Die Tagesschau schafft sich ab: „Der Tötungsfall in Offenburg“

Dass in Offenburg ein Flüchtling aus Somalia den Allgemeinmediziner Joachim Tüncher ermordet hat, kann man überall nachlesen. In der New York Times, der Daily Mail, deutschen Mainstream-Medien … nur bei der ARD-Tagesschau findet sich die Meldung nicht.

Warum?

Chefredakteur Kai Gniffke versucht, zu erklären.

„Der Tötungsfall in Offenburg“, die spitzen Finger, mit denen ARD-Chefredakteur Kai Gniffke das heiße Eisen aus dem Ortenaukreis in Baden-Württemberg anfasst, sprechen bereits Bände, sei kein Thema für die Tagesschau. Denn: ein Mord, so Gniffke, schaffe es nur in die Berichterstattung, wenn er von (1) gesellschaftlicher, (2) nationaler oder (3) internationaler Relevanz sei, der (4) für die „Mehrzahl der 83 Millionen Deutschen von Bedeutung” sei. Morde, bei denen Asylbewerber die Täter seien, würden nur dann in der ARD-Tagesschau berichtet, wenn (5) Asylbewerber „überproportional [häufig] an Tötungsdelikten beteiligt“ wären.

Das sind die fünf Kriterien, nach denen in der ARD-Tagesschau angeblich ausgewählt wird, was denen, die immer noch Tagesschau lesen/sehen, vorgesetzt wird.

Kriterium (4) kann sofort als Unsinn ausgesondert werden, denn was für 83 Millionen Deutsche von Bedeutung ist, das weiß bei der ARD niemand, und niemand dort befragt 83 Millionen Deutsche bevor er etwas veröffentlicht. Im Gegenteil sieht sich die ARD derzeit so sehr mit Kritik aus den Reihen der 83 Millionen Deutschen genau deshalb konfrontiert, weil die ARD nicht über den Mord an Dr. med. Joachim Tüncher und dessen Mörder, einen 26jährigen Asylbewerber aus Somalia berichtet hat, dass sich Gniffke genötigt sieht, die Entscheidung, nicht zu berichten, zu verteidigen. Als Ergebnis stellt sich ein, dass die Aufmerksamkeit, die man bei ARD und Tagesschau vermeiden wollte, nun in einem ungleich größeren Ausmaß vorhanden ist.

Bleiben die Kriterien der (1) gesellschaftlichen, (2) nationalen und (3) internationalen Relevanz und die Berichterstattung über einen Mord, wenn (5) ein Mörder einer gesellschaftlichen Gruppe zugehört, die überproportional häufig an Morden beteiligt ist (auch ein Kriterium, das natürlich Unsinn ist, dazu unten)

Bei der Relevanz aus den Gründen (1), (2) und (3) handelt es sich nicht um die tatsächliche Relevanz, sondern um die Einschätzung der Relevanz durch die ARD-Journalisten (im besten Fall, sofern die drei Gründe nicht einfach nur vorgeschoben sind). Welche Kriterien sie anlegen, um die entsprechende Relevanz von Mordfällen einzuschätzen, ist unbekannt, dass sie mit ihrer Einschätzung häufig daneben liegen, zeigt u.a. der aktuelle Fall des Mordes aus Offenburg.

Von den Kriterien, die ARD-Redakteure anlegen, um die Relevanz eines Berichts über einen Mord zu bestimmen, kann man sich ungefähr ein Bild machen, wenn man sich die Berichte, die es sofort und ohne Nachdruck durch eine beschwiegene Bevölkerung in die ARD-Tagesschau geschafft haben, betrachtet.

Wir haben ein wenig für die letzten Jahre recherchiert. Hier die Einzel-Mordfälle, die die ARD-Tagesschau-Redakteure von sich aus interessiert haben:

  • Mord an dem russischen Journalisten Babtschenko – Erst Bericht, dann Widerruf, denn der Ermordete hat sich als quicklebendig herausgestellt.
  • Mord an dem slowakischen „Enthüllungsjournalisten“ Kuciak.
  • Mord an einer 85jährigen Überlebenden des Holocaust in Paris.
  • Mord an der Journalistin Caruana auf Malta.
  • Raserurteil des BGH: Mord, nicht Totschlag
  • „Mord mitten in Rio: Linke Polizeikritikerin in Brasilien ermordet“
  • Mord am Halbbruder von Kim Jong-un
  • Mord an Journalistin Wall (Dänemark)
  • Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh im Polizeigewahrsam: Mord?
  • Mord an kremelkritischer Journalistin Politkowskaja
  • Russischer Geschäftsmann in London ermordet;
  • Nach Mord in Georgsgmünd: „Reichsbürger“ zu lebenslanger Haft verurteilt
  • Kriminalfall in Argentinien: Staatsanwalt Nisman wurde ermordet

