„Das Schmollen der Weiber“

Das Schmollen der Weiber, so hat Ludwig Börne im Jahr 1823 die Übernahme einer pauschalen Opferrolle genannt, mit der die Weiber versuchten, ihren Willen auch wider die besseren Argumenten oder die überhaupt vorhandenen Argumente rationaler Zeitgenossen durchzusetzen.

damonisierung-der-anderen_coverDr. habil. Heike Diefenbach hat das Buch von Börne ausgegraben als sie mit dem Text beschäftigt war, den wir heute als neuesten Zugang in der Blauen Reihe von ScienceFiles veröffentlichen: „Die Dämonisierung der Anderen und die Inszenierung von Kritik als Häresie. Eine Replik auf die Abwertung von wissenschaftlicher Kritik an der so genannten Rassismuskritik durch Rassismuskritiker.“

Der neue Text ist einerseits eine Fortschreibung, andererseits eine Reaktion. Er ist eine Fortschreibung des als Band 2 der Blauen Reihe erschienenen Textes „Rassismus und Rassismuskritik. Kritische Anmerkungen zum neuen Rassismusdiskurs in der deutschsprachigen Öffentlichkeit und Sozialwissenschaft“, in dem sich Dr. habil. Heike Diefenbach konstruktiv mit Rassismuskritik auseinandersetzt, um durch Kritik zu einer Verbesserung des derzeitigen Zustands der Rassismuskritik beizutragen. Derzeit ist Rassismuskritik nämlich wenig mehr als eine vor-wissenschaftliche Disziplin im Sinne von Thomas Kuhn, in der es noch keine epistemologische Basis gibt und deren Vertreter sich durch das auszeichnen, was man den methodischen Turm zu Babel nennen könnte, auf dem Wie-kommt-mir-die-Welt-vor-Einfältige, Weltverbesserungsbedürftige, Opportunisten, Spinner und Ideologen einen solchen Lärm veranstalten, dass die wenigen Versuche, Wissenschaft zu betreiben, von den wenigen, die außerhalb der Rassismuskritik eine wissenschaftliche Ausbildung erfahren haben, niedergeschrien werden.

Entsprechend musste man annehmen, dass ein Text wie „Rassismus und Rassismuskritik“, in dem ein Weg in die Normalwissenschaft gewiesen und gezeigt wird, wie man die vielen Scharlatane, die sich in der Rassismuskritik tummeln, nicht nur ausmachen, sondern auch loswerden kann, dazu führt, dass sich die Spreu der Ideologen vom Weizen der Wissenschaftler trennt.

Und so ist es auch gekommen.

Der Text hat eine weite Verbreitung gefunden, und er wird breit diskutiert, von denen, die Wissenschaftler sind und daran interessiert sind, Erkenntnis zu gewinnen und Wissenschaft zu betreiben.

Mit dem Text ist es Dr. habil. Heike Diefenbach auch gelungen, in das Echo-Chamber einzudringen, in dem die gedroschene Spreu versammelt ist. Nun war vorherzusehen, dass der Text für manche, die es bislang nur zur Spreu gebracht haben, die Möglichkeit der Metamorphose eröffnet, um von der Spreu zur Wissenschaft zu gelangen, um Wissenschaftler zu werden, so wie es vorherzusehen war, dass der harte Kern, um mit Imre Lakatos zu sprechen, der harte Kern jener Unbeirrbaren, die sich lieber eine blutige Stirn holen, als dass sie einsehen, dass sie eine Mauer nicht mit dem Kopf einschlagen können, auf den Text so reagieren würde, wie Weiber auf etwas reagieren, das ihre Opferrolle in Zweifel zieht: Mit Gift und Galle.

Und Mangels entsprechender Kompetenzen bleibt den Unintelligenten nur Beleidigung und Diffamierung und das Schmollen der Weiber.

Damit sind wir bei

  • facepalm-GodzillaInci Dirim,
  • Maria do Mar Castro Varela,
  • Alisha M. B. Heinemann,
  • Natascha Khakpour,
  • Doris Pokitsch und
  • Hannes Schweiger

die bis auf eine Ausnahme, Castro Varela hat eine Quotenprofessur an der Alice Solomon Fachhochschule Berlin, an der Universität Wien beschäftigt sind.

Sie haben das verfasst, was wir einen Rudeltext nennen, ein gemeinsames Pamphlet, in dem es vornehmlich darum geht, Dritte zu diffamieren, zu verleumden oder zu beleidigen und gegen alle Regeln und jede Ethik der Wissenschaft zu verstoßen. Der Zweck ihres Rudeltextes „Nichts als Ideologie? Eine Replik auf die Abwertung rassismuskrititscher Arbeitsweisen“ ist es, Kritiker an der Rassismuskritik zu dämonisieren. Dass der Text keinem anderen Zweck dient, das kann man leicht anhand der vielen Fehler und Unzulänglichkeiten darlegen, die Dr. habil. Heike Diefenbach in ihrer Replik aufzeigt und behandelt (im doppelten Sinne gemeint):

Die Rudelautoren, Dirim et al., haben keinerlei Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, wie daran deutlich wird, dass sie auf kein einziges der Argumente eingehen, die Dr. habil. Heike Diefenbach gemacht hat, um Rassismuskritik zu einer Wissenschaft zu machen. Ihr Interesse besteht von der ersten bis zur letzten Seite darin, Kritik an der Rassismuskritik zur Häresie zu erklären. Kritiker werden ausgegrenzt und zu Feinden erklärt, die vom „wir“ derjenigen, die in die Religion der Rassismuskritik wie sie an der Universität Wien als Eucharistie-Feier mit Studenten zelebriert werden soll, abweichen. Die Systematik folgt dabei der Systematik, die die Amadeu-Antonio-Stiftung als Indikator für eine rechtsextreme Orientierung ansieht. Entsprechend haben wir es wohl mit Rechtsextremen zu tun (und wer würde an den Kriterien der Amadeu-Antonio-Stiftung zweifeln?).

Nun haben wir oben geschrieben, dass diejenigen Beleidigung und Diffamierung zum Mittel ihrer Wahl erklären, deren Intelligenz nicht ausreicht, um mit Argumenten auf Kritik zu reagieren. Als weitere Indizien dafür, dass diese Hypothese über die Ursache der Beleidigung und Diffamierung, die Dirim et al. als Mittel der Wahl ansehen, zutrifft, können die folgenden Punkte angeführt werden, die wir im Verlauf der nächsten Wochen mit den jeweiligen Stellen aus dem Text von Dr. habil. Heike Diefenbach unterfüttern werden.

Die Liste der Fehler im Text von Dirim et al., an dem sechs Autoren, zwei Herausgeber und ein Lektor gewurschtelt haben, sind ein herausragender Beleg dafür, dass die Genannten nicht in der Lage sind, eine wissenschaftliche Position zu füllen, denn: Es fehlen ihnen schlicht die dazu notwendigen Kenntnisse, kein Wunder, dass Dr. habil. Heike Diefenbach zu dem Schluss kommt, die Kritikfeindlichkeit der genannten Rassismuskritiker sei Ergebnis des Versuches, sich an Universitäten einzunisten und im „warm glow“ der Wissenschaft zu sonnen, obwohl man keinerlei Ahnung und Fähigkeiten zum Betreiben von Wissenschaft hat.

Die Liste der Mängel im 11 Seiten Text der sechs Autoren des Rudeltextes (Dirim et al.), sie ist beeindruckend:

  • boerne-schmollenEs wimmelt von unbelegten Behauptungen: Wissenschaftler zitieren und belegen Behauptungen, insbesondere dann, wenn sie behaupten, dass die Behauptungen, die sie vorbringen, von anderen vorgebracht worden wären.
  • Im Text finden sich eine Reihe von Beleidigungen und Diffamierungen und somit eine Textart, die in wissenschaftlichen Texten gänzlich unbekannt ist.
  • Die Autoren gefallen sich darin, unzählige Fehlschlüsse zu begehen. Häufig finden sich Fehlschlüsse ad auctoritatem und ad hominem. Ergänzt werden diese Fehlschlüsse durch die im Text allgegenwärtige petitio principi, ebenfalls ein logischer Fehler und abgerundet wird die Fehlerorgie, die als wissenschaftlicher Text verkauft werden soll, durch genetische Fehlschlüsse.
     
  • Dirim et al. sitzen einer Vielzahl von Irrungen und Wirrungen auf, die in der Wissenschaft schon vor Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten ausgeräumt wurden
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der an absolute Objektivität glaube.
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der verifizieren wolle.
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der Werturteile verbieten wolle.
    • Mehr randständig zu dem, was Wissenschaft ist, als die Autoren es sind, kann man wirklich nicht sein.
  • Dirim et al. sind Anhänger einer Verschwörungstheorie, bei der sie sich von Feinden umstellt sehen, die ihre Rassismuskritik und die damit verbundene politische Korrektheit, wie sie schreiben, delegitimieren und in Misskredit bringen wollen. Wer genau die Bösen sind, die versuchen, das nicht legitimierte zu delegitimieren, ist ein Geheimnis, das nur im Kreise der Sektenmitglieder, denn um solche handelt es sich hier, gelüftet werden darf.
  • Schließlich zeichnen sich Dirim et al durch eine unglaubliche Hilflosigkeit und Unbedarftheit aus, die sich nicht nur darin äußert, dass sie das Ergebnis wissenschaftlicher Debatten, die vor mehreren Jahrzehnten beendet wurden, nicht kennen oder darin, dass sie Fehler über Fehler begehen. Nein, am deutlichsten zeigt sich ihre Unbedarftheit und Hilflosigkeit darin, dass es keinerlei positiven Teil gibt. An keiner Stelle kommen die Autoren auf die Idee, der Kritik mit Argumenten zu begegnen. An keiner Stelle kommt ihnen der Gedanke, man müsse, wenn man behauptet, eine Kritik sei unzutreffend, angeben, warum die Kritik nicht zutreffend ist.
  • Die Fähigkeiten von Dirim et al. beschränken sich darauf, zu unterstellen, zu behaupten, zu beleidigen und sich ansonsten als Opfer zu inszenieren.

Deshalb: Das Schmollen der Weiber.

Die oben genannten Facetten des Schmollens werden wir in den nächsten Wochen im Einzelnen beleuchten. Wer nicht so lange warten will, kann hier bereits den gesamten Text von Dr. habil. Heike Diefenbach lesen.

Weiße Männer: Der neue Rassismus in der ARD

Jetzt hat es der „weiße Mann“ endlich als Feindbild auch in die Journalie geschafft. Bislang war der Hass auf „weiße Männer“, also auf diejenigen, die weitgehend für den Lebensstandard verantwortlich sind, den Genderista, Linke, die von sich denken, sie seien intellektuell und sonstige Auswüchse postmoderner Langeweile und Sorglosigkeit gerade verprassen, auf die entsprechenden Wohlfühlgruppen im halbseidenen Gendermilieu, auf postkolonialistische Hasskreise und Sprachreinigungs-Fetischisten beschränkt, nun ist er in der Journalie angekommen.

In der ARD schreibt ein Kai Küstner, nach aller Äußerlichkeit ein weißer Mann, vomWutschrei der weißen Männer“. Die weißen Männer, die aus Wut schreien, das sind alles Rechtspopulisten oder deren Opfer, Vergessene der Globalisierung, AfD-Wähler und Brexit-Befürworter und Trump-Mitläufer.

Wutschrei Kuestner.jpgIn Verstand und Einsicht geschlossene Gesellschaften, wie die Wohlfühlgruppen von Genderista und post-kolonialen Berufs-Betroffene, sie haben den Vorzug, dass die Öffentlichkeit von dem Unsinn, der in ihnen diskutiert wird, weitgehend verschont bleibt. Seit Kai Küstner ist auch dieser Rubikon, der die Vernunft vor den post-rationalen Verirrten geschützt hat, überschritten.

Nun finden sich die weißen Männer als Hassobjekt in den Medien, die vornehmlich von weißen Männern finanziert werden, schon weil es in westeuropäischen Breiten immer noch deutlich mehr weiße Männer gibt als nichtweiße Männer. Aber es ist nicht nur die weiße Haut, die dem neuen Rassismus seinen Inhalt gibt, es ist auch das Geschlecht, es müssen schon weiße Männer sein, denn Frauen, selbst weiße Frauen, sind in der neuen Welt der post-katholischen Marien der Maßstab, von dem aus das Unwerte bestimmt wird: Weiße Männer eben.

Weiße Männer, sie sind für alles Unheil der Welt verantwortlich, wie Kai Küstner, der weiße Mann der ARD wohl denkt. Weiße Männer, sie haben BREXIT gewählt. Das ist natürlich ein Fall für das Wahrheitsministerium von Heiko Maas, denn es stimmt nicht: 52% der männlichen und 52% der weiblichen Briten haben für einen BREXIT gestimmt. Die Frage, ob die BREXIT-Befürworter auch alle richtig weiß waren, interessiert im UK niemanden.

https://sciencefiles.org/page/2/?s=BREXIT

Und dass die AfD-Wähler keine Globalisierungsverlierer, sondern überdurchschnittlich gebildet und vor allem Besserverdienende sind, das sollte sich eigentlich mittlerweile selbst in der Redaktion der ARD herumgesprochen haben.

