„Psychopathologisch gestörte links-grüne Gutmenschen“: Ein Xing-Sturm im deutschen Kindergarten

Man könnte auch sagen, Linke entdecken die Vorteile des freien Marktes, denn diejenigen, die beleidigt sind, weil Jürgen Fritz auf Tichys Einblick argumentiert hat, dass [die meisten, viele, alle???] grünen und linken Gutmenschen psychopathologisch gestört sind, sie verlassen XING, löschen dort ihr Profil, denn XING betreibt auch XING News, und XING News wird von Roland Tichy herausgegeben, der auch Tichys Einblick herausgibt. Auf Tichys Einblick wiederum wurde der Beitrag von Jürgen Fritz veröffentlicht, jener Beitrag, in dem grüne und linke Gutmenschen als psychopathologisch gestört bezeichnet werden und in dem in einer Mischung aus Erkenntnistheorie und Freud argumentiert wird, warum (1) Fritz der Ansicht ist, grüne und linke Gutmenschen seien psychopathologisch gestört und (2) warum man deshalb nicht mit den psychopathologisch Gestörten reden soll.

Die Vergangenheitsform „wurde veröffentlicht“ ist hier auch insofern relevant, als der Beitrag zwischenzeitlich verschwunden ist. An seiner Stelle steht nun:

„Der Beitrag
“Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten“
hätte hier nicht erscheinen dürfen.
Unterstellung von Pathologie ist für TE keine politische Diskussionsbasis. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich.
Roland Tichy und Redaktion bedauern das und bitten um Entschuldigung.“

Das ist schade. Doch der Reihe nach.

Zunächst einmal: Dass alle, die sich irgendwie von dem Beitrag, den Jürgen Fritz auf Tichys Einblick veröffentlicht hat, angesprochen fühlen, nun Xing verlassen, ist ihr gutes Recht. In einer freien Marktwirtschaft wird niemand gezwungen, Produkte zu kaufen, die er nicht will. Wer also nicht mehr Mitglied bei XING sein will, weil auf der Seite von Roland Tichy ein Beitrag von Jürgen Fritz veröffentlicht wurde, der ist zwar nicht unbedingt ein logischer Zeitgenosse, aber das ändert nichts daran, dass er seine Mitgliedschaft jederzeit beenden kann. Diese Freiheit hat er z.B. den zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Verurteilten voraus, die – selbst wenn sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht nutzen, sich ihm entziehen, weil sie Beiträge, die dort veröffentlicht werden, nicht mögen, keine Möglichkeit haben, ihre Zwangsmitgliedschaft im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu beenden. Demgemäß müssten eigentlich all diejenigen, die nun ihre Mitgliedschaft bei XING beenden, für eine Abschaffung der GEZ-Zwangsgebühren eintreten, um die Freiheit auch denen zu verschaffen, die nicht in die Vorzüge des freien Marktes privater Unternehmen kommen.

Dann muss man jedoch feststellen, dass all diejenigen, die, weil Jürgen Fritz auf Tichys Einblick von „psychopathologisch gestörten Gutmenschen“ geschrieben hat, nun ihre Mitgliedschaft bei XING kündigen, weil XING News von Roland Tichy herausgegeben wird, mehrere Fehlschlüsse begehen. Denn auf XING News ist in der Vergangenheit offensichtlich kein Beitrag erschienen, der ihren ideologischen Groll geweckt hat, denn wäre in solcher Beitrag erschienen, dann hätten sie ihre Mitgliedschaft ja bereits in der Vergangenheit gekündigt. Sie bestrafen somit XING, obwohl XING gar nichts dafür kann. Damit liegt ein Verstoß gegen die erste der drei Regeln für die Überprüfung der Gültigkeit von Syllogismen vor, der besagt: „Der Mittelausdruck muss genau einmal distribuiert sein“. Für alle die es nachvollziehen wollen. Wer in Salmon Wesleys „Logik“ die Seiten 104 bis 110 liest, und zwar vor dem Hintergrund, dass die Aussagen „Roland Tichy ist Herausgeber der XING News“ und „Roland Tichy ist Herausgeber von Tichys Einblick“ Mittelausdrücke darstellen, dem sollte es nicht schwerfallen, nachzuvollziehen, warum die Kündigung der XING-Mitgliedschaft auf einem Fehlschluss beruht.

Wenn es also das Ergebnis eines Fehlschlusses darstellt, XING dafür abzustrafen, dass Jürgen Fritz auf Tichys Einblick einen Beitrag veröffentlicht hat, der den Abstrafern nicht gefällt, dann stellt sich die Frage, was sie erreichen wollen, denn die einzig logisch korrekte Reaktion wäre gewesen, Tichys Einblick nicht mehr zu lesen. Entsprechend wollen diejenigen, die XING kündigen, weil Tichy Herausgeber ist, wohl erreichen, dass XING seinerseits Tichy kündigt. Letztlich wollen die Abstrafer also gar nicht XING kündigen. Vielmehr hoffen sie, durch ihre Kündigung XING dazu zu veranlassen, Tichy zu kündigen.

Da es, wie oben festgestellt wurde, bislang keinen Artikel auf XING News und unter der Verantwortung von Roland Tichy gegeben hat, der als Anlass für eine aufgeregte und empörte Kündigung der XING Mitgliedschaft hätte dienen können, muss man schließen, dass der Beitrag von Jürgen Fritz auf Tichys Einblick als willkommener Vorwand benutzt wird, um die eigene Abneigung gegen Roland Tichy als Herausgeber von XING News publikumswirksam zu inszenieren. Trifft dies zu, dann haben wir es mit gefühlsgeleiteten, nicht rationalen (was schon durch den Fehlschluss eigentlich belegt ist) Akteuren zu tun, was wiederum die Argumentation von Jürgen Fritz bestätigen würde.

Die Argumentation von Jürgen Fritz: Man muss sie nicht teilen. Man muss sie nicht gut finden. Man muss sie nicht einmal lesen. Aber man sollte doch den Anstand aufbringen, (1) den eigenen Ärger darüber, dass etwas veröffentlicht wurde, was einem ideologisch nicht passt, nicht an unschuldigen Dritten auszuleben, (2) den eigenen Ärger, der sich am Begriff „grün–linke psychopathologisch gestörte Gutmenschen“ entzündet, zu begründen und (3) sich nicht als beleidigte Leberwurst im Kinderzimmer einzuschließen, sondern sich wie ein vernünftiger Mensch zu verhalten, wenn man nicht den Schluss nahelegen will, man sei psychologisch gestört.

Und aus diesen drei Gründen ist es schade, dass der Beitrag von Jürgen Fritz von Tichy gelöscht wurde und nur noch im Webcache (und in unserer Sicherung) zu finden ist.

Wir können uns noch an unsere Schulzeit erinnern, in der das Bonmot der „Streitkultur“, der „deutschen Streitkultur“ verbreitet war. Deutschland, so die Behauptung, sei eine Demokratie, in der man sich über alles, was begründet wurde, auseinandersetzen und streiten könne. Deutschland habe eine öffentliche Streitkultur.

Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein, als die Idee, in Deutschland gäbe es eine irgendwie geartete Streitkultur.

Es gibt in Deutschland bestenfalls eine „Beleidigte-Leberwurst-Kultur“. Wir können Sie derzeit auf Twitter im vollen Schwung sehen und XING sieht an der Zahl der Kündigungen von Mitgliedschaften, welche Ausmaße die Beleidigte-Leberwurst-Kultur hat.

Wenn alle, die in öffentlich-rechtlichen Medien als Wutbürger beschimpft wurden, als Problembürger abgestempelt wurden, die von Politikern als Pack bezeichnet oder als rechter Bodensatz abgekanzelt wurden, sich derart zieren wollten, wie es derzeit diejenigen tun, die auf Grundlage von Fehlschlüssen und motiviert über psychologische Befindlichkeiten, ihre XING Mitgliedschaft kündigen, was wohl in Deutschland los wäre. Derartige psychologische Befindlichkeiten, meint Fritz wohl, wenn er schreibt: „Grün-linke Gutmenschen meinen, wenn sie die Vorstellung unterschiedlicher Bewertungen, damit auch der Wertigkeit, mithin das Negieren von etwas zulassen, dass dann das Negative in sie hineinkäme und dies ihr Harmoniebedürfnis und ihr Bedürfnis mit allem verbunden, mit allem eins zu sein … und das eigene ich aufzulösen, konterkariert…“.

