arbeitsplatz vorziehen.

Soweit die Theorie, nun das Ganze in Praxis.

Die guten Menschen der Bad Vilbeler Flüchtlingshilfe hatten Unternehmer, die im Gewerbering Bad Vilbel zusammengeschlossen sind, zu einem Treffen mit Flüchtlingen eingeladen, um deren Vermittlung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Schützlinge der Bad Vilbeler Helfer bringen selbst nach deren Ansicht eine Reihe von Problemen mit in die Arbeitsplatzsuche: Sie seien nur am schnellen Geld interessiert, nicht an einer Ausbildung, sie wollten weder Schichtdienst noch körperlich anstrengende Arbeit leisten und hätten ihre Probleme mit dem pünktlichen Erscheinen am Arbeitsplatz. Wie ein Treffen mit Unternehmern etwas an diesen Problemen ändern soll, die sich letztlich daraus ergeben, dass sich die Flüchtlinge diese Probleme leisten können, ohne dass es einen Effekt auf die Höhe der Transferzahlungen hat, die ihnen monatlich zugehen, das ist eine Frage, deren Antwort uns wirklich sehr interessiert hätte, die wir aber leider nie bekommen werden, denn: Die Flüchtlingshelfer sind mit ihren Schützlingen unter sich geblieben. Kein einziger Arbeitgeber ist der Einladung gefolgt.

Die Gründe dafür und eine Vielzahl von Einsichten, die man dem Alltagsverstand zuschreiben muss, jenem Alltagsverstand, der bei Politikern so überhaupt nicht vorhanden zu sein scheint, kann man in den Kommentaren zu dem Beitrag in der Wetterauer Zeitung nachlesen. Die Kommentare lesen sich zum Teil wie eine Anwendung der Theorie von Pissarides:

Eine Reihe von Kommentatoren beschreibt, dass aus ihrer Erfahrung die Erwartungen von Arbeitgebern und Flüchtlingen nicht kommensurabel sind. So erwarten Arbeitgeber Pünktlichkeit, sie erwarten, dass Helfer im Fensterbau bereit sind, Fenster zu tragen und Werkzeugkisten zu transportieren und somit Dinge, die offenkundig auf wenig Gegenliebe bei Flüchtlingen stoßen. Dass die Flüchtlinge, mit denen die Kommentatoren in Kontakt gekommen sind, auch keinerlei Notwendigkeit sehen, körperliche Arbeit, anstrengende Arbeit überhaupt auszuführen, hat seine Ursachen u.a. in der Politik, die Jobcentern verfolgen. So wurde einem Kommentatoren, der dachte, er könne einem Flüchtling einen Minijob mit Gartenarbeiten bieten (Rasen mähen, Unkraut jäten, kleine Reparaturen ausführen usw.) und auf diese Weise dessen Integration in die Gesellschaft fördern, vom Jobcenter erklärt, dass diese Arbeiten für Flüchtlinge nicht zumutbar seien. Wundert sich noch jemand, wenn Flüchtlinge weder Werkzeug noch Werkstücke tragen wollen, wenn Rasen mähen und kleine Reparaturen ausführen vom JobCenter als nicht zumutbare Tätigkeiten eingestuft werden?

Sehr gut bringt den Missstand, den Pissarides als zu niedrige Anreize, einen Arbeitsplatz aufzunehmen und damit als zu hohen „Reservation Wage“ bezeichnen würde, der Kommentator R. Gator zum Ausdruck. Er schreibt:

„Das naive, bunte und tolerante Weltbild der ‘Flüchtlingshelfer’ lässt sich nun mal nicht der Realität der Gewerbetreibenden aufzwingen: Ein gut versorgter Schutzsuchender, der bei freier Kost und Logis staatliche Transferleistungen ohne Gegenleistung, praktisch als bedingungsloses Grundeinkommen in einer Höhe erhält, die in seiner Heimat einem Vermögen entsprochen hätten, sieht selbstverständlich keine Notwendigkeit, sich hierzulande in einem prekären Arbeitsverhältnis oder unbezahlten Praktikum ausbeuten zu lassen. Solch niedere Tätigkeiten, welche die Bereitschaft zum ungeliebten Schichtdienst, zu körperlich schwerer Arbeit und Pünktlichkeit sowie Zuverlässigkeit erfordern, kann man nur denen als alternativlos verkaufen, die schon länger hier leben und sich bei Ablehnung solcher Jobangebote der Verfolgungsbetreuung und den Schikanen des Jobcenters ausgeliefert sehen“.

