Politisch-korrekte Entmündigungs-Fußballweltmeisterschaft – Sprach-Chimären

Die Kontrolle über Individuen ist umso einfacher, je eher man es schafft, ihnen ihre Urteilsfähigkeit zu nehmen bzw. das Urteil, das sie treffen sollen, vorzugeben. Die moderne Form der Entmündigung findet dabei über Sprach-Chimären (Chimäre als Trugbild verstanden) statt, über Begriffshülsen, die affektiv gefüllt werden.

Um auf diese Weise eine Kontrolle und Steuerung der Bevölkerung zu erreichen, ist es zunächst notwendig, einen Kanon der affektiv geladenen Begriffe zu schaffen. Die moderne Intoleranz hat u.a. die folgenden Begriffe als Sprach-Chimären geschaffen:

  • Sexismus
  • Rassismus
  • Rechtsextremismus
  • Antisemitismus
  • Homophobie
  • Hate Speech

Klicken Sie, um sich das richtige Urteil zu bilden.

Wer sich der Mühe unterzieht, die Begriffe zu googeln (ohne ScienceFiles zu berücksichtigen), der landet entweder auf Seiten, die mit abstraktem Geschwätz darüber gefüllt sind, wie schlimm Rassismus, Sexismus, Hate Speech usw., wie weit verbreitet sie doch seien und wie wichtig es sei, Rassismus, Sexismus usw. zu bekämpfen, warum auch immer. Ein Bezug zur Empirie findet nicht statt. Oder er landet auf Seiten, deren Betreiber bestimmte Verhaltensweisen als furchtbaren Sexismus oder Rassismus oder was auch immer verurteilen, ohne dass sie eine Begründung dafür angeben würden, warum ein bestimmtes Verhalten Ausdruck von oder konkretes Beispiel für Sexismus, Rassismus usw. sein soll.

Auf diese Weise ist es möglich, die unterschiedlichsten Verhaltensweisen über einen Kamm zu scheren und unter die Herrschaft einer affektiven Begriffs-Chimäre zu stellen, und zwar mit dem Ziel, die entsprechenden Verhaltensweisen, die oft genug keinerlei Gemeinsamkeit aufweisen, zu unterbinden, als illegitim, als unrechtmäßig darzustellen.

Das Ziel der Schaffung von affektiven Begriffs-Chimären besteht also darin, ein Instrument zur Hand zu haben, das begründungslos eingesetzt werden kann, um bestimmte Meinungen, Äußerungen oder Handlungsweisen zu unterbinden UND das genutzt werden kann, um Individuen ihre Urteilsfähigkeit zu nehmen.

Wer sich derzeit mit den Randbedingungen der Fußballweltmeisterschaft beschäftigt, der findet bereits eine stattliche Anzahl von Beispielen dafür, wie Individuen ihr Urteilsvermögen abtrainiert bzw. bestritten werden soll.

Beispiele:

Der dänische Fußballverband muss 20.040 US-Dollar Strafe bezahlen, u.a. deshalb, weil dänische Fans angeblich ein Transparent mit ins Stadion gebracht und dort gezeigt hätten, das sexistisch sei. Was auf dem Transparent zu lesen war, warum das, was zu lesen war, sexistisch sein soll, diese Informationen werden vorenthalten. Die lesende Bevölkerung wird informiert, dass eine Organisation zu einem Urteil gekommen ist, über das es keine Diskussion gibt. Dem Urteil ist sich anzuschließen. Eigene Urteilsbildung ist nicht notwendig und schon gar nicht erwünscht.

Prinzipiell ist es somit möglich, alle Inhalte, die der FIFA oder wem auch immer nicht passen, als Sexismus oder Rassismus zu bezeichnen und aus dem öffentlichen Raum zu entfernen, ohne dass eine Form der öffentlichen Kontrolle der Entscheidung, auf die Demokratien einmal so stolz waren, erfolgen könnte. Der öffentliche Raum, das sei hier kurz angemerkt, gehört nicht der FIFA und auch nicht den Gutmenschen, die über die legitimen Inhalte bestimmen wollen. Was Gegenstand des öffentlichen Raumes ist, ist eine Verhandlungssache und gerade Demokratien haben sich in der prä-Gutmenschen-Ära dafür gerühmt, dass sie jede Meinung und jede Ansicht als Beitrag im öffentlichen Raum zulassen. Aber das war gestern. Heute rühmen sich ehemalige Demokratien dafür, dass sie den öffentlichen Raum von allem säubern, was „dem Bürger“ nicht zumutbar ist. Mit anderen Worten: Sie rühmen sich für die Entmündigung ihrer Bürger, dafür, dass sie ihren Bürgern die Urteilsfähigkeit absprechen und nehmen wollen.

Der Totalitarismus kommt nicht auf leisen Füßen, er ist bereits da und wie so oft macht die Presse auch dieses Mal gemeinsame Sache mit denen, die ausschließen wollen, dass Bürger sich ein eigenes Urteil bilden. Die Meldung, die international und unter Bezug auf Reuters von Medien aller Art verbreitet wird, lautet ohne Abweichung:

„The Danish Football Association has been fined $20,040 and given a warning for crowd disturbance and the display of a sexist banner by Denmark fans at the World Cup, global soccer governing body FIFA said on Sunday.”

