Insofern als Mundgeruch auf ein übermäßiges Bakterienwachstum in der Mundhöhle zurückzuführen sein kann, kann man antibakteriell wirkende Mundwässer auch als kosmetische Mundwässer ansehen. Als solches könnten Wasserstoffperoxid-haltige Mundwässer gelten, die nicht nur die Zähne aufhellen sollen, sondern auch antibakterielle (und darüber hinaus: antimikrobielle) Wirkung haben (Juven & Pierson 1996; McDonnell 2014). Allerdings ist die Verwendung von Wasserstoffperoxid-haltigem Mundwasser nicht zu empfehlen, vor allem, weil es den Zahnschmelz beschädigen kann und bei Verschlucken zu Übelkeit, Erbrechen und Verätzung im Verdauungstrakt führen kann (Watt et al. 2004; Zanelli et al. 2017; s. auch unseren Text über kosmetische Mundwässer).
Die Verwendung antibakterieller Mundwässer ist im Prinzip aber empfehlenswert, denn sie wirken Zahnbelag und (damit) der Ursache von Gingivitis, d.h. der bakteriell bedingten Infektion des Zahnfleisches, entgegen bzw. beugen ihm vor. Deshalb und weil sie „überall“ wirken, weil sie „überall“ hinkommen, auch dahin, wohin die Zahnbürste nicht kommt, sind sie ein wichtiger Teil der Mundhygiene.
Mit Bezug auf die antibakteriell wirkende Mundwässer ist die Frage nicht, ob sie tatsächlich existieren; sie existieren, und solche auf Chlorhexidin-Basis, in Deutschland u.a. unter dem Handelsnamen „Chlorhexamed“ und „merdiol med“ erhältlich, gelten hinsichtlich ihrer antibakteriellen Wirkung seit Jahrzehnten als Goldstandard für antibakterielle Mundwässer (Tartaglia et al. 2019: 9). Allerdings sind auch antibakterielle Mundwässer auf Chlorhexidin-Basis nicht für den längerfristigen Gebrauch zu empfehlen. Aufgrund ihrer Betrachtung der Ergebnisse von 51 kontrollierten klinischen Studien haben James et al. (2017) festgehalten:
„There is high-quality evidence that the use of mouthrinses containing chlorhexidine in addition to usual toothbrushing and cleaning for 4 to 6 weeks or 6 months leads to a large reduction in the build-up of plaque. There is also high-quality evidence of a moderate reduction in gingivitis in people with a mild level of it, although because the level of disease was already low this is not considered clinically important. The nature of the available evidence does not allow us to determine the level of reduction of gingivitis in people with moderate to severe levels of it. There was no evidence that one concentration or strength of chlorhexidine rinse was more effective than another. Rinsing for 4 weeks or longer causes tooth staining, which requires scaling and polishing carried out by a dental professional. Other side effects have been reported, including build-up of calculus (tartar), temporary taste disturbance and temporary shedding of/damage to the lining of the mouth“ (James et al. 2017: 3).
„Es gibt Belege von hoher Qualität dafür, dass die Verwendung von Mundspülungen, die Chlorhexidin enthalten, zusätzlich zum üblichen Zähneputzen und zur Zahnreinigung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen oder 6 Monaten zu einer starken Verringerung der Plaquebildung führt. Es gibt auch qualitativ hochwertige Belege für eine mäßige Verringerung der Gingivitis bei Personen mit leichter Gingivitis, was jedoch aufgrund des ohnehin niedrigen Krankheitsniveaus nicht als klinisch bedeutsam angesehen wird. Die Art der verfügbaren Nachweise erlaubt es uns nicht, den Grad der Verringerung der Gingivitis bei Menschen mit mäßigem bis schwerem Befall zu bestimmen. Es gab keine Hinweise darauf, dass eine bestimmte Konzentration oder Stärke der Chlorhexidinspülung wirksamer war als eine andere. Eine Spülung über 4 Wochen oder länger verursacht Zahnverfärbungen, die eine Zahnsteinentfernung und Politur durch einen Zahnarzt erforderlich machen. Es wurden weitere Nebenwirkungen berichtet, darunter die Bildung von Zahnstein, vorübergehende Geschmacksstörungen und vorübergehende Ablösung/Schädigung der Mundschleimhaut“ (James et al. 2017: 3; Hervorhebung d.d. Autorin).
Tartaglia et al. (2019: 9) weisen außerdem darauf hin, dass
„The most commonly assessed and reported adverse event [in connection with Chlorhexidine; CHX] was tooth staining, followed by taste and mucosal alterations. Adverse effects with the use of CHX were usually proportional to the duration of treatment. Of interest, some recent trials tested the addition of an antidiscoloration system to CHX, finding an effective reduction of dental staining without altering its clinical effect. A similar antistaining effect was reported for the combination of CHX and PVP at high concentrations“.
„Die am häufigsten festgestellte und gemeldete unerwünschte Wirkung [im Zusammenhang mit Chlorhexidin; CHX] war Zahnverfärbung, gefolgt von Geschmacks- und Schleimhautveränderungen. Unerwünschte Wirkungen bei der Verwendung von CHX waren in der Regel proportional zur Dauer der Behandlung. Interessanterweise wurde in einigen neueren Studien der Zusatz eines Anti-Verfärbungsystems zu CHX getestet, wobei eine wirksame Verringerung der Zahnverfärbung ohne Veränderung der klinischen Wirkung festgestellt wurde. Eine ähnliche verfärbungshemmende Wirkung wurde für die Kombination von CHX und PVP in hohen Konzentrationen berichtet“.
Es gibt inzwischen Mundwässer auf Chlorhexidin-Basis mit Anti-Verfärbungs-System (kurz: ADS für „antidiscolouration system“) wie z.B. „Curasept ADS 205“ zu kaufen, und die die emprischen Befunde, die bislang zu Anti-Verfärbungssystemen vorliegen, zeigen zwar, dass der Zusatz solcher Systeme die antimikrobielle Wirkung von Chlorhexidin nicht beeinträchtigen, aber:
„[t]he majority of comparisons and the meta‐analysis including these indicate no significant effect of ADS on tooth staining in situations where the mouthwash is used in addition to toothbrushing“ (Van Swaaij et al. 2018: 27),
d.h.
„[d]ie Mehrheit der Vergleichsstudien und die Meta-Analyse, die diese Studien einschließt, zeigen keinen signifikanten Effekt von ADS auf die Zahnverfärbung in Situationen, in denen die Mundspülung zusätzlich zum Zähneputzen verwendet wird“ (Van Swaaij et al. 2018: 27).
Auch Varoni et al. (2017: 235) haben im Rahmen ihrer dreifach blinden randomisierten Studie mit 22 gesunden Freiwilligen beobachtet, dass
„[t]here was no evidence to support the 0.12% chlorhexidine with anti-discoloration agent to reduce staining“,
d.h.
„[e]s keine Belege dafür gab, dass die Verwendung von 0,12%igem Chlorhexidin mit Anti-Verfärbungssystem die Fleckenbildung verringerte“.
Das ist aber nicht der einzige – und nicht der wichtigste – Grund dafür, warum – außer sehr kurzfristig – die Verwendung von Mundwässern auf Chlorhexidin-Basis – mit oder ohne Anti-Verfärbungssystem – nicht empfehlenswert ist:
„Additionally, we and others have recently shown that the use of CHX in healthy subjects can attenuate the nitrate-reducing activity of oral bacteria by at least 80% …. This in turn leads to lower nitrite availability and an increase of blood pressure, suggesting that the oral microbiome can regulate cardiovascular health in healthy individuals and hypertensive patients … CHX is widely available over the counter and is used in healthy patients, but it is unknown whether it promotes a healthy oral microbiome, or it may cause a shift to a microbiome associated with disease“ (Bescos et al. 2020: o.S.).
„Darüber hinaus haben wir und andere kürzlich gezeigt, dass die Verwendung von CHX bei gesunden Probanden die nitratreduzierende Aktivität der oralen Bakterien um mindestens 80 % abschwächen kann …. Dies wiederum führt zu einer geringeren Nitritverfügbarkeit und einem Anstieg des Blutdrucks, was darauf hindeutet, dass das orale Mikrobiom die kardiovaskuläre Gesundheit bei gesunden Personen und Bluthochdruckpatienten regulieren kann … CHX ist rezeptfrei erhältlich und wird bei gesunden Patienten verwendet, aber es ist nicht bekannt, ob es ein gesundes orales Mikrobiom fördert oder eine Verschiebung hin zu einem Mikrobiom verursacht, das mit Krankheiten assoziiert ist“ (Bescos et al. 2020: o.S.).
Die Ergebnisse, die Bescos et al. in ihrer Studie erzielt haben, sprechen für Letzteres:
„Results from this study showed that CHX led to an increase in the abundance of some genera such as Neisseria, Streptococcus and Granulicatella, and lowered the abundance of Actinomyces, but did not affect the abundance of Veillonella … Lower microbial diversity as represented by the Shannon’s index was found after using CHX. This result is in agreement with another recent study showing lower diversity of bacteria colonizing the tongue … These findings are relevant from a dental viewpoint since lower diversity of oral bacteria has been related to greater risk of oral diseases … Our results showing lower saliva pH after using CHX are relevant, since decreased pH in saliva is associated with demineralization of tooth enamel and risk of caries, tooth loss and other dental problems … Oral pH may differ between different oral conditions: whilst saliva pH is more alkaline in chronic gingivitis, it tends to be more acidic in chronic periodontitis. Thus, in terms of salivary pH, CHX could therefore be more useful for managing gingivitis than periodontitis … … In conclusion this study indicates that a 7-day use of CHX mouthwash has a significant impact on the oral microbiome, as well as shift to an acidic environment, favourable for increased dental caries, and a reduction of the amount of oral nitrate-reducing bacteria, which contribute to cardiovascular health. Thus, these findings add to the growing body of evidence that the applications of CHX mouthwash should be more carefully considered, and that CHX could have detrimental effects on the healthy microbiome, and in turn cardiovascular health, requiring further investigation“ (Bescos et al. 2020: o.S.).