Wir stimmen mit dieser Argumentation insofern nicht überein als wir das Bedürfnis, die Umwelt so zu kontrollieren, dass Kritik und Argumente, die das ideologische Gefühlchen des Möchtegern-Kontrolleurs stören, beseitigt oder (auch beliebt) geblockt werden, nicht oder nicht nur das Ergebnis einer Psychopathologie darstellt. Es beschreibt zudem das, was Wilhelm Heitmeyer eine mangelnde Ambiguitätstoleranz genannt hat. Derartige Menschen sind nicht in der Lage, andere Meinungen und Ansichten, andere Deutungen und Theorien über die Welt zuzulassen, die die eigene gefährden. Sie sind deshalb nicht dazu in der Lage, weil sie kognitiv nicht in der Lage sind, ein Argument für die Richtigkeit der eigenen Weltsicht, die eigene Ideologie zu machen. Deshalb lehnen sie alles ab, was ihrer Weltsicht widerspricht, unabhängig davon, ob es argumentiert und begründet ist oder nicht.

Jürgen Fritz hat sich bemüht zu argumentieren. Er behauptet nicht einfach „grün-linke Gutmenschen“ wie er schreibt, seien psychopathologisch, er begründet dies. Damit geht er weit über das hinaus, was diejenigen dargeboten haben, die Menschen pauschal als Wutbürger bezeichnet haben oder bezeichnen. Bis heute gibt es keinerlei Versuch, die Behauptung X seien Wutbürger auch nur ansatzweise zu begründen. Fritz versucht dagegen, seine Ansicht zu begründen.

 

Wenn man also, wie viele derjenigen, die nun ihre XING Mitgliedschaft kündigen, tatsächlich einen Grund zur Kündigung hat, ob der begründeten Bewertung grün-linker Gutmenschen als psychopathologisch gestört, der jenseits des Beleidigten-Leberwurst-Syndroms liegt, der jenseits des Opportunismus liegt, der die Gelegenheit nutzt, um Tichy bei XING News auszuboten bzw. Druck auf XING auszuüben, um einen, den man ideologisch nicht mag, auszuboten, dann läge nichts näher, als sich argumentativ mit dem auseinanderzusetzen, was Jürgen Fritz schreibt, seine Prämissen zu hinterfragen, seine Schlüsse zu prüfen, die Schwächen an seinem Beitrag offenzulegen, die es in einiger Menge gibt (z.B. weil nicht klar ist, gegen wen sich Fritz genau wendet und was einen grün-linken Gutmenschen nach seiner Ansicht auszeichnet – außer der Beschreibung, die Fritz vornimmt), dann läge nichts näher als den Text von Fritz zu kritisieren, den Beitrag öffentlich zu widerlegen, die Aussagen über die Realität, die Fritz aus seinen Hypothesen über grün-linke Gutmenschen ableitet, zu falsifizieren, den logischen Zusammenhang seiner Argumentation zu hinterfragen…

TE pathologie.jpg

Wer sich um die öffentliche Kultur in Deutschland verdient machen will, dazu beitragen will, dass die vielbeschworene Streitkultur der 1980er Jahre zumindest in Ansätzen Wirklichkeit wird, der kann sich jederzeit mit dem Beitrag von Fritz auseinandersetzen und zeigen, dass alles, was Fritz schreibt, falsch ist. Wer den Beitrag nur dazu nutzt, seine Empörung zu veröffentlichen und sich zum XING-Selbstmörder zu machen, der sein Konto kündigt, um seine reine Gesinnung zur Schau zu tragen, der ist offensichtlich nicht daran interessiert, in Deutschland einen Dialog zu etablieren, eine Streitkultur, in der man auch über pointierte Texte diskutieren kann, die Begründungen und eine Argumentation enthalten. Er ist vielmehr daran interessiert diesen Dialog gerade zu unterbinden und sich in seine Schmollecke zurückzuziehen, in der Hoffnung, dass das große XING nun den bösen Roland in die Wüste schickt, so dass man mit zufrieden-verschlagener Miene wieder aus der Schmollecke in die ideologisch gesäuberte XING-Welt zurückkehren kann.

Willkommen im offenen ideologischen Vollzug Deutschlands, an dem sich leider auch Tichy durch die Löschung von Beiträgen und halbwarme Begründungen für die Löschung beteiligt.

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80 Responses to „Psychopathologisch gestörte links-grüne Gutmenschen“: Ein Xing-Sturm im deutschen Kindergarten

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  2. reinikeup sagt:

    Eine subkutane Logik hat das schon, denn der Artikel ist der Anlass, um eine Kampagne gegen Tichy und Meinungsabweichler zu fahren und nicht der eigentliche Grund bzw. Aufreger. Diese Empörung über den Vorwurf des Pathologischen kommt aber ausgerechnet von denen, die jeden, der die Asylpolitik der Regierung als destruktiv und für das Land schädlich bemängelt, als psychopathologischen Neurotiker, Angstbesessenen und durch Phobien Beinträchtigten denunzieren wollen. Die übliche Empörungsindustrie geht ihren Gesinnungskurs im irrationalen Schlingern weiter….

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  4. Mario Bernkopf sagt:

    Diese Wattebäuschchen haben mit ihrer Kündigung nur bewiesen, daß Jürgen Fritz Recht hat.

    Im Matheunterricht hieß es dann immer: q.e.d.

    • Volker sagt:

      Das sehe ich mit Verlaub genau so, wo sind wir denn hingekommen, wenn jeder sofort meint, dass anders denkende mit Existenzentzug bestraft werden müssen. Ich fasse es einfach nicht. Habe den Artikel von Fritz genau gelesen und bin durchaus seiner Meinung. Ich frage mich wirklich, was an den Aussagen schlimm sein soll, es ist seine Meinung nicht mehr oder weniger. Wer sich damit identifizieren kann oder will ist der deswegen schlecht….im Sinne der linksgrünen Ideologie sicher…aber ist das die absolute Wahrheit, mit Sicherheit nicht!

  5. Charlotte sagt:

    Der Beitrag von Jürgen Fritz war köstlich und ein Highlight auf TE. Wenn sich viele angesprochen gefühlt haben und das auch noch öffentlich aussprechen, bestätigt das die Aussagen des Artikels.
    Er wurde auf TE gelöscht? Ach Jammer und Elend: „Nach Golde drängt, Am Golde hängt Doch alles“ (Göthe)

    • Marcus Peregrande sagt:

      An Charlotte 4:29 Uhr: Sowohl „Göthe“ ist falsch geschrieben, als auch das Zitat ist falsch wiedergegeben. Also erst mal informieren, bevor man Goethe zitiert.

      • Max Mertens sagt:

        Cher grand-père, Charlotte zitiert hier – kenntnisreich als „Gretchen“ daherkommend – die richtige Fassung der Sentenz aus dem Faust, die Goethe, obwohl er schon mehrere Cognacs intus hatte, souverän verfasste. Sie stellt dann, dem Anlaß hier entsprechend, die „Jammerzeile“ mit Absicht voran. Trefflich! Die Schreibweise „Göthe“ taucht in älteren Texten immer mal wieder auf, wenn auch selten. Und: Gut daß wir hier die lateinischen Schriftzeichen nutzen; nicht auszudenken, wenn Sie, cher grand-père, auf die kyrillische Version stießen und dort den „Gete“ vorfaenden….

      • Muwi sagt:

        Sehr geehrter Herr Oberlehrer, Goethe selbst hat sich gelegentlich ‚Göthe‘ genannt, auch Göthes(!) Zeitgenossen.

  6. rote_pille sagt:

    Ich hatte dieselben Ansichten wie Herr Fritz. Dann fiel mir ein, wie groß der Einfluss religiöser Überzeugungen in der Geschichte war und in großen Teilen der Welt weiterhin ist. Irrationalität ist keine Ausnahmeerscheinung. Es gibt zu viele Gutmenschen, als dass man sie alle als psychisch gestört bezeichnen könnte.
    Ich denke, Herr Fritz sollte das Prinzip der Selbstreflexion zunächst auf sich anwenden und sich fragen, wieso er wirklich so eine Behauptung aufstellt. Ich habe das getan. Das Ergebnis: ich habe verzweifelt versucht einen Schuldigen dafür zu finden, dass die Dinge im Land nicht so laufen wie sie meiner Ansicht nach sollten, und die Mängel meiner bevorzugten Erklärung großzügig übersehen. (Herr Fritz: „Normalerweise liegt es mir vollkommen fern, Menschen zu pathologisieren. Damit sollte man äußerst vorsichtig sein und wenn immer möglich davon absehen. In diesem speziellen Fall erscheint es mir aber notwendig, da ansonsten nicht verständlich wird, was in nahezu allen westlichen Gesellschaften seit einigen Jahrzehnten so gewaltig schief läuft. [ = notwendig für ihn selbst, weil es ist ein unangenehmes Gefühl ist, etwas nicht zu verstehen]“)

    • rote_pille sagt:

      Noch ein kleiner Nachtrag: ich würde wohl nicht widersprechen, wenn jemand in nicht ernst gemeinten Kommentaren Herr Fritz‘ Aussagen wiederholt, aber wenn er einen auf Wissenschaftler oder Psychologen machen will, dann sollten seine Aussagen ein entsprechendes Niveau haben.

