#keingeldfürrechts: Operation gelungen, Patient tot

Melodramatik gibt es heute auf MEEDIA und beim Stern. „Angriff auf mein persönliches Leben“, heißt es bei MEEDIA: „Gerald Hensel verlässt Scholz & Friends“.

davaidavaiEin Shitstorm ist angeblich über Gerald Hensel hereingebrochen. Der Shitstorm, der Hensel scheinbar völlig unvorbereitet getroffen hat, ist das Ergebnis eines „so großen“ Erfolges der Aktion #keingeldfürrechts, dass sich Gerald Hensel entschlossen hat, Scholz & Friends zu verlassen. Er habe alles richtig gemacht, so sagt Hensel und bestätigt, dass sein ehemaliger Arbeitgeber rückhaltlos hinter ihm stehe und dass der große Erfolg von #keingeldfürrechts ein „systematischer, konzertierter Shitstorn ist, der zu einem Angriff auf mein persönliches Leben und mein Arbeitsumfeld, meine Kollegen, meinen Arbeitgeber geworden ist“. Und natürlich erhält Gerald Hensel Hass-Tweets – einfach so, denn er hat ja nichts falsch gemacht: „Ich habe alles richtig gemacht“, so sagt er.

Nun denn: Offensichtlich sind Tausende von Twitter-Nutzern, die täglich Hensel das schicken, was er Hass-Tweets nennt, gar nicht der Meinung, dass Hensel „alles richtig gemacht“ habe. Vielmehr sind sie wohl der Meinung, dass Hensel alles falsch gemacht habe, dass sein Aufruf, Werbung nur noch auf gesinnungskonformen Seiten zu schalten, die nicht das sind, was Hensel für rechts hält, das Überschreiten einer Grenze darstellt, das sie nicht hinnehmen wollen.

Machen wir also einmal wieder eine kleine Analyse in Empathie, in Logik und in Komplexität.

Empathie

GarfinkelDer von uns schon oft zitierte Harold Garfinkel hat eine Reihe von Experimenten durchgeführt, die er als Erschütterungsexperimente bezeichnet hat. Erschüttert hat Garfinkel in seinen Experimenten regelmäßig kulturelle Erwartungen, kulturelle Selbstverständlichkeiten. Die Reaktionen waren immer und ausnahmslos heftig. Die Erwartung, fair behandelt zu werden, ist eine grundlegende Erwartung, die man als menschliches Erbe, als psychologische Selbstverständlichkeit ansehen kann. Der Aufruf nur noch Webseiten mit der richtigen Gesinnung mit Werbung zu unterstützen, ist ein Bruch dieser grundlegenden Erwartung an Fairness und fairen Wettbewerb. Und wie so oft, wenn grundlegende Erwartungen enttäuscht oder gar mutwillig zerstört werden, ist die nachfolgende Reaktion heftig, sehr heftig. Das war Hensel sicher bewusst oder will er andeuten, er wurde in einer anderen Welt sozialisiert, in der man nicht heftig darauf reagiert, wenn kulturelle Normalitäten, wie z.B. das Gebot der Fairness gebrochen werden?

Ob sich die heftigen Reaktionen in 1000 täglichen Hass-Tweets niederschlagen, muss man angesichts des bei Hensel offensichtlich nicht sonderlich weit entwickelten Urteilsvermögens wohl eher bezweifeln. Dass sich unter den Tweets, die er bekommt, deftige Tweets, in denen er als „ekelhafter Denunziant“ oder als „Propaganda glorifizierender Giftzwerg“ bezeichnet wird, befinden, ist sicher keine Frage. Es ist schon eher eine Frage, ob es sich bei diesen Tweets um Hass-Tweets oder um deskriptive Tweets handelt, die die Meinung dessen, der sie verschickt hat, wiedergeben. Und da die NoHateSpeech Bewegung Deutschland verkündet hat, dass Hass keine Meinung ist, muss man folgern, dass die Giftzwerg-Meinung kein Hass sein kann.

Logik

Damit sind wir bei der Logik bzw. dem Widerspruch zur Logik angekommen, den Hensel formuliert, wenn er die Lösung seines Arbeitsverhältnisses als „großen Erfolg“ bewertet und behauptet, er habe alles richtig gemacht, was voraussetzt, dass er geplant hat, bei Scholz und Friends auszuscheiden und deshalb die Aktion #keingeldfürrechts ins Leben gerufen hat. Dass ein Arbeitgeber rückhaltlos zu einem Arbeitnehmer steht, von dem er sich gerade getrennt hat, ist ebenfalls eine Mär aus dem Reich der Widersprüche, denn rückhaltlos wäre eine Unterstützung genau dann, wenn sie nicht darin münden würde, sich in Zukunft aus dem Weg zu gehen, sondern darin, die Arbeitsbeziehungen beizubehalten oder gar auszubauen. Dass jemand „hinter jemandem steht“ hat oft den Grund, dass er diesem jemand nicht in die Augen blicken, sondern in den Hintern treten will.

Der „große Erfolg“, den Hensel damit erreicht hat, dass er alles richtig gemacht hat, er besteht in einem systematischen, konzertierten „Shitstorm, der zu einem Angriff auf mein persönliches Leben … geworden ist“. Wie wohl ein Misserfolg für Hensel aussieht?

Egal.

Komplexität

prigogine-order-out-of-chaosHensel sieht sich also als Opfer einer zentral dirigierten, einer „konzertierten Aktion“, bei der, sagen wir der allgegenwärtige Henryk M. Broder per Knopfdruck und täglich aufs Neue mindestens 1000 Nutzer von Twitter in die Bahn setzt und dazu verführt, den armen Gerald Hensel, der lediglich dafür sorgen wollte, dass anderen mit aus seiner Sicht falscher Gesinnung die Existenzgrundlage entzogen wird, mit Hass-Tweets zu bombardieren. Nun, das ist etwas zu viel der Egomanie.

Nehmen wir einmal an, die Aktion #keingeldfürrechts ist bei all denen, die Fairness noch für einen wichtigen Baustein demokratischer Gesellschaften halten, auf Widerspruch gestoßen, Nehmen wir weiter an, für etliche derer, die an Fairness glauben, hat Hensel eine Demarkationslinie überschritten, die für sie großen Wert hat. Nehmen wir schließlich an, dass sich dieser große Wert in einer großen Empörung darüber niederschlägt, dass ein Hensel des Weges kommt, und anderen vorschreiben will, wen sie bewerben dürfen und wen nicht.

