Sind Grüne Politiker dümmer als der Rest der Republik?

Die Grünen sind, wie wir in unserer Wahlprognose berechnet haben, ein Auslaufmodell. Nach unserer Vorhersage sind Bündnis90/Grüne im nächsten Parlament nicht vertreten.

Dass die Grünen nicht nur ein Auslaufmodell sind, wenn es um die Gunst der Wähler geht, sondern auch ansonsten alle Anzeichen einer Organisation im Niedergang zeigen, von der moralischen bis zur intellektuellen Degeneration, wird derzeit u.a. im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen deutlich, in dem sich die Grünen mit Inhalten wie dem folgenden hervortun:

 

Nur wenig Text reicht den Grünen aus, um nicht nur ihre ideologische Degeneration, sondern auch ihre komplette Unkenntnis deutlich zu machen.

  • Weiblich zu sein ist nicht generell damit verbunden, intelligent und parlamentstauglich, nicht einmal damit, kandidierwillig zu sein. Wer dennoch meint, Listenplätze müssten zwischen Geschlechtern gleichverteilt sein, der macht drei implizite Annahmen:
    • Männer und Frauen haben die gleiche Motivation (zu haben) für eine Partei zu kandidieren.
    • Männer und Frauen haben die gleiche Motivation (zu haben) für jede Partei zu kandidieren.
    • Männer und Frauen haben die gleiche Motivation und die gleiche Fähigkeit (zu haben) für jede Partei zu kandidieren
  •  Zwangsläufig führen diese kollektiven Prämissen zu der Konklusion, dass nicht Fähigkeiten, sondern Geschlecht die Besetzung von Listenplätzen da bestimmt, wo eine Gleichverteilung nach Geschlecht herbeigeführt worden ist, wie z.B. bei den Grünen und zu der Konklusion, dass da, wo offensichtlich Listenplätze nicht nach Geschlecht gleichverteilt wurden, Kompetenzen für wichtiger gehalten wurden.

Dass bei den Grünen Listenplätze nicht nach Kompetenz (oder Intelligenz oder Fähigkeit) vergeben werden, dass die drei Kriterien nicht einmal dann eine Rolle spielen, wenn sich Grüne in der Öffentlichkeit äußern, macht das Beispiel oben deutlich, in dem die Grünen beklagen, dass bei der FDP 13% Frauen auf Listenplätzen zu finden seien, weniger als im Parlament von Saudi Arabien.

Nun muss man Folgendes wissen:

Saudi Arabien hat kein parlamentarisches Regierungssystem, sondern eine absolute Monarchie mit König Salman von Saudi Arabien an der Spitze.

Als König ernennt er nicht nur seine Minister, er ernennt auch die Mitglieder dessen, was die Grünen als Parlament ansehen, nämlich des Majlis Ash-Shura oder des Shura Rats, einem Gremium, dem beratende Funktion zukommt und das tatsächlich mit der Besetzung grüner Listen eine Gemeinsamkeit aufweist, denn seit Januar 2013 gilt ein Dekret des damaligen Königs Abdullah, nachdem 20% der Plätze im Majlis Ash-Shura mit Frauen besetzt werden. Doch das, was die Grünen gerne als Parlament verkaufen wollen, ist ein Rat, dessen Mitglieder alle vom König ernannt werden.

Offensichtlich sehen grüne Politiker eine gewisse Affinität zwischen ihrer Vorstellung darüber, was ein Parlament ist und der des Saudi-Arabischen Königs, was auch nicht verwunderlich ist, denn wie der König von Saudi Arabien, so besetzen auch die Grünen ihre Listen nicht durch Wahl, sondern durch Ernennung und durch Quoten.

Die Eingangsfrage kann sich nun jeder selbst beantworten.

Linkspopulismus: Linke fordert gleichgroße Weihnachtspakete für alle

Immer wenn man denkt, man hätte bereits den Tiefpunkt der intellektuellen Abwärtsspirale in der deutschen Politik erreicht, kommt etwas, das zeigt, dass es immer noch tiefer geht.

Linke sind bekanntlich Materialisten, die nur in Geld und Kapital und Vermögen und “hawwe wolle”, wie man in der Pfalz sagt, denken können. Entsprechend sind für sie große Weihnachtsgeschenke natürlich teure Weihnachtsgeschenke. Der Wert von Weihnachtsgeschenken bemisst sich für Linke ausschließlich in monetären Größen. Arme Schlucker!

Die Linke fordert, dass die Größe der Weihnachtsgeschenke unabhängig vom Einkommen sein soll, also dass man unabhängig vom Einkommen gleichgroße Weihnachtsgeschenke erhalten kann. Dieser Unsinn ist offensichtlich die Neid-populistische Fortsetzung des „Reichtum für alle“-Unsinns, mit dem die Linkspopulisten versuchen, besonders naive, junge oder dumme Wähler auf ihre Seite zu ziehen und für ihre Ideale der Weihnachtsgerechtigkeit zu begeistern.