    • Sven Kuchary sagt:

      Die Anzahl der Betroffenen ist kein Gegenargument. Ganze Gesellschaften können einem Wahn verfallen. Im Mittelalter gab es den Hexenwahn und Teufelsaustreibungen. Reichs „Massenpsychologie des Faschismus“ von 1933 zeigt die damalige Hysterie auf – ein Standardwerk! Heute grassiert Genderwahn. Als Diskussionbasis taugt Artikel von Herrn Fritz allemal.

      • rote_pille sagt:

        Ich möchte nur feststellen, dass es einen Unterschied zwischen „irrational“ und „psychisch gestört“ gibt, nichts weiter. Wäre Irrationalität eine psychische Störung, müsste Rationalität die Norm sein. Die Erfahrung sagt uns, dass Rationalität ein Ideal ist.

        • saumakos sagt:

          @Rote Pille

          Ich finde Ihre differenzierende Einschraenkung bzgl. Religioesitaet vs Irrationalitaet vs Psychopathologie durchaus berechtigt.

          Jedoch stimme ich insofern auch dem Gegenargument zu, als es in der Menschheitsgeschichte immer wieder vorkam, dass in selbstgerechten, allzu fetten Zeiten, sich die zu politisch korrekter Verhaltensnorm oder zu instrumentailsierter Kirchenpolitik verkommene Essenz des Religioesen (also, dessen was im Ursprung oft als Gegenbewegung gegen die allgemeine Hybris und Verkommenheit begann), oft zu 180 Grad ins Gegenteil zur Ursprungs-Intention verkehrt – natuerlich unter Beibehaltung der aeusserlichen Gemeinsamkeiten, Zwecks Taeuschung der „gekaperten Seelen“.

          Insofern betrachte ich die froemmelnden Glaeubigen und Moralapostel, die ihren Glauben wettbewerbsmaessig zur Schau tragen, all jene, die unbewusst den falschen Propheten auf den Leim gehen, aufgrund ihrer Ignoranz und Logik-Verweigerung ebenso als mitverantwortlich fuer den geistig-moralischen Verfall, wie die geistig traegen Massen der Opportunisten.

          Moral, eine der wertvollsten Eigenschaften, die uns 95% zum Mitgefuehl faehige Menschen von den Andersartigen 5%, von den praedatoren mit Schauspieltalent, von den wahren Psychopathen unterscheident, also Moral, deutlich anders verstanden denn als zur Herrschaft instrumentalisierte verkrustete Verhaltensnorm, bzw. als eine Seitens Kulturmarxisten ins laecherlich gezogene Konvention – Moral, so koennen wir aus der tiefen Weisheit des Konfuzius lernen (siehe die Anekdote seines Schuelers „Zigong“, der einen Landsmann aus fremder Gefangenschaft freikauft) – Moral kann und sollte man neben dem christlichen Verstaendnis als Naechstenliebe (nicht Weitesten-Liebe) im Sinne einer nomothetischen Bedingung wie beim Kategorischen Imperativ auch als die tiefere Einsicht in Solidaritaet, SELBSTREGULIERENDE Harmonie und Ordnung verstehen.

          Und somit moechte ich hinsichtlich der Formulierung im obigen Artikel „gefuelgesteuert = irrational und daher psychopathisch“, waehrend „verstandesgesteuert = immer rational und gesund sei“ korrigierend hinweisen, dass ein kurssichtiger, gieriger und gerissener Utilitarist, bzw. Psychopath gerade wegen der Unfaehigkeit zur Moral (im Sinne des Konfuzius), wegen des Ignorierens des Gemeinschafts-Nutzens und der Solidaritaet viel schneller seine und die zukunft seiner Nachkommen zerstoert, als diejenigen, die sich am selbstregulierenden Prinzip des kategorischen Imperativ beteiligen und auch mehrheitlich dafuer kaempfen, dass es in dem Sinne bewahrt wird, dass es niemals Toleranz gegenueber der angewandten Intoleranz geben darf.

          Aber es scheint letztlich gerade das ergaenzende Zusammenspiel aus rational-ganzheitlicher Moral-Einsicht (nomothetisch) und zu Mitgefuehl faehiger Moral (ideographisch, Naechstenliebe) zu sein, die das Bestehen eines gesunden, selbstregulierenden, auf langfristige Ordnung ausgelegten Moralprinzips ist, welches nicht so leicht unterwanderbar und ins Gegenteil verkehrbar ist, wie es bei den Gruenen, bei den Sozen aber auch bei den beiden grossen Konfessionskirchen aktuell der Fall ist, also wie bei den kirchen, die sogar in wahrer Not befindliche Glaubensgenossen aus Syrien ablehnen, um vor aller Welt durch die Hilfsleistung gegenueber Moslems zur Schau zu stellen, ach wie christlich-human und gut sie doch sind – ungesehen der Tatsache, dass sie dadurch nicht nur den Terrorismus im Lande befoerdern, sondern eben auch gegen Jesus Warnung verstossen, eben nicht durch ein relativistisches Glaubensethos dem falschen Propheten auf den leim zu gehen (insofern finde ich den Fall der Kirchen noch viel verwerflicher, als den fall der Gruenen).

          Was das Gefuehl angelangt, so sollten wir viel bewusster unterscheiden zwischen leicht instrumentalisierbarem, unreflektierten emotionalem Affekt, bzw. Kinderwelt und Aberglaube auf der einen Seite und auf der anderen Seite das ganzheitliche philosophische Schauen im Sinne von „Empfinden“, das sichere, intuitivem Gefuehl, bzw. innere Stimme, Erleuchtung, selbstbewusstes, geerdetes Bauchgefuehl, Knowhow, Meisterschaft, Kunst, Magie.

          Nicht zu Unrecht wussten die weisen Menschen in vergangenen Tagen, auf deren Wissen z.B. Yoga und Meditation oder schamanische Heilkunst beruht, dass nicht das rationale Gehirn das wichtigste Organ jedes menschen ist, sondern das Herz – etwas, was heutzutage von non-mainstream-Wissenschaftlern messbar veranschaulicht wurde.

          Was ich damit sagen will, ist also, dass es durch Unterwanderung oder Entfremdung vom Ursprung des Religioesen einerseits fatale Folgen geben kann, wie z.B. Hexenverfolgungen (von Jesus bestimmt nicht beabsichtigt) aber andererseits eben auch die Diktatur der uneingeschraenkten Vernunft ebenfalls in Schreckensherrschaft ausarten kann, wie es bei der Franzoesischen Revolution der Fall war.

          Es kommt bei Gefuehl und Verstand auf die gegenseitige Ergaenzung und auf die richtige Anwendung durch eine geistig wache Gesellschaft an.

          Davon ist der Westen jetzt zwar weit entfernt, jedoch scheint im Zuge der heutigen Dreistigkeiten seitens der herrschenden Eliten, aus einer Wirtschaftswunder-Nachkriegsgesellschaft heraus, mit 80% Mehrheit an politisch-moralisch, wahrheitsmaessig indifferenten Buergern, sich der Weizen der Aufgewachten oder Aufwachenden vom Spreu der trutzig jetzt erst recht Weiterschlafenden nuetzlichen Idioten auf eine Weise zu trennen, dass die ehemaligen indifferenten 80% sich aufteilen in zwei Gruppen, wobei die eine Gruppe, die immer schon vorhandenen aber nur kleine Gruppe fanatischer Extremisten ohne Ambiguitaetstoleranz vermehren, die dann feindlich gegenuebersteht jedweden Menschengruppen mit hoher Ambiguitaetstoleranz, deren Zuwachs sich aus dem anderen Teil der ehemals 80% politisch indifferenten speist, deren Indifferenz damals aber noch nicht mit totalem Mangel an Ambiguitaetstoleranz gleichzusetzen ist.

