Alternative Fakten aus Sachsen-Anhalt: Wie die Politische Lügenproduktion funktioniert

Wie Politiker Behauptungen, über die Empirie aufstellen, die sich nicht halten lassen, um damit eine Wahrheit festzuschreiben, die es nicht gibt.

Wir haben vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die verpflichtende Einführung der Schulsozialarbeit an Schulen dem Staat – hier vor allem dem Jugendamt – einen direkten Durchgriff auf Schüler und deren Eltern ermöglicht. Der entsprechende Text ist von einem Leser zum Anlass genommen worden, sich bei uns zu melden. Er selbst hat eine Reihe von Bedenken, die sich mit Schulsozialarbeit und u..a damit verbundener Verstöße gegen den Datenschutz verbinden und diese Bedenken in einer Reihe von Fragen an sachsen-anhaltinische Abgeordnete im Bundestag gerichtet, darunter Birke Bull-Bischoff von der Fraktion “DIE LINKE” und Burkhard Lischka von der SPD.

Die mehr oder weniger nichtssagenden Antworten, die er bekommen hat, ermöglichen es uns, den Prozess darzustellen, in dessen Verlauf politische Lügen produziert und vielleicht in einer Form der Selbsttäuschung von denen, die politische Verantwortung tragen wollen, Bürgern gegenüber vertreten werden, so dass am Ende das Gegenteil dessen, als Fakt verkauft werden soll, was sich in der Realität finden lässt.

So wird Birke Bull-Bischoff geradezu von ihrer Euphorie über die Schulsozialarbeit weggetragen, und sie begründet diese Euphorie über die „hervorragende Arbeit“ der Schulsozialarbeiter mit einem Verweis auf den „Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum ESF-Programm „Projekt zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“.

“Schulsoziarbeiter*innen und Sozialpädagog*innen leisten eine hervorragende Arbeit. Gern verweise ich in diesem Zusammenhang auf den Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum ESF-Programm „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“ von Prof. Dr. Thomas Olk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Karsten Speck (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Thomas Stimpel (M.A. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) im Auftrag des Ministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt, abrufbar unter https://www.schulerfolg-sichern.de/fileadmin/user_upload/schulerfolg-sic… . “

Ob Bull-Bischoff tatsächlich glaubt, in dem Endbericht werde die „hervorragende Arbeit“ der Schulsozialarbeiter belegt oder denkt, der Bürger, dessen Fragen sie beantwortet, werde den Endbericht sowieso nicht lesen, das sei einmal dahingestellt.

Wir haben den Endbericht gelesen.

Von 2007 bis 2013 hat das Land Thüringen „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“ an Thüringer Schulen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Insgesamt sind 59 Millionen Euro in die entsprechenden Projekte an 118 Schulen geflossen. Der „Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum ESF-Programm ‚Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“ wurde von Dr. Thomas Olk (Martin-Luther-Universität Halle), Dr. Karsten Speck (Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg) und Thomas Stimpel, M.A. (der die Arbeit gemacht hat) erstellt und ist von diesen zu verantworten.

Für die wissenschaftliche Begleitung ist mit einiger Sicherheit ein sechsstelliger Eurobetrag angefallen, was bei 59 Millionen Euro gesamten Projektkosten vielleicht gar nicht so sehr ins Gewicht fällt.

Was würden Sie als Gegenstand einer wissenschaftlichen Begleitforschung ansehen, deren Forschungsauftrag u.a. lautet, die „Gelingsbedingungen, Wirkungen und Beurteilungen des ESF-Programms“ und „die Effizienz und Effektivität der durchgeführten Maßnahmen“ zu untersuchen?

Man würde sicher erwarten, dass im Endbericht untersucht wird, ob es durch den Einsatz der 59 Millionen Euro, um Sozialarbeiter an 118 Schulen zu installieren, gelungen ist, „Schulversagen“ zu vermeiden und den „vorzeitigen Schulabbruch“ zu verhindern.

Das würde man, schon weil Bull-Bischoff meint, der Endbericht würde die „hervorragende Arbeit“ der Schulsozialarbeiter belegen. Diese „hervorragende Arbeit“ kann im vorliegenden Fall nur darin bestehen, Schülern, die ohne Schulsozialarbeit ohne Abschluss die Schule verlassen hätten (entweder wegen Abbruch oder schlechter Leistungen = Schulversagen), zu einem Abschluss verholfen zu haben.

Das würde man erwarten.

Das methodische Design, das die beiden Lehrstuhlinhaber aus Halle und Oldenburg einsetzen, ist in jedem Fall so beschaffen, dass man diese Erwartung an den Inhalt eines Endberichtes erfüllen könnte, wenn man wollte.

