Normalerweise machen wir so etwas nicht – aber vielleicht sollten wir eine entsprechende Kategorie neben Junk Science einführen, eine Kategorie, die dem Schindluder gewidmet ist, das im Internet mit so genannten Persönlichkeitstests und dergleichen getrieben wird, weitgehend nutzlosem Mist, der nur dazu da ist, die Unmengen von Werbung, denen der Absolvent eines solchen Tests ausgeliefert wird, zu legitimieren.
Ausgangspunkt diesen Posts ist ein Hinweis, den ein Leser auf unserem Telegram-Kanal hinterlassen hat, ein Hinweis auf IDRlab und einen dort vorfindbaren angeblichen Rassismustest, ein Test, der letztlich nur zeigt, wie totalitär, meinungsfeindlich und menschenfeindlich diejenigen sind, die damit andere auf „Rassismus“ testen wollen.
Übrigens: Ich bin gemessen an diesem Bullshit Test ein Rassist:
Damit Sie sehen, wie schnell man heute mit Bullshit zum Rassisten gestempelt werden kann, evaluieren wir an dieser Stelle alls 20 Aussagen, die zum oben gezeigten Ergebnis führen. Die idiotische Unterscheidung in vier angebliche Formen von Rassismus lassn wir außen vor.
Aussagen immer im roten Kasten. Anschließend meine Bewertung.
„Es ist in Ordnung, nicht-weiße Charaktere in Fernsehsendungen so darzustellen als würden sie schlechtes Deutsch sprechen.“
a) Es gibt „nicht-weiße“, die schlecht deutsch sprechen.
b) Es handelt sich um eine Darstellung im Fernsehen, also um einen Film, FICTION – wir sind also im Bereich der künstlerischen Freiheit.
c) Nur ein verbohrter Rassist kann aus einer Einzeldarstellung im Fernsehen eine Übertragung auf alle „nicht-Weißen“ vornehmen. Der Testersteller ist offenkundig ein solcher verbohrter Rassist.
„Es ist beleidigend, nicht-Weißen zu sagen, dass sie „so gut Englisch“ sprechen.“
a) Sprechen wir in Deutschland nach wie vor Deutsch.
b) Abgesehen davon, ist es nicht beleidigend, die Sprachkenntnisse anderer zu loben und ein normaler Mensch kommt auch nicht auf die Idee, dieses Lob mit der Hautfarbe in Verbindung zu bringen.
„Rassismus in westlichen Ländern gehört zum größten Teil der Vergangenheit an.“
Das ist, nach allem, was die historische Forschung bereitstellt, in der Tat so. Dass es heute schick ist, auf dem vermeintlichen Rassismus anderer herumzutanzen, um sich selbst als Tugendwächter zu inszenieren und sich ein Auskommen zu sichern, hat nichts damit zu tun, dass es zu kaum einem Zeitpunkt in der neueren Geschichte weniger Rassismus gegeben hat als heute.
„Es ist beleidigend, nicht-Weiße zu fragen, wo sie wirklich herkommen.“
a) Wenn in einem Land, das nun einmal von weißen Menschen begründet und geprägt wurde, nicht-Weiße auftauchen, dann ist die Frage nach der Herkunft zunächst einmal eine Frage, die Interesse bekundet und ein Gespräch einleitet. Wer daran Anstoß nimmt, ist offenkundig der Ansicht, man müsse seine eigenen Wahrnehmungen und die Mehrheitsverhältnisse im eigenen Land verleugnen.
b) Gerade in Ländern, in denen Pluralismus per Mobilität geschaffen wird, sind derartige Frage eine Art Volkssport, zumal man an der Sprache – NICHT AM AUSSEHEN – schnell merkt, dass derjenige, mit dem man es gerade zu tun hat, nicht z.B. in Wales geboren wurde.
„Weiße Menschen haben die Pflicht, sich über rassistische Handlungen ihrer Vorfahren aufzuklären.“
Insofern in westlichen Gesellschaften Freizügigkeit und freie Meinungsäußerung garantiert werden, hat niemand eine solche Pflicht und nur totalitär-verbohrte Missionare können überhaupt von einer solchen „Pflicht“ faseln.
„Es ist beleidigend anzunehmen, dass alle Menschen, die derselben Ethnis angehören, gleich aussehen“.
