Die Älteren unter unseren Lesern erinnern sich, vermutlich wie alle Älteren aller Generationen, gerne an ihre Jugend in den 1980er-Jahren. Man könnte dies als Nostalgie bewerten, als Sentimentalität für alles Vergangene, das mit schönen persönlichen Erfahrungen verbunden ist, und die eigene Jugendzeit ist of der Abschnitt des Lebens, der mit besonders vielen schönen persönlichen Erfahrungen verbunden ist, weil in ihr der „Ernst des Lebens“ noch nicht so recht begonnen hat, und die Jugend gleichzeitig die Phase ist, in der man die eigene Individualität bewußt erfährt und Entscheidungen darüber trifft, welchen Lebensweg man einschlagen will, was für einen selbst das Richtige ist (oder zu sein scheint).
Die Erinnerung an die 1980er-Jahre sind m.E. aber weit mehr als Nostalgie, denn wer sich an die 1980er-Jahre aus eigener Anschauung erinnern kann, der kann nicht anders als den krassen Gegensatz zwischen westlichen Gesellschaften damals und westlichen Gesellschaften heute zu sehen, den man vielleicht am besten auf den Punkt bringt, wenn man sagt, dass die westlichen Gesellschaften heute, genau: seit etwa dem Beginn der 1990er-Jahre, zunehmend kollektivistisch verfasst sind, während westlichen Gesellschaften in den 1980er-Jahren individualistische Gesellschaften waren insofern als sich die (meisten) Menschen in ihnen als auch die gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen zum Individualismus bekannt haben.
Und das bedeutet, dass die Älteren eine Veränderung der westlichen Gesellschaften dahingehend erlebt haben, dass ihr Wohlergehen oder genauer: das Wohlergehen des einzelnen Menschen einem „Kollektiv“ variierenden Umfangs und variierenden Charakters untergeordnet wurde (und wird) und ihre individuelle Handlungsfreiheit immer mehr zugunsten der angeblichen Bedürfnissen oder gar Rechte der jeweiligen „Kollektive“ eingeschränkt wurde (und wird). Die Folge war eine starke Verschlechterung der Lebensbedingungen – und vielleicht noch mehr: der Lebenschancen – der Menschen in westlichen Gesellschaften, die real ist, erlebt, gefühlt und erlitten wird.
Es ist vor diesem Hintergrund keine Überraschung, dass sich eine zunehmende Zahl der Angehörigen der Generation „Z“, auch als „Zoomers“ bezeichnet, die etwa in der Zeit zwischen der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre und dem Ende des ersten Jahrzehntes der 2010er-Jahre geboren wurden, nach dem Zustand der gesellschaftlichen Institutionen wie z.B. der Demokratie oder den Medien und nach den eigenen Lebenschancen in den nunmehr kollektivistisch verfassten Gesellschaften fragen, diesbezüglich zu einer negativen Antwort kommen (Lal & Harbridge-Yong 2023 für die USA) und sich verstärkt weltanschaulich neu orientieren, weg vom Kollektivismus und hin zum Individualismus. Sie suchen nicht mehr und nicht weniger als ein besseres Leben als das, das ihnen ihre kollektivistisch verfassten westlichen Staaten in Aussicht stellen, kurz: ein Leben in einer individualistischen Gesellschaft.
So hat das National Centre for Social Research in seiner Auswertung der Daten des von dem Zentrum durchgeführten British Social Attitudes (BSA)-Survey mit Bezug auf die von Angehörigen verschiedener Generationen samt der Generation Z im Vereinigten Königreich festgestellt:
„Gen Z’s views on law and order diverge sharply from previous generations. Much like their Baby Boomer grandparents in the 1960s, Gen Z find themselves at odds with previous generations on personal freedoms, civil liberties, and the role of the government in their lives“ (National Centre for Social Research 2024: 5),
d.h.
„Die Auffassungen der Generation Z mit Bezug auf Recht und Ordnung weichen stark von früheren Generationen ab. Ähnlich wie ihre Baby-Boomer-Großeltern in den 1960er Jahren steht die Generation Z im Widerspruch zu früheren Generationen bezüglich persönlicher Freiheiten, bürgerlicher Freiheiten und der Rolle der Regierung in ihrem Leben“ (National Centre for Social Research 2024: 5).
