Brachialmanipulation – Gegenseitiges Schulterklopfen von WHO und Bundesregierung

Eine Hand wäscht bekanntlich die andere und wenn die eine Hand, der anderen zudem mehr Geld verspricht und ohnehin schon mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr überweist, dann kann man schon einmal erwarten, im Gegenzug auch gelobt zu werden.

Geldgeber der Weltgesundheitsorganisation

Und so vermelden eine Reihe von Medien wortgleich dasselbe gekaufte Lob:

“Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Corona-Krise gelobt. “Was wir sehen, ist, dass die Gesundheitssysteme, die ohnehin schon vor der Pandemie am stärksten aufgestellt waren, jetzt auch am besten damit umgehen”, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Freitag im ZDF-“Morgenmagazin”. “Das haben wir natürlich auch in Deutschland unter der starken Führung von Gesundheitsminister Spahn und der Bundeskanzlerin und das kann nur gelobt werden.”

Heute morgen also hat sich die Weltgesundheitsorganisation wohl dafür erkenntlich gezeigt, dass Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung vom Donnerstag, Folgendes gesagt hat:

“Nicht nur in Afrika, aber gerade dort kommt es sehr auf die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation, WHO, an. Für die Bundesregierung betone ich: Die WHO ist ein unverzichtbarer Partner, und wir unterstützen sie in ihrem Mandat.



So schreibt man Geschichte um: Die Organisation, die – aus welchen Gründen auch immer – die SARS-CoV-2 Pandemie verschlafen hat und nun und völlig zurecht von der US-amerikanischen Regierung zur Rechenschaft gezogen wird, lobt die Regierung, die die Pandemie in mindestens demselben Ausmaß verschlafen hat und seither mit allen verfügbaren Händen dabei ist, die Löcher im Damm zuzuhalten. Wer denkt, dass Letztere Regierung durch ihr Bekenntnis zur WHO, das Lob der WHO, des Regionaldirektors Kluge, mehr oder weniger erkauft hat, hat vermutlich recht. Was es wert ist, wenn ein Blinder das Augenmaß eines anderen Blinden lobt, ist eine ganz andere Frage.

Die kleine Episode zeigt jedoch, wie die Manipulation der Öffentlichkeit funktioniert. Man wirft sich gegenseitig den Ball zu, so lange, bis die Zuschauer vergessen haben, dass sie eigentlich gar keinem Ballspiel, sondern einer Lesung beiwohnen wollten. Derart brachiale Methoden der Manipulation sind aus der EU bekannt. Die EU-Kommission bezahlt NGOs, die in Mitgliedsstaaten öffentlichen Druck entwickeln sollen, damit die Vorschläge der EU-Kommission im Ministerrat auf keinen Widerstand treffen bzw. damit dann, wenn sie es tun, die entsprechenden Regierungen auf heimischem Boden mit Opposition konfrontiert sind.

Das, was nach außen als Demokratie präsentiert wird, ist eine große Maschinerie, die an erster Stelle zur Bereicherung derer, die darin tätig und von ihr abhängig sind, dient, an zweiter Stelle dazu genutzt wird, eine pseudo-Legitimation in der Öffentlichkeit zu inszenieren, indem z.B. Lobeshymnen gegen finanzielle Unterstützung oder andere Vorteile getauscht werden. Es muss wohl nicht extra betont werden, dass diese Inszenierung keinerlei Verankerung in der Realität aufweist.



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