Website-Icon SciFi

„Saubere Energie“ – öffentlich-rechtliche Annäherung an China

„Saubere Energie“ – Ideologien funktionieren in weiten Teilen über die begriffliche Verdrehung von Tatsachen, dadurch, dass Realitäten in ihr Gegenteil verkehrt und affektiv geladen werden, wie dies z.B. bei „sauberer Energie“ der Fall ist. „Saubere Energie“ bezieht sich auf angeblich erneuerbare Energieträger, die natürlich nicht erneuerbar sind, sondern nach maximal 25 Jahren das Zeitliche segnen, egal, ob als Solarzelle oder als Windrad, die von „dreckiger Energie“, das ist natürlich Kohle, der Garant des Wohlstands, den die derzeitige Generation morbider Menschenfeinde so umfangreich zu zerstören, sich vorgenommen hat, abgegrenzt werden soll.

Nun sind weder Solar- noch Windenergie „saubere Energien“, wie wir schon wiederholt dargestellt haben, sie sind im Gegenteil sehr dreckige Formen der Energiegewinnung, die nach Ablauf ihrer Gebrauchsdauer ein erhebliches und von niemandem auch nur ansatzweise gelöstes Entsorgungsproblem hinterlassen. Wenn Sie sich auf den Stand bringen wollen, dann können Sie das in den folgenden Beiträgen tun.

„Saubere Energie“ wird derzeit als Begriff genutzt, um die sich intensivierende Annäherung mancher westlicher Länder an China zu flankieren und natürlich dazu, eine Gegenerzählung gegen diejenigen, die die deutschen Anstrengungen in vermeintlichen „Klimaschutz“ als das einordnen, was sie angesichts der Anzahl chinesischer Kohlekraftwerke nun einmal sind: insignifikant, zu erfinden. Ein letztes Ziel soll offenkundig erreicht werden: Ineffiziente Methoden der Stromerzeugung sollen als Treiber der Wirtschaft, des Wachstums eines Landes ausgegeben werden, obschon sie nicht Treiber sondern Bremsklotz von Wachstum sind, einfach deshalb, weil sie subventioniert, begünstigt und gefördert werden müssen und das dazu genutzte Geld nicht für Investitionen in sinnvolle Dinge zur Verfügung steht:

Wenn man die Überschrift verdaut hat, und beginnt, den Text zu lesen, dann ist die Frage: Halten die einem für blöd, das nächste, was sich einstellt.

Zitieren wir zunächst, was im Text zu bestaunen ist:

„Im vergangenen Jahr habe China einen massiven Anstieg der Investitionen in saubere Energie verzeichnet, sagt Lauri Myllyvirta vom Centre for Research on Energy and Clean Air mit Sitz in Finnland. Der Umwelt-Thinktank kommt zu dem Schluss, dass vor allem diese Investitionen das chinesische Wachstum gestützt haben. Investiert worden sei sowohl in den Einsatz sauberer Technologien – insbesondere Solarenergie und Elektrofahrzeuge – als auch in die Produktion. So sei die Herstellung von Batterien, Solarmodulen, Elektrofahrzeugen und vielen anderen Technologien massiv ausgeweitet worden.

„Und wir schätzen, dass all das im vergangenen Jahr 40 Prozent zum Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts beigetragen hat. Ohne diesen Zuwachs bei den sauberen Energien hätte das Wachstum drei Prozent betragen und nicht 5,2 Prozent“, sagt Myllyvirta.“

Collingsworth Class Complaint

Da sehen Sie es: Investitionen in erneuerbare Technologien, also „saubere Technologien“, die lediglich den Einsatz von Kinderarbeit im Kongo notwendig machen, aber wer stört sich schon daran, wenn kleine schwarze Jungen dafür verkrüppelt werden, dass sich westliche Grüne gut fühlen können?; diese Investition in saubere Technologien, deren unsauberer Dreck nach Ende seiner Lebensdauer, weil giftig, z.B. nach Ghana auf dortige Müllkippen verfrachtet wird, auf dass die dort Lebenden endlich auch eine Erwerbsquelle gefunden haben:

„Alte Solarpanel enden in vielen Fällen in Ghana auf oftmals illegalen Müllkippen. Für die arme Bevölkerung vor Ort ist der Solarschrott eine Einkunftsquelle. Sie versucht, an das Silber-Tellurid oder Indium heranzukommen, verbrennen dazu das Plastik der alten Solarzellen. Dabei entstehen giftige Dämpfe.

Kadmium und Blei, die in Solarpanel enthalten sind, können oft ungehindert ins Grundwasser gelangen (macht nichts, ist nicht bei uns).“

…diese unglaublich sauberen, ja reinen, ideologische gesäuberten Technologien, sie sorgen sogar dafür, dass die chinesische Wirtschaft, obschon Chinas Wirtschaft eine kleine Krise durchläuft, WÄCHST.

Heilbringer „saubere Technologien“.
Heureka.

Roden Sie den Wald hinterm Haus und errichten sie Stätten sauberer Energiegewinnung. Es ist gut für das Wachstum, um das es in Deutschland ja gar nicht gut bestellt ist.

Indes: Wachstum?
China?

