Das ist er, der „Cold Blob“, eine subpolare Region im Nordatlantik, die sich weigert, dem Beispiel von Pazifik oder dem Rest des Atlantiks zu folgen, und sich zu erwärmen, wie es im Rahmen der globalen Erwärmungserzählung vorgesehen ist:
Klar in Verbreitung und Lokalität zu erkennen, ist der cold blob ein Erlkärungsproblem, denn im Gegensatz zum Rest der Ozeane wird die blaue Fläche in den letzten Dekaden kälter, um 0.3 °C bis 0.5 °C, ein Prozess, der nicht nur die Oberflächentemperatur betrifft, sondern in Tiefenmessungen bis 2000 Meter Tiefe belegbar ist.
Ein Problem.
Eines, das eine Ursache haben muss.
Eine Ursache, die man innerhalb der Menschen-machen-Klimawandel-Erzählung suchen und natürlich finden kann oder außerhalb. Außerhalb haben eine Reihe von Autoren gesucht:
Li, Lozier und Li kommen auf Basis ihrer Analysen zu dem Ergebnis, dass 54 % (± 77 %) des beobachteten Abkühlungstrends eine direkte Folge eines erhöhten Wärmeverlusts des Ozeans sind, der durch die darüber liegende Atmosphäre verursacht wird, weitere 38 % sind auf eine verstärkte lokale Konvektion zurückzuführen. Eine Analyse der kinetischen Energie der Oberflächenwindwirbel deutet darauf hin, dass die durch die Atmosphäre verursachte Abkühlung mit einer Nordwanderung des Jetstreams zusammenhängen könnte, wodurch der subpolare Nordatlantik einer verstärkten Sturmaktivität ausgesetzt wird.
Mit anderen Worten: Eine Verlagerung des Jet Stream nach Norden soll letztlich die Ursache der Abkühlung sein. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Fan et al. (2023). Veränderungen in der Nordatlantischen Oszillation erklären im Modell von Fan et al. 67% des Abkühlungstrends im Nordatlantik:
„Wir präsentieren Belege dafür, dass Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation über dem Nordatlantik, insbesondere ein jahrhundertelanger Trend hin zu einer positiveren Phase der Nordatlantischen Oszillation (NAO), zum „Cold Blob“ beigetragen haben könnten. Die positive NAO verstärkt den Oberflächenwind über dem subpolaren Nordatlantik und führt zu einem übermäßigen Wärmeverlust an der Luft-Meer-Grenzfläche.“
2025 haben Fan et al. (2025) schließlich Klimamodelle aus CMIP in ihre Modellierungen integriert und wenig verwunderlich gefunden, dass eine sich abschwächender AMOC (Atlantik Meridional Overturning Circulation), also das, was gemeinhin als Golfstrom bezeichnet wird, sowohl durch weniger Warmwasserzufuhr als auch durch einen Einfluss auf die Atmosphäre (was die oben beschriebenen Phänomene umfasst) die eigentliche Ursache für den „Cold Blob“ im Nordatlantik ist.
Und damit hätten wir alle abweichenden Erklärungen auf Linie mit der Menschen-machen-Klimawandel-Erzählung gebracht, in der eine sich abschwächende AMOC eine so zentrale Rolle spielt. Die behaupteten Ursachen dafür, dass sich AMOC abschwächt, resultieren alle aus dieser Erzählung: Ein abschmelzendes Eisschild auf Grönland und generell, Eisschmelze in der Arktis erhöhen den Eintrag von Frischwasser ins Meer, reduzieren den Salzgehalt und die Dichte des Oberflächenwassers und führen auf diese Weise zu einer Abschwächung der AMOC.
Eine Abschwächung, die, wenn man sie voraussetzt und in Modelle integiert oder Modelle konzipiert, in denen bisherige Zusammenhänge zwischen Wärmegehalt des Obeflächenwassers, den Wärmeströmen an der Wasseroberfläche und den Temperaturen an der Wasseroberfläche gesetzt sind und nur dadurch zerrüttet werden können, dass AMOC in ihrer Zufuhr von warmem Wasser aus dem Süden schwächelt, zu dem Ergebnis führt, dass tatsächlich AMOC für den cold blob, dass also in der Welt dieser Leute, eine Abschwächung der Atlantik Meridional Overturning Circulation, die wiederum von Menschen per Klimawandel zu verantworten ist, der Kern allen Übels ist.