Am Feindbild des weißen Mannes, des dummen weißen Mannes, des abgehängten weißen Mannes, des entsprechend zurückgebliebenen weißen Mannes ist also nichts wahres. Warum wird es vom weißen Mann Küstner dennoch bemüht.

Die einzige Erklärung, die uns dazu einfällt, ist der Versuch, einen neuen Rassismus zu etablieren. Rassismus liegt bekanntlich dann vor, wenn ein Merkmal (Hautfarbe) ausreicht, um den Mitgliedern der Gruppe der Träger des entsprechenden Merkmals mit Vorurteilen, Diffamierung und Abwertung zu begegnen. Wir sehen deshalb die Etablierung eines neuen Rassismus. Der neue Rassismus richtet sich nicht gegen alle Weiße, er richtet sich nur gegen weiße Männer, nicht etwa gegen weiße Frauen – außer sie haben dieselben Einstellungen, die weißen Männern unterstellt werden. Insofern hat der neue Rassismus eine doppelte Ideologie der Ungleichheit, weiße Männer werden nicht nur mit den von Küstner so säuberlich aufgezählten und rundweg falschen Vorurteilen verknüpft (Zurückgebliebene, Globalisierungsverlierer, Rechtspopulisten), sie werden auch im Vergleich zu Frauen, selbst zu weißen Frauen, als unwerte Lebensform beschrieben.

Was die Antidiskriminierungsstelle tut, das wollen wir heute einmal nicht fragen. Fragen wir doch lieber, wie lange weiße Männer noch Gebühren für weiße Männer wie Kai Küstner bezahlen wollen, die sich an der Schaffung eines doppelten Rassismus, eines (weil „post“ ja derzeit in ist) post-Vernunft- und post-Nazi-Rassismus beteiligen?

Die Welt, so behauptet Kai Küstner, sie sei komplizierter geworden. Für ihn mag das zutreffen, zumal er damit zurecht kommen muss, dass selbst an den von ihm zitierten Stammtischen der sozialen Netzwerke ein höheres Niveau herrscht als in seinen rassistischen Kommentaren.

Tatsächlich ist die Welt viel einfacher geworden: Totalitäre Existenzen wie Kai Küstner, die damit Schwierigkeiten haben, das Ergebnis demokratischer Abstimmungen zu akzeptieren, finden sich regelmäßig auf der falschen Seite der Wahlausgänge. Die resultierenden kognitiven Dissonanzen, die sich nicht nur daraus ergeben, auf der Seite der Minderheit zu stehen, sondern auch daraus, Angst um die eigene Zukunft als ideologischer Andiener zu haben, verarbeiten Existenzen wie Küstner dadurch, dass sie diejenigen, die sie als Bedrohung wahrnehmen, beschimpfen und denunzieren.

Bedrohlich sind für Kai Küstner alle erfolgreichen weißen Männer und Frauen.


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Fratze der Boshaftigkeit: Das wahre Gesicht der Gutmenschen (besser: Defizitmenschen)

von Michael Klein

Leute, lehnt Euch zurück!
Das wir ein etwas längerer Post. Und ich gedenke, meiner hegemonial männlichen Wissenschaftlichkeit freien Lauf zu lassen.

ideology of madnessEs ist an der Zeit, eine Grenze zu ziehen. Eine Grenze der Zumutbarkeit, der wissenschaftlichen Lauterkeit, eine Grenze des Anstands. Denn es reicht. Mir reicht es, uns reicht es, und all denen, die Wissenschaft noch ernst nehmen, sollte es langsam auch reichen, denn seit die Genderista und andere Spinner an Universitäten zur Normalität in persona geworden sind, ist es nicht mehr möglich, zu unterscheiden, wo Wissenschaft aufhört und das Irrenhaus anfängt.

Betrand Russell hat einst gefürchtet, dass man den Irren, der sich für ein Rührei hält, nur deshalb verurteilen könne, weil er in der Minderheit sei, und damit u.a. die Notwendigkeit einer klaren Trennung zwischen dem, was als Wissenschaft bezeichnet wird und dem, was keine Wissenschaft ist, angemahnt.

Russell ist tot. Ihm bleibt erspart, womit wir heute konfrontiert sind.

Fünf Tussen und ein Schweiger.
Was waren das noch Zeiten, als Tussen nur zusammen zur Toilette gegangen sind, im Rudel. Heute schreiben sie im Rudel Texte, die sie als Wissenschaft ausgeben wollen.

Texte wie „Nichts als Ideologie? Eine Replik auf die Abwertung rassissmuskritischer Arbeitsweisen“.

„Nichts als Ideologie“ ist ein Text, den man als boshaft klassifizieren muss, ein Text, in dem sich ein Rudel aus sechs Autoren jedem, der auch nur ansatzweise etwas von Wissenschaft versteht, in einer Weise ausliefert, die erbärmlich ist, ein Text, dessen einziger Zweck darin besteht, Kritiker der Rassismuskritik zu beleidigen, um auf diese Weise den Anschein, Rassimuskritiker seien eine besonders gute Art Mensch, weiter bestehen lassen zu können. Und ganz so, wie diejenigen, die Rassismus kritisieren, dies letztlich auf rassistischer Basis tun, und somit in der Realität zum Gegenteil des guten Menschen werden, der sie doch vorgeben wollen, zu sein, so zeigen sie auch durch ihre Beschimpfung im Text, dass sie keine guten, keine lauteren und keine anständigen Menschen sind. Es ist, wie schon Erving Goffman geschrieben hat, schwierig eine Fassade in einer sozialen Darstellung aufrecht zu erhalten, die nicht authentisch ist. Und wer andere beleidigt, der ist schlicht kein guter Mensch, der ist … [denkt Euch was].

Das war die Vorrede, nun zur Begründung en detail.

Ist Euch das auch schon aufgefallen, dass Ideologen immer dann, wenn sie kritisiert werden, Zeter und Mordio schreien und behaupten, sie würden abgewertet, diskreditiert oder denunziert? Damit belegen sie eindrücklich, dass sie Ideologen und keine Wissenschaftler sind. Um das zu sehen, muss man sich nur vergegenwärtigen, was ein Wissenschaftler machen würde, der mit Kritik konfrontiert ist.

Nehmen wir einen beliebigen Wissenschaftler, der sich seit Jahren mit einem bestimmten Thema befasst und nun kritisiert wird. Was würde ein solcher Wissenschaftler tun? Würde er Zeter und Mordio schreien, die Kritik als Häresie betrachten, die Kritiker beschimpfen?

Sicher nicht, denn ein Wissenschaftler, der sein Thema kennt, hat sicher bereits über mögliche Kritikpunkte nachgedacht und seine Antworten auf eine entsprechende Kritik im Kopf vorformuliert. Die müsste er nur abrufen, in dem Stil, dass die Kritik von X nicht zutrifft, weil empirisch gezeigt wurde, dass Y der Fall ist: Wäre die Kritik von X richtig, dann müsste aber Z der Fall sein und nicht Y. Oder unser Wissenschaftler würde einen logischen Widerspruch in der Kritik aufzeigen, der die Kritik implodieren oder zumindest in ihrer Tragweite einschränken würde. Oder, letzte Möglichkeit, die Kritik ist fundiert und weist auf einen Aspekt hin, den unser Wissenschaftler nicht bedacht hat. Hochinteressant. Unser Wissenschaftler würde sich auf die Kritik und ihre Implikationen stürzen, er würde die Kritik zu seiner Kritik machen, da sie seine Forschung voranbringt und sein Wissen erweitert. Darum geht es in der Wissenschaft, Wissen zu erweitern. Man nennt das auch Erkenntnisgewinn.

In der Wissenschaft schätzt man also Kritik. Man würdigt sie, freut sich über konstruktive Kritik, Kritik die neue Erkenntnis verspricht, denn Wissenschaft ist ein kumulativer Prozess, in dessen Verlauf immer wieder geprüft werden muss, ob stimmt, was man für richtig hält.

Dagegen fürchten Ideologen Kritik. Sie fürchten Kritik, weil sie kein Wissen, sondern einen Glauben haben. Ideologen arbeiten nicht an Erkenntnis, suchen keine neuen Zusammenhänge, denn sie wissen schon alles. Ihr Projekt heißt Missionierung oder Erziehung oder Zwangserziehung, nicht Erkenntnisgewinn.

Ideologen sind in der Regel keine Intelligenten, sondern kognitiv Zurückgebliebene, die ihren Kernglauben gegen Kritik schützen und immunisieren müssen. Wenn sie das nicht tun, dann ist er nämlich weg, an der Realität gescheitert, als falsch erwiesen oder als unbrauchbar oder als beides. Er ist eben Glaube und nicht Erkenntnis.

Und damit bin ich zurück bei dem oben zitierten Titel „Nichts als Ideologie? Eine Replik auf die Abwertung rassismuskritischer Arbeitsweisen“.

evil-gnomeWenn bereits im Titel Kritik als Abwertung abgewertet wird, dann weiß man schon nach dem Titel: Hier kommt Ideologie. Hier verteidigen sich welche gegen Kritik, die ihnen den Boden unter den Füssen weggezogen hat. Nun schweben sich im kognitiven Vakuum und tun das, was sie am besten können: Beleidigen und Diffamieren. Nur eines fällt ihnen zu keinem Zeitpunkt ein: Argumentieren. Denn das können sie nicht.

Nichts als Ideologie?, so fragen Inci Dirim, Maria do Mar Castro Varela, Alisha M. B. Heinemann, Natascha Khakpour, Doris Pokitsch und Hannes Schweiger, die fünf Tussen und der Schweiger. Auch das ist eine Mode, die in den letzten Jahren immer häufiger wird: Rudelschreiben. Sechs Hanseln werkeln 12 Seiten Text zusammen, jeder zwei Seiten?

Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass Inci Dirim, die in Wien eine Professur am Institut für Germanistik, genau: Deutsch als Fremdsprache besetzt, die von ihr Abhängigen zusammengetrommelt hat, um den Glaubenskatechismus gemeinsam aufzusagen. Heinemann: Assistent am Lehrstuhl von Dirim. Khakpour, Assistent am Lehrstuhl von Dirim, Pokitsch, auch am Lehrstuhl von Dirim, Schweiger, Lehrbeauftragter (der Mann für die Lehrarbeit) am Lehrstuhl von Dirim, eine schöne Machstruktur und in Wien am Institut für Germanistik, am Lehrstuhl Dirim, da hält man es mit Foucault, der Macht als Aushandlungsprozess definiert,. Wie das geht? Einfach: Dirim sagt, was gemacht wird, und die finanziell Abhängigen marschieren mit (um im Bild zu bleiben: Dirim geht zur Toilette, und der Rest geht mit). Bleibt noch Maria do Mar Castro Vareta, Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung und Quotenprof unter Missbrauch des Namens von Maria Goeppert also auf Kosten der Niedersächsischen Steuerzahler. Sie haben sich alle zusammengerottet um den zitierten Beitrag zu schreiben, den man im 21. Jahrhundert nicht mehr für möglich gehalten hätte, einen Beitrag, mit dem sie die Rassismuskritik und damit einen Bereich, der weder über empirische Forschung verfügt noch über einen Aussagenkern, aus dem man falsifizierbare Aussagen ableiten könnte, gegen die „Vorwürfe“, Rassismuskritik sei eine Ideologie, zu verteidigen.

Wohlgemerkt Vorwürfe, nicht Kritik. Ein weiterer Beleg dafür, dass wir es mit Ideologen zu tun haben, Ideologen, die sich zu Sätzen versteigen, wie dem folgenden: „Voraussetzung für diese Kritik ist die Annahme einer vermeintlich klaren Unterscheidung und Trennung von Ideologie und Wissenschaft. … Die Polemik gegen Rassismuskritik beruht auf einem Wissenschaftsverständnis, das davon ausgeht, dass Wissenschaft wertungs- und haltungsfrei, also ‚objektiv‘ sein könne“ (Polemik, nicht Kritik!).

Ok. Wir leben im Jahr 55 nach dem Ende des Werturteilstreits. Wir leben im Jahr 82 nach Veröffentlichung der Logik der Forschung und im Jahr 109 nach der Gründung des Wiener Kreises. Die Erkenntnis, dass es eine klare und definierbare Grenze zwischen Wissenschaft und Ideologie gibt, sie sitzt immer noch nicht, nicht in Wien, bei den Germanisten, die Deutsch als Zweitsprache betreiben.

Popper GrundproblemeAber es ist so. Es gibt klare Abgrenzungskriterien, die Wissenschaft von Ideologie trennen. Popper hat sie in seinem Buch „Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie“ beschrieben, im Wiener Kreis wurden sie hinlänglich, nämlich über drei Jahrzehnte diskutiert, im Werturteilsstreit wurden sie auch dem letzten Blockhead eingehämmert und dennoch gibt es Personen, die von sich behaupten, sie seien Wissenschaftler und behaupten, man könne Wissenschaft nicht von Ideologie trennen.

