Grot-Esken

The problem with socialism is that you eventually run out of other people’s money.‘ Margret Thatcher hat es gesagt und es beschreibt mit der Brillanz eines Aphorismus den Kern von Sozialismus oder Kommunismus: Das Schmarotzen einer unproduktiven Klasse an der Arbeit einer produktiven Klasse. Das ist der Witz an Marxens Erfindung. Er spricht zwar von Produktivkräften, die die Arbeit tun, und Produktionsmittel, die sich im Besitz weniger befinden und davon, dass dieser Missstand in der klassenlosen Gesellschaft überwunden werden müsse, ihm und vor allem allen, die nach ihm kamen, schwebt aber mehr eine Trennung von Produktivkräften und schmarotzender Partei vor, Erstere schuften, Letztere lassen es sich gut gehen. 

Dass solche asymmetrischen Beziehungen nicht von Dauer sind, und wenn sie überhaupt von Dauer sein sollen, mit (der Drohung mit) physischer Gewalt aufrechterhalten werden müssen, ist eine historische Tatsache, für die alle Versuche, das sozialistische oder wahlweise das kommunistische Paradies auf Erden zu errichten als Zeuge aufgeboten werden können.



Trotz einer Geschichte des Misserfolgs, die mehr als ein Jahrhundert umspannt, ist Kommunismus / Sozialismus heute wieder für manche attraktiv. Warum, das zeigt eine kleine Episode von Twitter. Wir haben Sie mit Grot-Esken überschrieben. Warum, das wird gleich deutlich werden.

Die Grot-Estke macht das Denken deutlich, das in sozialistischen Kreisen gepflegt wird. Es ist ein nicht-kausales, Geld-fällt-vom- Himmel und Strom-kommt-aus-der-Steckdose Denken, ein Leben mit dem von Geisterhand gefüllten Konto, dem Geld, das „der Staat“ bereitstellt, damit die Parteisoldaten es ausgeben und dem „kleinen Mann auf der Straße“ zukommen lassen können. Es ist die Idee vom atomaren ich als Anfang und Ende allen Denkens, das in seiner Existenz keinerlei Abhängigkeit von anderen aufweist, aber Zentrum der Abhängigkeit für andere ist.

Die Grot-Eske ist gleichzeitig ein vernichtendes Dokument für alle Versuche, Sozialisten rudimentäre Kenntnisse in Ökonomie, Logik und Abhängigkeitsverhältnissen beizubringen. Gerade in Zeiten von SARS-CoV-2 sollte eigentlich deutlich geworden sein, welche Berufe zu den verzichtbaren gehören, zu denen, die ihre Existenz einzig und allein der produktiven Arbeit von anderen verdanken.

Es ist eine weitere Grot-Eske, dass dies nicht der Fall zu sein scheint.



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29Comments

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  1. 2
    ein stein

    Na ja, auf derartige intellektuelle Leistungen hat der Verschissmus heutzutage leider kein Monopol mehr:
    .
    „Um 7:15 Uhr spreche ich im Live-Interview mit dem Deutschlandfunk über die Flüchtlingsfrage und wer für die Kosten aufkommt. Der Steuerzahler jedenfalls nicht – der Bund hat gut gewirtschaftet!“ – Julia Klöckner (CDU) am 26.10.2016

  2. 3
    Heimreisender

    Das meint die rote Tante genauso, wie sie es sagt. Hier kommt zur persönlichen Boshaftigkeit also auch noch die Dummheit. Aber das macht diese Leute so gefährlich. Eine Gorgone im Kleinformat.

    • 4
      Zahlemann und Söhne

      „Gorgone“ versteht die nicht!
      Schreiben Sie besser Gorgonzola oder Godzilla.
      Dann weiß auch jeder was gemeint ist und nach was es riecht..

  3. 8
    Marvin Falz

    Was ich mich auch in letzter Zeit häufiger Frage ist wie ich/man sich verhalten sollte, wenn der Schmarotzer-Klasse das Geld der anderen Leute ausgeht. Also, so von den christlichen Werten her gesehen, müßte man sich ja um diese Leute kümmern, wenn sie sich in Not befinden. Dann wiederum ist es genau diese Schmarotzer-Klasse, die nicht nur sich selbst, sondern alle anderen mit in Not bringt. Über viele Jahrzehnte hinweg, systematisch, geplant, vermutlich mit Vorsatz zur eigenen Bereicherung, und wenn nicht, dann jedenfalls ohne Gewissensbisse die Diäten einkassiert, und sogar mehrfach erhöht. Vielleicht wäre die Lösung: erst aus der Not heraushelfen, dann vor ein Gericht stellen. Allerdings, wie zerstört müßte das jetzige Geld-/Finanzsystem sein, dass es die Politikklasse gleich mitzerstört, so dass die jegliche Macht verlieren würden? Und wie würde der Wiederaufbau aussehen? Würden die dann der Kompetenz entsprechende Arbeit zugeteilt bekommen, z. B. auf dem Bau Steine schleppen? Und kann überhaupt der Punkt erreicht werden, an dem ein politisches System wie das jetzige von einer so großen Mehrheit an Menschen abgelehnt wird, dass es delegitimiert wird, und die Politiker sich auf den Kopf stellen könnten, es würde niemand mehr denen zuhören, und erst recht keinen Glauben mehr schenken?