Kehren wir zu den Fakten zurück.
In der Tat ist China führend, wenn es um Investitionen in Erneuerbare Enerhioe geht. 546 Milliarden US-Dollar wurden alleine im Jahr 2022 in Solar- und Windenergie und angrenzende Bereiche investiert. Und, wie die beiden folgenden Karten zeigen, ist China, wenn es um Solar- und Windenergie geht, eine Klasse für sich.

Geplante, derzeit im Bau befindliche und aktive Solarparks

Quelle. Global Energy Monitor

Geplante, derzeit im Bau befinliche und aktive Windparks

Quelle. Global Energy Monitor

Aber natürlich hat China diese führende Rolle auch bei Kohlekraftwerken inne, 306 neue, sollen von Anfang 2023 bis Ende 2024 dazu gekommen sein.

Quelle. Global Energy Monitor

Quelle: Carbon Brief

Aber das alles ist vergeben und vergessen, denn Chinas Wirtschaft „wächst“, weil in „saubere Energie“ investiert wird. Indes, dass in saubere Energie investiert wird, das ist kein Wunder, denn Chinas 14. Fünfjahresplan zu Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern sieht eben diese Steigerung der Ausgaben in „erneuerbare Energien“ vor. Nicht zuletzt bei der Internationalen Energie Behörde klopft man sich heftig dafür auf die Schulter, mit eigenen Empfehlungen in diesem Fünfjahresplan vertreten zu sein:

„When the 14th Five-Year Plan for Renewable Energy Development was published in June 2022, the IEA was humbled to see various recommendations provided by our study and during the workshop reflected in the law. The most notable recommendation taken on board in the 14th Five-Year Plan is that for the first time China did not publish technology-specific capacity targets, but instead proposed absolute renewable electricity generation and share targets – with comparable shares to those proposed by the IEA, in particular for solar and wind.“

Sie sehen, Sykophantentum ist eine internationale Erscheinung und das derzeit offenkundig attraktivste Hinterteil, das dafür zur Verfügung steht, findet sich in China. Dass in China viel in Solar- und Windenergie investiert wird, ist also das Ergebnis eines Planes der Kommunistischen Partei Chinas, in dem steht, dass in China viel in Solar- und Windenergie investiert wird. Indes, von außerhalb von China kann das Geld nicht wirklich kommen, denn die ausländischen Direktinvestitionen, sind zwar in den letzten beiden Jahren wieder gestiegen, finden sich aber dennoch lediglich im Bereich von 1% des Chinesischen BIP, ziemlich mau, wenn man bedenkt, dass 3,5% bis 4,0% des BIP über die meisten 2000er Jahre Normalität waren.

SciFi-Support

 

Wo kommt das Geld, das in erneuerbare Energie investiert wird, also her?
Von der Regierung:

„Unlike most other countries, which actively court foreign renewables developers, virtually all the investments in China’s renewable power plants come from Chinese investors. Most of these are national or provincial state-owned generation companies.“

Die Studie eines finnischen saubere Luft-Instituts, in der 40% des chinesischen Wirtschaftswachstums auf Investitionen in „saubere Energie“ zurückgeführt und die als solche in der ARD gefeiert wird, will all diejenigen, die das Ergebnis sehen und ernst nehmen, für dumm verkaufen, denn die Investitionen stammen in weiten Teilen, wenn nicht ausschließlich, aus dem Staatshaushalt Chinas, und sie werden über Staatsbetriebe Chinas vorgenommen, einfach deshalb, weil im 14. Fünfjahrssplan steht, dass sie vorgenommen werden. Wäre das Geld in das Graben eines Kanals durch die Taklamakan-Wüste investiert worden, der Effekt wäre derselbe.

Politische Entscheidungen werden als Treiber des Wirtschaftswachstums ausgegeben, obschon natürlich staatliche Investitionen einen erheblichen Haken mit sich bringen: Das investierte Geld amortisiert sich nicht, im Gegenteil wird es immer weniger, denn die Entgelte, die zurückfließen, sie sind durch viele Hände, dies sich daraus bedient haben, gegangen, sie werden durch Inflation dezimiert, durch Korruption, die gerade in China ein Problem ist und am Ende wirken sich solche Finanzierungen negativ auf das Wachstum aus. Nicht, dass irgend ein Institut nicht in der Lage wäre, einen positiven Effekt solcher Investitionen zu errechnen, errechnen kann man alles, aber im Ende, nach einem, zwei weiteren Fünfjahresplänen steht der negative Effekt auf die Wirtschaft Chinas.

Das ist keine neue Erkenntnis.
Wir verdanken sie John Maynard Keynes.
Keynes, während des ersten Weltkriegs für die britischen Finanzen zuständig, hat versucht, den Markt der Rüstungsgüter durch staatliches Geld in einem mehr oder minder geschlossenen Kreislauf zu halten. Das Geld wurde immer weniger, die Rüstungsgüter immer schlechter und am Ende stand Großbritannien kurz vor dem Staatsbankrott. Glücklicherweise war der Krieg schneller zuende als Keynes mit seinem Latein, und so konnte eines der absurdesten Finanzierungsmodelle weiterleben, als staatliches Investitionsprogramm.


Nur im ScienceFiles-Shop
Die mobile Version verlassen