Man muss nicht allen Inhalten zustimmen, aber in der Sache hat der Kommentator vollkommen recht. Wenn es das Ziel war, durch die Zuwanderung von Flüchtlingen nicht nur sozialen Unfrieden zu stiften, sondern nach deren Einreise durch Vergünstigungen, Sonderbehandlung und was auch immer dafür zu sorgen, dass die Integration von Flüchtlingen, die aufgrund ihrer mangelhaften Ausbildung zunächst nur über Minijobs, Hilfsarbeiterjobs und Anlerntätigkeiten erfolgen kann, scheitert, dann ist die deutsche Gesellschaft auf dem besten Weg, dieses Ziel vollumfänglich zu erreichen.

Kleinanzeige: Machen Sie Flüchtlinge zum Erben!

Aus den Kleinanzeigen stammt, was Corvusalbus im Forum gepostet hat.

Wenn Sie also der Ansicht sind, dass ihr zu Lebzeiten angesammeltes Vermögen und ihr Eigentum posthum Flüchtlingen (und der UNO-Flüchtlingshilfe) eine Zukunft schenken soll, dann vererben Sie an Flüchtlinge, natürlich nach Abzug der Steuern, denn auch Erbschaften von Flüchtlingen sind erbschaftssteuerpflichtig.

Der Verein, der das anpreist, ist im Grunde eine Regierungsorganisation. 1980 gegründet um Spenden für UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) einzusammeln, weil UNHCR dazu selbst nicht befugt ist, wird der eingetragene Verein seit 2004 von einer gleichnamigen Stiftung getragen, die 2016 ein Stiftungsvermögen von 1.329.340 Euro hatte. Das Ziel des Vereins ist es, „lebensrettende Nothilfemaßnahmen im akuten Krisenfall“ zu ergreifen, Aus und Weiterbildungsprogramme für Flüchtlinge zu finanzieren, Eingliederungshilfen für zurückkehrende Flüchtlinge bereit zu stellen usw.

Im Jahr 2016 hatte UNO-Flüchlingshilfe e.V. 26.781.000 Euro zur Verfügung, davon 88% aus Spenden und 1% aus Testamenten. 20,9 Millionen Euro aus dem Spendenaufkommen wurden zur „Projektförderung“ und dazu ausgegeben „Verständnis … für Flüchtlinge“ zu wecken. 3,8 Millionen Euro waren notwendig, um mit Spendern zu kommunizieren, rund 700.000 Euro für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. In der Bonner Geschäftsstelle arbeiten derzeit 27 hauptamtliche Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung sowie 15 Aushilfen. Geschäftsführer ist Peter Ruhenstroth-Bauer.

Man mag sich gar nicht vorstellen, was auf dem sekundären Arbeitsmarkt los wäre, wenn es nicht all die eingetragenen Vereine und Stiftungen gäbe, die es sich zum Ziel gesetzt haben, gut zu sein und andere aufzuklären, ihnen zu helfen, dafür Geld einzusammeln und Projekte, vor allem Projekte, zuweilen auch Maßnahmen auszuführen.

Falls Sie die Absicht haben, demnächst das Zeitliche zu segnen und noch nach einer Möglichkeit suchen, ihr Hab und Gut so anzulegen, dass sie auch im Jenseits noch mit sich zufrieden sein können: Wenden Sie sich an die UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

Wer seinen Senf dazu geben will, der kann das im Forum tun.

Systematische Zerstörung: Flüchtlinge bekommen in Bremen den Hauptschulabschluss geschenkt

Wenn es darum geht, Bildung, den Wert von Bildung und die Bedeutung von Bildungszertifikaten systematisch zu zerstören, dann ist niemand so erfolgreich wie das Bundesland Bremen.

Bremer Schüler schneiden in bundesweiten Leistungstests immer am schlechtesten ab. Bremer Abiturienten haben in vielen Fällen gerade einmal das Niveau bayerischer Hauptschulabsolventen, und Bremer Universitäten … aber lassen wir das.

Wenden wir uns lieber dem neuesten Fall der mutwilligen Zerstörung von Bildung zu, den es aus Bremen zu berichten gibt. Dort bekommen Flüchtlinge in einem einzigartigen Versuch, die Realität zum Verschwinden zu bringen, Hauptschulabschlüsse geschenkt.

