Was lebten wir in guten Zeiten als es noch möglich war, etwas zu sagen, ohne dass eine Armee von Irren die Bedeutung des Gesagten über das Gesagte hinaus zu anlaysieren müssen glaubte, als HH noch Hansestadt Hamburg und 18 noch die Hausnummer des Fernsehtechnikers war.
Heute sind wir mit der Schraube des gesellschaftlichen Irrsinns etliche Umdrehung weiter, so viele Umdrehungen, dass die Aussage: „Es gibt eine große Zahl von Leuten, bei denen ist eine Schraube locker“ ins Blaue hinein gesagt werden kann, ohne dass man Gefahr laufen würde, etwas Falsches gesagt zu haben.
Gehen wir kurz zurück in die gute alte Zeit:
„Warum seid Ihr Schlümpfe klein?“, fragt Vader Abraham in diesem ursprünglich holländischen Lied. Antwort: Wir wollen gar nicht größer sein. Was post-Abraham Irre wohl aus dieser Sequenz machen würden? Eine Diskriminierung kleiner Menschen, die sich nur durch Trotz zu helfen wissen? Was auch immer daraus werden würde, sicher ist, es würde vor Ideologie triefen und dem Schwachsinn dessen, der es fabriziert, freien Lauf lassen.
Und damit sind wir bei der Saat, die Stasi-Nachfolgeorganisationen wie die AAS-Stiftung gesät haben.
Erinnern Sie sich noch an die Schnüffelfibel, die die AAS-Stiftung vor Jahren vertrieben hat?
Diese Schüffelfibel:
In dieser Anleitung zur Formierung einer Kindertagesstätten-Stasi findet sich das folgende Fallbeispiel:
Einmal davon abgesehen, dass wir jede Wette halten, dass es sich hier um eine erfundene Ausgeburt eines kranken Gehirns, nicht um eine tatsächliche Begebenheit handelt, ist die Meldung klar. Kinder, die Kindergärtner nicht mit Informationen über die eigenen Eltern versorgen, die gut erzogen und zurückhaltend sind, nicht vorlaut und frech, Kinder, deren Kleidung aus Sicht des kranken Erfinders dieser Episode nur gewählt wird, um Geschlechtsrollen zu verstärken, die natürlich ebenfalls aus Sicht dieses Erfinders schrecklich und rechtsextrem sind, gelten als rechtsextremer Verdachtsfall. Die Angestellten in Kindertagesstätten werden mit diesem Beispiel nicht nur dazu angehalten, in die Privatsphäre der Familien, aus denen die Kinder stammen, die ihnen anvertraut werden, einzubrechen, sie nach Möglichkeit nach Verdächtigem zu durchschnüffeln, sie werden auch dazu angehalten, an dem, was man gesellschaftliche Normalität nennt, Anstoß zu nehmen und sich darüber zu echauffieren, dass Kinder gut erzogen sind.
Früher hätte man gefragt: „Wie krank ist das denn?“
Heute wird versucht, diese psychischen Störungen als gesellschaftliche Normalität, als Norm, an der das Verhalten anderer gemessen werden soll, durchzusetzen (Falls Sie die Episode aus der neo-Stasi-Ära nachlesen wollen, können Sie das hier tun.)
Doch das war erst der Anfang des Wahnsinns:
Nehmen wir eine weitere Reise in die unmittelbare Vergangenheit vor, mit einem weiteren Beispiel das zeigt, wie die Stasi-Nachfolge-Stiftung das öffentliche Klima vergiftet hat. Weitere Ausdrucksformen eines nunmehr bereits die Grenze zur Paranoia überschreitenden Wahnsinns, finden sich als Zahlenfolgen: 18, 88 oder als Buchstabenfolge, AH, oder HH, oder als Amazon-Nazi:
Ob der Einfachheit dieser Art von Zuschreibung, der keine Grenzen gesetzt sind, nicht einmal solche: 14204117, denn das sind Zahlen, die den letzten Dyskalkulierer zum Rechenfreak machen, winkt doch die Enttarnung eines Rechtsextremen, eine Art Gesellschaftsspiel, das bei manchen einfachen Gemütern längst das Denken ersetzt hat, z.B. bei der ARD, die dieser Form der Simplizität huldigt.