Und:
„Our latest data shows that Gen Z are more likely than other generations to prioritise the freedom of individuals to protest about what they believe is right, above following the letter of the law. Fortythree percent of Gen Z agree that it is important citizens engage in acts of civil disobedience when they oppose government actions, compared to 33% or less for Gen X, Baby Boomers and the Silent Generation“ (National Centre for Social Research 2024: 10),
d.h.
„Unsere neuesten Daten zeigen, dass die Generation Z eher als andere Generationen die Freiheit des Einzelnen priorisiert, gegen das zu protestieren, was er für richtig hält, anstatt dem Buchstaben des Gesetzes zu folgen. 43 Prozent der Gen Z-ler stimmen zu, dass es wichtig ist, dass Bürger Akte des zivilen Ungehorsams begehen, wenn sie sich gegen Regierungsaktionen stellen, verglichen mit 33% oder weniger für Gen X, Baby Boomers und die Stille Generation“ (National Centre for Social Research 2024: 10).
Was politische Korrektheit betrifft, so besteht im Vereinigten Königreich diesbezüglich nicht der Konsens, der gerade jüngeren Menschen gerne unterstellt wird; das zeigt nicht nur die tägliche Erfahrung, sondern auch eine zugegebenermaßen kleine Studie von STRAT7, einer global agierenden Agentur, die strategische Beratung und Kundenanalysen anbietet:
„Nearly half (48%) of young people in the UK don’t feel able to share their true opinions about potentially divisive topics due to concerns they’ll be judged for not being ‚woke enough‘. The study of 500 young people (aged 16-34) in the UK was conducted by STRAT7 Jigsaw, it found the attitudes of Millennials and Gen Z towards ‘woke culture’ are more nuanced than portrayed in media discourse. Going against typical media portrayals only 40% consider themselves to be ‘woke’ and a third actively reject the label“,
d.h.
„[f]ast die Hälfte (48%) der jungen Menschen in Großbritannien fühlt sich nicht in der Lage, ihre wahre Meinung über potenziell spaltende Themen mitzuteilen, aufgrund von Bedenken, dass sie als nicht ‚woke genug‘ beurteilt werden. Die Studie von 500 jungen Menschen (16-34 Jahre) in Großbritannien wurde von STRAT7 Jigsaw durchgeführt, sie [die Agentur STRAT7] fand heraus, dass die Einstellungen der Millennials und der Generation Z zur woke-Kultur differenzierter sind als im Mediendiskurs dargestellt. Entgegen typischer Mediendarstellungen halten sich nur 40% für ‚woke‘, und ein Drittel lehnt das Label aktiv ab“.
Für Deutschland zeigt die „Jugend in Deutschland 2024“-Studie, die im April dieses Jahres veröffentlicht wurde, ebenfalls eine Ablehnung von politischer Korrektheit und Tugendwedeln. So berichtet die Frankfurter Rundschau für sie „[B]esorgniserregend[es“] über die Studienergebnisse:
Quelle: Europawahl-exit poll, Infratest dimap für die ARD
„Ähnlich sieht es bei der Aussage ‚In Deutschland darf man nichts Schlechtes über Ausländer sagen, ohne gleich als Rassist beschimpft zu werden‘ aus. 29 Prozent zeigen volle Zustimmung, 24 Prozent sind eher davon überzeugt. Nur wenige junge[..] Menschen finden, ‚dass Deutschland viele Flüchtlinge aufnimmt‘ [also solche, die tatsächlich als Flüchtlinge bezeichnet werden können] (sechs Prozent stimmen voll zu, acht eher). In der Shell Jugendstudie von 2019 waren der Meinung noch über die Hälfte (57 Prozent) der Jugendlichen.“
„[d]ie junge Generation in Deutschland […] so pessimistisch [ist] wie noch nie … Obwohl sie die Corona-Pandemie für überwunden halten, steigt bei den befragten 14- bis 29-Jährigen die mentale Belastung. Sorgen um die Sicherung des Wohlstands führen zu hoher politischer Unzufriedenheit und damit zu einem deutlichen Rechtsruck. Die jungen Menschen sind gewillt, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen“.
Der „Rechtsruck“ in Deutschland geht politisch eindeutig in die Richtung der Zustimmung zu Politiken, für die die AFD eintritt, ist also in keiner Weise „rechts“ im Sinn von „nationalsozialistisch„, wie „rechts“ von Linken gerne interpretiert wird. Der „Rechtsruck“ scheint auch nicht in Richtung eines größeren Konservatismus zu gehen; jedenfalls deutet in den Befragungen nichts darauf hin, dass er in diese Richtung geht. Der „Rechtsruck“ scheint vielmehr eine genuine Bewegung in Richtung Individualismus zu sein, in Richtung der Betonung und Sicherung individueller Freiheiten und weniger Einmischung des Staates in die individuelle Lebensführung.
