Schlimmer als im Dritten Reich: Indoktrination in Schulen dieses Mal von links

Wer keine Argumente hat, um Menschen zu überzeugen, muss u.a. dafür sorgen, dass Fragen, die ihn in Bedrängnis bringen, nicht gestellt werden, und Sichtweisen, die ihm nicht genehm sind, diskreditiert sind. Das macht Schulen als Ort der Indoktrination so wichtig.

„Die Stadt Essen ist von der französischen Grenze … km, von der belgischen Grenze … km entfernt (Atlas!). Wieviel Minuten braucht ein Flugzeug für diese Strecke bei 250 km Stundengeschwindigkeit? […] Auf dem Messtischblatt 1: 25 000 bildet die Innenstadt von Essen einschl. der Kruppschen Fabrik ein Rechteck von 10 x 6,5 cm. Wieviel km2 umfaßt das Rechteck (auf Ganze genau)? Wieviel Bomben von je 1000 kg wären zur Vernichtung dieses Gebietes erforderlich, wenn eine solche Bombe alle Gebäude im Umkreis von 50 m zum Einsturz bringt? … Wieviel Staffeln zu je 10 Flugzeugen müssten eingesetzt werden, wenn jedes Flugzeug zwei solcher Bomben mitführen könnte?“

Oder:

“Der jährliche Aufwand des Staates für einen Geisteskranken beträgt im Durchschnitt 766 RM; ein Tauber oder Blinder kostet 615 RM, ein Krüppel 600 RM. In geschlossenen Anstalten werden auf Staatskosten versorgt: 167 000 Geisteskranke, 8 300 Taube und Blinde, 20 600 Krüppel. Wieviel Mill. RM kosten diese Gebrechlichen jährlich? Wieviel erbgesunde Familien könnten bei 60 RM durchschnittlicher Monatsmiete für diese Summe untergebracht werden?“

Flessau_ Schule der DiktaturDie Schulausgaben stammen aus Schulbüchern, die im Dritten Reich zum Einsatz gekommen sind. Kurt-Ingo Flessau hat sie in seinem Buch „Schule der Diktatur“ als Beispiele für die Art und Weise, wie im Dritten Reich versucht wurde, Kinder und Jugendliche in Schulen auf Linie zu trimmen und mit der richtigen Ideologie zu versorgen, zusammengetragen [Das Buch von Flessau, das leider nicht mehr gedruckt wird, wie so viele kritische Bücher, ist übrigens sehr lesenswert!].

Schulen waren immer die Tummelplätze für diejenigen, die ihre ideologischen Finger nicht von Schülern lassen können, die ideologischen Missbrauch betreiben und ohne das Machtgefühl, Kinder und Jugendliche zu manipulieren, offensichtlich nicht leben können. Daran hat sich nichts geändert.

Heutige Schulen sind wieder die Tummelplätze von denen, die es nicht ertragen können, wenn Menschen eigenständige Gedanken haben und sich eigenständig Meinungen bilden, die von dem, was die Indoktrinateure für richtig halten, abweichen. Entsprechend finden sich in deutschen Schulbüchern, die für den Englischunterricht vorgesehen sind, Passagen wie die folgende, die uns ein Leser zugeschickt hat:

“”We live in an era of globalization.”
How often have we heard this?
And how often have we really thought about what it means? Most people think they know what it is, but do they really?

The term ‘globalization’ has taken on a life of its own. It has become a sort of mystical, romantic term. Globalization is seen as a beneficial thing, even a cosmopolitan thing, a ‘hip’ thing. It is seen as cutting edge to “go global”. Many people feel that globalization is a great force bringing the world closer together. There are even new cuddly phrases like ‘global village’ which make us feel good about globalization bringing us all closer together. But when we think about what globalization really is – when we look beneath this surface glamour – we can see the true meaning of the word and the true proponents of this phenomenon.

Unfortunately, globalization is not brought about by elementary school children writing to internet pen-pals (as cozy as that sounds). The real agents of globalization are our friends the multinational corporations – the ‘super-companies’. Globalization is nothing more than the product of the multinational corporation’s search for profit. So, rather than being driven by positive things like a wish to bring the world closer together, globalization is driven by corporations seeking to maximize profits, and part of that search for profits involves the search for cheaper labor. Many companies move into less developed countries to take advantage of the lack of organization of labor there which allows these companies to pay below subsistence-level wages.

So, rather than making the world a more friendly place, globalization is leading to things such as “Export Processing Zones” – places where millions of people – mostly women – make products which are then shipped into the more developed countries and sold for a huge profit. These zones are integral to what globalization is and does. So, the next time someone talks about the global community, ask yourself if this is something we really want.”

