Anti-AfD-Maßnahmen: Die „Gesellschaft, wie sie ist, verteidigen“

Gerade haben wir von der Aktion „Aufstehen gegen Rassismus“ berichtet, die vermutlich aus Steuermitteln finanziert rund 25.000 „Stammtischkämpfer“ ausbilden will, die die ideologische Hoheit an deutschen Stammtischen, die die Kämpfer von Antifa, Grünen und Bündnis 90, von SPD, Jusos und Gewerkschaften zwischenzeitlich an die Neurechten der AfD verloren haben, zurückgewinnen sollen.

Die Aufgabe, die sich die Aktivisten gestellt haben, sie rührt an den Grundfesten der Gesellschaft, geht es doch – in den Worten der entsprechenden Aktivisten, die alleine die Not und Beklommenheit vermitteln können, die entsprechender Revisionismus vermitteln muss -, um nicht mehr und nicht weniger als die Verteidigung der „Gesellschaft, wie sie ist“!

Gesellschaft wie sie istDies – und die sonstigen Anti-Rassismus-Maßnahmen – die derzeit um eine öffentliche Finanzierung buhlen, haben uns zu denken gegeben. Nicht, dass wir auch in die lange Reihe derer eintreten wollen, die ihr finanzielles Glück im Aufstehen gegen Rassismus suchen (und nicht etwa in Arbeit), wir haben einen Beruf.

Nein, wir wollen wissenschaftlichen Rat erteilen, um den Kampf um die „Gesellschaft, wie sie ist“, also den Kampf der Konservativen, neuen Rechten im Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ gegen die Neurechten von der AfD auf eine effiziente Basis zu stellen.

Die Verteidigung der „Gesellschaft wie sie ist“, sie beginnt in der Schule.

Bereits Schülern muss deutlich gemacht werden, dass eine Wahlentscheidung eine verantwortliche Entscheidung ist, die nicht dazu missbraucht werden darf, eine Partei oder eine Gruppierung zu wählen, die die „Gesellschaft, wie sie ist“, in Frage stellt. Es kann nicht sein, dass mündige Bürger ihr Wahlrecht autonom ausüben und die falschen Parteien wählen, deshalb ist der korrekt mündige Bürger bereits in der  Grundschule heran zu erziehen.

Wir schlagen vor, sich Ergebnisse der behavioristischen Forschung zunutze zu machen und die folgende Form der klassischen Konditionierung zu wählen. Grundschüler, die bereits lesen können, werden vor eine Apparatur gesetzt, die vornehmlich aus Knöpfen besteht, die wiederum mit Parteinahmen überschrieben sind. Der Schüler soll nun eine Partei seiner Wahl dadurch wählen, dass er den entsprechenden Knopf drückt. Wählt er die AfD, erhält er einen Stromschlag, wählt er eine andere Partei, dann erhält er einen 10-Euro-Telefongutschein vom Anti-AfD-Partner Telekom, ein Unternehmen, auf das, wenn es um politische Korrektheit geht, immer Verlass ist. Auf diese Art und Weise sollte es gelingen, der Wahl der AfD bereits im Grundschulalter zu begegnen und mündige und autonome Wähler, die ihr Kreuz nicht an der falschen Stelle machen, heran zu erziehen.

Wählt ein Schüler trotz Stromschlag wiederholt die AfD, dann kann die Stromstärke schrittweise erhöht werden. Diese Methode hat sich in sozialpsychologischen Experimenten als besonders erfolgreich herausgestellt. Schüler, die sich als Stromschlagresistent erweisen, werden auf Sonderschulen mit dem Förderschwerpunkt „richtiges Wählen“ abgeschoben.

Die Gesellschaft, wie sie ist, sie muss nicht nur in der Schule verteidigt werden:

Jugendliche, die dem Schulalter entkommen sind, und dennoch eine Wahlintention für die AfD zeigen, empfehlen wir, auf Basis der Erkenntnisse der Kriminalitätsforschung zu behandeln, wie sie z.B. in den Arbeiten von Trasher, White und Sutherland veröffentlicht wurden. Den Ergebnissen zufolge suchen Jugendliche, die die AfD unterstützen, durch ihr deviantes und delinquentes Verhalten die Differenzierung von der Mehrheitsgesellschaft, in der sie nicht Fuß fassen können.

