Sind wir alle gleichwertig? Diskutieren Sie mit uns!

Gleichwertigkeit ist ein Modewort, das erfunden wurde, um Herrschaft zu begründen:

Diese ganze Diskussion um „die Gleichwertigkeit aller Menschen“ ist eine Scheindiskussion, geführt von Leuten, deren Gutheit so umfassend ist, dass sie nicht mehr denken können. Leute, die kein Problem haben, angeblich gleichwertige Menschen an die Front in der Ukraine zu schicken, um dort selbst getötet zu werden oder andere gleichwertige Menschen zu töten, Leute, die selbst, obschon sie so gleichwertig sind, nie auf die Idee kämen, sich der Gefahren, wie sie an der Front herrschen, auszusetzen.

Das zeigt schon, dass dieser ideologische Blödsinn „gleichwertiger Menschen“ eine Methode ist, Herrschaft zu konstituieren.

Indes, die Behauptung, alle Menschen seien gleichwertig, ist auch epistemologischer Unfug.

Menschen sind GLEICH geboren, mit gleichen Anlagen und Fähigkeiten – sofern sie nicht geistig behindert sind.
Im Verlauf eines Lebens wenden Menschen das an, was ihnen mitgegeben ist und eignen sich Fertigkeiten und Fähigkeiten an. Oder sie tun es nicht, liegen auf der faulen Haut oder lassen sich, wenn möglich, von anderen durchfüttern.

Diese erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten UNTERSCHEIDEN sie zwangsläufig von anderen Menschen.
Fertigkeiten und Fähigkeiten sind wertig im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel.
Insofern kann man die Wertigkeit von Menschen immer nur auf Basis ihrer Fertigkeiten und Fähigkeiten und IM HINBLICK auf ein bestimmtes Ziel bestimmen.

Was ist wohl der Wert eines Polit-Darstellers im Vergleich zu einem Bauern, wenn es darum geht, Nahrung zu produzieren? Warum sind, wenn es darum ging, die Klassenmannschaft im Fussball zusammenzustellen, bestimmte Schüler nicht berücksichtigt worden? Weil sie Gareth Bale im Werden waren und geschont werden mussten?

Die ganze Diskussion um Wertigkeit ist eine umfassende intellektuelle Katastrophe, weil sich Leute daran beteiligen, die einen Modebegriff nutzen, um sich zu produzieren, aber keine Ahnung haben, was sie mit dem Begriff „Gleichwertigkeit“ eigentlich sagen.

Dessen ungeachtet ist „Gleichwertigkeit“ in ihrer „Un-Facette“ ein zentrales Herrschaftskonzept, mit dem Gutmenschen ihre moralische Überlegenheit begründen wollen und gleichzeitig versuchen, ihre Position unangreifbar zu machen, gegen jede Art von Kritik zu schützen:

“Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft.“

Indes: Wir können diesen Ungleichwertigkeits- bzw. Gleichwertigkeitsunsinn einfach nicht mehr hören.

Und zwar deshalb:

Schon 1965 hat J. Stacy Adams seine Equity-Theorie veröffentlicht, die letztlich inhaltlich nicht viel gebracht hat, was nicht bereits bei Homans stand, aber in jedem Fall eine Strukturierung und Systematisierung der bei Homans verstreuten Ideen geleistet hat.

Equity (Gerechtigkeit), ist für Adams das Ergebnis eines Vergleichsprozesses: Wenn ich mich mit einem vergleiche, der genau dieselben Kompetenzen hat, genau dieselben Leistungen erbringen soll und auch erbringt, wie ich und der für die entsprechende Leistung auch genau denselben Output / dieselbe Belohnung, sagen wir in Form von Lohn erhält, dann sind wir beide im Hinblick auf die Leistung und das Leistungsergebnis gleich, die Leistung ist gleichwertig.

In keinem anderen Fall.