Nun hat „Individualismus“ viele Definitionen, so dass man meinen könnte, dass „Individualismus“ ein ziemlich vages Konzept ist und man sehr viele unterschiedliche Dinge unter den Begriff packen kann. Schaut man aber genauer hin, dann stellt man fest, dass die meisten der verschiedenen Definitionen einander nicht ausschließen, oft einander implizieren bzw. aufeinander verweisen, weil sie einen inneren Zusammenhang miteinander haben.
Dieser innere Zusammenhang besteht auf der Grundlage der Erkenntnis und Akzeptanz der Tatsache, dass in der Realität nur einzelne Dinge exisitieren, während Klassen von Dingen keine Realität haben.
Das klingt zunächst einigermaßen trivial. Aber es scheint es nicht zu sein, wenn man zum Maßstab nimmt, wie viele – und seltsamerweise gerade formal höher gebildete – Menschen meinen, etwas Gewichtiges ohne jeden Bezug auf das Individuum sagen zu können, einfach, in dem sie auf Klassen oder Konstrukte zurückgreifen, so, als hätten diese eine eigenständige Realität, als könnte man durch Nicht-Existentes irgendetwas erklären oder auch nur verständlich machen.
Die Einsicht, dass das, was in der Realität Existenz hat, immer einzelne Dinge sind, hat Folgen für den gesamten Blick auf unsere Welt. Individualismus ist nichts anderes als die Orientierung an der Realität, die kein beobachtbares Phänomen jenseits des einzelnen Dinges kennt, und die Lebensführung in Übereinstimmung mit der Realität umfasst notwendigerweise alle Lebens- und gesellschaftlichen Bereiche, das Selbstverständnis von Menschen, ihre individuelle Lebensführung, die Sozialpolitik, die wissenschaftliche Forschung, unseren Blick auf unsere eigene Vergangenheit, die Menschheitsgeschichte …
Und das wollen wir in einer neuen Reihe über Individualismus demonstrieren.
Nach dieser kleinen Einführung werden wir uns im nächsten Teil unserer Individualismus-Reihe etwas ausführlicher der Einsicht widmen, dass in der Realität nur einzelne Dinge exisitieren bzw. Typen, Klassen, Systeme, Konstrukte etc. keine eigenständige Realität haben, und den Menschen als existierendes, einzelnes „Ding“ betrachten. Auf dieser Grundlage werden wir dann, in folgenden Teilen, betrachten was dies für das für unser Selbstverständnis und unsere Lebensführung und für die Gestaltung verschiedener gesellschaftlicher Einrichtungen/Bereiche bedeutet. Wir hoffen, dass sowohl alte „80er“ als auch junge „Z-ler“ und – wer weiß?! – solche dazwischen diese Beiträge mit Gewinn lesen werden und, wenn man so sagen möchte, aus der individualistischen Vergangenheit Zuversicht und Stärke für eine individualistische Zukunft schöpfen werden, die einzige Zukunft, die nicht bereits von ihren gedanklichen Grundlagen her im Gegensatz zur Realität steht.
—————
Literatur
Lal, Anoushka, & Harbridge-Yong, Laurel, 2023: Gen Z Attitudes Towards American Democracy and Reform. Journal of Student Research 12(3). https://doi.org/10.47611/jsrhs.v12i3.4824
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Blicke zurück ca. 10J nach dem Krieg. Die Menschen hatten noch das
„Grauen“ vor den Augen – um eben aus diesen Gründen das Leben
lebenswerter zu gestalten. Man hat sogar den Deutschen verziehen, und
die Gastarbeiter waren willkommen um das Land wieder aufzubauen.
Damals war jeder noch „Mensch“ heute „Darmgänger“ und ab 1990 kam
wieder der Nationalismus auf das den Mensch in den Hintergrund trieb,
und nur das „Kollektiv“ was nach m.M. aus kranken Mrd-en besteht, die ganze Regierungen kaufen um ihre Monopolen Interessen durch zu setzen. Gebildet ??? mein Gott – Einbildung überwiegt !! Dazu dürfte
die Frage unumgänglich sein – WER regiert die USA,EU nebst Wertewesten?? Wenn man bedenkt, dass die USA-UK-Frankreich u.a.
ihre einst Verbündete die ihr eigenes Überleben ermöglichten – Heute
mit KRIEG überziehen. WAS ist mit J.A. ein Verurteilter mit Zeichen
das jeder nicht US-Bürger unter die US-Militärgesetze gestellt ist.
