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Stand der Brexit Verhandlungen und warum No-Deal ein gutes Geschäft für das UK ist

Eine Reihe von Lesern haben uns danach gefragt, was sich beim Brexit tut.
Deshalb stellen wir in diesem Post die Entwicklungen zusammen, die uns die wichtigsten zu sein scheinen.

Was bisher geschah.



Barnier beharrt damit im Wesentlichen auf genau den Punkten, die wir oben angeführt haben, weil sie zum Abbruch der Verhandlungen durch die Britische Regierung geführt haben. Man kann eine gewisse Variabilität der Formulierungen in die Rede von Barnier lesen. Er spricht von „un mécanisme contraignant de règlement des différends, avec un système de sanctions efficace“. Es ist indes wahrscheinlich, dass dies nur eine Umschreibung für Europäischer Gerichtshof ist. Im Bezug auf das „level playing field“ , das es nicht ins Französische geschafft hat, ist ebenfalls keinerlei Veränderung der Position der EU zu sehen und ob man „une solution durable, juste et équitable pour les pêcheurs des deux côtés“ als ein Abrücken von der Forderung, freien Zugang für EU-Fischer zu britischen Gewässern auch nach dem 31. Dezember zu haben, werten kann? Auch eher unwahrscheinlich.



Kurz:

Gäbe es ab dem 1. Januar 2021 zwischen der Insel und dem Festland Handel auf Basis der Regeln der WTO. Diese Form des Handels ist für Großbritannien, im Gegensatz zu allem, was auf dem Kontinent behauptet wird, vorteilhaft. Allein mit Deutschland hat Großbritannien ein Handelsdefizit von rund 60 Milliarden Euro im Jahr.

Nehmen wir an, beide – Deutschland als Teil der EU – und das Vereinigte Königreich verhängen nun Zölle von 2% auf die Importe aus dem jeweils anderen Land.

Eine kleines Szenario in Ökonomie, präsentiert von ScienceFiles.

Vor nicht ganz einer Stunde hat Lord Frost mitgeteilt, dass man sich mit der EU auf eine Fortführung der Verhandlungen geeinigt habe. Die Begründung lautet wie folgt:

The Prime Minister and Michael Gove have both made clear in recent days that a fundamental change in approach was needed from the EU from that shown in recent weeks.

They made clear that the EU had to be serious about talking intensively, on all issues, and bringing the negotiation to a conclusion. They were also clear that the EU had to accept once again that it was dealing with an independent and sovereign country and that any agreement would need to be consistent with that status.

We welcome the fact that Mr Barnier acknowledged both points this morning, and additionally that movement would be needed from both sides in the talks if agreement was to be reached. As he made clear, “any future agreement will be made in respect of the decision-making autonomy of the European Union and with respect for British sovereignty.

Lord Frost discussed the implications of this statement and the state of play with Mr Barnier earlier today. On the basis of that conversation we are ready to welcome the EU team to London to resume negotiations later this week. We have jointly agreed a set of principles for handling this intensified phase of talks.“

Die Schlüsse, die man in London aus der Rede von Michel Barnier gezogen hat, sind entweder ganz andere als unsere oder man will nicht als die Partei dastehen, die ein vermeintliches Angebot zum Kompromiss ausgeschlagen hat.


Interessant ist indes Punkt 7 der „principles for handling [of] this intensified phase:

7. It is understood that, regardless of progress in individual workstreams, nothing is agreed in these negotiations until a final overall agreement is reached.

Wir interpretieren diesen Punkt und die vorausgehenden so, dass das Ziel darin besteht, sicherzustellen, dass die „roten Linien“ des Vereinigten Königreichs in jedem Fall eingehalten bzw. von der EU akzeptiert werden.

Indes: Nach unserem Dafürhalten hat sich weder an der Position der EU noch an der Position der britischen Regierung etwas geändert. Ob hier Verhandlungsmimikry erfolgt, aus welchem Grund auch immer? Es wird spannend sein zu sehen, was Lord Frost am 25. Oktober veröffentlichen wird.

Die erste Phase der intensiven Verhanldungen findet in London vom 22 October bis zum 25 October statt.
Wir halten unsere Leser auf dem Laufenden.


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