    • 10
      Mr. AltruismusIsm

      https://godnix.wordpress.com/2011/01/06/everything-jesus-ever-had-to-say-about-money-part-3-luke/

      Grade mit missbrauch anvertrauten Geldes hatte es Jesus nicht so.
      Andererseits, damit Idioten Geld anzuvertrauen ebensowenig.

      http://voxday.blogspot.com/2020/03/the-need-for-debt-jubilee.html

      Beispielweise, leiht man einem Gör Geld, damit es Gendergedöns studiert, dann sollte der Geldleier leiden und nicht das dumme Gör.

    • 11
      georg harald Mehlhorn

      Hallo Herr Falz, ist Ihnen aufgefallen, dass der erste Teil Ihrer Antwort 1:1 auf die sogenannten Flüchtlinge zutrifft?

      • 12
        Marvin Falz

        An die hatte ich nicht gedacht, aber jetzt wo Sie es sagen. Immerhin zahlen die für ihre „Seenotrettung“, sind von Frau Merkel eingeladen worden, und wer weiß, was die von Vertretern der Politik, den NGOs für Märchen vom Leben in Deutschland/Europa erzählt bekommen, damit die hierherkommen. Ich bin geneigt, auch die sogenannten Flüchtlinge für Opfer hiesiger Ideologie zu halten. Da war doch neulich ein Video verlinkt worden, in dem der ghanaische Präsident bemängelt, dass die EU sich deren Jugend abgreift, die sie selbst benötigen, um aufzubauen. Hier ist es: https://www.youtube.com/watch?v=GAGgxN4mak4

          • 14
            Marvin Falz

            Wenn das Leserfeedback stimmt, dann dürfte der Zustrom an Schmarotzern abnehmen. Dürfte auch ein Beleg dafür sein, dass der UN-Kommunismus nicht funktionieren kann, bzw. dass deren „Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ wenn er so umgesetzt wird, wie bislang geschehen, genau das bewirkt, was unter Heuschreckenkapitalismus angeprangert wird. Die unproduktiven Massen bewegen sich dann immer genau dorthin, wo am meisten von den Fleischtöpfen abfällt. Und die unproduktiven Politiker klopfen sich selbstgefällig auf die Schulten, weil sie doch so voller Herz und Liebe sind, sich so gottgefällig kümmern (wenn es sozialistische Christen sind).

        • 16
          Vorwärts immer

          Alimentationseliten sind alsbald willige Wähler genau solcher PolitkasperInnen, die diese Dame repräsentiert. Außerdem sind sie ein einträgliches Geschäft für jene „Berufe“, die sich in dieser vm. Arbeiterpartei – wie bei den anderen auch – tummeln (z.B. Betreuer, Sozialklempner, Asyl-Anwälte und Strafverteidiger, Dingens- & Wohlfahrts-Häuptlinge und Organisationen; erinnert sei an die AW Frankfurt, Vermieter, Caritas & Co, Schlepper-Unternehmen).
          Haben diese Importe hier erst die Mehrheit, egal ob eingewandert, nachgezogen oder ausgebrütet, dann ist das Ziel erreicht. Die Arbeitenden sind majorisiert und der Machterhalt ist (erst mal) gesichert. Teile und Herrsche!
          Von daher ist das hier bereits gelaufen.
          Es geht nur um die Frage was in den anderen Ländern abgegriffen wird, Wirtschaftsflüchtlinge und solche, bei denen man es dort gerne sieht (und ggf. etwas nachhilft), wenn sie die „gesicherten“ Unterkünfte verlassen oder echte Fachkräfte.
          Bei letzterem habe ich Zweifel, daß die länger als 3 Monate hier bleiben (s. z.B. Schröders Software und IT-Inder!).
          Bei ersteren brauchen die Herrscher in Afrika auch nicht jammern, denn erstens ist es für sie eine Entlastung und zweitens fließt ein Teil der Sozialhilfe direkt nach Hause (in 2019, m. Erinnerung nach ca. 14, 7 Milliarden €uronen). Ob man das durch Boykott der Exportländer ändern könnte ist derzeit fraglich.

  4. 17
    Eques a Digito Medio Extenso

    Spenglers Beschreibung der altgriechischen Denkweise:
    „Das Universum als dredimensionaler Raum voller unverbundener, statischer Einzelobjekte.“
    Zweieinhalb Jahrtausende später laborieren wir immer noch unter der Unfähigkeit vieler Leute, Kausalverknüpfungen und Abhängigkeiten zu verstehen. Da lob‘ ich mir doch die alten Inder: „sabbe dhammá anattá“, nichts existiert unabhängig für sich.