Demokratie-Pressefreiheit – begraben eben von selbigen die einst dafür
gekämpft haben. Wo sind diese Menschen gebildet??? Nach meiner
Einschätzung seit den 1990-ern Verblödung total !!
Schöner Artikel.
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Und was tut Politik?
Sie suggeriert, daß das Allgemeinwohl über dem Individualwohl steht, was nichts anderes bedeutet, als daß eine Vorstellung von einer Allgemeinheit über die Wirklichkeit des Individuums gestellt wird.
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Politik, also die Beschaffung von Mehrheiten, wird niemals eine geeignete Gesellschaftsform für den Menschen erschaffen können, weil sie an dieser Basis irrt.
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Ein Staat kann sich in Wirklichkeit niemals über das Individuum stellen, weil das Individuum der Träger der Wirklichkeit ist, während ein Staat lediglich ein gedankliches Konstrukt ist, welches das Recht des Stärkeren, durch die Bildung einer Mehrheit, in ein anderes Gewand gekleidet hat.
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Die Krönung des Irrtums erfolgt dann im Krieg, wenn die Individuen in ein im Gleichschritt Marschieren gezwungen werden. Man hat dann die Wahl das individuelle Leben „freiwillig“ aufzugeben, und gegenseitig das zu zerstören, was sich die Individuen aufgebaut haben, oder man wird erschossen.
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Ein politisches System wird immer im Krieg enden, weil es vorgibt etwas tun zu können, was kein Mensch kann. Nämlich Gesetze machen. Auch Gewählte können keine Gesetze machen, weil Gesetze bestehen aus sich, Sie können folglich nicht von Menschen gemacht werden. Ein Mensch kann Regeln machen, aber Regeln sind keine Gesetze. Das Vorhandensein von Ordnungen, von Gesetzen, erzeugt Regelmäßigkeiten, die man durch Regeln definieren kann, aber Regelmäßigkeiten erzeugen noch lange keine Gesetze. Folglich ist eine regelbasierte Ordnung lediglich ein Angebot zum Irrtum.
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Von der Politik zu Gesetzen erklärte Regeln, denen sich die Träger der Wirklichkeit, die Menschen, unterwerfen sollen, müssen folglich immer im Zusammenbruch enden, weil sie ein paralleles Konstrukt zur Wirklichkeit errichten, an der sie über kurz oder lang zerschellen müssen.
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Ohne Politik keine kollektive Verdrängung der Wirklichkeit. Ohne kollektive Verdrängung keine Kriege, lediglich individuelle Auseinandersetzungen.
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Kriege sind das Resultat der kollektiven Verdrängung der Wirklichkeit zugunsten eines nur der Politik nützlichen Regelwerkes, um sich auf Zeit als Übermensch fühlen zu können, was ebenfalls nicht der Wirklichkeit entspricht.
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Ein Mensch, ist ein Mensch, ist ein Mensch.
Ein Mensch kann keine Gesetze machen, auch ein gewählter Mensch kann keine Gesetze machen, kann also niemals Gesetzesgeber sein, sondern kann lediglich bestehende Gesetze erkennen.
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Ein Mensch ist ein Mensch, ist ein Mensch, kann also auch niemals Richter anderer Menschen sein, da er zwar leidlich objektiv denken kann, sein Handeln jedoch immer subjektiv bleiben wird, insbesondere dann, wenn er sich an zu Gesetzen erklärte Regeln hält, weil Regeln eben keine Gesetze sind.
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Das Herrscherprinzip als noch nicht ganz überwundenes Relikt des sich durch Konkurrenz orientierenden Tiers.
Spannend, dass ihr das mit der Verwurzelung in den einzelnen Dingen thematisiert.