Komplexe Systeme, die heutzutage nicht nur in der Komplexitätstheorie, sondern im Management und selbst in der Gesundheitsforschung thematisiert werden, zeichnen sich dadurch aus, dass es viele Akteure gibt, die miteinander interagieren und mit ihrer Interaktion etwas Neues produzieren. Dan Briklin hat in diesem Zusammenhang von „The Cornucopia of the Commons“ gesprochen, das sich darin ausdrückt, dass viele einzelne Akteure im Internet die Möglichkeit haben, sich selbst zu organisieren und durch ihr Arbeiten am selben Projekt, z.B. am Projekt „Fairness gegenüber Hensel verteidigen“, einen entsprechenden Effekt zu erzielen in der Lage sind. Shirky hat diesen Effekt z.B. im Hinblick darauf diskutiert, unterschiedliche Nutzer das Etikettieren (tagging) von Exponaten in virtuellen Museen übernehmen zu lassen, in der Überzeugung, dass das korrekte Tagging sich mit der Zahl der Nutzer, die sich daran beteiligen, einstellen muss.

Insofern sind hohe Zahlen von Tweets, die an die Adresse von Gerald Hensel gerichtet sind, zum einen ein Beleg dafür, dass er es tatsächlich geschafft hat, kulturelle Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen (hier: Fairness). Insofern war seine Aktion tatsächlich ein Erfolg. Zum anderen sind sie ein Beleg dafür, dass es die Öffentlichkeit in Deutschland nicht gerne sieht, wenn jeder Hensel denkt, er könne Dritten vorschreiben, was nach seiner Ansicht politisch korrekt ist und was nicht. Die vielen Tweets, die Hensel und sein Arbeitgeber erhalten haben, sind somit ein Beleg dafür, dass Hensel in der wirklichen, also nicht in seiner eingebildeten Welt, eben nicht alles richtig gemacht hat, sondern dass er ziemlich viel falsch gemacht hat.

Entsprechend sind die Tweets auch kein Shitstorm, sondern eine Rückmeldung, die ein rationaler Akteur benutzen würde, um sein Verhalten zu modifizieren. Wohlgemerkt: ein rationaler Akteur – nicht Gerald Hensel, denn Hensel hat ja alles richtig gemacht, wie er meint.

Bleibt noch festzustellen, dass die Art und Weise, wie Schuld in Mainstream-Medien zugeschrieben und die Guten und Bösen voneinander unterschieden werden, revisionsbedürftig ist, denn die alte Masche, Widerspruch und Empörung als Shitstorm disqualifizieren zu wollen, sie hat sich überlebt. Niemand wird die Empörung, die er angesichts von Übergriffen auf seine kulturellen Selbstverständlichkeiten empfindet, deshalb herunterschlucken, weil in Mainstream-Medien anschließend wieder von einem Shitstorm gefaselt wird. Wenn Mainstream-Medien nicht noch mehr Leser verlieren wollen, sollten sie sich wieder in deskriptiven Bahnen bewegen und damit aufhören zu versuchen, ihre Leser bereits durch die Wortwahl zu manipulieren, denn in der Regel sind die Leser intelligenter als die Schreiber.

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52 Responses to #keingeldfürrechts: Operation gelungen, Patient tot

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] #keingeldfürrechts: Operation gelungen, Patient tot

  2. Otto J. sagt:

    Bisher habe ich es nicht bereut, zu den bereits 3.587 Followern zu zählen; ganz im Gegenteil: Bravo ! Es lebe die Wissenschaft ! Bitte weiter so !

    mfg, Otto ust

    • Bert sagt:

      Sehr geehrter Herr Klein, Sie haben mit Ihrem Beitrag den Finger in die Wunde gelegt und kritische Aspekte angesprochen. Das ist respektabel. Allerdings möchte ich – selbst werblich arbeitend – auch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Gerald Hensel nach allen verfügbaren Informationen ein hervorragender Digitalstratege ist und seine Aufgaben bei Scholz & Friends stets zur vollsten Zufriedenheit ausübte. Unfair sind nach meiner Auffassung Verlautbarungen, die Gerald als einen wenig umgänglichen Menschen charakterisierten. Denn Gegenteiliges trifft nach meinem Kenntnisstand zu: das Verhalten von Gerald Hensel gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets einwandfrei. Ich hoffe, dass Sie diesen meinen Kommentar freischalten und ich hoffe ferner, dass Gerald Hensel, auf der Basis seiner sehr guten Qualifikationen, so rasch wie möglich wieder fachlich gestaltende Führungsfunktionen in der Werbebranche bekleiden wird. In der fachlichen Hinsicht wird er diese Funktionen sicherlich engagiert und zur vollsten Zufriedenheit im Team ausüben. Danke. Mit freundlichen Grüßen. Bert.

      • Da wir im Beitrag nicht auf die fachlichen, sondern auf die menschlichen Qualitäten, eher die nicht vorhandenen entsprechenden Qualitäten, die man eigentlich von einem Erwachsenen erwarten sollte, sehe ich den Grund für Ihren Charakterzuspruch nicht wirklich. Aber wenn Sie schon das fachliche Lob des Herrn Hensel singen: Nach welchen Kriterien lässt sich der „hervorragende Digitalstratege“ bestimmen. Die Unfähigkeit die Folgen seiner Aktion „kein Geld für recht“ vorherzusehen, spricht eher für einen lausigen Digitalstrategen…

        Sollen wir diesen Kommentar als Referenz an Herrn Hensel weiterleiten? Vielleicht nützt er ihm in zukünftigen Bewerbungsgesprächen.

        • Bert sagt:

          Sehr geehrter Herr Klein, zunächst möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie so fair waren und meinen Kommentar veröffentlicht haben. Sie dürften auch recht damit haben, dass Gerald Hensel die Auswirkungen seiner Aktion anders vorhergesehen hat. Wie ich in meinem Kommentar allerdings bereits anschnitt, sind Geralds Fähigkeiten – und damit meine ich seine operativ-werblichen Fähigkeiten und sein unmittelbares handwerkliches Wirken – als hoch anzusehen. Er kann und sollte, und hier möchte ich keinerlei Abstriche vornehmen, zukünftig wieder werblich zur vollsten Zufriedenheit eines professionellen Auftraggebers tätig sein. Zu Ihrer Frage, Herr Klein: ob Sie meinen Kommentar an Gerald Hensel weiterleiten, müssen Sie selbst entscheiden. So etwas sollte allerdings, so denn überhaupt, fair, ohne Zynismus und ohne Öl ins Feuer zu gießen erfolgen; ich für meinen Teil glaube eher nicht, dass eine derartige Weiterleitung konstruktiv wäre. Danke. MfG. Bert.

  3. Gereon sagt:

    Immer wieder lustig, wenn linke Linke ihre eigenen Methoden nicht ertragen können, die Empörung, die diese hervorrufen und vor allem nicht begreifen, was wir als Kinder alle mal lernen mussten:

    Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

    Offensichtlich hat der Hensel früher nur Otto (den Blödler) gehört, der das so ausdrückte:

    Was du nicht willst, was man dir will, das willst auch keinem, was willstn du?

    Lasst mich dem unglücklichen verständnisverirrten zurufen:

    Wenn du dich wunderst, das andere dir entgegenbringen, was du in die Welt setzt, solltest du überdenken, was du emmitierst.