Für alle die des Englischen nicht mächtig sind, kann der Text einfach zusammengefasst werden: Globalisierung ist eine Erfindung der Großkonzerne. Großkonzerne haben die Globalisierung erfunden, um Menschen in armen Ländern auszubeuten und hohe Profite zu machen. Entsprechend macht Globalisierung die Welt nicht zu einem freundlichen Platz, sondern zu einem Platz, an dem vor allem Frauen ausgenutzt werden: „Wenn also das nächste Mal jemand von der globalen Gemeinschaft spricht, fragt Euch, ob Ihr das wirklich wollt“, so der letzte Satz dieses religiös-rechtsextrem-nationalistischen Textes, den man durchaus als Neuauflage der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung ansehen kann. Nur sind es dieses Mal (noch) nicht die Juden, die die Weltverschwörung und dieses Mal nicht die Versklavung des deutschen Volkes, sondern die Versklavung von vor allem Frauen finanzieren, sondern gesichtslose Großkonzerne. Und während die Nazis die jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung propagiert haben, um die militärische Expansion zu legitimieren, wird in diesem Schulbuchtext die Rückbesinnung auf die eigene Scholle als Lösung für alle Probleme propagiert. Geschrieben hat diesen rechtsextrem-nationalistischen Text Emily McMillan

McMillan ist im Vereinigten Königreich dafür bekannt, als Angestellte von JP Morgan rund 11.000 Pfund gestohlen zu haben, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Dafür ist sie zwischenzeitlich verurteilt worden. Offensichtlich ist man beim Cornelsen Verlag der Ansicht, eine ehemalige drogensüchtige Assistentin des Managements bei JP Morgan sei das geeignete Rollenmodell, mit dem man deutsche Schüler konfrontieren müsse.

crossover-2Cornelsen trägt die Verantwortung für diesen rechtsextrem-nationalistischen Text, mit dem Schüler der 12. Klasse im Englischunterricht traktiert wurden. Crossover 2 nennt sich das Schulbuch, das den Text enthält, geradezu prophetisch, denn Crossover bedeutet „Überführung“ und meint in diesem Zusammenhang wohl, dass Schüler, die bislang von linker Ideologie unbeeindruckt und der Ansicht waren, freier Handel, Globalisierung und Kapitalismus seien für den Wohlstand verantwortlich, der u.a. Gestalten wie Emily McMillan möglich macht, zur richtigen Anti-Kapitalistischen und Anti-Globalisierungs-Ideologie überführt werden müssen.

Das Bemühen, deutsche Schüler auf den richtigen Großkonzern-Hasspfad zu bringen, ist in Deutschland so immens, dass man selbst mit drogensüchtigen Kriminellen gemeinsame Sache macht. Und deutsche Schüler sind offensichtlich in keinem Schulfach mehr davor sicher, mit linker Ideologie abgefüllt zu werden. Das ist widerlich und zeigt, dass viele Linke kein Konzept von Anstand und Moral, von Respekt, Toleranz und Demokratie haben. Damit bleiben sie selbst hinter den Nationalsozialisten zurück, belegt doch die Analyse von Schulbüchern, die im Englischunterricht im Dritten Reichs benutzt wurden, dass „nicht alle Schulbücher jener Zeit die nationalsozialistischen Lehren wiedergegeben und die Schuljugend sich nicht in allen Fächern fortwährender direkter oder indirekter politischer Beeinflussung und Meinungsbildung ausgesetzt gesehen hat“ (Flessau 1977: 139).

Die moderne, linke Indoktrination kennt diese Schlupflöcher nicht. Schüler werden anscheinend nach Betreten der Schule pausen- und gnadenlos mit der richtigen Ideologie verfolgt, vom angeblichen Anti-Rassismus bis zum Anti-Kapitalismus.

Wer kontrolliert eigentlich den Inhalt von vermeintlichen Schulbüchern – wer die Qualifikation der Autoren? Und was machen Schulämter.


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37 Responses to Schlimmer als im Dritten Reich: Indoktrination in Schulen dieses Mal von links

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  2. Urmel says:

    Wieso ‘dieses Mal von links’? Waren nicht die NationalSOZIALISTEN in Wirklichlichkeit auch Linke?

    • Longinus says:

      Bravo Urmel!!! Top!!! Der Herr bewahre uns vor allen Sozialisten!

    • G.Wissen says:

      Da haben Sie völlig recht, ist mir auch sauer aufgestoßen.
      Zumal die Nationalsozialisten sich selbst als “links” bezeichneten.
      Aber 70 Jahre Gehirnwäsche der Linken (auch und gerade in den Schulen!) haben dafür gesorgt, daß selbst gebildete Leute wie ein Herr Klein ins schleudern geraten bei dieser Thematik.
      Der Faschismus (nach deutscher Art) kam immer von links – genau wie heutzutage.

      • Marcus Junge says:

        Wenn man sich hier über Hirnwäsche aufregt, dann bitte richtig. Faschismus ist kein Nationaler Sozialismus. Die Bezeichnung des NS als Faschismus ist ein Propagandastück aus Moskau, welches die Internationalen Sozialisten aufführten und führen, weil man damit wunderbar von der Abstammung des Nationalen Sozialismus ablenken kann.