„Die Ergebnisse dieser Studie zeigten, dass CHX zu einem Anstieg der Häufigkeit einiger Gattungen wie Neisseria, Streptococcus und Granulicatella führte und die Häufigkeit von Actinomyces verringerte, aber keinen Einfluss auf die Häufigkeit von Veillonella hatte … Eine geringere mikrobielle Vielfalt, dargestellt durch den Shannon-Index, wurde nach der Verwendung von CHX festgestellt. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit einer anderen kürzlich durchgeführten Studie, die eine geringere Vielfalt der die Zunge besiedelnden Bakterien zeigte … Diese Ergebnisse sind aus zahnmedizinischer Sicht relevant, da eine geringere Vielfalt von Mundbakterien mit einem höheren Risiko für Mundkrankheiten in Verbindung gebracht wird … Unsere Ergebnisse, die einen niedrigeren pH-Wert des Speichels nach der Anwendung von CHX zeigen, sind relevant, da ein niedriger pH-Wert im Speichel mit der Demineralisierung des Zahnschmelzes und dem Risiko von Karies, Zahnverlust und anderen Zahnproblemen in Verbindung gebracht wird … Der orale pH-Wert kann bei verschiedenen oralen Erkrankungen unterschiedlich sein: Während der Speichel-pH-Wert bei chronischer Gingivitis eher alkalisch ist, tendiert er bei chronischer Parodontitis zu einem höheren Säuregehalt. In Bezug auf den Speichel-pH könnte CHX daher bei der Behandlung von Gingivitis nützlicher sein als bei Parodontitis … … Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass eine 7-tägige Anwendung von CHX-Mundwasser einen signifikanten Einfluss auf das orale Mikrobiom hat, sowie eine Verschiebung hin zu einem sauren Milieu, das eine Zunahme der Zahnkaries begünstigt, und eine Verringerung der Menge an oralen nitratreduzierenden Bakterien, die zur kardiovaskulären Gesundheit beitragen. Diese Ergebnisse ergänzen somit die wachsende Zahl von Belegen dafür, dass der Anwendung von CHX-Mundspülungen mit größerer Vorsicht begegnet werden sollte und dass CHX schädliche Effekte auf das gesunde Mikrobiom und damit auf die kardiovaskuläre Gesundheit haben könnte, was weitere Untersuchungen erfordert “ (Bescos et al. 2020: o.S.).
Hinzu kommt, dass
„[t]he e frequent use of chlorhexidine gluconate and other chemical antiseptics raises concern regarding the development of acquired bacterial resistance. A wide range of pathogenic bacteria, including nosocomial pathogens, has developed reduced susceptibilities to chlorhexidine gluconate … Furthermore, long-term use of chlorhexidine may be characterised by specific unwanted adverse effects such as parotid gland swelling, pigmentation of soft tissue and teeth, taste alteration and a burning sensation …“ (Deglovic et al. 2022: 3 von 14).
„die häufige Anwendung von Chlorhexidingluconat und anderen chemischen Antiseptika […] Bedenken hinsichtlich der Entwicklung erworbener bakterieller Resistenz auf[wirft]. Eine breite Palette pathogener Bakterien, einschließlich nosokomialer Krankheitserreger [Krankheitserreger, denen Menschen im Krankenhaus, in einer Klinik oder einer Pflegeeinrichtung ausgesetzt sind], hat eine verringerte Anfälligkeit für Chlorhexidingluconat zur Folge … Darüber hinaus kann die langfristige Anwendung von Chlorhexidin durch spezifische unerwünschte Nebenwirkungen wie Schwellung der Ohrspeicheldrüse, Pigmentierung von Weichgewebe und Zähnen, Geschmacksveränderung und ein brennendes Gefühl gekennzeichnet sein …“ (Deglovic et al. 2022: 3 von 14).
Vor diesem Hintergrund kann festgehalten werden, dass auf die Verwendung von Chlorhexidin-basierten Mundspülungen möglichst verzichtet werden sollte – außer von einer sehr kurzfristigen, vom Zahnarzt angezeigten Anwendung von wenigen Tagen, vielleicht nach dem Zahn-Ziehen oder einem ähnlich (im wahrsten Sinn des Wortes) tiefgehenden Eingriff. In jedem Fall eignen sich Chlorhexidin-basierte Mundspülungen nicht für den Gebrauch im Rahmen der täglichen Mundhygiene.
Sie sind auch nicht nötig, denn es gibt Alternativen.
Keine gute Alternative sind Mundspülungen, die Alkohol enthalten. Nicht nur, dass einige (vielleicht auch viele) Anwender sie als zu „scharf“ oder „brennend“ finden, so dass ihnen ihre Verwendung unangenehm ist; es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sie Mundhöhlenkrebs auslösen bzw. das Risiko auf Mundhöhlenkrebs erhöhen.
Im Jahr 2009 haben Werner und Seymour den diesbezüglichen Forschungsstand wie folgt auf den Punkt gebracht:
„There is evidence to show an association between use of an alcohol containing mouthwash and oral cancer. However, this evidence is weak and inconclusive. A robust randomised controlled trial would be necessary to answer the question of whether alcohol containing mouthwashes increase the risk of developing oral cancer. The feasibility and justification for such a trial is likely to raise ethical and logistical questions. Against this background there is overwhelming evidence that mouthwashes are of value in reducing bacterial plaque and gingivitis and are useful adjuncts to mechanical methods of plaque removal. The comparative studies between alcohol containing and alcohol-free mouthwashes have for the most part shown that the alcohol content adds little in the way of efficacy to the product. Besides this, alcohol containing mouthwashes may be also avoided on the basis of cultural preferences. Therefore, as the benefit of alcohol in a mouthwash is negligible and it may carry a risk of oral cancer which is difficult to quantify, is there any value in members of the dental team prescribing/recommending alcohol containing mouthwashes to their patients?“ (Werner & Seymour 2009: 3-4).
„Es gibt Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von alkoholhaltigen Mundspülungen und Mundkrebs. Diese Belege sind jedoch schwach und nicht schlüssig. Um die Frage zu beantworten, ob alkoholhaltige Mundspülungen das Mundkrebsrisiko erhöhen, wäre eine solide randomisierte kontrollierte Studie erforderlich. Die Durchführbarkeit und Rechtfertigung einer solchen Studie wirft wahrscheinlich ethische und logistische Fragen auf. Vor diesem Hintergrund gibt es überwältigende Beweise dafür, dass Mundspülungen bei der Verringerung von bakteriellem Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen von Nutzen sind und eine nützliche Ergänzung zu mechanischen Methoden der Plaqueentfernung darstellen. Die vergleichenden Studien zwischen alkoholhaltigen und alkoholfreien Mundspülungen haben größtenteils gezeigt, dass der Alkoholgehalt die Wirksamkeit des Produkts nur wenig erhöht. Außerdem können alkoholhaltige Mundspülungen auch aufgrund kultureller Präferenzen vermieden werden. Da der Nutzen des Alkohols in einer Mundspülung vernachlässigbar ist und er ein schwer quantifizierbares Risiko für Mundkrebs mit sich bringen kann, stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, dass Mitglieder des zahnärztlichen Teams ihren Patienten alkoholhaltige Mundspülungen verschreiben/empfehlen.“ (Werner & Seymour 2009: 3-4; Hervorhebung d.d.A.).
Lachenmeier (2010) hat mit Bezug auf den Text von Werner und Seymour in einem Brief an die Herausgeber der Zeitschrift, in der dieser Text erschienen ist, festgehalten:
„While I agree that the risk of oral cancer from mouthwash use is difficult to quantify, … it is not completely impossible. We have recently shown that the use of alcohol-containing mouthwashes may lead to acetaldehyde concentrations in the oral cavity of up to 105 μM, which exceeds levels that have been shown in vitro to form DNA adducts and cause sister chromatid exchanges. A twice-daily use of alcohol-containing mouthwashes leads to a low but quantifiable lifetime cancer risk of 3E-6. The acetaldehyde burden may be increased by the cumulative exposure from a considerable number of other sources, which do not only include alcohol but also nutrition, flavourings, tobacco, and environmental exposures. The local carcinogenic effects of acetaldehyde in light of the cumulative exposure may be the molecular explanation for the link between mouthwash use and oral cancer detected in some of the epidemiological studies. It is notable that the International Agency for Research on Cancer recently upgraded acetaldehyde associated with alcohol consumption to group 1, with oesophagus, head, and neck as tumour sites with sufficient evidence for carcinogenicity in humans“ (Lachenmeier 2010: 95).
„Ich stimme zwar zu, dass das Risiko von Mundkrebs durch die Verwendung von Mundwasser schwer zu quantifizieren ist, … aber es ist nicht völlig unmöglich. Wir haben kürzlich gezeigt, dass die Verwendung von alkoholhaltigen Mundspülungen zu Acetaldehyd-Konzentrationen in der Mundhöhle von bis zu 105 μM führen kann, was über den Werten liegt, die in vitro nachweislich DNA-Addukte [eine Art von DNA-Schaden] bilden und Schwesterchromatidaustausche verursachen. Die zweimal tägliche Verwendung von alkoholhaltigen Mundspülungen führt zu einem geringen, aber quantifizierbaren lebenslangen Krebsrisiko von 3E-6. Die Acetaldehydbelastung kann durch die kumulative Exposition aus einer beträchtlichen Anzahl anderer Quellen erhöht werden, zu denen nicht nur Alkohol, sondern auch Ernährung, Aromastoffe, Tabak und Umweltexpositionen gehören. Die lokalen karzinogenen Wirkungen von Acetaldehyd angesichts der kumulativen Exposition könnten die molekulare Erklärung für den in einigen epidemiologischen Studien festgestellten Zusammenhang zwischen der Verwendung von Mundspülungen und Mundkrebs sein. Es ist bemerkenswert, dass die Internationale Agentur für Krebsforschung vor kurzem Acetaldehyd in Verbindung mit Alkoholkonsum in die Gruppe 1 hochgestuft hat, mit Speiseröhre, Kopf und Hals als Tumororten mit ausreichenden Belegen für Karzinogenität beim Menschen“ (Lachenmeier 2010: 95).