Ob es beleidigend ist, muss man im Einzelfall entscheiden. Aber offensichtlich können sich die einfältigen Macher dieses Tests nicht vorstellen, dass man jemanden – trotz anderer Hautfarbe – positiv wahrnimmt. In jedem Fall ist es so dumm, dass es nur denen einfallen kann, die abdurde Rassismus-Tests entwickeln, denn außer diesen Leuten gibt es niemanden, der auf die Idee kommt, alle Menschen einer Ethnie würden gleich aussehen.
„Es ist in Ordnung, nicht-Weiße in Werbespots so darzustellen, als würden sie sich gegenüber Weißen unterwürfig verhalten“.
Es ist nicht in Ordnung, irgend jemand in einer unterwürfigen Pose darzustellen. Abgesehen davon, kenne ich keinen Werbespot, in dem Schwarze oder Asiaten in einer „unterwürfigen Pose“ dargestellt würden. Aber ich kenne einige, in denen Weiße oder weiße Männer auf diese Art gedemütigt werden.
„Es ist in Ordnung, nicht-Weiße zu fragen ob sie einen ihrer Freunde, Kollegen oder Klassenkameraden kennen, der derselben Rasse angehört wie sie.“
Es ist in Ordnung.
Es herrscht Meinungsfreiheit.
„Es ist beleidigend, nicht-Weiße zu fragen, ob sie Ihnen Sportarten beibringen können, in denen Menschen ihrer Rasse traditionell schon immer gut sind.“
Ziemlicher Rassismus, anderen eine Sportart verordnen zu wollen, in der sie „traditionell schon immer“ gut sind. Rassistischer Rassismustest … von Legasthenikern. Davon abgesehen ist es nicht beleidigend und etwas, was zwischen zwei Menschen ausgehandelt werden muss, den großen guten Bruder also nichts angeht. Abgesehen davon ist das Deutsch der meisten zur Abstimmung gestellten Aussagen grauslig.
„Es ist legitim, dass westliche Länder Menschen aus nicht-weißen Ländern strengere Einwanderungsbeschränkungen auferlegen, als sie es für Einwanderer aus weißen Ländern tun.“
Kennen Sie eine entsprechende Regelung, die Schwarze bei Einwanderung schlechter stellt als Weiße?
Wir nicht. Gäbe es sie, wäre sie zwar rassistisch, aber dennoch legitim.
Tatsächlich werden Leute, die diesen „Test“ absolvieren, mit dieser Aussage hinters Licht geführt, sie werden mehr oder minder gegen eine Regelung aufgehetzt, die für „nicht-weiße Länder“ als bestehend deklariert wird, die es aber in dieser Weise nicht gibt.
„Es ist OK davon auszugehen, dass die Küchen in Restaurants, die nicht-Weißen gehören, im Allgemeinen schmutziger sind als Küchen in Restaurants, die Weißen gehören.“
Bei solchen Aussagen wir sehr deutlich, mit welcher Art von Meinungstotalitaristen man es hier zu tun hat. Es ist vollkommen OK, eine Meinung, wie oben formuliert, zu haben. Es herrscht nach wie vor Meinungsfreiheit. Ob man mit dieser Meinung der Realität nahe kommt oder Gewalt antut, ist eine andere Frage.
„Es ist in Ordnung, Minderheiten in Werbespots so darzustellen, als würden sie schlecht Deutsch sprechen.“
a) Die Aussage ist zum Füllen, eine Variante einer bereits zur Beurteilung gestellten Aussage.
b) Es ist in der Tat in Ordnung. Meinungsfreiheit und in diesem Fall noch Kunstfreiheit garantieren das.
c) Tatsächlich sprechen etliche Angehörige von Minderheiten eine Variante von Deutsch, die man – je nach Hochdeutschverliebtheit – als „schlecht“ bewerten kann. Einmal mehr eine Frage von Meinungsfreiheit, die es bei Rassismus-Fanatikern offenkundig nicht geben darf.
„Es ist in Ordnung davon auszugehen, dass Menschen meist Freunde haben, die ihrer eigenen ethnischen Herkunft angehören.“
a) Es ist in der Tat in Ordnung, denn: Meinungsfreiheit.
b) Ob die Ansicht empirisch zutrifft, ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
c) Wer in einer Wohngegend mit vielen Asylbewerbern wohnt, wird mit der Annahme sicher richtig liegen.
„Westliche Geschichtsbücher sollten die Beiträge von Nicht-Weißen zur westlichen Zivilisation hervorheben.“
Hervorheben muss man nur, was man für außergewöhnlich, nicht normal, bemerkenswert hält, weil man es demjenigen, denjenigen nicht zugetraut hättte. Die Frage zeigt den Rassismus und die Dummheit derjenigen, die diesen Schrott entwickelt haben, in der bislang deutlichsten Weise.