      • Heike Diefenbach says:

        Liebe voranstehende Kommentatoren,

        Sie haben mit Ihrer Kritik Recht.

        Vielleicht haben wir nicht so geschickt formuliert. Wir sind aber jedenfalls nicht “ins Schleudern” geraten – und wenn schon, dann nicht Herr Klein allein; es GIBT eine Sciencefiles-Redaktion!:

        Wir sind selbst der Meinung, dass die Nazis vor allem NationalSOZIALISTEN waren. Dieser Anschauung wird aber in Deutschland derzeit u.W. nicht mehrheitlich geteilt. Vielmehr wird mit Nazis pauschal “rechts” verbunden, und für die Leute, die das tun, ist es vielleicht ganz heilsam, so dachten wir, wenn Ihnen demonstriert wird, dass dieselben Praktiken oder schlimmere von Leuten gepflegt werden, die sie gewöhnlich für den Nazis entgegengesetzt halten.

        Unsere Identifikation von Nazis mit rechts ist insofern einem strategischen Vorgehen geschuldet und nicht Ausdruck unserer eigenen Einordnung.

        Aber wie gesagt: wir können völlig verstehen, dass Ihnen das aufgestoßen ist und stimmen Ihrer Kritik in der Sache zu.

  3. Wolfgang says:

    Es gäbe sicher viele tausend kritikwürdigere Texte in Schulbüchern.
    Was soll dieser Artikel aussagen? Wer keine internationalen Großkonzerne mag, ist ein Nazi? Nein dagegen hat man sich ja ganz schlau abgesichert, die Nazis haben doch so ähnliches geschrieben, viel Fantasie und Interpretationskünste vorausgesetzt. Es ist einfach: man bringt etwas mit Nazis in Verbindung, stellt es so auf dieselbe Stufe, kritisiert das selbst in Verbindung gebrachte und wenn man einen Nazi kritisiert, kann man ja selber kein Nazi sein…

    Selten so einen Unfug wie diesen Artikel gelesen. Interessant auf der anderen Seite, wie schnell ein vermeindlicher Kritiker zu dem wird was er vorgibt angeblich zu bekämpfen.
    Sollten euch nach solchen akrobatischen Verdrehungen die Spenden ausgehen, legt solche Artikel beim Bewerbungsgespräch bei den Massenmedien als Referenz vor, dann habt ihr den Job sicher.

    Selbstkritik und ähnliches auch hier ausgeschlossen, da man ja science ist, also auch Mitglied einer der neuen Religionen, wo man zu “gebildet” ist an etwas höheres als einem selbst zu glauben, daher ist man unfehlbar und dieser Artikel daher wohl auch (Priesterausbildung mind. 9 Monate).

    • Hallo Wolfgang,
      offensichtlich hat Ihnen der Beitrag nicht gefallen, zumindest das ist angekommen. Aber in all dem Ausbruch an Bewertung ist Ihnen das Argument, sofern Sie überhaupt eines hatten, abhanden gekommen.
      Deshalb noch einmal:

      Was wollen Sie uns mitteilen?

      Versuchen Sie es mit “deshalb” und “weil” am Anfang von Sätzen, das hilft … und ansonsten halten wir Ihnen zu gute, dass Sie offensichtlich des Englischen nicht mächtig sind und deshalb nicht wissen, worüber sie sich echauffieren.

      • Tobias George says:

        Der Vergleich zu den Nationalsozialisten halte ich ja für angebracht. Dass jene gar subtiler vorgegangen sind als die Linke es heute tut, ist ein schöner Nachschlag.

        Die Bezeichnung des Unterrichttextes als “rechtsextrem-nationalistisch” scheint mir ein wenig unglücklich, als das die feine Ironie (so verstand ich es) für manche wohl zu subtil ist. Wolfgang denkt vielleicht immer noch, der Sozialismus wäre nicht totalitär und trage keinen Faschismus in sich.

        • Marcus Junge says:

          “der Sozialismus wäre nicht totalitär und trage keinen Faschismus in sich.”

          Ein Irrtum.

          Was war zuerst da, Sozialismus, Faschismus, Nationaler Sozialismus? Scherzfrage, die Reihenfolge habe ich ja gerade vorgegeben. Damit trägt der Faschismus vielleicht Züge des Sozialismus in sich, weil er diese aus dem älteren Sozialismus übernommen hat, er könnte sie aber auch aus anderer Quelle haben oder selber erschaffen haben (gleiche Umstände / Umgebungsbedingungen erzeugen gleiche Lösungen, nicht nur in der Evolution von Lebewesen).

    • rolandtluk says:

      @Wolfgang

      Ich glaub, da haben Sie den Autor nicht so ganz richtig verstanden. Die Nationalsozialisten wurden als Beispiel für Indoktrination herangeholt, weil sie eben ein gut verständlicher, nachvollziehbarer Vergleich sind.

