Brain-Functioning-Gap: Doch, das Gender Pay Gap ist ein Mythos

Marcel Fratzscher von akuter Genderitis befallen

So langsam hat es sich herumgesprochen, dass man die Lüge vom 21% Gender Pay Gap, nach der Frauen diskriminiert werden und deshalb 21% weniger Bruttogehalt erhalten als Männer, nicht mehr erzählen kann. Dass die Lüge von den 21% nicht durchgesetzt werden konnte, hat dazu geführt, dass die etwas intelligenteren unter den Genderista nun zurückrudern und ein angeblich unbereinigtes Gender Pay Gap von einem bereinigten Gender Pay Gap unterscheiden wollen. Ersteres betrage 21%, Letzteres 6%. Ergo besteht das neue Ansinnen, der Genderista darin, die 6% so aufzublasen und mit Mythologie zu umranken, dass sie an die 21% heranreichen. Das bringt uns zu Marcel Fratzscher, der intellektuellen Katastrophe die Chef des DIW in Berlin geworden ist.

Zunächst: Niemandem scheint sich übrigens zu fragen, warum hier Bruttolöhne und nicht Nettolöhne zur Berechnung genutzt werden. Die Antwort ist schnell erzählt, am besten anhand der folgenden Tabelle aus der Datensammlung zur Steuerpolitik des Bundesfinanzministeriums:

Wie man sieht, zahlen Männer deutlich mehr Lohnsteuer als Frauen, der Gender Pay Gap wird zu einem Gender Tax Gap, bei dem Männer im Durchschnitt Lohnsteuer in Höhe von 7.601 Euro, Frauen im Durchschnitt in Höhe von 4.312 Euro entrichten, d.h. Männer zahlen im Durchschnitt 76,3% mehr Lohnsteuer. Aber diskutiert wird in Deutschland über das angebliche Gender Pay Gap.

Darin muss man entweder den erfolgreichen Versuch der aktivistischen Mittelschicht sehen, sich selbst um den Verstand zu reden oder den Versuch, sich weiterhin und mit voller Absicht auf Kosten der steuerzahlenden Mehrheit durchzufressen.

Was zutrifft?

Entscheiden sie selbt.

Wir wollen den Rest dieses Post dazu nutzen, den erstaunlich dummen Text, den Marcel Fratzscher, die derzeitige Fehlbesetzung als Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin in seiner Witzesammlung veröffentlicht hat, die die ZEIT als Kolumne ausgibt, in aller Kürze zu analysieren.

Erster Fratscher-Absatz:

„Viele Erklärungen der Lohnlücke gehen aber eben nicht auf freiwillige Entscheidungen von Frauen zurück, sondern sie sind das Ergebnis von Diskriminierung im Arbeitsmarkt – und das gilt auch für jene Faktoren, die im bereinigten Gender-Pay-Gap gar nicht mehr enthalten sind. So gibt es Belege dafür, dass Frauen nicht freiwillig auf Führungspositionen verzichten, sondern dass sie in einer männerdominierten Berufswelt größere Hürden zu überwinden haben. Das hat unter anderem die Wissenschaftlerin Iris Bohnet in ihrem Buch What works anhand zahlreicher Beispiele gezeigt. Auch wählen Frauen nicht freiwillig Berufe, die schlechtere Löhne zahlen. Sondern Studien zeigen, dass in Deutschland die Löhne in solchen Berufszweigen sinken, in die Frauen vordringen.”

Fangen wir hinten an. Die besagten Studien gibt es tatsächlich. Die sinkenden Löhne, die regelmäßig zu beobachten sind, wenn Frauen einen Berufszweig übernehmen, wie z.B. im Gesundheitswesen (Ärzte) oder in der Bildung (Lehrer) sind darauf zurückzuführen, dass mit mehr Frauen regelmäßig eine sinkende Produktivität einhergeht. So sind die Anzahl der Ärzte und der Anteil von Frauen unter den Ärzten seit Jahren gestiegen, die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden ist gleichzeitig gesunken. Das liegt daran, dass Frauen „Beruf und Familie“ vereinbaren wollen und deshalb vornehmlich auf die Positionen drängen, die eine feste Arbeitszeit bei relativ schlechterer Belohnung aufweisen, also Stationsärzte oder Ärzte in der Ambulanz in Städten. Hinzu kommt, dass das Commitment, sich durch Zusatzausbildungen zu spezialisieren unter Frauen seltener vorhanden ist als unter Männern, weshalb Letztere nicht nur nach ihrer Spezialisierung besser bezahlt werden, sondern auch eher in leitende Positionen gelangen. Abgesehen davon, wer will schon einen Chefarzt, der keine Spezialisierung vorzuweisen hat und von dem man nicht weiß, ob er gerade da oder in Elternzeit, verfügbar oder in Schwangerschaftsurlaub oder weil er Teilzeit arbeitet, gar nicht verfügbar ist?
Die eierlegendeWollmilchsau, die Fratzscher hier als Beleg für die Diskriminierung von Frauen ausgibt, die gibt es nur innerhalb seiner arg ideologisch beengten Hirnschale.