Doch, das kann man, jedenfalls dann, wenn man Russell seinen Frieden gönnt und nicht als Rührei gelten will. Dann nämlich weiß man, dass wissenschaftliche Aussagen nachvollziehbar, prüfbar und falsifizierbar sein müssen. Alles, was das nicht ist, ist eben keine wissenschaftliche Aussage. Nun kann man Aussagen, die nicht prüfbar sind, natürlich entwickeln, so dass sie prüfbar werden oder indirekt prüfen, was man jedoch nicht kann, ist zu behaupten, dass es nicht möglich sei, Wissenschaft und Ideologie zu trennen. Und das genau behaupten die fünf Tussen und der Schweiger.

Und im Jahr 109 nach Gründung des Wiener Kreises muss man sich mit Fragen der Objektivität auseinandersetzen, weil es immer noch Idioten gibt, die denken, es gäbe andere, die seien so dumm wie sie selbst und würden behaupten, Wissenschaft sei objektiv. Wozu hat sich Hans Albert abgemüht, Wahrheit als regulative Idee zu bestimmen. Wozu hat sich Karl Raimund Popper die Finger wund geschrieben, um dazulegen, dass Wissenschaft nicht Wahrheit oder Objektivität erreichen könne, aber beides anstreben müsse. Wozu haben Ernst Topitsch oder Karl Acham Argument um Argument aufgereiht, um die Trennung zwischen Erkenntnis- und Begründungszusammenhang auch noch dem letzten Nixraff verständlich zu machen. Damit auch der langsamste unter den Denkern versteht, dass man seine Interessen und Haltungen und Einstellungen als Wissenschaftler gerne haben kann, so lange man sicherstellt, dass die Ergebnisse, die man produziert, prüfbar und nachvollziehbar sind, damit auf diese Weise und über den Weg der Kritik, andere prüfen und nachvollziehen und eventuell kritisieren können, dass die entsprechenden Ergebnisse die Einstellungen des Forschers, nicht aber die Realität widerspiegeln?

Nein, im Jahre 2016 gibt es fünf Tussen und einen Schweiger, die von alledem nichts wissen und ansonsten die Rassismuskritik gegen Kritik, nein, gegen „Vorwürfe“ verteidigen wollen, also dagegen, dass festgestellt wird, Rassismuskritik basiere auf nicht prüfbaren Annahmen, mache keine Aussagen über die Wirklichkeit, die falsifizierbar seien, und sei in weiten Teilen nicht nachvollziehbar, weil selbstwidersprüchlich, sei eine Ideologie. Und diese Kritik wollen sie dadurch entkräften, dass sie einen Ladenhüter auspacken, der selbst Thomas von Aquin ob seiner Antiquiertheit die Schamesröte ins Gesicht treiben würde: Es gebe keine positionsunabhängige Wissenschaft.

Warum sollte man ein Interesse daran haben, Aussagen zu verteidigen, die nicht prüfbar und nicht nachvollziehbar sind, Aussagen, die nichts Prüfbares über die Realität aussagen und auch nichts über die Realität aussagen wollen? Warum sollte man darauf beharren, dass der Erkenntnisprozess und alle Erkenntnisse von Ideologie durchtränkt sind und diesen Wahnsinn noch dadurch steigern, dass man die Verwendung der Methoden verweigert, die Ideologie identifizieren und beseitigen können?

Einfach: Weil man ein Ideologie ist. Und das sind die sechs Rudelautoren dann auch, Ideologen, Ideologen der besonderen Art: Gutmenschen.

Sie haben sich kein Fach ausgesucht und keine Position an der Universität angestrebt, weil sie Erkenntnis suchen, weil sie ein Projekt verfolgen und einfach wissen wollen, nein, sie haben sich, um eine Position an der Universität bemüht, um sich als Wissenschaftler ausgeben und den entsprechenden Status erheischen zu können, einen Status, den es, wegen Ideologen wie Dirim und den von ihr Abhängigen nicht mehr gibt. Sie haben sich einen Gegenstand gesucht, der nicht harte Arbeit und Kenntnis von Methoden und Verfahren, am Ende noch statistischer Verfahren bedarf, sondern einen Gegenstand mit warm glow, von dem sie erwarten, dass er auf sie übergeht: Rassismuskritik. Eine Selbst-Inszenierung als Rassismuskritiker, so die Idee, mache sie zum guten Menschen, zeige ihre moralische Überlegenheit und täusche über das vollkommene Fehlen jeglicher Kompetenz und Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten hinweg.

Und dann ernten sie Kritik. Dann kommt jemand und kratzt an der Fassade, hinterfragt die wissenschaftlichen Grundlagen von Rassismuskritik, wie das z.B. Dr. habil. Heike Diefenbach getan hat, in einem konstruktiven Text, der nicht nur Rassismuskritik fundiert kritisiert, sondern Vorschläge enthält, wie man Rassismuskritik zu einer Wissenschaft machen könnte, ein vielgelesener Text, der allein von ScienceFiles und noch vor seiner Veröffentlichung im von Karim Fereidooni und Meral El herausgegebenen Sammelband „Rassismuskritik und Widerstandsformen“ von mehr als 4.000 Lesern (ohne die Downloads über Academia.edu oder Researchgate) heruntergeladen wurde.

Wären die sechs Verschwörer gegen die Wissenschaft Wissenschaftler, der Text von Dr. habil. Heike Diefenbach hätte sie erfreut, die Kritik herausgefordert, die Vorschläge, wie man Rassismuskritik weiterentwickeln kann, sie hätten sie zu ihren gemacht und an ihrem Erkenntnisinteresse gearbeitet. Aber die fünf Tussen und der Schweiger, sie sind keine Wissenschaftler, sie sind Ideologen, für die jeder Widerspruch bedrohlich und jede Kritik existenzbedrohend ist. Entsprechend fällt die normale Reaktion eines Wissenschaftlers, wie sie oben beschrieben wurde, aus. Es bleibt die Reaktion des Ideologen, des kognitiven Defizitwesens, das nicht in der Lage ist, konstruktiv mit Kritik umzugehen und nur einen Modus kennt, um auf Kritik zu reagieren: aufgeregtes Hyperventilieren (akademisierte Hatespeech).

Hier eine kurze Beschreibung der grassierenden Paranoia unter diesen Defizitwesen:

SF_Rassismus_coverKritik wird zur Abwertung, zur Diskreditierung, kritische Hinweise werden zu Vorwürfen, zum Rundumschlag, die Anliegen der Rassismuskritik sie werden „bagatellisiert“, die „Dilemmata und Widersprüche“, die zeigen, „wie wichtig die Auseiandersetzung im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der eigenen Positionen für eine selbstreflexive Praxis“ sind, so wird gejammert, würden als Immunisierungsstrategie bezeichnet und so lamentieren sie weiter und weiter. Nur eines machen sie nicht: Ein Argument. Wie auch? Argumente machen Wissenschaftler. Ideologen beleidigen, diffamieren und werten Andersdenkende ab, so wie die fünf Tussen und der Schweiger dies tun. Und dabei fällt dann die Inszenierung des Gutmenschen in sich zusammen und die Fratze der Boshaftigkeit tritt hervor, das wahre Gesicht der Ideologen, die durch alles, was anders ist, gefährdet sind, weil alles, was anders ist, droht, ihre kognitiven Defizite zu Tage zu befördern. Defizitär wie sie nun einmal sind, fällt ihnen nur die Beleidigung des Häretikers ein.

Es ist schon seltsam. Sie können seitenweise darüber jammern, dass ihnen, den Rassismuskritikern, etwas unterstellt würde, dass sie am Maßstab der Wissenschaft gemessen würden, dass ihre „reflexive Praxis“, also das: „Ich stell‘ mir etwas vor und behaupte etwas und wenn es nicht passt, dann behaupte ich, dass die reflexive Praxis noch nicht abgeschlossen ist“, nicht ausreichend gewürdigt werde, sie jammern und zetern, Seite um Seite und kommen nicht im Traum auf die Idee, sie könnten die Kritik, die an ihre Adresse gerichtet wird, zu entkräften versuchen. Nein, auf die Idee kommen sie nicht, so wie Islamisten nicht auf die Idee kommen, ihre abstruse Version des Koran kritisieren zu lassen. Wer sie kritisiert, ist eben ein infidel, ein Ungläubiger, der mit bösen Strategien und vom Teufel geschickt, unterwegs ist. Bei den fünf Abhängigen von und Inci Dirim ist das genau so: Wer sie kritisiert, wer die heilige Lehre der Rassismuskritik kritisiert, der ist des Teufels, ein Ungläubiger, einer, der eine Strategie verfolgt, um die Rassismuskritik abzuwerten.

Und weil das noch nicht reicht, kommt die Krönung der Idiotie in den folgenden Worten:

„Heike Diefenbach beispielsweise arbeitet in ihrem Rundumschlag mit Unterstellungen und nicht belegten Behauptungen über die Konzepte, Positionen und Forschungen von Wissenschaftler_innen, die rassismuskritisch arbeiten. Ihre Lektüre rassismuskritischer Texte ist äußerst selektiv, vereinfachend und tendenziell abwertend“ (89)

Ob derartiger Text den Tatbestand der Verunglimpfung erfüllt, das dürfen gerne die vielen Anwälte unter unseren Lesern prüfen. Dass die fünf Tussen und der Schweiger hier projizieren, sind sie doch diejenigen, die keinerlei Beleg für ihre Behauptungen, wie z.B. die hier zitierten, bringen, ist offenkundig und wohl Ergebnis eines geistigen Defekts. Ich habe selten einen konstruktiveren und besser belegten Text als den von Dr. habil. Heike Diefenbach zum Thema „Rassismuskritik“ gelesen. Dass alle Aussagen im Text von Heike Diefenbach auch ausführlich mit entsprechenden Textstellen belegt sind, davon kann sich jeder, der des Lesens kundig ist, selbst versichern. Bleibt noch der Vorwurf der Selektivität, ein Vorwurf, wie er aus Reihen der Genderista häufig zu hören ist, die dann, wenn sie keine Antwort auf Kritik wissen, zuweilen behaupten, der Kritiker habe die Tiefe der Gedanken der Genderista nicht verstanden, habe sich nicht weit genug in den Gendersumpf begeben, sei eben selektiv. [Der Fehlschluss dahinter lautet entsprechend: Wenn man lange genug in Scheisse gewühlt hat, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, keine Scheisse zu finden.]

Natürlich ist Kritik selektiv. Jeder Beitrag, der jemals in der Wissenschaft geschrieben wurde, ist selektiv. Menschen sind keinen allwissenden Geister, wie sie William Poundstone für eines seiner Gedankenexperimente extra erfinden musste, sondern in ihren Ressourcen begrenzt. Entsprechend ist jeder Text eine Auswahl, eine Momentaufnahme der Wirklichkeit und somit notwendigerweise selektiv. Wer dies wie Genderista und die fünf Tussen plus der Schweiger anderen zum Vorwurf machen will, zeigt nur und einmal mehr, dass er ein Gläubiger ist, ein Ideologe, der an einer Hochschule wirklich überhaupt nichts verloren hat. Und wenn er seinen Vorwurf, andere seien selektiv mit der Bemerkung abschließt: „Auf die unterschiedlichen Strategien zur Diskreditierung der Rassismuskritik soll hier nicht im Detail eingegangen werden“, dann macht er sich damit nur noch lächerlich. Wobei ich nicht weiß, ob Lächerlichkeit noch ein Attribut ist, das den Status der fünf Tussen und des Schweigers wesentlich beeinträchtigen kann. Ganz unten geht es in der Regel nicht mehr tiefer.

Warum Gläubige wie die Sekte um Dirim unbedingt an Universitäten sitzen wollen, warum sie unbedingt als Wissenschaftler erscheinen wollen – ich habe keine Ahnung. Vermutlich ist es leichter, an Steuergelder zu kommen, wenn man sich als Wissenschaftler an einer Hochschule ausgibt, als es wäre, wenn man sich als Religionsvertreter an einer Hochschule zu erkennen gäbe.

Bedrückend ist jedoch die Boshaftigkeit, mit der die fünf Tussen und der Schweiger auf die Kritik reagieren, wohlgemerkt es ist Kritik, keine Abwertung, keine Vorwürfe und keine Bagatellisierung (schon weil man Rassismuskritik nicht bagatellisieren kann). Das sie nicht auf die Idee kommen, Kritik konstruktiv zu bearbeiten, in der oben beschriebenen Weise, identifiziert sie als Ideologen, die schlicht und ergreifend keinerlei Ahnung davon haben, was Wissenschaft ausmacht. Dass sie ihre Ideologie auf eine Art und Weise verteidigen wollen, die jeden Anstand, jede wissenschaftliche Lauterkeit und jedes Maß an moralischer Restriktion vermissen lässt, ist eine andere Sache, eine Sache, die beklommen machen muss, lässt sie doch Schlüsse auf den geistigen Zustand und den menschlichen Wert derer zu, die in Wien auf Studenten losgelassen werden. Es ist, als blickte man in einen Abgrund, einen Abgrund der Boshaftigkeit, mit der entsprechenden Fratze, dem wahren Gesicht der Defizitmenschen am Boden.