      Allgemein weiß ich um den Missbrauch in der Politik der deutschen Geschichte: Die “Nazikeule”. Gerade aktuell wird sie wieder wild umhergeschwungen, um jeden Kritiker und Widersacher der amtierenden linksideologischen Bundesregierung,(diese Einheitspartei) öffentlich niederzuschlagen.
      Ich glaube, die Bürger, die es noch nicht geschafft haben, das ein Anhänger des politischen Establishment in Deutschland sie mit der Nazikeule auf sie zielt, haben irgendetwas falsch gemacht.
      Man muss als selbstdenkender Mensch, der sich rational verhält, am Irrsinn des politischen Establishment anecken.

    • Jochen Schüler says:

      Was ihnen SCIENCE FILES hier klarmachen will,kann ich ihnen vielleicht besser zugänglich am Schulalltag meiner Tochter(10. Klasse Gymnasium,Hessen) verdeutlichen.
      Unterichtseinheit:Landwirtschaft in D.Alle Unterichtsmaterialien behaupten gleichlautend:Biolandwirtschaft ist konventioneller in ALLEN Punkten weit überlegen,mehr noch,konventionelle Landwirtschaft ist ein Verbrechen an Mensch,Tier+Natur.

      Fakten,Zahlen,Pro+Kontra,alles Fehlanzeige.Die Abschließende Klassenarbeit hatte dann folgende “Aufgabenstellung”: DIE BIOLANDWIRTSCHAFT IST ALLEN ANDEREN FORMEN
      DER LANDWIRTSCHAFT WEIT ÜBERLEGEN. BEGRÜNDE WARUM.

      Eine Standardaufgabe in der DDR lautete:Der Sozialismus ist allen anderen Gesellschaftsformen überlegen.Begründe warum.

      Erkennen Sie die Ähnlichkeit,den Fehler im Verfahren,im Denken?

      Das Schlimmste dabei? Habe noch viele solcher Beispiele aus dem Schulalltag meiner Tochter auf Lager!

    • Heike Diefenbach says:

      @Wolfgang

      Da Sie selbst ein großer Freund von Bewertungen ohne Begründungen, Unterstellungen und Beleidigungen sind, fühle ich mich durch Ihren Kommentar ermächtigt, festzuhalten:

      Sie sind m.E. ein arrogantes A…., das sich über das grandiose Ausmaß der eigenen Ungebildetheit nicht im Ansatz klar ist!

      Vielleicht beginnen Sie mit der Arbeit an sich an der Stelle, dass Sie die Schimpf-Klappe halten, wenn Sie Dinge einfach nicht kapieren. Das wäre ein guter Anfang und würde die Welt für uns alle besser machen.

  4. Bernhard Meyer says:

    Wenn man in einem Land lebt, in dem “Globalisierung” in allen Medien seit über 20 Jahren als etwas Naturnotwendiges Unhinterfragbares dargestellt wird, so ist es Horizont erweiternd und befähigt zum Selberdenken, wenn sie in einem Schulbuch auch mal anders, nämlich als von Menschen gemacht um bestimmte Interessen zu verfolgen, dargestellt wird. Ich kann da keine linksideologische Indoktrination erkennen, wenn Perspektiven erweitert werden. Ich finde sogar, dass in einem Umfeld, das uns die Welt im Vergleich zu früher (sagen wir, den Siebziger-, Achziger-Jahren) in einer extrem engen Mainstream-Sichtweise darstellt, jedes Angebot von anderer Sichtweise willkommen sein müsste, als Denkanstoß, als hilfreiche “Verfremdung” der herrschenden Sichtweise.

    • Na dann: Verfremden wir doch weiter: Wie wäre es mit einem Text in Schulbüchern, in dem die Produktion von Nachwuchs als wider die Natur, da es langfristig den Planten zerstört, beschrieben wird – um Normalitäten zu verfremden, wie damit, dass Menschen eine Raub-Spezies darstellen, die andere Spezies kannibalisiert oder eine Verfremdung der Welt dahingehend, dass alle, die nicht aus eigener Arbeit überleben können, sofern sie nicht krank sind, minderwertige Bestandteile der Gesellschaft sind und entsorgt werden müssen – wo wir gerade beim Verfremden sind – wäre sicher eine sinnvollge Ergänzung um das Alltgägliche zu Hinterfragen und zum Selbstdenken anzuregen … Hatten wir eigentlich auch gehofft, dass wir zum Selbstdenken anregen. Nur bei manchen Kommentatoren drängt sich der Verdacht auf, dass Sie nicht gelesen oder verstanden haben, worum es eigentlich geht. Was hat ihre sinnvolle Verfremdung noch einmal in Schulbücher zu suchen? Sind Sie der Meinung, Schulen sind Stätten der Indoktrination?

      • Heike Diefenbach says:

        … danke, Michael, dass Du den Kommentar von Bernhard M. kommentiert hast!!

        Ich hätte, glaube ich, keinen besseren Kommentar hierzu schreiben können, aber es wäre mir schwer gefallen, einen Kommentar zum Kommentar von Berhard M. zu schreiben, der so sachlich ist….