Außerdem haben sich die dänischen Fans im Spiel gegen Australien nicht an das „pre-match-protocol“ gehalten, was unverzeilich ist und ebenfalls mit einem Strafgeld geahndet werden muss. Sie wissen nicht, was das „pre-match-protocol“ ist? Macht nichts. Es reicht, wenn Sie wissen, dass es furchtbar und böse und ganz schlimm ist, sich nicht daran zu halten.

Die Fußballsaubermänner, die sich hier als Helfershelfer derer gerieren, die Menschen ihr eigenes Urteilsvermögen verunmöglichen und am besten entziehen wollen, sind ausgerechnet die Funktionäre der FIFA, die über Jahre den Nachweis geführt haben, dass sie weder Transparenz mögen noch von Korruption lassen können. Aber über Korruption wird heutzutage hinweggesehen. Es gibt wichtigeres zu tun: Wir müssen Sexismus aus Fußballstadien fernhalten und Rassismus bekämpfen (oder uns dafür schmieren lassen, dass wir das tun …?), es gilt Sprach-Chimären zu schaffen und Individuen ihr Urteilsvermögen zu bestreiten.

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Ressourcen verbraucht: Deutsche (Schmarotzer) leben auf Kosten anderer!

Das Geschäft mit der moralischen Erpressung, es blüht.

Ressourcen für 2018 bereits verbraucht“, so titelt die Tagesschau gestern. „Deutschland hat an diesem Mittwoch seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 aufgebraucht“, so heißt es weiter. Und dann: „Die Menschen in Deutschland leben dann für den Rest des Jahres auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im Süden, teilte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit“.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation „Germanwatch“, die sich nach eigenen Angaben Ziele wie „das Vermeiden des gefährlichen Klimawandels“ und „den Schutz der besonders verletzlichen Menschen in Entwicklungsländern vor den Folgen des Klimawandels“ gesetzt hat, ist eine der Organisationen, die gut an eben diesem vermeintlich menschengemachten Klimawandel verdienen. Gemanwatch ist eine jener neuen Unternehmensformen, die Profit und Umsatz über moralische Entrüstung und moralische Erpressung generieren:

„Wir drängen relevante Akteure aus Politik und Wirtschaft dazu, diese Ziele umzusetzen – in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene“.

Ein Blick in den Rechenschaftsbericht von Germanwatch zeigt jedoch ein anderes Bild. Man hat eher den Eindruck, dass Akteure aus der Politik „Germanwatch“ unterhalten, als dass sie von Germanwatch gedrängt würden. Das Narrativ, das Nichtregierungsorganisationen wie Germanwatch gerne verbreiten, um ihre Unabhängigkeit zu beschwören, besteht darin, eine Organisation zu sein, die nichts mit Regierung, Ministerien oder anderen öffentlichen Einrichtungen zu tun habe, vielmehr diese kontrollieren wolle und dazu der Spenden durch Bürger bedürfe. „Veränderung braucht jeden, auch Sie!“, so lautet der Spruch, mit dem Germanwatch um Spenden buhlt.

Tatsächlich braucht Germanwatch keinerlei Spenden, die Organisation wird anderweitig finanziert. Rund 3,2 Millionen Euro hatte die angebliche Nichtregierungsorganisation im Jahre 2016 zur Verfügung. Mit viel gutem Willen kann man Germanwatch attestieren, dass rund 7% der 3,2 Millionen Euro aus Spenden – von wem auch immer – resultieren. Das wirft die Frage auf, wo die restlichen 93% der Einnahmen der angeblichen Nichtregierungsorganisation herkommen.

Von hier (Zahlen für 2016):

Bundes- und Landesministerien, Landesämter etc: 43,0%

Darunter:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: 17,5%
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit: 15,4%
Bundesministerium für Bildung und Forschung: 3,8%

Zudem:
Brot für die Welt: 6,7%
Dabei handelt es sich um eine indirekte Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, denn 54,7% der Mittel, die Brot für die Welt ausgibt (256 Millionen Euro im Jahre 2016) stammen aus dem Ministerium.

Deutsche Gesellschaft für Wirtschaftliche Zusammenarbeit: 1,3%
Dabei handelt es sich um ein Unternehmen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Germanwatch ist somit mehr oder weniger eine Ausgründung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mehr als  51% der Einnahmen kommen direkt oder indirekt von Ministerien oder Ämtern. Germanwatch ist also eine Nichtregierungsorganisation die am Tropf von Regierungsorganisationen hängt, ein Etikettenschwindel.

Ein weitgehend durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanzierter Strommann wird also dazu benutzt, deutschen Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden, um auf diese Weise Legitimation für Entwicklungshilfe und die Kosten der Energiewende und andere Formen der ideologischen Geldverschwendung aus dem Repertoire der Gutmenschen zu beschaffen. Das ist zumindest eine Täuschung der Öffentlichkeit, wenn nicht mehr.