Stellen Sie sich vor, Sie haben rund 800 Schüler, von denen im besten Fall 20% den Hauptschulabschluss aufgrund ihrer nachgewiesenen schulischen Fähigkeiten erreichen können. Wie stellen Sie es an, dass nicht 20%, sondern 80% den Hauptschulabschluss erreichen, die Größenverhältnisse also umgekehrt werden?

So geht’s:

Zunächst kappen Sie alle Verbindungen zu einem externen Maßstab. Dass man Mindestanforderungen in deutscher Sprache, Mathematik usw. nachweisen muss, um einen Hauptschulabschluss zu erreichen, das vergessen wir einfach. Der externe Maßstab, nachdem die Beherrschung einer Sprache in Wort und Schrift und die Beherrschung von Mathematik in z.B. der Fähigkeit, den Satz des Pythagoras anzuwenden, besteht, den streichen wir.

Statt dessen benutzen wir, bei der Beurteilung der Leistungen unserer 800 Schüler einen internen Maßstab. Wir gehen vom Besten unter den Schlecht aus. Er erhält seine gemessen an den anderen Schlechten „beste Leistung“ mit der besten Note vergütet und setzt damit den neuen Standard. Nun nehmen wir den schlechtesten der Schlechten und setzen den anderen Extrempunkt unserer Verteilung. Zwischen beiden Extrempunkten schaffen wir dann eine Art „Normalverteilung der Noten“, die ihren Scheitelpunkt zwischen den Noten 2  und 3 hat und nach links wie nach rechts abfällt. Auf diese Weise haben wir es geschafft, dass nunmehr rund 80% aufgrund ihrer Noten einen Hauptschulabschluss erreichen. Das einzige Problem, das wir immer noch haben, besteht darin, dass diejenigen, die nun einen Hauptschulabschluss haben, in der Regel weder Deutsch noch Mathematik beherrschen.

Aber das ist im Bremer Modell, das wir gerade beschrieben haben, kein Problem, denn in Bremen gibt es linke Gutmenschen, die ihre Menschenfeindlichkeit und ihren Zynismus an Flüchtlingen auslassen.

Denn:

  • Die konstruktivistische Perspektive auf Bildungszertifikate bringt die ersten Eregbnisse.

    Die Anforderungen, die an die Schüler gestellt werden, sind selbst nach Einschätzung der Lehrer ein Witz. Nicht einmal das „B1-Level“ in Deutsch werde von den meisten erreicht. Wer sich ein Bild davon machen will, welche Anforderungen auf dem B1-Level der Kenntnisse des Deutschen gestellt werden, der kann das hier tun.

  • Die Schüler, die in Bremen von der Bildungsbehörde mit einem Hauptschulabschluss versorgt werden, haben zwar einen Hauptschulabschluss, aber sie haben keine der Kenntnisse, die man von einem Hauptschulabschluss-Inhaber erwartet.
    1. Als Konsequenz wird nicht nur der Hauptschulabschluss für alle entwertet, denn wenn es in Bremen für eine Bevölkerungsgruppe möglich ist, einen Hauptschulabschluss geschenkt zu bekommen, dann kann man nicht ausschließen, dass dies nicht auch für andere Bevölkerungsgruppen der Fall ist, schon weil zusätzliche Schenkungen eine Frage der Gleichbehandlung sind.
    2. Als weitere Konsequenz, werden diejenigen, die durch ihre Leistung einen Hauptschulabschluss erreicht haben, deren Kenntnisstand somit dem entspricht, den man vom Inhaber eines Hauptschulabschlusses erwartet, diskriminiert und ihre Leistung abgewertet. Sie werden zum Opfer politischen Favoritismuses.
    3. Schließlich haben auch diejenigen, denen der Hauptschulabschluss geschenkt wurde, nichts davon. Sie können nach wie vor nur rudimentär schreiben, lesen und sprechen und auch in anderen Fächern erfüllen sie nicht die Erwartungen. Deshalb wird ein rationaler Akteur gar nicht erst versuchen, Flüchtlinge aus Bremen, die einen Hauptschulabschluss vorweisen können, einzustellen, denn die Wahrscheinlichkeit, durch den vermeintlichen Abschluss getäuscht zu werden, ist zu hoch.
  • Nur die Bremer Bildungsbehörde, die seit 1945 von der SPD geführt wird, scheint mit dem Ergebnis zufrieden. Man kann eine Statistik vorweisen, die zeigt, dass Flüchtlinge in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben. Die Kosten, die dadurch entstehen, dass der vermeintliche Hauptschulabschluss eine Farce ist, tragen andere. Sozialismus und Menschenverachtung in Reinkultur.

