Weltglückmeister Finnland: Ein kommunistisches Märchen – oder doch eher ein Alptraum?

Ungleichheit macht unglücklich.
Gleiche Gesellschaften sind bessere Gesellschaften.

Im Jahre 2009 haben Richard Wilkinson und Kate Pickett ihr Opus auf den Kommunismus „The Spirit Level: Why Equality is Better for Everyone“ veröffentlicht. Es war ein Buch, ganz nach dem Geschmack all derer, die denken, wenn sich die meisten Bürger [mit Ausnahme derer, die sich für „Elite“ halten und dies mit Gewalt durchsetzen können] auf demselben Niveau von Armut einfinden, dann ist eine solche „gleiche Gesellschaft“ eine „bessere Gesellschaft“, eine anzustrebende Gesellschaft. Die sozialistischen und kommunistischen Träumer, die auch nach mehr als 100 Millionen Toten, die ihre Träume in der Realität gefordert haben, weiter der Ansicht sind, der Alptraum müsse in die Tat umgesetzt werden, erhielten durch das Buch von Wilkinson und Pickett, ein Buch voller Aggregatdaten und nachfolgender ökologischer Fehlschlüsse, ein entsprechendes Drogen-Hoch.

Und seither muss man die Nachahmer dessen,  was Wilkinson und Pickett losgetreten haben, über sich ergehen lassen und sich regelmäßig mit sozialromantischem Blödsinn Marke: Je gleicher eine Gesellschaft, desto friedlicher, besser, schöner, zufriedener, glücklicher die Bürger belämmern lassen.

Wilkinson, Richard & Pickett, Kate (2009). The Spirit Level: Why Equality is Better for Everyone. London: Allen Lane.

Wir haben uns mit dem Werk in den folgenden Beiträgen beschäftigt:

Denn, ist Blödsinn erst einmal in der Welt, dann folgenden die Imitatoren, die mangels eigener Ideen von Blödsinn angezogen werden, wie Mücken vom Licht, in Legion. Und so muss man sich regelmäßig mit dem „World Happiness Report“ beglücken lassen. Wer nachlesen will, was wir bereits 2013 über diesen Mist geschrieben haben, der kann das hier tun.

Indes, 10 Jahre weiter und Blödsinn in Schlagzeilen wie die folgenden verpackt, wird wieder durch die Systemmedien getrieben, einmal mehr in dem Bemühen, Sozialismus / Kommunismus zu propagieren, denn die Glückweltmeister, die Finnen, sie sind deshalb Weltmeister in Glück, weil sie Kinder bereits in der Schule beibringen, was Emotionen sind (kein Witz), weil sie einander vertrauen und ganz selten ganz ganz arg unglücklich sind, nein, im Gegenteil nur glücklich sind, wenn andere auch glücklich sind und weil sie einen so guten Freund im Staat haben, der ihnen in Notlagen unter die Arme greift und ansonsten fast jeden Wunsch von den Lippen abliest.

Diesen Unfug liest man bei der ARD-Tagesschau:

ARD-tagesschau

In Zeiten eindimensionaler Wahrheit, die bestehen kann, weil diejenigen, die sie verkünden, zu blöd sind, um mehr als eine Variable verarbeiten oder gar in Rechnung stellen zu können, sind solche Schlagzeilen nicht selten, eher die Regel, die ein sinkender IQ mit sich bringt.

Nehmen wir den Beitrag der ARD-tagesschau etwas genauer unter die Lupe, vor allem die drei Gründe, die darin dafür genannt sind, dass Finnland Weltglücksmeister ist.

Woran liegt das große Glück der Finnen:

    1. Glück beginnt in Finnland bereits in den Schulen:

„In allen finnischen Bildungseinrichtungen stehen emotionale Fähigkeiten mit auf dem Lehrplan. In manchen Schulen sogar als eigenständiges Unterrichtsfach, wie in der Kilteri-Schule in Vantaa. Hier suchen Siebtklässler etwa gemeinsam nach passenden Wörtern für gute und schlechte Gefühle, erklärt Lehrerin Annika Lehikoinen: „Jugendliche sind sehr emotional, und sie lernen, dass es in Ordnung ist, alle Gefühle zu empfinden. Es ist sehr wichtig, dass sie verstehen: Auch wenn ich negative Gefühle habe, muss ich jedem Menschen mit Wertschätzung begegnen. Wo kann man das besser lernen als in der Schule?“ „