Im richtigen Kontext ist ein X auch ein Hakenkreuz, ein Frosch ein Frosch, aber ein bestimmter, jedenfalls in dem Kontext, von dem man wissen muss, dass man sich darin befindet, um zu wissen, dass Frosch nicht Kermit sondern Pepe ist. Besonders lustig ist die Hand mit dem Glas Milch, beides steht für weiße Vorherrschaft in der Phantasie der Spinner, die hier am Werk sind und sich offensichtlich in Kontexten auskennen, in welchen Kontexten auch immer, denn Junk wie der beschriebene ist intellektuell und kognitiv wertlos, er appelliert lediglich an die Diffamierungswilligkeit, die bei bestimmten Kreaturen sehr ausgeprägt sein soll und stellt somit einen doppelten emotionalen Wert dar, denn diejenigen, die vermeiden wollen, dass sie einem bestimmten Kontext zugeordnet werden, sie werden die Emojis nicht mehr verwenden und diejenigen, die sich als ideologische Rektalakrobaten profilieren wollen, werden alle, die eines der abgebildeten Emojis verwenden, als Nazis beschimpfen.
Entsprechend lose Schrauben führen dann dazu, dass in einer Broschüre des Landesverfassungsschutzes von Mecklenburg Vorpommern auf Seite 18 (rechts) behauptet wird, das Eiserne Kreuz sei, obschon Insignie des 1000jährigen Wehrmacht-Reiches nicht strafbar, eine Behauptung, die auf Seite 25 dadurch qualifiziert wird, dass klargestellt wird, „18“, die (Seiten-)nummer stehe für „Adolf Hitler“. Hat demnach auf Seite „18“ – ein Code für Adolf Hitler, ein Verfassungsschützer seinen Verfassungsschutzauftrag über den Haufen geworfen und auf Geheiß des Führers das Eiserne Kreuz zum nicht strafbaren Insignium aus den Zeiten, zu denen Schickelgruber, also 1/19 (Synonym für „18“ mit größerem Wirkungskreis) gewirkt hat, erklärt?
Wer weiß?
Wahnsinn zeichnet sich dadurch aus, dass niemand mehr weiß, was man wissen könnte, wäre man nicht wahnsinnig.
Organisationen wie der AAS-Stiftung mit mutwilliger Unterstützung des gerade in ein politisches Amt gespülten Steuergeldverschwenders ist es mittlerweile gelungen, das gesellschaftliche Klima so sehr zu vergiften, dass es Polizeibeamten mit Verweis auf das Legalitätsprinzip möglich ist, einen in einer zivilisierten Gesellschaft undenkbaren polizeilichen Übergriff auf eine 16jährige Schülerin in einer Schule durchzuführen, die durch ihren gutmenschelden Schuldirektor bei eben dieser Polizei denunziert wurde. Was man von einem Schuldirektor, der nicht Manns genug ist, die Dinge, die in seiner Schule vorgehen, selbst zu bearbeiten, der sich lieber Hilfe bei Mama Staat in Form von drei Polizeibeamten, die offenkundig in Mecklenburg-Vorpommern so unterbeschäftigt sind, dass sie Übergriffe auf 16jährige Schülerinnen durchführen müssen, holen muss, muss nicht wirklich ausgeführt werden.
Um kurz das Thema zu wechseln: Wussten Sie dass trockene Waschlappen noch mehr Verachtung erfordern als nasse?
SciFi-Support
Zurück zum Thema.
Drei Polizeibeamte stürmen in voller Montur den Chemieunterricht des Richard-Wossidlo-Gymnasiums in Ribnitz-Damgarten holen dort eine Schülerin aus dem Unterricht und führen sie vor den Augen ihrer Klassenkameraden ab, und zwar deshalb, weil die 16jährige auf TikTok: „Welcher erwachsene Mensch treibt sich auf TikTok herum und schnüffelt dort hinter Teenagern her?“ etwas gepostet hat, was GEGEN KEIN STRAFGESETZ VERSTÖSST.
Wie war das mit den Schrauben: Gibt es sie überhaupt noch oder sind deutsche Gewinde längst leer?