Um diese Jugendlichen auf den richtigen Pfad einer dauerhaften und resignierten Arbeitslosigkeit zu bringen, auf dem sie für Sozialarbeiter und Anti-AfD-Streetworker noch von Nutzen sein können, empfiehlt sich eine Mischung aus Drohung und Anreiz. Anreize dazu, der AfD abzuschwören, können z.B. darin bestehen, dass der Statusgewinn, den die AfD-Abweichung für die Jugendlichen darstellt, durch eine positive Statusabweichung z.B. als unentgeltlicher Erntehelfer im Landbau der Familie Müller in der Oberpfalz ersetzt wird.

Jugendliche, die dieser Maßnahme nicht offen gegenüberstehen, sind zunächst für ein halbes Jahr in einer betreuten Wohn- und Wahlanlage unterzubringen, in der vor dem Frühstück, Mittag- und Abendessen ein Wahlappell erfolgt. Wer angibt, die AfD wählen zu wollen, erhält keine Nahrung, wer der AfD abschwört, wird durchgefüttert. Wer sein Wahlrecht zugunsten eines betreuten Wählens aufgibt, bei dem ein AfD-Streetworker für den betreuten Jugendlichen das Kreuz an der richtigen Stelle macht, erhält einen Bonus von Hartz 4plusplus auf Lebenszeit.

Aufstehen gegen RassismusDie „Gesellschaft, wie sie ist“, sie ist vor allem durch Erwachsene bedroht, die ihre Freiheit dazu ausnutzen wollen, selbständig und außerhalb der Grenzen der Gesellschaft, wie sie ist,  zu denken. Autonomie kann man ebenso wie Toleranz übertreiben und entsprechend gilt es, den nicht normalen und die Gesellschaft, wie sie ist, gefährdenden Tendenzen Einhalt zu gebieten, sie zu pathologisieren.

Deshalb schlagen wir vor, den Katalog der psychischen Erkrankungen um die Wahlstörung zu erweitern. Die Wahlstörung ist einer Sucht vergleichbar, einer Sucht, sich zu differenzieren und von der Gesellschaft, wie sie ist, abzuweichen. Derart Gestörte sind nicht mehr in der Lage, in der Gesellschaft, wie sie ist, zu funktionieren. Sie lassen die soziale Bindung an Menschen, die in der Gesellschaft, wie sie ist, leben, schleifen und wenden sich von den Medien, wie sie sind, die die Gesellschaft, wie sie ist, auf den Fernsehschirm holen, ab. Besonders intensive Störungsbilder sehen die Opfer der Wahlstörung auf die Straße gehen, die falschen Parolen skandieren und Kritik an der Gesellschaft, wie sie ist, üben!

Die Einführung der Wahlstörung in den Katalog psychischer Erkrankungen ist durch die Gründung der Psychologischen Gesellschaft zur Bekämpfung der Wahlstörung zu flankieren, deren 25.000 hauptamtliche Mitarbeiter, die sich bundesweit um von Wahlstörung befallene AfD-Wähler kümmern sollen, aus Steuermitteln zu finanzieren sind.

Für besonders hartnäckige Fälle der Wahlstörung, die sich darin äußern können, dass eine dauerhafte AfD-Wahlsucht entsteht, sind entsprechende Anstalten zur Internierung der Gestörten zu schaffen. Es empfiehlt sich, die entsprechenden Anstalten fernab von Städten und größeren Gemeinden auf einem durch Stacheldraht abgeschlossenen Gelände zu errichten, damit die normale Bevölkerung nicht durch Kontakt mit den Wahlgestörten inkubiert wird.

Auf diese Weise sollte es möglich sein, das Phänomen AfD ein für alle Mal zu erledigen und die Gesellschaft, wie sie ist, auf alle Ewigkeit zu konservieren.

Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.

Paypal:

PAYPAL

Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.

  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Den aktuellen Spendenstand gibt es hier.

