Going nowhere: Brexit-Verhandlungen und die Kunst, auf der Stelle zu treten.

Da war doch noch etwas.

Richtig: Seit dem 22. Oktober verhandeln die EU und das Vereinigte Königreich wieder über ein Freihandelsabkommen.
Während die Gespräche, die am 15. Oktober mangels erkennbarem Ernstes auf Seiten der EU und mangels vorhandenen Fortschritts von Boris Johnson ausgesetzt wurden, nur “Gespräche” waren, werden seit dem 22. Oktober, dem Tag, an dem die Gespräche mit dem Verweis auf die Bekundung der EU, nun ernsthaft verhandeln zu wollen, wieder aufgenommen wurden, “intensive Gespräche” geführt.

Als noch normale Gespräche geführt wurden, sind diese daran gescheitert, dass die EU-Kommission im Hinblick auf

  • staatliche Hilfen für Unternehmen;
  • Standards und Regulationen für Produkte;

Europäische Regeln durchsetzen wollte und zudem verlangt hat, dass europäische Fischer nach dem 31.12.2020 denselben Zugang zu britischen Gewässern haben, den sie bis dahin hatten. Das würde bedeuten, dass rund 90% der Fische, die in britischen Gewässern gefangen würden, nicht von britischen Fischern gefangen würden.



Drei Streitpunkte also:

  • Staatliche Subventionen für Unternehmen;
  • das so genannte Level Playing Field;
  • Zugang zu britischen Gewässern;

Drei Streitpunkte, die durch “Gespräche” nicht zu beheben waren.
Aber dann gab es ja “intensive Gespräche”, 13 Tage davon. Und am Ende dieser 13 intensiven Tage sieht es nun wie folgt aus. Es gibt noch die folgenden Streitpunkte:

  • Staatliche Subventionen für Unternehmen;
  • das so genannte Level Playing Field;
  • Zugang zu britischen Gewässern;

Man kann es auch kürzer zusammenfassen: Es hat sich nichts getan.
Michel Barnier und Lord Frost, die Verhandlungsführer der EU und des Vereinigten Königreichs machen das natürlich nicht so deutlich, wie wir. Bei Ihnen liest sich das so:

Reine Zeitverschwendung, intensive Zeitverschwendung!



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