  1. Finnland ist ein sozialistisches Paradies, ein Paradies der Gemeinschaft, in dem sich „die Menschen“ umeinander kümmern und es keine „extrem unglücklichen“ Menschen gibt und kein Wettbewerb darum stattfinde, wem es am besten geht. Man vergleiche sich nicht mit anderen und sei nur zufrieden, wenn andere auch zufrieden seien, und wer zufrieden ist, ist auch glücklich:

„Dass der Mensch im Mittelpunkt steht – das ist ein wichtiger Bestandteil der finnischen Kultur, sagt auch John Helliwell. Er ist einer der Forscher, die am Weltglücksreport arbeiten. Die eigene Zufriedenheit hänge in Finnland stark mit der Zufriedenheit anderer zusammen, sagt der kanadische Ökonom. „Die Finnen vertrauen einander, sie kümmern sich umeinander. Und sie haben ein sehr hohes Maß an Chancengleichheit in Bezug auf Bildung, Gesundheit und soziales Ansehen. Finnen vergleichen sich weniger, stehen nicht so im Wettbewerb zueinander wie Menschen in vielen anderen Ländern.“

Es gehe nicht unbedingt darum, dass Finnland die meisten übermäßig glücklichen Menschen habe, sondern eher, dass es in Finnland nur sehr wenige extrem unglückliche Menschen gebe, sagt der finnische Psychologe Frank Martela. Das trage auch dazu bei, dass sich die Menschen weniger mit anderen vergleichen würden. Gerade dieser Ausgleich mache einen Unterschied.“

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  1. Vertrauen und Hingabe an den Staat, der Staat, der für alle da ist, der in Notzeiten unter die Arme greift und ansonsten die Finnen glücklich macht:

„Was sie [die Finnen] wirklich auszeichnet, ist die soziale Unterstützung und das Vertrauen“, sagt Jan-Emmanuel De Neve, einer der Autoren des Weltglücksberichts. Dabei ginge es besonders um sozialen Zusammenhalt. „Wenn es um Freunde geht, auf die man sich verlassen kann, um den Staat, auf den man sich in Notzeiten verlassen kann – sie vertrauen einander.“

Hach, Ist es nicht schön?
Glückliche Finnen, Lappen, Rentiere, Cowboys… Freude und Freude, wohin man schaut.

Indes, Finnen gehören zu denen, für die Alkohol ein wesentlicher Bestandteil des Lebens ist. Sie gehören zu den Bevölkerungen, für die Alkohol ein steter Begleiter des Lebens ist. Die Finnen scheinen ihr Glück mit üppig Alkoholkonsum zu feiern.

Indes, wie die Glücksexperten der ARD berichten, finden sich unter den Bevölkerungen, die dem Alkohol heftig oder regelmäßig oder beides frönen auch solche, deren Glück bergab geht:

„Insgesamt hat sich in der Rangliste der glücklichsten Länder besonders im Mittelfeld einiges verändert. Deutschland rutschte um acht Plätze nach unten ab. Die Lebensbewertung oder die Lebensqualität, wie sie die Menschen in Deutschland erleben, ist also diesmal etwas niedriger als im Vorjahr. In der Auflistung gehören die größten Länder nicht mehr zu den glücklichsten 20 – auch für die USA ging es nach unten: Platz 23 statt zuletzt Platz 15.

So ist das eben. Die einen saufen, weil sie glücklich sind, die anderen, um ihre Sorgen zu ertränken. Die Weltglückmeister aus Finnland gehören offenkundig zu denen, die ihr Glück mit Alklohol begießen.
Oder etwa nicht?

Offenkundig ist die Welt komplexer.
Es gibt glückliche Finnen, die saufen.
Und es gibt unglückliche Finnen, die saufen.
Und dann gibt es die ganz unglücklichen Finnen, die nicht mehr saufen, sondern sich umbringen.

Tatsächlich bringen sich mehr Finnen um als in den meisten anderen Ländern, 1,6% der Bevölkerung, die jährlich das Zeitliche segnen. Eine ziemlich heftige Quote im Land der Weltglückmeister. Vielleicht sind manche Finnen so glücklich, dass sie es gar nicht mehr mit sich aushalten. Vielleicht nehmen manche Finnen die Lektion aus der Schule, dass man negative Gefühle anderen nicht deutlich machen kann, zu ernst, vielleicht haben manche Finnen das Vertrauen in ihre Mitbürger, deren Glück sie einfach nicht mehr aushalten, verloren, vielleicht ist kein Staat da, der sie aus ihrer psychischen Not rettet, vielleicht ist all das, was die Glücksforscher in der ARD zum Besten geben dürfen, einfach nur Bullshit und das einzige, was stimmt, die Aussage, dass es in Finnland keine extrem unglücklichen Menschen gibt.

