Linksextreme im Bundestag: Stasi Devotionalien und andere Vorfälle

Wie heute bekannt wurde, ist bei Durchsuchungen der Räume mehrerer Abgeordneter linksextremes Propagandamaterial gefunden worden: Gewaltverherrlichende Darstellungen, auf denen dazu aufgerufen wird, „Bullenschweine“ zu verletzten, haben die Fahnder ebenso sichergestellt, wie eine Vielzahl von SED- und FDJ-Devotionalien und linksextreme Broschüren, Bücher von Karl Marx und Vladimir Iljitsch Lenin.

FDJ 1 MaiSprecher haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, auf der Hut zu sein. Linksextreme Schläfer und Agitatoren hätten die deutsche Öffentlichkeit unterwandert und würden ihr ideologisches Zerstörungswerk fast ungehindert vorantreiben. Es ist wieder möglich, Enteignung zu fordern. Niemand stört sich an Gesinnungskontrollen. Auf die alte linksextremistische Strategie, die darin besteht, einen Teil der Bevölkerung auf den anderen Teil zu hetzen, stoßen die Fahnder fast täglich und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Selbst Ministerien würde die linksextremen Wühlmäuse, deren Ziel darin besteht, die Bonner Republik zu zerstören, finanzieren. Ob wissentlich oder unwissentlich, das sei dahingestellt.

In einem Fraktionsraum in einem Landtag sind sogar Helme der DDR-Volksarmee, FDJ-Fahnen und Parteiausweise gefunden worden, selbst ein leichtes Maschinengewehr KN-500 wurde sichergestellt.

DDR GrenzeAngesichts der Versuche linksextremer Republikfeinde, deren Ziel darin besteht, Deutschland wieder in ein nach sozialistischem Mangelplan verwaltetes Zwangsgefängnis zu verwandeln, in dem die Bürger sich gegenseitig kontrollieren, misstrauen und um die Waren im Konsummarkt balgen, wäre es eigentlich an der Zeit, gegen das linksextreme Gedankengut, das einmal mehr die deutsche öffentliche Meinung vergiftet, vorzugehen.

Aber es ist seltsam still.

  • Kein Ministerium fördert ein Programm für Antifa-Aussteiger.
  • Kein Ministerium lobt Projekte aus, die die Mitglieder der Arbeitslosenarmee, aus der sich die Linksextremen rekrutieren, auf den Arbeitsmarkt bringen sollen.
  • Kein Ministerium versucht, die Werte der Bonner Republik in Kindergärten und Schulen zu vermitteln.
  • Kein Ministerium hat bislang auch nur die Idee, man müsse gegen linksextreme Hate Speech vorgehen
  • Kein Politiker ereifert sich über Liedtexte, in denen gegen den Kapitalismus gehetzt wird.

Warum nur nicht?
Vielleicht weiß es jemand.

Dieser Text ist natürlich eine Persiflage auf einen Text bei der ARD „Mehr Nazi-Andenken, weitere Vorfälle“, so der Titel. Da in Deutschland die Gesinnungssaubermänner wieder einmal unterwegs sind, hat sich uns einfach die Frage gestellt, warum die Gesinnungssaubermänner nur auf der rechten und nicht auch auf der linken Seite säubern. Hat Linksextremismus nicht die gleiche Hysteriewirkung, nicht den gleichen moralischen Säuberungsgehalt, nicht das selbe orgiastische Ich-bin-gut-Erleben?

Das muss nicht sein. Geben wir Linksextremen denselben Stellenwert, der Rechtsextremen zugewiesen wird. Machen wir sie auch zum Objekt, an dem man sich befriedigen kann. Linksextreme sind gar nicht minderwertiger als Rechtsextreme. Sie haben denselben Gutmenschen-Faktor. Wer sich über sie aufregt, kommt mindestens so automatisch auf die Sykophanten-Hitlisten, wie all diejenigen, die den öffentlich-rechtlichen Lynchmob bestücken, der derzeit hinter Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims her ist.

Frage: “Warum hat sich in Deutschland Kant nie als wichtigster Philosoph durchgesetzt?”

Dr. Diefenbach: “Kant hat ein Instrumentalisierungsverbot formuliert. Menschen dürfen nicht zum bloßen Mittel für eigene Zwecke degradiert werden. Das war’s für Kant. Damit hat er allen Gutmenschen und sozialen Helden den Boden unter den Füßen weggezogen.”

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7 Responses to Linksextreme im Bundestag: Stasi Devotionalien und andere Vorfälle

  1. Alfred Marenberg says:

    Tja, ein bisschen Unterschied muss schon sein. Wenn ich einen unliebsamen Mitbürger “rechts” eliminiere, ist immer(!) ein böser und Verwerflicher Hintergrund vorhanden. Tut dasselbe ein “linker” Held ist die Motivation IMMER edel!!! Um den Staat zu retten MÜSSEN wir alle Links denken…

  2. Marcus Junge says:

    Allein schon der Ansatzpunkt bei dem Thema ist völlig verfehlt, also typisch Untergangs-BRD (ich hab die Satire auch ohne den Hinweis im Text sofort erkannt gehabt). Selbst gemäß den politischen (illegalen) Sondergesetzen, wurden bei “der BW” keine verbotenen Gestände oder Zeichen gefunden (nach meinem Wissensstand aus den Lügenmedien). Das ist identisch zu den hier thematisierten “DDR-Devotionalien”. Was nicht verboten ist, ist in einem freiheitlichen Rechtssystem erlaubt, jedenfalls habe ich das mal so gelernt, lang ist es inzwischen her, muß ein anderes Land und anderes System gewesen sein.