„Ich glaube nicht wirklich, dass Minderheiten historisch gesehen das Opfer rassistischer Handlungen geworden sind“.
Doch, das glaube ich, weil es durch Berichte und Erzählungen und Dokumente belegt ist: Araber haben Schwarze versklavt, Weiße haben Schwarze versklavt, Schwarze haben Weiße versklavt, Araber haben Weiße versklavt …
„Manchmal kann es für westliche Regierungen notwendig sein, nicht-Weiße für Handlungen festzunehmen oder zu untersuchen, die, wenn sie von Weißen durchgeführt wurden, keinen Verdacht erregen würden.“
Es gilt Gleichheit vor dem Gesetz. Die entsprechende Notwendigkeit gibt es also nicht. Ansonsten ist das Deutsch der IDRlabs weiterhin grauslig.
„Es ist in Ordnung, nicht-Weiße in westlichen Filmen nach Vorlage rassistischer Stereotype darzustellen (z.B. Araber als gewaltbereit…)“
Einmal mehr gilt Meinungs- und Kunstfreiheit.
Einmal mehr zeigt sich, dass die Macher des Tests keine Ahnung haben, wovon sie sprechen. Stereotype sind Kurzformen von Erfahrungen, die Handlungsentscheidungen erleichtern. Sie sind insofern auf Handlungen bezogen und können richtig oder falsch, aber nicht rassistisch sein.
„Es ist beleidigend, nicht-Weißen vorzuschlagen, dass sie wie Prominente aussehen, die ihre ethnische Zugehörigkeit teilen.“
Wer könnte auf einen Vergleich mit Omar Sharif böse reagieren?
Nein, es ist nicht beleidigend.
Es ist einmal mehr eine Frage von Meinungsfreiheit und zwischenmenschlicher Kommunikation, die die Rassismus-Missionare nichts angeht. Und das Deutsch ist nach wie vor grauslig.
„Es ist in Ordnung davon auszugehen, dass nicht-Weiße Ihren Stereotypen gerecht werden.“
In der Tat, es ist in Ordnung.
Ob es auch richtig ist, ist eine empirische Frage.
„Es ist in Ordnung, Witze über das Essen zu machen, das in Restaurants serviert wird, die nicht-Weißen gehören“.
Ich wiederhole mich: Meinungsfreiheit.
Es ist erschreckend, welche Art von Bullshit unter dem Signum, es handle sich dabei um Tests, die „peer-reviewed“ und „Ergebnis wissenschaftlicher Forschung“ seien, verbreitet wird. Es gibt viel Bullshit im akademischen Bereich, aber der Mist, den wir hier auseinander genommen haben, spielt in einer eigenen Klasse.
IDRlab ist übrigens ein Unternehmen, bei dem man nicht weiß, wer dahinter steht. Das Unternehmen wurde von Seier Capital angeschoben und dient der Generierung von Gewinn. Es hat seinen Sitz in Schwarzenbach, wobei sich unterschiedliche Seiten darüber streiten, ob nämliches Schwarzenbach in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu finden ist.
In jedem Fall kann man festhalten, dass der „Rassismus-Test“ keinerlei wissenschaftliche Basis hat, aber in erschreckendem Maß offenbart, wie rassistisch die Leute sind, die diesen „Test“ entwickelt haben.
Bleiben Sie Seiten wie IDRlab fern!
Einen wissenschaftlichen Text zum Thema „Rassismus“ finden Sie hier, für den Fall, dass Sie sich dafür interessieren, was es mit Rassismus tatsächlich auf sich hat: Diefenbach, Heike (2015). Rassismus und Rassismuskritik.
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….da ist aber noch viel luft nach oben…! mein bullshit bingo tendierte sämtlich nahe 100%. wobei feld 1 & 3 ab werk als standardwert 100% hinterlegt haben~~~schöne ostern allerseits !