          Im Ergebnis schliesslich werden also nicht radikalisierte Rechte radikalisierten Linken gegenueberstehen, sondern radikalisierte, trotzig-fanatische Utipoisten in ihrer Kinderwelt (also die nuetzlichen Idioten der Puppenspieler) werden gegenueberstehen einer ebenfalls angewachsenen Menge an Menschen – mit – Ambiguitaetstoleranz, bei gleichzeitiger innerer Festigung hinsichtlich der zu stellenden, relevanten Weltanschauungs-Fragen, bzw. bei gleichzeitig angewachsenem Bewusstsein fuer Realitaet, naturgesetze und Konsistenz-Anforderungen.

          Und solange die gruppe der Menschen ohne Ambiguitaetstoleranz zu der herrschenden Gruppe gehoeren, solange werden sie all jene mit Ambiguitaetstoleranz als Nazis stigmatisieren – egal, ob unter denen viele unterschiedliche Gesinnungen vorhanden sind, also nach dem Motto:

          „seid ihr nicht fuer mich, so seid ihr gegen mich!“

          • rote_pille sagt:

            Wissen Sie, was der Unterschied zwischen dem „leicht instrumentalisierbarem, unreflektierten emotionalem Affekt“ und dem „ganzheitlichen philosophischem Schauen“ oder „geerdetem Bauchgefuehl“ ist? Der Ausdruck, was Sie zur Benennung verwenden, und die Perspektive, die Sie einnehmen: den „unreflektierten Affekt“ stellen Sie bei Menschen fest, die ihre eigenen Gedanken als „geerdetes Bauchgefühl“ empfinden, und umgekehrt.
            Was Religiosität angeht, denke ich, dass es sich um den Versuch handelt, die Bedeutung der Existenz herunterzuspielen. Manche Menschen scheinen das nötig zu haben…. ich gehöre nicht dazu.

            • saumakos sagt:

              Sprache ist immer zu einem Großteil missverstehen, besonders wenn es um abstrakte Themen geht.
              Mit Religiösität meine ich nicht Kirchen-Glauben, sondern ein viel breiteres Feld, wo es um Innerlichkeit und Bewusstsein geht.

              Auch das, was ich mit Bauchgefühl andeutete, damit ist eben gerade nicht der Affekt gemeint, denn Affekt ist ja das unreflektierte Erregtsein, während hier mit Bauchgefühl eher eine Ahnung aus einem ganzheitlich bewussteren Empfinden gemeint war.

              Natürlich kann man das nur dann tiefer verstehen, wenn man einen Sinn dafür hat. Ich empfehle zu lesen Karl Jaspers Psychologie der Weltanschauungen (1919).

  7. Paul Siemons sagt:

    Wenn man sich bei Xing abmeldet, weil ein „Nebenprodukt“ von Xing von jemandem heraus gegeben wird, der auch ein ganz anderes Produkt herausgibt (Tichys Einblick), in dem ein Text von jemand noch ganz Anderem, der weder mit Xing noch dessen Produkten etwas zu tun hat erschienen ist, der einem nicht passt, stellen sich mir diese Frage: ist jemand, der so etwas für angebracht hält, vielleicht ein wenig gaga im Kopf?

    • Sabrina sagt:

      Genau dieses Verhalten der Getroffenen bestätigt doch die Aussagen von Herrn Fritz: man suhlt sich in seiner eigenen Gefühligkeit, und gedenkt in seiner Möchtegern-Intellektualität alle Diejenigen „abzustrafen“, selbst den vermeintlichen Freund eines Freundes von Demjenigen, der sich erkennbar als entschiedener Gegner zur eigenen fragwürdigen Haltung positioniert. Ein solches Verhalten empfinde ich als kindisch.
      Eine Xing-Abmeldung ist aber auch dem eigenen Weltbild angepasst und bequemer zu realisieren als ein aktives Hinterfragen von permanenter und einseitiger Indoktrination durch GEZ-zwangsfinanzierte Medien!

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  9. Olge sagt:

    Politische „Diskussionen“ zwischen Anhängern verschiedener Ideologien sind–außer es klingt ausnahmsweise etwas bei den Diskutierenden an–„für“ zwei Dinge da:

    — Metaphorisch: Energieaufladung und Energie-Abreaktion. (Z.B. als Beschäftigung gegen Langeweile oder als häufiges menschliches Verhaltensmuster nacherzählbar).
    — Bestätigung des eigenen Weltbilds und Festigung der Abgrenzung zu den (oder im dualistuschen Fall: dem) anderen abstrakt zusammengefassten Weltbildern und Ideologien. Zur (nichtvoluntaristischen) Konstruktion von Stabilität, Ordnung- und Hierarchie-, und „Identität“ in der Kontingenz der Existenz.

    Beides siehe z.B. ist ein vermutlich zusammengehörendes Parallel-Ereignis zu der erwähnten immer vorhandenen (mehr oder weniger in den Vordergrund kommenden) Ambiguitäts-Unsicherheit und dazu noch Kontingenz-Spannung. Unter der jeder Mensch qua abstraktem Menschsein steht. Mehr oder weniger, in unterschiedlichen Situationen etc., bewusst werdend und verschieden damit umgehend.

  10. Sven Kuchary sagt:

    Die psychische Störung, die Herr Fritz in seinem Artikel beschreibt ist die Psychose der „political correctness“: das Nicht-Argumentieren, Nicht-Sehen-Wollen von Fakten, die einem bestimmtn Weltbild widersprechen. Die Xing-Kündiger belegen durch ihr kindisches Empören über den Artikel von Jürgen Fritz (den sie vielleicht gar ohne „Trigger-Warnung“ lesen mussten, die Armen!), dass sie selbst unter der Krankheit leiden. Gute Besserung!

  11. merxdunix sagt:

    Das Löschen des Beitrages von Jürgen Fritz bei TE ist nachvollziehbar, weil er nahezu ausschließlich psychologische und psychopathische Aspekte aufgreift und deren politische Tragweite ausklammert. Insofern hätte Herr Fritz gut daran getan, zwei Dinge im Umgang mit Gutmenschen zu unterscheiden und ein Brücke zur Politik zu schlagen.

    Man kann und sollte mit Gutmenschen reden. Insofern es richtig angegangen wird, findet sich zunächst durchaus Gehör, jedoch mit rationalen Aspekten nur selten Verständnis. Problematisch ist regelmäßig die Diskussion, weil Gutmenschen ihr Denken und Handeln oft mit scheinbar komplexen, doch mehr künstlich verkomplizierten Zusammenhängen rechtfertigen, um sich der Logik, oder besser gesagt ihrer eigenen Unlogik zu entziehen. Gleichzeitig gestehen sie jedoch nur ungern ihre emotionalen Beweggründe ein, um souverän, besonnen und überlegen zu wirken. Man sollte sich daher die Diskussion mit ihnen ersparen und statt dessen zu gegebener Zeit einen Neuanfang bieten.

    Verständigung ist auch nur selten das eigentliche Ziel der Gutmenschen. Sie sind vielmehr daran interessiert, bei ihrem Gegenüber Schuldgefühle zu generieren, um nicht verlassen zu werden, um gefragt zu sein, was wiederum auf einen Minderwertigkeitskomplex bei ihnen schließen lässt. Weil sie selbst zu tief anderen in den Allerwertesten gekrochen sind, erwarten sie am unappetitlichen Ende ihres Verdauungstraktes nun entsprechende Gegenleistungen, anstatt sich auf Augenhöhe zu begegnen. Sie wollen eben bevorzugt gegenüber anderen subtile Macht ausüben, wie auch sie sich haben bemächtigen lassen, der emotionale Part des Sadomasochismus.
    Damit wird das Thema dann doch politisch und es ist schade, dass TE lieber den Kopf einzieht, als an diesem Punkt anzusetzen.

    • Florian Geyer sagt:

      Beißender Sarkasmus ,möglichst in der Öffentlichkeit, hat sich bewährt.
      Sie wie Trottel dastehen zu lassen und zum Gespött zu machen ist nicht nur lustig, es destabilisiert sie auch. Und schreckt die Zuhörer ab, ihren Schwachsinn zu glauben.

    • Name sagt:

      Schuldgefühle generieren, Minderwertigkeitskomplexe, verkomplizierten Zusammenhänge, Unlogik … genau so habe ich diese Psychopathen und Psychopathinnen auch erleben dürfen. Zusätzlich noch Widersprüche ohne Ende.
      Auf der anderen Seite können diese Leute ausgesprochen freundlich und lustig sein – doch irgendwann stellt sich heraus, es war alles nur vorgespielt! Der Sinn dahinter wurde mir auch klar, sie suchen Schwachstellen an einem und vor allem Mängel, welche sie dann gekonnt versuchen auszunützen und auszufüllen, um den Eindruck eines echt guten und verständnisvollen Kumpels zu erzeugen. Doch eine konstruktive, längerfristige Beziehung ist nicht möglich, vor allem desshalb weil permanentes vortäuschen einen Aufwand darstellt und in schwachen Momenten blitz deren wahres ich durch. Je öfter dies geschieht, desto eher geben sie auf und suchen sich ein neues Opfer.