    • Heike Diefenbach sagt:

      „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

      Das scheint mir trotz aller bunten Vielfalt im menschlichen Zusammenleben, in Vergangenheit, Präsens und Zukunft und überall auf der Welt ein wunderbarer Ausgangspunkt dafür zu sein, um sich anderen Menschen gegenüber anständig zu verhalten.

      Er appelliert nämlich an eine geteilte Menschlichkeit statt an irgendwelche oft nur phantasierten Partikularinteressen oder Gruppenmerkmale (wie Nationalität, Geschlecht etc.), die gewöhnlich nur dazu dienen, sich zu rationalisieren, warum man den entsprechenden Leuten eine andere Behandlung zukommen lassen möchte als man sie sich für sich selbst wünschen würde.

      Und alles, was auf der Idee einer geteilten Menschlichkeit beruht, scheint mir in der Zeit, in der wir leben, Gold wert zu sein!

  4. Volker sagt:

    „Dass jemand >>hinter jemandem steht<< hat oft den Grund, dass er diesem jemand nicht in die Augen blicken, sondern in den Hintern treten will."

    Brilliant!

    „Nehmen wir weiter an, für etliche derer, die an Fairness glauben, hat Hensel eine Demarkationslinie überschritten, die für sie großen Wert hat.“

    In der Tat. Es wurde eine Demarkationslinie überschritten, deren Überschreitung einem jeden nach 1945 Geborenen in der Schule eingetrichtert wurde: „Kauft nicht bei Juden!“ darf es so, oder in jeder anderen Form, nie wieder heissen!

    „Kein Geld für Rechts!“ und „Werbt nicht bei Rechten!“ ist aber genau das. Daher greift zum Glück der eingetrichterte Mechanismus und die neo-faschistische Gesinnung dahinter wurde enttarnt und diesmal wurde den Anfängen gewehrt!

    Endlich lernen wir aus unserer Geschichte…

    Wenn Mainstream-Medien nicht noch mehr Leser verlieren wollen, sollten sie sich wieder in deskriptiven Bahnen bewegen und damit aufhören zu versuchen, ihre Leser bereits durch die Wortwahl zu manipulieren, denn in der Regel sind die Leser intelligenter als die Schreiber.

    Oh ja.

  5. Simon Templar sagt:

    Im Grunde muss man Mitleid mit dem Hensel haben. Der glaubt offenbar wirklich, dass er den nächsten Adolf verhindern muss. Das wäre an sich sogar ehrenhaft, wenn er dadurch nicht den Weg für den nächsten, echten Adolf erst freiräumt.

    • merxdunix sagt:

      Viel mehr spricht dafür, dass er der nächste sein will.

    • qed sagt:

      Man sollte sich nicht unnötig am linken Würstchen Hensel abarbeiten oder sich gar mit seiner stalinistischen Denke beschäftigen: Fest steht, daß seine besten „Freunde“ 1. dick im Geschäft mit diversen Ministerien sind und 2. ihnen die Konkurrenz Jung von Matt gerade den dicken Brocken „CDU-Wahlkampf“ weggeschnappt hat und man deshalb eine besonders geile Nummer politisch korrekter Rektalakrobatik hinlegen will. Als 3. wäre die Aufmerksamkeit zu lenken auf die dicken Gelder, die die rote Schwesig im Windmühlenflügelkampf gegen „Rechts“ wieder aus dem Fenster schmeissen will und sozusagen „Gesellenstücke“ von den Bewerbern einfordert. SO wird ein Schuh draus.
      http://www.achgut.com/artikel/denunzianten-gate_bezahlte_gesinnungs-taeter

      Daß rote Ratten alle ein bißchen defizitär im Oberstübchen sind, ist ein Naturgesetz. Jeder normale Mensch hätte nämlich gewußt, daß ein Broder nicht aufs Maul gefallen, sondern selbst ein begnadeter Demagoge ist. Und vor allem als Jude unantastbar! Wer sich an so einem vergreift, darf nicht mit Nachsicht der Staatsratsvorsitzenden und ihren Enddarmbewohnern rechnen.
      So ist denn die Schadenfreude meinerseits beträchtlich: Da hammse wohl Millionenaufträge vergeigt, diese „Freunde“. Das Henselchen ist mir Wurscht. Er wird weich fallen. Gibt da so ein paar Stiftungen, die Verwendung haben für solche Charaktere…

      • Heike Diefenbach sagt:

        „Gibt da so ein paar Stiftungen, die Verwendung haben für solche Charaktere…“

        Fragt sich nur, wie lange noch!

        Und selbst wenn, dann ist das nicht gerade das, was ich als weich fallen“ beschreiben würde. Das Gehalt ist nicht grandios, und man darf nicht vergessen, dass mit Prostitution in der Regel hohe psychische und soziale Kosten verbunden sind, auch, wenn bestimmte Leute das gerne in Abrede stellen würden, weil sie darauf angewiesen sind, Wasserträger für ihre fragwürdigen Zwecke zu finden.

        • qed sagt:

          Ja, liebe Frau Diefenbach, da ist natürlich was dran. Ich fürchte nur, diese Art Stiftungen wird es noch lange geben, denn die Zahl der Bedürftigen mit richtiger Gesinnung ist groß und wenn ich den genauso linken Boss unseres Kerlchens richtig interpretiert habe, hat er das „Engagement“ seines Angestellten für gut befunden, alldieweil jeder andere in so einem Fall überall in hohem Bogen rausgeflogen wäre. Wir dürfen also gewissermaßen in der Causa eine- ähm- „Lochschwägerschaft“ annehmen und ganz sicher wird man auf die niederträchtigen Dienste unseres Schmocks nicht verzichten wollen. Man handhabt es üblicherweise mit „Beraterverträgen“, die den Vorteil bieten, daß man nirgends mehr offiziell auftaucht- vorgelebt hat derlei bereits vor Jahren unser hochgeschätzter, der sozialen Gerechtigkeit verschriebener
          Vizekanzler in selten zu sehender Dreistigkeit:
          http://www.politplatschquatsch.com/2013/04/legal-illegal-asozial.html

          • Heike Diefenbach sagt:

            @Lieber qed,

            Ganz so bedrückend stellt sich die Lage für mich nicht dar, denn GERADE WEIL die
            „Zahl der Bedürftigen mit richtiger Gesinnung … groß [ist]“ und viele jüngere Akademiker nichts nennenswert anderes gelernt haben also Gesinnungsgerede, die Zahl der Bedürftigen also eher noch weiter wächst, wird der Konkurrenzkampf schärfer:

            Die „Zahl der Bedürftigen mit richtiger Gesinnung“ oder vorgespielt politisch korrekter Gesinnung ist größer als die Anzahl der Einrichtungen, die sie fördern könnten bzw. die Anzahl der Stellen, die sie besetzen können. Nicht nur in diesen Einrichtungen sind Stellen befristete Stellen, besonders solche für irgendwelche Projekte, nicht weiter Quaifizierte Externe oder ehemals Interne werden mit dem Verfassen politisch korrekter Textchen beauftragt und dafür mehr schlecht als recht bezahlt. Entsprechend ist die Qualität der Textchen, die dem Ruf der Einrichtung eher schaden bzw. sie zur Lachveranstaltung werden lassen, worüber sich Konkurrenz, die dasselbe Feld bespielt, freut, etc. etc.