Dass es um die moralische Erpressung der Bevölkerung und darum geht, die besonders Naiven über den Huch- oder Oh-Gott-Faktor zu Kämpfern gegen den „gefährlichen Klimawandel“ zu machen, sie dazu zu übertölpeln, freiwillig Verzicht zu üben, damit vielleicht, vielleicht auch nicht die nächste Generation besser leben kann, zeigt sich eben an der Unsinnigkeit dessen, was hier als Argumentation verkauft werden soll.

Konkrete Einschränkungen im Leben der jetzt Lsollen damit gerechtfertigt werden, dass zukünftige Generationen vielleicht einen Nutzen davon haben, dass heutige Generationen mit Sicherheit hinter dem Lebensstandard zurückbleiben, der ihnen möglich wäre. Das ist natürlich Unfug, denn niemand kann wissen, welche technologischen Entwicklungen es den nächsten Generation ermöglichen, in Wohlstand zu leben.

Zwar ist jeder Mensch für seine eigenen Handlungen verantwortlich, aber niemand ist für Konsequenzen verantwortlich, die sich nicht aus seinen Handlungen ableiten lassen. Dass es in Teilen Afrikas Slums und Hunger gibt, hat nichts damit zu tun, dass Peter L in Hamburg mit dem Diesel zur Arbeit fährt. Der Versuch, Peter L. ein schlechtes Gewissen einzureden, nutzt einzig und allein Organisationen wie Germanwatch, die als Legitimationsbeschaffer für die Big Spender in den Ministerien fungieren, die ihre Politik darauf ausgerichtet haben, den „gefährlichen Klimawandel“ durch kostenintensive und im Vergleich mit anderen Energieträgern ineffiziente Formen der Energiegewinnung so zu bekämpfen, dass eine bestimmte Lobby und ihre Klientel sehr gut daran verdienen, während die Erwerbstätigen zur Ader gelassen und schlechter gestellt werden.

Der individuelle Verzicht, den Organisationen wie Germanwatch mit irren Meldungen wie „die natürlichen verfügbaren Ressourcen für 2018“ sind bereits aufgebraucht, befördern wollen, den Boden, den sie für weitere Maßnahmen, die die jetzt lebenden Bürger in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen, weil sie ihnen finanzielle Mittel abverlangen, bereiten sollen, sie sind das eigentlich amoralische an diesem Spiel, denn niemand hat das Recht, die Lebensqualität lebender Menschen zu beeinträchtigen, um nicht lebende und vielleicht nie lebende Menschen besser zu stellen, was sowieso ein Unding ist, denn niemand kann wissen, ob ein Verzicht heute, eine Verbesserung morgen zur Folge hat. Aber man kann sicher wissen, dass Verzicht heute und die ganze Klimahysterie Organisationen wie Germanwatch, die am Tropf von Ministerien hängen, zu gute kommt, mit Sicherheit und in Höhe von 3.2 Millionen Euro allein im Jahre 2016. Das reicht, um eine ganze Reihe von Aktivisten durchzufüttern.

Falls wir uns irren, und in Deutschland tatsächlich kein Grundwasser, keine Ackerfrüchte oder sonstige Mittel zum Leben seit gestern mehr verfügbar sind, stimmt es, dass die Ressourcen für 2018 aufgebraucht wurden.

So wie es in jedem Fall stimmt, dass das woraus Organisationen wie Germanwatch ihren Profit generieren, letztlich ein Problem der Überbevölkerung ist. Wenn Germanwatch also wirklich etwas an der von Germanwatch gesehenen Misere ändern will, dann empfehlen wir allen dort Beschäftigten einen kollektiven Suizid. Das spart die Ressourcen, die mehrere Dutzend gut verdienende Aktivisten verbrauchen und hat unmittelbar die Freisetzung von rund 3.2 Millionen Euro zur Folge, die man dann sinnvoll einsetzen kann.

Wenn dieser Einschnitt für Germanwatch-Aktivisten zu drastisch erscheint, können sie ja, anstatt einen gefährlichen Klimawandel zu bekämpfen, für einen ungefährlichen Klimawandel werben.

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Ausbildung: Nachhaltigkeitskämpfer an 275 Schulen deutschlandweit

Wussten Sie, dass es in Deutschland 275 UNESCO-Projektschulen gibt? An UNESCO-Projektschulen werden Nachhaltigkeitskämpfer ausgebildet, Schüler, die schon wissen, was richtig ist und wie man richtig lebt:

„In mehr als 100 Städten verteilt über die gesamte Bundesrepublik findet man sie: die mehr als 275 UNESCO-Projektschulen. Sie sind ganz „normale” Schulen, aber mit einer besonderen Schwerpunktsetzung: UNESCO-Projektschulen engagieren sich für eine Kultur des Friedens, für den Schutz der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung und für einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das Schulleben gestalten sie im Sinne des interkulturellen Lernens. Das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projektschulen lautet: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.“

Kultur des Friedens, Schutz der Umwelt, Ausgleich zwischen Arm und Reich, interkulturelles Lernen: An UNESCO-Projektschulen werden Probleme, die seit Generationen die Wissenschaft beschäftigen, im Laufe eines Schülerlebens gelöst.

