Wider den Sozialismus – Unsere Leseliste für die Quarantäne

Sozialismus und Kapitalismus, die beiden großen Gegner, gehen in die nächste Runde.
Hätten Sie es gedacht?

Nachdem Stalin Millionen Menschen im Namen des Sozialismus umgebracht hat.
Nachdem Mao Millionen Menschen im Namen des Sozialismus umgebracht hat.
Nachdem die Sowjetunion kollabiert ist – insolvent war, weil Sozialismus nur so lange tragbar ist, solange sein Wirt produktiv ist.
Nachdem die DDR in sich zusammengebrorchen ist und das Gefängnis geöffnet werden musste?

Nachdem der Kapitalismus Milliarden Menschen nicht nur versorgen kann, sondern aus der Armut geholt hat?
Nachdem viele einen Lebensstil und ein Niveau des Daseins erreicht haben, das ohne Kapitalismus undenkbar wäre?

But here we are.



Obwohl keine politische Ideologie eine größere Blutspur hinter sich herzieht, eine katastrophalere Bilanz menschlicher Wohlfahrt vorzuweisen hat und mit mehr Gewalt, Überwachung und Unterdrückung verbunden ist, als Sozialismus, ist er wieder auf dem Vormarsch, der Sozialismus, den Raymond Aron das “Opium der Intellektuellen” genannt hat. Der Reiz, sich allein durch proklamierte Gutheit, durch Zuordnung zum Kult der vermeintlich besseren Bande der Sozialisten, moralische Statur zu gewinnen und selbst erhöht zu werden, ist für viele, die meisten davon Versager in der Welt des Wettbewerbs, zu stark, als dass sie ihm widerstehen und auf eigenen Füßen nach Erfolg streben könnten.

Hinzu kommen mediale Elogen auf den Sozialismus, verzerrte Bilder, falsche Vorstellungen und unterschlagene Katastrophen des Sozialismus und eine schulische Erziehung, die es möglich gemacht hat, dass eine der wirrsten politischen Ideen, ein Kollektivismus, der an Feindschaft gegenüber Individuen nicht zu übertreffen ist, ein in der Geschichte so oft und so oft blutig gescheitertes ideologisches Monstrum wieder salonfähig geworden ist.

Umfragen wie die von YouGov zeigen, in welch’ erschreckendem Ausmaß, Sozialismus wieder akzeptabel geworden ist.

Wenn der größte Vernichter von Wohlstand dem größten Erzeuger von Wohlstand vorgezogen wird, dann ist etwas faul in der Gesellschaft, und es ist höchste Eisenbahn, gegenzusteuern und das Wissen um die Katastrophe, die Sozialismus darstellt, wieder zu verbreiten.

Williamson M. Evers vom Independent Institute hat dies mit der guten Idee getan, eine Leseliste der “Best Books on the Folly of Socialism” (Die besten Bücher zum Unfug den Sozialismus darstellt) zusammenzustellen. Wir haben die Liste für unsere Leser überarbeitet und ins Deutsche übertragen und ein paar eigene Bücher hinzugefügt. Für die kommende Quarantäne ist das genug Lesestoff, um gestärkt aus der verordneten Einsamkeit herauszutreten und die neue nach Coronavirus-Welt mit neuem Elan zu gestalten.



Vor der Leseliste noch einmal zurück zur Frage, wie konnte es soweit kommen, dass Jugendliche, ewig-Jugendliche und geistig nicht erwachsen Werdende, die den Sozialismus anbeten, wieder in so großer Zahl vorhanden sind? Es ist wohl eine Mischung aus erfolgreicher linker Propaganda, die in Schulen und Medien vertrieben wird, erfolgreicher Stigmatisierung des Kapitalismus, die eine Travestie von Kapitalismus geschaffen hat und alle Errungenschaften des Kapitalismus negiert und großangelegten Kampagnen, wie dem Klimawandel-Hype, in dessen Verlauf Jugendliche als fünfte Kolonne gegen den Teufel “Kapitalismus” in Marsch gesetzt werden.

Und, wie Kristian Niemietz hier schreibt, ist es auch eine Funktion fehlender Bearbeitung der sozialistischen Vergangenheit. Dies ist, wieder nach unserer Meinung, darauf zurückzuführen, dass alte SED-Kader und West-Kommunisten sehr erfolgreich damit waren, Rechtsextremismus zu einem Popanz aufzublasen, der ständig aktiviert wird und es verunmöglicht, überhaupt eine Diskussion über Kommunismus, Sozialismus und die Menschenverachtung, die beide auszeichnet, zu führen.

