Bichester ist einer dieser kleinen (ehemals) schmucken britischen Orte, an die viele denken, wenn sie an das denken, was sie für Britannien halten. Kleine Häuser, High Streets voller Geschäfte, Tea and Cream, Bookshops, the lot… Und weil dem so ist, und weil Bichester rund 11 Meilen nördlich von Oxford liegt, ist es auch ein Städtchen mit Studenten. Früher hätte ich geschrieben, mit studentischem Flair, aber die meisten Universitätsstädte haben heutzutage keinerlei Flair mehr, es ist dem Gestank von rückwärtsgewandter Bigotterie gewichen.
Oxford und Cambridge, Oxbridge, und alles, was drumherum liegt, ist der Kern von Woke-England. Dort finden sich die Orte, an denen „Just Stop Oil“ geplant und Kampagnen, um arme junge Männer im wehrfähigen Alter, die ihre „gesamte Familie zurücklassen“ mussten, um sich von Frankreich aus mit dem Dingy auf den Weg ins Vereinigte Königreich zu machen, als Flüchtlinge auszugeben, denen in Britannien auf Kosten von Steuerzahlern ein sorgloses Leben ohne ihre Familie verschafft werden muss.
Gegenden wie Bichester leben davon, dass sich die dort Eingesperrten einbilden können, „etwas Besseres“ zu sein, „gebildet“ zu sein, anderen „überlegen“ zu sein, andere bevormunden zu können, anderen die Last für die eigenen Spleens aufbürden zu können, für die diese Leute natürlich nicht selbst zahlen können, denn sie sind in der Regel prekäre Existenzen, arme Schlucker, die ihre Existenz dadurch absichern, dass sie sich als „Aktivisten“ feilbieten und in jedem Fall auf Kosten anderer, zumeist Steuerzahler leben.
Dr. habil. Heike Diefenbach hat vor einigen Tagen einen sehr wichtigen Beitrag zu dieser Art von „Gutmensch“ geschrieben, zu Leuten, die an so ziemlich allem, was man an Leistung erbringen muss, um als Mensch durchgehen zu können, gescheitert sind, die als Gescheiterte genau das Material sind, das „der Staat“ benötigt, um jede Form von Individualismus unterdrücken zu können:
„Der gute Mensch in der modernen westlichen Gesellschaft ist ein Schläfer im umfassenden Sinn. Er verbringt sein Leben möglichst dauerhaft in einem Zustand, in dem er keinen willentlichen Gedanken fasst, kein willentliches Urteil fällt und nicht willentlich agiert. Seine menschliche Denk-, Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit ist nicht nur nicht gefragt oder erforderlich, um ein guter Mensch zu sein, ein gutes Leben anzuleiten; vielmehr ist sie grundsätzlich suspekt. Ein guter Mensch in der modernen westlichen Gesellschaft gibt seine Denk-, Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit deshalb zugunsten eines freien Fluktuierens in einer Traumwelt auf, die sich aus Bildern zusammensetzt, die bestenfalls bloß Symbole sind, schlechtestenfalls willkürliche Wahnbilder, in jedem Fall aber in der Realität und für die Realität irrelevant.“
Auszug aus: Gute Menschen für die gute Gesellschaft: Nie war es so einfach wie heute, ein guter Mensch zu sein … – oder?“
Indes, obschon Leihexistenzen, die mit Surrogaten auf ein menschliches Leben zufrieden sind, gibt es doch etwas, was diese Leute – zumindest für kurze Zeit – in Pseudo-Bewegung setzt, sie aktiv werden lässt: Die Gefahr, einer DIREKTEN Konfrontation mit der Realität. Wenn die Realität in ihren kleinen Schutzraum, in dem sie sich verstecken und vor der Welt abschirmen, einzubrechen droht, wenn die Gefahr besteht, mit HANDLUNGSFOLGEN konfrontiert zu werden, die eigene artifizielle Sprachwelt verlassen zu müssen und mit handfesten Objekten konfrontiert zu werden, dann werden diese Leute plötzlich pseudo-aktiv und offenbaren ihre ganze Erbärmlichkeit in einer Geschwindigkeit, dass man nicht einmal Zeit hat, um nachzudenken, ob man nun mehr Mitleid oder mehr Verachtung für diese Travestien auf Mensch hat.