    Als mal wieder eines der Bataillone in denen ich im Heer diente dicht machte, wegen der endlosen Kampfwertsteigerungen (offizielle Begründung), also “Friedensdividende einfahren”, bis zur Wehrlosigkeit, versteigerte der Spieß die Deko aus dem Unteroffizieraufenthaltsraum. Da es eine “Ost”-Kaserne war, war das Zeug von den Russen + NVA/DDR deutlich in der Mehrzahl. Natürlichen waren wir Offiziere und Unteroffiziere in den Zeit davor ständig nahe dran zu strammen Kommunisten zu werden, wegen dieser Deko.
    Dafür wurden im Westen die letzten Traditionsräume getilgt (Material Wehrmacht und früher, vielleicht wurden da ja jetzt Restbestände ausgegraben?), die fröhliche Nazi-Hatz unter Minister Rühe aufgeführt und die Hakenkreuze auf den Uniformen der Gemälde der Generale und Feldmarschälle in der Panzertruppenschule übermalt (was auf gleichartigen Bildern bei der US-Army keine Sau stört, aber was sind schon DIE Vorbilder einer Truppengattung wert?). Ein Glück, sonst würden in Munster ja seit 2 Jahrzehnten nur Nazis rumlaufen, aber warum gab es die 4 Jahrzehnte davor nur keinen Putsch? Insbesondere wenn Minister, Inspekteure, Generale und Abordnungen der Truppe besagten Generalen / Marschällen zum Geburtstag gratulierten (so sie Krieg und “Befreiung” überlebt hatten) oder das letzte Geleit gaben. Insbesondere wenn es sich bei den Gratulanten um 20. Juli 1944 Mitverschwörer handelte, müssen dies ja ganz perfide Nazis gewesen sein.

    Kurzfassung: Endlos peinlich, im gesamten Rest der Welt lacht man über die Nazi-Hatz der geistig terminal gestörten BRD-Insassen. Dafür hat Flintenuschi den genehmen Vorwand letzte Rest von dt. Soldatentum zu vernichten, die US-Söldnertruppe zu vervollkommnen und nebenbei wird von den echten Problemen abgelenkt (war da nicht was mit der Kriminalitätslügenstatistik?).

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  4. Enno Schneyer says:

    Wenn die Menschen nicht Acht geben,haben wir bald eine DDR wieder.Ich kenne die Linken und will sie nie wieder haben,ich bin gelernter Ossi.Wehrt euch ,Wessis!

  5. Marcus Junge says:

    Die Servilität der Buntewehrknilche kennt keine Grenzen: http://www.journalistenwatch.com/2017/05/07/auf-der-suche-nach-den-boesen-rechten-generalinspekteur-ordnet-durchsuchung-aller-kasernen-an/

    Also der oberste Soldat kriecht v.d.L. / BRD-System bis zum Anschlag in den Arsch. Gut, bis zum 20. Juli 1944 hat sich das nicht mal Hitler getraut, solche Maßnahmen gegen die eigene Wehrmacht und selbst nach dem 20. Juli haben seine obersten Generale sich nicht als solch würdelose Würmer erwiesen, aber die BRD übertrumpft halt jede Diktatur mühelos und fühlt sich dabei als moralische Supermacht des Multiversums.

  6. dubblick says:

    Durch das Verbot/Kriminalisierung aller Wehrmachts-“Devotionalien” wird eine ganze Generation, zum größten Teil posthum, kriminalisiert! Dass auch die Wehrmacht teilweise in die Verbrechen der Nazis verwickelt war, ist unbestritten, aber gleichzeitig gab es unzählige Soldaten, die das Regime ablehnten, ihren Dienst nur gezwungenermaßen leisteten und für den ungewollten Krieg ihr Leben ließen. Wenn nun die Präsentation von Helmen, Waffen, Bildern unterschiedslos als rechtradikal denuziert wird, wird damit all diesen Männern “die Ehre abgeschnitten”.
    Nicht nur mein Vater hat mitgekämpft, sondern vermutlich auch die Väter und Großväter all jener, die die Wehrmacht heute verunglimpfen. Ich vermute jedoch, dass dies den wenigsten klar ist: sie müssten sonst vor Scham in den Boden versinken.

  7. Roland says:

    Wer ist der beliebteste deutsche philosoph? Hegel? Marx? … Heidegger steht ja nun leider im Abseits. bleiben ja nur noch die beiden übrig 😀

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