Verkürzt man das Gesagte auf Einsatz (Input) und Ergebnis des Einsatzes (Output), dann kann man die Bedingung für Gleichwertigkeit und daraus resultiert das Empfinden von Gerechtigkeit und das Vorliegen von Gerechtigkeit, auf Basis der normalmenschlichen Maßstäbe in eine Gleichung packen, die den eigenen Input ins Verhältnis zum eigenen Output setzt und mit dem entsprechenden Verhältnis eines Partners (z.B. eines Arbeitskollegen) vergleicht:

Input (A) / Output (A) = Input (B) / Output (B)

In allen Fällen, in denen der Vergleich Unterschiede im Input oder im Output zum Ergebnis hat, liegt keine Gleichwertigkeit vor und entsprechend wird eine Gleichbehandlung dahingehend, dass ungleichwertige Leistungen gleich behandelt werden, als Ungerechtigkeit bezeichnet und empfunden:

“ The magnitude of the inequity experienced will be a monotonically increasing of the size of the discrepancy between the ratios of outcomes to inputs. The discrepancy will be zero, and equity will exist, under two circumstances: first, when Person’s and Other’s outcomes are equal and their inputs are equal. …” (Adams 1965: 281-282)

Und weil dem so ist, muss nun einmal und ein für alle Mal und unter Anwendung des eingangs Gesagten festgestellt werden:

Wir sind nicht gleichwertig!

Wir sind mehrwertig im Vergleich zu denen, die ihre Qualifikationen fälschen oder bei anderen abgekupfert haben. Wir haben unsere Qualifikationen durch Arbeit und nicht durch Betrug erworben.

Philosophie for dummiesWir sind mehrwertig im Vergleich zu all denen, die es nötig haben, andere mit persönlichen Angriffen und unter Zuhilfenahme entsprechend konnotierter Begriffe abzuwerten, weil sie keine Argumente haben. Wir haben dann, wenn wir uns zu Themen äußern, Argumente und sind deshalb nicht gleichwertig, sondern mehrwertig.

Wir haben alles, was wir besitzen, erarbeitet. Keines der Mitglieder der ScienceFiles-Redaktion hat jemals staatliche Transferleistungen bezogen. Im Vergleich zu allen, die sich von ihrem Staat haben kaufen lassen, sind wir mehrwertig.

Wir stehen zu Prinzipien und biegen sie nicht wie dies z.B. bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes der Fall ist, wo die offene Diskriminierung von Männern befördert wird, während gleichzeitig behauptet wird, man sei gegen Diskriminierung.

Das soll genügen, um den Kern von Ungleichwertigkeit herauszuarbeiten: Leistung!

Wer mehr leistet als andere, ist mit diesen nicht gleichwertig, sondern er ist mehr wert, und zwar im Hinblick auf die Ziele, für die sein Leistungsportfolio Zweck sein kann. Aber es kommt noch schlimmer – es gibt Sonderfälle: Wie kognitiv geringwertig muss ein Gehirn sein, wenn der Inhaber tatsächlich denkt, Albert Einstein sei gleichwertig mit ihm, er sei für die Menschheit gleichviel wert wie Albert Einstein? Wie ideologisch verblendet muss man sein, wenn man denkt, ein Arbeitgeber, der einen Mitarbeiter, der mehr Erfahrung, bessere Referenzen und mehr Motivation hat, besser bezahlt als einen, der weniger Erfahrung, schlechtere Referenzen und weniger Motivation hat, würde Letzteren nicht gleichwertig behandelt, sondern diskriminieren?

Man muss in einem solchen Fall ein sozialistisch durchsetzes Gehirn haben, eines, das man als Indikator für die Stalinfeld-Josef-Krankheit ansehen muss, ein Gehirn, in dem Leistung nichts zählt, sondern bestenfalls das ist, was andere, an deren Leistung man sich gütlich tut, im Sozialismus bereitstellen, damit man selbst, der in seiner Leistung ungleichwertig ist, gleichwertig erscheinen kann ohne es weiterhin zu sein.

Wir sehen derzeit einen unglaublichen Anschlag auf soziale Vergleiche, dessen Ziel darin besteht, jede Form des Vergleichs zwischen Menschen als neoliberalistischen Anschlag auf die heile Kinderwelt des Sozialismus zu ächten und zu verunmöglichen. Lassen wir es nicht so weit kommen, damit wir auch morgen noch sagen können, ein Gerd Binnig ist für die Wissenschaft mehr wert als ein Stefan Rahmstorf und eine Marie Curie mehr als eine Annette Henninger.

Das Schöne an dieser Konzeption von (In)Equity: Sie ist empirisch.

