Indoktrination per Computerspiel: EU will eigene Propaganda per Videospiel verbreiten

Ego-Shooter.
Rollenspiele.
Kriegssimulationen.
Call of Duty…

Diablo IIIErinnern Sie sich noch an die Zeit, zu der die gesammelte Gutmenschenmeute über Computerspiele/r hergefallen ist? Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt als Internetsucht, Smartphonesucht, Computerspielsucht und anderer Blödsinn, sich als eben dieser herausgestellt haben: Blödsinn? Damals gab es eine deutliche Verschiebung des Diskurses weg von der Sucht und hin zum anti-sozialen Verhalten, das durch exzessives Computerspielen, was auch immer das im Einzelfalls ein soll, ausgelöst werden solle. Wie immer, wenn es um Blödsinn geht, war Christian Pfeiffer, zwischenzeitlich vergessener Kriminologe mit politischem Zwischenspiel in erster Reihe zu finden, und zwar mit der Behauptung, dass Terroranschläge eine Art Spätfolge von Computerspielen seien.

Wirklich.

Auch in anderer “Zeitgeist-Forschung” sind Spieler am Computer nicht so gut weggekommen. Wer lange spielt, wird steuerbar, so haben Wegner et al. (2015) verkündet:

“Following immersive video gaming, individuals were indeed more likely to give up their own best judgment and to follow the vote of computers, especially when the stimulus context was ambiguous.”

Weger, Ulrich W., Stephen Loughnan, Dinkar Sharma, and Lazaros Gonidis. “Virtually compliant: Immersive video gaming increases conformity to false computer judgments.” Psychonomic bulletin & review 22, no. 4 (2015): 1111-1116.

Prosoziales Verhalten, natürlich ist auch prosoziales Verhalten durch Computerspiele in Gefahr:

“230 Personen spielten das gewaltsame Spiel Mortal Kombat vs DC Universe. Einige schlüpften in die Rolle der prosozialen Figur Superman, andere spielten den unsozialen Joker.

Nach dem Spielt konnten sich Teilnehmer eine Süßigkeit oder einen Stift nehmen. Es wurde darauf hingewiesen, dass sie anderen diese kleine Belohnung vorenthalten, wenn sie mehr als eine Süßigkeit oder mehr als einen Stift nähmen. Bei jenen Teilnehmern, die unsoziale Rollen gespielt hatten, kam es doppelt so häufig vor, dass sie mehr als einen Gegenstand nahmen (und somit stahlen) als bei der Kontrollgruppe der prosozialen Charaktere.”

Da sehen Sie es: Wer a-soziale Rollen übernimmt, isst anderen die Bonbons weg. Asoziale Fresser.

Sie sehen, auch Computerspiele kann man als richtiger Gutmensch nicht mehr unbeaufsichtigt durch diejenigen ausführen lassen, die sich besonders davon angezogen fühlen. Sie werden dadurch zu anti-sozialen, roboterhaften Terroristen. Indes zeigen diese Ergebnisse, wenn sie denn zutreffen, was sie nicht tun, weil die Studien Junk sind, wie wir hier ausgeführt haben, dass Computerspieler auf den ersten Blick leicht manipulierbare, durch ihr Spiel lenkbare Gestalten sind. Wie gesagt, die Ergebnisse sind Junk, aber Ergebnisse wie diejenigen, die wir hier präsentiert haben, werden nicht von jedem als der Junk, der sie sind, erkannt. Manche denken, sowas sei generisch und lasse sich für die eigenen Zwecke einsetzen.

Ideologen denken so etwas.
Wer an “Ideologen” denkt, der denkt Polit-Darsteller zwangsläufig mit.
Und wer an Polit-Darsteller, an Personen denkt, die zwanghaft in das Leben anderer Menschen intervenieren wollen, weil sie nichts gelernt haben und folglich nichts können, sich also nur durch Gängelung von Bürgern ihre Relevanz beweisen können, der denkt über kurz oder lang an die Enlagerstätte politischer Darsteller, die auf ihrer nationalen Bühne gescheitert sind: das Europaparlament.

Und im Europaparlament haben sie die Idee entdeckt, dass man über Computerspiele die Computerspieler beinflussen kann. Dass Computerspiele Medien der Indoktrination sein können. Wundern Sie sich also nicht, wenn demnächst in Diablo IV eine Figur auftaucht, die den CO2-Fussabruck ihres Helden berechnet und bei zu großen CO2-Verbrauch einen Malus verteilt.

Wir zitieren aus einer Resolution des Europäischen Parlaments zu Videospielen und E-Sports vom 10. November 2022.

14.  Highlights that, owing to their wide audience and digital component, video gaming and esports have significant social and cultural potential to connect Europeans of all ages, genders and backgrounds, including older people and people with disabilities; recognises the efforts made by the video game sector to improve the accessibility of their products in line with the principles of equality and non discrimination; considers, however, that this progress must continue;

33.  Warns that intensive video gaming can, in rare cases, lead to addiction and toxic behaviour, as recognised by the World Health Organization; stresses that esports players can suffer from a lack of exercise and high stress levels due to the lack of a work-life separation and that the careers of professional esports players are often short, which creates issues when it comes to transitioning to another career; believes that the EU should adopt a responsible approach to video games and esports by promoting them as part of a healthy lifestyle including physical activity, in-person social interaction and cultural engagement;

35.  Underlines that video games and esports have a dual role to play in the green transition, both as an industry that must work to become more environmentally friendly, and as a medium for raising awareness of climate and environmental issues among video game players; welcomes the initiatives taken by the video game industry to protect the environment and improve the energy efficiency of the devices used and services provided; calls, in this context, for greater efforts to improve the energy efficiency and reduce the environmental impact of esports services;

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Transhelden sind nur eine Frage der Zeit, Methusalem als Warrior-King ist in Vorbereitung und niemand wird mehr diskriminiert (14). Videospiele sollen dazu genutzt werden, den Spielern einen “gesunden Lebensstil” nahezulegen, sie zu physischer Aktivität anzuhalten und in soziale Kontakte zu scheuchen, vielleicht durch eine Spielsperre nach drei Spielstunden, die nur aufgehoben werden kann, wenn der Nachweis über ein Gespräch mit einem Nachbarn von mindestens 20 Minuten Länge im Treppenhaus geführt wird.

Schließlich, Sie haben bestimmt schon darauf gewartet, müssen Computerspiele nachhaltig werden und die Spieler für die Belange von Klima und Umwelt sensibilsieren (Die Bombe, die sie gerade abgeworfen haben, hat 2307 Kilogramm CO2 freigesetzt. Pflanzen Sie zum Ausgleich fünfzehn Bäume im Sahel). Sie sehen, auch die Zeiten des unbeschwerten Spielens sind vorbei. Auch dieser Hort der Privatheit wird von der invasiven Spezies “Polit-Darsteller” nun übernommen werden, um ihnen zu jeder Zeit das Verhalten nahelegen zu können, das von ihnen erwartet wird. Jeder WInkel des privaten Lebens wird von diesen ideologischen Schlingpflanzen umrankt.

Übrigens ein Markenzeichen von Totalitarismus: Polit-Darsteller zwängen sich mit ihrem Mist in jeden Lebensbereich von Menschen, politisieren selbst den Gang zur Toilette.



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