Nur hat die linke Weihnachtsgerechtigkeit gar nichts mit Gerechtigkeit zu tun, dafür aber viel mit staatlicher Planwirtschaft, die die Größe der Weihnachtsgeschenke regulieren will, also mit Ergebnisgleichheit.

Zur Erinnerung:

Gerechtigkeit ist ein relationales Konzept.

equityGerechtigkeit liegt vor, wenn das Ergebnis einer Handlung (die Auszahlung) der Leistung entspricht, die notwendig war, um die entsprechende Handlung auszuführen. Zudem muss die Relation von Leistung und Auszahlung einem Vergleich standhalten: Wenn A mehr leistet als B, dann muss A auch eine höhere Auszahlung erhalten als B. Um im Beispiel der Linken zu bleiben: Die Größe der Weihnachtsgeschenke muss eine Funktion der vorausgehenden Leistung sein, also wer mehr leistet und entsprechend mehr Geld hat, kann sich auch größere Weihnachtsgeschenke leisten als der, der weniger oder gar nichts leistet.

Was die LINKE hier fordert, ist nicht Gerechtigkeit, sondern Ergebnisgleichheit und somit das Gegenteil von Gerechtigkeit, da die Auszahlung gerade nicht von der Leistung abhängig sein soll, sondern unabhängig davon, was jemand geleistet hat, die selbe Größe von Weihnachtsgeschenken von der Linken zugewiesen werden soll.

Es ist unter Linken beliebt, die Konzepte der Gerechtigkeit und der Chancengleichheit mit dem Konzept der Ergebnisgleichheit zu vermengen (der gesamte Genderismus basiert auf diesem Manipulationsversuch).

Die beiden erstgenannten haben jedoch mit Ergebnisgleichheit nichs zu tun, wie wir am Beispiel der Weihnachtsgeschenke nun deutlich machen werden:

Geschenk-Gerechtigkeit:
Die Größe der Weihnachtsgeschenke orientiert sich an der Leistung des Schenkenden oder dem, was ihnen die Beschenkten bedeuten.

Geschenk-Chancengleichheit:
Jeder hat die gleiche Möglichkeit, sich mit Arbeit die Mittel zu verschaffen, die notwendig sind, um große Weihnachtsgeschenke zu machen.

Geschenkt-Ergebnisgleichheit:
Die Größe der Weihnachtsgeschenke ist unabhängig von der Leistung oder der Bedeutung des Beschenkten

Der Sozialismus, mit der ihm inhärenten Leistungsfeindlichkeit, er hat viele Gesichter. Und die Diktatur der Sozialisten, sie macht nicht einmal vor der Größe von Weihnachtsgeschenken halt.

Wollt Ihr den totalen Staat?

Wie leicht gehen Sie dem Linkspopulismus auf den Leim?  Testen Sie Ihr Wissen zu Verteilungsfragen mit unserem Test.

Makro-Gerechtigkeit = Aggregierter Minderwertigkeitskomplex?

Wissen Sie, was Makro-Gerechtigkeit ist? Nein, das ist nicht fair (mikro-fair, wenn Sie so wollen), dass ich Sie gleich mit einer solchen Fragen überfalle. Zumal ich auch nicht so richtig weiß, was Makro-Gerechtigkeit sein soll. Es scheint etwas zu sein, bei dem Individuen auf etwas anderes vertröstet werden. So wie man die Individuen, die im Leben leiden, auf das Jenseits oder die klassenlose Gesellschaft vertröstet (je nach Ideologie), so scheint auch Makro-Gerechtigkeit vielleicht über sich, mit Sicherheit aber über Individuen hinauszuweisen.

Entsprechend definieren Brickman et al (1981, S.173) Makro-Gerechtigkeit als:

“the aggregate fairness of reward in a society”. [die aggregierte Verteilungsgerechtigkeit in einer Gesellschaft]

Na das kommt einem dann doch schon vertrauter vor. Makro-Gerechtigkeit ist etwas für Kollektivisten, solche, die kein Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit haben und sich lieber in Aggregaten verstecken, Kollektiven eben.

town

“Look out your window, Agent Mulder. You see the lights? Imagine if one of them flickered off. You’d hardly notice, would you?”)

Im Verlauf der Geschichte hat sich eine ganze Reihe von Kollektiven gefunden, die für Makro-Gerechtigkeit eingetreten sind: Die katholische Kirche hat die Makro-Gerechtigkeit aller Katholiken verteidigt, wahlweise gegen Ketzer in den eigenen Reihen und solche von außerhalb der eigenen Reihen. Die französischen Revolutionäre haben sich gegen den Absolutismus gewendet, um Makro-Gerechtigkeit für den “citoyen” herzustellen, eine Form der Makro-Gerechtigkeit, dem zuerst die “Reichen” und dann die “citoyen” zum Opfer gefallen sind, die der Herstellung von Makro-Gerechtigkeit im Weg standen. Und so geht es weiter durch die Geschichte, Sozialisten und Kommunisten haben Makro-Gerechtigkeit durch Internierung der Gegner der Sowjets und ihrer Genossen in Gulags hergestellt, Nationalsozialisten haben Konzentrationslager und Unterwerfung mit kriegerischen Mitteln zur Herstellung von Makro-Gerechtigkeit für das Volk der Deutschen ohne Raum vorgezogen.