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Gleichwertigkeit wird in der Empirie als Verhältnis der Relationen von Input und Output gemessen. Gleichwertigkeit ist somit bestimmbar, messbar, über Zeit und aus eigener Hand veränderbar, und wahrscheinlich ist es das, was diejenigen, die in ihrer transzendentalen Vorstellungswelt der Gleichwertigkeit schwelgen, in der eine fixe Idee Gutheitsstatus besitzt, so fürchten, die Vorstellung, jemand könnte die in den Legionen von Projekten Beschäftigten, deren Haupttätigkeit darin besteht, sich auf Netzwerktreffen den Hintern plattsitzen, fragen, was das höhere Gehalt, das sie im Vergleich zur Putzfrau beziehen, deren Wirken man eindeutig anhand von Kriterien wie Sauberkeit und entsprechendem Geruch nachvollziehen kann, rechtfertigt.

In einer empirischen Welt der Gleichwertigkeit ist das höhere Gehalt nur durch den im Vergleich zur Putzfrau höheren Input zu rechtfertigen. Und was ziehen die meisten Deutschen wohl vor, ein sauberes Gebäude oder eine mit 170.000 Euro vom Steuergeldverschwender Nr. 1, dem BMFSFJ, ausgehaltene Internetseite, die gegen Hatespeech agitiert, und zwar mit Hatespeech?

Unsere Gleichwertigkeit ist demnach eine empirische, keine essentielle Qualität, wie sie die Apostel der Gleichwertigkeit predigen, wenn sie tief im Innern noch des letzten Versagers den Kern der Gleichwertigkeit ausgraben wollen. Es mag sein, dass alle Menschen mehr oder minder gleich geboren sind, mit einem entsprechenden Potential, was sie dann aus ihrem Leben machen, ist jedoch eine empirische, keine transzendentale Frage.


 

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26Comments

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  1. 1
    Lupo A

    Diese Diskussion über den Wert des Menschen ist ein einziger Fallstrick. Der Mensch selbst hat keinen Wert, den man beziffern könnte. Er hat Einzigartigkeit und Würde.

    Und das steht in überhaupt keinem Widerspruch dazu, dass z.B. die Arbeitsstunde eines Herzchirurgen ein Vielfaches mehr wert ist als die eines Rausschmeißers vor der Disco. Warum? Weil es eine Bewertung der geleisteten Arbeit ist und nicht des Menschen, der sie erbringt.

    Der Gerechtigkeitsbegriff kommt dann ins Spiel, wenn es dem Rausschmeißer in der Disco in irgend einer Form verwehrt worden wäre, Herzchirurg zu werden, obwohl er es sowohl gewünscht als auch gekonnt hätte.

    Aber klar, dass Links aus diesen nun weiß Gott nicht schwer zu Verstehenden Zusammenhängen eine Neiddebatte zusammenrührt, die den Rausschmeißer zum Opfer und den Herzchirurg zum Täter macht. Und ganz nebenbei das natürliche Recht eines jeden Menschen, das Bestmögliche aus sich zu machen oder es beiben zu lassen, negiert.

    Die linke Ideologie entstammt dem längst überwundenen Frühkapitalismus, hat ihre Untauglichkeit immer wieder bewiesen und ist spätestens mit der Deklaration der Menschenrechte endgültig aus der Zeit gefallen. Wie auch der an kein Recht und Gesetz gebundene Obrigkeitsstaat, den diese Ideologie immer wieder zu exhumieren versucht.

    Es ist wahlweise zum Heulen oder zum Kotzen, dass unser schönes Land und seine früher fortschrittliche Gesellschaft von und für einen solchen Atavismus kaputt gemacht werden.

      • 4
        Ich glaube auch an den Osterhasen

        Vielleicht verstehe ich Sie komplett falsch worauf Sie hinaus wollen und bitte vorsorglich schon einmal um Entschuldigung. Aber aus meiner Sicht werden Menschen nicht mit gleichen Anlagen geboren. Frauen und Männer sind ja bereits mit unterschiedlichen Anlagen ausgestattet. Dann gibt Menschen, die bspw. über das absolute Gehör verfügen. Man kann es nicht erlernen. Es sind Anlagen. Man könnte es beliebig erweitern. Ich stimme zu, wenn sie sagen, dass alle Kinder zunächst mit der gleichen „Wertigkeit“ geboren werden sollten. Aber eine Wertigkeit wird leider augenblicklich mit der Geburt festgelegt.