Aus den Kriterien, die Gniffke genannt hat, muss man schließen, dass die Ermordung von Journalisten egal, wo und durch wen sie ermordet werden, egal, ob sie vor ihrer Ermordung in Deutschland auch nur einer kleinen Gruppe von Bürgern bekannt waren, immer gesellschaftliche, nationale oder internationale Relevanz hat. Dieselbe gesellschaftliche, nationale oder internationale Relevanz muss man linken Polizeikritikern aus Brasilien zuweisen und Staatsanwälten in Argentinien, die vor ihrer Ermordung kaum jemandem außerhalb ihres jeweiligen Landes bekannt waren.

Der einzige Fall, den wir finden konnten, in dem die Zuordnung des Täters zu einer sozialen Gruppe eine Rolle bei der Berichterstattung gespielt hat, ist der Fall eines Reichsbürgers, aus dem man schließen muss, dass man bei der ARD-Tagesschau der Ansicht ist, Reichsbürger wären überproportional an Morden beteiligt, was natürlich Unsinn ist und zeigt, dass das entsprechende Kriterium von Gniffke Unsinn ist, den er schnell und unüberlegt erfunden hat, um zu verschleiern, dass bei der Tagesschau nicht, wie er behauptet, nach „ethischen Prinzipien“ entschieden wird, welcher Mordfall es in die Nachrichten schafft, sondern nach eigener Betroffenheit (Journalist) und vermutlich nach eigener politischer Ausrichtung (linker Polizeikritiker) und schließlich nach einem Vermeidungsreflex, der der falschen Überzeugung entspringt, dass dann, wenn man unliebsame Themen verschweigt, diese unliebsamen Themen von alleine verschwinden.

Sie tun es nicht, wie schon die Tatsache belegt, dass Gniffke sich genötigt sieht, eine Entscheidung zu verteidigen, die man nicht verteidigen kann. Seit Monaten ist bekannt, dass es in der deutschen Bevölkerung ein berechtigtes und daher nachvollziehbares Interesse daran gibt zu erfahren, wen man mit der Politik der offenen Grenzen hat ungehindert nach Deutschland einreisen lassen. Die Frage, wie viele Mörder und Straftäter sich unter den Flüchtlingen befinden, ist eine legitime Frage, deren Beantwortung nicht nur für die autochthone Bevölkerung, sondern auch für Flüchtlinge, die sich korrekt verhalten, wichtig ist.

Durch das kindische Verschweigen von Mordfällen wie dem in Offenburg, trägt die ARD nicht nur dazu bei, dass die Spannungen, ob der Desinformationspolitik gerade öffentlich-rechtlicher Sender zunehmen, die ARD-Tagesschau verhindert damit auch, die klare Bestimmung des Potentials von Straftätern unter den Flüchtlingen und eine notwendige Diskussion darüber, wie man die Straftäter von den normalen Flüchtlingen trennt und sicherstellt, dass Letztere nicht in Generalverdacht geraten, einen Generalverdacht, den man – nebenbei bemerkt – bei der ARD-Tagesschau längst haben muss. Wie sonst sollte man erklären, dass immer dann, wen Asylbewerber sich als Mörder oder messerschwingende Gefahr für ihre Mitmenschen entpuppen, bei den Journalisten der ARD-Tagesschau die Überzeugung vertreten wird, man müsse den entsprechenden Fall nach Möglichkeit verschweigen?

Es gibt so etwas wie eine öffentliche Meinung, von der schon Walter Lippman der Ansicht war, dass es schwierig sei, sie aus Medien heraus zu beeinflussen, wenn sie dezidiert vorhanden ist. Das Beste, was man in einem solchen Fall tun könne, sei sich der öffentlichen Meinung zu beugen. Übertragen auf die ARD bedeutet dies, in Zukunft der erhöhten Aufmerksamkeit, die derzeit in Deutschland Flüchtlingen gewidmet wird, Rechnung zu tragen, in dem man generell von Morden, die Flüchtlinge verüben, berichtet. Wer weiß, welcher Nutzen aus dieser Art der erhöhten Aufmerksamkeit erwächst, und wenn es nur der ist, dass die Kriminellen unter den Flüchtlingen der Tatsache gewahr werden, dass sie mit erheblichen Konsequenzen ihres Tuns zu rechnen haben, eine Erkenntnis, die manche, die aus Gesellschaften (wie Somalia) kommen, in denen die Regeln des Zusammenlebens zuweilen Ausformungen erfahren, die den linken Pflänzchen, die alle und jeden willkommen heißen wollen, die Haare zu Berge stehen ließen, wenn sie sie denn kennen würden, bitter nötig haben.

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