(Wer sich für die Studie, auf die Lachenmeier sich hier bezieht, interessiert: Es handelt sich um eine Studie von Lachenmeier et al. aus dem Jahr 2009; s. Literaturverzeichnis.)
Eine Dekade später berichten Ustrell-Borràs et al. (2020) über ihr Resultat der Übersicht über die Ergebnisse der zum Zusammenhang zwischen alkoholhaltigen Mundwässer und Mundkrebs vorliegenden Studien (die bestimmte Qualitätskriterien erfüllt haben):
„Out of 497 potentially eligible papers, 8 studies were included in the qualitative analysis which include a total of 43,499 subjects: two meta-analyses, a clinical trial, three case-control studies and two cohort studies. One study (n = 3,926) found a relationship between alcohol mouthwash and oral cancer, two studies (n = 25,033) found this relationship when a high frequency of mouthwash was present, three studies (n = 14,482) failed to find this relationship and 2 studies (n = 58) found a temporary increase of acetaldehyde levels in saliva after alcohol mouthwash. Conclusions: It cannot be guaranteed that the use of mouthwash represents an independent risk factor for the development of head and neck cancer. However, the risk does increase when it occurs in association with other carcinogenic risk factors“ (Ustrell-Borràs et al. 2020: e2).
„Von 497 potenziell in Frage kommenden Arbeiten wurden 8 Studien mit insgesamt 43.499 Probanden in die qualitative Analyse einbezogen: zwei Meta-Analysen, eine klinische Studie, drei Fall-Kontroll-Studien und zwei Kohortenstudien. Eine Studie (n = 3.926) fand einen Zusammenhang zwischen Alkohol-Mundspülungen und Mundkrebs, zwei Studien (n = 25.033) fanden diesen Zusammenhang, wenn eine hohe Häufigkeit von Mundspülungen vorlag, drei Studien (n = 14.482) fanden diesen Zusammenhang nicht und 2 Studien (n = 58) fanden einen vorübergehenden Anstieg der Acetaldehydwerte im Speichel nach Alkohol-Mundspülungen. Schlussfolgerungen: Es kann nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass die Verwendung von Mundspülungen einen unabhängigen Risikofaktor für die Entwicklung von Kopf- und Halskrebs darstellt [aber auch nicht, dass sie keinen unabhängigen Risikofaktor für die Entwicklung von Krebs in der Kopf- oder Halsregion darstellt]. Allerdings steigt das Risiko, wenn es in Verbindung mit anderen karzinogenen Risikofaktoren auftritt“ (Ustrell-Borràs et al. 2020: e2).
Zu diesen Faktoren gehören im hier interessierenden Zusammenhang das Rauchen und der Konsum von alkoholischen Getränken (Ustrell-Borràs et al. 2020: e11).
Von der regelmäßigen Verwendung alkoholhaltiger Mundwässer ist m.E. aufgrund der vorliegenden Studienergebnisse jedem abzuraten, nicht nur denjenigen, die regelmäßig rauchen oder alkoholhaltige Getränke trinken, denn was bislang (ebenfalls) nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist, (aber von Ustrell-Borràs et al. nicht explizit formuliert wird) ist, dass alkoholhaltige Mundwässer keinen unabhängigen Risikofaktor für die Entwicklung von Mundkrebs (oder anderen Krebsarten im Kopf- oder Halsbereich) darstellen, gleichzeitig aber eine Reihe von Studien dafür spricht, dass sie das Krebsrisiko direkt oder indirekt erhöhen, die Gefahr besteht, dass die DNA durch ihre Verwendung geschädigt wird, worauf Lachmeier (2010) hingewiesen hat, und der Nutzen von Alkohol in Mundspülungen ohnehin vernachlässigbar ist, wie Werner und Seymour (2009) festgehalten haben.
Chlorhexidin-basierte Mundspülungen und solche, die Alkohol enthalten, scheiden für den Gebrauch im Rahmen der regelmäßigen Mundhygiene also aus.
Wenn man solche Mundwässer vermeiden möchte, bleibt immer noch ein riesiges Angebot an Mundwässern, unter denen man wählen kann. Um eine informierte Wahl treffen zu können, ist es wichtig, die effektiven Wirkstoffe – in dem Zusammenhang, der uns in diesem Text interessiert, sind das Inhaltsstoffe mit antibakterieller (oder allgemein antimikrobieller Wirkung) – von allen anderen Inhaltsstoffen wie Haltbarmachern, Schaumbekämpfungsmitteln, Farb- und Aromastoffen u.a.m. unterscheiden zu können.
Wenn man in der Suchzeile bei amazon.de „Mundwasser“ eingibt, erhält man „Amazons Tipp“ in Sachen Mundwässer als erstes angezeigt, und dabei handelt es sich um „Listerine Cool Mint“, das als „antibakterielle Mundspülung mit ätherischen Ölen & ohne Alkohol“ beschrieben wird. Betrachten wir die Inhaltsstoffe dieses Mundwassers genauer: Als Bestandteile dieses Mundwassers sind ausgewiesen: Aqua, Propylenglykol, Sorbitol, Poloxamer 407, Natriumlaurylsulfat, Cineol, Benzoesäure, Natriumbenzoat, Methylsalicylat, Thymol, Natriumsaccharin, Natriumfluorid, Menthol, Sucralose, Aroma, CI 42053 …“.
Es enthält also vor allem Wasser, gefolgt von einem Lösungsmittel, das zwar auch eine antibakterielle Wirkung hat und als Antimykotikum [Pilze bekämpfend] fungiert, aber diesbezüglich deutlich hinter anderen Glykolen zurückbleibt (Kinnunen & Koskela 1991), so dass man davon ausgehen kann, dass Propylenglykol in der Rezeptur des Mundwassers vor allem als Lösungsmittel fungieren soll.
Sorbitol, ein Zuckeralkohol mit stark wasserbindenden Eigenschaften, dient als Süßungsmittel, Feuchthaltemittel und Verdickungsmittel. Poloxamer 407, ein Tensid synthetischen Ursprungs, dient als Stabilisator für schwerwasserlösliche Stoffe und hemmt die Schaumbildung. Natriumlaurylsulfat ist ebenfalls ein Tensid und hat reinigende Wirkung, kann aber die Mundschleimhaut austrocknen oder irritieren (Lindenmüller & Lambrecht 2011) bzw. gewebe- und zellschädigend wirken (Tabatabaei et al. 2019: 454). Nach den Befunden von Tabatabaei et al. ist Natriumlaurylsulfat
„… among the most toxic components in the composition of toothpastes“ (Tabatabaei et al. 2019: 454),
d.h.
„… eine der giftigsten Komponenten in der Zusammensetzung von Zahnpasten“ (Tabatabaei et al. 2019: 454).
Cineol ist der Haupbestandteil des ätherischen Öls diverser Eukalyptusarten und hat nachweislich antimikrobielle Wirkung (Mączka et al. 2021). Es wirkt außerdem als Konservierungsstoff (Ozogul et al. 2015). Benzoesäure ist ebenfalls ein Konservierungsstoff, genauso wie Natriumbenzoat, das Natriumsalz der Benoesäure, das anaphylaktischen Schock, Schwellung der Nasenschleimhaut und Dyspnoe, d.h. Atemnot, auslösen kann (Tabatabaei et al. 2019: 451). Methylsalicylat ist der Methylester der Salicylsäure, der der Hauptbestandteil in den ätherischen Ölen aus der Niederen Scheinbeere (Gaultheria procumbens), auch Wintergrün genannt, und aus der Zuckerbirke (Betula lenta) ist.
Diesbezüglich halten Radzki et al. (2022: 16 von 27) fest:
„… there is no evidence methyl salicylate in isolation possesses any antibacterial effect, but it is used as a fragrance, with anti-inflammatory effect“
D.h.:
„Es gibt keine Hinweise darauf, dass Methylsalicylat in isolierter Form eine antibakterielle Wirkung besitzt, sondern als Duftstoff verwendet wird, mit entzündungshemmender Wirkung“.
Außerdem steht Methylsalicylat im Verdacht, wie bei weiblichen Tieren auch bei schwangeren Frauen Schäden am Embryo oder Fehlgeburten zu verursachen (Dosoky & Setzer 2021).
Thymol ist in einer Reihe ätherischer Öle aus mediterranen Kräutern wie dem Thymian enthalten. Seine Wirkung im Mundwasser entspricht weitgehend derjenigen von Cineol (s.o.; Marchese et al. 2016). Natriumsaccharin ist ein künstlicher Süßstoff, dessen Toxizitätsprofil nach wie vor nicht gänzlich geklärt ist (Al-Ishaq et al. 2023; Cuykx et al. 2019; Pavanello et al. 2023; Weihrauch & Diehl 2004). Natriumfluorid soll den Zahnschmelz remineralisieren und Karies verhindern, Menthol, Hauptbestandteil des Pfefferminz (Mentha piperita)-Öls, hat eine mittelmäßige Wirkung gegen Bakterien; Mentha piperita-Öl wirkt aber auch gegen Viren und Pilze (Radzki et al. 2022: 16 von 27). Darüber hinaus wirkt Menthol durch Aktivierung des Kälterezeptors TRPM8 kühlend (McKemy 2007) und gibt ein Frischegefühl und frischen Geruch. Sucralose ist der dritte im Mundwasser enthaltene Süßstoff. Er hat antibakterielle Wirkung, hat aber wie andere Süßstoffe auch eine den Zahnschmelz demineralisierende Wirkung (Giacaman et al. 2013). Schließlich enthält das Mundwasser noch ein nicht näher definiertes „Aroma“ und CI 42053, wobei es sich um einen Farbstoff handelt, der grün färbt und als Lebensmittel-Farbstoff zugelassen ist.