Und heute, in unserer aufgeklärten Zeit, dient Makro-Gerechtigkeit wiederum einem anderen Zweck. Makro-Gerechtigkeit ist der Gott, den alle anbeten, die ein Problem mit ihrer eigenen Person zu haben scheinen, ist das Ziel von Instrumenten zur Durchsetzung von Makro-Gerechtigkeit doch:

“[to] discourage considerations of individual attributes. Rather macrojustice is concerned with the fairness of the aggregate distribution of resources in society, such as guaranteed minimum outcome, or equality for all.” (Zdaniuk & Bobocel, 2011, S.344)

Ja. Makro-Gerechtigkeit, also die Herstellung einer “Gleichheit für alle” (klingt wie: Reichtum für alle), findet z.B. statt, wenn der Führer des Volkes ohne Raum zum kriegerischen Erwerb von Ostgebieten aufruft, um die Fairness der Landverteilung auf Aggregatebene herzustellen. An diesem Beispiel lässt sich bereits das Problem benennen, das sich mit Makro-Gerechtigkeit verbindet: Der Kampf des Volkes ohne Raum, ist bei seinen Nachbarn nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen. Um genau zu sein, die Nachbarn haben sich gewehrt und das Volk ohne Raum im Ende auf noch weniger Raum begrenzt als vor dem Versuch, Makro-Gerechtigkeit durch den Erwerb von Ostgebieten herzustellen, vorhanden war.

Die Probleme, die sich mit Makro-Gerechtigkeit verbinden sind entsprechend leicht benannt:

  • reichtum fuer alleEs gibt keine Makro-Gerechtigkeit, sondern nur willkürliche Verteilungen auf Aggregatebene, z.B. von Land oder von Aufsichtsratsposten;
  • Diese willkürlichen Verteilungen auf Aggregatebene bieten sich zur willkürlichen Benutzung an, wenn man z.B. Verteilungen auf bestimmte soziale Merkmale herunterbricht, dabei Verteilungsungleichheit feststellt und dies zum Anlass nimmt, um die betroffenen Gruppen durch die Herstellung von Verteilungsgleichheit gleichzustellen, z.B. Frauen in Aufsichtsräten oder Arbeiter in Aufsichtsräten (nein, natürlich will niemand Arbeiter gleichstellen…, das war mein willkürliches Beispiel).
  • Die Herstellung von Verteilungsgleichheit (= Makro-Gerechtigkeit) ist immer auf Kollektive und nie auf Individuen bezogen. Gleichgestellt im Hinblick auf Verteilung werden z.B: Frauen, nie Isolde M. Tatsächlich kann es sein, dass Isolde M., obwohl sie kraft Geschlecht zur Gruppe derer gehört, die in Aufsichtsräte berufen werden sollen, nie in einen Aufsichtsrat gelangt, weil sie kein Gewerkschaftsfunktonär, sondern Mitglied einer Putzkolonne ist.
  • Makro-Gerechtigkeit hat darüber hinaus das Manko, dass die Herstellung von “Verteilungsgleichheit” nicht anders zu machen ist als durch Diskriminierung der Gruppe, für die auf der Makroebene ein Verteilungsvorteil ausgemacht wurde: also z.B. Männer, wenn die Gruppe der Frauen bevorzugt werden soll oder Mittelschichtsangehörige, wenn die Gruppe der Arbeiter bevorzugt werden soll (Letzteres ist wieder mein Beispiel, das abermals unrealistisch ist, denn wenn es an die eigene Haut geht, hört bei Mittelschichts-Funktionären alles Gerede von Makro-Gerechtigkeit schnell auf).
  • Makro-Gerechtigkeit ist keine Form von Gerechtigkeit, sondern Legitimation, um mit den Prinzipien von Fairness zu brechen und offen Angehörige bestimmter Gruppen zu diskriminieren. Offene Diskriminierung klingt nicht gut, deshalb reden die entsprechenden Aktivisten lieber von Makro-Gerechtigkeit.

Kurz: Makro-Gerechtigkeit wird immer da ins Feld geführt, wo es darum geht, einen gesellschaftlichen Fetisch zu schaffen, mit dessen Hilfe Individuen benachteiligt werden können. Quoten für Frauen sind ein solcher Fetisch, bei dem individuelle Fertigkeiten und Fähigkeiten keine Rolle spielen und die Diskriminierung von Frauen mit Fertigkeiten und Fähigkeiten und von Männern explizites Ziel der Herstellung von Makro-Gerechtigkeit ist.