        • 5
          Michael Klein

          Ich rede davon, dass alle Menschen mit den gleichen Anlagen zur sinnlichen Wahrnehmung geboren werden, somit grundsätzlich die gleiche Ausgangsposition haben, um zu lernen und Erfahrungen zu machen. Die Unterschiede folgen aus der unterschiedlichen Anwendung vorhandener Anlagen.

          • 6
            Alex.

            Ich halte es für unwahrscheinlich dass ~10.000 Jahre Evolution zwar in der Lage sind, die Hautfarbe und andere äußerlich erkennbare Merkmale der Menschen klar unterscheidbar auszuprägen, aber nicht innere Eigenschaften wie fleiß, strebsamkeit, frustrationstolleranz….
            –> Wir sind genetisch in unterschiedlichen Ausgangspositionen.

            Neben den Genen gibt es noch die individuelle Entwicklung vor und während der Schwangerschaft, die Einfluss auf das frisch geborene Leben haben. Wenn die Mutter Drogen nimmt, hat das Kind vermutlich nicht mehr die gleiche Ausgangsposition.

            Wichtig ist nach meiner Ansicht, dass das, womit man geboren wird, nicht im Nachgang durch den Staat auf ein „Normniveau“ ausgeglichen werden kann. Jedes Punktesystem, in dem ein Mangel hier mit einem Bonus dort kompensiert werden soll, müsste sich auf einen oder eine begrenzte Anzahl von Norm-Lebensplanungen beziehen. Das wäre das Gegenteil von Freiheit.

    • 7
      Brockenteufel

      Richtig, das sind sie nicht!!! Ein Farbblinder wird z.B. kein Kunstmaler, ein 130 cm Mensch nie ein Basketballspieler und ein unmusikalischer nie Sänger oder Komponist. Wenn wir die selben Anlagen hätten, würden wir die selbe Frau lieben und heiraten. Gott sei dank haben wir alle unterschiedliche Gaben und Anlagen.

      • 8
        Michael Klein

        Wie viele Sehende gibt es, die kein Kunstmaler werden?
        Wie viele vollkommen unmusikalische Leute, denken Sie seien Sänger?
        Sie vermengen hier Dinge und sitzen Ihren eigenen Bewertungen auf.
        Es geht um die FORMALE Ausstattung zum Zeitpunkt t0, nicht um das, was damit gemacht wird.
        Und man kann sogar noch weiter gehen und argumentieren, dass eine Behinderung bei einer der Wahrnehmungskategorien durch eine Übersensibilität in einer anderen wettgemacht werden kann.
        Letztlich liegen Outcomes in den Händen dessen, der lebt, nicht dessen, der ihn irgendwohin geboren hat.

  2. 11
    Grobhansen

    Bitte verzeihen Sie. Ich mußte zuerst prüfen, ob jemand zuhause ist.

    Menschen unterscheiden sich von Geburt an nach Geschlecht, Intelligenz und Begabung.
    Bitte lesen Sie Irenäus Eibl-Eibesfeldt ,,Grundriß der vergleichenden Verhaltensforschung“
    und
    John Phillipe Rushton ,,Race, Evolution and Behavior“
    und auch
    Volkmar Weiss ,,Die IQ-Falle“

    Würden Sie diese Werke kennen, könnten Sie nicht davon ausgehen, daß Menschen gleich geboren sind.
    Vor Gott sind wir gleich.
    Unsere genetischen Dispositionen, unsere Talente und Mißtalente sind es nicht.