            Das Ganze läuft entweder darauf hinaus, dass das gesamte politisch korrekte Günstlingsnetzwert zusammenbricht oder die wenigen „Überlebenden“ aus dem Konkurrenzkampf nur deshalb überlebt haben können, weil sie es geschafft haben, sich zu entradikalisieren und deshalb akzeptabel (und finanzierbar) bleiben konnten.

            Man muss es einfach nur halten wie im arabischen Sprichwort: Setze dich an das Ufer des Wadi und warte, bis die Leiche deines Feindes vorbeigeschwommen kommt – im übertragenen Sinn, versteht sich! Das das manchmal länger dauert als man sich wünschen würde, ist leider wahr.

            Der Prozess wird aber beschleunigt durch Umgebungsvariablen wie wachsender Protest, Veränderungen des Zeitgeistes etc. wie sie wiederum durch Pegida, die AfD und ihre Wählerschaft, aber auch durch stetig zunehmenden Widerstand z.B. in Form der vielen GEZ-Gebührenverweigerer und Kommentarschreiber, auch in den mainstream-Medien, zum Ausdruck kommen.

            Wenn Sie z.B. schauen, was in den 1990er- und der ersten Hälfte der 2000er-Jahren an in Sachen Feminismus publiziert und im Medien herumgequakt wurde, und das mit den Jahren seit 2005 vergleichen, dann lässt sich ein steiler Abfall beobachten. Dasselben ist für Gendermainstreaming zu beobachten, von dem wir jetzt noch Reste haben, einfach, weil es in mancher Hinsicht dem Feminismus folgte, d.h. etwas später auftrat, aber jetzt auch schon stark am Absterben ist.

            Es ist ja kein Zufall, dass derzeit dies alles kaum ein Thema ist, sondern ein Rundum-Schlag auf die gesamte freiheitlich-demokratische Grundordnung von Gesellschaften stattfindet. Mir erscheint das wie eine Verzweiflungstat, bei der sich „die Partei“ (wie in Orwell) gezwungen sieht, die Existenz der „Proles“ (wie in Orwell) zur Kenntnis zu nehmen, aber unfähig ist, darauf adäquat, d.h. durch Veränderung der eigenen Solgans und Politiken, zu reagieren …

            • qed sagt:

              Oh ja, Sie sprechen mir aus der Seele, Frau Diefenbach! Ursprünglich hatte ich meine Gefechte im Netz begonnen, weil ich in einer Scheidungsangelegenheit übel über den Löffel balbiert wurde. Rasch merkte ich, woher derlei kam: Die Pest des kulturmarxistischen Poststrukturalismus, den sich die 68er ausgedacht hatten. Zum Exlinken wurde ich allerdings schon früher: Ca 74 gab es in der ARD (ich glaube, der BR wars) ein zweistündiges Streitgespräch zwischen Popper und dem Star der radikalen 68er, Herbert Marcuse. Popper hat ihm dermaßen den Arsch versohlt, daß aufgebrachte Zottelbärte hinterher versuchten, ihm ans Leder zu gehen. Das hat mir sehr zu denken gegeben. Und genauso sind sie heute und als Antifa-SA staatlich alimentiert.
              Sie haben Recht: vor 15 Jahren noch konnte die lila Fraktion widerstandslos jeden Unsinn durchdrücken. Das ist vorbei und gerade wird auch den einfachen Leuten von den Gästen IM Erikas vorgeführt, welch grandioser Unfug ihnen da jahrelang aufgetischt wurde.
              Und ich hoffe mit Ihnen, daß dieses nepotistische Günstlingsnetzwerk der Stiftungs-Ideologen zusammenbricht, allein schon, weil die Massen an Verblödeten einfach nicht mehr freizuhalten sind.

              Aufs Alter bin ich etwas ruhiger geworden, aber der Ingrimm lodert noch in mir. Ich habe aber nun die Gelassenheit, am Ufer des Wadi zu sitzen und die Leichen meiner Feinde vorbeischwimmen zu sehen. Hello Manfred! Hello Gerald!

          • qed sagt:

            Kleiner Tip von „eigentümlich frei“, ist auch bei Tichy notiert
            http://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/gerald-hensel-ich-bin-wahrscheinlich-nicht-gott/
            runterscrollen zu den Kommentaren

            Wer sein Mütchen noch kühlen will an dieser linken Bagage von „Scholz&friends“, dem sei souffliert, daß dieser Laden vor Jahren schon von einem englischen Monopolisten aufgekauft wurde und zwar dem Großkonzern WPP, der 45% des Weltmarkts eingesackt hat.
            In ihrem „code of conduct“ heucheln sie sich was zurecht über ihre Gutheit, daß sich einem die Fußnägel aufrollen. Wer Bock hat, schreibe ihnen doch eine nette mail und lobe sie ob ihrer Denunzianten und Demokratiefeinde bei Scholzens- gerade die bigotten Anglos werden da ganz elektrisch. Mecht sein, daß die Chuzpe seines Chefs von der obersten Heeresführung in London auch mit einem Freiflug belohnt wird 🙂
            http://www.wpp.com/wpp/about/whereweare/

    • #keinMitleidfürselbstschuld
      Jemand der (nach Aussage seines Vorgesetzten – Zitat aus W&V) schon mit fast jedem Mitarbeiter Streit hatte (in einer Firma mit ~300 Leuten), kann nur arrogant, ignorant und inkompetent sein.

      Der Mann hat sich seine Merkbefreiung redlich verdient. Jetzt drüber zu jammern, auf Opfer zu machen und sich selbst die Situation „schönzureden“ ist so typisch für diese Sorte selbstgerechter Narzissten.

  6. Hosenmatz sagt:

    „Nicht weil ich denke, ich hätte etwas falsch gemacht. Ich habe alles richtig gemacht. Aber der Erfolg war insgesamt so groß, dass ich mich für zukünftige Ideen selbst freier machen muss – und meinen Arbeitgeber auch.“

    Ein größeres Maß an Selbstüberschätzung gibt es wohl kaum.