UNESCO Projektschulen

Wie, das erklärt das (UNESCO) Portal für BNE: Bildung und Nachhaltige Entwicklung:

„Was ist das Ziel von guter Bildung? Jenseits von konkreten Inhalten soll sie Menschen die Kompetenz zu gestalten vermitteln. Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht
– vorausschauendes Denken;
– interdisziplinäres Wissen;
– autonomes Handeln;
– Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung dient entsprechend nicht nur dazu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren sondern partizipative Methoden zu verwenden, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. Hinzu kommt ein internationaler Blick, der es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört. Dazu braucht es politische umfassende Bildung. Denn jeder Einzelne muss täglich Entscheidungen treffen. Und nicht immer liegt auf der Hand, was die beste Entscheidung ist.“

Das Erschreckende an dem, was BNE sein soll: Die Behauptung, man könne die beste Entscheidung generell bestimmen. War es die beste Entscheidung als Neville Chamberlain 1938 seine Politik des Appeasements auch unter Aufgabe der Rest-Tschechei fortgesetzt hat. In einer Kultur des Friedens sicher. Es hat den Frieden zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich gesichert, nicht den Frieden der Tschechen. Welche Option wählt ein Weltbürger, wenn er sich zwischen Dieselfahrzeugen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen und dem Drahtesel Made in China entscheiden muss, der ausnutzt, dass in China Arbeitskraft noch billig zu haben ist? Was macht der klimaschützende Nachhaltige wenn er zwischen Energieeffizienz und Ökologie wählen muss: Sitzt er dann lieber im Kalten und schlottert, weil er ein guter Weltbürger ist?

Gilt es als autonomes Handeln, wenn ein Schüler sich auf Grundlage guter Gründe entscheidet, nicht an den menschengemachten Klimawandel zu glauben und statt dessen der Ansicht ist, die Überbevölkerung der Erde sei ein viel größeres Problem als die Begrenztheit der Ressourcen? Wie verhält sich die Ausbildung zur Teamfähigkeit zum autonomen Handeln, das im Rahmen eines Teams gerade nicht möglich ist?

Schon nach kurzer Betrachtung hat man das untrügliche Gefühl, die UNESCO-Projektschulen seien Orte der Indoktrination, Orte, an denen die Bornierten von morgen, die sich jenseits dessen, was ihnen als einzig richtiges Handeln eingetrichtert wurde, nichts vorstellen können, ausgebildet werden. Sie werden dazu ausgebildet Fragen wie die, ob es ethisch vertretbar ist, von heute lebenden Menschen sicheren Verzicht zu fordern, damit morgen oder übermorgen vielleicht lebende Menschen vielleicht einen unsicheren Nutzen davon haben können, erst gar nicht zu stellen?

Wozu braucht die UNESCO überhaupt Projektschulen?
Wie kann es sein, dass eine Abteilung der UNO Einfluss auf den Unterricht, dessen Gegenstand und Ausführung in Deutschland nimmt, einem Land, in dem die Linken Zeter und Mordio schreien, wenn sich ein Unternehmen auch nur in die Nähe einer Schule wagt?

Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass UNESCO-Projektschulen dazu dienen, Nichtregierungsorganisationen, die so unabhängig sind, dass sie am Tropf der UNO oder der EU hängen, wie z.B. Greenpeace, direkten Zugang zu Schulen und Schülern zu gewähren, auf dass die Indoktrination umfänglich sei und der Nachwuchs der entsprechenden NGOs vor Ort gesichert werden kann.

„150.000 Kinder und Jugendliche sowie 10.000 Lehrkräfte in Deutschland feiern am 26. April den internationalen Projekttag der UNESCO-Projektschulen unter dem Motto “Brennpunkt Zukunft“. Die fast 300 UNESCO-Projektschulen in Deutschland präsentieren im Rahmen von Workshops, Podiumsgesprächen und Kunstaktionen ihre im Laufe des Schuljahres 2017/2018 entwickelten Lösungsansätze zu zentralen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung. Auch Partnerschulen im Ausland sowie außerschulische Bildungsorte gestalten diesen Tag mit.
Bei der zentralen Veranstaltung in Berlin dreht sich am 26. April alles rund um das Thema nachhaltige Entwicklung, Konsum und Bildung. Schülerinnen und Schüler der Berliner UNESCO-Projektschulen haben dazu in Kooperation mit Greenpeace Schulen aus ganz Deutschland zu einem Fest der Nachhaltigen Entwicklung eingeladen“.

Man kann nur hoffen, dass die ganze Indoktrination, die heute als Unterricht gilt, zu Renitenz bei einigen führt. Wer sonst sollte die Ideen haben, die zur Lösung der Probleme beitragen, an die man bei der UNESCO trotz aller Planung nicht gedacht hat? Aber bei der UNESCO gilt ein Mut zur Lücke, der Schaudern macht:

„Wichtig ist, auszuhalten, dass man nicht alle Informationen zu einem Thema haben kann. Und trotzdem entscheidungsfähig ist. Das ist eine Grundbedingung für die Zukunft, ganz unabhängig davon, ob es um das Thema Nachhaltigkeit geht.“
Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater des Weltaktionsprogramms, FU Berlin)

In Kurz: Wir haben zwar nicht alle Informationen, aber wir wissen, dass Nachhaltigkeit heute und in Zukunft ganz wichtig ist.