      Gerne verraten sie auch vermeindliche Schwachstellen von sich selber, in der Hoffnung das man dadurch auch seine eigenen offenbart. Doch vorsicht, alles was man sagt wird eines Tages gegen einem verwendet werden. Es ist wie knallharte Politik. Selbst das persönlichste im Vertrauen erzählte wird, wenn es zu deren Vorteil ist, auch wenn dieser Vorteil nur darin besteht einem klein und sich selbst dadurch größer zu machen, ohne Skrupel vor anderen ausgeplaudert

      Habe einige Exemplare erleben dürfen, sowohl weiblich als auch männlich. Wenn man das, grundlegend immer gleiche, Verhalten einmal durschaut hat, erkennt man solche Leute innerhalb weniger Minuten. Je abweisender man diese behandelt, desto freundlicher werden sie, erst wenn sie merken das man sie durschaut hat, ja dann sind sie plötzlich eiskalt und damit sie selbst. Hat man Macht (Einfluss, Geld, …) kleben sie richtiggehend an einem. Sie haben sogar kein Problem damit, im Prozess das Vertrauen gewinnens sich selber zu erniedrigen. Es ist teilweise wie in einem schlechten Film, bei dem man denkt, das ist erfunden und übertrieben, so etwas gibt es in Wirklichkeit nicht. Leider doch! In die Enge getrieben kennen sie überhaupt kein Halt oder Skrupel mehr.

      Diese Leute sind weder ehrlich noch loyal. Sie sind da, solange sie etwas von einem bekommen, sich nehmen oder abladen können. Es ist wie in dem meisterhaften Artikel von Jürgen Fritz (welcher von Tichy übernommen wurde) beschrieben, es sind psychisch Kleinkinder in physisch erwachsenen Körpern, mit dem zu echten Kindern bedeutenden Unterschied, das diese einem nicht zuhören, sich höchstens das für sie vorteilhafte herauspicken. Vor allem soziale Themen scheinen sie zu interessieren, offenbar um damit noch besser manipulieren zu können.

      Ich habe immer noch Kontakt mit einem und studiere diesen fleissig.
      Ein Beispiel um einen kleinen Einblick in deren Geisteswelt zu erhalten. Bei einem Gespräch über Wahlbetrug kam die Aussage, das wenn die Leute zu dumm sind das „richtige“ zu wählen, muss man sie eben zu ihrem Glück betrügen. Diese Aussage klingt witzig und man würde glauben es ist tatsächlich ein Scherz, es ist aber wirklich so gemeint.

      Aus Erfahrung kann ich auch sagen, man hat bei solchen Leuten meistens gleich ein komisches Gefühl, man sollte auf seine Gefühle hören!

      • merxdunix sagt:

        @ Name
        Minderwertigkeitskomplexe werden gern mit Narziss überkompensiert, was dann eben mit entsprechendem Geltungsdrang und Dogmatismus einhergeht. Es ist eine Obsession.
        Man muss solche Menschen durch ihre eigene Wand schicken, wenn sie zu sich selbst zurück finden wollen oder sollen. Mit der Beziehung zu ihnen ist es dann zwar meist vorbei, man wird sie damit aber idR auch endgültig los.

      • Werner Sombart III sagt:

        Irgendwo hatte ich schon mal so eine Analyse gelesen, und wenn man dies alles nur auf die linkslastigen Gutmenschen bezöge, würde man m.E. falsch liegen. Aber vielleicht meinen Sie das auch gar nicht so. Es gibt sehr viele Menschen dieser Kategorie – man kann sie auch mit dem traditionellen Ausdruck als Heuchler bezeichnen.

        • corvusalbusberlin sagt:

          Gutmenschen – haben mit einer bestimmten Partei – glaube ich – nichts zu tun.

          Ich gehe diesen Gutmenschen – nachdem ich kapiert haben – hat lange gedauert – dass sie in ihrer eigenen Welt leben, ohne anderes Gedankengut zu respektieren.
          Von akzeptieren soll gar nicht die Rede sein.

  12. Pingback: Zensur über wirtschaftlichen Druck - Gutmenschen - Social News Today

  13. Der bekannte Blogger Hadmut Danisch hat auch schon Erfahrungen mit  Tichys Einblick (TE)  gemacht!
    Ist der Bruder von Tichy in einen Korruptionsskandal verwickelt?

    „Vor ein paar Monaten meldete sich mal ein Journalist bei mir. Er habe mein Blog gelesen und wolle ein Interview mit mir machen, wie das Blog und meine Aktivitäten und Ansichten denn zustandegekommen seien. Er schreibt häufig für Tichys Einblick und wollte das dort publizieren. Also haben wir das Interview gemacht und ich habe darin erzählt, was an der Uni Karlsruhe so alles gelaufen ist (ohne den Dekan Walter F. Tichy namentlich zu erwähnen, aber ein paar seiner Untaten dann schon).
    Der Journalist, der von der Querverbindung nichts wussste und demgegenüber ich nicht erwähnt hatte, dass der Karlsruher Dekan auch Tichy hieß, war dann völlig konsterniert, als Tichys Einblick sein Interview ohne greifbare Begründung ablehnte. Wollten die nicht publizieren.
    Ein Leser schrieb mir mal, die beiden Tichys wären Brüder.
    Weiß ich nicht. Zumindest auf den Fotos sehen sie sich schon so ähnlich, dass das gut möglich wäre.
    Ich habe bei Tichys Einblick mal Presseanfrage gestellt, ob das stimmt. Und keine Antwort bekommen.
    Ich weiß also nicht, ob sie Brüder sind. Und wenn ja, wie sie zueinander stehen.
    Offenbar äußern sie gegenteilige Standpunkte. Ob die aus unterschiedlicher Auffassung oder einfach nur aus der jeweiligen Opportunität der Situation entspringen … wer weiß das schon. Naja. Der Volksmund sagt: Seine Freunde kann man sich aussuchen…
    Aber es scheint, als sei die Begeisterung eines Roland Tichy für Meinungsfreiheit und freie Rede auch nur relativ und ende spätestens da, wo ein Walter F. Tichy anfängt.
    Womit wir wieder bei Einstein wären. Alles ist relativ. Zum jeweils Opportunen.“
    http://www.danisch.de/blog/2016/12/13/tichy-tichy/
    http://www.danisch.de/blog/

  14. Atticus Finch sagt:

    Ich muss wohl ein Xing-Profil eröffnen. Gleich jetzt.

    • Fiete sagt:

      „Ich muss wohl ein Xing-Profil eröffnen. Gleich jetzt.“

      Ich muß gestehen, dieser Gedanke schoss mir auch kurzfristig durch den Kopf.
      But but but:
      Nö! Solidarität, nach der Methode „meines Feindes Feinde sind meine Freunde“ geht dann doch ein wenig zu weit, denke ich. Kein Bedarf, also nö.

      Aber der Artikel oben freut mich trotzdem, obwohl ich von dem ganzen „Tichy-Skandal“ nix mitbekommen habe und mich da auch nicht weiter einzulesen gedenke.
      Denn die Argumentation und der Aufbau des Artikels sind einfach ein Fest für das, was mir an Klein&Dieffenbach gefällt. Logisch, geradlinig, konsequent.
      Weiter so.

  15. N_K sagt:

    »„Psychopathologisch gestörte links-grüne Gutmenschen“: Ein Xing-Sturm im deutschen Kindergarten«

    Das ganze kann auch am Beispiel des „Aufreger-Begriffs“ „NAFRI“ weniger wissenschaftlich wie folgt formuliert werden:

    Wenn sich selbsternannte Obergutmenschen bis zum Platzen aufblasen wegen dem Begriff „NAFRI“, sollten sie mal überlegen, ob für sie selbst (ob ihrem abgesonderten Dauer-Gewäsch) nicht der Begriff „GLiSpi“ (Grün-Linke-Spinner), wahlweise auch „RoLiSpi“, zutreffend und anwendbar wäre.

