Real existierender linker Saustall – Inside Liebig-34

Liebig-34, das Haus, in dem ein “anarcha-queer-feministisches Wohnprojekt” gehaust hat, wurde von der Polizei geräumt. Ein Filmteam der Berliner Zeitung hat das Innere des Hauses für die Nachwelt dokumentiert. Wer wissen will, wie Feminismus und Queerness zusammenwirken, um einen unglaublichen Saustall zu schaffen, in dem Worte wie Sauberkeit, Ordnung, putzen, spülen, waschen, Hygiene und andere Worte, mit denen man den Unterschied zivilisierter Menschen von Wilden beschreibt, nicht vorkommen – wobei das ungerecht ist, denn selbst Wilde haben ein Mindestmaß an Hygiene und Sauberkeit, oft sogar ein erhebliches Maß an beidem – dem empfehlen wir das Video unten. Wer einen schwachen Magen hat, der sollte darauf verzichten dieses einmalige Dokument einer missglückten Sozialisation zu betrachten. Von Kindern wird erwartet, dass sie nach ein paar Lebensjahren die Grundregeln menschlicher Hygiene kennen und einhalten. Dieses Entwicklungsstadium kann man bei denen, die sich hier anarcha-queer feministisch nennen, nicht voraussetzen.

Seit 30 Jahren ist die Liebig-Straße 34 ein Szenehaus, in dem sich Linke selbst verwirklichen. Wer nun eigentlich der Pächter ist, der seit 2018 keine Miete mehr bezahlt hat, ist unklar. Der Verein Raduga e.V. (gemeinnützig versteht sich), war in der Vergangenheit stets als Pächter aufgetreten, in den letzten Jahren soll jedoch der Verein “Mittendrin das Haus übernommen haben. In jedem Fall gibt es im Haus Räume, die als Räume von “mittendrin” gekennzeichnet sind, wie im Video zu sehen ist.



Die Selbstdarstellung, der für Linke so wichtige “sprachlich-schöne Schein”, er liest sich wie folgt:

“Liebig 34 ist ein selbstorganisiertes anarcha-queer-feministisches Hausprojekt, direkt am „Dorfplatz“ in Friedrichshain. Das Haus wird von verschieden Kollektiven genutzt; dem Infoladen „Daneben“, der L34-Bar und dem anarcha-queer-feministischem Wohnprojekt, das sich ohne cis-Männer organisiert.

[…]

Aber die Liebig34 ist und bleibt unser Haus. Hier leben 40 Menschen aus der ganzen Welt, mit verschieden Hintergründen und (a-)Genderidentitäten. Hier leben Hunde, Katzen und ein paar Ratten. Im Haus werden verschiedene Sprachen gesprochen, doch hauptsächlich kommunizieren wir auf Englisch.
Es braucht dringend Orte an dem kollektives leben ausprobiert werden kann, wo wir Geschlecht und Identitäten verschieben können, wo wir antipatriarchische Strukturen entwickeln, anwenden und ausweiten können, ein Ort an dem wir Machtstrukturen und Privilegien reflektieren können und uns gegenseitig empowern können.
Wir verstehen uns als konsens-demokratisches Projekt in dem auch Menschen mit wenig politischen Erfahrungen teil werden können. Unser ziel ist es und[s] hierarchiefrei zu organisieren.
Uns ist es wichtig[,] das in der Liebig34 auch Menschen wohnen können die aufgrund ihrer finanziellen Lage, ihrer „legalen“ Situation und/oder auf Grund von anderen diskriminierenden Formen keine Wohnung finden. Für uns als Projekt bedeutet Selbstorganisation zu einem etwas Politisches, zum anderen was Praktisches. Alle Arbeiten wie Reparaturen und Baumaßnahmen etc. machen wir selbst, basiert auf der Idee von DIY.
Wir sehen uns als ein politisches Projekt. Unser gemeinsamer politischer Kampf ist anarcha-feminismus, doch es gibt viele andere politsche Kämpfe in denen Kollektivmitglieder aktiv sind wie Queer-feminismus, Sexarbeiteraktivismus, Tierbefreiung, Antirepression, Transaktivismus, Antigentrifikation, No-border-aktivismus, Antikolonialismus…

Wir haben keine Lust auf Alltagssexismus und cis-männlicher Dominanz – besonders nicht in unserem Zuhause. Deshalb leben wir ohne cis-Männer, alle anderen (a-)gender sind willkommen.

Man muss, angesichts des Saustalls, der im folgenden Video zu sehen ist, zunächst feststellen, dass “die Idee von DIY [do it yourself – der Spruch aller Britischen Heimwerker]” wenig Realisierung gefunden hat, dass es wohl im Wesentlichen bei der Reflexion über Machstrukturen und Geschwätz über “politische Kämpfe” geblieben ist und dass ein wenig “cis-männliche Dominanz” in Gestalt eines Malers, eines Tapezierers, eines Maurers usw. sicher dazu beigetragen hätte, das “unser Haus” von einem Saustall zu differenzieren. Aber, um handwerkliche Veränderungen, die dringend notwendig gewesen wären, an diesem Haus vorzunehmen, muss es natürlich aufgeräumt und gesäubert werden. Die Gefahr, in eine patriarchalische Herrschaftsstruktur zu schlittern, hat die Bewohnerinnen offenkundig davon abgehalten, einen Spül- geschweige denn einen Putzlappen in die Hand zu nehmen.

Vor dem Hintergrund der Liebig-Straße 30, die zeigt, wie ein Haus von Empowerten in 30 Jahren komplett zerstört werden kann, kann man sich ungefähr vorstellen, wie es in der Rigaer Straße 94 aussehen muss.

Bevor Sie nun das Video betrachten, hier noch einmal, die Außendarstellung des “Projekts” aus der Feder des RBB.

“Das Haus in der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain ist ein sogenanntes alternatives Wohnprojekt. Nach Einschätzung von rbb-Reporter Jo Goll ist es eines der “international bekanntesten linksextremen Wohnprojekte”: “Die Szene spricht von einem ‘elementaren Rückzugsraum’, den man jetzt um jeden Preis verteidigen wolle.” Es gilt neben der Rigaer Straße 94 als eines der letzten Zentren der linksautonomen Szene. Heute wohnen dort rund 40 Menschen in einem, wie sie es selbst nennen, “anarcha-queerfeministischen Hausprojekt”. Seit 1999 leben ausschließlich Frauen, trans- und intersexuelle Menschen in dem Haus.”

Man will gar nicht wissen, wofür dieses Schmutzloch international bekannt ist …



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