MacroJusticeIch bin mir nicht sicher, ob die Jünger der “Makro-Gerechtigkeit” verstehen, dass man einen Verteilungszustand auf Makroebene nur dann durch Sozialtechnologie ändern kann, wenn man bereit ist, Gerechtigkeit und Fairness zu opfern (beides gibt es nur für Individuen und deshalb nicht als Makro-Gerechtigkeit) und Bevorzugung aufgrund von Gruppenzugehörigkeit ebenso wie Diskriminierung aufgrund von Gruppenzugehörigkeit explizit in Kauf zu nehmen, aber ich tendiere dazu, zu denken, dass die meisten Makro-Gerechtigkeits-Apostel genau wissen, was sie tun. Ich tendiere umso mehr dazu, seit ich eine Untersuchung kenne, die Agnes Zdaniuk und D. Ramona Bobocel (2011) zu verantworten haben.

Der Zeitschriftenbeitrag, auf den mich Dr. habil. Heike Diefenbach aufmerksam gemacht hat, in dem die beiden Autoren von ihrer Untersuchung berichten, ist einer der Beiträge, bei denen man bereits nach der ersten Zeile ärgerlich ist: “Women and visible minorities have long suffered injustice due to discrimination” (2011, S.341). Eigentlich reicht so ein Satz, denn Wissenschaftler, die homogene Gruppen annehmen, diese homogenen Gruppen auch noch über Jahrhunderte hinweg als homogene Gruppen annehmen und zudem noch andeuten, dass diese homogenen Gruppen von einer anderen homogenen Gruppe benachteiligt worden sei, denn wie sonst sollte eine homogene Gruppe diskriminiert werden als durch eine andere homogene Gruppe, haben sich bereits mit wenigen Worten als, wie man in England sagt, nutty, nicht ganz dicht, in sinngemäßer Übersetzung bloßgestellt.

Aber, wer seine Leser so schnell auf seine eigene Unzulänglichkeit stößt, der weiß vielleicht auch ansonsten nicht, was er tut und produziert mit seinen Forschungen unbeabsichtigte Ergebnisse, die wiederum einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden können. So auch im vorliegenden Fall, denn die Autoren kommen in einer Reihe von Experimenten, deren Ziel darin besteht, die Hindernisse für die Durchsetzung von affirmative action zu bestimmen bzw. die beste Möglichkeit zur Durchsetzung zu finden, zu dem folgenden Ergebnis:

“Together, our findings suggest that when a policy violates microjustice to ensure macrojustice, individuals with a strong independent self-construal are more opposed than individuals with a weak self-construal”. (358).

Self-construal ist ein sozialpsychologisches Konzept, mit dem Unabhängkeit (oder Abhängigkeit) von sozialen Gruppen und Vorgaben und letztlich Autonomie gemessen werden soll. Eine unabhängige Selbst-Wahrnehmung steht in engem Zusammenhang mit kognitiver Leistungskraft und einem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass Personen, die sich selbst als leistungsfähig und damit wettbewerbsfähig sehen und die darüber hinaus Vertrauen in ihre Leistungskraft haben, sich massiv gegen das Aushölen von Fairness zur Wehr setzen. Im Umkehrschluss kann man daraus schließen, dass die Anhänger von Konzepten wie “Makro-Gerechtigkeit”, deren Ziel darin besteht, individuelle Leistungsunterschiede zu ignorieren und Verteilungsgleichheit aufgrund willkürlich zugewiesener Merkmale wie Geschlecht herzustellen, sich als nicht sonderlich leistungsfähig, in keinem Fall wettbewerbsfähig sehen und vor allem wenig Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit haben. Man könnte sagen, sie haben einen Minderwertigkeitskomplex, ob berechtigterweise oder nicht, kann hier offen gelassen werden, und diesen Minderwertigkeitskomplex versuchen sie zu bearbeiten, in dem sie sich mit Makro-Gerechtigkeit ein Konzept zimmern, das es erlaubt, andere, leistungsfähigere zu diskriminieren und den eigenen Minderwertigkeitskomplex im Schutz der Gruppeneigenschaft zu überwinden.

Brickman, Philip, Folger, Robert, Goode, Erica & Schul, Yaakov (1981). Microjustice and Macrojustice. In: Lerner, Melvin J. & Lerner, Sally C. (eds.). The Justice Motive in Social Behavior. New York: Plenum, pp.173-202.

Zdaniuk, Agnes & Bobocel, D. Ramona (2011). Independent Self-Construal and Opposition to Affirmative Action: The Role of Microjustice and Macrojustice Preferences. Social Justice Research 24: 241-364.