  16. caesar4441 sagt:

    Die Reaktion der psychopathologischen Gutmenschen zeigt ,daß Fritz wohl richtig liegt.Tragisch ist die Reaktion von Xing und noch tragischer von Tichy.Ich habe Hr.Tichy als aufrechten Menschen als Chefredakteur bei Wiwo kennengelernt.Seine Editorials enthielten sehr häufig für den maintream unzulässige kritische Gedanken .Vermutlich wurde er bei wiwo deshalb entfernt.Nun scheint ihm endgültig das Rückgrat gebrochen.

  17. stefanolix sagt:

    So sehr ich aus Überzeugung gegen den Boykottaufruf bin, der nun XING und Tichy treffen soll, so sehr ich im Sinne des Meinungspluralismus für ein Weiterbestehen von TE bin: Der gelöschte Artikel war in dieser Form einfach nur indiskutabel.

    Man kann beim politischen Gegner kognitive Dissonanzen benennen, analysieren und Schlüsse daraus ziehen. Das ist völlig in Ordnung. Man kann das im Bereich Grün/Links z. B. am Beispiel der Trittinschen EEG-Abgabe, der weitgehenden Ineffizienz der Energiewende und der Energiearmut [für manche Verbraucher wird Strom unbezahlbar] zeigen. Wir alle kennen weitere Beispiele.

    Aber: Derart weitgehende Urteile über große Menschengruppen (wie in dem gelöschten Artikel: »Mit derart gestörten Personen sollte man nicht großartig diskutieren. Man muss sie behandeln. Aber das müssen spezialisierte Fachärzte machen.«) sind völlig nutzlos. Der Autor entmündigt damit pauschal eine ganze Menschengruppe, ohne irgendwelche seriösen Erkenntnisse über sie vorlegen zu können.

    Wenn man in einem konservativ-liberalen Medium einen anständigen Diskussionsraum schaffen will, dann darf man solch einen Artikel nicht publizieren. Da wurde kein Florett eingesetzt, kein Säbel und auch keine Keule. Da wurde einfach nur mit Schmutz geworfen.

    Der Artikel soll aus meiner Sicht nicht verboten werden – wir haben ja schließlich Meinungsfreiheit und die will ich nicht einschränken. Der Autor kann ihn gern montags bei #Pegida vorlesen. Da passt er hin. Aber bei TE hat so etwas nichts zu suchen.

  18. twsan sagt:

    Na – vielleicht steckt mehr dahinter. Xing gehört zu Burda. So wie „Focus“ und andere. TE gibt neuerdings eine Printversion heraus und ist nicht gerade auf „Mainstreamkurs“…

  19. Philipp sagt:

    „Ambiguitätstoleranz“ – Genialer Begriff, den ich noch nicht kannte. Allein die Kurzbeschreibung bei Wiki ließ mich schallend lachen, weil mir sofort ein Bekannter einfiel, auf den das Charaktermerkmal einer „mangelnden Ambiguitätstoleranz“ passt wie die Faust aufs Auge!

  20. Pingback: bieten „kayak.de“ und „swoodoo.com“ die günstigste Preise | inge09

  21. Is‘ aber so. Selbst wenn man auch Psychopathologie (psychologische Variation, „Mutation“, von der Norm abweichendes Verhalten) als Teil der evolutionären Überlebensstrategie „des“ (für den) Menschen betrachten kann. Auch hier gilt aber, die Dosis macht das Gift, beziehungsweise, das Heilmittel (die Chance, die Rettung, den evolutionären Notausgang, eben die Alternativen für alle Fälle). Zuviel davon ist jedoch destruktiv, und genau darauf zielt auch der Kulturmarxismus darum bewusst ab, beziehungsweise auch jeder andere Aggressor, Eindringling, Eroberer, Zerstörer.

  22. Florian Geyer sagt:

    Die haben noch nicht gemerkt, daß ihre Diktatur zu Ende geht.
    Wenn die alles kündigen wollen, was demnächst in den neuen Wind dreht, dann sollten die sich schon mal Bongos für die Kommunikation beschaffen.
    Oder Brieftauben züchten.

  23. Dichter Tatenlos sagt:

    Eigentlich hatte ich die Honecker-Diktatur und die damit verbundene Agitation und Propaganda als persönlich erlebten Tiefpunkt öffentlicher Meinungsmanipulation abgehakt. Mitsamt den echten Genossen und den Nachwuchs- und Hobbygenossen.

    Das einem jetzt in Gestalt von Schreikindern und Gutmenschen dieselbe geistige Diskussionsverarmung gegenübertritt, das ist ein Ironie der Geschichte. Man müsste es fast persönlich nehmen. Oder anders gesagt: Womit hat man diese Verengung der Gesellschaft auf eine Meinung eigentlich verdient? Und vor allem, warum die Wiederholung!

    • Wahrscheinlich, weil die Bürger es sich gefallen lassen. Viele drängen auf unterschiedlichste Weise zur Macht. Merkel hat offensichtlich dazu eine gute (singuläre) Befähigung. Die meisten normalen Bürger wollen einfach mit den Machtspielchen einer kleinen Gruppe einfach in Ruhe gelassen werden. Und merken nicht, dass deren Spiele auf dem Rücken von Normalos ausgetragen werden. Mit immer neuen Steuern, Abgaben, Gebühren, Vorschriften, Gesetzen, Rechtsverordnungen und Bürokratie werden die Bürger in immer stärkere Abhängigkeiten gedrängt. Ihr Dasein ist dadurch nur noch von Zwängen diktiert, Ein Sklavendasein was nur durch Brot und Spiele aufgelockert wird. Sorry „Brot & Spiele“ war gestern, der Fortschritt heißt „H4 & TV“. Und alles glauben, was die Medien gefiltert absondern.

  24. Andreas K. sagt:

    o.T. Der nächste SPD-Quotenvorschlag:
    Hendricks macht einen auf Schwesig für E-Autos:
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/barbara-hendricks-bringt-quote-fuer-elektroautos-ins-spiel-a-1129095.html

    Demnächst beim Autohändler: „Ne, is nich – sie müssen jetzt ein Quoten-E-Auto kaufen“ DDR 4.0

  25. Lange Rede, kurzer Sinn (abseits aller Logik 🙂 ) : Was die Kündigenden betreiben ist Meinungsterror. Sie wollen, dass ihnen nicht genehme Meinungen nicht publiziert werden. Dazu bedienen Sie sich des Mittels der Existenzvernichtung.

    • beyondviolence sagt:

      Psychologisch betrachtet finde ich den Artikel von Jürgen Fritz durchaus erhellend. Ich bin mir aber nicht so ganz sicher, ob er zum Teil satirisch gemeint war. Was er schreibt, gilt für viele (die meisten?) Menschen, auch für viele der sogenannten Wutbürger. Zu meinen Erkenntnissen gehört dabei, dass die Gefühlswelt der Wutbürger in den heute problematischen Fragen zu zutreffenderen Ergebnissen kommen kann, als die reflektierte Auffassung von Fachleuten, Politikern und Journalisten. Das liegt meines Erachtens daran, dass sich hier die elementar menschliche, evolutionär angelegte Gefühlswelt Durchbruch verschafft.
      Die Schlussfolgerung (diskutieren mit den Gutmenschen lohne sich nicht) teile ich ganz und gar nicht: Da diese Menschen, mehr als diejenigen, die neben den Gefühlen auch noch versuchen, der Vernunft eine Chance bei der Bildung der eigenen Meinung zu geben, gefühlsbetont handeln, die Widersprüche schwer (“Ambiguitätsintoleranz“ 😉 ) aushalten, werden sie ihre Meinungen auch danach ausrichten, ob sie in ihrer Umwelt noch akzeptiert werden. Spätestens dann, wenn sie das Gefühl haben, mit ihrer Meinung nicht mehr anerkannt zu sein, werden sie diese anpassen wie das beschriebene Kleinkind.
      Ich gebe gerne zu, dass dieser Prozess langwierig ist und viel Frustration erzeugt. Möglicherweise ist der Artikel von Jürgen Fritz ich ja diesen Erfahrungen geschuldet.

  26. Hosenmatz sagt:

    Ausgerechnet diejenigen beklagen sich über „Pathologisierung“, die selbst jeden Andersdenkenden als homophob, xenophob oder sonstwiephob pathologisieren.