Dirim, Inci & fünf abhängige Autoren (2016). Nichts als Ideologie? Eine Replik auf die Abwertung rassismuskritischer Arbeitsweisen. In: do Mar Castro Varela, Maria & Mecheril, Paul (Hrsg.). Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart. Bielefeld: transcript, S.85-97.


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Flüchtlinge sind die besseren Deutschen: Gutmenschen-Rassismus

Wir nennen es Gutmenschen-Rassismus. Gutmenschen-Rassismus ist ein Konzept, das auf coercive isomorphism, also kollektiv ausgeübtem Zwang auf andere: Zwang zur Gleichheit beruht – Zwang, wie er gerade auf Flüchtlinge ausgeübt wird, die zu besseren Deutschen umfunktioniert werden sollen.Flüchtlinge teilen deutsche Werte“, so steht es bei heute. „Die zu uns kommenden Menschen sind gerade wegen unserer Werte und Bürger … nach Deutschland gekommen“, so schwadroniert Andrea Nahles, die derzeit den Minister für Arbeit und Soziales darstellen darf.

Flüchlinge haben demnach die besseren Deutschen zu sein, Menschen, die das deutsche Paradies jahrelang aus der Ferne und mit zunehmender Begeisterung beobachtet haben und die erste und beste Gelegenheit nutzen, um in dieses Paradies zu kommen und hier zu besseren Deutschen als Deutsche zu werden.

Wo ist eigentlich Multikulturalismus und Pluralismus hingekommen, wenn es um Einstellungen, Werte und Meinungen geht?

Werte sind übrigens etwas, was nach breitem Konsens der entsprechenden Forschung sozialsiert werden muss. Kinder lernen Werte von Eltern, Gleichaltrigen bzw. heute immer häufiger von ihrem Erziehungspersonal in Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen. Sie internalisieren die Werte im Verlauf ihrer formativen Jahre. Donald Sutherland hat diesen Umstand in seinem Konzept der differentiellen Assoziation als quantitatives Verhältnis gefasst und festgestellt, dass die Werte internalisiert werden, mit denen ein Kind oder ein Jugendlicher am häufigsten konfrontiert ist. Um deutsche Werte zu internalisieren oder zu haben, muss man entsprechend in Deutschland oder unter Deutschen aufgewachsen sein. Deshalb muss man sich als normaler Mensch fragen, wieso Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak und Syrien, die nachweislich in einem völlig anderen kulturellen Umfeld aufgewachsen sind, die „deutschen Werte teilen“, wie dies von heute behauptet wird.

Die Antwort kommt aus einer Längsschnittstudie, die das IAB in Nürnberg, das Forschungszentrum der Bundesanstalt für Migration und Flüchtlinge und das DIW in Berlin gemeinsam unter Flüchtlingen derzeit durchführen. Die erste Welle dieser Längsschnittstudie, die demnach nur eine Querschnittstudie darstellt, war von Juni bis Oktober 2016 im Feld. In dieser Zeit wurden 2.349 Personen aus 1.756 Haushalten befragt, die in der Zeit von 1. Januar 2013 bis zum 31. Januar 2016 nach Deutschland eingereist sind und hier politisches Asyl beantragt haben. Die Idee, die wir auf ScienceFiles bereits vor Monaten entwickelt haben, hat also Nachahmer gefunden.

Natürlich handelt es sich um eine repräsentative Befragung. Was sonst sollte es sein? Alle Befragungen, die in Deutschland durchgeführt werden, um der Öffentlichkeit ein Bild vorzugaukeln, wie es in Deutschland um Meinung X oder um die Wahl der Partei Y steht, sind immer repräsentativ, etwa in dem selben Umfang, in dem sie falsch sind. Die Befragung der 2.349 Personen ist entsprechend repräsentativ für das Ausländerzentralregister, denn sie wurden aus dem entsprechenden Register gezogen. Flüchtlinge und Asylbewerber, die im Register nicht oder noch nicht erfasst sind, sind demnach in der Grundgesamtheit nicht enthalten. Aber natürlich ist alles ganz repräsentativ.

iab-fluechtlingeSo repräsentativ, dass sich niemand die Mühe gemacht hat, zu prüfen, ob die Stichprobe im Hinblick auf sozio-demographische Merkmale auch nur annähernd mit der Grundgesamtheit übereinstimmt. Derartige methodologische Normalitäten treten regelmäßig dann in den Hintergrund, wenn das politische Interesse überwiegt.

Damit sind wir wieder beim Gutmenschen-Rassismus und dem Zwang, Flüchtlinge als bessere Deutsche darzustellen, die natürlich die Werte teilen, die der normale Deutsche im Laufe seiner Sozialisation erlernt hat. Syrer können das selbst dann, wenn sie ein anderes kulturelles Umfeld haben, was abermals belegt, wie überlegen Flüchtlinge Deutschen sind.

So überlegen, dass 92% „für Gleichberechtigung“ sind und 96% für ein demokratisches System plädieren. So steht es in der ARD. Und 58% „zehn oder mehr Jahre Schule, Studium und Ausbildung“ hinter sich haben. So ist das Ergebnis der IAB-Studie bei der Tagesschau angekommen und bei Nahles ist angekommen, dass die Flüchtlinge in Deutschland ankommen, weil sie das deutsche Paradies schon immer gesucht haben.

Soweit die Propaganda.
Berichten wir, was tatsächlich bei der Studie herausgekommen ist.

Flüchtlinge kommen nicht nach Deutschland, weil sie die Werte der Deutschen so toll finden, sondern weil sie fliehen. Selbst einem Ministerdarsteller wie Nahles sollte es eingängig sein, dass Menschen deshalb als Flüchtlinge benannt werden, weil sie fliehen.

Wenig verwunderlich sind die Motive, die Flüchtlinge zur Flucht veranlassen dann auch:

  • Angst vor gewaltsamen Konflikten, vor Krieg (70%);
  • Verfolgung (44%);
  • Schlechte persönliche Lebensbedingungen; (39%)

Wer flieht, so kann man die Ergebnisse wohl zusammenfassen hat mindestens Angst um seinen Lebensstandard und in den meisten Fällen Angst um sein Leben. Deshalb: Flüchtling und deshalb Fluchtmotiv: Angst.

Wenn man nun als Flüchtling vor Angst geflohen ist, erst einmal nur mit dem Wunsch, sich in Sicherheit zu bringen, dann stellt sich als nächstes die Frage, ob die eigene Flucht im Flüchtlingslager hinter der Grenze enden oder weitergehen soll. Diese Frage, und jetzt kommen wir zu dem Teil der Befragungsergebnisse, die man im BAMF und in den Medien lieber verschweigt, ist eine finanzielle Frage, denn im Durchschnitt kostet eine Flucht nach Deutschland 7.000 Euro. Dieser Durchschnitt wurde über die 2.349 befragten Flüchtlinge gebildet – er basiert also auf den Angaben der Flüchtlinge. Dahinter verbergen sich erhebliche Unterschiede, die zwischen 12.040 Euro bei Flüchtlingen aus Afghanistan und Pakistan, 11.363 Euro bei Flüchtlingen aus dem Irak, dem Iran, aus Libanon und Palästina und 5.556 Euro bei Flüchtlingen aus Syrien (hier gelten wohl economies of scale) liegen. Am billigsten flieht es sich aus Nordafrikanischen Staaten, also Tunesien oder Marokko: 1.398 Euro kostet die Flucht nach Deutschland im Durchschnitt.

Bis hier können wir also feststellen: Flucht ist durch Angst motiviert. Die Angst führt die Flüchtenden bis in Flüchtlingslager in den angrenzenden Staaten. Nunmehr benötigen die Flüchtlinge Geld, viel Geld um ihre Flucht in andere Länder fortzusetzen. Daher kann man schließen, dass es sich bei Flüchtlingen um mindestens Angehörige der Mittelschicht handelt, sofern ihre Flucht nicht von Organisationen, die ein Interesse daran haben, die entsprechenden Flüchtlinge in Westeuropäische Länder zu bringen, finanziert wird. Wer arabische oder afrikanische Kulturen kennt, der weiß, dass sie eine Tradition der Arbeitsmigration haben: Familienmitglieder legen Geld zusammen, um dem gesündesten und am besten zur Arbeit fähigen, also in der Regel einem jungen Mann, die Flucht nach Europa zu ermöglichen, unter der Bedingung, dass er einen Teil des Geldes, das er durch Arbeit erwirtschaften zurückschickt, um seine Familie zu unterhalten. Entsprechend gibt es wohl eine flüchtende Mittelschicht und flüchtende Arbeitsmigranten und fremdfinanzierte Flüchtlinge.

Sie alle kommen aus den unterschiedlichsten Motiven in den Westen und durch einen Streich des Schicksals in großer Zahl nach Deutschland. In Deutschland treffen sie dann u.a. auf einen Interviewer von TNS Infratest, der sie fragt, wie sehr sie den folgenden Aussagen zustimmen:

  • Man sollte ein demokratisches System haben.
  • Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmern muss.
  • Experten und nicht die Regierung sollten darüber entscheiden, was für ein Land das Beste ist.

96% stimmen, so berichten gleichlautend alle Medien, der ersten Aussage zu – mehr oder weniger, denn die Antwortkategorien reichen von stimme überhaupt nicht zu (1), stimme nicht zu (2), stimme eher nicht zu (3), stimme weder zu noch nicht zu (4) bis stimme eher zu (5), stimme zu (6) und stimme voll und ganz zu (7).

Es hat sich uns nie erschlossen, warum man Befragten sieben Antwortkategorien anbietet, nur um aus den sieben Kategorien dann zwei zu machen und so zu tun, als sei die Abstufung von z.B. 5 bis 7 nicht der Rede wert, um dann behaupten zu können, dass 96% der Befragten für Demokratie sind, wie es bei heute heißt.

sinus-studieWenn 96% für Demokratie sind, dann stellt sich die Frage, wieso 21% und 55% nicht für Demokratie sind und eine Expertokratie bzw. einen starken Führer ohne demokratische Kontrolle wollen. Die 21% der Flüchtlinge, die der Aussage „Man sollte einen starken Führer haben, der sich nicht um ein Parlament und um Wahlen kümmert“, wären dann, wenn es sich um deutsche Befragte handeln würde, Anlass für einen Sturm des Entsetzens und der Entrüstung, denn es handelt sich bei dieser Frage, um eine Standardfrage zur Identifikation von Rechtsextremisten. Anstelle einer Meldung wie: 21% der Flüchtlinge haben eine rechtsextreme Einstellung, heißt es, 96% sind für die Demokratie. Gutmenschen-Rassismus und Datenfälschung durch Auslassung.

“5 Millionen Deutsche [damals rund 15%]: ‚Wir sollten wieder einen Führer haben …‘“ – Ältere werden sich noch an den Aufschrei errinnern, der Titel eines Rowohl-Büchleins war, in dem die Greifenhagens ihr Entsetzen über die vielen Rechtsextremen, die es im Deutschland zum Ende der 1970er und zum Anfang der 1980er Jahre gab.

Und weil Flüchtlinge bessere Deutsche sind, denen man auch ihre rechtsextremen Einstellungen nachsieht, schließlich sind sie „für Gleichberechtigung“, aber nur für „gleiche Rechte für Männer und Frauen“, deshalb sind sie auch viel gebildeter als erwartet: „58% der erwachsenen Flüchtlinge haben zehn oder mehr Jahre Schule, Studium und Ausbildung hinter sich“, so die entsprechende Falschaussage in der ARD.

Tatsächlich haben 10% der Flüchtlinge, die 18 Jahre oder älter sind, eine Grundschule, 31% eine Mittelschule, 37% eine weiterführende Schule, 5% eine sonstige Schule und 9% keine Schule besucht. Den Abschluss einer Schule haben 58% erreicht. 22% der Flüchtlinge haben nach 10 Schuljahren einen Schulabschluss erreicht, also einen Abschluss der dem Realschulabschluss entspricht, 32% haben den Abschluss einer weiterführenden Schule (vergleichbar einer Fachhochschulreife oder einer allgemeinen Hochschulreife) nach in der Regel 12 Schuljahren erreicht.

Woher man bei der ARD den Optimismus im Hinblick auf „Studium oder Ausbildung“ nimmt bzw. warum bei der ARD suggeriert werden soll, dass viele Flüchtlinge ein Studium oder eine Ausbildung hinter sich gebracht haben, ist eine Frage, die man abermals nur mit Verweis auf Gutmenschen-Rassismus beantworten kann: Flüchtlinge haben gefälligst gut ausgebildet und studiert zu sein. Sind sie aber nicht: Nur 6% haben einen Berufsabschluss, 13% den Abschluss einer Universität oder einer Fachhochschule erreicht. 69% haben keinerlei Berufsausbildung.