Das methodische Design ist geradezu lavisch, wie man im Englischen sagt: Es wurde geklotzt, nicht gekleckert.

Qualitative Interviews mit 14 Schulsozialarbeitern, Netzwerkmitgliedern, Schullleitern, Lehrkräften und Netzwerkkoordinatoren wurden in vier Regionen von Thüringen geführt.

Zu zwei Zeitpunkten wurden Fragebögen an Netzwerkkoordinatoren, Schulsozialarbeiter, Jugendämter, Träger der Sozialarbeit, Träger der Netzwerkstellen verschickt. 290 Fragebögen kamen zurück. An 20 Schulen wurden Fragebögen verschickt, 3.356 Fragebögen wurden an Schüler, Lehrkräfte und Eltern verschickt. Wie gesagt, hier wurde nicht gekleckert, hier wurden richtig Kosten produziert.

Und herausgekommen ist Folgendes:

  • The Snout in the Trough

    Die Anzahl der Netzwerkstellen, die im Projekt „Schulversagen“ geschaffen wurde, ist genau die Anzahl, die geschaffen werden sollte.

  • Nach Anlaufschwierigkeiten werden Anträge auf bildungsbezogene Angebote, die von z.B. Schulsozialarbeitern an Netzwerkkoordinatoren gerichtet werden, auch bewilligt, weil sie die Voraussetzungen erfüllen.
  • Die zentrale Aufgabe, so erbringen qualitative Interviews, die Netzwerkkoordinatoren zu leisten haben, ist die Unterstützung der Schulsozialarbeiter.
  • Die Erwartungen, die Schulsozialarbeiter an die regionalen Netzwerkstellen haben, werden weitgehend erfüllt. Sie bewerten die regionalen Netzwerkestellen entsprechend.
  • Die Schulsozialarbeiter und Netzwerkkoordinatoren, die aus dem ESF-Programm bezahlt werden, sind der Ansicht, dass das Geld bei ihnen gut angelegt ist, weil sie ein wichtiger „Baustein zur Vermeidung von Schulversagen“ sind (65).
  • Die Autoren des Endberichts halten die Befristung der Projektstellen (Netzwerkkoordinatoren und Schulsozialarbeiter) für problematisch und fordern „Regelstrukturen“ (66)
  • Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts widmet sich weiteren drängenden Fragen im Zusammenhang mit Schulversagen und Schulabbruch:
    • Schulsozialarbeiter werden gefragt:
      • Ob die räumlich-technischen Randbedingungen in Ordnung sind;
      • Ob sie Unterstützung und Gremienzugang erhalten;
      • Ob sie von den Projektträgern unterstützt werden;
      • Welche Angebote sie machen;
      • Ob sie Zugang zu Schülern in besonderen Problemlagen haben;
      • Wie sie ihren Informationsstand zu Fragen von Schulversagen etc. einschätzen;
      • Ob sie mit ihrer Beschäftigung zufrieden sind;
    • Auch Lehrkräfte kommen zu Wort. Sie werden u.a. gefragt,
      • Wie sie den Bedarf an Schulsozialarbeitern (die sie entlasten sollen) einschätzen;
    • Eltern dürfen auch ein paar Angaben machen, darunter
      • Ob sie Kontakt zu Schulsozialarbeitern hatten und ob sie mit der Arbeit der Schulsozialarbeiter zufrieden waren: Nur 31% von denen, die Kontakt hatten, sagen, sie seien sehr zufrieden oder zufrieden gewesen. Erster Missklang

Der zweite Missklang zeigt sich, wenn man die Schüler befragt, die Opfer einer Einzelberatung durch Schulsozialarbeiter waren, wie sehr ihnen diese Einzelberatung geholfen hat: 45% der im Jahr 2012 befragten Schüler geben an, die Einzelberatung haben ihnen „gar nicht“ geholfen, während 23% meinen, sie habe ihnen „wenig“ geholfen.

Das ist deutlich.

In der Zusammenfassung der Ergebnisse liest sich das alles wie folgt (unser Digest):

Schulsozialarbeiter fänden gute „räumlich-technische Rahmenbedingungen“ vor, hätten „eigene Büros“, würden durch Schulen unterstützt, könnten an „Dienstberatungen, Konferenzen, Netzwerktreffen und Unterrichtsprojekten“ teilnehmen (101). Die Unterstützung der Schulsozialarbeiter durch die Projektträger sei gut. Die „fachliche Trägerunterstützung“ sei jedoch „noch ausbaufähig“. Die Schulsozialarbeiter würden eine „Vielfalt von Angeboten in den Schulen“ offerieren, darunter die „Einzelfallhilfe“ (s.oben). Sie würden einen „guten Zugang zu Schüler…gruppen in besonderen Problemlagen finden“. (102) Die Kooperation mit außerschulischen Akteuren lasse noch etwas zu wünschen übrig, zudem hätten die Schulsozialarbeiter wenig Kenntnisse über die „Regelungen und Strukturen des ESF-Programms“. Dafür wiesen sie eine „eher geringe Problembelastung auf“ (103).