Der Test ist sehr lustig. Um mal aus meinem Alltag zu plaudern: „Es ist beleidigend, nicht-Weißen zu sagen, dass sie ’so gut Englisch‘ sprechen.“ – hier in Südamerika bekomme ich quasi jeden Tag gesagt, dass ich „so gut Spanisch spreche“. Und wenn ich nach Japan fahre, dass ich „so gut Japanisch spreche“. Aber Rassismus gegen Weiße gibt es ja nicht 🤡 Und hiermit wird es abenteuerlich: „Es ist beleidigend anzunehmen, dass alle Menschen, die derselben Ethnis angehören, gleich aussehen“ (was ist eigentlich Ethnis?). Damit sind wir alltäglich konfrontiert – meine Holde ist Kolumbianerin, aber geradezu das Gegenteil von dem, was man erwartet. Und ich Deutscher, über Generationen, aber eher mit dunklerem Teint. Da wird man dann sogar in der kolumbianischen Botschaft gefragt, wer denn nun der Kolumbianer ist. Unser gemeinsamer Sohn ist Achtelindianer, aber mit heller Haut- Augen- und Haarfarbe (die Urgroßmutter ist eine waschechte Indigena). Und nun kommen wir zu den Fragen aller Fragen, die mir bisher noch keiner von diesen „Antirassisten“ beantworten konnte: Dürften nun Mutter (Viertelindigena) und Sohn zusammen im deutschen Karneval als Indianer gehen, oder wäre das schon cultural appropriation? Und wie sollte das geregelt sein? Nach Vollindianer, indianischer Mischling ersten Grades und indianischer Mischling zweiten bzw. dritten Grades? Diese Aufteilung kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Tja, das liegt wohl daran, dass die selbsternannten „Antirassisten“ die größten Rassisten überhaupt sind – und sich mit Tests etc. wie dem obigen in schöner Regelmäßigkeit selbst entlarven …
Diese ganze Test entlarven sich selbst als rassistisch, indem sie konkrete Rassen nennen und keine Variablen. Damit können nichtweiße Rassisten, die Weiße hassen, durch diesen Test gar nicht entlarvt werden.
„Darf eine Person der Rasse A feststellen, ob eine Person der Rasse B einem Prominenten ähnlich sieht, der ebenfalls Rasse B angehört“.
„Darf in der Werbung eine Person der Rasse C unterwürfig gegenüber Rasse D gezeigt werden.“
„Darf sich Rasse E vornehmlich mit den historischen Beiträgen von Rasse E beschäftigen.“
Die Tatsache, dass der Test alle Situationen durch Nennung konkreter Rassen in das Schema weißer Rassismus gegen nicht-weiße presst, zeigt, dass der Test selbst rassistisch ist.
Der nächste Grund, warum diese Fragen keinen Rassismus messen, ist der fehlende Vergleich zum Verhalten Menschen der gleichen Ethnie gegenüber. Jemand der schwarze pauschal nicht mag, weiße aber schon, ist ein Rassist. Jemand der schwarze Menschen nicht mag und weiße Menschen auch nicht mag ist ein Misanthrop. Für die Feststellung von Rassismus reicht es also nicht, zu prüfen wie man Menschen anderer Ethnien behandelt, sondern es muss eine schlechterstellende Andersbehandlung festgeestellt werden.
Z.B. reicht die Frage nach dem Dialekt bei nichtweißen in der Werbung nicht, Rassismus festzustellen, weil auch in der Kommunikation unter Weißen Dialekte in der Werbung genutzt werden. Wenn der Sprecher in einer IKEA-Werbung einen schwedischen Dialekt hat, dann hat er den ja nicht, um zu zeigen, dass die Schweden zu doof sind, Deutsch zu sprechen.
Das gleiche gilt für die Frage nach Witzen in Restaurants. Wenn ich mich über nichtweiße Restaurantbesitzer genauso lustig mache wie über weiße, dann ist es kein Rassismus. Und das Witzeln der europäischen Völker übereinander ist nunmal (genauso wie das witzeln über deutsche regionale Identitäten) fester Bestandteil Teil unserer Kultur und wird mit viel Selbstironie behandelt (Man denke nur an wortkarge Norddeutsche in Werbungen für norddeutsche Produkte).
Ich glaube aber, dass man Ende froh sein muss, dass es diese Tests gibt. Die Intention des Tests ist es ja, Menschen darüber „aufzuklären“ wie rassistisch sie seien, damit sie ihren eigenen ideologischen Umerziehungsbedarf erkennen. Tatsächlich macht der Test das Gegenteil, und wird den meisten Menschen zeigen wie schwachsinnig die meisten Rassismusvorwürfe sind.