    • 12
      Michael Klein

      Was erwarten Sie, dass wir nun eine Diskussion darüber führen, ob IQ angeboren ist oder ob das, was man im Laufe seines Lebens LERNT nicht eine viel größere Rolle spielt, am besten, in dem ich auf die vielen Vertreter verweise, die eine Lerntheorie begründet haben, die nicht erst mit Wickham Skinner begonnen hat? Sollen wir eine Diskussion führen, die – wie Sie sicher wüssten, wenn Sie die entsprechende Literatur gelesen hätten [man muss Fouls zurückgeben, sonst denkt das Gegenüber, es komme damit durch] seit Jahrzehnten geführt wird? Letztlich kommt man da an, wo Kant in seiner Metaphysik angekommen ist. Menschen sind mit DENSELBEN KATEGORIEN geboren, verfügen – wenn kein Geburtsdefekt vorliegt – über DIE GLEICHEN MÖGLICHKEITEN VON WAHRNEHMUNG und haben somit DIESELBE AUSGANGSPOSITION, auf deren Grundlage dann, per Lernen und per Erfahrung, also letztlich über direktes und indirektes Lernen, imitieren oder erfahren, Kompetenzen entwickelt werden. Insofern sind wir alle gleich, wenn wir den ersten Schrei in die Welt posaunen. Ab dann nicht mehr.
      Ob ein Eibl-Eibesfeld meint, Intelligenz sei vollständig angeboren, ist mir ziemlich wurscht, aber wenn wir schon bei Forschungsergebnissen sind, die Wahrheit liegt wohl, wie immer in der Mitte, ein Teil ist angeboren, der Rest erlernt, womit wir wieder bei Kant wären.

  3. 13
    Lennart Wiegeleit

    Gleichwertigkeit verlangt einen Maßstab. In unserem Menschsein sind wir alle gleichwertig, gar keine Frage.

    Wenn es aber um andere Wertmaßstäbe geht, wie Zivilisiertheit, Intelligenz, Ausbildung, Fähigkeiten etc. pp, da sind wir NICHT alle gleichwertig.
    Würden Sie sich von einem Hauptschulabbrecher den Blinddarm entfernen lassen? Oder würden Sie sich von einem Analphabeten vor Gericht vertreten lassen?
    Würden Sie Ihre Tochter von einem verurteilten Pädophilen betreuen lassen? Oder Ihr Bankkonto von einem stadtbekannten Betrüger?

    Doch wohl nicht, denn da greifen andere Maßstäbe, andere Wertigkeiten.

  4. 14
    ERINNERUNG

    „Sind wir alle gleichwertig?“
    Etwa im Sinne derer, die uns die Spritzbrühen verpassen wollten, aber zeitig
    ‚überlegenes Wissen‘ besaßen, wie z.B. aus den ungeschwärzten RKI Protokollen hervorgeht
    oder bestimmter ‚Vertreter‘, die, dem Verständnis ihrer „Nächstenliebe“ folgend, doch nicht den Weg ihrer „Schäfchen“ einschlugen und statt dessen der „Schweinegrippe-2-Klassen-Impfung“ gedachten.
    Ferner:
    Dem Wort „Versuchskaninchen“ Olaf Scholzens zufolge, muß es andereseits hochdekorierte Zauberlehrlinge geben, die mit ihrem „Project Lightspeed“, jeglicher Haftung entbunden, ihren eigenen Produkten gegenüber abstinent waren, wie es wohl auch die vor laufender Kamera Loreleyen verbreitenden Krankheitsminister gewesen sind.

    Das sind wohl die „Ausnahmen von der Regel“-Deutungshoheit und entstammt
    der aktuellen babylonischen Sprachverwirrung der Wortjonglierer.

    • 15
      ERINNERUNG

      „Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen,
      das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat.“ Friedrich Nietzsche

      • 16
        ERINNERUNG

        Weiter
        „Er nennt’s Vernunft und braucht’s allein,
        Nur tierischer als jedes Tier zu sein.“
        Goethe, Faust 1, Prolog im Himmel, Mephistopheles

        Zitat
        „säuischer als Schweine, grimmiger als Löwen, geiler als Böcke,
        neidiger als Hunde, unbändiger als Pferde, gröber als Esel,
        versoffener als Rinder, listiger als Füchse, gefräßiger als Wölfe, närrischer als Affen und giftiger als Schlangen und Krotten,“ wie unser herzhafter Simplizissimus derb und heftig herausgesagt hat… Zitatende.
        Quelle: Der Ewige Buddho, Leopold Ziegler, Reichl, Darmstadt, 1922, Seite 353.