Die antibakterielle Wirkung von „Listerine Cool Mint“ geht also auf das Cineol, Thymol und Menthol in der Rezeptur zurück, vielleicht auch ein wenig auf die Süßstoffe in der Rezeptur, deren ggf. vorhandenen antibakteriellen Wirkung aber die den Zahnschmelz demineralisierende Wirkung gegenübersteht. Mit Ausnahme von Natriumfluorid hat keiner der übrigen Inhaltsstoffe eine Wirkung, die die Gesundheit von Mundhöhle oder Zähnen befördern würde; vielmehr wirkt eine Reihe der Inhaltsstoffe schädlich oder steht im Verdacht schädlich zu wirken.
Wenn die antibakterielle Wirkung von „Listerine Cool Mint“ (und anderen, ähnlichen Produkten wie z.B. „Oral-b 3D“) ohnehin ausschließlich oder fast ausschließlich auf in ätherischen Ölen enthaltenen Stoffe zurückgeht, warum sollte man dann nicht ein auf der Basis von ätherischen Ölen wirkendes Mundwasser wählen, das die für die Mundhöhlen- oder Zahngesundheit irrelevanten oder gar schädlichen Substanzen meidet?!
Zum einen ist es gar nicht so einfach, ein solches Mundwasser zu finden, das nicht Alkohol oder irgendein Fluorid enthält (wie das Rathania-Mundwasser von Weleda). Zum anderen können Mundwässer, deren antibakterielle Wirkung auf in ätherischen Ölen enthaltene Stoffe zurückgeht, immer noch eine Reihe von unnützen oder schädlichen Substanzen enthalten, auch, wenn sie alkohol-, fluorid- und farbstoff-frei sind wie „Listerine Naturals“, das u.a. Natriumlaurylsulfat, Poloxamer 407, Natriumbenzoat und künstliche Süßstoffe enthält; es ist tatsächlich eine um den Alkohl, das Fluorid und den Farbstoff „gekürzte“ Variante von „Listerine Cool Mint „.
Oder das Mundwasser enthält Wirkstoffe aus ätherischen Ölen in isolierter Form, wie das z.B. im Fall des in „Listerine Cool Mint“ enthaltenen Methylsalicylat der Fall ist (s.o.). Während von einigen ätherischen Ölen und einigen ihrer Komponenten bekannt ist, dass sie bestimmte Wirkungen in isolierter Form haben, ist es von anderen ätherischen Ölen bzw. anderen ihrer Komponenten nicht bekannt bzw. hinreichend wissenschaftlich überprüft worden, schon gar nicht unter Berücksichtigung spezieller Rezepturen, d.h. mit Bezug auf mögliche Synergieeffekte nicht (nur) der verschiedenen Komponenten in einem ätherischen Öl selbst, sondern (auch) mit Bezug auf Synergieeffekte isolierter Komponenten ätherischer Öle mit anderen Inhaltsstoffen in einer Rezeptur. Bereits auf der ersten Ebene, d.h. der Ebene der ätherischen Öle, ist mit Synergieeffekten zu rechnen, wie z.B. die Studie von Onawunmi et al. (1984) gezeigt hat:
„Cymbopogon citratus (DC.) Stapf., commonly known as lemon grass and used, over many years, for medicinal purposes in West Africa, produces a volatile oil on steam extraction of its leaves. The antibacterial properties of the essential oil have been studied. These activities are shown in two of the three main components of the oil identified through chromatographic and mass spectrometric methods. While the alpha-citral (geranial) and beta-citral (neral) components individually elicit antibacterial action on gram-negative and gram-positive organisms, the third component, myrcene, did not show observable antibacterial activity on its own. However, myrcene provided enhanced activities when mixed with either of the other two main components identified“ (Onawunmi et al. 1984: 279).
„Cymbopogon citratus (DC.) Stapf., allgemein bekannt als Zitronengras und seit vielen Jahren für medizinische Zwecke in Westafrika verwendet, produziert bei Dampfextraktion seiner Blätter ein flüchtiges Öl. Die antibakteriellen Eigenschaften des ätherischen Öls wurden untersucht. Diese Aktivitäten [bzw. Eigenschaften] zeigen sich in zwei der drei Hauptkomponenten des Öls, die durch chromatographische und massenspektrometrische Methoden identifiziert werden. Während die alpha-citral (geranial)- und beta-citral (neral)- Komponenten einzeln antibakterielle Wirkung auf gramnegative und grampositive Organismen haben, zeigte die dritte Komponente, Myrcen, allein keine beobachtbare antibakterielle Aktivität. Myrcen lieferte jedoch erhöhte Aktivitäten, wenn es mit einer der beiden anderen identifizierten Hauptkomponenten gemischt wurde“ (Onawunmi et al. 1984: 279).
Ein Mundwasser, das ätherische Öle mit allen ihren Komponenten enthält, ist das „Lumineux Clean and Fresh“-Mundwasser; es enthält im Einzelnen: Organischen Aloe Barbadensis (Aloe Vera)-Blattsaft, Xylitol, Gereinigtes Wasser (Aqua), Totes Meer Salz (Maris Sal), Gaultheria Procumbens (Wintergrün)-Blattöl, Mentha Viridis (Grüne Minze)-Blattöl, Organisches Minz-Öl, Eugenia Caryophyllus (Nelken)-Blütenöl.
Alle Inhaltsstoffe außer dem gereinigten Wasser haben positive Effekte auf die Mund- oder Zahngesundheit, d.h nicht nur die ätherischen Öle, sondern auch das Xylitol, das Tote Meer-Salz und der Aloe Vera-Blattsaft.
Butera et al. (2022: 7 von 13) berichten über Aloe Vera-Blattsaft:
„Focusing on Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder, several clinical studies have demonstrated that Aloe mouthwash and gel are effective in the prevention and treatment of gingivitis and periodontitis by reducing gingival index, plaque index, and probing depth and by increasing bone fill and regeneration … Additionally, Aloe vera has proven to be as effective as the other usual treatments, such as chlorhexidine, alendronate, and chlorine dioxide …“,
d.h.
„Mit Bezug auf Aloe Barbadensis-Blattsaftpulver haben mehrere klinische Studien gezeigt, dass Aloe Mundwasser und Gel bei der Vorbeugung und Behandlung von Gingivitis und Parodontitis wirksam sind, indem sie den Gingivalindex, den Plaque-Index, und die Sondierungstiefe verringern und die Knochenfüllung erhöhen und die Regeneration verbessern … Darüber hinaus hat sich Aloe Vera als genauso wirksam erwiesen wie die anderen üblichen Behandlungen wie Chlorhexidin, Alendronat und Chlordioxid …“,
wobei die Autoren diese Behauptungen jeweils mit Verweisen auf die Studien versehen, die diese Ergebnisse erbracht haben.
Xylitol dient als Süßungsmittel und Feuchthaltemittel, wirkt aber auch als Schutz vor Karies, remineralisiert den Zahnschmelz und hat antibakterielle Wirkung (Ballini et al. 2020: 8; Radzki et al. 2022: 11 von 27; Xylitol wird darüber hinaus antiviral und macht u.a. SARS-CoV-2 den Garaus, wie wir hier gezeigt haben); Für Xylitol ist in wissenschaftlichen Studien wiederholt belegt worden, dass es die Vermehrung von Streptococcus mutans in der Mundhöhle hemmt (Aluckal & Ankola 2018; Ballini et al. 2020; Decker et al. 2008; ElSalhy et al. 2012). S. mutans ist
„one of the many etiological factors of dental caries, is a microorganism which is able to acquire new properties allowing for the expression of pathogenicity determinants determining its virulence in specific environmental conditions. Through the mechanism of adhesion to a solid surface, S. mutans is capable of colonizing the oral cavity and also of forming bacterial biofilm. Additional properties enabling S. mutans to colonize the oral cavity include the ability to survive in an acidic environment and specific interaction with other microorganisms colonizing this ecosystem“ (Krzyściak et al. 2014: 499),
„… einer der vielen ätiologischen Faktoren [d.h. auslösenden oder die Entstehung fördernden Faktoren] von Karies … [und] ein Mikroorganismus, der in der Lage ist, neue Eigenschaften zu erwerben, die die Expression von Pathogenitätsdeterminanten ermöglichen, die seine Virulenz unter bestimmten Umweltbedingungen bestimmen. Durch den Mechanismus der Haftung auf einer festen Oberfläche ist S. mutans in der Lage, die Mundhöhle zu besiedeln und auch bakteriellen Biofilm zu bilden. Weitere Eigenschaften, die es S. mutans ermöglichen, die Mundhöhle zu kolonisieren, sind die Überlebensfähigkeit in einer sauren Umgebung und die spezifische Interaktion mit anderen Mikroorganismen, die dieses Ökosystem besiedeln“ (Krzyściak et al. 2014: 499).