Die Realität stellt sich somit anders dar, als man es bei BAMF und in den Medien gerne erscheinen lassen würde, denn Flüchtlinge haben in Deutschland nicht das Recht, die Menschen zu sein, die sie nun einmal sind. Sie haben das zu sein, was deutsche Gutmenschen in ihrem Rassismus für sie vorgesehen haben: frauenfördernd, demokratisch, hochgebildet und gut: Der edle Wilde in Version 2016.

Wer die Menschen sind, die sie so begeister begrüßt haben, welche Bedürfnisse, Wünsche, Motive, Gründe, Ziele, welche Ausbildung und welche Einstellungn sie haben das interessiert deutsche Gutmenschen in ihrer rassistischen Traumwelt in der Flüchtlinge in das Prokrustesbett des edlen Wilden gepresst werden, nicht.


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Christlich Sozialer Dummbabbler

– besonderer Unsinn verdient besondere sprachliche Würdigung.

Gerd Müller ist Entwicklungsminister. Seine Aufgabe besteht normalerweise darin, das Geld der deutschen Entwicklungshilfe sinnvoll anzulegen und sich in Ländern, in denen durch die Entwicklungshilfe Strukturen geschaffen werden können, die wiederum dem Handel und dem wirtschaftlichen Austausch zugute kommen, für die Aufnahme entsprechender Beziehungen einzusetzen.

Gerd Müller selbst, scheint seine Aufgabe darin zu sehen, Unsinn, nein Blödsinn zu erzählen. Er ist das, was man in der Pfalz einen „Dummbabbler“ nennt.

Gerd Müller im Originalton:

gerd_muller_2015„Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient. Preisfrage: Wie viel bringt die nach Hause zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient, Preisfrage, … was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und Du weißt sicher, was er mit dem Rest macht (lacht): Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich.“

Es ist eine besondere Form von Rassismus, die der christlich-soziale Dummbabbler, der Entwicklungsminister spielt, wohl, weil er Entwicklung, intellektuelle Entwicklung bitter nötig hat, an den Tag legt: Sexistischer Rassismus, der nicht nur hochnäsig auf die kleinen Braunen in Afrika, die ohne Beratung von Gerd Müller sowieso nichts zu Stande brächten, wie er wohl denkt, heruntersieht, nein, es ist ein Rassismus, der sich gegen kleine braune Männer, deren angebliches Verhalten dem sozialen Christen nicht passt, richtet.

Wenn es nicht so dumm wäre, wäre es widerlich.

Und nun mit den Konsequenzen seines dummen Geschwätzes konfrontiert, nun versucht sich Gerd Müller wie Münchhausen durch entsprechende Lügen und am eigenen Schopf aus dem Sumpf des Rassismus zu ziehen, in dem er sich gerade noch so wohl gefühlt hat: „Es sei ihm darum gegangen, die Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft hervorzuheben“, so behauptet Müller frech.

Offensichtlich meint Gerd Müller, dass man die „Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft“ dadurch hervorhebt, dass man Männer pauschal diskreditiert und denunziert. Die neue christlich-soziale Weltsicht erinnert massiv an den Kolonialismus des 17. Jahrhunderts, als man noch überlegen musste, ob Afrikaner Menschen sind oder nicht. Scheinbar fühlt sich Gerd Müller in der entsprechenden Gesellschaft wohl.

parisian_world_fair_1889

Negerdorf – Weltausstellung Paris, 1889

“Der Entwicklungsminister habe sich auf eine Studie der Nike Foundation aus dem Jahr 2009 bezogen, sagte eine Sprecherin. Darin heißt es, Frauen investierten 90 Prozent ihres Einkommens in den Haushalt, bei Männern seien es nur 30 bis 40 Prozent.“

Eine Studie der Nike-Foundation!. Die Nike-Foundation ist international bekannt für ihre Studien, so bekannt, dass die vermeintliche Studie genau in zwei Machwerken zitiert wird, eines davon von der Nike-Foundation und ansonsten nicht mehr aufzufinden ist, weder im Google Cache, noch bei der Nike-Foundation.

[Die zweite Fundstelle ist der Global Gender Gap Report, dessen Autoren die Stelle abgeschrieben haben, die im Machwerk der Nike-Foundation behauptet, dass es eine Studie der Nike-Foundation gibt, die zeigen soll, was der deutsche Entwicklungsminster nun behauptet. Die Schnittstelle zwischen dummem Geschwätz und der Erfindung von angeblichen Studienergebnissen, sie ist fließend.]

Es hat viele Vorteile, wenn Studien nicht mehr aufzufinden sind, denn dann können sie nicht geprüft werden, dann kann man so ziemlich alles als angebliches Ergebnis der Studie behaupten und dann kann man als Minister seine rassistischen Vorurteile anderen in die Schuhe schieben und eben einmal seine komplette Unbildung an den Tag legen, z.B. über die Form der Arbeitsteilung, die in Afrikanischen Familien herrscht.

Aber Unbildung scheint heutzutage die Voraussetzung zu sein, um Minister spielen zu dürfen.


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„Flüchtlingsfeindliche Äußerungen“: Nutznießersumpf

Wenn es um Nationalismus geht, dann haben fast alle/viele/manche/wenige [Nichtzutreffendes streichen] Deutsche einen Knall. Das sagen nicht nur wir. Das sagt auch Peter O’Brien, der ein Buch mit dem Titel „Beyond the Swastika“ geschrieben hat, das in diesem Jahr 20jähriges Jubiläum des Erscheinens hat. Darin beschreibt O‘Brien einerseits die Unfähigkeit fast aller/vieler/mancher/weniger [Nichtzutreffendes streichen] Deutscher Nationalismus nicht mit Rassismus und Holocaust gleichzusetzen und eine liberale Haltung gegenüber Nationalismus einzunehmen, die z.B. Stolz auf das politische System zum Gegenstand hat, wie das z.B. im Vereinigten Königreich der Fall ist.

obrien-beyond-the-swastikaDie Unfähigkeit, Nationalismus ohne Massengräber vor seinem geistigen Auge zu betrachten, führt bei fast allen/vielen/manchen [Nichtzutreffendes streichen] Deutschen dazu, dass sie jede Kritik, jedes Wort, das die Meinung in Frage stellt oder auch nur hinterfragt, die sie für die absolute, unverrückbare und von Gottes Weisheit verkündete Wahrheit halten, als Unglaublichkeit, als Ausdruck von Rassismus, Hass oder Feindlichkeit ansehen. Diese völlige Unfähigkeit die Komplexität der Welt zu akzeptieren, wie sie sich darin ausdrückt, dass nicht alles in Kategorien von Schwarz und Weiß eingeordnet werden kann, führt in Deutschland zu einem Totalitarismus, der das Land immer mehr zur totalen Institution macht, in dem selbsternannte Psychiater oder Psychopathen, je nach Perspektive, durch eben dieses Land ziehen, um Abweichler, solche mit falscher Meinung, von ihrer meinungsfreien Krankheit zu kurieren. Manche sind auch der Meinung, es handelt sich bei diesen Psychiatern oder Psychopathen um Opportunisten.

Von Opportunismus sprechen zum Beispiel diejenigen, die den derzeitigen Wanderzirkus beobachten, der ausgeschwärmt ist, um auf Kosten von Steuerzahlern zu leben, und zwar üppig, und das feine Netz der Gleichschaltung auch noch in den letzten Betrieb Deutschlands zu tragen, auf dass dort unter der Belegschaft der Antretter und Zittel GmbH keiner auch nur ein Wort gegen Flüchtlinge sagt, keine flüchtlingsfeindlichen Äußerungen getätigt werden, was immer flüchtlingsfeindliche Äußerungen auch sind. Deutschland, so das Ziel der Schwärmer, muss frei von flüchtlingsfeindlichen Äußerungen sein, gleichgeschaltet müssen sie sein, die Deutschen, in ihrem Denken und Sprechen.

Einer der Wanderzirkusse, die auf Kosten von Steuerzahlern durch Deutschland ziehen, um Totalitarismus zu verbreiten und Gleichschaltung zu erreichen, nennt sich gelbe Hand. Die gelbe Hand inszeniert sich auf ihrer Webseite als Kämpfer gegen Rassismus und alle anderen Unsäglichkeiten ideologischer Traumwelten und buhlt um Spenden und Fördermitgliedschaften. Denn nur durch Spenden und Fördermitgliedschaften, so will man dem unbedarften Besucher, den es auf die Seite der gelben Hand verschlagen hat, vermitteln, sei das Geschäft der gelben Hand, sei der Kampf um ein sauberes und von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit freies Deutschland möglich.

Spenden und Fördermitgliedschaften machen z.B. Wander-Workshops wie den unter dem Titel „Flüchtlingsfeindliche Äußerungen in Betrieb und Gesellschaft“ möglich, mit dem auch endlich und umfassend bei der Volkswagen Sachsen AG in Zwickau dafür gesorgt werden soll, dass das, was man bei der gelben Hand als „fremdenfeindliche Äußerung“ ansieht, in Zukunft unterbleibt.

Um dieses gute Werk zu vollbringen, hat man sich in einem vier Sterne Hotel eingemietet und verspricht den Interessierten volle Übernahme der Reise- und Verpflegungskosten, die ja in einem vier Sterne Hotel nicht gerade gering sind. Hauptgegenstand der guten Arbeit im Workshop, bei guter und freier Verpflegung ist das Parteiprogramm der AfD, von dem Eingeweihte wissen, dass es z.B. unter Angestellten der VW AG in Zwickau zirkuliert und von dem geraunt wird, dass Satzfetzen unter Arbeitnehmern ausgetauscht werden. Ein Unding, über das man sich bei vier Sterne Verpflegung bestens aufregen kann, mit vollen Backen und Sektglas in der Hand.

Und all diese Wohltaten verbreitet der Workshop-Wanderzirkus in Zwickau nur auf Basis von Spenden und Fördermitgliedschaften?

Nein, natürlich nicht. Hat das jemand geglaubt?
Wie naiv.
Sie, der Sie das geglaubt haben, Sie bezahlen das vier Sterne Hotel und die Verpflegung, die Reisekosten und die Kosten der Veranstaltung, und zwar über das wohlbekannte Ministerium für BMFSFJ, das die Förderung dieser Übung in Totalitarismus übernommen hat. Wie so oft, führen die Wege vom Missbrauch von Steuergeldern in die Inkarnation des Propagandaministeriums, von dem aus der Kampf gegen politische Gegner geführt wird.

Und wer ein wenig gräbt, so wie wir das getan haben, der kommt am Rande des folgenden Nutznießersumpfes an.

Die Workshops veranstaltet die gelbe Hand.
Die gelbe Hand ist nach eigener Angabe ein eingetragener Verein, also steuerlich begünstigt, der in der Hans-Böckler-Straße 39 in Düsseldorf ansässig ist.
In der selben Straße, ja im selben Haus, ist das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die Hans-Böckler-Stiftung ansässig.
Ja zufällig findet der Wanderzirkus „Flüchtlingsfeindliche Äußerungen in Betrieb und Gesellschaft“ immer und ausschließlich in Gliederungen des DGB statt, beim DGB in Nordrhein-Westfalen oder beim DGB Südwestsachsen in Zwickau.

money-laundering-exampleDie Kette der Finanztransaktionen läuft somit vom Steuerzahler über das Propaganda-Ministerium, das wohl eigens dazu gegründet wurde, Steuergelder zu verschwenden, über eine eigens vom DGB gegründete Zweckgesellschaft, die als eingetragener Verein steuerlich begünstig und von jeder sinnvollen Rechnungslegungspflicht befreit ist, in die Taschen der gelben Hand, bei der das Geld genutzt wird, um den Kampf gegen die flüchtlingsfeindlichen Äußerungen zum Kampf gegen die AfD umzufunktionieren.

Ein SPD-geführtes Ministerium finanziert also mit Steuermitteln den politischen Kampf gegen die AfD. Das nennt man Korruption. Und das System der Geldverteilung, das dazu genutzt wird, trägt alle Merkmale eines Systems der Geldwäsche, bei dem ungenannte Höhen von Steuergeldern in ungezählte und ungenannte Taschen verteilt werden, natürlich im entsprechenden Ambiente des vier Sterne Hotels.

Von einer Bananenrepublik zu reden, verharmlost die Zustände der Selbstbedienung und der Vettern-/Basenwirtschaft, wie sie in Deutschland herrschen.

Juden, Radfahrer oder öffentlich finanzierte Aktivisten: Wer verschwendet Steuergelder?

Weiß jemand, warum es unter denen, die so gierig darauf sind, andere zum Guten zu bekehren, so viele gibt, die logische Fehler und Manipulationsversuche zu kultivieren versuchen?

