Trittbrettfahrende Hypochonder: Show-Truppe „Letzte Generation“ kündigt gezielte Polit-Darsteller Konfrontation an
Michael Klein
Es gibt Posts, da müssen wir gar nicht viel schreiben.
Es reicht, zu zitieren.
Die folgende Pressemeldung der „Letzten Generation“ hatten wir heute in der Mailbox.
Das „takeaway“ dieser Pressemeldung ist das folgende:
Die letzte Generation ist so erfolglos, dass sie sich nun als Trittbrettfahrer im „antifaschistischen Kampf gegen Rechts“ versucht.
Die Hysterie unter diesen Leuten hat Ausmaße angenommen, die nur durch die morbide Phantasie vom Tod von Milliarden Menschen gedeckt werden kann.
Sie und wir sind in den Augen dieser(W)Irren Verbrecher, weil wir den Irrsinn, den die letzte Generation predigt, nicht ernst nehmen.
Die Klima-(W)Irren halten sich für „gewöhnliche Menschen“ mit einem „demokratischen Auftrag“. Vermutlich wurden sie im Traum vom versammelten Klima-Pantheon einstimmig gewählt…
Die „Letzte Generation“ verspricht, Politiker zu „konfrontieren“, vor laufender Kamera, und natürlich hoffen wir alle darauf, dass Olaf Scholz mit Heinz „Tomato Soup“ übergossen oder Robert Habeck mit ockergelber Farbe bestrichen wird… Das wird lustig, Politainment vom Feinsten.
Indes, die Hoffnung, dass Frank-Walter Steinmeier mit einem Überaschungsei von Ferrero beworfen wird, dürfte sich nicht erfüllen, denn, wenig überraschend, meinen die Klima-(W)Irren der letzten Generation, dass nicht nur Feine Sahne Fischfilet von Frank-Walter Steinmeier gehätschelt werden sollte, sondern auch sie. Sie sehen in FWS einen natürlichen Verbündeten…
Aber lesen Sie selbst:
„Nächstes Kapitel des Widerstands – Letzte Generation stellt Strategie für 2024 vor
Die Lage unserer Gesellschaft am Anfang des Jahres 2024 ist so dramatisch wie schon seit langem nicht mehr. Menschenfeindliche und faschistische Kräfte legen die Axt an das Fundament unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung. Gleichzeitig setzt sich die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen in rasendem Tempo fort. Obwohl Grundgesetz und internationale Verträge weiteres Zögern verbieten, entscheiden sich Menschen mit viel Gestaltungsmacht und Geld in unserem Land, den politischen Kurs der Zerstörung weiter aufrechtzuerhalten. Ob aus Angst vor Veränderung oder aus zynischem Eigennutz – darüber lässt sich nur spekulieren.
Egal, welches Motiv zugrunde liegen mag: Die Weiterführung des “Status-Quo” ist ein Verbrechen mit schlimmstmöglichen Konsequenzen: Milliarden Menschen werden dadurch leiden und sterben.
Konfrontiert mit dieser Realität haben alle Bürgerinnen und Bürger die demokratische Pflicht so zu handeln, dass sie sich nicht der Komplizenschaft an diesem Verbrechen schuldig machen.
Diesem demokratischen Auftrage möchte die Letzte Generation von Anfang an gerecht werden. Wir sind gewöhnliche Menschen mit alltäglichen Problemen, die friedlich für eine gerechte Gesellschaft einstehen. Eine Gesellschaft, die wieder im Einklang mit ihren grundlegendsten demokratischen Werten handelt.
[…]
Ab März werden wir zu ungehorsamen Versammlungen im ganzen Land aufrufen. Statt uns in Kleingruppen aufzuteilen und Straßenblockaden zu machen, werden wir gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen machen. Und zwar da, wo wir nicht ignoriert werden können. Somit beginnt eine neue Ära unseres friedlichen, zivilen Widerstandes – das Kapitel des Klebens und der Straßenblockaden endet damit.
Zusätzlich zu der neuen Hauptprotestform – die ungehorsamen Versammlungen – werden wir die Verantwortlichen für die Klimazerstörung in Zukunft verstärkt direkt konfrontieren. Das bedeuten zum einen, dass wir Politiker:innen und andere Entscheider:innen öffentlich und vor laufenden Kameras zur Rede stellen werden, so wie es die erfolgreiche US-amerikanische Gruppe Climate Defiance im vergangenen Jahr mit Vertreter:innen der Biden-Regierung getan hat.
Zum anderen werden wir verstärkt Orte der fossilen Zerstörung für unseren Protest aufsuchen, so wie es in der Vergangenheit schon bei Protesten an Öl-Pipelines, Flughäfen oder dem Betriebsgelände von RWE der Fall war.
Verknüpfen werden wir diesen Protest mit einem einfachen Appell, an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Wir werden ihn auffordern, öffentlich und ehrlich über die Klimazerstörung und das Notwendige umsteuern zu sprechen. Die Details dieses Appells werden in den kommenden Monaten in Form eines Briefes ausgearbeitet werden.
Würden die Entscheiderinnen und Entscheider in unserem Land beginnen, ehrlich über ihr Versagen, die schon erfolgte unumkehrbare Zerstörung und die nun notwendigen Maßnahmen zu sprechen, würde das ein tragfähiges gesellschaftliches Fundament des Vertrauens schaffen. Dieses Fundament wäre die richtige Basis, um darauf realpolitisch die notwendige Veränderung umzusetzen. Frank-Walter Steinmeier ist aus unserer Sicht als hoch angesehen und neutrale Instanz der richtige Adressat für so einen Appell der Ehrlichkeit.
Ein Musterbeispiel für Hybris, eine Persönlichkeitsstörung, die in modernen Gesellschaften endemisch zu sein scheint, vor allem unter denen, die, um Marx einmal weiterzudenken, generell von der Arbeit mit den eigenen Händen entfremdet sind.