Salzwasser ist ebenfalls im Stande, die Vermehrung von S. mutans zu behindern (Ballini et al. 2020; Mani 2015; Michel et al. 1993), aber nicht nur von S. mutans, sondern auch einer Vielzahl anderere Bakterien und von Candida albicans und hat darüber hinaus weitere positive Effekte:
„Sea salt makes the environment alkaline, thereby accelerating the healing of the surgical wound … Sea salt increases the pH of the oral environment and helps reduce the acidity created by bacteria … Also, saltwater decreases inflammation and contracts the tissues … Saltwater induces vasodilation and helps phagocytes, lowering the bacterial load. Salt is recognized as osmosis kills some types of bacteria, effectively by sucking water out of them. Bacterial enzymes cannot function without water, and eventually, the cell can be collapsed … In this study, the range of zones of microbial growth inhibition by sea salt samples was as follows: S. mutans (5 to 6 mm); S. salivarius (4 to 6 mm); S. mitis (4 to 6 mm); L. acidophilus (4 to 5 mm); C. albicans (4 to 5 mm); E. coli (3 to 4 mm); and S. aureus (4 to 5 mm)“ (Motallaei et al. 2021: 4-5).
„Meersalz macht die Umgebung alkalisch und beschleunigt so die Heilung der chirurgischen Wunde … Meersalz erhöht den pH-Wert der oralen Umgebung und hilft, den Säuregehalt von Bakterien zu reduzieren … Salzwasser lindert außerdem Entzündung und zieht das Gewebe zusammen … Salzwasser induziert Vasodilatation [Erweiterung der Blutgefäße] und hilft Phagozyten [sog. Fresszellen, ein Typus von Zellen, die die Fähigkeit haben, Fremdpartikel wie Bakterien, Kohlenstoff oder Staub aufzunehmen], die bakterielle Last zu senken. Salz schafft osmotischen Druck und tötet einige Arten von Bakterien, indem es Wasser aus ihnen heraus saugt. Bakterielle Enzyme können ohne Wasser nicht funktionieren, und schließlich kann die Zelle kollabieren [einen Kollaps erleiden, in sich zusammenfallen] … In dieser Studie war der Bereich der Zonen der mikrobiellen Wachstumshemmung durch Meersalzproben wie folgt: S. mutans (5 bis 6 mm); S. salivarius (4 bis 6 mm); S. mitis (4 bis 6 mm); L. acidophilus (4 bis 5 mm); C. albicans (4 bis 5 mm); E bis 3 mm (4 bis 4 mm) (Motallaei et al. 2021: 4-5)“ (Motallaei et al. 2021: 4-5).
Streptococcus Mutans at work
In der Studie von Hoover et al. (2017) hatte die Mundspülung mit Meersalz (allein) nach dreißig Tagen keinen Einfluss auf die Gingival- und Plaque-Werte in einer Gruppe junger Erwachsener. Die Mehrheit der vorliegenden Befunde für die Wirkung/en von Salzwasser-Spülungen auf die Gesundheit der Mundhöhle und der Zähne ist jedoch positiv, besonders, wenn sie Xylitol enthalten, so dass
„… for a more simple and practical daily care, the alleged beneficial effects of combined mouth rinse seem to be a very useful tool to promote oral health“ (Ballini et al. 2020: 8 von 10),
d.h.
„… für eine einfachere und praktischere tägliche Pflege scheinen die mutmaßlichen positiven Wirkungen der kombinierten Mundspülung [aus Salzwasser und Xylitol] ein sehr nützliches Instrument zur Förderung der Mundgesundheit zu sein“ (Ballini et al. 2020: 8 von 10).
Angesichts der Tatsache, dass das „Lumineux Clean and Fresh“-Mundwasser in Deutschland, soweit ich recherchieren konnte, nicht im Handel erhältlich ist und dort, wo es erhältlich ist (z.B. bei amazon.co.uk) ziemlich teuer ist, und Mundwässer, die in ihrer Zusammensetzung dem „Lumineux Clean and Fresh“-Mundwasser sehr ähnlich sind, schwierig zu finden sind, ist es vielleicht am besten, wenn man sein eigenes Mundwasser für den täglichen Gebrauch herstellt.
Im Internet wimmelt es nur so von Rezepten für hausgemachte Mundwässer, die mit kleinem oder größerem Aufwand zuhause hergestellt werden können. Ein selbstgemachtes Mundwasser mit antibakterieller Wirkung kann so einfach sein, dass es nur zwei oder drei Inhaltsstoffe enthält, z.B. gefiltertes oder destilliertes Wasser, Meersalz und vielleicht ein ätherisches Öl mit antibakterieller Wirkung, z.B. Eukalyptusöl oder Minzöl.
Eine Mundspülung mit Aloe Vera-Blattsaft oder –Gel hat antibakterielle Wirkung (Eskandarinezhad et al. 2022; Ghasemi et al. 2020) und ist besonders bei gereiztem oder entzündetem Zahnfleisch zu empfehlen (Al-Maweri et al. 2020; Butera et al. 2022: 7 von 13). (Auf akut gereiztes oder entzündetes Zahnfleisch kann man Aloe Vera-Gel auch direkt, ohne Vermischung mit Wasser, auftragen.) Ein Mundwasser auf der Basis von Aloe Vera-Blattsaft bzw. –Gel kann man selbst herstellen, indem man Aloe Vera-Blattsaft/Gel im Verhältnis 1:1 mit gefiltertem oder destilliertem Wasser vermischt und, wenn man möchte, einen Teelöffel Xylitol bzw. Birkenzucker zugibt und/oder 2-4 Tropfen Eukalyptus- oder Pfefferminz-Öl. Ein Mundwasser aus 120ml Aloe Vera-Blattsaft/Gel und 120ml gefiltertem oder destilliertem Wasser wird bei täglichem Gebrauch nicht länger als eine Woche vorhalten und kann in diesem Zeitraum bedenklos problemlos (auch ohne die Zugabe von Vitamin E. als natürlichem Haltbarmacher) verwendet werden.
Es kann aber nicht schaden, das Mundwasser im Kühlschrank aufzubewahren. Ein solches Mundwasser erfordert nicht mehr Aufwand als die Abfüllung in eine leere Glasflasche, kräftiges Schütteln vor der Verwendung (und Ausspucken, nachdem man mindestens 20, am besten 60, Sekunden damit den Mund gespült hat, versteht sich).
Sehr effektiv und besonders einfach, aber vielleicht für Veganer nicht akzeptabel, ist ein selbstgemachtes Mundwasser aus Honig-Wasser. Die antibakterielle Wirkung von Honig ist seit langem bekannt:
„… honey has been used from ancient times as a method of accelerating wound healing … and the potential of honey to assist with wound healing has been demonstrated repeatedly … Honey is gaining acceptance as an agent for the treatment of ulcers, bed sores and other skin infections resulting from burns and wounds … The healing properties of honey can be ascribed to the fact that it offers antibacterial activity, maintains a moist wound environment that promotes healing, and has a high viscosity which helps to provide a protective barrier to prevent infection … The application of honey can promote the healing in infected wounds that do not respond to the conventional therapy, i.e., antibiotics and antiseptics …, including wounds infected with methicillin-resistant S. aureus … Research has been conducted on manuka (L. scoparium) honey …, which has been demonstrated to be effective against several human pathogens, including Escherichia coli (E. coli), Enterobacter aerogenes, Salmonella typhimurium, S. aureus … Laboratory studies have revealed that the honey is effective against methicillin-resistant S. aureus (MRSA), ꞵ-haemolytic streptococci and vancomycin-resistant Enterococci (VRE) …“ (Mandal & Mandal 2011: 155: Hervorhebungen im Original).
„… Honig wurde seit der Antike als Methode zur Beschleunigung der Wundheilung verwendet … und das Potenzial von Honig zur Unterstützung der Wundheilung wurde wiederholt gezeigt … Honig gewinnt als Mittel zur Behandlung von Geschwüren, Wundliegen und anderen Hautinfektionen durch Verbrennungen und Wunden an Akzeptanz … Die heilenden Eigenschaften von Honig können der Tatsache zugeschrieben werden, dass er antibakterielle Aktivität aufweist, ein feuchtes Wundmilieu aufrechterhält, das die Heilung fördert, und eine hohe Viskosität [Zähflüssigkeit] hat, die hilft, eine Schutzbarriere zur Verfügung zu stellen, … Die Anwendung von Honig kann die Heilung infizierter Wunden fördern, die nicht auf die konventionelle Therapie ansprechen, d.h. auf Antibiotika und Antiseptika …, einschließlich Wunden … mit Methicillin-resistentem S. aureus … Forschung wurde mit Manuka (L. scoparium)-Honig … durchgeführt, der nachweislich gegen mehrere menschliche Krankheitserreger wirksam ist, darunter Escherichia coli (E. coli), Enterobacter aerogenes, Salmonella typhimurium, S. aureus … Laborstudien haben gezeigt, dass der Honig gegen Methicillin-resistente S. aureus (MRSA), ꞵ-hämolytische Streptokokken und Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) …“ wirksam ist (Mandal & Mandal 2011: 155; Hervorhebungen im Original).
In einer systematischen Übersicht des Forschungsstands über die Wirkung von Honig auf die Entstehung oder Entwicklung von Perodontitis [bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches samt des Zahnhalteapparates] sind Hbibi et al. (2020) zu folgendem Ergebnis gekommen:
„The current systematic review included 16 studies on the antimicrobial activity of honey against periodontal pathogens in vivo and in vitro. Overall, it can be stated that there is a positive antimicrobial effect of honey, pure or diluted, on selected periodontopathogens, especially at the in vitro scale. This effect especially concerned A. actinomycetemcomitans, P. gingivalis, S. gordonii, Campylobacter spp., C. rectus and E. nodatum. Other pathogens that could interfere with the pathogenesis of periodontal disease were also susceptible to honey (C. albicans and HSV-1). The tested microorganisms were in a planktonic state or organized in biofilms. The in vivo honey testing was limited to assessment of plaque and gingival indexes, and showed a positive activity in this regard … Nevertheless, the present review did not identify any effect of honey on T. tenax and E. Gingivalis … All honey samples were effectively antimicrobial against the studied pathogens regardless of their storage conditions. The main control solution, with which honey samples were compared, was chlorhexidine (0.2%). In this case, multifloral honey samples were as antibacterial as chlorhexidine, …while a medical grade of manuka honey (Manuka Honey 25+) showed a lower potential for inhibition of tested strains than chlorhexidine“ (Hbibi et al. 2020: 816; 818).