Die bringen sich um.
Können also nicht mehr befragt werden und den nationalen Glückscore in den Keller bringen.


 

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6Comments

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  1. 1
    Ich glaube auch an den Osterhasen

    Bald dürfte Kanada den Finnen den ersten Platz streitig machen. Wenn der assistierte Selbstmord auf die unglücklichen Kanadier erweitert wird, wird im Trudeau-Land über den Weg durch die Hölle das Paradies ausbrechen.

  2. 2
    baueranton

    Das Glück dürfte sich bald erledigt haben nach dem man eine NATO freundliche, Russland hassende Regierung dort installiert hat. Man wird das Land in den Krieg hetzen wie den Rest Europas auch. Dann wird der glücklich sein der das halbwegs heil überlebt !!!

  3. 3
    farina

    Also bringt man in Finnland den Kindern bei, allen Menschen mit Wertschätzung zu begegnen, auch denen, die es nicht verdienen und die man besser meiden sollte?
    Ich habe nichts dagegen, wenn Kinder mal über Gefühle nachdenken und vielleicht auch mal darüber, warum sie diese Gefühle haben und wie man damit für sich selber und in der Öffentlichkeit umgeht. Und anscheinend fehlt der Teil, in dem man bestimmten Bevölkerungsgruppen erklärt, dass archaische Regelungen und Verachtung für Ungläubige in modernen westlichen Gesellschaften fehl am Platze sind.
    Aber das scheint mir doch eine recht einseitige Beeinflussung zu sein, die hier stattfindet.

    Eine Theorie zu Finnland ist, dass die langen dunklen Tage einen negativen Einfluss haben, (Vit D Mangel). Weiterhin gibt es dort die Finnen mitteleuropäischer Abstammung und die Finnen, die von westasiatischen Völkern abstammen und letztere sind wohl etwas weniger wohlhabend im Durchschnitt. Finnland ist dünn besiedelt und Schnee behindert den Verkehr und daher könnte es sein, dass manchmal das Soziale zu kurz kommt.
    Die Bevölkerung Grönlands soll auch dem Alkohol zugetan sein, vor allem, seitdem sie von der traditionellen Lebensweise abrücken: die sehr viel fetten Fisch und fettes Robbenfleisch enthielt, die sehr viele fettlösliche Vitamine enthalten, und durchaus viel Bewegung beim Jagen.
    In Südasien trinkt man vielleicht weniger Alkohol, aber ich erinnere mal daran, dass dort der Mohn gut wächst.
    Weiterhin lässt sich Alkohol auch gut selber brennen, das ist ein Hobby v.a. auf den Dörfern, d.h. offizielle Zahlen sagen nicht unbedingt soviel aus.
    In Schweden wird zwar auch viel getrunken, aber es gibt schon lange diesen Outdoor- und Sport-Trend in Schweden und der hält die Bevölkerung gesund.

    • 4
      Indre

      Finnland ist zwar dünn besiedelt, hat aber eine sehr hohe Urbanisierungsrate (85,6%) und das Problem mit der Dunkelheit und Schnee haben auch die Norweger & Schweden.

      Was er bzgl. er bzgl. der Kinder zum Besten gibt, könnte aus einem SEL (Social Emotinal Learning – siehe auch CASEL) Programm stammen.

  4. 5
    Ralf Pöhling

    Da wird von allen Seiten mal wieder viel zu viel hinein interpretiert. An Sozialismus denke ich jetzt erst mal gar nicht, wenn es um Finnland geht.
    Was zeichnet Finnland aus? Finnland ist dünn besiedelt, da ist oft sehr lange dunkel und es ist saukalt! Wenn es saukalt ist, rücken die Menschen näher aneinander, so wie die Pinguine am Pol, um nicht zu erfrieren oder zu verhungern. Und das man bei Kälte gerne mal einen hebt, damit das die Gefäße weitet, ist auch ein bekannter Effekt. Man denke an den klassischen Rettungshund für Lawinenopfer, mit seinem Rumfässchen um den Hals.
    Das ist natürlich alles nicht so einfach auf andere Länder übertragbar, wenn es dort nicht so kalt und die Bevölkerungsdichte höher ist.
    Das Land bestimmt die Leute! Das ist nie(!) eins zu eins auf andere Länder übertragbar. Aus den Lebensgewohnheiten eines bestimmten Volkes an einem bestimmten Punkt auf Erden eine allgemein gültige Weltanschauung zu machen, geht deswegen immer schief.

  5. 6
    MasedPringle

    Wenn sich die Unglücklichen alle umgebracht haben, bleiben nur noch Nichtunglückliche übrig. Und schon ist man Glücksweltmeister.

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