Energiewende-Irrsinn: 1300 Euro pro Mwh, damit Frankreich deutschen überproduzierten Strom abnimmt…

Immer wenn der Wind weht und die Sonne scheint, und immer, wenn Wind und Sonne an Tagen vorhanden sind, an denen die Nachfrage nach Strom vergleichweise gering ist, weil man z.B. nicht zuhause ist, weil Großabnehmer der Industrie Ferien haben, Unternehmen als Kunden in weiten Teilen ausfallen, wegen Feiertag oder Ferien, gibt es in Deutschland viel zu viel Strom. Die Klimawandel-Besessenen werden es bejubeln und darauf verweisen, dass Sonne und Wind den Strombedarf Deutschlands decken können. Die mit rudimentärem Verstand, werden sich – angesichts des Wahnsinns, der sich vor ihren Augen abspielt, wohl zurück in eine Zeit wünschen, die nicht so ideologisch verblödet war, wie die heutige, wahlweise die 1980er Jahre …

Denn die ÜBERPRODUKTION an Solar- und Windenergie, wie sie z.B. heute stattgefunden hat, die schlägt sich an der EPEX, der europäischen Energiebörse im Intraday-Handel wie folgt nieder:

Um 12.45 Uhr am heutigen Freitag, dem ersten Mai musste in Deutschland zu viel erzeugter Strom mit bis zu 1.299,99 Euro pro Mwh bezuschusst werden, damit er an der Strombörse „verkauft“ und das Stromnetz vor dem Zusammenbruch bewahrt werden konnte. Im Durchschnitt 420.55 Euro waren notwendig, um den zuviel vorhandenen Strom loszuwerden.

Im Stromnetz muss das Angebot in einem engen Toleranzbereich der Nachfrage entsprechen. Weichen beide zu sehr voneinander ab, ist ein Blackout die Folge. Indes: Die Erzeuger von Strom per Wind oder Solar, die schalten ihre Anlagen natürlich nicht ab, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, mit der Ausnahme großer Betreiber, die fürstlich dafür entlohnt werden, das zu tun. Der zu viel produzierte Strom muss entsprechend entsorgt werden, was dazu führt, dass auf der einen Seite die im EEG garantierten Mindestabnahmepreise von rund 73 €/Mwh an die Betreiber gezahlt werden und auf der anderen Seite rund 1.300 €/Mwh an Franzosen oder Belgier, damit sie den überschüssig produzierten Strom abnehmen.

Auf so ein Geschäftmodell können nur Irre kommen: Sie bezahlen Erzeuger, um Strom zu erzeugen, der nicht gebraucht wird und bezahlen Abnehmer des zu viel erzeugten Stroms, um den Strom, der nicht gebraucht wird, das eigene Stromnetz aber in Gefahr eines Blackout bringt, loszuwerden.

Wundern Sie sich auch darüber, wie brav und lammfromm deutsche Steuerzahler dabei zusehen, wie eine ruchlose Klasse von Energiewende-Profiteure sie auf diese derbe und offen betriebene Weise ausnimmt?


 

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1 Comment

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  1. 1
    W. Bähring

    Zitat:“Der zu viel produzierte Strom muss entsprechend entsorgt werden, was dazu führt, dass auf der einen Seite die im EEG garantierten Mindestabnahmepreise von rund 73 €/Mwh an die Betreiber gezahlt werden und auf der anderen Seite rund 1.300 €/Mwh an Franzosen oder Belgier, damit sie den überschüssig produzierten Strom abnehmen“.
    Ich habe es schon mehrmals gepostet:
    Ich bin auf den Tag gespannt, wo die gründeutschen Energiewende-Fanatiker ihren „zu viel produzierten Strom“ nicht mehr ins europäische Ausland entsorgen KÖNNEN, weil ALLE deutschen Nachbarn dem gründeutschen Energiewende-Vorbild gefolgt sind (das sollen sie doch, oder etwa doch nicht?) und ebenfalls schon zu viel eigenproduzierten grünen Strom haben (Stichworte: Großwetterlage, Hellbrise).
    Die KÖNNEN dann den überschüssig produzierten gründeutschen Strom schon rein physikalisch gar nicht mehr abnehmen, ohne selbst vorher umfangreichste Redisptach-Maßnahmen in ihrer eigenen Netzinfrastruktur vorzunehmen, die aber zu einer massiven Instabilität führen können (wenn z. B. die abgenommene grüne „Strom-Menge“ plötzlich auch nur kurzzeitig einbricht).
    Auf solches Harakiri lassen sich in ihrem, zumindest technisch –physikalischen Unwissen, nur praxisfremde, grüne Ideologen ein.

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