Die vorliegende aktuelle systematische Übersicht umfasste 16 Studien zur antimikrobiellen Aktivität von Honig gegen parodontale Erreger in vivo und in vitro. Insgesamt kann festgestellt werden, dass es eine positive antimikrobielle Wirkung von Honig, rein oder verdünnt, auf ausgewählte Parodontopathogene gibt, insbesondere auf der in vitro-Skala. Dieser Effekt betraf insbesondere A. actinomycetemcomitans, P. gingivalis, S. gordonii, Campylobacter spp., C. rectus und E. nodatum. Andere Erreger, die die Pathogenese der Parodontitis stören könnten, waren auch anfällig für Honig (C. albicans und HSV-1). Die untersuchten Mikroorganismen waren in einem planktonischen Zustand oder in Biofilmen organisiert. Der in vivo-Honigtest beschränkte sich auf die Beurteilung der Plaque- und Gingiva-Indizes und zeigte eine positive Aktivität in dieser Hinsicht … Dennoch konnte in der vorliegenden Arbeit keine Wirkung von Honig auf T. tenax und E. Gingivalis identifiziert werden … Alle Honigproben waren wirksam antimikrobiell gegen die untersuchten Erreger, unabhängig von ihren Lagerungsbedingungen. Die Hauptkontrolllösung, mit der Honigproben verglichen wurden, war Chlorhexidin (0,2%). In diesem Fall wirkten multiflorale Honigproben so antibakteriell wie Chlorhexidin …, während ein medizinischer Manuka-Honig (Manuka Honey 25+) ein geringeres Hemmungspotenzial für getestete Stämme zeigte als Chlorhexidin“ (Hbibi et al. 2020: 816; 818).
Hbibi et al. weisen darauf hin, dass die Studien, die sie betrachtet haben, sehr unterschiedlich voneinander waren, und weitere Forschung notwendig ist (Hbibi et al. 2020: 823), schätzen die Wirksamkeit von Honig gegen Parodontitis aber insgesamt positiv ein:
„In response to the predetermined focused question ‘Does honey have antimicrobial activity against periodontal pathogens?’, we conclude, within the limitations of the extracted data, from in vivo randomized controlled trials and in vitro studies, that honey has a positive antimicrobial effect against a select number of periodontal pathogens, such as A. actinomycetemcomitans, P. gingivalis, S. gordonii and Campylobacter spp. None of the screened publications showed any antimicrobial resistance to this bee product regarding targeted pathogens. However, the numerous biases in the reviewed reports limited the strength of the evidence on this issue“ (Hbibi et al. 2020: 824).
„In Reaktion auf die vorher formulierte Hauptforschungsfrage ‚Hat Honig antimikrobielle Aktivität gegen parodontale Erreger?‘ stellen wir im Rahmen der Grenzen der extrahierten Daten aus in vivo randomisierten kontrollierten Studien und in vitro Studien fest, dass Honig eine positive antimikrobielle Wirkung gegen eine ausgewählte Anzahl parodontaler Erreger hat, wie A. actinomycetemcomitans, P. gingivalis, S. gordonii und Campylobacter spp. Keine der untersuchten Publikationen zeigte eine antimikrobielle Resistenz gegen dieses Bienenprodukt in Bezug auf gezielte Krankheitserreger. Die zahlreichen Verzerrungen in den in der Übersicht enthaltenen Forschungsberichten begrenzten jedoch die Stärke der Belege zu diesem Thema“ (Hbibi et al. 2020: 824).
Eine neuere Studie von Jain et al. (2022) hat die Wirkung eines Manuka-Honig-Mundwassers gegen Streptococcus mutans and Lactobacillus acidophilus belegt. Insgesamt gesehen ist die Wirkung von Honig gegen eine ganze Reihe von Bakterien, die die Mundhöhle besiedeln, zuverlässig belegt. Dementsprechend halten auch Deglovic et al. fest:
„The most beneficial property of honey is antibacterial/antibiofilm activity, which also represents its most studied biological effect. In fact, its antibacterial in vitro efficacy against a broad spectrum of wounds and periodontal pathogens has clearly been proved“ (Deglovic et al. 2022:10 von 14),
d.h.
„Die vorteilhafteste Eigenschaft von Honig ist seine antibakterielle/Antibiofilm-Aktivität, die auch die am besten untersuchte biologische Wirkung darstellt. Tatsächlich wurde seine antibakterielle in vitro-Wirksamkeit gegen ein breites Spektrum von Wunden und parodontalen Erregern eindeutig nachgewiesen“ (Deglovic et al. 2022:10 von 14).
Man muss auch nicht fürchten, durch ein Honig-Mundwasser den Zahnschmelz zu schädigen:
„Hablutzel et al. (2018) tested three different types of honey, including manuka honey, for their erosive effect. All honeys, even after dilution with saliva, exhibited a pH value below 5.8. Despite the low pH of these honeys, no erosive activity on the enamel surface was detected. This is in agreement with Grobler and co-workers, who showed that , despite its low pH, does not cause erosion after 30 min in contact with teeth“ (Deglovic et al. 2022: 6 von 14),
„Hablutzel et al. (2018) testeten drei verschiedene Honigsorten, darunter Manuka-Honig, auf ihre erosive [die Zahnsubstanz durch Säure schädigende] Wirkung. Alle Honige wiesen auch nach Verdünnung mit Speichel einen pH-Wert unter 5,8 auf. Trotz des niedrigen pH-Wertes dieser Honige wurde keine erosive Aktivität auf der Schmelzoberfläche nachgewiesen. Dies ist in Übereinstimmung mit Grobler und Mitarbeitern, die gezeigt haben, dass trotz seines niedrigen pH-Wertes keine Erosion nach 30 min in Kontakt mit Zähnen verursacht“ (Deglovic et al. 2022: 6 von 14).
Zur Herstellung eines Honig-Mundwassers kann man zwei Teelöffel Honig in 30 ml Wasser verrühren, das gerade warm genug ist, um den Honig darin zu schmelzen, aber nicht wärmer, weil man dann die Inhaltsstoffe des Honigs zerstört, um derentwillen man das Mundwasser verwenden möchte, insbesondere das Methylglyoxal (MGO), auf das die starke antibakterielle Wirkung von Honig oft zurückgeführt wird:
„MGO causes loss of membrane integrity and changes the structure of bacterial fimbriae and flagella, which impairs microbial adhesion and motility“ (Romário-Silva et al. 2022: 4 von 17),
d.h.
„MGO verursacht Verlust der Membranintegrität und verändert die Struktur von bakteriellen Fimbrien und Flagellen, was die mikrobielle Adhäsion [Haftungsfähigkeit] und Beweglichkeit beeinträchtigt“ (Romário-Silva et al. 2022: 4 von 17).
Weil der MGO-Gehalt in Manuka-Honig im Vergleich zu anderen Honigarten besonders hoch ist (Hayes et al. 2018: 491), ist es gewöhnlich Manuka-Honig, der auf seine Wirkung mit Bezug auf Mundhygiene (aber u.a. auch für die Beförderung von Wundheilung allgemein) überprüft und ggf. empfohlen wird, Letzteres häufig mit dem Zusatz, dass ein Honig umso wirksamer sei, je höher sein MGO-Gehalt ist. Für Manuka-Honig gibt es verschiedene Gütemaße, nach denen die Qualität des Honigs bestimmt und zertifiziert wird; eines davon legt den MGO-Gehalt des Honigs der Zertifizierung zugrunde. Wer einen Manuka-Honig für sein Mundwasser verwenden möchte, sollte sich jedoch nicht unbedingt vom MGO-Gehalt im Honig leiten lassen, denn:
„The broad-spectrum antibacterial activity of honey has previously been reported in the literature, but it still remains uncertain on some aspects, such as the elucidation of the bioactive components and mechanism(s) of action. Thus far, the available evidence shows that there is no specific component responsible for the antimicrobial action“ (Romário-Silva et al. 2022: 3 von 17).
„Die antibakterielle Aktivität von Honig im breiten Spektrum wurde bereits in der Literatur beschrieben, aber es bleibt immer noch unsicher in einigen Aspekten, wie der Aufklärung der bioaktiven Komponenten und Wirkungsmechanismus(en). Die bisher vorliegenden Erkenntnisse zeigen, dass es keine spezifische Komponente gibt, die für die antimikrobielle Wirkung verantwortlich ist (Romário-Silva et al. 2022: 3 von 17).
Dementsprechend halten auch Sartore et al. (2021: 1 von 10) fest:
„Instead of an individual component acting as the key to honey’s action against bacteria, it appears there is a synergistic relationship amongst the sugars, proteins, and lipids that make each honey unique“.
D.h.
„Anstelle einer einzelnen Komponente, die als Schlüssel zur Wirkung von Honig gegen Bakterien fungiert, scheint es eine synergistische Beziehung zwischen den Zuckern, Proteinen und Lipiden zu geben, die jeden Honig einzigartig machen“.
Bei der Auswahl eines Honigs, sei es ein Manuka-Honig oder ein anderer Honig, ist es daher wichtig, dass er roh, also nicht gefiltert und nicht erhitzt, oder wenigstens unpasteurisiert ist und dass er frei von Antibiotika und Pestiziden ist, was am besten durch Bio-Honig gewährleistet wird.
