2020 BX12 und Aran-Orin

Haben Sie morgen Abend schon etwas vor?

Wenn nicht, dann nehmen Sie sich nichts vor, denn morgen, genau 5 Minuten vor 8 Uhr am Abend, kreuzt 2020 BX 2 die Umlaufbahn der Erde. Der Asteroid verkörpert alles, was die hüpfenden Kinder in Deutschland nicht verstehen: Die Vergänglichkeit des Seins und die Geschwindigkeit, mit der sie eintreten kann.



2020 BX12 ist ein Asteroid der PHA-Klasse. Ein potentially hazardous asteroid, wie die NASA sagt, einer, der uns eventuell gefährlich werden kann. Bei der NASA, genauer bei JPL (Jet Propulsion Laboratory) laufen die Daten über die Himmelskörper, die uns auf den Kopf fallen könnten, zusammen. 2020 BX12 ist einer davon, und es wird Sie freuen zu erfahren, dass er gerade eben erst entdeckt wurde. Am 27. Januar ist er aufgetaucht bzw. entdeckt worden. Die seitdem durchgeführten Berechnungen weisen ihn als ein Schwergewicht in der Erderschütterungsklasse aus:

  • 198 bis 440 Meter Durchmesser, also etwa 1,5 bis 3,1 Mal die Cheops Pyramide, rast er mit einer Geschwindigkeit von 91.000 Kilometern pro Stunde durchs All. Eine unfassbare Geschwindigkeit, von der man nur sicher sein kann, dass es ganz schön rums machen wird, wenn 2020 BX12 die Erde trifft.

Aber das wird 2020 BX12 nach den bisherigen Berechnungen nicht. Irgendwo im Abstand von 4,2 Millionen Kilometern zur Erde, wird er deren Umlaufbahn schneiden. Die entsprechende Visualisierung der Berechnungen von JPL sieht wie folgt aus:

Hoffen wir, dass sich die Berechnungen bei JPL auch dieses Mal als richtig erweisen.

Plötzlich auftauchende Himmelkörper wie 2020 BX12, die die Kapazität mitbringen, dem Leben auf der Erde ein recht schnelles Ende zu setzen, bringen Menschen normalerweise zum Nachdenken darüber, wie geliehen die eigene Existenz und wie abhängig von Wahrscheinlichkeiten sie doch ist. Wahrscheinlichkeit ist das entscheidende Wort hier, denn die Frage, die es zwischen PHA-Asteroiden und Erde zu entscheiden gilt ist nicht, ob ein Asteroid, der groß genug ist, um Schäden auf der Erde anzurichten, die Leben massiv erschweren, wenn nicht verunmöglichen, die Erde trifft, sondern wann.

Ob es hilft, wenn die FridaysForFuture Kinder gegen Asteroiden demonstrieren?

Vermutlich hat die Tatsache, dass man sich einbilden kann, man hätte mit CO2 die Formel zur Beeinflussung unserer Umwelt gefunden, etwas Tröstliches für die Gläubigen, die die Unsicherheit, die daraus entsteht, dass wir ein kleiner Steinhaufen in einer nicht bemerkenswerten Galaxie sind, der mit einem gewalttätigen Haufen aus Wasserstoff und Helium konfrontiert ist, der einerseits Leben auf der Erde erst ermöglicht, es andererseits mit einem kurzen Blast und in kurzer Zeit zerstören kann, nicht ertragen können.


Szenenwechsel

Australien brennt, hat gebrannt, ist am verbrennen, was auch immer. Wochenlang wurden wir damit beschallt, beschwätzt, beschrieben, zugeschüttet. Und plötzlich haben die Schreiber alles Interesse am Feuer verloren. Nichts mehr ist vom Klimawandel, der alles so trocken machen soll, dass es von alleine anfängt zu brennen, ist zu hören. Dabei brennt es weiter. Nicht so sehr in Australien, nein, in Afrika. In Afrika brennt es eigentlich immer. Derzeit südlich der Sahara auf der vollen Breite, vornehmlich in Nigeria, Ghana, der Elfenbeinküste, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik … Alles Länder, für die sich die Medien-Schreier, die doch überall Klimawandel wittern, wo CO2 ausgestoßen wird, nicht interessieren.

Dabei brennt es wirklich heftig, wie das aktuelle Bild von FIRMS zeigt:

Was hier brennt, findet sich zum Beispiel süd-östlich von Aran-Orin im Kwara-State in Nigeria:

Das hier zum Beispiel:

Interessiert nur (fast) niemanden.




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