Die Birne ist aus der Fassung: Zum Tode von Helmut Kohl

Nur ein kleiner Einwurf von Pfälzern zu einem Pfälzer, der wie kein anderer, die Geschicke Deutschlands zu verantworten hat, durch den Anschluss Rest-Deutschlands an die Bonner Republik.

DSC_2Mega_PixWeil abzusehen ist, das sich die politischen Intensivtäter in ihrem Nachruf und ihrer Empathie und ihrer Trauer und ihren schönen Worten, die sie für „Birne“ finden werden, überschlagen, so dass das Heuchelometer an seine Kapazitätsgrenze zu geraten droht, hier der Hinweis, dass diejenigen, die Helmut „Birne“ Kohl und seinem System „Kohl“ heute so öffentlichkeitswirksam nachweinen, diejenigen sind, die ihn zu Lebzeiten oft auf übelste Art und Weise beleidigt und bekämpft haben.

Wenn wir Helmut Kohl eine Träne nachweinen, dann deshalb, weil er einer der letzten Staatsmänner war, die trotz aller Häme und trotz allen Spotts, der sich über den „Mänchen“ aus Ludwigshafen ergossen hat, nie auf die Idee gekommen ist, denen, die sich über ihn lustig machen, die Meinung oder gar deren Äußerung zu verbieten. Insofern überragt Helmut Kohl Heiko Maas und all die anderen Laiendarsteller, die ihm nachgefolgt sind, in Statur, Moral und Anstand, was für einen, der die Parteifinanzen der CDU durch illegale Spenden saniert zu haben scheint, eine reife Leistung ist.

Als Nachruf senden wir daher den letzten Mitschnitt, in dem Helmut Kohl und Ronald Reagan gemeinsam für die Ewigkeit festgehalten wurden:

Under 4 Eyes:

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9 Responses to Die Birne ist aus der Fassung: Zum Tode von Helmut Kohl

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  3. Tapmedie Ulpanius says:

    Ich stimme zu!
    Allerdings finde ich es noch widerlicher, wenn einem Verstorbenen auch noch ins Grab gespuckt wird, wie jüngst bei Prof. Dr. Sieferle geschehen.

    • Marcus Junge says:

      Die Wahrheit ist kein Spucken, bei Sieferle wurden jedoch Kübel an Lügengülle gekübelt, soviel Differenzierung darf es dann doch noch sein.

      Zu Kohl kann man z.B. das ins Grab hinterherwerfen: http://www.jf-archiv.de/archiv12/201237090752.htm

      “07. September 2012

      Warum Helmut Kohl die D-Mark preisgab
      Der Sprung ins Dunkle
      Thorsten Hinz

      Bis in die Einzelheiten war die Euro-Katastrophe vorhergesagt worden. Es ist eingetroffen, was eintreffen mußte, …”.

      Sollte Sie das nicht überzeugen, also bezüglich des “Spuckens”, dann bitte in Zukunft kein Spucken mehr in die Gräber von Hitler, Stalin, Mao, Dr. Mengele, … – oder gelten da plötzlich andere Maßstäbe?

  4. Marcus Junge says:

    Allein schon der Trauerlügenschmalz den Merkel absonderte, bestätigt diesen Artikel.

  5. Trizonesier says:

    Der Mann, der mit der “geistig-moralischen Wende” startete, mit “blühenden Landschaften” und jeder Menge grandioser Fehleinschätzungen dillettierte, der “Vater der Einheit” – zu der er kam wie die Jungfrau zum Kinde, der Parteivorsitzende, der schließlich fast schon altersstarrsinnig über den “Bimbes” stolperte. Sicher wurde Kohl NACH seiner Kanzlerschaft teilweise unverdient verklärt. Allerdings ist auch wahr: gegen die GURKENTRUPPE von heute ist er (fast) schon eine Lichtgestalt…

  6. Gereon says:

    Adenauer hat Deutschland verraten, als Stalin ihm für den Preis der Neutralität die Deutschen Ost-Gebiete unter polnischer Verwaltung , unter sowjetischer Verwaltung und unter tschechischer Verwaltung angeboten hatte. Der ist den Amis lieber in den Hintern gekrochen.

    Kohl (und Genscher) haben dasselbe nochmal getan, denn Gorbatschow machte den beiden dasselbe Angebot.
    Dass er die DM geopfert hat für die Wiedervereinigung damit hat er das Instrument für Deutschlands Schwächung, Verarmung und letztlich Abschaffung auf den Weg gebracht.

    Kohl bekam ebenso wie Merkel den höchsten Orden der Hochgrad-Freimaurerloge B’nai B’rith . Da diese Loge nicht für Deutsche offen ist, kann man davon ausgehen, dass der Orden nicht für Verdienste am deutschen Volk verliehen wurde.

    Man muss ihm aber anrechnen, daß er das Türken/Araberproblem frühzeitig erkannt hatte und schon 1982 von ‘zuviel’ und ‘Rückführungen’ sprach.

    Ich mach ne Wette, daß er das Ergebnis seiner Taten ab den 2000er Jahren gehasst haben muss. Er kann froh sein, daß er friedlich noch vor dem Anfang des Bürgerkrieges abtreten durfte.

    Als Buddhist möchte ich aber nicht in seiner Haut stecken, wenns ans Wiedergeboren werden geht.

  7. Manfred Caesar says:

    Für seine Auftraggeber hat er viel geleistet,also ist es gerechtfertigt ,daß sie ihn loben oder loben lassen.

  8. Als ich im Herbst 1985 meine Ausbildung zum Krankenpfleger begann,erfuhren wir,dass die Regierung Kohl die Ausbildungsvergütung von 600 auf 250 Mark reduziert hatte. Diese Maßnahme wurde später nach Protesten der Berufsverbände und der Gewerkschaft zurückgenommen. Immer noch wüsste ich zu gern,welchem/ welchen Lobbyisten Kohl und Konsorten zu Willen gewesen sind.

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