Fehlt Ihnen etwas?

Stimmt, der Befund, den die Autoren auf Seite 91 des Endberichts aus ihrer Befragung der Schüler, die eine Einzelberatung durch Schulsozialarbeiter hatten und diese als gar nicht (45%) bzw. wenig (23%) hilfreich eingestuft haben, wird … sollen wir sagen: vergessen.

Fehlt Ihnen noch etwas?

Zum Beispiel im Hinblick auf den Gegenstand der 118 Schulprojekte? Sie erinnern sich vielleicht: Es ging ursprünglich nicht darum, Schulsozialarbeiter als Selbstzweck zu installieren und Netzwerke aufzubauen und sich zu freuen, wenn Netzwerkkoordinatoren und Schulsozialarbeiter und Lehrer gut miteinander auskommen bzw. behaupten, gut miteinander auszukommen? Nein, es ging um Schüler. Ja, Schüler, um die Schüler, die ohne Abschluss bleiben, weil ihre Leistungen zu schlecht sind oder sie der Schule fernbleiben.

Die „herrvorragende Arbeit“ der Schulsozialarbeiter, von der Bull-Bischoff oben geschwärmt hat, sie soll eigentlich in diesem Endbericht belegt sein. Wir zweifeln einmal zugunsten von Bull-Bischoff, dass sie meint, die hervorragende Arbeit bestünde im Aufbau von Netzwerken und im Bezug eines eigenen Büros, sondern darin, die Anzahl derer, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen, zu reduzieren.

Nun, der erste Makel an der „hervorragenden Arbeit“ findet sich durch die Bewertung der Schüler, die man als Kernklientel ansehen muss. Diejenigen, die eine Einzelberatung erdulden. 68% derer, die das getan haben, sagen, das sei mehr oder weniger Zeitverschwendung gewesen.

Der nächste Makel ergibt sich, wenn man die zentrale Größe betrachtet, die das ESF-Programm EIGENTLICH adressieren sollte, war es doch das erklärte Ziel des Programms „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“ den Anteil der Schüler, die ohne einen Schulabschluss bleiben auf 8,6% zu reduzieren. Bevor die 59 Millionen Euro in Schulsozialarbeiter und Netzwerkkoordinatoren investiert wurden, haben 12% der Schüler in Sachsen-Anhalt die Schule ohne einen Abschluss verlassen.

Die Projekte starten im Jahr 2007. Im Jahr 2007 verlassen noch ohne Einfluss von Schulsozialarbeitern 7,9% der Schüler in Sachsen-Anhalt die Schule ohne einen Abschluss. Im ersten Jahr der Laufzeit der Projekte schießt der Anteil der Schüler, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen, auf 10,9% empor, um im zweiten Jahr der Laufzeit auf 10,7% zurückzugehen. Jahr drei der Laufzeit sieht 12,3% aller Absolventen in Sachsen-Anhalt ohne einen Schulabschluss bleiben, Jahr vier 12,4%. Im Jahr fünf der Laufzeit, wir sind im Jahre 2012 angekommen, verlassen 11,6% der Schüler eine Schule in Sachsen-Anhalt ohne einen Schulabschluss. Das Beste, was man von den Projekten sagen kann, ist dass sie keinerlei Einfluss auf den Anteil der Schüler, die ohne Schulabschluss geblieben sind, haben. Ob das die „hervorragende Arbeit“ ist, von der Bull-Bischoff schwärmt? Gemessen am Ziel der ESF-finanzierten Projekte, nämlich die Quote der Schulabsolventen ohne Abschluss auf 8,6% zu senken, muss man ein komplettes Versagen konstatieren. Die Quote liegt 2012 bei  11.6%, 3% höher. Ob das auf die „hervorragende Arbeit“ zurückzuführen ist, von der Bull-Bischoff schwärmt?