Und so sind am Ende alle geschädigt, nur die SPD-Politiker in ihrer Traumwelt, sie fühlen sich gut. Sie denken, sie hätten Flüchtlingen etwas Gutes getan, ihnen einen Hauptschulabschluss verschafft.

Aber:

Sie haben allen Bremer Flüchtlingen geschadet, denn niemand wird einen Hauptschulabschluss aus Bremen, den ein Flüchtling erworben hat, für bare Münze nehmen.

Sie haben allen anderen, die in Bremen einen Hauptschulabschluss erreicht haben, geschadet, denn ihr Abschluss (selbst wenn er ihren Fähigkeiten entspricht) wird durch das Wissen, dass in Bremen Hauptschulabschlüsse verschenkt werden, noch weiter entwertet.

Sie haben die Motivation derer, die über Leistung einen Hauptschulabschluss erreichen wollten (Flüchtlinge und nicht-Flüchtlinge), zerstört. Warum soll man Leistung erbringen, wenn man einen Hauptschulabschluss geschenkt bekommt?

Und sie haben dem deutschen Bildungssystem massiven Schaden zugefügt. Zur Erinnerung: Mit Bildungszertifikaten verbinden sich zwei Annahmen: (1) Bildungszertifikate geben an, dass die Inhaber bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten erworben haben. (2) Gleiche Bildungszertifikate an unterschiedlichen Orten erworben, sollen dennoch vergleichbar sein.

Beide Annahmen haben die Bremer Bildungspolitiker zerstört. Weder kann man davon ausgehen, dass Bremer Schüler mit einem Hauptschulabschluss die Kenntnisse vorweisen, die man mit einem Hauptschulabschluss verbindet. Noch kann man Abschlüsse aus Bremen mit denen auf gleicher Ebene aus anderen Bundesländern vergleichen. Damit ist die ganze Idee von Bildungsabschlüssen im Eimer, und die Bremer sollten den von ihnen begonnenen Weg konsequent zu Ende gehen: Bildungszertifikate und das staatliche Bildungssystem komplett abschaffen, auf jede Form von Bildungsstandard verzichten, Idioten mit Genies gleichstellen und Lehrstühle mit Politikern besetzen: Gleichheit in Dummheit, das Bremer Programm sollte zuende gebracht werden. Damit nachfolgende Generationen wieder singen können: „Auferstanden aus Ruinen …“ (mit dann privaten Bildungsinstitutionen).


Hat Ihnen der Beitrag gefallen?
Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

5 Euro

10 Euro

20 Euro

50 Euro

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Schwerter zu Pflugscharen und Flüchtlinge zu Altenpflegehelfern

„Care for Integration“

Ein durchaus doppeldeutiger Ausdruck, aber die doppelte Bedeutung ist denen, die es gut von sich finden, dass sie „122 geflüchtete Menschen“ in einem 2,5 Jahre kurzen Brachialkurs Deutsch, Hauptschulabschluss und die Kenntnisse, die ein Helfer in der Altenpflege benötigt, einprügeln wollen, vermutlich entgangen.

Nicht entgangen ist ihnen wie so vielen Linken, die Möglichkeit, die Geflüchteten zu benutzen, um die deutsche Gesellschaft einmal mehr zu unterschichten. Wie jeder, der sich mit den Daten der Agentur für Arbeit beschäftigt, weiß, gibt es in Deutschland mehr als 1 Million offene Stellen und vor allem Stellen, die niemand besetzen will, vorzugsweise im Bereich der billigen Pflegejobs oder in Hotellerie und Gastronomie. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen finden sich bei notleidenden städtischen Betrieben oder im Bäckerhandwerk.

Die Liste der Jobs, die Deutsche mit oder ohne lange zurückliegenden Migrationshintergrund nicht mehr machen wollen, weil blue collar Jobs, die mit Handarbeit verbunden sind, in Misskredit gebracht wurden und als sozial unterwürdig angesehen werden, sie ist lang.