  7. Oberamtsrat sagt:

    ZITAT
    Das war Hensel sicher bewusst oder will er andeuten, er wurde in einer anderen Welt sozialisiert, in der man nicht heftig darauf reagiert, wenn kulturelle Normalitäten, wie z.B. das Gebot der Fairness gebrochen werden?
    ZITAT ENDE

    Ich halte es nicht für allzu unwahrscheinlich, dass Hensel Gerald sich seiner Grenzüberschreitung NICHT bewusst war.
    Der lebt in seiner Bubble. Rechte Kritiker der Asylpolitik sind für ihn nur „Wutbürger mit hochrotem Kopf“. Ein aufrichtiger UND bekennender Verfechter der „polical correctness“.Dass Deutschland gefälligst massenhaft (vermeintliche) Flüchtlinge aufzunehmen habe, hat für ihn beihnahe axiomatischen Charakter, schon angeblich aus eigenem Interesse, um „ein besseres Land im Rahmen einer kollabierenden Alterspyramide werden [zu] können“. Alle Gegner dieser Politik sind für ihn schlecht gelaunte Dumpfbacken, die Angst haben „nur eine Gänsekeule weniger bekommen [zu] werden“.

    Auch der Satz „Jeder halbwegs vernunftbegabte Marketing- oder Media-Agentur-Manager guckt auf einen Banner auf einer Seite wie Breitbart oder JF und weiß, dass da einfach ein schrecklicher Fehler im Targeting passiert sein muss.“ lässt ahnen, wie weit er sich – nein, nicht von der gesamten Welt, denn auch seine kleine Welt ist Bestandteil ihrer – von weiten Teilen des gesellschaftlichen Kosmos‘ entfernt hat.

    _____
    Hensel-Zitate aus https://medium.com/@ghensel/lieber-herr-broder-8b81646e512f#.df61sma74

    • merxdunix sagt:

      @ Oberamtsrat
      Hensel ist? Marketingexperte! und somit auf Provokation spezialisiert. Meinen Sie wirklich, dass er nicht weiß, was er da macht?
      M. E. ist die ganze Geschichte eine durchgeplante Provokation und das mit Segen seiner Werbeagentur. Ziel ist es, die Rechten auf ihre eigenen Barrikaden zutreiben, ihrem eigenen Rechtsstaat also abzuschwören.
      Eine uralte Strategie: Willst du Krieg, dann sorge dafür, dass der Andere beginnt!

      • Heike Diefenbach sagt:

        „Eine uralte Strategie: Willst du Krieg, dann sorge dafür, dass der Andere beginnt!“

        Ich fürchte sehr, dass Sie damit Recht haben, dass derzeit in Deutschland eine gezielte Provokationspolitik betrieben wird, die dazu führen soll, dass es irgendwann irgendwo einen Vorfall gibt, der als Legitimation für alle möglichen Arten der Kontrolle, Einschüchterung, von so genannten Präventivmaßnahmen, dienen soll.

        Ich bin nicht sicher, ob sich die Mehrzahl der systematisch Provozierten so richtig darüber im Klaren ist, dass das Establishment nur darauf wartet, dass sie die schlechteren Nerven zeigen. Es ist aber, glaube ich, sehr, sehr wichtig, dass jeder sich das klar macht und Widerstand auf alle möglichen Arten – außer den strafbaren!!!- zeigt.

        Damit wird verhindert, dass man dem Establishment Anlass zu weiterer Einschränkung von Freiheitsrechten gibt, und gleichzeitig erweist man sich aufgrund seiner engelsgleichen Geduld als dem Establishment moralisch überlegen.

        • merxdunix sagt:

          @ Heike Diefenbach
          Mit dem Widerstand leisten habe ich ehrlich gesagt so mein Problem, befindet sich der Widerstehende doch irgendwie stets in der Defensive. Damit besteht für ihn die Gefahr, vor lauter Widerstandskraft in die der Provokation entgegengesetzte Richtung loszulaufen und genau das ist oft das eigentliche Ziel der Provokation. Für den Herausforderer ist die Richtung des Widerstandes meist zweitrangig. Wichtig ist für ihn, dass der Provozierte seinen Standpunkt verlässt.
          Ich halte es deshalb für wichtiger, zu Gelassenheit und Willensstärke aufzurufen. Für Freiheit braucht man m. E. gar nicht zu kämpfen, man muss nur frei sein.

          • Na, das ist eine Haltung, die man sich nur so lange leisten kann, so lange man nicht wirklich mit Übergriffen konfrontiert ist – wenn die Gestapo an der Tür klopft, wird man mit Gelassenheit und Willensstärke nicht allzu weit kommen.

            • merxdunix sagt:

              Und wie weit kommt man mit Widerstandskraft, wenn die Gestapo in der Tür steht?!

              Mit Übergriffen ist wohl immer zu rechnen, ob man nun Widerstand leistet oder auf seinem Standpunkt beharrt und damit anderen im Weg steht. Wer darauf wartet, dass die Gestapo ihn zu Hause abholt, der ist nicht willensstark, sondern stur. Ihm ist oft sein Standpunkt wichtiger als seine Freiheit und bei genügend allgemeiner Sturheit stellt sich dann eben die entsprechende gesellschaftliche Dynamik ein, die dann solche Organisationen hervorbringt.
              Man muss sich nicht unentwegt einen Kampf aufzwingen lassen. Oft genügt ein Schritt zur Seite und wenn mal so ein Sturm durch ist, geht’s meist auch wieder zurück.

              Um mal zurückzukommen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man sein Leben aus sich heraus sinnvoller lebt, nicht bereichernder, als wenn man sich provozieren lässt, ob nun zum Widerstand oder zum Mitmachen. Fremdbestimmung ist zwar mobilisierend, eventuell auch erfüllend, aber nicht selbstverwirklichend. Wer sich von anderen führen lässt, wird meist verführt oder vorgeführt und kriegt es dann irgendwann eilig, zu sich selbst zurückzufinden.

              • Ich glaube, wir haben hier ein grundlegendes Missverständnis, denn Sie tun so, als wäre „sich provozieren lassen“ etwas, das über einem kommt, gegen das man sich nicht wehren kann. Die Entscheidung, Widerstand zu leisten, ist eine Entscheidung, so wie die Entscheidung, keinen Widerstand zu leisten und damit zangsläufig zu dulden, eine Entscheidung ist.

                Und deshalb kann man sich durchaus entscheiden, dass man sich provozieren lassen will, einfach um dem Provokateur seine Grenzen aufzuzeigen oder auf die Schnauze zu hauen.

                • merxdunix sagt:

                  Wenn es das ist, was Sie wollen, gerne. Wenn Sie den Provokateur aber auf die Schnauze hauen, nur weil er es von Ihnen erwartet, obwohl er Ihnen bis dahin pupegal war, dann leisten Sie nicht Widerstand, sondern beugen sich seinen Willen.