Von daher sollten möglichst viele Menschen dieses Test machen 🙂
Auf der umfangreichen Website gibt es ja noch Dutzende von s.g. Tests zu allen möglichen Themen in vielen Sprachen und „Testimonials“ sowie Beiträge. Vieles wohl mehr aus Spaß. „Willkommen zum Just for Fun Mentalalter-Test! Hast du dich jemals gefragt, ob das Alter deines Geistes mit deinen tatsächlichen Jahren übereinstimmt? Egal, ob du neugierig bist, wie deine Denkweise im Vergleich zu deinem Kalenderalter abschneidet oder einfach Lust auf eine unterhaltsame Ablenkung hast, du bist hier genau richtig. Beantworte ein paar skurrile Fragen und lass uns sehen, ob dein Mentalalter eher „weise über deine Jahre hinaus“ oder „ewig jung im Herzen“ ist. Bereit, es herauszufinden? Lass uns eintauchen und Spaß haben!“
Es gibt auch einen „Teletubby Test“, um herauszufinden, welcher Teletubby-Figur man ähnelt. Gut. Kann man machen, wenn man Langeweile hat und kein Kreuzworträtsel zur Hand ist. Bei Rassismus-Tests hört aber der Spaß auf. Wer produziert solche Werke? Angeblich waren es „researchers at the University of Maryland and the University of California, Santa Barbara“ (haben die Damen und Herren eigentlich keine Namen?), diese „created their own instrument for measuring White majority racism directed against non-White minorities“.
Mich interessiert eigentlich nur, wer hinter IDRlabs. com steckt. Habe es nicht herausgefunden. Und man kann schon den Glauben an Psychologen verlieren (überhaupt an sogenannte Wissenschaft, sollte man diesen Glauben noch in Gänze haben), sollte der Test ernst gemeint sein. Ich nehme an, er ist es leider. Rassismus ist ja ein ergiebiges „Forschungsthema“, wie man beim Googeln feststellen kann.
Nachsatz: Habe doch noch Infos zur „Herkunft“ des Tests gefunden, aber ziemlich ominöse und im Ansatz verwirrende. Zitat:
The IDRlabs Racism Test is the property of IDRlabs International. The original research on which this test is based was carried out by researchers Liang, Li, and Kim, in association with the University of Maryland and University of California Santa Barbara.
The IDRlabs Racism Test was informed by research published in peer-reviewed scientific journals such as: Liang, C. T. H., Li, L. C., & Kim, B. S. K. (2004). The Asian American Racism-Related Stress Inventory: Development, Factor Analysis, Reliability, and Validity. Journal of Counseling Psychology, 51(1), 103–114. doi:10.1037/0022-0167.51.1.103 and Loo, C. M., Fairbank, J. A., Scurfield, R. M., Ruch, L. O., King, D. W.,Adams, L. J., & Chemtob, C. M. (2001). Measuring exposure to racism: Development and validation of a Race-Related Stressor Scale (RRSS) for Asian American Vietnam veterans. Psychological Assessment, 13, 503–520.
[Und weiter relativierend:] The work of these researchers has also in part been informed by the actual, lived experiences of non-White immigrants to Western nations, primarily the United States of America. The present racism test is not the only way to define the construct of racism and the test does not purport that this is so. The instrument is intended for use in research, especially by qualified scientists and researchers. The present test is intended for educational purposes only. IDRlabs and the present IDRlabs Racism Test (or quiz) are independent from any of the above researchers, organizations, or their affiliated institutions.
Ein „grassistischer“ Witz aus der Vergangenheit:
Wahrend eines Banketts zu Ehren eines afrikanischen Gesandten beugt sich Kohl, um das Gespräch nicht ganz einschlafen zu lassen, zu seinem Gast und fragt „Gluck Gluck gut ?“
Nach dem Essen fragt er ihn: „Ham Ham gut ?“
Schließlich steht der Gast auf, hält in fließendem Deutsch eine Tischrede, beugt sich zu Kohl und fragt ihn: „Blah Blah gut?“
Der aus meiner Sicht wichtigste Satz des Artikels lautet (Zitat):
„Bleiben Sie Seiten wie IDRlab fern!“
In die gleiche Reihe kann man übrigens das SZ-Magazin mit seinem jüngsten „Persönlichkeitstest“ stellen, den es mit „Wendezeiten“ überschrieben hat.
Tatsächlich geht es hier um die Abfrage der von BundesVERTEIDIGUNGSminister Boris Pistorius in Deutschland wieder salonfähig gemachten „KRIEGSTÜCHTIGKEIT“.
Man muß also verallgemeinern:
Bleiben Sie ALLEN dubiosen Seiten fern, die „Persönlichkeitstests“ anbieten.
Sie nutzen nicht Ihnen, sondern ausschließlich denen, die sie entwickeln oder entwickeln lassen.
Sog. „Persönlichkeitstests“ bergen immer die Gefahr der subtilen Manipulation (Nudging inklusive) und der zumindest unterbewußten, negativen Beeinflussung Ihrer psychischen Gesundheit.