„Juden und Radfahrer beherrschen die Welt“, so lautet der Titel eines angeblichen Lernplakates, das in 25.000 Exemplaren in A0 und A1 von 3 Welt Saar vertrieben werden soll. Die Erstellung des vermeintlichen Lernplakates hat das Saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie finanziert und somit ein Ministerium, das die unproduktive Vernichtung von Steuergeldern bereits im Namen führt. Wissenschaftlich verantwortlich für das angebliche Lernplakat ist eine Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel Leiterin des Fachgebietes Allgemeine Linguistik, TU Berlin.

Lernplakat-gegen-Antisemitismus_Aktion-3-Welt

Für eine Welt ohne Idioten

Frau Schwarz-Friesel ist, trotz des Doppelnamens, der die Identifikation erleichtert, nicht unbedingt als Kapazität auf dem Gebiet des Antisemitismus bekannt, wir denken dabei eher an Leute wie Wolfgang Benz oder Leon Poliakov, aber die wären, selbst wenn sie nicht, wie Poliakov bereits verstorben wären, sicher nicht bereit, ihren Namen mit einem Projekt in Verbindung zu bringen, das derart alle wissenschaftlichen Erkenntnisse und alle logischen Errungenschaften seit Aristoteles mit Füßen tritt.

Der Anspruch des Lernplakates liest sich wie folgt:

“Das Plakat wirft Schlaglichter auf diese alte wie aktuelle Verschwörungstheorie und regt an, die antisemitischen Schleichwege im eigenen Kopf zu erkennen. Es entstand im Rahmen eines Projektes der Aktion 3.Welt Saar, das vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert und von Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel (TU-Berlin) wissenschaftlich begleitet wurde. Das Plakat eignet sich für die (außer-) schulische Arbeit sowie für die politische Bildungsarbeit.“

Wie so oft, wenn Ideologie und Wirklichkeit aufeinander treffen, bleibt nichts, von dem so hehren Anspruch.

Kirche Staat NationEs beginnt damit, dass durchgehend Israel und Juden synonym gesetzt werden. Um es in der Sprache des Lernplakates auszudrücken: Wusstet Ihr schon, dass 17,5% der Einwohner Israels nicht dem jüdischen Glauben zuzurechnen sind, sondern dem Islam? Wusstet Ihr schon, dass 2% der Israelis Christen und 1,6% Drusen sind? Darüber hinaus leben viele Juden gar nicht in Israel, sondern in der Diaspora Frankreichs, Deutschlands und vor allem der USA: Was also soll die primitive Gleichsetzung von Israel und Judentum? Politikwissenschaftler im ersten Semester würden der Universität verwiesen, wüssten sie nicht zwischen Staat (Israel) und Religion (Judentum) zu unterscheiden. Im aufgeklärten 20. Jahrhundert gibt es an der TU Berlin eine Schwarz-Friesel, die den Unterschied nicht kennt. Erschreckend.

Derartige grobe Schnitzer leiten über zu einer Flut von logischen Fehlern, die man – wären sie intelligent angewendet, als Manipulationsversuche ansehen könnte – wären sie intelligent angewendet.

Hier eine willkürlich gezogene Stichprobe aus dem Lernplakat:

“Die Ablehnung von Juden mündet(e) in ihre Tötung. Dafür stehen zum Beispiel der Holocaust der Deutschen…)“.

Ob derartiger Unsinn dabei hilft, Antisemitismus zu bekämpfen? Wir zweifeln daran. Zunächst einmal: Es gibt auch Juden, die eines natürlichen Todes sterben sollen und keinerlei Erfahrung mit Ablehnung gemacht haben. Die Aussage oben ist somit ein Fehlschluss der Bejahung des Konsequens, und sie ist zudem ein Fehlschluss der Verneinung des Antezedens, denn nicht alle Juden, die Ablehnung erfahren, werden umgebracht. Zwei logische Fehler in einem Satz, das lässt massiv an der geistigen Verfassung der Verantwortlichen zweifeln.

Und weiter geht es:

“Man wird doch wohl noch Israel kritisieren dürfen. Darfst Du. Wir haben uns extra das OK der israelischen Regierung eingeholt. Aber warum ausgerechnet Israel-Kritik? Hast Du jemals etwas von Belgien-Kritik gehört oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen.“

Schon Schopenhauer hat in seinem kleinen Brevier über die „Kunst, Recht zu behalten“ auf den oben benutzen Sophismus hingewiesen. Was bei Schopenhauer noch eine Kunst war, ist auf dem Lernplakat zu einem plumpen Manipulationsversuch verkommen, der auf der Prämisse basiert, diejenigen, die das angebliche Lernplakat zur Kenntnis nehmen, seien so dumm wie diejenigen, die es erstellt haben.

AntiamerikanismusHaben die Ersteller jemals etwas von Kritik an Russland oder den USA, von Anti-Amerikanismus gehört? Wenn ja, warum versuchen sie dann zu suggerieren, Kritik an Israel wäre eine Ausnahmebehandlung, da kein anderes Land als Kollektiv einer Kritik ausgesetzt ist? Abermals muss man feststellen, dass derartige dumm dreiste Versuche, den Intellekt der Leser zu manipulieren und zu beleidigen, eher das Gegenteil dessen erreichen, was die Macher des angeblichen Lernplakates wollen. Dies um so mehr, als die Prämisse die hinter der Verächtlichmachung von Kritik als solcher und Kritik an den Handlungen Israels als Staat, also an den Handlungen der Israelischen Regierung, aber nicht an Juden, eine generelle Unterdrückung solcher Kritik ist. Wusstet Ihr schon, Ihr Macher des Lernplakates, dass ihr Euch damit in ein Boot mit Kim Jong-un setzt, dem Herrscher in Nordkorea, der Kritik an seiner Regierung ebenfalls nicht duldet?

Ein ideologisches Intermezzo, wo wir gerade bei zweierlei Maß waren:

“Sogar die UNO verurteilt Israel. Stimmt. Sie hat zwar einen guten Namen, ist aber nicht neutral. In vielen UN-Gremien dominieren Staaten, die gegen Israel sind. Schon seltsam, wenn ausgerechnet Iran und Nordkorea im UN-Menschenrechtsrat Resolutionen gegen Israel verabschieden“.

Von 2006 bis 2015 ist Israel 61 Mal wegen Verletzung der Menschenrechte durch den UN-Menschenrechtsrat verurteilt worden. Kein einziges Mal war Nordkorea beteiligt, denn Nordkorea sitzt nicht im UN-Menschenrechtsrat. Vielmehr ist Nordkorea von 2006 bis 2015 selbst in 8 Fällen Gegenstand einer Resolution des nämlichen Rates gewesen und somit wegen Menschenrechtsverletzungen abgemahnt worden. Auch der Iran ist nicht Mitglied im UN-Menschenrechtsrat, seinerseits aber vier Mal am Ende entsprechender Resolutionen gewesen. Das Lernplakat verbreitet hier also die Unwahrheit. Warum hier explizite Lügen verbreitet werden, kann man nur vermuten. Dass ein Ministerium Steuergelder aufwendet, um Lügen zu finanzieren, sollte indes in einem demokratischen Staat Gegenstand entsprechender Anfragen der politischen Opposition und vielleicht auch entsprechender Ermittlungen des Landesrechnungshofes oder der Staatsanwaltschaft sein.

Und schließlich, das, worum es eigentlich geht:

“Israel boykottieren“. Klingt nach engagiertem Verbraucherverhalten. Ist aber eine dreckige Sache. Die Nazis warum ehrlicher und nannten es: „Kauf nicht bei Juden“.

Das kann man nur als dreckigen Versuch der Verhaltensbeeinflussung bezeichnen. Einmal davon abgesehen, dass es weder Schwarz-Friesel noch die Aktion 3 Welt Saar noch das Ministerium für die Verschwendung von Steuergeldern im Saarland auch nur das Geringste angeht, aus welchen Gründen Verbraucher Produkte aus Israel kaufen oder nicht kaufen, den Boykott israelischer Produkte mit dem Aufruf „Kauf nicht bei Juden“ in Zusammenhang zu bringen, erfüllt vermutlich den Tatbestand der Volksverhetzung, denn damit werden diejenigen, die aus guten Gründen einen solchen Boykott als individuelle Verbraucher ausüben, nicht nur verunglimpft und zu Nazis stilisiert, sie werden auch in ihrer Menschenwürde und ihrer Freiheit, eigenverantwortliche Handlungen auszuführen, beeinträchtigt und alles mit finanzieller Unterstützung des Saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Und einmal mehr unter Gleichsetzung des Staates Israel mit der Religion des Judentums.

Und natürlich ist der volksverhetzende Unsinn ein Fehlschluss der Bejahung des Konsequens gepaart mit dem Versuch, durch die Vorgabe falscher Alternativen einen gewünschten Effekt bei denen, die damit traktiert werden, zu erreichen.

Was man vom Lernplakat also lernen kann ist, dass dessen Macher keine Ahnung von den wissenschaftlichen Konzepten haben, mit denen sie hantieren, dass sie bar jeder Kenntnis der Logik sind, und sie einzig ihr Bemühen auszeichnet, Propaganda zu machen und ihre Leser zu täuschen und zu belügen. Allein die falsche Behauptung, der Iran und Nordkorea würden im UM-Menschenrechtsrat gegen Israel stimmen und der Versuch, den Menschenrechtsrat dadurch verächtlich zu machen, sollte ausreichend sein, um den verantwortlichen Minister im Saarländischen Ministerium zum Rücktritt zu bewegen, und dazu führen, die 25.000 Plakate einzustampfen. In einer Demokratie wäre dieser Versuch, Menschen zu belügen und zu betrügen, dafür jedenfalls ausreichend.

Die Saarländer haben das mit ihren Steuergeldern finanziert.
Wieder gut, kein Saarländer zu sein.


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Ferndiagnostischer Wutakademikertherapeut beleidigt Politiker

Wir haben uns schon gefragt, wo die Wutakademiker bleiben, die den BREXIT nutzen, um sich in akademisierter Beleidigung zu üben. Das Warten ist vorbei. Hans-Jürgen Wirth, Professor für Sozialspychologie an der Universität Frankfurt hat sich erleichtert: Im Cicero und als „Psychoanalytiker“ (Was ein Psychoanalytiker auf einem ordentlichen Lehrstuhl für Sozialpsychologie zu suchen hat, ist eine Frage, die wohl nur die Verantwortlichen der Universität Frankfurt beantworten können).

Karl Raimund Popper hat den größten Teil seines philosophischen Lebens der Aufgabe gewidmet, Wissenschaft von Humbug oder Metaphysik, wie er es genannt hat, zu trennen. Das war Popper unter anderem deshalb ein Anliegen, weil er Scharlatanen wie Hegel, die sich als Wissenschaftler ausgeben, und aufgeblasene Sätze voller heißer Luft als solche verkaufen, das Handwerk legen wollte.

Popper GrundproblemeDie Hauptunterschiede zwischen einem Wissenschaftler und einem Scharlatan, der vorgibt, Wissenschaftler zu sein, lassen sich wie folgt zusammenstellen: Ein Wissenschaftler hat ein Erkenntnisinteresse. Er will ein empirisches Faktum erklären. Ein Scharlatan will nichts erklären, er hat auch kein Erkenntnisinteresse, er hat ein Indoktrinations-, Manipulations- je nach psychologischer Befindlichkeit auch ein Selbstdarstellungsinteresse.

Ein Wissenschaftler beginnt mit der Beschreibung des Faktums, das er erklären will, dem Explanandum. Ein Scharlatan beginnt mit der Bewertung dessen, was er vermeintlich wissenschaftliche bearbeiten will.

Ein Wissenschaftler ist bemüht, die Erklärung seines Phänomens nicht nur aus einer Theorie abzuleiten, sondern auch an den vorhandenen Fakten und unabhängig von Explanandum zu prüfen. Ein Scharlatan ist nicht darum bemüht, etwas zu prüfen. Sein Ansinnen ist es, seine Überzeugung als richtig darzustellen. Entsprechend scheut ein Scharlatan empirische Fakten und ersetzt jeden Bezug zur Empirie mit Behauptungen und Bewertungen, die seiner Überzeugung entsprechen.

Ein Wissenschaftler nimmt Kontakt mit der Außenwelt, mit der Realität auf und ist jederzeit bereit, seine Erklärung zu falsifizieren, also zu verwerfen, wenn sie nicht mit den Fakten übereinstimmt. Ein Scharlatan ist bemüht, seine Behauptungen gegen jede Kritik und von der Empirie abzuschirmen.

Ein Wissenschaftler wird andere Wissenschaftler mit den Ergebnissen ihrer Forschung insofern zitieren, als sie entweder seine Ergebnisse durch ihre Ergebnisse bestätigen oder seine Ergebnisse widerlegen, was letztlich die Erklärung notwendig macht, warum unterschiedliche Wissenschaftler zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind. Ein Scharlatan wird die Ergebnisse oder Aussagen von Wissenschaftlern auszugsweise und so benutzen, das sie als Stütze für seine Überzeugung angesehen werden können oder er wird sie schlicht dazu benutzen, sich in ihrem Namen zu sonnen, um für sich über ihre Gesellschaft reklamieren zu können, auch ein Wissenschaftler zu sein.

