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Eine Studie, fünf gesellschaftliche Sprengsätze, z.B.: Krankenhausaufenthalt, Organtransplantation erhöhen COVID-19-Sterberisiko erheblich

Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Geh‘ nicht zum Arzt, dort wirst Du nur krank…
Für viele, die schwer an COVID-19 erkrankt sind und die daran gestorben sind, trifft diese Feststellung zu, denn sie haben sich erst im Krankenhaus infiziert mit SARS-CoV-2 infiziert.

Das ist ein Ergebnis einer Studie von Public Health Scotland, an der Wissenschaftler von den Universitäten Glasgow und Edinburgh beteiligt sind. Die Studie trägt den Namen „Relation of severe COVID-19 in Scotland to transmission-related factors and risk conditions eligible for shielding support: REACT-SCOT case-control study“. Diese, wie die meisten britischen Studien, profitiert immens von dem Datenreichtum, der im Vereinigten Königreich vorhanden ist, und es erlaubt, den Schleier, der bislang die Dynamik der SARS-CoV-2-Epidemie verdeckt hat, zu lüften.

Paul M. McKeigue, David. A. McAllister, David Caldwell, Ciara Gribben, Jen Bishop, Stuart McGurnaghan, Matthew Armstrong, Joke Delvaux, Sam Colville, Sharon Hutchinson, Chris Robertson, Nazir Lone, Jim McMenamin, David Goldberg und Helen M. Colhoun haben die Studie erstellt, die nicht nur das oben genannte explosive Ergebnis, sondern noch vier weitere Brandsätze enthält.

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Brandsatz 1:

Brandsatz 2:

Brandsatz 3:

Schließlich noch der Meta-Brandsatz: Lockdowns haben nichts dazu beigetragen, die Risikogruppen, die sie schützen sollten, auch tatsächlich zu schützen.

Diese Ergebnisse sind verheerend für alle, die sich – aus welchem Grund auch immer – in Lockdowns so wohl fühlen. Lockdowns schaden, schaden denen, die sie schützen sollen.

Und an diesen Ergebnissen ist schwierig zu rütteln, denn – wie gesagt – die Daten, die genutzt wurden, um diese Ergebnisse zu errechnen, sind erste Sahne.



Die Ergebnisse haben es – wie gesagt – in sich:

Während die Autoren dieses Papers die Tatsache, dass mit zunehmender Kinderzahl ein geringeres Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken oder daran zu sterben für Menschen der askribierten Risikogruppe einhergeht, auf Kreuzimmunität zurückführen, die sich aus den allgegenwärtigen Influenza und sonstigen Virenerkrankungen in Haushalten mit Kindern ergebe, ihrem Befund, dass mit sinkendem sozioökonomischem Status, das Risiko für Personen aus der askribierten Risikogruppe, tatsächlich schwer an COVID-19 zu erkranken bzw. zu sterben, steigt, keine weitere Bedeutung zuweisen und sich vor allem auf die völlige Sinnlosigkeit der Verwaltungsmaßnahmen, die darin bestanden haben, Personen der Risikogruppe, die „eligible for shielding“ sind, Briefe zu schreiben und Angebote zu machen, beziehen und vor allem thematisieren, dass ausgerechnet Krankenhäuser, in die man der Folklore nach geht, um gesund, nicht krank zu werden oder gar zu sterben, Superspreader von SARS-CoV-2 sind, wollen wir die Auslassung von oben ergänzen.

Nimmt man Lehrerhaushalte als Proxy für Haushalte der Mittelschicht, in denen Angestellte aus Verwaltung oder Unternehmen, die keinerlei Präsenz am Arbeitsplatz erwarten, den Lockdown mehr oder weniger locker angehen können, weil sie von Angehörigen der Arbeiterschicht mit allem versorgt werden, was sie benötigen, sei es über die im Supermarkt gefüllten Regale oder die zur Haustür gelieferten Packete, haben Angehörige der unteren sozialen Klassen dieses Privileg in der Regel nicht, denn sie gehören zu den „essential workers“, zu denen, die unverzichtbar sind, um eine Gesellschaft am Laufen zu halten. Sie gehen Tag für Tag aus dem Haus, so als gäbe es SARS-CoV-2 nicht und ihrer Tätigkeit nach, halten den Laden am Laufen. Sie leben oftmals in Haushalten mit ihren Eltern und Großeltern, gerade in Mittelengland und Wales ist das eine häufige Erscheinung, und, wie die Ergebnisse von McKeigue et al. (2021) zeigen, bringen sie offenkundig zuweilen SARS-CoV-2 mit nach Hause und verbreiten es dort unter denen, die eigentlich besonders geschützt werden sollen.

Anders kann man die Beobachtung von McKeigue et al. (2021), dass während des Lockdowns die Fallzahlen schwerer Erkrankung in ausgerechnet der Risikogruppe nicht gesunken sind und dass die Haushaltsgröße und der sozioökonomische Status das Risiko der Mitglieder der askribierten Risikogruppe, tatsächlich schwer an COVID-19 zu erkranken, erhöhen, nicht interpretieren. Während also diejenigen, unter denen sich die größten Lockdown-Enthusiasten befinden, die am Arbeitsplatz nicht vermisst werden, zuhause einigeln und von den niederen Kasten versorgen lassen (eine Art neue Kaste der Untouchables), müssen Letztere ihrer normalen Beschäftgung und dem damit verbundenen Risiko, SARS-CoV-2 nach Hause zu bringen, nachgehen. Und weil das alles noch nicht reicht, sorgt ein Lockdown dafür, dass die Dauer der SARS-CoV-2-Epidemie im jeweiligen Land in die Länge gezogen wird, so dass das Risiko für die Mitglieder der niederen Kaste, der Versorgungskaste, auch maximiert wird.

Das ist eine neue Form der Ausbeutung.



Anregungen, Hinweise, Kontakt? Redaktion @ sciencefiles.org


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Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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