Das einzige, was wir genau wissen: Vorsicht vor wissenschaftlichen Beratern, die Plattitüden absondern, denn natürlich hat niemand, auch nicht die UNESCO alle Informationen, die notwendig sind, um eine objektiv-korrekte Entscheidung zu treffen. Entscheidungen richten sich auf die Zukunft. Die Zukunft kennt niemand. Das ist also eine Plattitüde. Warum äußert sie de Haan. Offensichtlich will er Entscheidungen rechtfertigen, die auf wenig Information basieren und bei denen nicht einmal der Versuch unternommen wird, sich mit Alternativen, Optionen oder abweichenden Meinungen zu beschäftigen. Keine Entscheidung beruht auf allen Informationen zu einem Thema. Warum also soll man sich querlegen, um sich ein möglichst umfassendes Bild von einem Gegenstand zu machen, zumal, wenn man schon genau weiß, was richtig ist, in der Kultur des Friedens, in ihrer geschützten Umwelt, in der ein integrierender Ausgleich zwischen Reich und Arm zur vollständigen Nivellierung aller Unterschiede, die das Leben lebenswert machen, geführt hat?

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Lohnlückenlüge wird nicht seltener: Trotzige Fake News in der ARD

Womit wurden Sie heute von öffentlich-rechtlichen Medien belogen?

Seit wir mit ScienceFiles im Jahre 2011 begonnen haben, hat uns die Lohnlückenlüge oder das Gender Pay Gap begleitet. Die Art und Weise, in der es das getan hat, erinnert an Bourdieus „Feine Unterschiede“ in denen beschrieben wird, warum man mit symbolischem Kapital kein kulturelles Kapital vorgaukeln kann – oder: Nur weil jemand es durch ein Studium und in öffentlich-rechtliche Medien geschafft hat, muss er weder intelligent noch fähig oder in irgend einer Form von Kommunikation und Nachrichtenübermittlung versiert sein. Tatsächlich haben uns die Art und Weise, in der über das „Gender Pay Gap“ berichtet wird, zu dem Schluss geführt, dass zumindest diejenigen, die sich mit diesem Thema in Medien und natürlich im Lager der Genderisten beschäftigen, nicht wirklich mit Verständnis, Einsicht, Intelligenz, you name it, bestückt wurden.

Fangen wir daher vorne an.

Das Gender Pay Gap als solches ist ein einfacher Verdienstunterschied, wie er zum Beispiel zwischen einem Müllfahrer und einer Mausschubserin in einem Ministerium besteht. Ersterer verdient weniger als Letztere. Über dieses Gap regt sich jedoch niemand auf.

Aufregung ergibt sich dann, wenn, wie gerade geschehen, das statistische Bundesamt die durchschnittlichen BRUTTOstundenlöhne veröffentlicht, also die Löhne vor Steuer, nicht danach (warum wohl nicht?). Dann ergibt sich regelmäßig, dass Männer mehr verdienen als Frauen. 21 Euro zu 16,59 Euro dieses Mal.

Besonders schlichte Gemüter sehen in diesen Verdienstunterschied eine Benachteiligung von Frauen. Aber der Unterschied ist natürlich keine Benachteiligung, sondern ein ganz normales Phänomen, dass sich z.B. daraus erklärt,

  • dass Männer mehr arbeiten als Frauen (in Vollzeit/Teilzeit);
  • dass Männer mehr Überstunden machen als Frauen;
  • dass Männer mehr in ihren Arbeitsplatz investieren als Frauen (unentgeltliche Mehrarbeit);
  • dass Männer in produktiveren Branchen arbeiten, die einen höheren gesellschaftlichen Mehrwert erbringen als Frauen (IT-Branche bei Männern, öffentliche Verwaltung bei Frauen);
  • dass Männer aufgrund ihrer längeren und ununterbrochenen Arbeitszeit mehr HUMANKapital ansammeln als Frauen, entsprechend mehr wissen und höher qualifiziert sind, was sich in einem höheren Lohn niederschlägt. Auch wenn es für Funktionäre aller Art, ob in Gewerkschaften oder Parteien, nicht nachvollziehbar ist, in der freien Wirtschaft erhält derjenige, der eine höhere Qualifikation, mehr Arbeitserfahrung und weniger Unterbrechungen in der Erwerbskarriere hat, einen höheren Lohn. Und das zurecht!

Nun hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen, dass dann, wenn man den oben angesprochenen Unterschied im BRUTTOStundenlohn zwischen Männern und Frauen zur Hand nimmt und die angesprochenen Variablen in Rechnung stellt, vom Verdienstunterschied kaum mehr etwas übrig bleibt. Beim Statistischen Bundesamt verschwinden 15% von den 21%, und 6% bleiben übrig.

Wir haben seit 2011 viele Beiträge veröffentlicht, in denen wir auf die Idiotie hinter der Behauptung, die 21% Verdienstunterschied hätten irgend etwas mit Benachteiligung zu tun, hingewiesen haben. Langsam aber sicher ist diese Erkenntnis selbst bei öffentlich-rechtlichen Anstalten angekommen. Dass sich nur noch die größten Idioten trauen, die 21% überhaupt noch in einem Atemzug mit Benachteiligung in den Mund zu nehmen, geht mit Sicherheit auch auf unsere Arbeit zurück.