        „Man könnte die Unterordnung eines ganzen Volkes unter wenige Leute noch rechtfertigen, wenn die Regierenden die besten Menschen wären. Aber das ist nicht der Fall und kann es nie sein, denn es herrschen meist die schlechtesten, unbedeutendsten, grausamsten, sittenlosesten und besonders die verlogensten Menschen. Und daß dem so ist, ist kein Zufall.“ – Lew Nikolajewitsch Tolstoi

        Die größte Gruppe von Menschen, deren Wertvorstellungen sehr ähnlich sind, wird von denjenigen mit dem niedrigsten Niveau gebildet.
        Je weniger Resonanzpunkte ich mit dieser „mensch“ – geschaffenen Konsensrealität gemeinsam habe, desto wenger stellt sich mir diese Frage: „Sind wir alle gleichwertig?“

  5. 17
    eht

    Meine Gedanken zum Thema: Das allgegenwärtige Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, das es inzwischen sogar in Verfassungsschutzberichte schafft und im Zentrum von Rechtsextremismus-Forschung steht, basiert in hohem Maße darauf, dass die „Wertvorstellung von Gleichwertigkeit“ ein absoluter Anspruch ist. Menschenfeindlichkeit aber „rechtfertigt“ angeblich „Ideologien der Ungleichwertigkeit“. Wenn ich das richtig sehe, verzichtet man aber in der Regel auf eine präzise Definition und Konkretisierung und baut auf Assoziationen: Menschen sind gleich und haben einen gleichen Wert. Punkt. Da gibt es weiter nichts zu diskutieren. Oder doch?

    Gleichwertigkeit könnte man im philosophisch-ethischen Sinn vielleicht verstehen als Anerkennung der menschlichen Existenzberechtigung. Jeder Mensch hat das Recht auf (ein „menschenwürdiges“) Leben/zu leben. Da hört die Gleichheit dann aber auch schon auf. In ihren Merkmalen, Einstellungen/Werten, Voraussetzungen/Talenten und Leistungen unterscheiden sich Personen und menschliche Gruppen. Wie sollte es auch anders sein.

    Mit der starken Fixierung auf den Begriff „Gleichwertigkeit“ aller Menschen geht normalerweise einher, dass die einschlägigen Theoretiker, wenn Eigengruppen sich objektiv und subjektiv von anderen Gruppen UNTERSCHEIDEN, gern von „Ausgrenzung“ reden. Nicht von „Abgrenzung“. Diese beiden Begriffe gehen nach meiner Beobachtung häufig bzw. leider fast immer durcheinander. Das heißt: Jede Abgrenzung wird als Ausgrenzung diskreditiert. Diese mangelnde Differenzierung ist nach meinem Eindruck ein fundamentales Problem.

    Deshalb darf ein Teil der Bevölkerung (auch nach dem mutmaßlichen Verständnis des Verfassungsschutzes) auch keinen „Volksbegriff“ haben, der sich auf gemeinsame Sprache, Geschichte, Kultur, Werte bezieht, und bedeutet, dass man sich in besonderem Maße solidarisiert und miteinander identifiziert. Weil das ja, so heißt es, Zuwanderer mit anderem Geburtsland, anderer familiärer Geschichte usw. unfairer Weise nicht automatisch einschließt. Tatsächlich aber besteht selbstverständlich jede Gesellschaft aus vielen Teilgruppen, die sich u.a. durch das Herkunfts-/Bezugsland, eine Muttersprache, einen Lebensstil verbunden fühlen. (Wobei Migranten, die schon lange hier leben, sich durchaus auch „deutsch“ fühlen können.) Wichtig: Solange man sich nur abgrenzt, aber nicht auf andere Kreise herunterblickt oder sie grundsätzlich/grundlos feindselig behandelt (sie bösartig ausgrenzt), ist das eigentlich, eigentlich auch gar kein Problem. Gruppen sind nicht gleich, und deshalb darf man sich auch mit der einen Gruppe mehr als mit der anderen identifizieren, solange man Fremdgruppen nicht pauschal schlecht redet. Das widerspricht in keiner Weise einer Gleichwertigkeit im philosophisch-ethischen Sinn. Meine ich.