Die ständige Bevorzugung Schwarzer in Modezeitschriften, Werbespots und Filmen hat bei mir in der Tat zu einem gegen diese Hautfarbe und seine weiteren Merkmale gerichteten Affekt geführt, den man rassistisch nennen könnte. Ich muss wirklich dagegen ankämpfen.
Besonders fällt mir folgendes auf: dass Hauptrollen in großen Film Produktionen in letzter Zeit immer häufiger mit SCHLECHT spielenden schwarzen Schauspielern besetzt werden (ganz schlimm in tenet). Ob gewollt oder nicht entsteht der Eindruck, man wolle damit sagen: sehet her, ein Schwarzer muss nicht schauspielern können, seine Hautfarbe wiegt den Mangel vollkommen auf. Klassischer positiver Rassismus. Früher zählte ich nicht, wie oft Schwarze in Szenen vorkommen, denn früher waren sie nach Fähigkeiten besetzt, das merkte man. Man achtete schlicht nicht auf die Hautfarbe. Aber dieses Quotieren lenkt die Aufmerksamkeit nur noch auf die Hautfarbe, was im Grunde rassistisches Wahrnehmen fördert und auch bei mir eingerissen ist.
An die Verzapfer:
Ich stimme Helmut Kohl bei, als er sinngemäß sagte: „Früher, als ich das hohe Amt des Bundeskanzlers innehatte, mußte ich mich gegenüber der Presse zurückhalten. Das ist nun nicht mehr nötig; darum sage ich Ihnen: Sie sind doof und haben keine Ahnung.“
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Show Comments….da ist aber noch viel luft nach oben…! mein bullshit bingo tendierte sämtlich nahe 100%. wobei feld 1 & 3 ab werk als standardwert 100% hinterlegt haben~~~schöne ostern allerseits !
Der Test ist sehr lustig. Um mal aus meinem Alltag zu plaudern: „Es ist beleidigend, nicht-Weißen zu sagen, dass sie ’so gut Englisch‘ sprechen.“ – hier in Südamerika bekomme ich quasi jeden Tag gesagt, dass ich „so gut Spanisch spreche“. Und wenn ich nach Japan fahre, dass ich „so gut Japanisch spreche“. Aber Rassismus gegen Weiße gibt es ja nicht 🤡 Und hiermit wird es abenteuerlich: „Es ist beleidigend anzunehmen, dass alle Menschen, die derselben Ethnis angehören, gleich aussehen“ (was ist eigentlich Ethnis?). Damit sind wir alltäglich konfrontiert – meine Holde ist Kolumbianerin, aber geradezu das Gegenteil von dem, was man erwartet. Und ich Deutscher, über Generationen, aber eher mit dunklerem Teint. Da wird man dann sogar in der kolumbianischen Botschaft gefragt, wer denn nun der Kolumbianer ist. Unser gemeinsamer Sohn ist Achtelindianer, aber mit heller Haut- Augen- und Haarfarbe (die Urgroßmutter ist eine waschechte Indigena). Und nun kommen wir zu den Fragen aller Fragen, die mir bisher noch keiner von diesen „Antirassisten“ beantworten konnte: Dürften nun Mutter (Viertelindigena) und Sohn zusammen im deutschen Karneval als Indianer gehen, oder wäre das schon cultural appropriation? Und wie sollte das geregelt sein? Nach Vollindianer, indianischer Mischling ersten Grades und indianischer Mischling zweiten bzw. dritten Grades? Diese Aufteilung kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Tja, das liegt wohl daran, dass die selbsternannten „Antirassisten“ die größten Rassisten überhaupt sind – und sich mit Tests etc. wie dem obigen in schöner Regelmäßigkeit selbst entlarven …
Diese ganze Test entlarven sich selbst als rassistisch, indem sie konkrete Rassen nennen und keine Variablen. Damit können nichtweiße Rassisten, die Weiße hassen, durch diesen Test gar nicht entlarvt werden.
„Darf eine Person der Rasse A feststellen, ob eine Person der Rasse B einem Prominenten ähnlich sieht, der ebenfalls Rasse B angehört“.
„Darf in der Werbung eine Person der Rasse C unterwürfig gegenüber Rasse D gezeigt werden.“
„Darf sich Rasse E vornehmlich mit den historischen Beiträgen von Rasse E beschäftigen.“
Die Tatsache, dass der Test alle Situationen durch Nennung konkreter Rassen in das Schema weißer Rassismus gegen nicht-weiße presst, zeigt, dass der Test selbst rassistisch ist.