                  • Nein, wenn ich dem Provokateur auf die Schnauze haue, dann tue ich das, weil ich mich dazu entschieden habe, ihm auf die Schnauze zu hauen. Ich weiß nicht, warum Sie unbedingt eine metaphysische Ebene einweben wollen? Was soll mit diesem Beharren, dass man als freier Akteur durch anderer Erwartungen zu etwas gezwungen werden kann, erreicht werden. Man kann es nicht. Ich bin immer derjenige, der sich entscheidet, dem Provokateur auf die Schnauze zu hauen und diese Entscheidung basiert auf einer Abwägung von Kosten und Nutzen, so dass man imemr feststellen kann: Wenn ich dem Provokateur auf die Schnauze haue, dann war es mir das wert. Und seinem Willen beuge ich mich nicht einmal dann, wenn es sein Wille gewesen sein sollte, mit blutiger Klappe durch die Gegend zu laufen, denn selbst dann, wenn er von langer Hand geplant hätte, dass ich ihm auf die Schnauze haue, muss ich mich immer noch entscheiden, das auch zu tun.

              • Heike Diefenbach sagt:

                @merxdunix

                „Ihm ist oft sein Standpunkt wichtiger als seine Freiheit …“

                Erstens weiß ich nicht, wie Sie darauf kommen oder womit Sie das belegen wollten,

                zweitens kann ich dem Satz aber gar keinen inhaltlichen Sinn abgewinnen, weil es ein „Standpunkt“ ist, wenn man seine Freiheit verteidigen will.

                Wer darauf wartet, dass die Gestapo ihn abholt, anstatt beizeiten Widerstand zu zeigen, ist m.E. nicht stur, sondern hoffnungslos naiv, feige oder dumm oder alles zusammen.

                Und was soll das alles mit Fremdbestimmung zu tun haben? Sie meinen ja wohl nicht im Ernst, dass, wenn ich die Existenz meiner Umwelt akzeptiere und die Chancen und Beschränkungen wahrnehme, die sie mir bietet, „fremdbestimmt“ sei?????

                Ich würde auch nicht sagen, dass jemand, der seine Umwelt ignoriert samt der Chancen und Beschränkungen, die sie ihm bietet, „selbstbestimmt“ sei. Selbstbestimmung ist nicht dasselbe wie Weltflucht oder Selbstbetrug!

          • Heike Diefenbach sagt:

            @merxdunix

            Das hört sich für mich überaus naiv an (s. Kommentar von Michael Klein).

            Darüber hat Freiheit nichts mit Gleichgültigkeit oder Sich-Wegdrücken zu tun. Wenn Sie es schaffen, sich frei zu fühlen, weil sie meinen, sowieso nichts anderes tun zu wollen als das, was zu tun ihnen erlaubt wird, dann erscheint mir das – bei allem Respekt, und nichts für ungut – wie ein psychologisches Kunststück in Selbsttäuschung, also wie eine psychische Erkrankung.

            Mir ist auch nicht klar, wofür man Ihrer Meinung nach „Willensstärke“ brauchen sollte, wenn man sowie keinen eigenen Willen hat bzw. sich einbildet, der eigene Wille wäre ganz zufällig identisch mit dem, dessen Willen man unterworfen wird.

            Und schließlich sehe ich nicht, wo Widerstand-Zeigen das Gegenteil von Gelassenheit sein soll.

            Ich sehe aber wohl, wo Keinen-Widerstand-Zeigen Gleichgültigkeit oder Feigheit ist.

            Das Recht, nach den eigenen Vorstellungen zu leben (eingedenk der Grenzen, die einem durch dasselbe Recht der Anderen gesetzt werden), muss man sich nicht nehmen, man hat es sozusagen als Geburtsrecht.

            Aber normalerweise muss man es bewahren und ggf. dafür kämpfen.

            Man braucht nur Selbstvertrauen und etwas Mut.

  8. Kai sagt:

    Ich empfinde Schadenfreude das dieser Mensch richtig was aufs Maul bekommen hat. Nope, keine Spur von von Mitleid

  9. Ich möchte das mal ganz unwissenschaftlich ausdrücken. Da hat der kleine Gerald den anderen Kindern, die etwas gesagt haben was ihm nicht gefällt, von Hinten ans Bein getreten , angespuckt und zu guter letzt auch noch versucht das Pausenbrot zu stehlen.
    Tante Anetta hat ihm auch noch den Rücken gestärkt.
    Jetzt, als die anderen Kinder sich das nicht gefallen lassen, zurück treten und zurück spucken, da heult der kleine Gerald und findet die ganze Welt gaanz gemein sogar die Tante Anetta und der Onkel Heiko verhalten sich da jetzt Plötzlich ganz still .. den die anderen Kinder haben Freunde die das auch nicht gut finden und das auch noch aussprechen…
    Irgendwie entbehrt das nicht einer schönen Art von Ironie…:-)

  10. Buxe HBR sagt:

    „…ein Beleg dafür, dass er es tatsächlich geschafft hat, kulturelle Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen (hier: Fairness).“

    Der Stammeskundler/Sozialanthropologe Martin Page („The Company Savage“) spricht in so einem Fall von einem Tabubruch. Für Stammeskundler ist ein Tabu ein rituelles Verbot, um die Stammestreue zu testen. Aus welcher Stammesgemeinschaft sich Herr Hensel verabschiedet hat ist wohl allen klar!

    • merxdunix sagt:

      @ Buxe HBR
      Hat er das und wenn ja, warum? Das Ganze hat einige Parallelen zu Charlie Hebdo, nur bisher ohne angeblich Tote. Das Ziel ist jedoch das gleiche, der Ausnahmezustand.

      • Buxe HBR sagt:

        @ merxdunix
        Für mich ist das Handeln von Herrn Hensel schon ein Tabubruch – und sogar ein eklatanter! Diese Meinung braucht man nicht zu teilen. Für mich steht fest, dass Herr Hensel sich aus der Gemeinschaft der Zivilisierten verabschiedet hat. Vermutlich hat er eine neue Gemeinschaft gefunden, die nicht an den Halt einer Stammesgemeinschaft heranreicht und eher eine lose Vertragsgemeinschaft darstellt. Ich meine einen feigen Mob, der sich mit Vorliebe auf einzelne Schwächere stürzt.

        @alle
        Martin Pages Buch „The Company Savage“ erschien etwa 1975 bei Hanser als Taschenbuch mit dem eher unpassenden Titel „Managen wie die Wilden“. Ich finde das Buch spannend, informativ und lehrreich für das heutige Wirtschafts- und Sozialleben. Es kann sogar als Partisanenhandbuch des Soziallebens dienen.

        • merxdunix sagt:

          @ Buxe
          Wenn jemand wie Hensel sich so ins Knie schießt, dann könnte es auch sein, dass er dazu genötigt wurde. Hinter ihm steht demnach möglicherweise eine viel stärkere Gemeinschaft als die Zivilisation und hält ihm die Pistole ins Genick.
          Solche Gemeinschaften stürzen sich idR nur auf Schwächere, um Stärkere gegeneinander aufzuhetzen, und nennen sich mitunter Partisanen.