Ich bin dem Thema in der Ökonomik begegnet. Dort werden ja volkswirtschaftlichen Geldflüsse zwischen Aggregaten modelliert – und dabei solche Sachen außen vorgelassen, wie dass ein Wirtschaftssubjekt auch Bankrott gehen kann, also seine Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Was dann Ketteneffekte haben kann, weil die Gläubiger ihr Geld nicht erhalten, usw. Deshalb plädiere ich sehr für eine agentenbasierte Modellierung. – Die allerdings die Herausforderung mit sich bringt, dass es lauter Stufen- und Schwelleneffekte gibt
Als bekennendes Individuum freue ich mich schon auf Ihre Reihe zum Individualismus. Diese Hinwendung zum Kollektivismus in der westlichen Welt ist für mich unerklärlich und vor allem ärgerlich, weil damit alle Vorteile der ehemals freien westlichen Welt zerstört werden. Der Bürger als government owned property ist eine Dystopie, in die bereits über die Hälfte des Weges zurückgelegt wurde. Konzepte wie die Gesundheit des Kollektivs (der Gesellschaft) die über der Gesundheit des Einzelnen steht, wie es während der Corona-Jahre proklamiert wurde, weisen den Weg. Dass Gesundheit aber immer nur an ein Individuum gebunden ist, ebenso wie die körperliche Unversehrtheit nur auf ein Individuum Anwendung finden kann, wird inzwischen nicht mehr als feststehende Wahrheit akzeptiert. Nicht verwunderlich, wurde daher dazu aufgefordert, ein Abwägung des eigenes individuellen Erkrankungs- und vor allem Nebenwirkungserkrankungrisikos zu ignorieren und sich für eine fiktive Rettung aus Solidarität für die ebenfalls fiktive Gruppe der Vulnerablen wie in einem russischen Roulettespiel zu opfern. Das ist unvereinbar mit der freien Entscheidung eines Menschen bezüglich seiner Lebensführung und für mich persönlich nur noch als totalitär zu bewerten. Politiker, die solche Aktionen fordern oder auch nur in Erwägung ziehen, sollten aus dem politischen Betrieb umgehend und lebenslang ausgeschlossen werden, weil sie gegen alle freiheitlichen Grundsätze verstoßen – also verfassungswidrig handeln.
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Blicke zurück ca. 10J nach dem Krieg. Die Menschen hatten noch das
„Grauen“ vor den Augen – um eben aus diesen Gründen das Leben
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Damals war jeder noch „Mensch“ heute „Darmgänger“ und ab 1990 kam
wieder der Nationalismus auf das den Mensch in den Hintergrund trieb,
und nur das „Kollektiv“ was nach m.M. aus kranken Mrd-en besteht, die ganze Regierungen kaufen um ihre Monopolen Interessen durch zu setzen. Gebildet ??? mein Gott – Einbildung überwiegt !! Dazu dürfte
die Frage unumgänglich sein – WER regiert die USA,EU nebst Wertewesten?? Wenn man bedenkt, dass die USA-UK-Frankreich u.a.
ihre einst Verbündete die ihr eigenes Überleben ermöglichten – Heute
mit KRIEG überziehen. WAS ist mit J.A. ein Verurteilter mit Zeichen
das jeder nicht US-Bürger unter die US-Militärgesetze gestellt ist.
Demokratie-Pressefreiheit – begraben eben von selbigen die einst dafür
gekämpft haben. Wo sind diese Menschen gebildet??? Nach meiner
Einschätzung seit den 1990-ern Verblödung total !!
Schöner Artikel.
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Und was tut Politik?
Sie suggeriert, daß das Allgemeinwohl über dem Individualwohl steht, was nichts anderes bedeutet, als daß eine Vorstellung von einer Allgemeinheit über die Wirklichkeit des Individuums gestellt wird.
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Politik, also die Beschaffung von Mehrheiten, wird niemals eine geeignete Gesellschaftsform für den Menschen erschaffen können, weil sie an dieser Basis irrt.
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Ein Staat kann sich in Wirklichkeit niemals über das Individuum stellen, weil das Individuum der Träger der Wirklichkeit ist, während ein Staat lediglich ein gedankliches Konstrukt ist, welches das Recht des Stärkeren, durch die Bildung einer Mehrheit, in ein anderes Gewand gekleidet hat.
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Die Krönung des Irrtums erfolgt dann im Krieg, wenn die Individuen in ein im Gleichschritt Marschieren gezwungen werden. Man hat dann die Wahl das individuelle Leben „freiwillig“ aufzugeben, und gegenseitig das zu zerstören, was sich die Individuen aufgebaut haben, oder man wird erschossen.