 

 

Über Michael Klein
... concerned with and about science

13 Responses to Anti-AfD-Maßnahmen: Die „Gesellschaft, wie sie ist, verteidigen“

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Anti-AfD-Maßnahmen: Die “Gesellschaft, wie sie ist, verteidigen”

  2. Heiner sagt:

    Also das das mal klar ist: 10 Euro Belohnung für den richtigen Knopf, das geht gar nicht! Das sind Ossis! Da muss eine Banane reichen!🙂

  3. Gernot Meyer sagt:

    Ich finde, es ist höchste Zeit für das Milgram-Experiment an diesen gesellschaftlich-moralisch so wundervoll höher entwickelten „Gutmenschen“. Mit einem (geschauspielerten AfD- oder Pegida-Mitglied als Schüler und Claudia Roth als Versuchleiterin(uneingeweiht).

  4. Pingback: Schlechte Verlierer: Sozialistenparteien Deutschlands planen große Verhetzungskampagne gegen die liberal-konservative Partei “AfD” | LW-Freiheit

  5. 99nabla99 sagt:

    Und was machen die Wahltreiber, wenn der Schüler das angibt, was sie wollen, aber in der Wahlkabine dennoch die AfD wählt.
    Bilden sich die Wahltreiber ein sie seien die einzigen Menschen, die Lügen können

    • Jürgen sagt:

      Churchill (?) brachte es auf den Punkt als er sagte: „Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, im Krieg und nach der Jagd“. Und langsam erkennt es auch jeder Dummy.

  6. Jürgen sagt:

    10 Euro für das Kreuz an der „richtigen“ Stelle?
    Ersatzweise eine Banane für Ossis?

    Dumm nur, daß die AfD jedem Bürger 840 DM regelmäßig pro Legislaturperiode ersparen würde, weil die Wohnungsabgabe an den Beitragsservice dann wegfallen soll. Das ist natürlich rechtsradikal, weil auch Hitler seinen Propagandafunk aus Staatsmitteln bezahlte. Immerhin wäre es erstrebenswert nur noch einen einzigen Staatssender zu haben (den man meiden darf). Laut ARD & ZDF gibt es dazu allerdings weitere unangenehme Nebenwirkungen wenn man die Merkel-Finanzierung aufgibt: es entstehen allein durch den Wegfall des Beitragsservice viele nur schwer vermittelbare Arbeitslose. Weiter werden sich dann Unternehmen ganz schwer bereichern, wenn der Arbeitsplatz auch nicht mehr von der Rundfunkabgabe belastet wird.

  7. patzer sagt:

    Wieso nur hacken sie immer auf Migranten und Steuerzahler ein?
    http://www.badische-zeitung.de/freiburg/wer-hat-in-freiburg-welche-partei-gewaehlt–119730853.html
    Durchklicken und geniessen!

  8. Vorgestern lese ich die Schlagzeile: „Ministerpräsident Weil meint, dass die allermeisten ‚Zuwanderer‘ bleiben werden“
    Gestern lese ich die Schlagzeile: „Insgesamt kamen 2015 etwa 2 Millionen ‚Zuwanderer‘ nach Deutschland“
    Und heute lese ich die Schlagzeile: „Gesellschaft wie sie ist muss verteidigt werden“

    Diese offenbar eben frisch zusammenkonstruierte und in die Realität gesetzte Gesellschaft will ich nicht verteidigen. Ich will den status quo ante zurück! Ernsthaft!

    Wo muss ich mich melden? In der Auswanderungsbehörde? Im Zeitreisebüro? Im Irrenhaus?

    Ich finds täglich absurder. Als hätte jemand LSD ins Trinkwasser gekippt.

    • „Als hätte jemand LSD ins Trinkwasser gekippt.

      Sie schauen zu viel x-files!
      Die Wirrness der deutschen Gutmenschen muss man nicht mit Drogen ankurbeln, die Wirrniss ist die Droge.

  9. Pingback: Terror – Anlass – Berichterstattung – In & Ausland 2016 | Wissenschaftsfactory

  10. macmarine sagt:

    Merke(l): Demokratie ist genau das, was Heiko „nudging“ Maas und Siggi „Pack/Pop“ Gabriel dafür halten. Alle davon abweichenden Auffassungen von Demokratie sind rassistisch, xenophob und rechtsextrem und müssen aufs Schärfste bekämpft werden!
    „Unsere Zensurpolitik im Internet ist keineswegs gegen die Meinungsfreiheit gerichtet, sondern sie dient lediglich dazu, die Bürger dazu zu erziehen, daß sie ihre Gedankengänge in die Richtung projizieren, welche auch den staatlichen Richtlinien entspricht!“
    „Justizminister“ H. Maas, 16.09.2015, Berlin (merke: das Maas-Männchen ist jetzt Justiz-, Propaganda- und Erziehungsminister in Personalunion)