Zusammenfassend kann man feststellen, dass sich der Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung des ESF-Programms „Projekte zur Vermeidung von Schulversagen und zur Senkung des vorzeitigen Schulabbruchs“, in keiner Weise einen Beleg dafür liefern kann, dass Schulsozialarbeiter „hervorragende Arbeit“ machen würden. Gemessen an dem Ziel, dem die Arbeit der Schulsozialarbeiter dienen sollte, muss man feststellen, dass sie vielmehr miserable oder gar keine Arbeit machen, was an dem liegen kann, was Olk, Speck und Stimpel (der, der die Arbeit gemacht hat), dann doch entweder nicht vermeiden konnten, in den Endbericht zu schreiben (weil sie auch morgen noch in den Spiegel schauen wollen) oder was dem Zensor entgangen ist: „Aber ebenso der zentralen Programmthematik: Schulversagen, muss noch immer ein Wissensdefizit konstatiert werden. Nach wie vor harren – bei Teile der Programmbeteiligten – die folgenden Fragen der Beantwortung: Was ist Schulversagen? Welche Ausprägungen von Schulversagen gibt es? Wodurch wird Schulversagen ausgelöst? Und nicht zuletzt: Welche präventiven und interventiven Strategien haben sich als erfolgversprechend erwiesen und wie können sie angewendet werden? Hier bedarf es weiterhin systematischer Wissens- und Kompetenzvermittlung” (115-116).

Es mag ein Grund dafür sein, dass die Schulssozialarbeiter in ihrem Bemühen, Schulversagen und Schulabbruch zu verhindern gescheitert sind, dass sie keinerlei Ahnung, keinerlei Vorstellung davon haben, was „Schulversagen“ ist, welche „Ausprägungen von Schulversagen“ es gibt, wodurch „Schulversagen ausgelöst“ wird und entsprechend auf keinerlei Kompetenzen, es zu verhindern. Wer nicht weiß, was er verhindern soll, wird auch wenig Erfolg dabei haben, das, was er nicht weiß, zu verhindern.

Aber darum geht es in all den Programmen, die von Politdarstellern wie Bull-Bischoff dann als Erfolg gefeiert werden, auch gar nicht. Es geht darum, Pöstchen zu schaffen, die eigene Klientel zu versorgen, eine Legitimation dafür zu finden, dass Schulsozialarbeiter, selbst nach bewiesener Nutzlosigkeit, an Schulen installiert werden, um die Kontrolle und den Zugriff des Staates auf Schüler und ihre Eltern komplett zu machen. Es geht darum, Geld ausgegeben zu haben und von sich sagen zu können, man tue etwas. Es geht nicht darum, Schülern zu helfen oder gar darum, die Menge derer, die ohne Schulabschluss eine Schule verlassen, zu reduzieren. Dieses Problem, das vor allem männliche Schüler betrifft, wurde von uns in einem Beitrag für die Zeitschrift für Pädagogik bereits 2002 als Problem erster Dringlichkeit benannt. Es folgte eine Diskussion darüber, wer daran Schuld ist, dass Jungen in der Schule schlechter abschneiden als Mädchen, der eine Welle von Arschkriecherstudien (Dr. Diefenbach schreibt lieber: Andien- oder Wasserträgerzuarbeit) gefolgt ist, in denen angeblich gezeigt wurde, dass weibliche Lehrer nicht schuld sind. Schließlich hat man sich darauf geeinigt, das Jungen an ihrem schlechteren schulischen Abschneiden selbst schuld sind. Deshalb kann man ihr schlechteres Abschneiden ignorieren.

Seit nunmehr 16 Jahren ist bekannt, dass Jungen deutlich schlechter in allgemeinbildenden Schulen abschneiden als Mädchen. Getan wird nichts. Denn letztlich ist es den politisch Verantwortlichen egal, ob ein oder zwei, oder 10.000 mehr Jungen als Mädchen die Schule ohne wirkliche Lebenschance verlassen. Wenn es Programme wie das in Sachsen-Anhalt gibt, dann werden Schüler, die keinen Schulabschluss erreichen, zum Vorwand genommen, um Geld auszugeben und Pöstchen zu schaffen. Damit dies nicht auffällt, wird wissenschaftliche Begleitforschung beauftragt, die man besser als politische Legitimationsbeschaffung bezeichnet und die sich als solche selbst entlarvt, wird doch auf Seite 37 die Feststellung, dass „Schulabgänger ohne einen Hauptschulabschluss … nach wie vor die zentrale Zielgruppe für die Maßnahme“ bleiben, das ist die Formulierung, die der Tatsache, dass das Programmziel weit verfehlt wurde, noch am nächsten kommt, um die völlig deplatzierte Mahnung ergänzt, dass „dies nicht zur Vernachlässigung mädchenspezifische Angebote führen“ dürfe. In Sachsen-Anhalt sind rund 2/3 derer, die ohne Schulabschluss bleiben, Jungen.

Wem angesichts von soviel Arschkriecherei übel wird, der lebt noch.

Derartige „Endberichte“ können nur damit erklärt werden, dass die Verfasser der Ansicht sind, ihr Bericht werde sowieso nicht gelesen, sondern diene einzig als Legitimation für den weiteren Einsatz von Steuergeldern, von dem man sich nicht durch eine tatsächlich wissenschaftliche Begleitforschung abschneiden will.

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