“Frauen zahlen drauf”: Missionarischer Eifer (Tagesschau) trifft ideologischen Blödsinn (Antidiskriminierungsstelle)

Sorry, wir haben lange nach einer Überschrift gesucht, in der keine Bewertung vorkommt. Aber angesichts dessen, was Sandra Stalinski bei der ARD ungestraft als Journalismus abliefern kann und angesichts dessen, was Christine Lüders ungestraft als Pressemeldung verbreiten darf und angesichts der Tatsache, dass es nun schon Studien gibt, in deren Kontext die Mitarbeiter der 2HM & Associates GmbH von der Antidiskriminierungsstelle dafür bezahlt werden, dass sie durch die Friseurgeschäfte in Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla tingeln, um Material zu sammeln, auf dessen Grundlage Stalinski und Lüders – in gesammeltem und nicht unbeträchtlichem Unverstand vereint – eine weitere Benachteiligung von Frauen wie Marktschreier in die Welt derer, die an derartigem Unsinn nun wirklich kein Interesse haben, plärren, fällt uns nichts anderes als die Bezeichnung „Blödsinn“ ein oder das, was uns einfällt, ist nicht schreibbar.

Aus dem Gender-Pricing Junk der ADS: Seite 61

Das muss man sich einmal im Bild vorstellen: Da laufen angebliche Sozialforscher von Friseurgeschäft zu Friseurgeschäft und erheben den Preis für Kurz- und Langhaarschnitt, beobachten Kurz- und Langhaarschnitte und kommen dann zu dem für sie wahrscheinlich überraschenden Ergebnis, dass die Preise für Frauen höher sind als für Männer, denn, so haben sie in qualitativen Experteninterviews erfahren, der Kurzhaarschnitt für Frauen nimmt im Durchschnitt 45 Minuten in Anspruch, während Männer nach 30 Minuten abgefertigt sind. Zudem sind Männer einfacher zu bedienen als Frauen, auch ein Faktor in der Preiskalkulation.

12,50 Euro zahlen Frauen im Durchschnitt mehr als Männer, so klagt die antidiskriminierende Lüders. Im Durchschnitt von Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla, denn nur dort wurden die Friseur-Geschäfte auf „Gender Pricing“, wie der neueste Irrsinn aus dem Hause Gender Studies heißt, untersucht. Rechnet man den Aufpreis in die Mehrzeit um, dann ergibt sich eine zeitlicher Mehraufwand von 50% für einen durchschnittlichen Kurzhaarschnitt von Frauen, der sich jedoch nur in rund 30% höheren Preisen niederschlägt, wie man der ADS-Studie aus den oben genannten Ortschaften entnehmen kann: Seite 121, Tabelle 19.

Auf diese Seite hat Sandra Stalinski, die es schafft, selbst das intellektuelle Niveau der Tagesschau-Redaktion zu senken, natürlich nie geschaut. Wozu auch? Wenn man einen angeblichen Missstand anprangern will, der sich in der eigenen Phantasie gerade eingestellt hat, dann stören Fakten nur, Fakten wie die, dass Männer rund 25,7% mehr für Schuhreparaturen bezahlen müssen als Frauen, im Durchschnitt, in Mainz, Schwalbach am Taunus, Rüsselsheim, Dresden, Radebeul und Weinböhla. Ganz zu schweigen von einem Preisaufschlag von 193,2% für Datingportale und 100% für Diskotheken.

Selber ADS-Junk 60 Seiten weiter

Derartige Ergebnisse passen jedoch nicht in den ideologischen Feldzug, den Lüders und Stalinski führen wollen. Also werden sie unterschlagen. Denn würde man sie nicht unterschlagen, dann wäre aus der ganzen schönen Junk Studie, die die ADS mit viel Geld der Steuerzahler finanziert hat GAR NICHTS herausgekommen. Schon bei den Produkten, die untersucht wurden, hat sich gezeigt, dass es kein „Gender Pricing“ gibt und bei den Dienstleistungen zeigt sich, dass je nach Dienstleistung Männer oder Frauen stärker zur Kasse gebeten werden.

So ist das in einem Markt. Es gibt einen Anbieter, der Waren zu einem bestimmten Preis anbietet und es gibt Nachfrager, die die entsprechende Leistung bezahlen wollen oder eben nicht. Niemand zwingt Frauen dazu, Friseurleistungen in Anspruch zu nehmen und dafür zu bezahlen. So wenig wie jemand Männer zwingt, zum Schuhmacher zu gehen, um Schuhe reparieren zu lassen oder sich bei Datingportalen einzufinden und einen Zuschlag von 193% im Vergleich zu Frauen zu bezahlen.

