Vor einiger Zeit haben wir den Schwätzperten eingeführt. Der Schwätzperte mimt den Experten und bringt doch nichts anderes hervor als dummes Geschwätz.
Ein Modera-TOR ist ein Schwätzer, bei dem es keinen Sinn machen würden, auch nur zu versuchen, einen Expertenstatus zu reklamieren. Zu tief ist der Graben, der den Sinn vom Unsinn trennt. Ein Modera-Tor ist einer, der das, was er für Erkenntnis hält, zunächst in einer Menge von moralischem Abßint ertränkt, um sich – entsprechend trunken – der Ilussion hinzugeben, er sei a) wichtig und würde sich b) nicht lächerlich machen.
Die ARD hat uns heute mit Klaas Heufer-Umlauf beglückt, einem Paradebeispiel für einen Modera-TOR:
„Wenn man gendert, denkt man die Gleichberechtigung direkt mit. Ist das irgendwann selbstverständlich, schafft es Gerechtigkeit (…) Ich sage auch nicht ‚Flüchtlinge‘, sondern ‚Geflüchtete‘, weil das den Menschen nicht auf seine Flucht reduziert.„
Eigentlich ist Unsinn für diese Auslassungen zu harmlos. Aber man hat ja eine Verpflichtung sich selbst gegenüber, ein gewisses sprachliches Niveau nicht zu unterschreiten, auch wenn es hier angebracht wäre.
Herr Heufer-Umlauf, den wir wegen der Gnade einer frühen Flucht nicht kennen, nie sehen mussten, passt mit seiner sprachlichen Darbietung in die Phalanx der drei Komponenten, die die Dunkle Triade konstituieren:
Narzissmus: Herr Heufer-Umlauf gehört zu denen, denen es unvorstellbar ist, dass es anderen vollkommen egal sein könnte, was er findet. Dass andere denken, der Heufer-Umlauf, der kann finden, was er will. Er soll es aber bitte für sich behalten, vor allem, wenn es ein derartiger … Unsinn [wir bleiben dabei] ist, wie das, was er hier zum Besten gibt.
Machiavellismus: Aller inhaltlichen Schwächen ungeachtet, sieht sich Herr Heufer-Umlauf in einer belehrenden Position, einer Position, von der aus er andere missionieren, beschwätzer könne, über die moralisch richtige Verwendung von Sprache, und zwar ungeachtet aller sprachlichen Regeln. Wenn man gendere, also Sprache mit *_Innen verhunzt, dann denke man die Gleichberechtigung mit, so belehrt er uns, offenkundig unfähig zu antizipieren, dass es andere geben könnte, die beim Anblick von „Genderern“ nur Mitleid ob der lehrerischen Mühen, die hier über Jahre vergeblich waren oder Ärger, ob der Verhunzung einer an sich praktischen Sprache, weil manche „finden“, sie könnten andere eine Ideologie vorschreiben, empfinden. Natürlich denkt man nicht Gleichberechtigung mit, wenn man gendert, weil Gendern nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat. Studenten, die gendern, denken: Wenn ich diesen Humbug nicht mitmache, dann bekomme ich von der Tusse, die Dozent spielt, eine schlechte Note. Verwaltungsangestellte denken: Wenn ich nicht meine Sätze mit Sternchen spicke und Innen und anderen Wurmfortsätze an Worten anhänge, dann bekomme ich Ärger mit meinem Vorgesetzten. Niemand denkt, wenn ich ein „Innen“ an Bürger anhänge, oder ma schreib, statt man, dann sei dies gelebte Gleichberechtigung. Und wer es denkt, der ist – dritte Kategorie der dunklen Triade – ein Psychopath, der hat eine
Psychopathologie – die sich darin ausdrückt, dass er der Ansicht ist, Verhalten sei sprachlich. Wenn man sich dazu konditioniere, Innen anzuhängen oder * zu verteilen, dann ändere man damit die Welt. Die Abschaffung der Sklaverei, auf die sich Linke so gerne mit dem erhobenen Zeigefinger stürzen, hat nicht damit begonnen, dass das Wort „Sklaverei“ nicht mehr geschrieben oder gesprochen oder mit einem Anti- versehen wurde, sondern damit, dass etwas GEGEN Sklaverei unternommen wurde – mit viel Gewalt! Demokratie wurde nach dem ersten Weltkrieg nicht umgesetzt, weil Straßenschilder mit Wilhelm oder Friedrich als Bestandteil, umbenannt wurden. Wer denkt, er könne mit einer sprachlichen Konvention Verhaltensweisen ändern, der sollte sich auf seinen Gesundheitszustand untersuchen lassen. Sprache schafft natürlich auch keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist eine Verteilungsregel: wenn gleiche Leistung gleich belohnt wird, dann ist das gerecht. Psychopathologie zeichnet sich dadurch aus, dass eine automatische Äquivalenz zwischen sprachlicher Äußerung und Realität angenommen wird, und es nicht erscheint, zu prüfen, ob die sprachliche Äußerung tatsächlich etwas in der Realität beschreibt. Das ist der Grund dafür, dass man, wenn man z.B. Linke von einem anarcha-queerfeministischen Projekt reden hört, nicht versteht, dass sie sagen, dass sie in einem Dreckloch hausen.