Ein Ergebnis, zu dem z.B. eine gerade veröffentlichte Studie von Rahmstorf und Gesellen kommt:
Jetzt gibt es mit diesen Ergebnissen, die alle Schuld an dem kalten Wasser im Nordatlantik, das sich der globalen Erwärmung widersetzt, einer eben wegen dieser globalen Erwärmung aus Menschenhand schwächelnden AMOC in die Schuhe schieben will (wer an zirkuläre Argumentation denkt, hat einen Punkt), ein Problem. Diese Studie:
Volkov et al. (2024) haben sich in diesem Beitrag aufgemacht, die Messung der AMOC zu überprüfen, schon weil in letzter Zeit Kritik an den Behauptungen AMOC würde schwächer werden, geäußert wurde. Sie tun das auf Grundlage des Florida Current (FC) eines Hauptbeiträgers zur AMOC, der rund 32 Sverdrups, also 32.000.000.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde zu AMOC beiträgt. Der FC ist nicht nur ein sehr massiver Zuträger zu AMOC, er ist auch der am längsten gemessene Current. Tatsächlich basieren die meisten der Behauptungen, die AMOC sich abschwächen sehen oder gar zum Erliegen bringen wollen, auf Messungen des FC, die an einem Telefonkabel, das Florida mit der Hauptinsel der Bahamas verbindet, vorgenommen werden.
SciFi-Supt
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In diesem Post können wir es kurz machen: Die Behauptung, die AMOC würde sich abschwächen, ist Ergebnis eines Messfehlers. Korrigiert man diesen Messfehler, dann ergibt sich bis rund 2009 eine mehr oder minder stabile Strömung und nach 2009 eine Zunahme, keine Abnahme, kein Schwächeln der AMOC: Nicht nur schwächt sich AMOC nicht ab, sie wird seit 2009 stärker:
„With the corrected FC transport, the AMOC is slightly reduced during the first years of the record, but it is increased starting from about 2009, becoming larger by almost 1 Sv compared to the earlier estimate toward the end of the time series. It is interesting to note that, using the revised FC transports, the second maximum in the AMOC time series observed in 2018 (~18.6 Sv) becomes much closer to high transports in 2005–2006 (~19.3 Sv). These findings provide a stronger support for the previously made conclusion that the observed AMOC time series at ~26.5°N showcases an interdecadal variability rather than a long-term decline.“
Wir stehen einmal mehr an dem Punkt, an dem das, was manche herbeimodellieren, mit dem, was man in der Realität messen kann, in Widerspruch steht. Ein Umstand, der natürlich den Klimawandel-Apologeten nicht verborgen geblieben ist, weshalb sie in den letzten Jahren verstärkt auf Datensätze wie ERA5 und die darin enthaltenen Re-Analysen zurückgegriffen haben, um die Realität an ihre Modelle anzupassen.
ERA5, (ECMWF Reanalysis v5), wird vom European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) und im Autrag von Copernicus Climate Change Service „produziert“, also im Auftrag der EU. ERA5 umfasst Daten ab 1940 und löst diese Daten für ein Grid/Netz von ~31 km (Länge wie Breite), das über den Globus gespannt ist, auf. Daten stehen stündlich zur Verfügung und umfassen atmosphärische Variablen (Temperatur, Wind, Luftfeutchtigkeit, Luftdruck, Niederschlagsmenge, Wolkenbedeckung, Ozon usw.), an Land Daten für Bodenfeuchtigkeit, Bodentemperatur, Schneefläche usw.) und für Ozeane die Wellenhöhe, ihre Periodizität und Richtung.
Die Daten werden aus allen möglichen Quellen zusammengeglaubt und auf Basis physikalischer Gesetze und mit den Annahmen, die in KLIMAMODELLEN enthalten sind (RCPs, SSPs) verquirlt, um per RE-Analyse einen Datensatz zuwege zu bringen, den die meisten Wissenschaftler freudig und ohne die Daten zu hinterfragen, übernehmen.