Und nun, da sich herumgesprochen hat, dass die 21% 21% und sonst nichts sind, nun stampfen die trotzigen Gören mit den Füssen auf und versuchen das, was Genderisten und andere Ideologen scheinbar am besten können: Sie lügen.

Nehmen wir zum Beispiel die folgenden Sätze, die heute in der ARD erschienen sind:

„Die Statistiker vermuten dahinter meist strukturelle Gründe: So würden in Berufen, die vornehmlich von Frauen ergriffen werden, oft auch geringere Gehälter gezahlt. Zudem arbeiteten Frauen häufiger als Männer in Teilzeit. Seltener finde man sie zudem in Führungspositionen. Hier könnten – so vermuten zumindest die Statistiker – auch Pausen zur Kindererziehung eine Rolle spielen“.

Die Statistiker die hier angesprochen sind, dass sind die öffentlichen Angestellten in der Presseabteilung des Statistischen Bundesamts, und die schreiben im Original:

„Demnach sind die wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap unterschiedliche Branchen und Berufe, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.“

Es findet sich keine Referenz auf die Kindererziehung, die Phantasie des ARD-Redakteurs. Vielmehr findet sich eine Referenz auf „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation“. Das heißt im Klartext, dass Männer mehr verdienen, weil sie BESSER qualifiziert sind und weil sie die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um eine Leitungsposition einnehmen zu können, besser erfüllen. Die Frauen, die sich für die Erziehung von Kindern entscheiden, können hoffentlich besser Windeln wickeln als Männer, können im Beruf aber eben nicht dieselben Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten in die Waagschale werden wie Männer.

Die Einschränkung, die „die Statistiker“ hier machen, „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung“, ist eine erklärende Variable, die, wenn man sie berücksichtigt, den Verdienstunterschied von 21% zum Teil erklärt. Aber nicht nur das. Damit ist auch gesagt, dass berufstätige Männer im Durchschnitt (alle Aussagen beziehen sich natürlich auf den Durchschnitt aller Männer und aller Frauen) qualifizierter sind als Frauen und höhere Qualifikationen haben natürlich weitere Konsequenzen, die sich auf die Höhe des Lohnes auswirken. Aber dazu kommen wir gleich.

Nun, da es sich verbreitet hat, dass die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen nichts mit Benachteiligung, sondern mit unterschiedlichen Lebensentscheidungen, mit unterschiedlicher Motivation, Arbeits(erfahrung) und Arbeitsleistung zu tun haben, nun ist den Genderisten eine ihrer liebsten ideologischen Lügen abhanden gekommen. Was machen Genderisten in einer solchen Situation? Sie lügen weiter.

In der ARD nimmt das die folgende Form an:

„Trotzdem: Arbeitnehmerinnen bekommen nach den jüngsten verfügbaren Zahlen (2014) auch bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde sechs Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Diese Zahl wird nur alle vier Jahre genauer erhoben.“

Als Gary Becker die Idee hatte, man könne versuchen, Diskriminierung invers zu bestimmen, also darüber, zu versuchen, Unterschiede umfassend zu erklären und bei umfassender Erklärung das Residuum als Diskriminierung interpretieren, da hat er vermutlich nicht gewusst, was er damit anrichtet, wenn diese Idee in die Köpfe von statistisch Minderbemittelten gelangt.

Im vorliegenden Fall sind die 6% das Residuum. Sie stellen genau dann eine Benachteiligung dar, wenn die Bedingungen für Männer und Frauen konstant gehalten werden UND alle Variablen, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds notwendig sind, auch berücksichtigt wurden. Das wurden sie aber nicht. Die eklatante Auslassung aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die man vor dem Hintergrund der jahrelangen Versuche, die Lüge vom Gender Pay Gap salonfähig zu machen, als bewusste Unterschlagung werten muss, findet sich in der folgenden Passage aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts:

Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer.

Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

Kurz: Die „Statistiker“ wissen, dass ihre Erklärung nicht vollständig ist, dass sie nicht umfassend ist, weil sie nicht alle Variablen, die für den Verdienstunterschied verantwortlich sind, berücksichtigt haben. Hätten sie das getan, die 6% wären mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwunden. Wir haben dies vor Jahren nur unter Hinzunahme der Überstunden durchgerechnet und weg war er, der Gender Pay Gap.

Die Meldung in der ARD hätte demnach – wäre dem verantwortlichen Redakteur etwas an der Wahrheit gelegen – lauten müssen: Werden die Unterschiede in Arbeitszeit, Arbeitsleistung und Arbeitserfahrung, die es zwischen Männern und Frauen gibt, berücksichtigt, dann kann der höhere BRUTTOStundenlohn von Männern über durchschnittlich mehr geleistete Arbeitszeit, eine höhere Arbeitsleistung und eine größere Arbeitserfahrung von Männern, ein höheres Humankapital im Vergleich zu Frauen erklärt werden.