FAIRtax Appeal

FAIRtax AppealSeit moderne Staaten sich über die Erde verteilen und seit politische Eliten, die sich weitgehend aus der Mittelschicht rekrutieren, diese modernen Staaten regulieren, haben moderne Staaten Steuerlasten in kaum für möglich gehaltener Höhe auf ihre Bevölkerung gehäuft. Als Ergebnis davon hat sich der so genannte Wohlfahrtsstaat entwickelt. Wohlfahrtsstaaten zeichnen sich in erster Linie durch eine Schicht von Bürokraten und Funktionären aus, die von dem leben, was produktive Steuerzahler erwirtschaften. Gemeinsam mit politischen und hyper-aktiven Gutmenschen haben diese Bürokraten und Funktionäre einen unglaublichen Appetit auf Steuereinnahmen sowie eine schier unglaubliche Fähigkeit zur Erfindung immer neuer Steuern entwickelt. Demenstprechend versuchen sie mehr und mehr von dem Einkommen, das produktiven Steuerzahlern bislang noch bleibt, unter ihre Gewalt zu bringen.

Die Methoden, mit denen versucht wird, Steuern aus produktiven Steuerzahlern zu pressen, sind mannigfaltig und lassen keinen Lebensbereich unberührt: Nahrung, Mobilität, Arbeit, Einkommen, Lebensweisen und eine endlose Liste von Gütern werden besteuert. Die Profiteure dieser ausufernden Besteuerung finden sich kontinuierlich in immer denselben beiden Bevölkerungsgruppen: Sie sind zu finden unter Mitgliedern der Mittelschicht, die sich über ihre parlamentarische Mehrheit die eigene Lebensweise subventionieren lassen, und sie sind unter Mitgliedern der Unterschicht zu finden. Mitglieder der Unterschicht dienen Mitgliedern aus der Mittelschicht zum einen als Einkommensgrundlage, indem sie sich um die Mitglieder der Unterschicht kümmern und sorgen. Zum anderen leben manche Mitglieder der Unterschicht ausschließlich von staatlichen Transferleistungen und somit vom Geld, das produktive Steuerzahler erwirtschaften.

In der Nachfolge der so genannten Finanzkrise haben nahezu alle westliche Regierungen einen neuen Angriff auf das Einkommen gestartet, das den produktiven Steuerzahlern derzeit noch verbleibt. Gestützt auf eine Kampagne, die darauf baut, den Neid auf das Einkommen oder den Besitz von “den Reichen” oder “den Bankern” auszunutzen, und unterstützt durch eine Vielzahl von Aktivisten, die ihre Erfüllung vornehmlich darin finden, gegen Mitbürger vorzugehen und sich dabei nicht fragen, für wen sie gerade die Schmutzarbeit verrichten, wurden Kampagnen gestartet, die wahlweise Steuerflüchtige, Steueroasen oder so genannte Steuerhinterzieher zum Ziel haben. Diese Kampagnen basieren auf der Prämisse, dass Staaten und deren Regierungen ein Anrecht auf die Erhebung von Steuern haben, dieses berechtige die entsprechenden Regierungen zudem, immer neue Steuern zu erfinden und immer neue Eingriffe in die Einkommen ihrer produktiven Steuerzahler vorzunehmen.

Während die nämlichen Aktivisten in ihre Kampagne gegen so genannte Steuerflüchtige vertieft sind, bemerken sie nicht, dass sie die angegebene Prämisse fraglos geschluckt haben. Es ist jedoch nicht “der Staat” oder “die Regierung” die ein Anrecht darauf haben, ihre Bürger mit Steuern zu traktieren. Vielmehr sind es die Bürger, die dem Staat bzw. seiner Regierung das Recht übertragen haben, Steuern in eng umrissenem Rahmen zu erheben, um Freiheit, Sicherheit und Eigentum seiner Bürger zu sichern . Mit diesem Recht, Steuern zu zahlen, geht auch das Recht, die Zahlung der Steuern zu verweigern einher. Dies insbesondere dann, wenn der Staat und seine Regierung die Aufgaben, die ihnen übertragen wurden, nicht erfüllen bzw. wenn sie sich das Recht nehmen, neue Aufgaben für sich und ihre Günstlinge zu erfinden, um neue Steuern erheben zu können.

Kein Philosoph, der sich im Verlauf der Jahrhunderte mit politischer Ordnung beschäftigt hat, ist auf die Idee gekommen, dass Staaten und ihre Regierungen Steuern erfinden und ihrer Bevölkerung auferlegen könnten. Diese Vorstellung entspräche in der Welt politischer Philosophie dem sprichwörtlichen Schwanz, der mit seinem Hund wackelt. Freie Gesellschaften zeichnen sich durch das Recht, Steuern zu zahlen und entsprechend auch das Recht, die Zahlung von Steuern zu verweigern aus. Das Zahlen von Steuern ist Ergebnis eines Vertrags, in dem ein Bürger Steuern abgibt, damit sein Staat eine Reihe von vereinbarten Dienstleistungen erbringt. Erfüllt ein Staat seine Vertragsverpflichtungen nicht oder schafft er aus eigener Kraft und ohne Einverständnis seiner Bürger neue Verpflichtungen, dann sind Letztere dazu befugt, die Zahlung von Steuern zu verweigern, jedenfalls dann, wenn sie nicht in einem Zwangsregime oder einem totalitär verfassten Staat leben, in dem sie der entsprechenden Freiheit unter Androhung von Gewalt beraubt werden.