Der nächste Grund, warum diese Fragen keinen Rassismus messen, ist der fehlende Vergleich zum Verhalten Menschen der gleichen Ethnie gegenüber. Jemand der schwarze pauschal nicht mag, weiße aber schon, ist ein Rassist. Jemand der schwarze Menschen nicht mag und weiße Menschen auch nicht mag ist ein Misanthrop. Für die Feststellung von Rassismus reicht es also nicht, zu prüfen wie man Menschen anderer Ethnien behandelt, sondern es muss eine schlechterstellende Andersbehandlung festgeestellt werden.
Z.B. reicht die Frage nach dem Dialekt bei nichtweißen in der Werbung nicht, Rassismus festzustellen, weil auch in der Kommunikation unter Weißen Dialekte in der Werbung genutzt werden. Wenn der Sprecher in einer IKEA-Werbung einen schwedischen Dialekt hat, dann hat er den ja nicht, um zu zeigen, dass die Schweden zu doof sind, Deutsch zu sprechen.
Das gleiche gilt für die Frage nach Witzen in Restaurants. Wenn ich mich über nichtweiße Restaurantbesitzer genauso lustig mache wie über weiße, dann ist es kein Rassismus. Und das Witzeln der europäischen Völker übereinander ist nunmal (genauso wie das witzeln über deutsche regionale Identitäten) fester Bestandteil Teil unserer Kultur und wird mit viel Selbstironie behandelt (Man denke nur an wortkarge Norddeutsche in Werbungen für norddeutsche Produkte).
Ich glaube aber, dass man Ende froh sein muss, dass es diese Tests gibt. Die Intention des Tests ist es ja, Menschen darüber „aufzuklären“ wie rassistisch sie seien, damit sie ihren eigenen ideologischen Umerziehungsbedarf erkennen. Tatsächlich macht der Test das Gegenteil, und wird den meisten Menschen zeigen wie schwachsinnig die meisten Rassismusvorwürfe sind.
Von daher sollten möglichst viele Menschen dieses Test machen 🙂
Alles richtig.
Auf der umfangreichen Website gibt es ja noch Dutzende von s.g. Tests zu allen möglichen Themen in vielen Sprachen und „Testimonials“ sowie Beiträge. Vieles wohl mehr aus Spaß. „Willkommen zum Just for Fun Mentalalter-Test! Hast du dich jemals gefragt, ob das Alter deines Geistes mit deinen tatsächlichen Jahren übereinstimmt? Egal, ob du neugierig bist, wie deine Denkweise im Vergleich zu deinem Kalenderalter abschneidet oder einfach Lust auf eine unterhaltsame Ablenkung hast, du bist hier genau richtig. Beantworte ein paar skurrile Fragen und lass uns sehen, ob dein Mentalalter eher „weise über deine Jahre hinaus“ oder „ewig jung im Herzen“ ist. Bereit, es herauszufinden? Lass uns eintauchen und Spaß haben!“
Es gibt auch einen „Teletubby Test“, um herauszufinden, welcher Teletubby-Figur man ähnelt. Gut. Kann man machen, wenn man Langeweile hat und kein Kreuzworträtsel zur Hand ist. Bei Rassismus-Tests hört aber der Spaß auf. Wer produziert solche Werke? Angeblich waren es „researchers at the University of Maryland and the University of California, Santa Barbara“ (haben die Damen und Herren eigentlich keine Namen?), diese „created their own instrument for measuring White majority racism directed against non-White minorities“.
Mich interessiert eigentlich nur, wer hinter IDRlabs. com steckt. Habe es nicht herausgefunden. Und man kann schon den Glauben an Psychologen verlieren (überhaupt an sogenannte Wissenschaft, sollte man diesen Glauben noch in Gänze haben), sollte der Test ernst gemeint sein. Ich nehme an, er ist es leider. Rassismus ist ja ein ergiebiges „Forschungsthema“, wie man beim Googeln feststellen kann.
Nachsatz: Habe doch noch Infos zur „Herkunft“ des Tests gefunden, aber ziemlich ominöse und im Ansatz verwirrende. Zitat:
The IDRlabs Racism Test is the property of IDRlabs International. The original research on which this test is based was carried out by researchers Liang, Li, and Kim, in association with the University of Maryland and University of California Santa Barbara.