        – wenn ich solchen Blödsinn lese wie den, dass das Einprügeln von extrem einfachen und einseitigen Parolen, also von empirisch schlicht unhaltbaren Positionen, “Horizonterweiterung” sei und nicht sein Gegenteil, nämlich Verdummung, dann kommt mir die Sachlichtkeit leicht abhanden.

        Merke einmal mehr: Etwas ist eben nicht sein Gegenteil!

    • Marcel Elsener says:

      >”Wenn man in einem Land lebt, in dem „Globalisierung“ in allen Medien seit über 20 Jahren als etwas Naturnotwendiges Unhinterfragbares dargestellt wird, so ist es Horizont erweiternd und befähigt zum Selberdenken, wenn sie in einem Schulbuch auch mal anders, nämlich als von Menschen gemacht um bestimmte Interessen zu verfolgen, dargestellt wird.”

      Keine Ahnung, in welchem Land Sie leben. Deutschland jedenfalls kann es nicht sein. Tatsächlich wird gerade in Deutschland immer wieder kritisch über die Globalisierung berichtet. Allerdings ist genau diese Kritik ziemlich einseitig. Man könnte die vorherrschende Kritik vielleicht auf folgende zwei Maximen eindampfen:

      Wirtschaftliche Globalisierung (Freihandel, internationale Kooperation von unabhängigen Wirtschaftsunternehmen etc. ) = schlecht

      Politische Globalisierung (UNO, UNESCO, IWF, IPCC) = gut

      In einer vernunftbasierten Diskussion kann man selbstverständlich über alle Vor- und Nachteile der Globalisierung (sowohl des wirtschaftlichen als auch des politischen und des kulturellen Teils davon) reden. Aber dazu braucht man halt stichhaltige Argumente. Gerade was die Globalisierung anbelangt, dominieren jedoch Glaubensdogmen und haltlose Behauptungen.

      Für mich als Liberalen ist es übrigens tendenziell genau umgekehrt: wirtschaftliche Globalisierung in Form des Freihandels = gut

      Politische Globalisierung in Form von internationalen politischen Kartellen = schlecht

      Die Begründung ist nicht schwer. Der Freihandel ist nicht bloss Ausdruck eines freien Güter- und Dienstleistungsaustausches zwischen freien, selbstbestimmten Individuen und Organisationen; er verbessert auch die wirtschaftliche Versorgungssituation der grossen Mehrheit der Menschen, wo er stattfindet. Politische Kartelle von Staatenbünden hingegen dienen der noch stärkeren Gängelung der Menschen mittels gemeinsamer politischer Standards; Abweichlerstaaten, die dabei nicht mitmachen wollen, werden mittels politischen Drucks erpresst. Die politische Globalisierung ist somit Ausdruck einer mit repressiven Mitteln betriebenen Gleichschaltung sowie eines neuen Imperialismus gegenüber unbotmässigen Staaten. Man denke etwa an die vielen zwischenstaatlichen Absprachen in Bezug auf die sogenannte Steuergerechtigkeit oder die Massnahmen zur Rettung des Weltklimas. Auch die Schmähungen gegen GB im Rahmen des Brexit kann man schön in diesen neuen Imperialismus einreihen, der von den Medien willig kolportiert wird.

      >”Ich kann da keine linksideologische Indoktrination erkennen, wenn Perspektiven erweitert werden. Ich finde sogar, dass in einem Umfeld, das uns die Welt im Vergleich zu früher (sagen wir, den Siebziger-, Achziger-Jahren) in einer extrem engen Mainstream-Sichtweise darstellt, jedes Angebot von anderer Sichtweise willkommen sein müsste, als Denkanstoß, als hilfreiche „Verfremdung“ der herrschenden Sichtweise.”

      Die Argumentation im erwähnten Schulbuch für den Englischunterricht in Bezug auf einen ganz bestimmten Aspekt der Globalisierung, nämlich jenen von den bösen Unternehmen, die ihre Produktion ins billigere Ausland verlagern und dabei die dortigen Menschen ausbeuten, während sie ihren eigenen Profit maximieren, ist schon so uralt in der dogmatischen Linksideologie, dass sie einen langen weissen Bart hat. Bereits in den von Ihnen, Herr Meyer, genannten Siebziger und Achtziger Jahren wurde von Sozialisten diverser Couleurs in den Medien so argumentiert. Schulbücher wurden zum Glück während langer Zeit vor diesem Quatsch verschont.

      Das mit der Profitmaximierung stimmt definitiv nicht, denn die Gewinnmargen der Unternehmen sind eher gesunken denn gestiegen, d.h. die Produkte wurden billiger, da die Kostenverminderung an die Konsumenten weitergegeben wurde. Das hat übrigens nichts mit Altruismus der Unternehmer zu tun sondern ist dem Konkurrenzkampf des freien Marktes geschuldet, das jeden Unternehmer unter ständigem Preisdruck hält. Aber das alte Schauermärchen von den bösen Unternehmern, die arme unschuldige Menschen ausbeuten und dabei Riesengewinne scheffeln, ist sehr tief in den Gehirnen der sozialistischen Gläubigen eingebrannt. Da findet keine Erweiterung der Perspektiven statt sondern es wird gepredigt, was seit 150 Jahren und einem Tag sowieso schon (unhinterfragtes) sozialistisches Glaubensdogma ist.