Die Absicht der Labour Regierung, 1.250 „Asylbewerber“, also illegale, die sich unter Bruch britischer Gesetze Zutritt verschafft haben, die meisten davon auf Schlauchbooten, in einer ehemaligen Kaserne der RAF unterzubringen, die sich nahe Bichester befindet, hat die Heuchler, die es gewohnt sind, Konsequenzen für andere zu fordern, vollmundige Forderungen aufzustellen, deren Folgen, vor allem finanzielle Folgen andere zu tragen haben, in Wallung gebracht, und so haben sie haben über ihre Hauptheuchelorganisation „Stand up to Racism“ eine Petition gestartet, deren Ziel darin besteht, die Unterbringung der 1250 Illegalen in Bichester zu verhindern.
Nicht, weil sie gegen die Unterbringung von Illegalen sind.
Nein, das sind sie natürlich nicht.
Sie würden diese Leute liebend gerne in ihrer Mitte begrüßen, aber nicht in den miserablen Unterkünften, die einst gut genug waren, um britischen Soldaten als Wohnort zu dienen.
Nein, militärische Installationen, selbst wenn sie mit dem Geld von Steuerzahlern modernisiert und besser ausgestattet wurden, als sie es zur Zeit ihrer militärischen Nutzung je waren, die kann man den armen Kriminellen, die sich nach Britannien geschmuggelt haben, nicht zumuten. Nur aus dieser Sorge, weil die Unterkunft so inadäquat ist, stemmen sich diese Leute gegen die 1.250 lieben Menschen, denen sie ansonsten gerne die Füße küssen würden.
Aber nicht in Bichester.
Der Plan der Regierung, Illegale in Bichester unterzubringen, der diene nur dazu, „to out-racist“-Reform Uk, also dazu noch rassistischer zu sein als Reform UK.
Falls Sie jemals gedacht haben, in diesen linken Aktivisten, die von morgens bis abends mit Rassismus auf den Lippen herumlaufen, finde sich auch nur ein Korn Aufrichtig- und Ernsthaftigkeit, das ihre Zulassung in eine menschliche Gesellschaft rechtfertigen könnte… Vergessen Sie es!
Und überhaupt, so schreiben diese Leute weiter, durch die 1.250 Illegalen in Bichester werden Oxfordshire zur „Zielscheibe rassistischer Aufmärsche“ gemacht, und das gehe gar nicht. Wie gesagt: Jeder Einbruch in den eigenen Schutzraum bringt diese Meute zum Speichelfluss.
Dieselben Leute, die gar nicht genug Illegale im Vereinigten Königreich begrüßen können, geben somit offen zu, dass ihr eigener Rassismus, den sie nur oberflächlich in angebliche Fürsroge für „Asylbewerber“ verpacken, so dominant ist, dass sie keinerlei fremdländischen Einbruch in den eigenen Schutzraum tolerieren können, die von diesen Leuten so häufig geforderte Solidarität eine Solidarität ist, die von anderen gefordert, nicht anderen gewährt wird.
Besser kann man sich als heuchlerischer Lügnern nicht mehr bloßstellen als es „Stand-up to Racisms“ in Oxfordshire gerade getan hat. Die Petition findet sich hier
Verhalten wie das gerade Beschriebene wird gemeinhin unter Stichworten wie NIMBY, not in my backyard, oder „Skin in the Game“ beschrieben. Ersteres umfasst die Zustimmung zu einer allgemeinen Politik, bei gleichzeitiger Ablehnung der Folgen dieser Politik für den eigenen Wohnort – die klassichen Beispiele sind Standorte für Müllverbrennungsanlagen. Skin in the Game bezieht sich darauf, dass diejenigen, die für die vollmundigen Forderungen, die sie aufstellen, Verantwortung übernehmen müssen, plötzlich ganz kleinlaut werden.