Das Recht, Steuerzahlungen zu verweigern, entsteht z.B. dann, wenn die Steuerlast nach dem Empfinden der Steuerzahler zu hoch ist und in keinem Verhältnis zu den Leistungen, die sie für ihre Steuern erhalten, steht. Es entsteht dann, wenn Steuermittel verschwendet werden oder wenn Projekte durch Steuermittel gefördert werden, die zwar Politikern, nicht aber Steuerzahlern ein Anliegen sind. Die Zahl der Steuerzahler, die denken, dass ihr hart erarbeitetes Geld genutzt wird, um bestimmte Bevölkerungsgruppen oder bestimmte Lebensstile, die Politikern gerade besonders gut gefallen, zu bevorteilen, wächst stetig.  Immer mehr Steuerzahler halten das Steuersystem für unfair. Und tatsächlich werden die Europäischen Steuersysteme immer unfairer: Steuergelder werden immer häufiger zur Beute von gesellschaftlichen Gruppen, die damit ihre jeweiligen Günstlinge und ihre jeweiligen “Projekte” finanzieren wollen oder sich schlicht einen finanziellen Vorteil anderen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber verschaffen wollen.

Es ist an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.

Deshalb haben wir den FAIRtax Appeal gestartet. Der FAIRtax Appeal streitet für eine Besteuerung, die auf dem Prinzip von Equity basiert, d.h. die die Steuerlast ins Verhältnis zu den steuerlichen Vergünstigungen stellt, die der jeweilige Steuerzahler erhält. Der FAIRtax Appeal fordert, dass die Höhe der Steuerlast mit der Höhe der Steuerbegünstigungen eines Steuerzahlers verrechnet wird. Das bedeutet z.B., dass

  1. Politiker und Funktionäre, die von den Steuergeldern leben, die produktive Steuerzahler, die einen Mehrwert erwirtschaften, aufbringen, höhere Steuern zu entrichten haben, als produktive Steuerzahler.
  2. Kinderlose, die vom Staat keinerlei Unterstützungsleistungen für ihren Lebensstil einfordern, eine geringere Steuern zu entrichten haben als Kinderbesitzer, die von Kindergeld, Ehegattensplitting oder sonstigen Formen der Privilegierung von Kinderbesitz profitieren.
  3. willkürliche Steuern auf Konsumgüter, die vornehmlich Arme treffen, die nicht substituieren können, also z.B. Steuern auf Tabak und Alkohol ersatzlos gestrichen werden.
  4. Steuern und steuerliche Regelungen, die eine bestimmte Bevölkerungsgruppe mit Privilegien ausstatten (Subventionen, Ehegattensplitting usw.)  ersatzlos gestrichen werden.
  5. jegliche Form der steuerlichen Begünstigung oder Finanzierung von weltanschaulichen Vereinigungen aus Steuermitteln ersatzlos gestrichen wird.

Die Besteuerung hat entsprechend zwei einfachen Regel zu folgen: (1) Die Höhe der Steuerlast muss proportional zu den Steuervorteilen sein, die der enstprechende Steuerzahler in Anspruch nimmt. Die Steuerlast steigt mit der Höhe der in Anspruch genommenen Steuervorteile. (2) Eine steuerliche Bevorzugung von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen oder Organisationen ist nicht erlaubt.

Nur so ist Fairness bei Besteuerung herzustellen. Alle anderen Formen der Besteuerung dienen der Privilegierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen.

Wenn Sie den FAIRtax Appeal unterstützen wollen oder sich an der Kampagne beteiligen wollen, dann schreiben Sie und eine Email

Wenn Sie den Fairtax Appeal in eine andere Sprache übertragen wollen, dann tun Sie das bitte. Wir bitten jedoch darum, die entsprechende Übersetzung durch einen Suffix kenntlich zu machen und uns mitzuteilen.

Bislang gibt es den FAIRtax Appeal im englischen Original und in deutscher Übersetzung: FAIRtax Appeal.de

Unsinn der Woche von “unserer” Ingrid Sehrbrock

scully facepalmIngrid Sehrbrock scheint sich ein Abonnement auf den Unsinn der Woche sichern zu wollen. Sehrbrock wurde der erste Unsinn der Woche auf ScienceFiles gewidmet. Damals hat die DGB-Vize- oder Tertiär oder wievielte Vorsitzende auch immer, die offensichtlich nur in der ersten Person Plural sprechen kann, für “uns” festgestellt, dass “wir” eine stärkere Repräsentation von Frauen in Aufsichtsräten brauchen. Heute fordert Frau Sehrbrock, deren kollektiver Gemeinschaftsinn offensichtlich so weit fortentwickelt ist (manche würden hier auch von Selbst-Entfremdung sprechen und eine Pathologie diagnostizieren, aber ich will hier nicht über das ICD schreiben….), dass sie nur für “uns” und in “wir” denken kann, heute fordert “unsere” Sehrbrock, die “Verbindlichkeit von Gesetzen”.