Soweit die Beschreibung dessen, was Popper als Lösung auf sein Abgrenzungsproblem bereitgestellt hat: Die Kriterien, die Wissenschaft von Scharlatanerie trennen.

Es gibt also Wissenschaftler, Scharlatane, es gibt Wutakademiker und es gibt Hans-Jürgen Wirth, der im Cicero als „Psychoanalytiker“ bezeichnet und dann als „Professor für Sozialpsychologie“ verkauft wird. Wirth schreibt einen Text über David Cameron und Boris Johnson, und er tut dies unter der Überschrift „Zwei extreme Fälle von Narzissmus“.

Der Beginn des Textes ist eine einzige Aneinanderreihung von Beleidigungen, damit die Leser auch gleich sehen, wer die Bösen sind und den psychotherapeutischen Sozialpsychologenprofessor als Vertreter des Guten erkennen:

evil-gnome“Englische Politiker“ [also keine Waliser oder Schotten oder Nordiren] gefielen sich, so Wirth, schon seit Jahrzehnten [was die Frage nach dem Beobachtungszeitraum, Wirths Alter und nach der Wahrscheinlichkeit von Senilität aufwirft] darin „Stimmung gegen die Europäische Union zu machen“ [Unverzeihlich, wo die Europäische Union doch sakrosankt ist]. „Cameron“, so schreibt er weiter, „war ganz groß darin, Ressentiments gegen ‚die Eurokraten in Brüssel‘“ zu schüren“ [Noch ein Sakrileg, das von einem Europäische-Union-Gläubigen, wie Wirth, der jede Häresie an seinem Heiligtum mit dem Feuerschwert verfolgt, nicht hingenommen wird. Entsprechend dreht er jetzt richtig auf und lässt seinem Fundus an Beleidigungen und Derogationen freie Lauf:]

Cameron nutze die „selbst angefachte EU-Feindlichkeit“ um bei der EU „in erpresserischer Manier Sonderbedingungen … herauszuschlagen“, betreibe „ein zynisches Spiel“, obwohl er selbst, also Cameron, nicht an die „boshaften Schmähungen“ glaubte … Er [Cameron] gebe sich „der narzisstischen Illusion hin, seine Landsleute würden seine taktischen Winkelzüge mitmachen … Aber zu diesem Zeitpunkt war der giftige Geist des Ressentiments schon aus der Flasche“.

Wir fassen zusammen: Cameron ist ein zynischer Erpresser, der mit taktischen Winkelzügen versucht, seine Landsleute zu manipulieren, und zwar mit Dingen, an die er selbst nicht glaubt. Dazu spielt er mit dem Gift des Ressentiments. Der psychotherapeutische Sozialpsychologieprofessor, ein gedankenlesender Rächer der geschändeten EU. Ob Wirth studentische Arbeiten auf Grundlage dessen, was die Studenten geschrieben haben oder auf Grundlage dessen, was er glaubt, was seine Studenten glauben, beurteilt, ist eine spannende Frage, der wir hier leider nicht nachgehen können, aber jetzt kommt Wirth zu Boris Johnson:

Johnson sei der „schillernde Narzisst, dem jedes Mittel recht ist, wenn es nur seinen ehrgeizigen Zielen und seinem Machtstreben dient und sein Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, befriedigt. Chamäleonartig wandelte er sich vom leutseligen … Bürgermeister Londons zum manipulativen Demagogen, der ganz offen Ressentiments und Hass sät, gegen besseres Wissen Lügen verbreitet, Unsicherheit und paranoide Ängste“. Dazu bediene sich Johnson, wie Wirth wohl abermals durch Einsichtnahme in dessen Gedankengänge weiß, der „maßlosen Übertreibung“, verbreite „Unwahrheiten“, „reine Erfindungen“ und tue dies alles aus seiner „Lust, Krawall und Chaos zu veranstalten und sich damit in den Mittelpunkt zu stellen. Er spielt noch immer den Klassenclown, der scheinbar keine Angst davor hat, dass man auch über ihn lacht, dessen Ziel aber darin besteht, andere zum Opfer von Spott, Hohn und Häme zu machen“.

Soweit die Abrechnung Wirths mit Johnson, von der man annehmen muss, dass Wirth diese Abrechung vornimmt, weil ihm das „Gift des Ressentiments“ zu Kopfe gestiegen ist und dort alle Achtung vor einer demokratischen Entscheidung und alle Fähigkeit, Anstand und Haltung zu bewahren, zerstört hat. Entsprechend gefällt sich Wirth darin, Stimmung für die Europäische Union zu machen und Ressentiments gegen Cameron, Johnson und weiter unten in seinem Text, gegen so ziemlich jeden Einwohner des Vereinigten Königreiches zu schüren. Auch vor boshaften Schmähungen, mit denen er Johnson z.B. zum Klassenclown erklärt, schreckt Wirth nicht zurück. Er gibt sich vielmehr der narzisstischen Illusion hin, keiner seiner Leser würde ihn als den „Typus des schillernden Narzissten“ durchschauen, „dem jedes Mittel recht ist“, wenn er es nur in die Medien schafft und sein Konterfei an öffentlicher Stelle zu sehen ist. Dann versucht sich Wirth als „manipulativer Demagoge“, der aufgrund seiner „Lust, Krawall und Chaos zu verbreiten und sich damit in den Mittelpunkt zu stellen“, zum Wutakademiker degeneriert, dessen einziges Ziel darin besteht „andere zum Opfer von Spott, Hohn und Häme“ zu machen.

Man sieht, warum sich Wirth nicht zum Wissenschaftler eignet. Er ist nicht in der Lage, Inhalte anzubieten, die man nicht in gleicher Weise auf ihn anwenden könnte. Er zeichnet sich somit durch dieselbe inhaltliche Leere, das selbe bedeutungslose Geschwätz aus, das die Scharlatane in der Wissenschaft auszeichnet, die vorgeben, sie hätten etwas Gelehrtes zu sagen und doch nichts anderes von sich zu geben wissen, als Bewertungen, Schmähungen, im besten Fall Trivialitäten und Belanglosigkeiten. Wie armselig das, was Wirth anzubieten hat, ist, zeigt sich nicht nur darin, dass er keinerlei Argument vorzuweisen hat, warum die Behauptungen, die er aufstellt, zutreffen sollen. Alles, was er anzubieten hat, sind Beleidigungen: Kritik an der EU, wird bei ihm zum „Stimmung gegen die EU Machen“, was allein schon sein gestörtes Verhältnis zur Realität ausweist. Menschen, die Kritik an der EU üben, Häretiker aus seiner Couchsicht, sie werden zu boshaften und verschlagenen Demagogen. Früher brachte man diejenigen, die am Status Quo kratzten, mit Dämonen in Verbindung. Die Analogie mit der Ikonographie des katholischen Mittelalters bei Wirth, sie ist sicher kein Zufall.

Diese Armseligkeit und Hilflosigkeit dessen, dem man sein Heiligtum besudelt hat, denn dass jemand die EU nicht anbeten könnte, das ist Wirth schlicht nicht nachvollziehbar, sie werden besonders im Abschnitt deutlich, der mit „Brexit zutiefst irrational“ überschrieben ist.

Der Brexit sei zutiefst irrational, so liest man. „Er dient weder dem Wohl Großbritanniens, noch dem der Europäischen Union … Den Brexit leichtfertig in Kauf zu nehmen, war destruktiv und selbstdestruktiv zugleich und damit Kennzeichen eines krankhaften Narzissmus. Auf absehbare Zeit werden alle Beteiligten unter dem Brexit und seinen Folgen wirtschaftlich zu leiden haben.“ Man hat den Eindruck, einem Prediger zuzuhören, der sich gegen eine neue Religion ereifert. Denn der Übertritt zum Protestantismus, er ist zutiefst irrational und mit allen nur denkbaren Nachteilen und schrecklichen Konsequenzen verbunden. Protestant zu werden, das ist destruktiv und selbstdestruktiv. Es schadet dem Konvertiten, den Protestanten und der katholischen Kirche, und deshalb ist es Kennzeichen eines krankhaften Narzissmus. Konvertiten werden auf absehbare Zeit unter den Folgen ihrer Handlung zu leiden haben.

Und so weiter und so fort.

Was hier fehlt, ist leicht benennbar: Der Beleg. Die Empirie. Die Begründung. Wie immer, wenn sich religiöse Menschen in Rage reden, wird dabei deutlich, dass sie nur negative Konsequenzen an die Ausgangstür von ihrem Himmel schreiben können, aber keinerlei konkretes Faktum anzugeben wissen: Was passiert? Warum passiert es? Auf Grundlage von welchen empirischen Belegen kann behauptet werden, dass das, was passieren soll, passieren wird? Leute wie Wirth, sie leben davon, viel Schreckliches an die Wand zu malen und jeden Bezug zur Wirklichkeit zu vermeiden (Das nennen die Briten „project fear“). Haben sie erst einmal das Schreckliche aus den Windungen der eigenen Phantasie geholt, dann kann man anderen unterstellen, sie würden das, was doch Ausgeburt der eigenen Phantasie ist, in Kauf nehmen und deshalb seien sie Narzissten.

„Herr Wirth“, so kann man in Abwandlung eines Zitats von René König nur sagen, „das ist keine Wissenschaft“. Es ist nicht einmal entfernt Wissenschaft. Es ist bestenfalls die öffentliche Ausbreitung und versuchte Verarbeitung der eigenen Dissonanzen, die daraus entstanden sind, dass das Wirthsche Heiligtum „EU“ von den Briten schlicht abgewählt wurde. Wo kommen wir hin, wenn Götter oder gottgleiche Institutionen einfach abgewählt werden können?

In die Freiheit!

Wirth gebraucht in seinem Text Max Weber und dessen Vortrag „Politik als Beruf“ als Verbündeten, denn Max Weber hat darauf hingewiesen, dass die Eitelkeit eine Berufskrankheit von Politikern ist. Die Verbindung zwischen Webers Aussage und seinen eigenen Einlassungen bleibt Wirth zwar schuldig, wir wollen seine Hingabe zu Max Weber jedoch zum Anlass nehmen, um auf einen zweiten Vortrag zu sprechen zu kommen, den Weber gehalten hat. Dieser Vortrag trägt den Titel „Wissenschaft als Beruf“ und ist unter Ideologen beileibe nicht so beliebt, wie der von Wirth genannte. In Wissenschaft als Beruf beschäftigt sich Weber nicht nur mit wissenschaftlicher Lauterkeit, Aufrichtigkeit und der wissenschaftlichen Methode, er beschäftigt sich auch mit dem Werturteil in der Wissenschaft. Dazu hat er Folgendes zu sagen:

Wissenschaft als Beruf“Dem Propheten wie dem Demagogen ist gesagt: ‚Gehe hinaus auf die Gassen und rede öffentlich.‘ da, heißt das, wo Kritik möglich ist. Im Hörsaal, wo man seinen Zuhörern gegenübersitzt, haben sie zu schweigen und der Lehrer zu reden [Die Analogie zum Psychotherapeuten auf dem Sozialpsychologie-Lehrstuhl, der sich in einer schriftlichen Vorlesung an die richtet, die ihn studieren wollen, drängt sich auf.], und ich halte es für unverantwortlich, diesen Umstand …, dass dort niemand zugegen ist, der diesem mit Kritik entgegentritt, auszunützen, um den Hörern nicht, wie es seine Aufgabe ist, mit seinen Kenntnissen und wissenschaftlichen Erfahrungen nützlich zu sein, sondern sie zu stempeln nach seiner persönlichen politischen Anschauung. Es ist gewiss möglich, dass es dem einzelnen nur ungenügend gelingt, seine subjektive Sympathie auszuschalten. Dann setzt er sich der schärfsten Kritik vor dem Forum seines Gewissens aus [Sofern er ein Gewissen hat.]. Und es beweist nichts, denn auch andere, rein tatsächliche Irrtümer sind möglich und beweisen doch nichts gegen die Pflicht: die Wahrheit zu suchen. Auch und gerade im rein wissenschaftlichen Interesse lehne ich es ab. Ich erbiete mich, an den Werken unserer Historiker den Nachweis zu führen, dass, wo immer der Mann der Wissenschaft mit seinem eigenen Werturteil kommt, dass volle Verstehen der Tatsachen aufhört“ (Weber, 1994: 15).


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Die nächste Lüge fällt: Weder Hass- noch Rassismuswelle nach dem Brexit

Die deutschen Qualitäts- oder waren es doch eher Lügenmedien in Hochform:

Die Welt: Aggression nach dem BREXIT. Rassismus-Welle in Großbritannien

Handelsblatt: Rassismus-Welle in Großbritannien: Der Hass nach dem BREXIT

Focus: Nach dem BREXIT: Rassismus-Welle überspült Großbritannien

Neues Deutschland: Mit dem BREXIT kommt der Rassismus

Deutsche Welle: Der Hass nach dem BREXIT

Ze.tt Nach dem Referendum nehmen rassistische Vorfälle in Großbritannien zu.