Antisemitismus und Kommunismus, Sozialismus sind nicht voneinander zu trennen. Es ist kein Zufall, dass Antisemitismus in einem NationalSOZIALISMUS seine Vollendung gefunden haben. Edmund Silberer beschreibt in seinem Buch wie der Kapitalismus mit Juden in Verbindung gebracht wird und zeigt wie in den Arbeiten von u.a. Engels, Marx, Jean Jaurès und anderen Antisemitismus zu einem Anti-Kapitalismus, der bei den Nationalsozialisten zum internationalen Finanzjudentum geworden ist, entwickelt wird.
Das Schwarzbuch des Kommunismus ist eine Dokumentation der Verheerungen, die Kommunismus in Russland, China, in Afrika, in der DDR und in Asien angerichtet hat. Die Geschichte reicht vom “schmutzigen Krieg”, den Lenin und Trotzky geführt haben, über Stalins Säuberungen und die Killing Fields von Pol Pot bis zu den Millionen Opfern, die Mao Tse Tungs Vermächtnis ausmachen. Nicolas Werth (Ein Staat gegen sein Volk), Stèphane Courtois und Jean-Louis Panné (Weltrevolution, Bürgerkrieg und Terror), Jean-Louis Margolin (Kommunistische Regime in Asien: zwischen Umerziehung und Massenmord) und viel andere haben ein Kompendium der vielen Strategien des Kommunismus zusammengestellt, die alle dasselbe Ende nehmen: Armut, Elend und Tod.
Aron beschreibt in diesem 1955 veröffentlichten Buch wie die vermeintlich noblen Ideen der Linken von Revolution und Proletariat zur Religion werden, die ihrerseits zur Grundlage eines Systems der Tyrannei wird, an dessen Ende immer dieselbe menschliche Tragödie zu beklagen ist. Was Arons Buch für die anglichen linken Intellektuellen so unverträglich macht, ist seine soziologische Beschreibung der Methoden, mit denen sich die angeblichen Intellektuellen der Linke mit hohlen, hochtrabenden Begriffen in eine ideologische Trance versetzen, die sie für eine Errungenschaft halten.
“Es ist eine der größten Ironien der Geschichte, dass Sozialisten, die angetreten sind, autoritäre Systeme zu stürzen, dann, wenn sie erfolgreich waren, autoritäre Systeme etabliert haben”, schreibt Paul.
Die Entfremdung der Arbeiter vom Produkt ihrer Arbeit, ist eines der großen Themen bei Karl Marx. Roberts beschreibt die frühen Versuche der 20er Jahre in der Sowjetunion, die Marxsche Lehre buchstabengetreu umzusetzen. Er beschreibt das große Scheitern des Projekts und ab 1922 das holperige Funktionieren einer Ökonomie, die nur Leid und Armut verlässlich zu produzieren im Stande ist.
Robert Conquest beschreibt wie Stalin absichtlich eine Hungersnot in der Ukraine herbeiführt, um seine Kollektivierung durchführen zu können. Holodomor, wie der Genozid in der Ukraine genannt wird, hat mehrere Millionen Tote gefordert. Die meisten von ihnen sind elend verhungert.
Wenn Sozialisten und Kommunisten in einem Punkt berechenbar sind, dann darin, dass Sie sich im Verlauf der Zeit entzweien, in der Regel über Machtfragen, die anhand von Fragen der Auslegung der heiligen Lehre ausgefochten werden. Josef Stalin hat sich im Verlauf seiner Herrschaft von so ziemlich allen seinen ehemaligen Weggefährten entfremdet und die meisten davon ermorden oder in Lagern verschwinden lassen, in denen sie dann zugrunde gegangen sind. Conquest schildert die Stalinschen Säuberungen, die unzählige Opfer in Partei und Bevölkerung gefordert haben.
Man kann die Säuberungen Stalins nicht ansprechen ohne das Buch von Alexander Solschenizyn, “Der Archipel Gulag”, fast im gleichen Atemzug zu nennen. Der Archipel Gulag ist ein Bericht aus den Arbeitslagern Stalins in Sibirien, ein Bericht von menschlichem Leid, Elend und Sterben. Die Trias, die Kommunismus und Sozialismus auszeichnet.