  6. 19
    W. Bähring

    Kommentar:
    Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion schon begonnen hat, bevor man sich über den Begriff der „Gleichwertigkeit“ (in Bezug zum Menschen) verständigt hat.
    Deshalb aus meiner Sicht einige Vorbemerkungen:
    1. Gleichwertigkeit ist nichts Absolutes und auch nichts Allgemeines.
    2. Gleichwertigkeit lässt sich auch nicht mit dem „gleichen Recht auf Leben“ oder dem „gleichem Recht auf Bildung“ oder der „Gleichheit vor dem Gesetz“ begründen.
    Diese Rechte sind grundlegende Menschenrechte, die nicht aus irgendeiner „Gleichwertigkeit“ erwachsen, sondern einzig und allein aus der Geburt eines jeden Erdenbürgers und in jedem „Rechtsstaat“ gewährleistet werden (sollten).
    3. Gleichwertigkeit leitet sich auch nicht aus der These ab, dass „jedes Leben wert ist, geschützt zu werden“.

    Gleichwertigkeit bezieht sich stattdessen sowohl bei Dingen als auch bei Personen immer auf eine bestimmte Eigenschaft (oder Funktion oder Nützlichkeit) im Vergleich zu anderen Dingen bzw. Personen.
    Um zwei Personen (in einer bestimmten Eigenschaft) als „gleichwertig“ zu bezeichnen, bedarf es also eines Vergleiches mit genau festgelegten Vergleichskriterien innerhalb des GLEICHEN „Habitats“.
    Die Diskussion um „die Gleichwertigkeit aller Menschen“ wird nur von Leuten unter ABSICHTLICH MISSBRÄUCHLICHER VERWENDUNG des Begriffes „Gleichwertigkeit“ geführt, die bisher nichts geleistet haben, weder für ihr persönliches Auskommen, noch für die Gesellschaft, weder in moralischer-ethischer noch in materieller Hinsicht, weder schulisch noch im harten Arbeitsalltag, die jedoch in ihrer Hybris und ihrem Narzissmus eine Scheinargumentation aufbauen müssen, um für sich und ihre gleichgesinnten Jünger und Zöglinge neben all den tatsächlichen „Leistungsträgern“, die tagtäglich einen Mehrwert schaffen, eine „gleichwertige“ Stellung in der Gesellschaft und damit auch die gleiche Anspruchshaltung zu begründen.

  7. 20
    Grobhansen

    Ich vermute, Sie meinen Burrhus Frederic Skinner. Konrad Lorenz hat sein halbes Forscherleben damit verbracht, diesen Kommunisten zu widerlegen – mit Erfolg, aber er hätte sicher gern andere Sachen erledigt.
    Skinners ,,Theorien“ spuken noch immer , vor allem an deutschen Universitäten.
    Meinen Sie den, oder irre ich mich?

    ,,Sollen wir eine Diskussion führen, die – wie Sie sicher wüssten, wenn Sie die entsprechende Literatur gelesen hätten [man muss Fouls zurückgeben, sonst denkt das Gegenüber, es komme damit durch] seit Jahrzehnten geführt wird?“

    Werter Herr Klein, es liegt mir fern, Sie anzugreifen.
    Seien Sie bitte nicht brüskiert. Es ging mir bei den Literaturhinweisen darum, Sie anzuregen, etwas zu lesen, was Sie wahrscheinlich noch nicht kennen und Sie schwer beeindrucken dürfte

    ,, Letztlich kommt man da an, wo Kant in seiner Metaphysik angekommen ist. Menschen sind mit DENSELBEN KATEGORIEN geboren, verfügen – wenn kein Geburtsdefekt vorliegt – über DIE GLEICHEN MÖGLICHKEITEN VON WAHRNEHMUNG und haben somit DIESELBE AUSGANGSPOSITION, auf deren Grundlage dann, per Lernen und per Erfahrung, also letztlich über direktes und indirektes Lernen, imitieren oder erfahren, Kompetenzen entwickelt werden. Insofern sind wir alle gleich, wenn wir den ersten Schrei in die Welt posaunen. Ab dann nicht mehr.“

    So sagte auch Konrad Lorenz, welcher ein Verehrer Kants war.
    Mit der Einschränkung, daß die Ausgangspositionen eben nicht dieselben sein können, allenfalls ähnlich. Geschlecht, Rasse und Intelligenz sind limitierende Faktoren. Das mag uns gefallen oder nicht.