Die Meldung, die in die Köpfe der Leser gehämmert werden soll, ist deutlich: Der BREXIT geht auf eine nationalistische, chauvinistische und rassistische Kampagne zurück, die von entsprechenden Nationalisten und Rassisten losgetreten wurde und jetzt machen Briten Jagd auf Polen, wie die Morgenpost titel. Die Saat der Hetze, so frohlockt die hetzende Zeitung, sie geht in Großbritannien auf, denn der BREXIT, er ist das Ergebnis von Hetze.

Dabei folgen alle Berichte dem selben Muster. Ein Einzelfall wird berichtet und auf Großbritannien übertragen. Die Inderin am Postschalter (es gibt im UK kaum mehr „Postschalter“) sie ist ein beliebtes Opfer deutscher Medien, sie steht stellvertretend für den Hass im Land, in dem Jagd auf Polen gemacht wird, wie die Morgenpost behauptet. Außer ein paar Anekdoten haben alle Berichte jedoch überhaupt nichts zu bieten. Da wird in einem Supermarkt angeblich jemand angeschrien und ein elfjähriger Junge hat Angst. Die Beleg dafür, dass ganz Großbritannien in einem Meer von Hass und Rassismus versinkt, sie sind mehr als dürftig.

Und einmal mehr und wie so oft, wenn die Medien Kampagnen starten, um die Verderbtheit derer, gegen die sich ihre Kampagnen richten, zu zeigen, stellen sich die Kampagnen bei genauerem Hinsehen, als Lügenkampagnen heraus. Spätestens seit das National Police Chefs‘ Council die folgende Pressemeldung veröffentlich hat, ist die Kampagne als Lügenkampagne entlarvt:

The vast majority of people are continuing to go about their lives in safety and security and there have been no major spikes in tensions reported but we are monitoring an increase in reports to our online reporting website.

Die Realität des Vereinigten Königreiches, sie weicht erheblich von dem ab, was deutsche Medien behaupten: Keine Hass- und Rassismuswelle, keine Hetzjagden auf Polen, lediglich eine Zunahme der Meldungen über eine Online-Seite. Ob die Meldungen auch tatsächliche Kriminalität darstellen, das weiß derzeit niemand. Was man weiß ist, dass die Zunahme von Meldungen über Online-Seiten nach nationalen Ereignissen normal ist:

“However, we are seeing an increase in reports of hate crime incidents to True Vision, the police online hate crime reporting site. This is similar to the trends following other major national or international events. In previous instances, crime levels returned to normal relatively quickly but we are monitoring the situation closely.

Und schließlich:

“There has been an of 57% increase in reporting to True Vision since Friday compared to this time last month (85 reports between Thursday 23 –Sunday 26 June compared with 54 reports the corresponding 4 days four weeks ago.) … This should not be read as a national increase in hate crime of 57% but an increase in reporting through one mechanism.”

Es gibt demnach keinerlei Anhaltspunkte, die es erlauben würden, von einer Welle des Hasses oder des Rassismus zu schreiben (und 85 Anzeigen über eine Webseite stellen kaum eine rassistische Welle dar). Entsprechende Berichte in den deutschen Medien basieren auf reiner Erfindung und der Phantasie derer, die sie zu verantworten haben, und entsprechend muss man fragen, welche kranken Gehirne Spaß daran haben können, sich Hass- und Rassismuswellen vorzustellen, die über ein Land „schwappen“, dessen Bürger es gewagt haben, die nationale Freiheit der europäischen Zwangsunion vorzuziehen.


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Datenfälscher? Süddeutsche verbreitet Rassismus

„Wer Ungleichwertigkeit zur eigenen Haltung macht oder gar zur Ideologie erhebt, lehnt die Grundlage der Demokratie ab, dass alle Menschen gleichwertig sind. … Je stärker Menschen eine Ideologie der Ungleichwertigkeit annehmen, desto stärker werten sie eine Reihe von schwachen Gruppen ab. … Rassismus … ist eine … Ideologie der Ungleichwertigkeit“.

Das Zitierte stammt aus einer Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung. Demnach ist, wer eine Ideologie der Ungleichwertigkeit vertritt, ein Feind der Demokratie und ein Rassist. Entsprechend dieser Definition, sind bei der Süddeutschen Zeitung Rassisten und Feinde der Demokratie beschäftigt, wie wir nun zeigen werden.

Alpen prawadaDer folgende Post ist das Ergebnis eines kurzen Mailwechsels mit dem Alten Mann aus dem gleichnamigen Block, in dem uns deutlich geworden ist, in welchem Ausmaß bei der Süddeutschen Zeitung versucht wird, mit falschen Behauptungen Stimmung zu machen (zu welchem Zweck auf immer) und die falschen Behauptungen auch noch mit Daten belegen zu wollen, die diesen Beleg nicht einmal im Entferntesten hergeben. Die Erkenntnis, dass bei der Süddeutschen Zeitung Daten nach Lust und Laune missbraucht werden, um Leser zu täuschen, ist dabei schnell der Einsicht gewichen, dass dort Menschen beschäftigt sind, die man nach der Definition der Amadeu-Antonio-Stiftung als Demokratiefeinde und Rassisten ansehen muss.

Paul Munzinger und Katharina Brunner sind für einen Beitrag verantwortlich, den man wohl nicht nur als den Tiefpunkt der Lauterkeit in der Süddeutschen Zeitung ansehen muss. In ihrem Beitrag sind Munzinger und Brunner bemüht, den BREXIT als Beispiel dafür aufzubauen, wie die ältere Generation der jüngeren Generation die Zukunft in der EU nimmt.

Einmal davon abgesehen, dass Munzinger und Brunner sich perfekt nach allen Definitionen, die man bei der Amadeu-Antonio-Stiftung findet, als Rassisten und Rechtsextremisten zu erkennen geben, da sie eine Ideologie der Ungleichwertigkeit vertreten, ist es schon erschrecken, wie offen in deutschen Zeitungen antidemokratisches Gedankengut wieder verbreitet werden kann. Wahlen, wir erinnern uns kurz, zeichnen sich dadurch aus, dass sie allgemein, gleich und frei sind: Jeder (ab 18 Jahre) hat das Recht an Wahlen teilzunehmen, jede Stimme ist gleich viel wert. Diese Grundsätze der Demokratie werfen Munzinger und Brunner über Bord, wenn es ihnen gerade in den Kram passt und behaupten, dass eine Stimme nicht gleich einer Stimme ist:

“Das Brexit-Referendum hat nun aber ein Ergebnis hervorgebracht, das über die normalen Härten des demokratischen Mehrheitsprinzips hinausgeht. Hätten nur die unter 50-Jährigen abgestimmt, wäre Großbritannien in der EUgeblieben. Unter den 18- bis 24-Jährigen haben sich am Donnerstag 75 Prozent dafür ausgesprochen, in der EU zu bleiben. Drei von vier jungen Briten hätten sich eine Zukunft in der Staatengemeinschaft gewünscht. Ein klares Votum, eine überwältigende Mehrheit.”

Von einer nicht normalen Härte kann man nur fabulieren, wenn man der Ansicht ist, dass die vielen Alten, die anders abgestimmt haben als die Jungen dies mit Stimmen getan haben, die den Stimmen der Jungen nicht gleichwertig sind. Damit outen sich Munzinger und Brunner als Rassisten, die der Ansicht sind, Alte und ihre Stimmen sind nicht so viel wert wie Junge und ihre Stimmen.

Um diesen Unsinn zu belegen, verwenden die Autoren Daten, die sie YouGov zuschreiben. Mehr erfährt man nicht über die entsprechenden Daten. Wo die Daten herkommen? Wann sie erhoben wurden? Wie sie erhoben wurden? Munzinger und Brunner verraten es nicht. Vielmehr erwecken sie in ihrem Beitrag wohl mit Absicht den Eindruck, die Daten seien im Zuge der Abstimmung am 23. Juni 2016 im Vereinigten Königreich gewonnen worden, entsprächen also dem tatsächlichen Geschehen.Dass sie ihre Leser absichtlich darüber im Unklaren lassen, dass es sich bei den präsentierten Daten um die Ergebnisse einer YouGov-Umfrage und eben nicht um Daten des Referendums handelt, wird an ihrem sprachlichen Duktus überdeutlich, in dem klare Aussagen getroffen werden: „Briten jenseits der 50 haben sich mehrheitlich für den Brexit entschieden“. „Hätten nur die unter 50-jährigen abgestimmt, wäre Großbritannien in der EU geblieben“.

Das sind eindeutige Aussagen, die man nur treffen kann, wenn man verlässliche Daten hat. Aber Munzinger und Brunner haben keine verlässlichen Daten. Sie täuschen ihre Leser absichtlich oder fahrlässig darüber, dass ihre Aussagen lediglich auf einer Befragung basieren, noch dazu auf einer Befragung, die nicht einmal annähernd an die Realität heranreicht. Um dies zu sehen, genügt ein Blick auf die folgende Abbildung:

SZ_faelschung

Die SZ steht nicht mehr vor dem intellektuellen Zerfall…

Angeblich haben 10% der 18 bis 24jährigen, 7% der 25 bis 49jährigen, 5% der 50 bis 64jährigen und 2% der über 65jährigen nicht am britischen Referendum teilgenommen (Kategorie „nicht gewählt“).

An ihren Lügen sollt Ihr sie erkennen.

Die Wahlbeteiligung am Referendum über den BREXIT muss, wenn die Daten, die Munzinger und Brunner präsentieren das wären, was sie vorgeben, bei mindestens 92% gelegen haben. Tatsächlich betrug die Wahlbeteiligung 72,2%. Die beiden Redakteure der Süddeutschen Zeitung versuchen also ihre Leser zu täuschen. Sie versuchen ihre Leser darüber zu täuschen, dass die von ihnen präsentierten Daten nicht auf Grundlage des Referendums gewonnen wurden, sondern einer Befragung entstammen, von der wir nur wissen, dass sie die Wahlbeteiligung um rund 20% zu hoch eingeschätzt hat, was einer Fehlerquote von 20% entspricht und somit weit mehr als den 5%, die noch als vertretbar angesehen werden. Wir wissen zudem, aus seriösen Quellen, dass die Wahlbeteiligung bei 18 bis 24jährigen gerade einmal 36% betragen hat, so dass letztlich tatsächlich mehr Alte als Junge für Remain gestimmt haben. Auch der gesellschaftliche Graben zwischen Alten und Jungen, den Munzinger und Brunner konstruieren wollen, vermutlich um Unfrieden in Gesellschaften zu schaffen, die immer älter werden, denn: „Die Älteren haben somit über die Zukunft der Jungen bestimmt – ein Phänomen, das in allen überalterten Gesellschaften zum Problem werden kann“, ist schlicht nicht vorhanden.

Munzinger und Brunner haben offensichtlich ein Interesse daran, nicht nur rassistische Inhalte dergestalt, dass Stimmen nicht mehr gleich viel wert sind, an ihre Leser weiterzugeben, sie haben auch ein Interesse daran, mit falschen Behauptungen, wie der, dass mehr Junge als Alte für Remain gestimmt hätten, Unfrieden oder Hass zwischen Generationen zu schüren. Nach allen Maßstäben, die an so genannte Hate Speech angelegt werden, ist der Beitrag von Munzinger und Brunner ein Fall für Heiko Maas und seine Task Force, die gegen Hate Speech vorgehen will.

Bis Maas tätig wird, muss man wohl eine Warnung am Mantel der Süddeutschen anbringen: Warnung: Die Süddeutsche Zeitung verbreitet rassistische Inhalte. Das Lesen der Süddeutschen Zeitung kann sie um den Verstand bringen.

Nachtrag:

Auch die Behauptung „Hätten nur unter 50jährige abgestimmt, wäre Großbritannien in der EU geblieben“ ist falsch. Von den 45 bis 54jährigen haben nämlich 56% für Leave gestimmt. Die Lügen und Fehler im Beitrag von Munzinger und Brunner zeigen nicht nur, was passiert, wenn statistische Illiteraten mit Daten kämpfen, sie zeigen auch was passiert, wenn Vertreter einer Ideologie des Kollektivismus auf die Menschheit losgelassen werden: Plötzlich sind alle gleich. Eben noch haben 73% der Jungen für Remain gestimmt, jetzt sind es schon die Jungen. Kollektivisten wie Munzinger und Brunner sind nicht in der Lage individuelle Unterschiede in Rechnung zu stellen, was noch ein Beleg dafür ist, dass sie dem Rassismus zugeneigt sind, denn auch Rassisten sehen nur einheitliche Gruppen, Gruppen von Syrern oder Gruppen von Polen, Russen oder Chinesen und keinerlei Unterschiede zwischen den Mitgliedern der entsprechenden Gruppen.


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