      Für die hiesigen sozialistischen Glaubensbastionen wäre es vielmehr unerhört und obszön festzustellen, dass die Produkte für die Konsumenten billiger wurden, während in den Produktionsländern gleichzeitig Arbeitsstellen entstanden, wo vorher keine waren und so den dortigen Menschen überhaupt eine Existenzgrundlage ausserhalb der Subsistenzwirtschaft geboten wurden. Eine solche Argumentation in Schulbüchern wäre eine echte Perspektivenerweiterung – jedenfalls für die Mehrheit der Schüler. Man möge sich einmal vorstellen, was beispielsweise in Bangladesch passiert wäre, wenn die westlichen Firmen keine Kleider und andere Waren dort produzieren liessen. Bedingt durch die starke Bevölkerungszunahme wäre es längst zu grossen Hungersnöten, massiven Fluchtbewegungen und womöglich auch noch zu Bürgerkriegen gekommen, denn die kümmerliche Binnenwirtschaft wäre allein nie in der Lage gewesen, die vielen Neugeborenen zu ernähren.

      Vergleichen wir die in Europa und Nordamerika erfolgte Industrialisierung, welche sich in einem relativ freien Marktumfeld abspielte, mit der obrigkeitlich geplanten Industrialisierung in der Sowjetunion oder im kommunistischen China. Die stalinistischen Zwangskollektivierungen forderten in Hungersnöten mehrere Millionen Tote innerhalb eines Jahrzehnts, weil den Bauern Nahrungsmittelvorräte weggenommen wurden, um so die Arbeiter in den Städten zu versorgen. Rekordhalter an Hungertoten ist allerdings noch immer Mao mit seinem ‘Grossen Sprung nach vorne’. Jenseits von sozialistischer Schönrederei sollte man die historische Realität der Überlegenheit des freien Marktes gegenüber (von Sozialisten) durchgeplanten Wirtschaftsförderungen zur Kenntnis nehmen. Auch dass diese beiden Menschenschlächter Stalin und Mao begeisterte Fans in den zeitgenössischen westlichen Linksintellektuellenkreisen hatten, ist sehr aufschlussreich. Das wäre doch mal ein schönes Thema für ein Schulbuch und würde tatsächlich eine neue Perspektive in die Schule bringen.

  5. Kleiner Hinweis:Die Nazis hetzten genauso gegen die Wall Street,US Bankster und Britische Kapitalisten wie die Kommunisten,darum liefen ja auch so viel Rote über.

    Nach dem Krieg wollten die Deutschen den SOZIALISMUS behalten,ja behalten!
    Die Allierten mussten in Kinos Werbung für die Marktwirtschaft machen!!!

  6. Adam says:

    Sehr spannend! Es wird ein ganzer Krieg um unseren Verstand geführt. Und dieser auch zurecht in der Schule. Ich teile gerne diesen Artikel. Danke!

  7. Tapmedie Ulpanius says:

    Es klingt bei einigen Kommentaren schon an, dass der Nationalsozialismus richtigerweise links zu verorten ist.
    Mit Ludwig von Mises teile ich diese Ansicht:
    Vielleicht ist dazu dieser Artikel:
    Warum Nationalsozialismus Sozialismus war und warum Sozialismus totalitär ist
    http://www.misesde.org/?p=6343
    für einige Leser von Interesse!

  8. waldbaer says:

    Ich glaube (sic – ich weiß es nicht, deshalb frage ich mal), die Verwirrung bezüglich des zitierten englischen Textes entsteht dadurch, dass der ja inhaltlich eigentlich korrekt ist.
    Das Problem mit diesem Text ist, der wird da Schülern einfach so vor die Füße geworfen, ohne jegliche Begründung. Quasi wie ein Glaubensgrundsatz.
    Um Bernhard Meyer zu antworten: Das ist kein Denkanstoß.
    Ein Denkanstoß wäre, die Kids erstmal mit Fakten zuzumüllen, und denen dann beizubringen, wie man sowas zusammenpuzzled, um zu einer Schlussfolgerung zu gelangen. Um so etwas zustandezubringen, kann man den Gebrauch von Werkzeugen erlernen, und auch lehren. Logik ist z.B. eines der mächtigsten Werkzeuge im Kasten.
    Soziologen lieben Statistik. Auch ein Werkzeug.. mit dem man – das habe ich beim Informatikstudium gelernt – oft mehr Scheiße bauen kann, als einem lieb ist. Gefährliches Werkzeug! ;o) Schutzleidung empfohlen.

    Ein weiteres Diskussionsthema wäre: Was ist eigentlich gemeint, wenn jemand “Sozialismus” sagt? Irgendwie habe ich den Eindruck, da meint jeder etwas anderes..