          • Stichwort: Virtue Signalling

            https://en.wikipedia.org/wiki/Virtue_signalling
            Hensel meint aber nur, daß seine Seite die stärkere ist (moralisch, ideologisch, dogmatisch). Das passiert, wenn man sich primär an seiner eigenen Filterbubble orientiert und dadurch den Bezug zur Realität verliert.

            Virtue Signalling ist ein Verhalten, das zur Erhöhung von Anerkennung und Status innerhalb der eigenen Peer-Group dient. Und genau das hat Hensel gemacht – gut für’s eigene Ego und den in dieser Gruppe grassierenden Narzissmus. Seine Peer-Group ist zwar klein, aber laut und lästig … und jetzt kriegt die von der bisher duldsamen aber zunehmend genervten Mehrheit kräftig Gegenwind.

            • merxdunix sagt:

              Hensels Peer-Group hat vermutlich ihren bisherigen Kopf verloren und nun ein Problem mit der Hierarchie, weil derzeit keiner freiwillig aus seinem Loch kriechen und den Leithammel mimen will. Es wäre nichts neues, wenn einer wie er mit geeignetem Knalleffekt zwangsweise auf den Thron gehoben wird, um die Schafe zusammenzuhalten. Sein Größenwahn dient dann vor allem der Orientierung und Fesselung des Gefolges, als seiner Selbstdarstellung.
              Fraglich ist noch, um welche Herde es sich hierbei eigentlich handelt. Allem Anschein nach eine, die sonst nicht weiter auffallen will.

      • Buxe HBR sagt:

        @merxdunix
        Übrigens, auch das, was Charlie Hedo gemacht hat, stellt für die Stammesgemeinschaft der Muslime einen Tabubruch dar, der dort eine so heftige Reaktion ausgelöst hat, dass damit reihenweise unsere Tabus gebrochen wurden – finde ich jedenfalls.

    • Heike Diefenbach sagt:

      Kleine Anmerkung:

      Ich bin selbst (neben einem Soziologen) ein „Stammeskundler“ (Ethnologe bzw. Sozialanthropologe) und kann Ihnen versichern, dass Tabus tatsächlich rituelle Verbote sind und nicht nachweislich von jemandem Bösen oder Machtgierigen einfgeführt werden/wurden, „um die Stammestreue zu testen“.

      Über die Schwierigkeiten, die sich mit funktionalistischen Erklärungen verbinden, könnte man ganze Bände schreiben.

      Das bedeutet nicht, dass sie notwendigerweise falsch sind, aber es hilft überhaupt nicht, wenn man nicht ihnen aus testbare Hypothesen ableiten kann, die sich empirisch auch als falsch erweisen können.

  11. Anna sagt:

    Hallo ScienceFiles,

    Das ist für mich die beste (kurze) Beschreibung für den Widerspruch innerhalb der politischen Kultur der letzten zwei Jahre.
    An einem deutlichen Beispiel, dass ich schon seit mehreren Tagen verfolge.

    Operation jeder Hensel …

    Vielen herzlichen Dank dafür! Eine Argumentationsgrundlage, die an die Schulen gehört und gern ausgebaut werden kann.
    Meine Spende ist Ihnen in den nächsten Tagen sicher!

    Beste Grüße aus der Lausitz

  12. Reiner07 sagt:

    Leider gibt es von dieser Sorte „ZeitGENOSSEN“ noch so einige unbelehrbare Ignoranten und Behaupter, wie man hier sehr schön sehen kann:
    http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/KeinGeldFuerRechts-Initiator-Gerald-Hensel-verlaesst-Scholz–Friends-144857
    Einer jener unverbesserlichen Behaupter hier:
    >>
    Michael Frey Dodillet · Tippse bei Krawallmaus
    Ich wünsche Ihnen alles Gute, Herr Hensel, und hoffentlich bald einen weiteren, gelungenen Coup, mit dem Sie die Neue Rechte am Nasenring durch die Manege ziehen.

    Broders wunderbare Winselwelt ist ein sehr schönes Beispiel, wie die Rechtsnationalen in Deutschland Themen setzen und den Diskurs bestimmen. Dass Broders Ashram nichts anderes raushaut als „Beleidigungen, Drohanrufe und massenhaft schlechte Facebook-Bewertungen“ ist das sichere Zeichen dafür, dass die Achse knietief im braunen Dreck steckt.

    Aber das wusste bisher außer Broder jeder, der seine sieben Zwetschgen noch einigermaßen beieinander hat.
    <<
    Jeglichen Beweis für derartige Behauptungen, eines "Schriftstellers", bleiben selbstverständlich aus. Es wird ganz einfach faktenlos behauptet und weiter munter mit Dreck geworfen, irgend etwas wird schon hängen bleiben.

    • Nur mal so ge- sagt:

      Vielleicht wäre es einfach mal (wieder) an der Zeit, sich an uralte demokratische Tugenden zu erinnern: Sprich miteinander kontrovers zu diskutieren, statt feige sowie hinter deren Rücken (nach Art von Linken ) über diesen Oder gar – zudem „hintervortzig“ – heimtückische Intrigen zu spinnen (so nach der Art, keine Pfeile für den Gegner, während man den (steuerfinanzierten) Köcher voll hat)

      Nur dazu sind die Meisten eben nicht nur nicht Willens, sondern (bedauerlicher Weise) auch gar nicht in der Lage. Allein schon die Hinhaltetaktik „man dürfe ja keine Plattform für diesen oder jenen bieten“, ist schon ein Offenbarungseid: Denn indirekt bestätigt man ja allein damit schon, das die eigenen „Positionen“ (besser gesagt kindlich-weinerlichen Emotionen) dann auf äußerst wackligen Argumentionsketten beruhen!

      Und wozu muß ein Broder überhaupt noch einen einzigen Beweis liefern, wenn dieses (abartige) Verhalten nun von der Gegenseite ausgibig und für alle sichtbar vor die Füße geworfen hat?

      Und zuzüglich wollen wir doch mal auch bitte nicht die Kausalketten außer Acht lassen – und die war nun eindeutig einmal so: Zuerst hatte jemand „Feuer“ gelegt (heimlich und heimtückisch), und erst hernach ist ihm das Dach auf den Kopf gefallen, und die Leute sind wütend auf den Brandstifter losgegangen.