Indes, ein Blick auf das, was bei „Re-Analyse“ passiert, lohnt sich, denn, eine Re-Analyse, viel Begriff, wenig Inhalt, besteht schlicht darin:
Auf Basis vorhandener Informationenen eine Vorhersage für die nächsten 6 bis 12 Stunden, zu machen. Der Anklang an die Wettervorhersage ist kein Zufall, denn die Methode, die dazu genutzt wird, ist im Wesentlichen die Methode, die auch bei Wettervorhersagen zum Einsatz kommt.
Als Ergbnis von 1 stellt sich das erste „Schätzfeld“ ein, das nun mit allen Daten, denen ein Modellierer habhaft werden kann, von Satelliten- üder Bojen-, Schiffs- und Wetterstationsmessungen reicht die Palette, zusammengeworfen wird, um diesen Brei dann mit statistischen Methoden und den Annahmen der Klimawandelmodelle zu verrühren und eine Schätzung für das interessierende Maß abzuliefern, also z.B. die Entwicklung der Lufttemperatur, der Oberflächentemperatur des Meeres usw.
Im nächsten Schritt wird der beschriebene Prozess für Dekaden und mehrere Dekaden durchgeführt und in das oben beschriebene Grid/Netz von Quadranten mit 31 km Seitenlänge übertragen.
Fertig ist die Re-Analyse, mit der dann Legionen von Wissenschaftlern arbeiten werden, ohne sich für die Methode oder gar die Annahmen, die dieser Methode zugrunde liegen, zu interessieren, und die Annahmen, die Re-Analysen wie ERA5 zugrunde liegen, die haben es in sich:
Es ist mit Zahlenmodellen, die phyiskalischen Gesetzen gehorchen möglich, atmosphärische Entwicklungen zu beschreiben und vorherzusagen. VORAUSGESETZT, die Anfangsbedingungen und Grundannahmen sind korrekt.
Beobachtungen enthalten auch dann nützliche Informationen, wenn sie unvollständig sind oder korrigiert werden mussten.
Fehler im Modell und Fehler bei Beobachtungsdaten können „statistisch“ behoben oder eingeebnet werden.
Eine Verbindung aus Beobachtungen und Modellvorhersagen ist in der Lage, Datenlücken zu schließen.
Man kann diese Annahmen schon als eine Form des magischen Glaubens ansehen, des magischen Glaubens an die Leistungsfähigkeit statistischer Methoden, die nicht nur in der Lage sein sollen, Datenfehler zu beheben und Datenlücken zu schließen, sondern darüber hinaus akkurate Ergebnisse für Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zu produzieren. Eine Exemplifizierung eines induktiven Fehlschlusses, und ein Beispiel dafür, dass in manchen angeblichen Wissenschaften das Vertrauen in Gott durch ein Vertrauen in die Statistik und demnächst in KI ersetzt wurde.
All der Glaube, dass mit Statistik Berge versetzt werden können, ändert nichts daran, dass Modelle nur so gut sind, wie die Annahmen, auf denen sie basieren, korrekt und vollständig sind. Bislang ist noch kein Modell im Rahmen von chaotischen Systemen wie dem Klima bekannt, dessen Annahmen vollständig gewesen sind. Zwangsläufig schlagen sich unvollständige Annahmen in Modellen mit Fehlern oder Fehlstellen nieder, die im Rahmen von Re-Analyse-Modellen, also im Rahmen von unvollständigen Modellen geschlossen werden sollen, eine Art „Selbstheilungskraft“ des Modelles, deren Gelingen davon profitiert, dass es nicht möglich ist zu prüfen, ob es gelungen ist, die Unvollständigkeit eines unvollständigen Modells von diesem unvollständigen Modell vervollständigen zu lassen. Logisch ist es unmöglich, aus vorhandenen Informationen GEHALTSERWEITERND zu schließen, in dem, was Klimawandelforschung sein soll, ist diese Unmöglichkeit zum System erhoben worden: Die Informationen, die nicht vorhanden sind, werden durch das Modell, in dem sie fehlen und mit Hilfe von Statistik „beschafft“.
Das ist gehobener Humbug für Leute geschaffen, die gerne glauben wollen … Leute, die „Gott“ mit „wissenschaftlichem Konsens“ und Gottesdienst mit „Modellierung“ ersetzt haben, den Zweck, Gläubige zu generieren und vor allem den eigenen Klingelbeutel zu füllen, aber nicht aufgegeben haben.
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