Sie war es schon einmal. Es gab schon einmal eine Zeit, zu der in Deutschland die Hilfskräfte gefehlt haben. Damals hat man Gastarbeiter angeworben und mit ihnen die Gesellschaft unterschichtet, denn ein Hilfsarbeiter oder ein angelernter Arbeiter ist in der sozialen Leiter unter einem gelernten, einem Facharbeiter, einem Meister verortet.

Diese Unterschichtung der Gesellschaft, sie hat erhebliche Probleme nach sich gezogen, wie man vor einigen Jahren noch wusste:

„Das permanente Fortwirken der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund muss letztlich als Systemfunktion verstanden werden: Arbeitsmigranten wurden in früheren Zeiten geholt, um die deutsche Gesellschaft zu »unterschichten« (vgl. Hoffmann-Nowotny 1973). Sie nahmen die unterste Ebene im Arbeitsprozess ein und übernahmen Tätigkeiten, für die es keiner Ausbildung bedurfte und für die immer weniger deutsche Arbeiter zur Verfügung standen – da die deutsche Bevölkerung über höherwertige Bildungsabschlüsse an der Aufwärtsmobiliät teilhatte. Diese Unterschichtung der Gesellschaft durch Menschen mit Migrationshintergrund wirkt heute noch immer.“

Und die Unterschichtung der Gesellschaft durch damals Gastarbeiter, sie wurde regelmäßig von denen, die Fremdenfeindlichkeit, soziale Ungleichheit oder nicht vorhandene soziale Mobilität beklagt haben, als Problem angeführt. Heitmeyer und Imbusch haben die soziale Unterschichtung durch Migranten zum Schuldigen dynamischer Desintegration erklärt, Jaschke hat fremdenfeindliche Tendenzen in der Polizei auch mit der Unterschichtung der Gesellschaft erklärt (weil die Migranten, die die Gesellschaft unterschichten, keine Perspektive des sozialen Aufstiegs haben, werden sie zur Hauptkundschaft der Polizei, woraus Fremdenfeindlichkeit resultiert), und Ruh hat die Probleme des Sozialstaats, die er konstatiert hat, u.a. auf die Unterschichtung der Gesellschaft zurückgeführt.

Unterschichtung, so der Tenor dieser Altlinken, ist schlecht, führt zu Problemen vieler Art: mangelnde Integration, höhere Kriminalität, soziale Ungleichheit, Fremdenfeindlichkeit usw.

Fast Forward.
Im Jahr 2018 ist davon nichts mehr geblieben.

Die Neo-Linken, die sich über jeden Flüchtling, der nach Deutschland kommt, freuen, sie freuen sich offensichtlich, weil durch die Flüchtlinge eine neue Unterschichtung (mit den alten Problemen) für sie möglich wird: Altenhelfer, Hotelmitarbeiter, Hilfen in der Landwirtschaft, all die Jobs, die niemand machen will, die kaum ein Qualifikationsniveau voraussetzen und die schlecht bezahlt werden, sie werden nun den Flüchtlingen als „Start in die Zukunft“ verkauft, von unverantwortlichen Politikern wie dem Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann, der den 122 Flüchtlingen, die in einem vom Land NRW und der Arbeitsagentur geförderten Projekt zum des Deutschen mächtigen Altenpflegerhelfer ausgebildet werden, prophezeit, dass sie aufgrund des großen Personalbedarfs in der Pflegebranche gefragte Mitarbeiter sein werden.

Fragt sich nur, für welche Tätigkeiten sie gefragt sein werden, als Helfer in der Altenpflege und wie lange es dauert, bis die Helfer in der Altenpflege merken, dass sie ohne Perspektive und Aufstiegschance in einer Tätigkeit geparkt wurden, die eben niemand machen wollte.

Aber für die Gutmenschen, die sich an jedem Flüchtling erfreuen, ist die Welt in Ordnung. Die Flüchtlinge haben eine Tätigkeit, zumindest 122 davon, sie sind in der sozialen Hierarchie Deutschlands da eingeordnet, wo sie hingehören: Ganz unten und ermöglichen dadurch dem linken Prekariat auf befristeten Projektstellen, sich nicht nur gut und wichtig, sondern auch überlegen zu fühlen.

And that’s what it’s all about.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen?

Dann unterstützen Sie ScienceFiles!

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles
©ScienceFiles

Translate »
error: Content is protected !!