  11. macmarine sagt:

    Ah, Kommentieren funktioniert (mit Latenzzeit) doch, von daher noch dieser Gedanke: Kennen die Nudging-Experten, die das Bundeskanzleramt auf Kosten der Steuerzahler angeheuert hat, um die Gedankengänge der dummen deutschen Michels und Michaelas in die Richtung zu projizieren, „welche auch den staatlichen Richtlinien entspricht“ das Phänomen der Reaktanz nicht, oder kennen sie es nur allzu gut und wollen somit auf subtile Weise (quasi „über Bande“) Wahlkampf für die AfD machen? M.a.W.: ist der absehbare „Bumerang-Effekt“ auf List oder doch eher auf Ignoranz der Meinungs-Strategen zurückzuführen?

    Die »Reaktanz-Theorie« beschreibt die psychologischen Folgen einer wahrgenommenen Freiheitseinschränkung. Reaktanz besteht in der Aufwertung der bedrohten oder verlorenen Alternative. Sie zeigt sich typischerweise 1) bei Verboten, 2) unter knappen Ressourcen oder 3) bei durchschaubaren und plumpen Beeinflussungsversuchen.

    ad 1) Ein Gegenstand oder eine Verhaltensoption wird dadurch aufgewertet, daß man seine Zugänglichkeit durch ein Verbot einschränkt. So soll beispielsweise die Zarin Katharina die Große dem russischen Volk die Kartoffel als Gemüse attraktiv gemacht haben, indem sie die keineswegs sehr begehrten Kartoffeläcker einzäunen und den Diebstahl der dort angebauten Erdäpfel unter Strafe stellen ließ.

    ad 2) Attraktiver werden Dinge auch, wenn sich zeigt, daß sie nur eingeschränkt verfügbar sind. So kann Werbung die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf Produkte lenken, die nur in limitierter Stückzahl vorhanden sind (Werbepsychologie).

    ad 3) Eine Einflußnahme auf die freie Meinungsbildung kann vom Rezipienten wie eine Freiheitseinschränkung erlebt werden und Reaktanz auslösen. Die Reaktanz besteht hier in der Abwertung der beeinflussenden Kommunikation bzw. des Kommunikators. Da der Sender der Botschaft in diesem Fall offenbar das Gegenteil von dem erreicht, was er erreichen wollte, spricht man hier auch von einem Bumerang-Effekt.

    Die wichtigsten Bedingungen für das Auftreten von Reaktanz sind:

    – Freiheitserwartung: Reaktanz stellt sich nur ein, wenn die Personen ursprünglich erwartet haben, über die bedrohte oder verlorene Option frei verfügen zu können. Fehlt die Freiheitserwartung, ist bei Verlust einer Alternative mit einer Abwertung der verlorenen und einer Aufwertung der verfügbaren Optionen zu rechnen (Saure-Trauben-Effekt).

    – Wichtigkeit der Freiheit: Die bedrohte Freiheit muß mit wichtigen Bedürfnissen verknüpft sein, das Ausüben der Freiheit sollte mit hinreichender Sicherheit dem eigenen Nutzen dienen und die verfügbaren Restoptionen sollten der verlorenen Option nicht allzu ähnlich sein.

    – offenkundige Beeinflussungsabsicht: subtile und uneigennützige Beeinflussungsversuche sind weniger vom Bumerang-Effekt bedroht als plumpe und eigennützige. Eine Manipulations- bzw. Beeinflussungsabsicht wird z.B. bei emotionaler Beeinflussungsstrategie (z.B. durch Furcht-, Scham- oder Schuld-Appelle) eher wahrgenommen, so dass auch hier Reaktanz in Form des Bumerang-Effekts wahrscheinlich ist.

Bevor Sie hier kommentieren, lesen Sie bitte unser Grundsatzprogramm. Kommentare, die Beleidigungen enthalten oder lediglich gepostet wurden, um sich zu erleichtern, wandern direkt in den virtuellen Mülleimer

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s