Was also stört die beiden geistigen Tiefflieger der ADS und der ARD daran, dass es einen Markt gibt, auf dem Preisgestaltung eine unternehmerische Freiheit ist und die Nachfrage nach Leistungen eine andere Freiheit. Genau das stört sie. Sie wollen einen Sozialismus durchsetzen, der Preise diktiert. Ein Haarschnitt 50 Euro, 20 für die Steuer und 30 für die Unkosten. Eine Schuhreparatur 30 Euro. Wenn Sie nicht Sozialismus durchsetzen wollen, dann bleibt nur die Annahme, dass Lüders und Stalinski abgrundtief dumm oder bösartig sind. Für beide Annahmen gibt es Belege.

So empfiehlt Lüders „insbesondere dem Reinigungs- und Friseurgewerbe, Dienstleistungen eher nach der konkreten Art der Leistung und nicht pauschal nach dem Geschlecht anzubieten“. Aber genau das machen die Unternehmen doch. Hat Lüders die Studie, die sie anführt, nicht gelesen? Nun, wir geben gerne Nachhilfe. Seite 123: Die Reinigung einer Bluse ist teurer als die Reinigung eines Hemdes, weil Hemden automatisch gebügelt werden können und Blusen in der Regel von Hand gebügelt werden müssen. Seite 122: Friseurdienstleistungen, hier: Kurz- oder Langhaarschnitt sind für Frauen deshalb teurer als für Männer, weil ein höherer Beratungsaufwand, mehr Arbeitszeit, ergo mehr Arbeitsaufwand anfällt.

Wir finden es ja gut, dass die Antidiskriminierungsstelle gegen Diskriminierung vorgehen will. Aber es gibt auch sinnvolle Diskriminierung in Form von Ausschlusskriterien. So sollte man in Zukunft darauf achten, dass nicht unabhängig von Können, Information und Intelligenz Pressemeldungen, –erklärungen und –verlautbarungen bei der ADS erstellt und verbreitet werden.

Und dann ist da noch Stalinski.
Nachdem sie das Bild der Jammerfrau, die aufgrund einer Benachteiligung durch fiese Friseurgeschäfts-Inhaber*_innen gezwungen ist, mehr Geld auszugeben als ein beliebiger Mann, setzt sie noch einen drauf und konstruiert die doppelte Opferrolle: „Besonders pikant wird die Tatsache, wenn man bedenkt, dass Frauen im Schnitt auch weniger verdienen als Männer. Der so genannte Gender Pay Gap lag 2016 bei 21 Prozent.“

Die Tatsache, dass „Frauen draufzahlen“, eine Tatsache, die selbst in dem Junk, den die ADS als Expertise verkaufen will, nur gegeben ist, wenn man die oben genannten Bereiche, in denen Männer „draufzahlen“ unterschlägt, ist also keine Tatsache, sondern das Ergebnis einer Unterschlagung. Die Unterschlagung wird ergänzt durch die uralte und nun wirklich ausreichend als Lüge identifizierte Behauptung vom 21% Gender Pay Gap. Wie selbst das Statistische Bundesamt trotz allen Druckes von politischer Seite zugesteht, gibt es keinen Gender Pay Gap von 21%. Das Statistische Bundesamt rechnet den angeblichen Gap auf 7-8% herunter, aber selbst dieses Gap ist eine Fabrikation, wie wir schon mehrfach dargelegt haben. Es gibt kein Gender Pay Gap, es gibt nur Männer, die durchschnittlich mehr, länger und produktiver arbeiten als Frauen und deshalb mehr verdienen. Und so wie es keine Benachteiligung von Frauen beim Lohn gibt, so gibt es auch keine Benachteiligung von Frauen bei Dienstleistungen, denn wer mehr Aufwand verursacht, der muss in einer freien Marktwirtschaft auch mehr dafür bezahlen.

Stalinski belügt also die Leser der Tagesschau mit ihren Hirngespinsten entweder weil sie dumm ist oder weil sie bösartig ist. Eine andere Alternative fällt uns nicht ein. Aber vielleicht kennt ja einer der Leser eine Alternative.

Letztlich ist Stalinski selbst das beste Beispiel dafür, dass Frauen in Deutschland nicht benachteiligt, sondern bevorzugt werden oder können Sie sich auch nur ein Medium vorstellen, das Stalinski beschäftigen würde, wenn der Arbeitsmarkt ein freier und nicht Frauen bevorzugender Arbeitsmarkt wäre?

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

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