  27. Ewiggestrig sagt:

    Technisch ist das heute natürlich etwas komplexer, aber in den guten alten Zeiten war es so; Wenn der/die Leser/in einer Zeitung oder eines Magazins nicht mit einer Kolumne oder der redaktionellen Ausrichtung einverstanden war, schrieb sie einen Leserbrief und drohte mit der Kündigung. Würde das als Aufruf zum Boykott gegolten haben, als wirtschaftliche Zensur? Ich erinnere mich, dass man dann als Redaktion/Herausgeber geantwortet hat, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen …

  28. Pingback: Sind sie wirklich krank? | Morbus ignorantia - Die Krankheit Unwissen

  29. Ich habe gerade ein Xing-Profil eröffnet. Aber aus einem ganz anderen Grund. Weil ich einen wissenden Könner suche, einen Fachmann, der etwas wirklich kann. Wenn gleichzeitig andere, aus ideologischen Gründen, den Pool verlassen, wird die Dichte der fachlich Qualifizierten (wenigsten etwas) zunehmen. Schlimm ist das nicht.

    Ich denke da an http://www.polpro.de/dumm.html – einer Abhandlung über die grundlegenden Gesetze der Dummheit. Deren Schlussgedanke: wenn die Dummen zu viel Macht erhalten, geht das Land zur Hölle.

    Logisch – aber wünschenswert? Und wie ist der Zustand in Merkel-Deutschland?

    • beyondviolence sagt:

      » wenn die Dummen zu viel Macht erhalten, geht das Land zur Hölle. «
      Und soweit sind wir schon, diesen Satz stelle ich bereits in Zweifel.

      • corvusalbusberlin sagt:

        Das kommt davon, wenn der Klügere immer nachgibt, was doch schon den Kleinsten empfohlen wird.
        Nach dem Motto: Sei ein braves Mädchen, gib dem Brüderchen sein Spielzeug wieder.

  30. Makoto Atava sagt:

    Roland Tichy und die Redaktion von Tichy’s Einblick haben den entsprechenden Artikel entfernt und sich entschuldigt. Amüsanterweise ist die Ironie an der Sache, das jetzt Viele, die sich durch den Artikel angegriffen fühlen teilweise ihn jene Muster verfallen welche ihnen der Artikel vorgeworfen hat und nicht auf die Idee kommen den Olivenzweig des Friedens den sie von Tichy gereicht bekommen haben anzunehmen. Dort wo man am besten als politischer Kontrahent hätte zeigen können das es eben nicht so ist wie behauptet, hat man also das ganze noch durch sein Verhalten untermauert.

    • beyondviolence sagt:

      Tichy muss auch durch die Hölle gehen, wie so viele andere. Die Löschung des Artikels war in diesem Sinne keine gute Idee. Aber ich kann ihn sehr gut verstehen.

  31. saumakos sagt:

    Die Ambiguitaetstoleranten werden niemals den Vernichtungsfeldzug gegen sich zurueckschlagen koennen, wenn sie sich nicht trauen, in voller logischer Gaenze oeffentlich die entscheidenden Fragen zu stellen und Widersprueche der offiziellen Weltanschauung zu entlarven! So war es schon immer!

  32. energy007 sagt:

    Vielleicht sollten sich NICHTGUTMENSCHEN ebenfalls von XING verabschieden. Ein gewisser „Lerneffekt“ bei XING wäre sicher von Vorteil.

  33. Gero80 sagt:

    Tichy würde ich als alternativen Mainstream bezeichnen.
    Und mehr noch: Nachdem ein Interview mit Hadmut Danisch nicht erscheinen durfte, weil Roland Tichys mutmaßlicher Bruder darin keine besonders gute Figur macht, beäuge ich Tichys Einblicke mittlerweile mit starkem Misstrauen.

  34. Eloman sagt:

    das ist halt wie Dieter Bohlen so schön sagte: „Mach einem Bekloppten mal klar, dass er bekloppt ist.“ Will heißen: Die Psychopathologisierer mögen halt überhaupt nicht selber psychopathologisiert werden.

    • corvusalbusberlin sagt:

      Heute wollte mir ein „Grüner doch verklickern, dass wir in einer Demokratie leben.
      Ich fragte ihn, ob wir von demselben Land sprechen.
      Seine Pension hatte er im Sack, welchem auch immer, und Obdachlose kannte er nur vom Hörensagen.
      Solche Leute haben wir zu hauf im Bundeskanzleramt sitzen.
      Hoffentlich haben sie für ihre Hosen auch einen festen Stoff gewählt, sonst gehen sie eines Tages mit dem nackten Hintern spazieren und meken es gar nicht.

    • beyondviolence sagt:

      » Die Psychopathologisierer mögen halt überhaupt nicht selber psychopathologisiert werden.«
      Diejenigen, die ihren eigenen Charakter ansatzweise kennen, die sich bewusst der eigenen Fehlbarkeit sind, mögen darüber lächeln und es vielleicht, wenn es fundiert erscheint, als Anregung begreifen. Eins wissen diese allerdings auch: Der Mensch strebt nach einem gewissen Maß an Ordnung. Ohne diese kann er sein Leben nicht gestalten.

  35. Pingback: Psychopathologisch gestörte Gutmenschen… | Willanders - Rechts vor Links

  36. Pingback: Warum Sie mit psychopathologisch gestörten grün-linken Gutmenschen nicht diskutieren sollten | psychosputnik

  37. Wei wei sagt:

    Ich sage nur.
    Scheiss auf die „Gutmenschen “ die es nicht ertragen , in ihrer Haltung kritisiert zu werden.
    Im Spätjahr 2015 bis Anfang 2016 bzw. bis zur
    ZÄSUR Silvester zu Köln war Tychys Einblick eines der wenigen Medien , die sich einen kritischen Blick auf den ungeregelten Zugang aus unterentwickelten Länder bewahrt hatten
    Und heute sind die Argumente gegen das Modell allgegenwärtig .
    Deswegen.
    Scheiss auf die, die sich für Gutmenschen als moralisch überlegene Spezies halten ( S.PETER LÄSST GRÜSSEN )

  38. Hosenmatz sagt:

    Tichy hat seinen Posten bei XING aufgegeben.

  39. Martin1 sagt:

    Getroffene Hunde jaulen!

    Herr Fritz hat völlig recht!
    Und: vermutlich ist die politische Ausrichtung eines Menschen bereits in der DNA festgelegt (Theorie eines Biologen).

  40. Lara Berger sagt:

    Tja -sowas kommt wohl dabei heraus, wenn man einen Philosophen über psychologischen Themen schwafeln läßt. Vielleicht sollte ich, als Psychologin ja auch ruhig mal meine Ideen zu philosopischen Themen ausbreiten………

    Aber zur Sache: nur getroffene Hunde bellen.

    Es ist schon sehr selbstdemonstrierend, wenn grüne Gutmenschen für sich selbst jederzeit und überall das Recht in Anspruch nehmen, Menschen, die z.B. den Masseneinmarsch islamischer Unterschichten ablehnen und wieder rückgängig machen wollen, als „Nazis“ zu beleidigen.

    Ich finde, dass ist um Längen mieser, als die bloße -vom Autor sehr persönliche- Behauptung, er fände diese Leute lediglich „krank“.

    Wer anderen als potentielle Massenmörder diffamiert, muß sich nicht wundern, wenn er als „gestört“ bezeichnet wird.

    Als Psychologin kann ich es mir aber nicht verkneifen, anzumerken, dass Menschen, die so vehement die Augen vor der Realität verschließen, wie einige Grüne, die Sex mit Kindern ok finden und es als Ausdruck einer „anderen Kultur“ ansehen, wenn Menschen gesteinigt werden, durchaus mindestens unter einer erheblichen Wahrnehmungsverzerrung leiden.
    Trotzdem kann man selbst mit solchen Leuten reden, allerdings nicht so, wie ein Philosoph sich das vorstellt. Also nicht inhaltlich etwa über den Islam an sich, sondern über die Frage, warum sie die immanenten Menschenrechtsverletzungen des Islam nicht wahrnehmen. Warum sie sowas tolerieren wollen, und was das über sie aussagt. Man kann sie auch mal fragen, was sie daran hindert, den Islam realistisch zu sehen, welche Konsequnzen sie dann fürchten. Es gibt ein großes Repertoire…..Tichy hätte lieber einen Fachmann fragen sollen.

  41. Pingback: Zwischen Zensur, Fake-News und Lückenpresse | osthollandia

  42. Es ist schon faszinierend, meine ich. wie heißt noch gerade das Motto des ReGIERens seit eh und je: „Devide et impera“. Und ihr alle lasst euch darauf ein, in dem ihr euch teilen lasst, anstatt in eine sinnvolle Lösungsfindung zu schwenken.

    Ergo:
    Ziel erreicht. Macht zerschlagen, bevor sie zur Gefahr wurde. Die Machtinhaber, gegen die vom Grundsatz her vorgegangen werden sollte, haben es geschafft, dass iwir uns selbst zerfleischen.