Volkskommissar Rubaschow gerät in den Sog der politischen Säuberungen Stalins. Ein Roman, der fesselnd vom Leben unter Stalin, von der täglichen Angst vor dem doch Unausweichlichen erzählt.
1961 von Gustav A. Wetter veröffentlicht, zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten, wie so viele Bücher, die zeitnah berichtet haben, welche Katastrophe für die Bevölkerung ein sozialistisches Regime darstellt.
Eine Sammlung von Vorlesungen, die Ludwig von Mises gehalten hat. In leicht verständlicher Sprache analysiert von Mises warum Sozialismus oder Kommunismus oder wie Marxismus auch immer genannt wird, nicht funktioniert bzw. nicht funktionieren kann. Ein Muss für alle, die Kapitalismus verteidigen wollen.
Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit allen Aspekten des Sozialismus, vom historischen Materialismus, der den Sozialismus zum angeblich unentrinnbaren Stadium in der Menschheitsgeschichte macht, dem Widerspruch zwischen kollektivistischen Ansätzen, die im Fahrwasser von Marx schwimmen und Freiheit des Einzelnen bis zum moralischen Anspruch des besseren Menschen, den Sozialisten / Kommunisten doch allen Ernstes und in kaum zu überbietendem Zynismus erheben; von Mises behandelt alles, übrig bleibt nichts.
Hayeks Warnung an die Briten, 1944 veröffentlicht, vor den Irrungen und Wirrungen des Sozialismus. Aktuell wie eh und je.
Eine Sammlung der wichtigsten Argumente für eine freiheitliche, marktwirtschaftliche Ordnung, die gegen die Irrtümer des Sozialismus gestellt wird. Die Basis der Ausführungen von Hayek findet sich in den irrigen, falschen Behauptungen und theoretischen Annahmen, auf denen Marxismus, Sozialismus und Kommunismus beruhen.
Schlechte Planung, unzuverlässiger Nachschub, Verteilung von Privilegien, Vetternwirtschaft, Kompetenz- und Kenntnislosigkeit, die Gründe, warum sozialistische Planwirtschaft scheitert, sind neben der Unmöglichkeit, die Zukunft vorherzusagen, soziologische Gründe. Paul R. Gregory analysiert sie am Beispiel der Wirtschaft unter Stalin und deren monumentalen Scheiterns.
Robert Lawson und Benjamin Powell haben die Welt des real existierenden Sozialismus bereist und einen Reisebericht geschrieben, der – obwohl amüsant zu lesen -, die grundlegende Unvereinbarkeit von Sozialismus, Wohlstand und menschlichem Glück deutlich vor Augen führt.
Sie haben alle als angeblich demokratischer Sozialismus begonnen, die Systeme, die zu durch Zwang zusammengehaltenen und oftmals mit Gewalt durchgesetzten hierarchischen Gesellschaften, geworden sind, in denen eine technokratische “Elite” im vollen Umfang ihrer Inkompetenz, den Sozialistischen Karren von einem Dreckloch in das nächste ziehen lässt. Und trotz all des dokumentierten Scheiterns der sozialistischen Versuche, die Menschheit glücklich zu machen, gibt es immer wieder welche die behaupten, dieses Mal werde alles anders. Niemietz Buch ist ein Muss.
Wer sich für die philosophischen Grundlagen dafür interessiert, dass Sozialismus scheitern muss, wer wissen will, welche Denkfehler sich bei Marx in großer Zahl finden und warum jeder Versuch “historische Gesetze der Menschheit” aufzustellen, im gleichen Elend des Historizismus enden muss, in dem die vorangegangenen Versuche bereits geendet sind, der ist mit diesem kleinen Büchlein von Karl Raimund Popper bestens bedient.
Für Ayn Rand ist Nihilismus die Grundlage allen sozialistischen Übels, von Technikfeindschaft über Kapitalismusfeindschaft zu all den modernen Übeln politischer Korrektheit, die eine Erkennbarkeit der Welt verneinen und behaupten, außerhalb ihrer subjektiven Engstirnigkeit gebe es keine Wirklichkeit, die der Rede wert sei. Ayn Rand: Noch ein Muss.

Und nun viel Spaß beim Lesen!


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