ScienceFiles-Aufruf: Nominiert uns beim Bundestag!

Je älter wir werden, um so wichtiger wird es, dass wir unser Ziel, Millionär, besser. Milliardär zu werden, mit wilder Entschlossenheit verfolgen. Und so kommt uns die folgende Ausschreibung des Bundestages gerade recht:

„Die Bewerbungsfrist für den vom Deutschen Bundestag ausgelobten Medienpreis Parlament 2019 endet am Freitag, 5. Oktober 2018. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble überreicht.

„Beschäftigung mit Fragen des Parlamentarismus“

Geändert hat sich die Bezeichnung des Preises, der seit 1993 als „Medienpreis Politik“ vergeben wurde. Mit der Umbenennung soll dem mit der Preisvergabe verbundenen Ziel Ausdruck verliehen werden. Der Bundestag würdigt mit dem Preis hervorragende publizistische Arbeiten in Tages- oder Wochenzeitungen, in regionalen oder überregionalen Medien, in Printmedien, Online-Medien oder in Rundfunk und Fernsehen, die zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis beitragen und zur Beschäftigung mit den Fragen des Parlamentarismus anregen. Die eingereichten Beiträge müssen zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 30. September 2018 erschienen oder gesendet worden sein. Autorinnen und Autoren können sich sowohl selbst bewerben als auch von anderen vorgeschlagen werden.
[…]
Eine unabhängige Fachjury aus sieben renommierten Journalistinnen und Journalisten wählt den oder die Preisträger aus. Bewerbungen (oder Rückfragen) können eingereicht werden beim Deutschen Bundestag, Fachbereich WD 1, Medienpreis Parlament, Platz der Republik 1, 11011 Berlin (E-Mail: medienpreis@bundestag.de, Telefon: 030/227-38630 oder -38629, Fax: 030/227-36464).“

Natürlich ist der Wunsch, in das Verzeichnis der Millionäre einzugehen, nicht der Hauptgrund, zumal mit den 5.000 Euro, die in keinem Verhältnis zur Geldverschwendung im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ mit seinen 105 Millionen Euro stehen, kaum eine Million zu begründen ist. Die Aufklärung der Bürger ist somit deutlich weniger wert als der Versuch, sie zu indoktrinieren.

Aber lassen wir das.

Was uns dazu treibt, unsere hochstehenden Qualitätsbeiträge einer „unabhängigen Fachjury“ aus „renommierten Journalistinnen und Journalisten“ vorzulegen, ist natürlich ein immaterielles und kein materielles Motiv.
Dazu müssen wir etwas ausholen.

Fachjury aus „renommierten Journalistinnen und Journalisten“ ist die Umschreibung für eine Ansammlung weißer Frauen und Männer, die in ihrem Leben nicht viel anderes als Erzeugnisse der Mainstream-Presse gehört oder gesehen haben. Ein Leben ohne alternative Medien ist wie ein Leben in der berühmten Platonschen Höhle, angekettet an die Wand und immer nur in der Lage, die Schatten der Wirklichkeit vorbeiziehen zu sehen.

Wir sehen unseren Beitrag also darin, diesen armen Menschen der Fachjury ein paar spritzige und vor allem authentische Beiträge aus der Wirklichkeit und nicht aus dem Schattenreich dessen, was im Mainstream Journalismus sein soll, zu servieren und sie davon kosten zu lassen…

Wir haben zwei Kandidaten, die wir einzureichen bitten:

Kandidat 1: Gute Gründe für eine Minderheitsregierung.
Darin zeigen wir, dass Bundestagsabgeordnete gar nicht die rückgratlosen Quallen sein müssen, für die sie sich halten und weder ihrer Fraktion noch der Bundesregierung noch beiden hörig sein müssen. Es handelt sich bei diesem Beitrag um „eine hervorragende publizistische Arbeit“, die „zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis“ beträgt und zur Beschäftigung mit dem Parlamentarismus anregt“.

Kandidat 2: Die Kosten eines Bundestagsabgeordneten
Die Leistung von Bundestagsabgeordneten kann nur dann richtig eingeschätzt werden, wenn man ihre Leistung, ihren Nutzen für die Gesellschaft mit den Kosten für eben diese Gesellschaft in Beziehung setzt. Wir haben uns der Mühe unterzogen, die an vielen Stellen verstreuten Hinweise auf das Einkommen eines Bundestagsabgeordneten zu sammeln und Bundestagsabgeordnete mit ihrem Preis-Tag zu versehen. Auch diese Arbeit ist hervorragend und trägt nicht nur zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Arbeit bei, sie regt auch zur Beschäftigung mit dem Parlamentarismus an.

Wir bitten um rege Vorschlagstätigkeit!

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