    • Heike Diefenbach says:

      … und mindestens so interessant:

      Was ist eigentlich gemeint, wenn jemand “Globalisierung” sagt?

      Aber auf jeden Fall “weiß” man, dass das so bezeichnete latente Konstrukt irgendwie böse ist und anderer Leute Interessen dient – und den eigenen auch -, aber alles, was anderer Leute Interessen dient, kann nur schlecht sein; werde ich nicht dadurch, dass (auch) andere Leute von etwas Vorteile haben, relativ benachteiligt???

      Zur Sicherheit – angesichts der weitverbreiteten Missgunst in der Neidgesellschaft: Der letzte Absatz war Satire!

  9. Pingback: Dies & Das vom 17. Oktober 2016 | freistaatpreussenblog

  10. Marcus Junge says:

    Mal vom eigentlichen Thema abgesehen. Was mich bei den beiden “historischen” Aufgaben interessieren würde: Wieviele Schüler der BRD, der entsprechenden Klassenstufe, die im 3. Reich dies berechnen mußte, heute die richtigen Ergebnisse errechnen könnten und wieviele es damals konnten.

  11. Paule says:

    Hallo Herr Klein,

    ich halte ihren Artikel leider nicht für gelungen, da ich die folgenden Aussagen für zutreffen halte:
    -Der Begriff “Globalisierung” hat ein eigenes Leben angenommen.
    -Die Globalisierung wird als eine nützliche, auch eine kosmopolitische Sache, ein ‘hip’es Ding gesehen.
    -Viele Leute glauben, dass Globalisierung eine große Kraft ist, die die Welt näher bringt. Aber wenn wir darüber nachdenken, was die Globalisierung wirklich ist – wenn wir unter diesen Oberflächenglanz schauen – können wir die wahre Bedeutung des Wortes und die wahren Befürworter dieses Phänomens sehen.
    -Die Globalisierung ist nichts anderes als das Ergebnis der Suche nach dem Gewinn der multinationalen Gesellschaft.
    -die Globalisierung von Unternehmen angetrieben [wird], die die Gewinne maximieren wollen,
    -führt die Globalisierung zu Dingen wie “Export Processing Zones” [ z.B.: Industrieregion Kaesŏng, Nordkorea] – wo Millionen von Menschen – meistens Frauen – Produkte herstellen, die dann in die weiter entwickelten Länder verschifft und für eine riesige Profit verkauft werden.

    Wie Sie unschwer erkennen können sind das frei Übersetzungen des von Ihnen angeführten Textes.
    Warum also soll das nicht in einem Schulbuch stehen? Was ist daran Rechts oder links? Das sind doch nachprüfbare Fakten!
    Was passt ihnen daran nicht? Und vor allem anderen wo geht es hier um “unwertes” Leben oder Bomben auf Essen?
    Seit wann ist man nun auch Nazi wenn man über multinationalen Konzerne spricht?

    • Es gibt Kommentare, die sind einfach des Guten zuviel. Ihrer ist so einer. Ich halte Ihn nicht für gelungen. Im Gegensatz zu Ihnen, will ich meine Meinung begründen und nicht red herrings in Frageform an das Ende meines Textes stellen, um den Eindruck zu erwecken, es wäre mehr Inhalt dahinter als tatsächlich ist.

      Zunächst: Wenn Sie keine Probleme mit Indoktrination in der Schule haben, dann haben Sie sicher auch kein Problem damit, wenn Ihr Kind demnächst aus der Schule kommt, sie als alten weißen Deppen beschimpft, der durch seine heteronormative Abweichung von der homosexuellen Norm dazu beiträgt, dass die männliche Dominanz weitergeführt werden kann. Es gibt mit Sicherheit in Deutschland ein paar Verrückte, die kein Problem damit haben, wenn entsprechende Texte in Schulen verbreitet werden.

      Was ihre Übersetzung angeht, so ist sie schon etwas frei, aber sei’s drum. Wenn derart ideologisch verzerrte Beschreibungen von Globalisierung und den Veheerungen, die sie anrichtet, ihr Gefallen finden, dann erwarte ich von Ihnen, dass Sie umgehend ihren Computer und alle Smartphones, die sich in ihrem Besitz finden, verkaufen und den Erlös an die armen Arbeiter, nein Frauen in China verkaufen, die nur einen vergleichsweise geringen Lohn dafür erhalten, dass sie die Bedarfsgegenstände herstellen, die in Deutschland so billig zu haben sind.

      Ihre Schuhe, die mit Sicherheit billig im Sudan oder in Äthiopien hergestellt wurden, sollten Sie bei der Gelegenheit auch gleich verkaufen. Am besten Sie reisen per Anhalter nach Afrika (nicht mit Ryanair), um vor Ort, den Arbeitern, nein Arbeiterinnen die Erlöse ihrer guten Taten zu geben und den entsprechenden Arbeitern zu erklären, dass sie für zu geringem Lohn arbeiten, ausgebeutet werden und dass Sie deshalb beschlossen haben, die fiesen Großkonzerne zu boykottieren, dass im Ende die Arbeiter entlassen werden und wieder in das Zurückkehren, aus dem sie geflüchtet sind, die bittere Armut, das ist der Preis, den man als afrikanischer oder asiatischer Arbeiter dafür zu zahlen hat, dass deutsche Gutmenschen das eigene psychische Wohlbefinden über die Realitäten in der Welt stellen.