Denn: Wer solchen Gedanken anhängt, der hat jede Beziehung zu Sprache, die ein Mittel der Kommunikation ist, kein Mittel, die Welt zu verändern, verloren. Nicht einmal Marx, der Anti-Philosoph, der nicht erklären, sondern verändern wollte, hat die Welt verändert. Die Welt haben diejenigen verändert, die das, was Marx geschrieben hat, nicht wirklich kannten und wenn sie es kannten, zu ihrem Vorteil ausgelegt haben, um ihre Mode, Raube und ihren Sadismus zu legitimieren. Das einzige, was Leute wie Klaas Heuser-Umlauf mit ihrer Sprachkasteiung erreichen, ist, dass sie die Bedeutung der Worte, die sie benutzen, nicht mehr kennen und daher Unsinn [wir bleiben dabei, auch wenn es zu harmlos erscheint] wie den Folgenden verbreiten:
„Ich sage auch nicht ‚Flüchtlinge‘, sondern ‚Geflüchtete‘, weil das den Menschen nicht auf seine Flucht reduziert.“
Das passiert, wenn man sich vor lauter selbst zugeschriebener Moralität um den eigenen Verstand redet.
Ein kurzer Blick in den Duden:
Die Bedeutung von Flüchtling und Geflüchtete (ob in Einzahl oder Mehrzahl) ist DIESELBE. Nur ein Modera-Tor, der keinerlei Verbindung mehr zur deutschen Sprache hat und sich vormacht, weil er findet und sich fühlt, deshalb sei alles, was er spricht bedeutungsschwanger und werde von seinen Zuhörern begierig aufgenommen, kann sich um die Erkenntnis bringen, dass er sich gerade zum Gespött gemacht hat, lächerlich gemacht hat, als … [wir bleiben höfflich] geoutet hat.
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Dieser auch nicht mehr ganz taufrische weiße Mann kann doch seinen Posten im Sinne der antirassistischen Hautfarben- und Gendergerechtigkeit für eine geflüchtete Person (m/w/d) räumen, die er nicht auf ihre Flucht reduziert. Weniger Grips und Talent als er würde diese Person kaum haben können.
Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß das in einer ziemlichen Pleite endete und er sich öffentlich entschuldigte, aber genaues weiß ich nicht. (Ich bekomme derlei immer von den Fernsehzuschauern in meiner Familie erzählt, so daß ich das am Rande auch mitbekomme, obwohl es mich eigentlich nicht interessiert)
Aber der fühlt sich gut, der Herr Laberarsch mit Bart an den Backen, und das zählt doch, dass der sich guuuuuuuuuuuuuut fühlt, wenn der seinen oralen Dünnpfiff unter die Leute verteilt.
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Der ist im Fernsehen „Moderator“?
Nie gesehen. Die Moderatoren haben doch alle keinen Bart.
Vielleicht denkt er, daß er dann mal übernommen wird?
Daß der jetzt als Moderator eingesetzt wird, ist mir auch neu. Ich kannte nur die Show „Klaas+Joko“, in der sie Extremfernsehen machten.
Bitte Kontaktmöglichkeiten angeben. Ansonsten steht vor einem Dialog mit der angesprochenen Person in der Regel ein unsinniger Zeitaufwand.
Naja, als Friseur war er wohl nicht so erfolgreich. Er hätte, um finanziell zu überleben, sich mit dummen Äußerungen wohl mehr zurückhalten müssen. Vermutlich tat er das nicht und wurde noch zufällig von Pro7 „entdeckt“.
Dieser auch nicht mehr ganz taufrische weiße Mann kann doch seinen Posten im Sinne der antirassistischen Hautfarben- und Gendergerechtigkeit für eine geflüchtete Person (m/w/d) räumen, die er nicht auf ihre Flucht reduziert. Weniger Grips und Talent als er würde diese Person kaum haben können.
Hat irgendjemand der Spendenden jemals erfahren, ob das Geld, das der ModeraTor einsammelte, irgendeinem Geflüchteten zu kam?
Ich meine mich dunkel zu erinnern, daß das in einer ziemlichen Pleite endete und er sich öffentlich entschuldigte, aber genaues weiß ich nicht. (Ich bekomme derlei immer von den Fernsehzuschauern in meiner Familie erzählt, so daß ich das am Rande auch mitbekomme, obwohl es mich eigentlich nicht interessiert)
Aber der fühlt sich gut, der Herr Laberarsch mit Bart an den Backen, und das zählt doch, dass der sich guuuuuuuuuuuuuut fühlt, wenn der seinen oralen Dünnpfiff unter die Leute verteilt.
Auch Sprachraub ist ein Raub.
Genau wie Dummheit nicht sanktionsfähig.