Singhal et al. (2018) haben im Rahmen ihrer randomisierten, kontrollierten Feldstudie, in der sie die Wirkung von drei verschiedenen Mundwässern auf die Zahnbelags- und Zahnfleischentzündungswerten von 12-15-jährigen Schulkindern überprüft haben, festgestellt, dass Manuka-Honig und roher Nicht-Manuka-Honig gleichermaßen effektiv waren (aber nicht ganz so effektiv wie Chlorhexidin). Darüber, ob sich dieses Ergebnis für (nahezu) jeden Vergleich von irgendeinem Manuka-Honig mit irgendeinem rohen Nicht-Manuka-Honig einstellen würde, kann man nur spekulieren, aber jedenfalls gibt es bis auf weiteres keinen Grund, Nicht-Manuka-Rohhonig von vornherein für die Verwendung von Mundwasser auszuschließen. Sie müssen also, um ein antibakteriell wirkendes Mundwasser aus Honig herstellen zu können, nicht unbedingt Manuka-Honig kaufen, und wenn Sie das tun möchten, müssen Sie nicht unbedingt denjenigen mit dem höchsten MGO-Wert – und damit den teuersten – kaufen.
Egal, für welches Mundwasser Sie sich entscheiden, verwenden Sie es nicht direkt nach dem Zähneputzen, besonders dann nicht, wenn Sie eine hochwertige Zahncreme mit effektiven Wirkstoffen benutzen, denn diese Wirkstoffe sollen ja ihre Wirkung tun können und nicht gleich wieder mit dem Mundwasser ausgespült werden. Besser ist die Verwendung nach jeder Mahlzeit und/oder am Abend vor dem Schlafen-Gehen, nachdem Sie Ihre Zähne früher am Abend nach der letzten Mahlzeit des Tages geputzt haben.
Literatur
Al-Ishaq, Raghad Khalid, Kubatka, Peter, & Büsselberg, Dietrich, 2023: Sweeteners and the Gut Microbiome: Effects on Gastrointestinal Cancers. Nutrients 15(17): 3675. doi: 10.3390/nu15173675
Al-Maweri, Sadeq A., Nassani, Mohammad Zakaria, Alaizari, Nader, et al., 2020: Efficacy of Aloe Vera Mouthwash Versus Chlorhexidine in Plaque and Gingivitis: A Systematic Review. International Journal of Dental Hygiene 18(1): 44-51
Aluckal, Eby, & Ankola, Anil V., 2018: Effectiveness of Xylitol and Polyol Chewing Gun on Salivary Streptococcus mutans in Children: A Randomized Controlled Trial. Indian Journal of Dental Research 29(4): 445-449
Ballini, Andrea, Cantore, Stefania, Signorini, Luca, et al., 2020: Efficacy of Sea Salt-based Mouthwash and Xylitol in Improving Oral Hygiene among Adolescent Population: A Pilot Study. International Journal of Environmental Research and Public Health 18(1): 44. doi: 10.3390/ijerph18010044
Bescos, Raul, Ashworth, Ann, Cutler, Craig, et al., 2020: Effects of Chlorhexidine Mouthwash on the Oral Microbiome. Science Reports 2020 Mar 24; 10(1): 5254. doi: 10.1038/s41598-020-61912-4.
Butera, Andrea, Gallo, Simone, Pascadopoli, Maurizio, et al., 2022: Home Oral Care of Periodontal Patients Using Antimicrobial Gel with Postbiotics, Lactoferrin, and Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder vs. Conventional Chlorhexidine Gel: A Split-Mouth Randomized Clinical Trial. Antibiotics 2022, 11, 118. https://doi.org/ 10.3390/antibiotics11010118
Cuykx, Matthias, Beirnaert, Charlie, Rodrigues, Robim Marcelino, et al., 2019: Exposure of HepaRG Cells to Sodium Saccharin Underpins the Importance of Including Non-hepatotoxic Compounds When Investigating Toxicological Modes of Action Using Metabolomics. Metabolites 9(11): 265. doi: 10.3390/metabo9110265
Deglovic, Juraj, Majtanova, Nora, & Majtan, Juraj, 2022: Antibacterial and Antibiofilm Effect of Honey in the Prevention of Dental Caries: A Recent Perspective. Foods 11(17): 2670. https://doi.org/10.3390/foods11172670
Dosoky, Noura S., & Setzer, William N., 2021: Maternal Reproductive Toxicity of Some Essential Oils and Their Constituents. International Journal of Molecular Sciences 22(5): 2380. doi: 10.3390/ijms22052380
ElSalhy, Mohamed, Sayed Zahid, I. & Honkala, Eino, 2012: Effects of Xylitol Mouthrinse on Streptococcus mutans. Journal of Dentistry 40(12): 1151-1154
Giacaman, Rodrigo A., Campos, Pía, Muňoz-Sandoval, Cecilia, & Castro, Ramiro J., 2013: Carigenic Potnetial of Commercial Sweeteners in an Experimental Biofilm Caries Model on Enamel. Archives of Oral Biology 58(9): 1116-1122
Hayes, Gabrielle, Wright, Nicole, Gardner, Sarah L., et al., 2018: Manuka Honey and Methylglyoxal Increase the Sensitivity of Staphylococcus Aureus to Linezolid. Letters in Applied Microbiology 66(6): 491-495
Hbibi, Abdelhadi, Sikkou, Khadija, Khedid, Khadija, et al. 2020: Antimicrobial Activity of Honey in Periodontal Disease: A Systematic Review. Journal of Antimicrobial Chemotherapy 75(4): 807-826
Hoover, Jeyaraj, Tovar, Eduardo, Zlatnik, Trevor, & Karunanayake, Chandima, 2017: Efficacy of a Rinse Containing Sea Salt and Lysozyme on Biofilm and Gingival Health in a Group of Young Adults: A Pilot Study. International Journal of Dentistry 2017:4056708. doi: 10.1155/2017/4056708
Jain, Ankita, Singh, Vikas, Lukram, Anooj, et al., 2022: Antibacterial Efficacy of Manuka Honey, Ocimum Sanctum, Curcuma Longa and 0.2% Chlorhexidine Mouthwash on the Level of Streptococcus mutans and Lactobacillus Acidophilus – A Randomized Controlled Trial. Indian Journal of Dental Research 33(2): 169-173
Juven, Benjamin J., & Pierson, Merle D., 1996: Antibacterial Effects of Hydrogen Peroxide and Methods for Its Detection and Quantitation. Journal of Food Protection 59(11): 1233-1241
Kinnunen, Tuula, & Koskela, Markku, 1991: Antibacterial and Antifungal Properties of Propylene Glycol, Hexylene Glycol, and 1,3-butylene Glycol in Vitro. Acta Deramato-Venereologica 71(2): 148-150
Krzyściak, Wirginia, Jurczak, Anna, Kościelniak, Dorota, et al. 2014: The Virulence of Streptcoccus mutans and the Ability to Form Biofilms. European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases 33(4): 499-515
Lachenmeier, Dirk W., 2010: Mouthwash Controversies (Letter to the Editors). British Dental Journal 208(3): 95-96. doi.org/10.1038/sj.bdj.2010.110
Lachenmeier, Dirk W., Gumbel-Mako, Szidönia, Sohnius, Eva-Maria, et al., 2009: Salivary Acetaldehyde Increase Due to Alcohol-containing Mouthwash Use: A Risk Factor for Oral Cancer. International Journal of Cancer 125(3): 730-735
Mandal, Manisha Deb & Mandal, Shyamapada, 2011: Honey: Its Medicinal Property and Antibacterial Activity. Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine 1(2): 154-160
Mani, Amit, Mani, Shubhangi, & Anarthe, Raju, 2015: A Cinical Pilot Study to Evaluate the Efficacy of Sea Salt Based Oral Rinse in Gingivitis Patients. International Journal of Experimental Dental Science 4(2):116–118
Marchese, Anna, Orhan, Ilkay Erdogan, Daglia, Maria, et al., 2016: Antibacterial and Antifungal Activities of Thymol: A Brief Review of the Literature. Food Chemistry 210: 402-414
McKemy, David D., 2007: TRPM8: The Cold and Menthol Receptor, S. 177-162 in: Liedtke, Wolfgang B.; & Heller, Stefan (Hrsg.): TRP Ion Channel Function in Sensory Transduction and Cellular Signaling Cascades. Boca Raton (FL): CRC Press/Taylor & Francis.
Michel, Jean-François, Michel, Marie-Grace, Nadan, J., & Nowzari, Hessam, 1993: The Street Children of Manila are Affected by Early-in-Life Periodontal Infection: Description of a Treatment Modality: Sea Salt. Refu’at Ha-Peh Veha-Shinayim 30(1): 6–13
Motallaei, Mohammad Nima, Yazdanian, Mohsen, Tebyaniyan, Hamid, et al., 2021: Evaluation of Cytotoxic and Antimicrobial Properties of Iranian Sea Salts: An In Vitro Study. Evidence-bBased Complementary and Alternative Medicine: eCAM, 2021:8495596. doi: 10.1155/2021/8495596.