Mit anderen Worten: Es gibt keine Lohnlücke. Es gibt kein Gender Pay Gap. Es gibt eine Gender Pay Gap Lüge, die Mittelschichtsfrauen mit zweifelhafter Ausbildung verbreitet haben, um sich als Opfer inszenieren und Steuergelder abgreifen zu können.

Und um noch ein Argument oben drauf zu setzen mit Blick auf die in der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts angesprochenen Erwerbsunterbrechungen: Schon 2011 haben wir einen Beitrag veröffentlicht, in dem wir zeigen, dass sich Bildung für Frauen auf allen Bildungsstufen, also vom Hauptschulabschluss bis zum Hochschulabschluss MEHR lohnt als für Männer. Um die Frage zu entscheiden, wie sich Bildung auf das spätere Einkommen auswirkt, berechnen Ökonomen die sogenannte Bildungsrendite. Frauen haben in allen Bereichen eine höhere Bildungsrendite als Männer. Dass sie dennoch im Durchschnitt einen geringeren Stundenlohn erreichen als Männer liegt daran, dass das, was Ökonomen den „Reservation wage“ nennen, so hoch ist, dass es für Frauen als Anreiz dient, Arbeit für staatliche Alimentierung aufzugeben. Wer Elterngeld und Kindergeld und Muttergeld und… zahlt, der muss sich nicht wundern, dass die Bereitschaft von Frauen, sich im Beruf zu engagieren, gering ist, was sich in einem durchschnittlich niedrigeren Stundenlohn niederschlägt. Der Beleg für diese Behauptung stammt übrigens aus dem IAB, dem wissenschaftlichen Ableger der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit. Concetta Medolicchio und Thomas Rhein haben gezeigt, dass sich die Höhe von Kindergeld und Elterngeld negativ auf die Bildungsrenditen von Frauen auswirken. Der Text, den sie dazu geschrieben haben, ist in englischer Sprache. Solche Ergebnisse sollen schließlich nicht popularisiert werden. Kurz: Kindergeld und Elterngeld sind für Frauen ein Anreiz, die Arbeit einzustellen und sich in Fertilität zu üben. Weil sie nicht arbeiten, bleibt ihr Humankapital bestenfalls gleich, schlimmstenfalls verfällt es. Falls sie je wieder arbeiten, tun sie das mit deutlich weniger Humankapital als Männer und nicht zu letzt deshalb verdienen sie verdientermaßen weniger.

Bleibt noch nachzutragen, dass der DGB fordert, Berufen, die von Frauen dominiert werden, per Gesetz eine Lohnerhöhung zu verordnen. Wir fordern, das Gehalt von DGB-Funktionären per Gesetz zu halbieren und an diejenigen zu verteilen, die dieses Land trotz aller gewerkschaftlichen Hinderungs-Versuche am laufen halten, die Zugführer, die Kanalarbeiter, die Lkw-Fahrer, die Lageristen, Packer, Postangestellten usw.

Ein normaler Mensch, der zwei Zahlen sieht, die einen Unterschied zwischen zwei Gruppen z.B. im Verdienst darstellen, der wird denken, dass es für diesen Unterschied bestimmt gute Gründe wie höhere Produktivität gibt. Nur ein boshafter Mensch wird denken, die Angehörigen der Gruppe, die weniger verdient, werden absichtlich und in einer Form der konzertierten Aktion diskriminiert, von der man definitiv sagen kann, dass sie in großen Stil nur dann leistbar ist, wenn sie per Gesetz verordnet wurde. Genderisten sind anscheinend boshafte Menschen, verhärmte, vom Leben Enttäuschte, die die Schuld für ihr Scheitern anderen zuschieben wollen, Männern in ihrem Fall. Warum Männern? Freud könnte das erklären.

Medolicchio, Concetta & Rhein, Thomas (2011). The Gender gap of Returns on Education Across West European Countries. Nürnberg: IAB-Discussion Paper 20/2011.


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Zu wenig Tote: ZDF erfindet ermordete Kinder

Was uns wirklich fasziniert, ist die bei Gutmenschen verbreitete Eigenschaft, die morbide Eigenschaft, Tote zu erfinden. Offensichtlich sind sie der Meinung, ihrer Sache mehr Gewicht und mehr Brownie-Points zuweisen zu können, wenn der vermeintliche Missstand, über den sie sich aufregen, von ihnen phantasievoll vergrößert wird. So sind diejenigen, die angeblich für Schwule agitieren, wirklich ärgerlich darüber, dass alle wissenschaftlichen Belege, die man finden kann und die Dr. habil. Heike Diefenbach für ScienceFiles zusammengetragen hat, keinen Beleg dafür bieten, dass sich Schwule nicht häufiger selbst umbringen als Heterosexuelle. Dies, eigentlich ein Grund zur Freude, bringt ganze Gutmenschen-Welten zum Einsturz und stürzt sie so sehr in eine Sinnkrise, dass sie Zeter und Mordio schreien, um mehr tote Schwule als Heterosexuelle (zumindest verbal) zu bekommen.

Ein ähnliches Phänomen lässt sich im Hinblick auf die Opfer, die in den USA jährlich erschossen werden, beobachten. Als wären die 14.415 Mordopfer, die 2016 nach den Daten des FBI in den USA erschossen wurden, nicht ausreichend oder genug sein sollten, den Blutdurst des ZDF zu stillen, hat man beim ZDF noch ein paar dazu erfunden. Nicht zu allen Mordopfern, sondern nur zu ausgewählten.