The IDRlabs Racism Test was informed by research published in peer-reviewed scientific journals such as: Liang, C. T. H., Li, L. C., & Kim, B. S. K. (2004). The Asian American Racism-Related Stress Inventory: Development, Factor Analysis, Reliability, and Validity. Journal of Counseling Psychology, 51(1), 103–114. doi:10.1037/0022-0167.51.1.103 and Loo, C. M., Fairbank, J. A., Scurfield, R. M., Ruch, L. O., King, D. W.,Adams, L. J., & Chemtob, C. M. (2001). Measuring exposure to racism: Development and validation of a Race-Related Stressor Scale (RRSS) for Asian American Vietnam veterans. Psychological Assessment, 13, 503–520.
[Und weiter relativierend:] The work of these researchers has also in part been informed by the actual, lived experiences of non-White immigrants to Western nations, primarily the United States of America. The present racism test is not the only way to define the construct of racism and the test does not purport that this is so. The instrument is intended for use in research, especially by qualified scientists and researchers. The present test is intended for educational purposes only. IDRlabs and the present IDRlabs Racism Test (or quiz) are independent from any of the above researchers, organizations, or their affiliated institutions.
Ein „grassistischer“ Witz aus der Vergangenheit:
Wahrend eines Banketts zu Ehren eines afrikanischen Gesandten beugt sich Kohl, um das Gespräch nicht ganz einschlafen zu lassen, zu seinem Gast und fragt „Gluck Gluck gut ?“
Nach dem Essen fragt er ihn: „Ham Ham gut ?“
Schließlich steht der Gast auf, hält in fließendem Deutsch eine Tischrede, beugt sich zu Kohl und fragt ihn: „Blah Blah gut?“
Mike Krüger -„Lieber Bundeskanzler Kohl“
https://www.youtube.com/watch?v=ogQa9RTV8dQ
Der WDR hatte damals eine Version mit zusätzlichen Original Einspielungen gesendet, die noch „grassistischer“ war.
Der aus meiner Sicht wichtigste Satz des Artikels lautet (Zitat):
„Bleiben Sie Seiten wie IDRlab fern!“
In die gleiche Reihe kann man übrigens das SZ-Magazin mit seinem jüngsten „Persönlichkeitstest“ stellen, den es mit „Wendezeiten“ überschrieben hat.
Tatsächlich geht es hier um die Abfrage der von BundesVERTEIDIGUNGSminister Boris Pistorius in Deutschland wieder salonfähig gemachten „KRIEGSTÜCHTIGKEIT“.
Man muß also verallgemeinern:
Bleiben Sie ALLEN dubiosen Seiten fern, die „Persönlichkeitstests“ anbieten.
Sie nutzen nicht Ihnen, sondern ausschließlich denen, die sie entwickeln oder entwickeln lassen.
Sog. „Persönlichkeitstests“ bergen immer die Gefahr der subtilen Manipulation (Nudging inklusive) und der zumindest unterbewußten, negativen Beeinflussung Ihrer psychischen Gesundheit.
Die ständige Bevorzugung Schwarzer in Modezeitschriften, Werbespots und Filmen hat bei mir in der Tat zu einem gegen diese Hautfarbe und seine weiteren Merkmale gerichteten Affekt geführt, den man rassistisch nennen könnte. Ich muss wirklich dagegen ankämpfen.
Besonders fällt mir folgendes auf: dass Hauptrollen in großen Film Produktionen in letzter Zeit immer häufiger mit SCHLECHT spielenden schwarzen Schauspielern besetzt werden (ganz schlimm in tenet). Ob gewollt oder nicht entsteht der Eindruck, man wolle damit sagen: sehet her, ein Schwarzer muss nicht schauspielern können, seine Hautfarbe wiegt den Mangel vollkommen auf. Klassischer positiver Rassismus. Früher zählte ich nicht, wie oft Schwarze in Szenen vorkommen, denn früher waren sie nach Fähigkeiten besetzt, das merkte man. Man achtete schlicht nicht auf die Hautfarbe. Aber dieses Quotieren lenkt die Aufmerksamkeit nur noch auf die Hautfarbe, was im Grunde rassistisches Wahrnehmen fördert und auch bei mir eingerissen ist.
Fazit: Nur Rassisten sehen ueberall Rassismus.
An die Verzapfer:
Ich stimme Helmut Kohl bei, als er sinngemäß sagte: „Früher, als ich das hohe Amt des Bundeskanzlers innehatte, mußte ich mich gegenüber der Presse zurückhalten. Das ist nun nicht mehr nötig; darum sage ich Ihnen: Sie sind doof und haben keine Ahnung.“