  5. 18
    Vorwärts immer

    Die real existierende DDR 1.0 damals und die real persistierende bunte Republik heute.
    Die Einheitspartei dort und der (huch!) Parteieneinheitsbrei hier.
    Zwei Parallelen, die sich nicht erst im Unendlichen treffen sondern in einer Raute.
    Nur daß diesmal niemand sie auffangen wird.
    Schon gar nicht ihre EU-Freunde und enttäuschten altlastenbordenden Zahlungsempfänger.
    Und hier bleiben? Schon jetzt nicht, aber was bloß, wenn in 5-10 Jahren?
    Man erinnere sich an den Iran ca. 4 Wochen nach der Machtübernahme der Ajatollahs.
    Da waren die anfänglich jubelnden Linken alle ganz schnell online.

    • 20
      Zahlemann & Söhne

      Bitte beachten Sie (auch wenn´s hier schwer fällt) die Gender-konforme Schreibweise 🙂
      Ansonsten Volltreffer:
      Im militärischen Bereich war “idiotes” bei den Hellenen auch die Bezeichnung für einen einfachen Soldaten. Heute eher für einen einfach gestrickten Parteisoldaten, wobei ich aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen nun auch im Maskulinum verweile.

  6. 21
    Frieder

    Damit kann Dieter Nuhr wieder eine Viertelstunde Programm bestreiten ! Der müsste täglich diesen Idiot*Innen Gesundheit wünschen, die erhalten ja seinen Arbeitsplatz.

  7. 22
    Chris

    Mir gefällt der Kommentar von Fr. Sesken: Man kann es kaum kürzer darstellen, was Politiker von sich selbst und von den Bürgern, die sie finanzieren, halten. Sie hat vollumfänglich gestanden, daher keine weiteren Fragen. Kürzer wäre nur gewesen: „Zahle und halt ansonsten dein Maul!“ Mein Gott: Das Kaufkraftargument der Politiker. Da springt einem der klassische Beweis durch Widerspruch förmlich ins Gesicht, wie bspw. bei Henry Hazlitt (Economics in One Lesson) vorgeführt. Nehmen wir an Fr. Sesken hätten recht. Dann folgt unwillkürlich, dass Gesellschaften dadurch reich werden können, indem man alle zu Politikern macht und dann deren Einkommen gegen unendlich gehen lässt. Aber wer produziert dann noch was, wo holen die Politiker dann Brötchen? Von wem, außer sich selbst, nehmen sie dann Steuern ein? Eben. Es scheint wirklich so zu sein, dass kein Argument zu plakativ, zu primitiv, zu offensichtlich ist, als dass es nicht von einer Politikerin aus dem Hut gezaubert würde. Der Staat, das sind nun mal wir!
    Es wird aber auch immer undurchsichtiger: In dem Maße, wie sich der Staat für immer mehr verantwortlich hält und sich dann auch macht, in dem Maße verstärkt sich der erste Eindruck, dass in Deutschland alles vom Staat „gemacht“ wird. Und da die Politiker ja die „Arbeiter“ des Staates sind, kommt es vielen Politikern, inkl. Fr. Sesken, wohl so vor, sie seien die wahren Produktivkräfte des Landes. Spätestens nach Fr. Seskens Kommentar ist offensichtlich, weshalb wir ab der 6. Klasse das Pflichtfach „Ökonomie“ einführen müssen!!!!

    • 23
      Zahlemann & Söhne

      Wobei hinzukommt, daß der Genannte im Gegensatz zu Frau Grot-Esken ebenfalls Steuern, diese aber auf sein GESAMTES Salär bezahlt und daß er selbst ja auch einkauft.
      Also schon mal mehr als pari.
      Er finanziert sich aber auch seinen Dienstwagen und die Energiewende und ihm bleibt vermutlich nichts, was er fürs Alter ansparen kann.
      Aber sie ist nicht allein in dieser bornierten Altparteien-Dämlichkeit. Was haben wir denn da für einen bemitleidenswerten Fall:
      Zitat (internet-Fund):
      „Um 7:15 Uhr spreche ich im Live-Interview mit dem Deutschlandfunk über die Flüchtlingsfrage und wer für die Kosten aufkommt. Der Steuerzahler jedenfalls nicht , der Bund hat gut gewirtschaftet!” Julia Klöckner (CDU) am 26.10.2016

  8. 25
    Bill Miller

    Das ist dieselbe Denke wie beim BGE. Die Arbeitenden können sich glücklich schätzen, dass jemand von den ihnen abgepressten Steuern konsumiert und ihnen so den Job sichert.

  9. 27
    Martin Schneider

    Die BRD ist viel gefährlicher als es die DDR jemals war. Beide Steuern auf den gleichen Endpunkt zu. Die DDR damals offiziell, die BRD indirekt.

    In der DDR wusste der Normalbürger wie der Hase läuft, wenn er nicht verblödet war.

    In der BRD gibt es zu viele Schlafschafe und die Propaganda ist viel subtiler.

    Deutsche Männer: Arbeitskraft einstellen, Vielfalt genießen.

    Der Karren muss an die Wand fahren, sonst wird es in 10 Jahren noch viel schlimmer.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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