Angeblich ging es bei dem ganzen absurden Spektakel um Schlümpfe, darum, dass die 16jährige folgendes gepostet haben soll:
„Meine Tochter“, sagt die Mutter, „hatte vor einigen Monaten auf TikTok ein Schlümpfe-Video gepostet. Da heißt es, daß die Schlümpfe und Deutschland etwas gemeinsam haben: Die Schlümpfe sind blau und Deutschland auch. Das war wohl ein witziger AfD-Werbe-Post. Und dann hat sie einmal gepostet, daß Deutschland kein Ort, sondern Heimat ist.““
Indes, die Welt widerspricht. Die WELT, so schreiben Tim Röhn und Benjamin Stibi, „erfuhr“, von wem wird nicht genannt, dass
„insgesamt acht Screenshots, die der Hinweis-Mail angehängt waren, beispielsweise einen Post mit dem Schriftzug „nix yallah yallah“ vor einer vermummten Person, die mutmaßlich die Schülerin ist. Ihr Oberteil habe die Buchstaben „HH“ aufgestickt gehabt, unter ihrem Nutzernamen habe die Zahl 1161 gestanden, die von Rechten im Internet als Code für „Anti-Antifaschismus“ verwendet wird. Dies teilte die Polizeiinspektion Stralsund auf Anfrage mit.Keine Schlümpfe, sondern Ausländerfeindlichkeit und Runen
In weiteren Posts hieß es demnach, „in Deutschland wird deutsch gesprochen“ oder „heimat freiheit tradition, multikulti endstation“ (sic!). Zu sehen gewesen seien neben Deutschlandfahnen auch Runenzeichen und altdeutsche Schrift mit Lorbeerkranz. Die Polizei teilte WELT mit: „Der Anlass, zu dem die Polizei gerufen wurde, war kein in sozialen Medien veröffentlichtes ‚Schlumpf-Video‘. Diese Ausführungen in den Medien beruhen offenbar auf Hinweisen aus dem elterlichen Umfeld der Jugendlichen.“
1161, es ist zum Verzweifeln, ist das Jahr, in dem die Söhne von Adolf II den Titel Graf von Berg und Graf von Altena führen konnten, denn zum Jahreswechsel 1160/1161 hat Adolf II sein Reich auf beide Söhne aufgeteilt und sich fortan in ein Kloster zurückgezogen. Keine schlechte Idee, sich in ein Klosert zurückzuziehen, um dem Wahn der eigenen Mitmenschen zu entgehen, früher, wie heute.
HH steht nachweislich der Kennzeichenliste für Hansestadt Hamburg:
Yallah yallah, يلا يلا ist neben emshi einer der Aussprüche, mit denen ein genervter Araber denen, die in seinem Weg herumlaufen, zu verstehen gibt, dass sie das Weite suchen sollen. In weniger aggressiver Ausführung ist يلا ein Ausruf, den man vielleicht am besten mit „los geht’s“ übersetzt. Was „Nix los geht’s“ in diesem Zusammenhang bedeutet, ist offenkundig, nichts geht los…, nicht einmal Ausländerfeindlichkeit, einfach nur nix.
Da Deutsch in Deutschland nach wie vor Amtssprache, einzige Amtssprache ist, ist die Aussage: „In Deutschland wird deutsch gesprochen“ korrekt und die Vorliebe für Slogans, die man im Singsang darbringen kann, dürfte gerade Linken, die sich so gerne mit dem miesen Stück Scheiße, das sie als Deutschland bezeichnen, hervortun, bekannt sein. Insofern ist „heimat, freiheit, tradition, multikulti endstation“ eine intellektuelle Stufe weiter oben angesiedelt, als das, was die typisch linke Demonstration an Bullshit-Slogan hervorbringt.
Dass Röhn und Stibi der Ansicht sind es mit Ausländerfeindlichkeit zu tun zu haben, sagt einiges über den Zustand der Schrauben in der Redaktion der WELT aus.
Aber einmal mehr sind uns die lockeren Schrauben egal.
Wir nehmen, das was Röhn und Stibi zusammengetragen haben, einmal als die nicht strafbare Grundlage, die dazu führt, dass drei Polizeibeamte, die offenkundig unterbeschäftigt sind und keinerlei ihrem Job angemessene Tätigkeit finden können, den Chemieunterricht des Richard-Wossidlo-Gymnasiums in Ribnitz-Damgarten stören, die Bildung der dort anwesenden Schüler behindern und eine Schülerin mit dem Verweis auf das Legalitätsprinzip aus dem Unterricht holen.
