Die AfD, unter anderem die Landesverbände in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, hat sich mit einem Vorschlag an die Öffentlichkeit gewendet, der Linke schon deshalb verschrecken muss, weil er ein origineller Vorschlag ist.
Die AfD will Schulpflicht einschränken, und eine Bildungspflicht von der Schulpflicht trennen. Im Wesentlichen läuft das darauf hinaus, Bildung verpflichtend zu machen, den ORT, an dem der Bildungspflicht nachgekommen wird, aber Eltern anheim zu stellen. Eine gute Idee wenn man bedenkt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und Schulen durch heimgeschulte, in von Eltern organisierten Lerngruppen gelehrte Kinder unter Druck gesetzt werden, sich wieder mehr auf Bildung und weniger auf die Anhäufung bildungsferner Inhalte in Curricula zu konzentrieren.
Die Reaktionen auf diesen Vorschlag, der eine heilige Kuh der Linken zum Gegenstand hat, haben nicht lange auf sich warten lassen:
Heimunterricht würde es Eltern ermöglichen, ihre Kinder nach den eigenen Vorstellungen zu unterrichten, so liest man und staunt. Offenkundig ist Eltern, wenn es um die Bildung ihrer Kinder geht, nicht zu trauen. Eine Ansicht, die ein bezeichnendes Bild auf das Ausmaß an staatlicher Indoktrination, das in Schulen normal ist, wirft und nur vor dem Hintergrund einer „gleichgeschalteten Schulbildung“ einen Sinn ergibt:
„Anja Bensinger-Stolze verantwortet bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Bereich Schule. Sie sagt, es sei das Ziel der AfD, die Demokratie insgesamt zu schwächen und auszuhebeln. „Wenn man die Kinder der schulischen Bildung entzieht, dann kann man natürlich ganz anders seine eigenen rassistischen Ideen unterbringen. Wir wissen auch gar nicht, wie sie sich das weiter vorstellen. Im Moment sprechen sie von Homeschooling, aber am Ende wollen sie vielleicht eigene Schulen bauen.““ Quelle
Dummheit ist Funktionär geworden, so muss man wohl feststellen, angesichts der Tatsache, dass das einzige, was Bensinger-Stolze im Bezug auf Heimbeschulung einfällt, die Möglichkeit rassistischer Indoktrination ist, was die Prämisse voraussetzt, dass Schule mit anti-rassistischer Indoktrination bzw. genereller Indoktrination befasst ist, und dafür hat Schule überhaupt keine demokratische Legitimation.
SPD, Grüne, Linke und Bildungsverbände kritisieren den Vorschlag, denn er führe „zu mehr Ungleichheit“ (noch mehr als zwischen Bayern und Bremen besteht? Ein durchschnittlicher Abiturient aus Bremen hat das Bildungsniveau eines guten Hauptschülers in Bayern), spalte die Gesellschaft (noch mehr als Schulen, die zu ethnischen Konfliktherden geworden sind?), fördere Parallelgesellschaften (ein Witz, wenn man bedenkt, dass Schulen Institutionen der prekären Mittelschicht sind, mit denen sie verhindern wollen, dass soziale Gruppen, die sie unter sich wähnen, insbesondere Jungen aus der Arbeiterschichr, über formale Bildung an ihren Kindern vorbeiziehen können). Schule diene nicht nur der Wissensvermittlung, sondern Demokratieerziehung, Sozialisation und Kindeswohl-Sicherung. Falls Sie es noch nicht wussten, dass Schulen zum Ort umfunktioniert wurden, an denen Kinder der Erziehungsgewalt von Eltern entzogen und ihren Eltern entfremdet werden sollen, dann haben Sie es nun schwarz auf weiss, nachzulesen hier und hier und hier und hier.
SciFi-Supt
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Besonders schön ist ein Beitrag auf Campact, dessen Autor den Eindruck erwecken will, die AfD wolle eine historische Kontinuität zerstören, die in der Weimarer Republik begonnen habe:
„Es besteht allgemeine Schulpflicht“, hieß es schon im Artikel 145 der Weimarer Verfassung von 1919. Ähnliches findet sich bis heute in allen Schulgesetzen der Bundesländer – auch in Sachsen-Anhalt. Dort möchte der Landesverband der AfD aber die Schulpflicht abschaffen. Warum?