    Was, nebenbei geschrieben, ja grundsätzlich schon fast ein Eigentumsdelikt ist. Macht das doch die Linke seit ihrer Gründung vor. Hieran könnte auch der Schluss gezogen werden, warum die Linke, obwohl sie sich für das Soziale einsetzen will, innerlich zerfleischt und nach außen hin für so wenige wählbar ist.

    Warum undwie das Ziel erreicht wurde:
    Weil der Stachldraht im Kopf (Volker Pispers) dazu führt, dass über „Tabus“ nicht gesprochen wird, bzw. Menschen so geängstigt und wütend sind, dass sie sich von jenen distanzieren, die vom Grundsatzher ihre Schreitgenossen sein könnten.

    Es ist spätestens seit Dan Ariely, israelischer Verhaltensökonom, bekannt, dass Menschen grundsätzlich irreationale Wesen sind und zu 99% irrational handeln.
    Beweis: siehe den Gesamtvorgang.

    Mit Hoffnung darauf, dass wir uns alle so schnell wie möglich besinnen und zueinander finden!

    Richtet doch bitte eure Wut, euren Frust und euren Ärger gegen jene, die auch von diesem Geschehen profitieren. Mohn, Springer, Quant, Pieech, etc., also all die Oligarchen, die dieses Land in der Hand halten und die Politik bestimmen, in dem sie sich bedeckt halten und Streit zwischen uns schüren…

    Herzliche Grüße
    Axel

  43. Epikureer sagt:

    Die extremen Reaktionen auf den Artikel, zeigen wie krank unsere Gesellschaft bereits ist. Der Artikel trifft tief ins kollektive Unbewusste unserer Gutmenschen. Ich war selbst mal einer.
    Ich hatte im Jahr 2015 eine sogenannte „Spontanheilung“. Ich kann aus Erfahrung sagen: Heilung ist sehr wohl möglich!! Aber eher nicht durch Diskussionen.

  44. Pingback: Die Jagd ist eröffnet – Politischer Druck auf unabhängige Medien | StaSeVe Aktuell

  45. H.G. sagt:

    Ein erstaunlich analytisch tiefgehender Text. Kein Wunder. Der Autor hat ja auch Erkenntnistheorie studiert.

    Trotzdem ist die Analyse in wesentlichen Punkten nicht zutreffend, weil zu oberflächlich. Zwei entscheidende Fehler haben sich eingeschlichen:

    1) Die Annahme, dass der Persönlichkeitstyp »Gutmensch« eine Fehlanpassung an die Realität darstellt, ist falsch. Ganz im Gegenteil. Dieser Menschentyp ist sogar eine optimale Anpassung an die vorgefundenen, gesellschaftlichen Verhältnisse des allumfassenden Sozialstaats. Eltern, die ihre Kinder zu Gutmenschen erziehen antizipieren die vorherrschenden sozialen Bedingungen und verschaffen so ihrem Kind zumindest kurzfristig, optimale Ausgangsvoraussetzungen, etwa für einen »sozialen Beruf«. Der Gutmensch ist im Prinzip der, bereits von Riesman (Die einsame Masse) beschriebene, »außengeleitete Mensch«, der ohne eigene Charakterstruktur, sich optimal seiner sozialen Umgebung anpasst.

    Richtig ist natürlich auch, dass diese Anpassung auf der persönlichen Mikroebene außer acht lässt, dass das alles nur gut geht, solange der überblähte Sozialstaat hält.

    Die Tragik besteht nun darin, dass der Gutmensch, durch die Implikationen seines Handelns (Refugiés are welcome), den Ast (Sozialstaat) absägt auf dem er selbst sitzt. Dass er dies nicht reflektiert wird verständlich, wenn man den zweiten Fehler ansieht, den der Autor macht:

    2) Es handelt sich beim Gutmenschentum natürlich nicht um eine Krankheit. Krank können nur Individuen sein. Natürlich gibt es auch Epidemien, zum Beispiel die Grippe. Dabei handelt es sich aber immer um die Ansammlung individueller Probleme. Bei einer Grippeepidemie entsteht kein neues soziales Aggregat, das gemeinschaftlich (politisch) handelt. Das trifft auch zu, wenn man von einer neurotischen Störung ausgeht. Die neurotisch Gestörten interagieren zwar mit der Gesellschaft, bilden aber per se keine in sich geschlossene Gemeinschaft.

    Ganz anders beim Gutmenschen. Hier ist ja gerade von besonderer Relevanz, dass sie eben spontan soziale Aggregate ausbilden. Es handelt sich also um ein massenpsychologisches Problem. Das Gutmenschentum in seiner Summe bildet eine politisch handlungsleitende Ideologie aus.

    Das tragische dieser Entwicklung besteht darin, dass der in der Ideologie gefangene Mensch, nicht mehr zur Reflexion fähig ist. Die Ideologie hat für ihn einen allumfassenden Wahrheitscharakter.

    Das analytische Verständnis solcher Prozesse gewinnt man aber nicht mit der Medizin, sondern aus der Massenpsychologie. Der französische Psychologe Gustave Le Bon hat hierzu bereits vor 100 Jahren das geistige Handwerkszeug geliefert.

    Summa summarum: Leider ist es nicht so einfach mit den Gutmenschen. Sie sind nicht nur diskussionsresistent, sondern eben auch nicht krank und deshalb auch nicht therapierbar. Im Grunde sind Gutmenschen auch nicht Täter, sondern Opfer. Opfer des , dem Sozialstaat innewohnenden Selbstzerstörungsmechanismus. Wie bei jeder anderen Ideologie auch gibt es nur eine Möglichkeit der Korrektur: den Realitätsschock.

  46. Pingback: ich sag`s ja schon lange – Psychopathen | fakeminr

  47. Jürg Rückert sagt:

    Die öffentliche Pathologisierung Rainer Barzels durch einen Psychoanalytiker wurde, wenn ich mich noch recht entsinne, besonders von „kritischen Medien“ gelobt.
    Heute werden solche Psychoanalytiker mundtot gemacht und mittels eines ungeschriebenen, aber praktizierten Radikalenerlasses, beruflich erledigt (siehe der Abgang Tichys)!
    Am Ende der Ära Adenauer, unter dem Muff von 1000 Jahren, ging es weit freundlicher zu als heute. Denn kommt der Bettelmann aufs Ross, reitet er höher als der alte Herr, das bewahrheitet sich auch hier: Die alten Reaktionäre waren freiheitlicher als die heutigen Neoreaktionäre.
    Der ICD-10 F (Nomenklatur für psychische Störungen) fehlen aus nachvollziehbaren Gründen Ziffern zu ideologisch oder religiös bedingten Persönlichkeitsstörungen. Dabei finden sich darunter Störungen ganzer Stämme und Völker mit katastrophalen Folgen. Ein Psychiater schrieb: „Irre, wir behandeln die Falschen!“
    Auch Lenin hätte es abgelehnt mit Gutmenschen zu diskutieren. Er brach eine Diskussion immer ab, wenn der Partner religiös zu argumentierten begann. Er verkannte allerdings, dass er mit sich selbst nicht hätte diskutieren dürfen, denn seine Ideologie war die neue Religion.
    Die Gutmenschen haben ihren „grünen Koran“. Wer eine Seite herausreißt wird wegen Blasphemie gesteinigt.

    In der Politik sind die bekannten Gutmenschen Wutmenschen. Die Sprache solcher Wutbürger wie SPD-Stegner oder Grün-Hofreiter sind „hack-hack-hack“ und „schnauz-schnauz-schnauz“.
    Früher reichte eine HB-Zigarette (“wer will denn gleich in die Luft gehen, greife lieber …), um Wutmännchen zu beruhigen. Aber seitdem die Grünen das verboten haben, hängen sie alle immer an der Decke.

    • Gute Idee, den ICD-10 Katalog (Teil F) entsprechend zu ergänzen. Eben um die zwei Punkte:

      – ideologisch bedingte Persönlichkeitsstörungen und
      – religiös bedingte Persönlichkeitsstörungen

      (wie werden den andere Süchte klassifiziert? Koks, Heroin, Alk ?)

      Machtsucht sollte irgendwo in der Nähe von Alkoholismus angesiedelt werden. Weil das alles die Leute besoffen reagieren lässt. Und die Gesellschaft leidet unter dieser Krankheit. Wem bei der WHO kann man diese notwendigen Ergänzungen vorschlagen?

  48. Pingback: Der gelöschte Beitrag über den psychopathologischen Gutmenschen – Bismarcks Erbe

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