Ich habe wirklich lange darauf gewartet, bis jemand von “uns” endlich feststellt, was “wir” alle wissen, nämlich, dass eben nicht alle gleich sind vor dem Gesetz, manche sind gleicher, und “unsere” Sehrbrock hat es erkannt und fordert: “…, wir brauchen die Verbindlichkeit von Gesetzen”. Ah, erwischt, ich habe da was aus dem Zusammenhang gerissen, denn der Nebensatz vor dem zitierten Hauptsatz macht aus der Forderung nach Gleichheit vor dem Gesetz die Forderung nach einer Privilegierung durch Gesetz: “Anträge helfen den Frauen nicht weiter, wir brauchen die Verbindlichkeit von Gesetzen”. Weil “den Frauen” irgendwelche Anträge nicht weiterhelfen, brauchen “wir” die Verbindlichkeit von Gesetzen. Ich sage ja, Privilegierung oder Unsinn, je nachdem, denn alle können kaum etwas brauchen, was nur einer Teilmenge von allen, nämlich “den Frauen” zu Gute kommt. Aber ich will nicht zu sehr auf den sprachlichen Unzulänglichkeiten von “unserer” Ingrid herumhacken, und statt dessen fragen, was “wir” denn brauchen, außer “einem Entgeltgleichheitsgesetz, das die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern endlich schließt” (Nein, ich schreibe jetzt auch nichts zum Gender Pay Gap. Dazu ist alles gesagt. Es gibt keines.).

ScienceFiles: “Also, Ingrid Sehrbrock, was brauchen “wir””?

Sehrbrock“Wir brauchen eine Reform der Minijobs, die eine soziale Absicherung auch für geringfügige Teilzeit sicherstellt. und wir brauchen einen Rechtsanspruch, aus einer Teilzeitbeschäftigung wieder in ein Vollzeitarbeitsverhältnis zurückkehren zu können. Damit können Frauen ihre Erwerbsbiographie verbessern, und Männer können sich trauen, ihre Arbeitszeit aus familiären Gründen für einige Zeit zu reduzieren”.

Also: Wir alle brauchen etwas, was uns nicht allen zu Gute kommt. Da die Rentenansprüche von allen Beitragszahlern getragen werden und die Höhe der Rente sich zwar nicht mehr vollständig, aber immer noch der Tendenz nach, an der Höhe der Rentenbeiträge bemisst, geht die Forderung von “unserer” Ingrid in eine eindeutige Richtung: “Wir” brauchen eine Rentenversicherung, deren Höhe nicht mehr von den Beiträgen abhängig ist, sondern in der Frauen mit Minijobs ungefähr dieselbe Rente erhalten, wie Frauen und Männer, die ihr Leben lang vollzeiterwerbstätig waren. Das brauchen wir? Nun, ich kann nicht für die Leser dieses blogs sprechen, aber ich kann für mich sprechen:  Ich brauche das nicht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Vollzeiterwerbstätigen diese Form der Diskriminierung auch nicht brauchen. Entsprechend schlage ich “unserer” Ingrid vor, einen Hilfsfonds einzurichten, in den dann alle DGB- und sonstigen Gewerkschaftsfunktionäre einzahlen, um die Rentenhöhe von Minijobbern auf das Niveau zu heben, auf dem sich die Rentenansprüche von Gewerkschaftsfunktionären bewegen. Da Ingrid und ihresgleichen das “brauchen”, sollte es ihnen den Einsatz wert sein.

equityNicht genug damit, “wir” brauchen auch einen Rechtsanspruch, damit Teilzeitbeschäftigte automatisch in Vollzeitbeschäftigung zurückkehren können. Das wiederum ist menschenverachtend, denn es unterstellt, dass es keine Unterschiede zwischen uns gibt, und ich für meinen Teil möchte nicht mit “unserer” Ingrid verwechselt werden. Deshalb und weil es feststehendes Wissen in der Ökonomie ist, bin ich auch vehement gegen jeden Versuch, die Unterschiede zwischen Arbeitnehmern als nicht existent zu behandeln. Wenn zwei Arbeitnehmer eine gleichwertige Tätigkeit ausführen und Arbeitnehmer TZ sich entschließt, in Teilzeit zu gehen, während Arbeitnehmer VZ weiterhin Vollzeit arbeitet, dann wird Arbeitnehmer VZ bereits nach kurzer Zeit effizienter sein und damit produktiver als Arbeitnehmer TZ. Arbeitnehmer VZ ist entsprechend für sein Unternehmen mehr wert als Arbeitnehmer TZ, und Arbeitnehmer VZ bringt einen größeren Input als Arbeitnehmer TZ, was sich in einem Gehaltsunterschied niederschlagen muss, denn es wäre ungerecht, den wertvolleren Arbeitnehmer VZ schlechter oder gleich zu bezahlen wie den schlechteren Arbeitnehmer TZ.