McDonnell, Gerald, 2014: The Use of Hydrogen Peroxide for Disinfection and Sterilization Applications. Patai’s Chemistry of Functional Groups 2014 (Peroxides): 1-34
Onawunmi, Grace O., Yisak, Wolde-Ab, & Ogunlana, E. O., 1984: Antibacterial Constituents in the Essential Oil of Cymbopogon Citratus (DC.) Stapf. Journal of Ethnopharmacology 12(3): 279-286
Ozogul, Yesim, Kuley, Esmeray, Uca, Yilmaz, & Ozogul, Fatih, 2015: Antimicrobial Impacts of Essential Oils on Food Borne Pathogens. Recent Patents on Food, Nutrition & Agriculture 7(1): 53-61
Pavanello, Sofia, Moretto, Angelo, La Vecchia, Carlo, & Alicandro, Gianfranco, 2023: Non-sugar Sweeteners and Cancer: Toxicological and Epidemiological Evidence. Regulatory Toxicology and Pharmacology 139:105369. doi: 10.1016/j.yrtph.2023.105369
Radzki, Dominik, Wilhelm-Weglarz, Marta, Pruska, Katarzyna, et al. 2022: A Fresh Look at Mouthwashes – What Is Inside and What Is It For? International Journal of Environmental Research and Public Health 19(7): 3926. doi: 10.3390/ijerph19073926
Romário-Silva, Diego, Alencar, Severino Matias, Bueno-Silva, Bruno, et al. 2022: Antimicrobial Activity of Honey against Oral Microorganisms: Current Reality, Methodological Challenges and Solutions. Microorganisms 10(12): 2325. https://doi.org/10.3390/microorganisms10122325
Sartore, Steven, Boyd, Seth, Slabaugh, Daniel, et al., 2021: Honey and Its Antimicrobial Properties: A Function of a Single Component, or the Sum of Its Parts? Cureus13(9): e17718. doi: 10.7759/cureus.17718
Singhal, Richa, Siddibhavi, Mahantesh, Sankeshwari, Roopali, et al., 2018: Effectiveness of Three Mouthewashes – Manuka Honey, Raw Honey, and Chlorhexidine on Plaque and Gingival Scores of 12-15-Year-Old School Children: A Randomized Controlled Field Trial. Journal of the Indian Society of Periodontology 22(1): 234-39
Tabatabaei, Masoumeh Hasani, Mahounak, Farzaneh Sadeghi, Asgari, Nafiseh, & Moradi, Zoreh, 2019: Cytotoxicity of the Ingredients of Commonly Used Toothpastes and Mouthwashes on Human Gingival Fibroblasts. Frontiers in Dentistry 16(6): 450-457
Tartaglia, Gianluca, Tadakamadla, Santosh Kumar, Connelly, Stephen Thaddeus, et al., 2019: Adverse Events Associated with Home Use of Mouthrinses: A Systematic Review. Therapeutic Advances in Drug Safety 10: 1-61
Ustrell-Borràs, Marina, Traboulsi-Garet, Bassel,& Gay-Escoda, Cosme, 2020: Alcohol-based Mouthwash As a Risk Factor of Oral Cancer: A Systematic Review. Medicina Oral, Patologia Oral y Cirugia Bucal 2020 Jan 1; 25(1): e1-e12. doi: 10.4317/medoral.23085.
Van Swaaij, Bregje W. M., Van der Weijden, G. A. (Fridus), Bakker, Eric W. P., et al., 2018: Does Chlorhexidine Mouthwash, with an Anti-Discoloration System, Reduce Tooth Surface Discoloration without Losing Its Efficacy)? A Systematic Review and Meta-analysis. International Journal of Dental Hygiene 18(1): 27-43
Varoni, Elena Maria, Gargano, Marco, Ludwig, Nicola, et al. 2017: Efficacy of an Anti-discoloration System (ADS) in a 0.12% Chlorhexidine Mouthwash: A triple blind, Randomized Clinical Trial. American Journal of Dentistry 30(5): 235-242
Watt, Barbara E., Proudfoot, Alex T., & Vale, J. Allister, 2004: Hydrogen Peroxide Poisoning. Toxicological Reviews 23(1): 51-57
Weihrauch, Martin R., & Diehl, V 2004: Artificial Sweeteners – Do They Bear a Carcinogenic Risk? Annals of Oncology 15(10): 1460-1465
Werner, Carlos W. de A., & Seymour, Robin A., 2009: Are Alcohol Containing Mouthwashes Safe? British Dental Journal 207, E19. doi.org/10.1038/sj.bdj.2009.1014
Zanelli, Magda, Ragazzi, Moira, & De Marco, Loredana, 2017: Chemical Gastritis and Colitis Related to Hydrogen Peroxide Mouthwash. (Letter to the Editor.) British Journal of Clinical Pharmacology 83: 427-428
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel. Ich vermisse jedoch, so aus dem Bauch raus, bei den natürlichen Mitteln das Teebaumöl. Wisst ihr etwas darüber? Allerdings ist der Geschmack aber ja auch nichts für zarte Gemüter 😁 Liebe Grüße!
Bei den wenigen Leuten bisher, an denen ich Mundgeruch feststellen konnte, hatte ich nicht den Eindruck, daß der Geruch aus der Mundhöhle kommt (also dort die Bakterien ausgasen), sondern von weiter unten – Magen oder so. Ich bin deswegen skeptisch gegen das Konzept „Geruchsbeseitigung in der Mundhöhle“, weil ich annehme, daß das in den allermeisten Fällen nichts bringt, weil es schlicht nicht daran liegt.
Davon abgesehen erscheint mir ein Mundwasser gegen Plaque und Karies eine wünschenswerte Sache, denn dies wird mit Zahnbürste allein wahrscheinlich noch nicht genügend aufgehalten.
Überraschend finde ich Ihren Befund mit Honig, also daß der gutartig wirken soll (da es klebriges Süßzeug ist, hätte ich eher auf kariesinduzierend getippt.). Aus meiner eigenen Erfahrung – ich habe schnell fortschreitende Periodentitis und nur noch wenige wacklige Zähne und genehmige mir fast jeden Morgen Kakao mit Honig (kein Biozeug, sondern der billigste für 3,50) – kann ich allerdings sagen, daß der Honig anscheinend tatsächlich keine Probleme macht; anders als Zuckerzeug zieht das nicht an Zähnen. Möglicherweise ist auch der schwach alkalische Kakao hilfreich.
Eine kurze Geschichte der industriell betriebenen Konsumentenvergiftung: „1866: Baumwollsamen sind landwirtschaftliche Abfälle. Nach der Gewinnung der Baumwollfasern bleiben den Landwirten Millionen Tonnen Samen zurück, die für den Menschen giftiges Öl enthalten. Gossypol, ein natürliches Pestizid in Baumwolle, macht das Öl ungenießbar. Die […]
Lust auf einen kleinen Krimi, eine neue konzertierte Aktion, eine Kampagne, mit der die Pharmafia, nachdem sie den Markt medizinischer Produkte durch Produkte, die mehr Nebenwirkungen als Wirkungen haben, von Leuten bereinigt hat, die gesund und nicht krank werden bzw. besser noch: […]
Mit Crisco nimmt die Gesundheitskatastrophe ihren Anfang… Crisco, Crystallized Cottenseed-Oil wurde von Procter und Gamble im Jahre 1911 als erstes gehärtetes Pflanzenfett und als angeblich gesunde Alternative zu tierischen Bratfetten auf den Markt gebracht. Als „Shortening“, im Deutschen ein ungehärtetes Pflanzenfett, war […]
Wer am Thema „Gesundheit“ interessiert ist und immer einmal wieder im Internet diesbezüglich recherchiert, dem dürfte der Hinweis auf Omega-3-Fettsäuren mehr oder weniger regelmäßig begegnet sein. Manchmal genügt ein Hinweis der Art, dass Omega-3-Fettsäuren „essenziell“ sind, d.h. dem Körper zugeführt werden müssen, […]
Wenn man das Tohuwabohu, das die halbwgs-Legalisierung von Cannabis umrankt, auf sich wirken lässt, dann muss man den Schluss ziehen, Grüne und SPD sind der Ansicht, damit nach der Vernichtung der deutschen Wirtschaft durch Kohleausstieg und Ausstieg aus der Kernenergie und nach […]
Ringelblume (Calendula officinalis), Mariendistel (Silybum marianum), Ginseng – asiatischer Ginseng (Panax ginseng oder panax notoginseng), amerikanischer (Panax quinquefollius), Eleuthero (Eleutherococcus senticosus; eine Pflanze, die oft sibirischer Ginseng genannt wird, obwohl es sich nicht um einen Ginseng handelt, sondern die Pflanze lediglich wie […]
[…] Quelle Link […]
Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel. Ich vermisse jedoch, so aus dem Bauch raus, bei den natürlichen Mitteln das Teebaumöl. Wisst ihr etwas darüber? Allerdings ist der Geschmack aber ja auch nichts für zarte Gemüter 😁 Liebe Grüße!
Mich würde interessieren, ob nicht Xyit wirksamer als Honig ist, zumal ich Xylit sowieso auch teilweise zum Süßen von Getränken nehme
Bei den wenigen Leuten bisher, an denen ich Mundgeruch feststellen konnte, hatte ich nicht den Eindruck, daß der Geruch aus der Mundhöhle kommt (also dort die Bakterien ausgasen), sondern von weiter unten – Magen oder so. Ich bin deswegen skeptisch gegen das Konzept „Geruchsbeseitigung in der Mundhöhle“, weil ich annehme, daß das in den allermeisten Fällen nichts bringt, weil es schlicht nicht daran liegt.
Davon abgesehen erscheint mir ein Mundwasser gegen Plaque und Karies eine wünschenswerte Sache, denn dies wird mit Zahnbürste allein wahrscheinlich noch nicht genügend aufgehalten.
Überraschend finde ich Ihren Befund mit Honig, also daß der gutartig wirken soll (da es klebriges Süßzeug ist, hätte ich eher auf kariesinduzierend getippt.). Aus meiner eigenen Erfahrung – ich habe schnell fortschreitende Periodentitis und nur noch wenige wacklige Zähne und genehmige mir fast jeden Morgen Kakao mit Honig (kein Biozeug, sondern der billigste für 3,50) – kann ich allerdings sagen, daß der Honig anscheinend tatsächlich keine Probleme macht; anders als Zuckerzeug zieht das nicht an Zähnen. Möglicherweise ist auch der schwach alkalische Kakao hilfreich.
Sehr geehrte Frau Diefenbach,
Flammulina velutipes
Das ist der Samtfußrübling.
Über diesen schmackhaften Winterpilz gibt es einige Studien, unter anderem über seine Wirkung gegen Karies.
Mit freundlichen Grüßen