Nächster Fratzscher Absatz:

„Und viele Frauen suchen sich eben nicht freiwillig aus, gar nicht oder nur wenige Stunden pro Woche zu arbeiten. Sondern es werden ihnen viele Hürden in den Weg gelegt, die es wenig attraktiv machen, überhaupt zu arbeiten oder mehr zu arbeiten. Dazu gehört das umstrittene Ehegattensplitting. Es führt dazu, dass es sich für verheiratete Frauen oft kaum lohnt, mehr zu arbeiten. Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass alleine das Ehegattensplitting in Deutschland die Arbeitszeit von Frauen im Durchschnitt um 280 Stunden im Jahr reduziert. Das ist ein massiver Effekt, denn 280 Stunden entsprechen etwa einem Fünftel der durchschnittlichen Jahresarbeitszeit einer Vollzeitstelle.“

Ehegattensplitting ist ein Punkt, aber der geht in beide Richtungen. Wenn zwei Einkommen haben, warum entscheiden sich dann häufiger Frauen, zurückzustecken als Männer? Weil sie gar keine berufliche Karriere machen wollen? Weil sie den schlechteren Job haben als ihr Mann? Weil sie lieber Hausfrauenprogramme ansehen wollen als Dienst zu schieben? Weil sie sich nicht spezialisieren wollen? Weil sie nicht Vollzeit arbeiten wollen? Offenkundig entscheiden sich die Frauen, die weniger arbeiten als ihre Männer dazu, weniger zu arbeiten. Ob es Herrn Fratzscher passt oder nicht: Auch Frauen sind selbstbestimmte Wesen, die zu eigenen Entscheidungen, die zugegebenermaßen vom Gleichschaltungs-Sozialismus, wie er Fratzscher vorschwebt, abweichen, dennoch fähig sind.

Dass das Ehegattensplitting kausal sein soll für von Frauen weniger geleistet Arbeit, kann auch nur jemand behaupten, der nicht über zwei Variablen hinauszudenken im Stande ist und ansonsten noch nie etwas davon gehört hat, dass eine Korrelation keine Kausalität darstellt, aber das nur nebenbei.

Letzter Fratzscherismus:

„Es ist außerdem zynisch und falsch, zu behaupten, der unerklärte Teil der Lohnlücke sei mit sechs Prozent vernachlässigbar klein. Denn diese sechs Prozent lassen sich vermutlich direkt auf eine Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz zurückführen, und sie machen für viele Menschen [Frauen?] einen signifikanten finanziellen Unterschied. Bei einem Medianeinkommen in Vollzeit in Deutschland von knapp 35.000 Euro im Jahr sind das 2.100 Euro – eine alles andere als triviale Summe.“

Die 6% sind die Größe, auf die man beim Statistischen Bundesamt kommt. Beim Institut der Deutschen Wirtschaft kommt man auf 2%. Wir selbst haben den Gender Pay Gap durch die Berücksichtigung von Überstunden, die man beim Statistischen Bundesamt aus offenkundigen Gründen nicht in die Rechnung einschließt, vollständig zum Verschwinden gebracht. Der 6%-Strohhalm, an den sich Fratzscher in seinem genderistischen Kriechgang klammert, ist also nicht vorhanden. Aber selbst wenn er vorhanden wäre, wäre er kein Beleg für Diskriminierung, sondern nur dafür, dass 6% des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen nicht mit den Variablen, die bislang berücksichtigt wurden, erklärt werden können. Ein Wissenschaftler schreit in einer solchen Situation nicht: DISKRIMINIERUNG. Das tut nur ein Ideologe, der sich einen Vorteil von seinem Geschrei verspricht. Ein Wissenschaftler sucht nach Variablen, die er in seinem Modell vergessen hat, nach Überstunden zum Beispiel und rechnet noch einmal. Bleibt dann noch ein Unterschied, dann muss man eine Hypothese darüber bilden, wie der verbleibende Verdienstunterschied z.B. durch Diskriminierung ERKLÄRT WERDEN KÖNNTE und diese Hypothese PRÜFEN. Dass angebliche Wissenschaftler wie Fratzscher auf diesen Standard wissenschaftlichen Vorgehens nicht kommen, zeigt, dass sie keine Wissenschaftler sind, dass es nicht darum geht, ein soziales Phänomen wie den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen zu erklären, sondern darum, das soziale Phänomen für die eigenen ideologischen Zwecke zu missbrauchen. Das finden wir zynisch.

Leute wie Fratzscher sind Ideologen und eine einzige Peinlichkeit für die Sozialwissenschaft.

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