Wenn Arbeitnehmer TZ nicht mehr voll arbeitet, muss sich Arbeitgeber M etwas überlegen, um die Arbeit, die liegen bleibt, weil TZ nur noch halb so lange am Arbeitsplatz ist, wie gedacht, erledigen zu lassen. Die einfachste Methode dieses Problem zu lösen besteht darin, einen weiteren Arbeitnehmer einzustellen und ihm neben den Aufgaben, die TZ nur noch halb erledigt, weitere Tätigkeiten zu überantworten. Da unser weiterer Arbeitnehmer, nennen wir ihn VZ2, Vollzeit arbeitet, ist er in kurzer Zeit effizienter als TZ und mehr wert für sein Unternehmen. Und jetzt kommt “unsere” Ingrid und will, dass TZ Vollzeit arbeiten kann, wenn ihm danach ist, was im schlechtesten Fall bedeutet, dass VZ2 wieder entlassen werden muss. Eine seltsame Form von Gerechtigkeit, die da von “unseren” Gewerkschaftschaftlern gepredigt wird. Und abermals muss ich darauf bestehen, dass “unsere” Ingrid sich nicht anmaßt, in meinem Namen zu sprechen.

penguin_logicSchließlich gibt es in der zitierten Passage eine Schlussfolgerung. Gäbe es einen Rechtsanspruch, um von Vollzeit in Teilzeit und zurück zu wechseln, je nach Lust und Laune, dann würden sich Männer, so weiß “unsere” Ingrid, die ansonsten doch nur von “den Frauen” zu erzählen weiß, sich trauen, weniger zu arbeiten und Kinder zu wickeln. Nun, diese Einsicht, die “unsere” Ingrid da hat, ist leider und nachweislich falsch. Eine gerade erschienene Analyse von Heike Trappe (2013), die demnächst auf ScienceFiles komplett besprochen wird, hat gezeigt, dass Väter sich in genau zwei Fällen entscheiden, Elternzeit zu nehmen, und zwar:

  1. wenn ihre Frau/Partnerin mehr verdient als sie selbst und
  2. wenn sie selbst nicht erwerbstätig sind, ihre Frau/Partnerin aber einen Job hat.

Die Entscheidung dafür, den Job zu Gunsten von Freizeit und Familie aufzugeben oder in seinem Ausmaß zu reduzieren, ist insofern bei Männern eindeutig determiniert: Sie wird dann getroffen, wenn die finanziellen Einbußen die mit einer Abkehr von Arbeit einhergehen, nicht vorhanden sind. Insofern zeigt sich “unsere” Ingrid als  Traumtänzerin. Wenn “wir” wirklich wollen sollten oder es für wünschenswert halten sollten, dass Männer und Frauen in gleicher Weise ihre Arbeit zu Gunsten von Freizeit und Familie aufgeben können, dann ist der einzige Weg dazu, die Arbeit abzuschaffen, die Reproduktion ausschließlich in der Petrischale und in Gänze ohne menschliche Beteiligung vorzunehmen und ansonsten im Ringelreihen über grüne Wiesen zu tanzen, so wie das “>die Eloy in H.G. Wells Zeitmaschine tun …

Und so sehr mir “unsere” Ingrid mit Ihrem regelmäßigen Unsinn ans Herz gewachsen ist, so sehr muss ich doch darauf bestehen, dass Sie das nächste Mal, wenn Sie etwas für “uns” fordert, nicht von “wir”, sondern von “wir ohne Michael Klein” spricht.

Falls Sie auch nicht in die Gebete der DGB-Vize-Vorsitzenden eingeschlossen werden wollen, schreiben Sie unserer Ingrid eine Email:

Ingrid.Sehrbrock@dgb.de

Hier meine Email als Vorlage:

Sehr geehrte Frau Sehrbrock,

Sie formulieren in Ihrer letzten Pressemeldung vom 1. März 2013 unter der Überschrift:
“Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern endlich schließen” u.a.: “Wir brauchen eine Reform der Minijobs … wir brauchen einen Rechtsanspruch …”.

Ich brauche weder eine Reform der Minijobs noch einen Rechtsanspruch. Da ich nicht davon ausgehe, dass Sie im Pluralis Majestatis sprechen, ich also davon ausgehen muss, dass Sie die erste Person Plural in unbedingter Form benutzen, bitte ich Sie in Zukunft, immer dann, wenn Sie von “wir” sprechen, mich auszunehmen und dies durch den Zusatz “wir außer Michael Klein” kenntlich zu machen.

http://www.dgb.de/presse/++co++88f5bd92-8270-11e2-8997-00188b4dc422/@@index.html?search_text=Sehrbrock%40&x=-1079&y=-8

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Klein

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Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
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