In der Tat bestand in der Weimarer Republik eine Schulpflicht, die in den Artikeln 145 und 146 der Reichsverfassung verankert war:
„Es besteht allgemeine Schulpflicht. Ihrer Erfüllung dient grundsätzlich die Volksschule mit mindestens acht Schuljahren und die anschließende Fortbildungsschule bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahre. Der Unterricht und die Lernmittel in den Volksschulen und Fortbildungsschulen sind unentgeltlich.“
Wer sich ein wenig in Juristenjargon auskennt, der weiß, „grundsätzlich“ steht grundsätzlich für die Möglichkeit von Ausnahmen. Und in der Tat gab es diese Ausnahmen, und zwar in Preußen und Sachsen und anderen Ländern des Reiches, in denen Heimunterricht ERLAUBT war, in denen GENAU die Regelung in Kraft war, die die AfD heute umsetzen will. Der AfD ausgerechnet Artikel 145 der Weimarer Verfassung entgegenhalten zu wollen, das zeugt schon von einem Ausmaß an historischer Unbildung, das man nur in staatlichen Schulen zu erreichen im Stande ist.
Die Schulpflicht, die die Linken heute so heftig verteidigen, als vermeintliches Mittel der Herstellung von Gleichheit, das TATSÄCHLICH Ungleichheit in großem Stil zwischen sozialen Gruppen und zwischen Jungen und Mädchen schafft, diese Schulpflicht wurde von ihren Namensvettern, von den NationalSOZIALISTEN eingeführt.
Bernhard Rust, der damalige Reichsminister für Erziehung, Wissenschaft und Volksbildung hat die Schulpflicht im Reichsschulpflichtsgesetz, das zum 1. November 1938 in Kraft trat, durchgesetzt, es war seine Vorstellung davon, wie man Schule zu einem Instrument machen kann, das der Schaffung des neuen Menschen dient. Entsprechend heißt es im Gesetz, mit dem die NAZIS de facto die liberale Haltung aus der Weimarer Verfassung, die Heimbeschulung erlaubt hat, beseitigt haben:
§ 1. Allgemeine Schulpflicht.
Im Deutschen Reich besteht allgemeine Schulpflicht. Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus. Ihr sind alle Kinder und Jugendlichen deutscher Staatsangehörigkeit unterworfen, die im Inlande ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben.
(2) Die Schulpflicht ist durch Besuch einer reichsdeutschen Schule zu erfüllen. Über Ausnahmen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.
Hätten sich die Nazis einer Partei gegenüber gesehen, die die Abschaffung ihrer Schulpflicht fordert, sie hätten mit der Gleichheit, die dadurch beseitigt werde und der Möglichkeit, dass Eltern ihre Kinder nach eigener Vorstellung erziehen, argumentiert, genau in der Weise, wie es heutige Linke auch tun.
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Früher, im heißen Sommer oder im vereisten Winter, hatten wir Jugendlichen morgens beim Waschgang immer im Radio gehört, ob wir zur Schule mussten oder vielleicht nicht. Oft genug bekamen wir frei!
Sehr guter Vorschlag von der AFD angesichts der Tatsache, dass das Schulsystem von links gekapert worden ist. Desweiteren wäre es auch ein Ausweg für Eltern, die nicht genug Geld für Privatschulen haben, um die Kinder vor moslemischem Terror und Mobbing zu schützen.
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Früher, im heißen Sommer oder im vereisten Winter, hatten wir Jugendlichen morgens beim Waschgang immer im Radio gehört, ob wir zur Schule mussten oder vielleicht nicht. Oft genug bekamen wir frei!
Sehr guter Vorschlag von der AFD angesichts der Tatsache, dass das Schulsystem von links gekapert worden ist. Desweiteren wäre es auch ein Ausweg für Eltern, die nicht genug Geld für Privatschulen haben, um die Kinder vor moslemischem Terror und Mobbing zu schützen.