    ,,Ob ein Eibl-Eibesfeld meint, Intelligenz sei vollständig angeboren, ist mir ziemlich wurscht, aber wenn wir schon bei Forschungsergebnissen sind, die Wahrheit liegt wohl, wie immer in der Mitte, ein Teil ist angeboren, der Rest erlernt, womit wir wieder bei Kant wären.“

    Kein ernstzunehmender Biologe bestreitet den Einfluß der Umwelt auf den Menschen. Selbstverständlich ist der Mensch als Kulturwesen ein Lernender bis in sein hohes Alter. Dennoch sind wir unserer Eltern Kinder.
    Eibl-Eibesfeldt deutet die Vererblichkeit der Intelligenz in seinen Schriften übrigens nur an, Volkmar Weiss ist es, der von einer Vererblichkeit der Intelligenz nach Mendelschen Regeln ausgeht und dafür erstaunliche Beweise anführt.

    Ich erlaube mir, eine weitere Empfehlung auszusprechen:

    Andreas Vonderach ,,Völkerpsychologie“.

    Mit freundlichen Grüßen und danke für Ihre Zeitfinden, weil Sie kein Doofer sind. Ich habe viel mit weniger intelligenten Leuten zu tun und ich kann Ihnen sagen, daß die Größe des Gefäßes die Füllme,,Was erwarten Sie, dass wir nun eine Diskussion darüber führen(…)“

    Nein. Diskussionen sind unnütz. Sie führen zu nichts. Außerdem haben Sie dafür zu wenig Zeit. Es war mir wichtig, Sie auf etwas hinzuweisen, was Ihnen entgangen ist. Niemand kann alles wissen.

    ,,(…) ob IQ angeboren ist oder ob das, was man im Laufe seines Lebens LERNT nicht eine viel größere Rolle spielt (…)“

    Ein Doofer kann nur begrenzt lernen. Das können Sie vielleicht nicht nachempnge limitiert.

    ,,(…)am besten, in dem ich auf die vielen Vertreter verweise, die eine Lerntheorie begründet haben, die nicht erst mit Wickham Skinner begonnen hat?(…)“

  8. 21
    Grobhansen

    ,,Was erwarten Sie, dass wir nun eine Diskussion darüber führen, ob IQ angeboren ist(…)“

    Verehrter Herr Klein, mein soeben gesendeter Kommentar ist unvollständig, die Einleitung fehlt.

    Ich will sagen , daß Diskussionen ganz unnütz sind. Sie haben dafür auch gar keine Zeit. Ich wollte und will Ihnen lediglich Literaturempfehlungen geben, Literatur, die Sie offensichtlich nicht kennen. Seien Sie also bitte nicht brüskiert, ich will Ihnen nichts Böses.

  9. 22
    Grobhansen

    Das ist ja alles ganz durcheinander!
    Bitte ordnen Sie durch sinnentnehmendes Lesen den ganzen Haufen.
    Ich kann diese elektronischen Dinge nicht sehr gut

    • 23
      Alex.

      „Ich kann diese elektronischen Dinge nicht sehr gut“
      Macht nichts, nicht jeder kann alles können. Wir werden eben nicht mit gleichen Startbedingungen geboren, können aber viele Defizite im einen Bereich mit Mehranstrengung im anderen Bereich kompensieren. Oder wir lassen es sein, weil der individuelle Wert in einem Bereich so groß ist, dass jeder relevante Gutachter über das Defizit im anderen Bereich hinwegsieht.

      „Gleichwertigkeit“ ohne Bezugsgröße ist einfach nur unsinnig.

  10. 25
    Axel

    Man könnte meinen, die Wertigkeit eines Menschen ergäbe sich aus dem Nutzen, den er für die Gesellschaft darstellt. In einer materialistischen Welt, in der wir nunmal leben müssen, ist der Maßstab im allgemeinen Geld und Besitz. Daher kommt es zu skurilen Fehlinterpretationen, wenn der Besitzer eines Ferrari als wertvoller erachtet wird, als der Bauer, der mit einem Traktor vorfährt, der weit mehr kostet als jeder Ferrari. Dabei ist es unerheblich ob es sich bei dem Ferrarifahrer tatsächlich um einen Parasiten, etwa einen Zuhälter oder Politiker handelt.
    Ich denke, der Begriff der Wertigkeit eines Menschen hat ausschließlich in materialistischen Systemen Gültigkeit und stellt damit in jeglicher Ausformung und Interpretation ein Machtinstrument da.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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