Das ist eine weitere dieser morbiden Störungen, die manche Gutmenschen hegen und pflegen: Sie suchen sich eine gesellschaftliche Gruppe, die aus ihrer Sicht besonders vulnerabel ist oder die bereits unter dem Schutz ganzer Schwadronen wohlmeinender Gutmenschen steht und machen deren Probleme noch größer als sie vielleicht schon sind.

Das ZDF hat beschlossen, seinen Blutdurst am Beispiel derer, die in den USA mit Schusswaffen ins Jenseits befördert werden, auszuleben.

Dabei geht es jedoch nicht um Mordopfer an sich. Das fiese Gangmitglied, das erschossen wurde, interessiert nicht, auch dann nicht wenn es schwarz ist. Nein, der Mitleids- und Erregungsfaktor, den die ZDFler gerne hervorrufen wollen, er bezieht sich auf Kinder. Nicht auf alle Kinder. Die im ZDF bevorzugte Art für Kinder zu sterben, ist „bei Amokläufen ums Leben“ zu kommen. 7000 Kinder, so behaupten die ZDFler zu wissen, sind seit 2012 bei Amokläufen ums Leben gekommen. Eine interessante Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass es in den USA notorische Probleme damit gibt, eine Gesamtstatistik auf Ebene des Federal State zu erstellen, und wenn man dann noch in Rechnung stellt, dass es derzeit für 2017 beim FBI und im Department of Justice nur vorläufige Ergebnisse zu finden gibt, dann wird die Zahl noch interessanter.

Seit 2012 meint also nicht seit 2012, sondern bestenfalls von 2012 bis 2016. In diesen fünf Jahren sollen 7000 Kinder, keines mehr und keines weniger, bei Amokläufen ums Leben gekommen sein.

Das ist insofern erstaunlich, als das Gun Violence Archive, das von Gegnern des US-Waffengesetzes betrieben wird und entsprechend nicht im Verdacht steht, die Anzahl der Erschossenen zu untertreiben, für die Jahre 2012 bis 2016 jährlich nur zwischen 270 und 383 Opfer von „Mass-Shootings“ verzeichnet. Entweder die Amokläufe, von denen das ZDF berichtet, bestehen aus Einzeltäter und Einzelopfer, oder das ZDF lügt.

Tatsächlich kommen in den USA, je nach Quelle, die man zu Rate zieht, zwischen durchschnittlich 1.300 und 1633 Personen im Alter von 0 bis 19 Jahren jährlich durch Waffengewalt ums Leben. Nehmen wir diese doch sehr breite Definition für „Kinder“ einmal so hin, dann ergibt sich, dass je nach Schätzung in den fünf Jahren, auf die sich die Behauptung des ZDF beziehen kann, zwischen 6.500 und 8.165 Personen im Alter von 0 bis 19 Jahren ums Leben gekommen sind.

Bei den 0 bis 19 Jährigen handelt es sich nach der Behauptung des ZDF ausschließlich um Kinder, die in Amokläufen getötet wurden, 7000 an der Zahl. Die 7.000 wären im Rahmen der Zahlen, die wir auf Grundlage offizieller Quellen in den USA berechnet haben.

Aber: Von den zwischen 6.500 und 8.165 0-19jährigen Personen (Kinder in der Diktion des ZDF), die von 2012 bis 2016 erschossen wurden, wurden zwischen einem Drittel und der Hälfte durch Familienmitglieder und Bekannte erschossen, maximal 1.665 von Ihnen wurden Opfer in sogenannten „Mass Shootings“ und auch das nur, wenn man annimmt, dass ALLE Opfer in Mass Shootings ausschließlich Kinder (also das, was beim ZDF unter Kindern verstanden wird, Personen im Alter von 0 bis 19 Jahren) waren.

Es wird so oder so kein Schuh daraus.

Die Zahl von 7000 Kindern, die bei Amokläufen in den USA seit 2012 getötet worden sein sollen, ist eine freie Erfindung und durch keinerlei Daten zu stützen.

Das ZDF lügt.

Warum lügt das ZDF?

Eine Erklärung drängt sich auf.
Der Versuch, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, verspricht aus Sicht der Konsumenten billiger Bücher zum Thema Persuasion besonders dann Erfolg, wenn man die Naiven, die besonders mitgenommen werden, wenn die Zahl von Toten besonders hoch und das Alter der Opfer besonders niedrig ist, mit Zahlen fangen kann, die sie besonders furchtbar finden.

Man kann sich die tränenerstickte Stimme des Mitglieds der Grünen oder der LINKEN im Bundestag gut vorstellen, wie sie voller Anteilnahme die erfundenen Zahlen des ZDF präsentiert, um nicht nur sich selbst (und auf Kosten erfundener Toter) als guten Menschen zu produzieren, sondern Druck auf all die kalten Menschen auszuüben, die nicht einmal vom unschuldigen Tode ganz vieler Kindlein gerührt werden.

Man kann sich das anhören.
Man kann auch gleich angewidert abwenden.


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