Indes, wir finden uns längst in einem Bereich, der durch eine ganz andere Dynamik als sie in NIMBY und „Skin in the Game“ beschrieben wird, ausgezeichnet ist, einen Bereich, in dem Surrogat-Existenzen frenetisch nach einem Sinn für das eigene Leben suchen, einen Bereich, der sich dadurch auszeichnet, dass er nicht Eigeninitiative, sondern Sykophantentum belohnt. Das bringt mich zurück zum Post von Dr. habil. Heike Diefenbach, in dem dieses neue Phänomen des „guten Menschen“ beschrieben wird.
The government’s plan to house 1250 asylum seekers in a military camp near Bicester is about the government increasing the punitive, hostile environment for immigrants in a bid to out-racist Reform UK. It represents a desperate bid to win votes, and to divert people’s anger away from the government’s failure to address the decades of cuts and austerity the majority of people have had to endure.
This plan arose in the context of far right groups targeting asylum seekers’ accommodation with often violent protests, over the past two years, and a rise in racist attacks.
Placing 1250 asylum seekers in basic accommodation far from amenities will benefit no-one but a government cynically exploiting peoples’ fears about immigration.
It will give the far-right and racists yet another, even bigger, target for intimidation, just like their frequent far-right marches outside hotels accommodating asylum-seekers and a similar ex-MOD camp near Crowborough.
Bicester should not be turned into the racist capital of Oxfordshire with repeated violent demonstrations organised by the far-right.
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Danke, Michael, dafür, dass Du auf meinen Text über den neuen guten Menschen, der sich durch die ABwesenheit eigener Moralität auszeichnet, hinweist! Was Du hier beschrieben hast, entspricht ganz genau dem, was ich zu zeigen versucht habe. Auf den Punkt gebracht: eine eigene Moralität erfordert HANDLUNGSbereitschaft, nicht verbale Akte, seien es Ermahnungen an Andere oder Forderungen an Andere, das Nachplappern freundlich klingender Worte, die die eigene „Gutheit“ ausdrücken sollen. Eine eigene Moral zu haben, bedeutet, ihr entsprechend zu HANDELN bereit zu sein. Niemand verbietet es diesen Aktivisten, illegale Migranten in ihre Wohnungen oder Häuser aufzunehmen und ihnen damit das bereitzustellen, was die Aktivisten für eine angemessenere Unterkunft für Illegale halten. Aber sie kommen nicht einmal auf die Idee, das zu tun. Sie können nur Floskeln absondern und hoffen, dass die Floskeln dazu führen mögen, dass andere Leute mit ihren Hanlungen freiwillig oder unfreiwillig das tun, was zu tun die Aktivisten selbst nicht bereit sind. Es wäre durchaus angemessen, zu sagen, dass der neue gute Mensch ein zutiefst bigotter Mensch ist.
Dass sie nicht einmal auf die Idee kommen, den „Asylbewerbern“ Unterkunft im eigenen Haus / der eigenen Wohnung anzubieten, zeigt nach meiner Ansicht sehr deutlich, dass man es mit Leuten zu tun hat, die entgegen der Erwartung von Piaget ihr moralisches Urteilsvermögen nicht bis zum Abschluss ihres fünften Lebensjahres entwickelt haben. De facto haben sie bis heute keines …
Ein wesentlicher Grundzug der „emotionellen Pestreaktion“ (Dr.W.Reich) ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken (PLandemie, CO2-Lüge, „Babylüge“ zum 1.Irak-Krieg, 9/II, Kennedy-Mord u.s.f.).
Das wirkliche Motiv ist verschleiert, ein scheinbares Motiv ist der Handlung vorgeschoben.
Die Befallenen geraten in Wut, sobald an den wahren Motiven gerührt wird.
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Dass sie nicht einmal auf die Idee kommen, den „Asylbewerbern“ Unterkunft im eigenen Haus / der eigenen Wohnung anzubieten, zeigt nach meiner Ansicht sehr deutlich, dass man es mit Leuten zu tun hat, die entgegen der Erwartung von Piaget ihr moralisches Urteilsvermögen nicht bis zum Abschluss ihres fünften Lebensjahres entwickelt haben. De facto haben sie bis heute keines …
Ein wesentlicher Grundzug der „emotionellen Pestreaktion“ (Dr.W.Reich) ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken (PLandemie, CO2-Lüge, „Babylüge“ zum 1.Irak-Krieg, 9/II, Kennedy-Mord u.s.f.).
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