„Aber was wurde denn nun dem Mädchen vorgeworfen? „Letztlich nichts“, so Polizeisprecher Opitz, um dann aber doch zwei scharfe Klingen des Strafrechts zu nennen: „Gemäß Legalitätsprinzip galt es den Sachverhalt zu erforschen. Am ehesten in Betracht gekommen wäre ein möglicher Verstoß gemäß § 86a oder § 130 StGB.“ Paragraph 86a Strafgesetzbuch bezeichnet das Zeigen verfassungsfeindlicher oder terroristischer Kennzeichen, zum Beispiel Hakenkreuze, Deutscher Gruß, diverse Runen oder Tattoos mit Mottos wie Blut und Ehre oder ähnliches. Paragraph 130 Strafgesetzbuch stellt Volksverhetzung unter Strafe, zum Beispiel den Haß- und Gewaltaufruf gegen ethnische Gruppen.“
Das Legalitätsprinzip findet sich in §152 der Strafprozessordnung. Es lautet:
Man kann die Formulierungen in § 160 StPO als Versuch interpretieren, das Verschwenden von Ressourcen und die Überführung von absurden Verdachtsmomenten in ein Ermittlungsverfahren, zu verhindern, vor allem dadurch, dass nicht „nur die zur Belastung, sondern auch die zur Entlastung dienenden Umstände zu ermitteln sind“. Schon aus diesem Grund gibt es keinerlei Rechtfertigung dafür, dass drei gelangweilte Polizeibeamte denken, sie könnten ihr Mütchen, das offenbar zu klein ist, um es mit Kriminellen aufzunehmen, an einer 16jährigen Schülerin kühlen, die nach ihren eigenen Ermittlungen keinerlei Straftat begangen hat.
Aber natürlich ist dies eine rationale Argumentation, die affektives Vorgehen in einem hysterischen Klima, das dem Klima der Hexenverfolgung in vielen Teilen gleicht, nicht entspricht, ein Klima, das die aufgehende Saat von Treibern gesellschaftlicher Polarisierung wie der AAS-Stiftung ist. Nun sind derartige Versuche, die eigene Boshaftigkeit über die Operationalisierung anderer auszuleben, nicht neu. Es gab sie zu allen Zeiten der Menschheit in mehr oder weniger ausgeprägter Weise beschrieben in Charles MacKays „Extraordinary Popular Delusions and The Madness of Crowds“ oder in der zweibändigen Geschichte der Hexenprozesse von Soldan-Heppe. Und dank dieser Bücher wissen wir auch, was als nächstes kommen wird. Auf Seite 153 des zweiten Bandes von Soldan-Heppe findet sich der Blick in die Zukunft:
„Ein Rechtsgelehrter, der sich geweigert, in einem Hexenprozess zu fungieren, wurde zu Tode gepresst, ihm die Zunge aus dem Mund gerissen und als er im Todeskampf lag, wieder mit einem Stock in den Mund hineingedrückt. Neunzehn Personen waren bereits gehängt worden, einschließlich des zu Tode Gequetschten – und die Richter begannen denn doch sich zu fragen, wie sie ihr Verfahren rechtfertigen sollten, weshalb Cotton Mather auf dringenden Wunsch des Gouverneurs sieben Hexenprozesse durch die Presse veröffentlichte und sie durch Hinweise auf ähnliche, in England vorgekommene Fälle zu rechtfertigen suchte. „More Wonders of the invisible World“ wurde im Oktober herausgegeben. Indessen war doch durch verschiedene Vorkommnisse im Volk bereits ein Zweifel an der Wahrheit der Sache entstanden und, nachdem man den Durst nach Menschenblut gestillt hatte, stieg man eine Stufe herunter und richtete seine Wut auf Tiere. So wurde z.B. ein Hund, den man für besessen und ein anderer, den man für einen Zauberer hielt, gehängt.“
Wahnsinn, ist er erst einmal zur gesellschaftlichen Normalität erhoben, erhoben, nicht geworden, lässt sich nur schwer und nicht ohne Gewalt in seine Schranken weisen und auch das zumeist erst, nachdem die Wahnsinnigen sich in einem Blutbad ausgetobt haben.
Wir sind auf dem besten Weg.