      • Paule says:

        Hallo Herr Klein,

        danke dass Sie mir antworten.
        Ich mag ihre Seite und stimme eigentlich mit ihren Aussagen überein, nur dieses Mal nicht.
        ~
        Ich habe etwas gegen Indoktrination, aber eben nicht nur von rechts oder links, sondern auch was gegen die von oben oder unten, und erst recht etwas gegen die von außen.
        Und ich habe etwas gegen das ewige Nazigerede und die Totalitäritätsbezüg nur weil wir Deutsche sind.
        Deutsche Geschichte und Kultur begann vor mehr als 1500 Jahren und die Angelsachsen und Normannen sind Teil davon. Es gibt also keine Notwendigkeit sich immer auf Adolf Hitler zu beziehen.
        Indoktrination oder Propaganda oder Religions- und Moralunterricht, gibt es auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Amerika oder England, auch da wurden Hexen verbrannt und Kommunisten gejagt, die Jugend für den Kolonialdienst, als Sklavenhalter und als Krieger ausgebildet und zum scharfen Kommunistenfresser indoktriniert, manch einer war alles zusammen und hielt Neger für Untermenschen.

        Wogegen ich nichts habe ist das die deutsche Jugend, die englisch lernt, dabei aufgefordert wird über Globalisierung nach zu denken.
        Im Gegenteil ich halte das kritische Nachdenken über Globalisierung und Renationalisierung gerade in der Ökonomie, Kultur und Wissenschaft für unbedingt notwendig. Die neue Prime Ministerin in UK sieht das übrigen genauso.
        ~
        Ihre Kritik an meinem vorhergehenden Kommentar stimme ich zu, und werde ich zukünftig berücksichtigen und solche Fragen dann auch gleich beantworten.

        Paule

        • Heike Diefenbach says:

          @Paule

          Ich darf Sie zitieren:

          “Ich habe etwas gegen Indoktrination, aber eben nicht nur von rechts oder links, sondern auch was gegen die von oben oder unten, und erst recht etwas gegen die von außen.”

          Genau. Und deshalb können Sie Indoktrination VON ALLEN SEITEN nicht für gut heißen. Also auch nicht von links oder “unten”!

          Wenn Sie trotzdem meinen, dass empirisch unhaltbare Positionen wie “Globalisierung macht nur die Konzerne reicher …” oder so etwas lapidar-dummes in der Art in der Schule verbreitet werden sollen, dann, fürchte ich, verstoßen Sie damit gegen Ihren eigenen Grundsatz.

          Indoktrination ist Indoktrintion, und sie wird nicht dadurch zu etwas anderem, dass Sie Ihnen gerade sympathisch ist, weil sie gegen “oben” geht.

  12. Krawallhamster says:

    Ein weiterer interessanter Punkt über den englischen Text ist, dass er in American English verfasst ist. Vor 10-15 Jahren wurde in deutschen Schulen noch Oxford English gelehrt, heute wird Amerika als englisches Vorbild gelehrt.

  13. Bernhard Meyer says:

    ” Geschrieben hat diesen rechtsextrem-nationalistischen Text Emily McMillan”

    Ach! Jetzt geht mir ein Licht auf. Das ist ja ganz die antideutsche Logik bzw. “Temperatur”. Habe anfangs zu oberflächlich gelesen. Kritik an Globalisierung, Macht der Konzerne, am Finanzsystem, imperialistische Außenpolitik der USA, an den Kriegen der NATO usw. all das ist bei den Antideutschen “rechts”, “nach rechts offen”, “nationalistisch”, “Querfront”, “verschwörungstheoretisch”, “antiamerikanisch”, “verkürzte Kapitalismuskritik” usw. usf.

    • Heike Diefenbach says:

      … genau …

      Und deshalb sollte man erst lesen, ggf. irritiert sein, dann nochmal lesen, dann sehen, ob sich die Irritation löst, wenn man dem Gelesenen etwas zu Gute hält, und wenn nicht, erst dann starke Worte an die Verfasser von Texten richten – oder vorsichtiger formulieren, was beim ersten Kontakt mit jemandem über eine Sache eigentlich immer anzuraten ist.

  14. Guter Text, ich werde spenden….

  15. rene says:

    danke für die interessanten Beiträge..
    bitte weitere Beispiele, um Indoktrination in den Schulen UND Hochschulen (!) zu belegen.
    Schließlich muss aufgedeckt werden, wie diese Praxis dafür sorgt, dass eine ganze Gesellschaft auf eine einzige Ideologie eingeschworen wird.

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