      Und das ist eben nicht anders, als die „Flüchtlings“-Krisen-Debatte selbst: Auch hier wollte man (zudem einseitig untermauert mit völlig idiotisch-einseitiger Propaganda) die Gesellschaft „zu neuen Ufern“ führen, und die haben einfach keinen Bock auf Schwimmen gehabt. Zuzüglich das von den „Flüchtlingsbesoffenen“ nicht einmal jemand sagen kann, wie weit das Ufer weg ist, wo es überhaupt liegt. Ganz zu schweigen von dem Sinn und Zweck des Ganzen Denn zu einer rationalen Risikobewertung gehört es nun einmal zwingend dazu, darzulegen, welche „unglaublichen Werte“ man sich von diesem „neuen Ufer“ verspricht

      Und kommen Sie uns nicht in der Form des emotionalen Gelabers von einem „besseren / humaneren Menschen“. Nicht nur das dies ja nun schon die Kirche seit 2000 Jahren macht (zuzüglich ganz ohne gleich ganze Kontinente auf Reisen zu schicken, sondern Vorort!, kann man dieses Ansinnen wohl auch nicht erreichen, wenn man ein ganzes Volk, ganze Volkswirtschaften, bzw. gar ganze Kontinente einfach mal leichtsinnig „absaufen läßt“, weil man – wie schon erwähnt, weder die örtliche Lage, noch Entfernung zum anderen Ufer bestimmen kann. Da hatte die Katholische Kirche aber weit bessere „Argumente“. Denn die hatte wenigstens behauptet, das der Teufel hinter einem her ist. Offenbar ist gerade den (pseudo-linken) jegliche Logik, dann aber auch noch zusätzlich aller hlabwegs plausiblen Ideologien verlustig gegangen.

      Und zum guten Schluß wäre auch das Gebot von Menschenrechten einfach verquer, weil es einfach keine Menschenechte ohne ein Völkerrecht, und ohne ein (einheitliches) (gefestigtes) Volk nicht geben kann. Denn dieses kann eben nur in einem „völkisch“-nationalen Rahmen tatsächlich und real garantiert werden. Was auch Syrien ziemlich nachdrücklich bewiesen wird: Ist dieser („völkisch“-nationaler) Garant jenes Menschenrechts weg, dann bestimmen einfach terroristische Einzelgruppierungen (a la IS (oder Antifa?)) , was man da so unter diesem „Menschenrecht“ zu verstehen hat.

      Und woher nehmen Sie sich überhaupt die unglaubliche Frechheit heraus, das Erstarken von (angeblich) Rechten sogar dreist (und unbewiesen) als eine Gefahr zu proklamieren? Mehrheiten sind ja (auch nach eigener Aussage) das „demokratische Kernelement“. Wenn Sie dieses Erstarken verhindern wollen, dann zertrümmern sie gleichzeitg eben auch die Demokratie, die sich da (aus welchen Gründen auch immer) formen möchte. Wie würde beispielsweise denn etwa ein Wahlkampf aussehen, wenn die CDU den SPD-lern einfach mal vor der Wahl den Geldhahn abdreht, Webseiten sperrt, und deren Druckereien anzündet – super demokratisch, oder????

      Oder um es mit Merkels Worthülsen auszudrücken: Begreifen Sie einfach Ihre Krise als Chance 🙂 ! Und formen sich erst einmal selbst, bevor Sie (ungefragt) andere formen wollen. Und erwerben – zusätzlich dessen – erst einmal eine Qualifikation diesbezüglich. Es soll Menschen geben, die finden es äußerst zum Kot()en, wenn jeder Hergelaufene an ihnen „herumformt“ – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

      • Heike Diefenbach sagt:

        „Nur dazu sind die Meisten eben nicht nur nicht Willens, sondern (bedauerlicher Weise) auch gar nicht in der Lage. “

        Ich persönlich glaube, dass sie dazu nicht willens sind, WEIL sie wissen oder ahnen, dass sie dazu nicht in der Lage sind!

  13. packi sagt:

    „Angriff auf mein persönliches Leben.“ Ooooch, äährlich? Treffen Sie sich doch mal mit einem Afd-Politiker oder einem anderen „Dunkeldeutschen“, Herr Hensel. Diese Menschen können ihnen zu dem Thema „Angriffe auf die eigene Person“ ein paar warme Worte pritscheln!

    • Heike Diefenbach sagt:

      … Herr Hensel denkt wahrscheinlich, dass das etwas gaaaaaaaaanz anderes ist, weil die „Dunkeldeutschen“ es ja auch nicht anders verdient haben, während er selbst auf der Seite des Lichtes und Glanzes steht – und im übrigen nichts falsch gemacht hat.

      Das ist es ja gerade:

      Kann es uns z.B. wirklich wundern, wenn in der PISA-Studie herauskommt, dass deutsche Schüler schlecht darin sind, Transferaufgaben zu lösen, wenn es für Erwachsene in Deutschland, die darin mindestens ebenso schlecht sind, möglich ist, einen Job auf dem freien Arbeitsmarkt (okay, den gibt’s in Deutschland nicht; ich meine den nicht-staatlichen Sektor des Arbeitsmarktes) zu bekommen?

      Dummerweise ist die Fähigkeit, Transferaufgaben zu lösen, eine Grundvoraussetzung dafür, als Demokrat in einem demokratischen System zu leben, also zu wissen und zu akzeptieren, dass andere Leute genauso von ihrer Meinung überzeugt sind wie ich und ich sie nicht einfach verbieten oder verfolgen kann, weil sie das mit mir genauso und mit demselben Recht machen könnten.

      Und deshalb muss man sich große Sorgen darüber machen, was Deutschland bevorsteht, wenn immer weniger Leute die allereinfachsten Transferaufhgaben nicht lösen können.

  14. Hans Meier sagt:

    Ich wette, denen von Scholz & Friends, ist immer noch nicht klar, was ihnen fehlt.
    Sämtliche in der Werbung Schaffenden halten sich für kreativ und intelligent.
    Sie verorten sich im modernen Zeitgeist, und sind also nicht konservativ, sondern tendieren stark, nach links.
    So und jetzt mal Klartext.
    Wer wirklich über authentische Intelligenz verfügt der wird z. B. Ingenieur oder leitet einen Automobilkonzern usw., und landet nicht bei den Agentur-Burschen in der Werbe-Branche oder in politischen Schaukelstühlen und „überschätzen sich maaslos“!
    Die sind doch definitiv dümmer, als Tempo 15, und ihre Gegner, denen sie eine gewaltige Aufmerksamkeit beschert haben, die sie – auch noch vollständig zu bezahlen haben, so was Lustiges, bringt mich „fast zu einem schallenden Gelächter“ über die Dummheit linken Gelichters, die sich „bei den Kunden aus der Bärliner und Brüsseler Politik“ glauben, „den Kick mit Kohle holen zu können“, ohne von Edelfedern abgeschossen zu werden, das ist „zum Blattschuss-Schiessen-Schön“ was „Strategy-Kasper“ von ihrem „tot lackiertem Schaukelpferd so abreiten“.
    Fröhliche Weihnachten 😉

  15. Pingback: Hensel will „rechte“ Websites „trockenlegen“ | Kreidfeuer

  16. TOPCTEH sagt:

    Ein gewisser Blogger sagt immer: „Bedenkt, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden.“

  17. Pingback: #keingeldfürrechts: Operation gelungen, Patient tot | behindertvertriebentessarzblog

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