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Ein politisches System wird immer im Krieg enden, weil es vorgibt etwas tun zu können, was kein Mensch kann. Nämlich Gesetze machen. Auch Gewählte können keine Gesetze machen, weil Gesetze bestehen aus sich, Sie können folglich nicht von Menschen gemacht werden. Ein Mensch kann Regeln machen, aber Regeln sind keine Gesetze. Das Vorhandensein von Ordnungen, von Gesetzen, erzeugt Regelmäßigkeiten, die man durch Regeln definieren kann, aber Regelmäßigkeiten erzeugen noch lange keine Gesetze. Folglich ist eine regelbasierte Ordnung lediglich ein Angebot zum Irrtum.
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Von der Politik zu Gesetzen erklärte Regeln, denen sich die Träger der Wirklichkeit, die Menschen, unterwerfen sollen, müssen folglich immer im Zusammenbruch enden, weil sie ein paralleles Konstrukt zur Wirklichkeit errichten, an der sie über kurz oder lang zerschellen müssen.
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Ohne Politik keine kollektive Verdrängung der Wirklichkeit. Ohne kollektive Verdrängung keine Kriege, lediglich individuelle Auseinandersetzungen.
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Kriege sind das Resultat der kollektiven Verdrängung der Wirklichkeit zugunsten eines nur der Politik nützlichen Regelwerkes, um sich auf Zeit als Übermensch fühlen zu können, was ebenfalls nicht der Wirklichkeit entspricht.
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Ein Mensch, ist ein Mensch, ist ein Mensch.
Ein Mensch kann keine Gesetze machen, auch ein gewählter Mensch kann keine Gesetze machen, kann also niemals Gesetzesgeber sein, sondern kann lediglich bestehende Gesetze erkennen.
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Ein Mensch ist ein Mensch, ist ein Mensch, kann also auch niemals Richter anderer Menschen sein, da er zwar leidlich objektiv denken kann, sein Handeln jedoch immer subjektiv bleiben wird, insbesondere dann, wenn er sich an zu Gesetzen erklärte Regeln hält, weil Regeln eben keine Gesetze sind.
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Das Herrscherprinzip als noch nicht ganz überwundenes Relikt des sich durch Konkurrenz orientierenden Tiers.
Spannend, dass ihr das mit der Verwurzelung in den einzelnen Dingen thematisiert.
Ich bin dem Thema in der Ökonomik begegnet. Dort werden ja volkswirtschaftlichen Geldflüsse zwischen Aggregaten modelliert – und dabei solche Sachen außen vorgelassen, wie dass ein Wirtschaftssubjekt auch Bankrott gehen kann, also seine Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Was dann Ketteneffekte haben kann, weil die Gläubiger ihr Geld nicht erhalten, usw. Deshalb plädiere ich sehr für eine agentenbasierte Modellierung. – Die allerdings die Herausforderung mit sich bringt, dass es lauter Stufen- und Schwelleneffekte gibt
Als bekennendes Individuum freue ich mich schon auf Ihre Reihe zum Individualismus. Diese Hinwendung zum Kollektivismus in der westlichen Welt ist für mich unerklärlich und vor allem ärgerlich, weil damit alle Vorteile der ehemals freien westlichen Welt zerstört werden. Der Bürger als government owned property ist eine Dystopie, in die bereits über die Hälfte des Weges zurückgelegt wurde. Konzepte wie die Gesundheit des Kollektivs (der Gesellschaft) die über der Gesundheit des Einzelnen steht, wie es während der Corona-Jahre proklamiert wurde, weisen den Weg. Dass Gesundheit aber immer nur an ein Individuum gebunden ist, ebenso wie die körperliche Unversehrtheit nur auf ein Individuum Anwendung finden kann, wird inzwischen nicht mehr als feststehende Wahrheit akzeptiert. Nicht verwunderlich, wurde daher dazu aufgefordert, ein Abwägung des eigenes individuellen Erkrankungs- und vor allem Nebenwirkungserkrankungrisikos zu ignorieren und sich für eine fiktive Rettung aus Solidarität für die ebenfalls fiktive Gruppe der Vulnerablen wie in einem russischen Roulettespiel zu opfern. Das ist unvereinbar mit der freien Entscheidung eines Menschen bezüglich seiner Lebensführung und für mich persönlich nur noch als totalitär zu bewerten. Politiker, die solche Aktionen fordern oder auch nur in Erwägung ziehen, sollten aus dem politischen Betrieb umgehend und lebenslang ausgeschlossen werden, weil sie gegen alle freiheitlichen Grundsätze verstoßen – also verfassungswidrig handeln.