Der Ablauf wäre in einer Bananenrepublik kein anderer.
Die Fraktion von Labour zählt etwas mehr als 400 Abgeordnete (die Zahl schwankt, weil böse Mitglieder, die nicht mitlaufen, zeitweise ausgeschlossen werden, wie z.B. Karl Turner). Unter diesen 400 Abgeordneten ist der Unmut über die Vorstellung, die Sir Keir Starmer als Hauptdarsteller auf der politischen Bühnen seit etwas mehr als zwei Jahren gibt, weit verbreitet, fast so etwas, wie eine der seltenen Gemeinsamkeiten zwischen diesen 400 häufig seltsamen Personen.
Unseren täglichen Brechreiz gib‘ uns heute…
Dass die Tage von Starmer gezählt sind, war schon im letzten Jahr offensichtlich, als er vergeblich versucht hat, eine minimale Reduzierung der Ausgaben für „Wohlfahrt“ gegen die Labour-Fraktion durchzusetzen und eine Erhöhung um 5 Milliarden GBP Ergebnis seiner Bemühungen war.
All die Skandale, die die Zeit von Keir Starmer als PM kontinuierlich begleitet haben, von den kleinen Sachspenden, die ihm Lord Alli, Lord Waheed Alli (Baron Alli of Norbury), hat zukommen lassen, von der kostenlosen Unterkunft im Penthouse von Alli, zentrale Lage London, über Anzüge und Brillen bis zur Unterwäsche seiner Frau, der von Starmer, nicht der von Alli, reicht die Kette der Zuwendungen, von diesen kleinen Aufmerksamkeiten über freien Eintritt zu den Heimpsielen des FC Arsenal, rund 20 U-Turns, also der Ankündigung von Politiken, zuweilen, wie beim Ausfrieren von Rentnern auch deren Umsetzung zurück zum ursprünglichen Zustand, über die kleine Affäre mit Morgan McSweeney, Starmers Chief of Staff, der Offizielle in Ministerien bedroht haben soll und als Herr über „Labour Together“, eine Art Geldwäscheanstalt von Labour das Geld beigesteuert hat, das Starmer genutzt hat, um Jeremy Corbyn als Chef von Labour zu entfernen und sich selbst zu installieren bis schließlich zu ex-Lord Peter Mandelson, Freud eines notorischen Pädophilen mit so guten Kontakten nach China, dass ihn MI6, der britische Geheimdienst als Sicherheitsrisiko eingestuft hat, Starmer hat ihn dennoch zum Botschafter in den USA gemacht und als er nicht mehr zu halten war, als solchen in die Wüste geschickt, reicht die Palette der Skandale und Skandälchen, die wir nur auszugsweise angesprochen haben.
Was noch mehr als die Skandale zu Buche schlägt, das ist die Tatsache, dass Starmer seit er „Sieger“ in einer Fluke Election wurde, vornehmlich Politiken durchgesetzt hat, die NICHT im Wahlprogramm standen, von seinen Versuchen, Meinungsfreiheit per Ofcom zu Tode zu regulieren, etwa durch sein angedachtes Verbot von X oder eine digitale ID durch die Hintertür als Jugendschutz getarnt, über die de facto re-Integration in den EU-Markt, nicht zu reden von den Steuererhöhungen, die aus den versprochenen Steuersenkungen geworden sind, bis zu den Versuchen, das Vereinigte Königreich durch Net Zero Madness in Grund und Boden zu regieren, reicht diese Palette.
Auch hier ist die Liste sehr lang, eine Liste, die bestätigt, was wir vor einigen Tagen ausführlich diskutiert haben: Wahlen sind zu Akten politischer Entmündigung geworden.
Gut 400 Labour Abgeordnete, unzufriedene Abgeordnete, die Starmer loswerden wollen. Indes: unter den 400 Gestalten, die sich im Unterhaus finden, ist nicht einer, der es hätte mit Starmer aufnehmen können, keiner, der in der Lage ist, eine mediokre Gestalt wie Starmer abzulösen.
Also musste das Heil von woanders kommen.
Es ist sicher kein Zufall, dass Labour, die „Arbeiterpartei“ des Vereinigten Königreichs, die zu einem woken Sammelsurium verschiedenartig gestörter Personen geworden ist, ihr Heil im Norden Englands sucht. Wales wäre noch eine Möglichkeit gewesen, aber nach rund drei Jahrzehnten Labour-Regierung in Wales, ist Labour in den letzten Wahlen zu einer Randpartei gestutzt worden und die meisten Welsh wollen Labour nur noch als etwas aus der Vergangenheit kennen. Ergo musste der Mythos der Arbeiterpartei, die kaum mehr von Arbeitern gewählt wird, denn die meisten Arbeiter wählen Reform UK, mit jemandem wiederbelebt werden, der zwar alles andere als ein Arbeiter ist, der zwar von sich sagt, er komme aus einer Arbeiterfamilie, eine Behauptung, an der sein Anglistik-Studium an der University of Cambridge einigen Zweifel weckt, der aber dennoch als Freund der arbeitenden Briten inszeniert werden kann.
Burnham ist Messias und gleichzeitig letztes Aufgebot von Labour, der letzte „throw of the dice“, in der Hoffnung, zwei Sechsen zu würfeln. Indes, die Art und Weise, in der Burnham inthroniert wurde, am nächsten Freitag zunächst Labour Vorsitzender und ab Montag dann Prime Minister des United Kingdoms sein wird, ist extraordinär und würde in einer beliebigen afrikanischen Bananenrepublik als COUP bezeichnet.
Noch vor wenigen Monaten war dem Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, jede Möglichkeit versagt, Keir Starmer herauszufordern oder gar zu beerben. Um das tun zu können, musste er als Abgeordneter ins House of Commons manövriert werden. Als williges Instrument in diesem Manöver hat sich Josh Simmons, bis dato Abgeordneter für Makerfield, erwiesen. Simmons, den das Standards-Committee des House of Commons zu diesem Zeitpunkt untersucht hat, weil er als Verantwortlicher von Labour Together (da ist er wieder, dieser Stall) Journalisten hat ausschnüffeln lassen, ist dem Verdikt des Committee zuvorgekommen und als Abgeordneter zurückgetreten. Offiziell hat er sein Amt zur Verfügung gestellt, um Andy Burnham den Weg nach Westminster zu ebnen, und wir warten alle auf die Belohnung, die er dafür erhalten wird.
SciFi-Supt
FINANZKRISE
Selbst wir leben nicht von Luft und Liebe!
Aber nur, weil andere stets Geld von uns wollen.... zunehmend mehr Geld von uns wollen.
So viel, dass ScienceFiles am (finanziellen) Abgrund steht.
Wenn Sie gerne lesen, was Sie bei ScienceFiles lesen und auch weiterhin lesen wollen, was Sie nur bei uns finden, dann müssen Sie uns flüssig halten.
Bei allen Unterstützern bedanken wir uns bereits an dieser Stelle sehr HERZLICH!
Burnham, der mehr als 20 Labour-Abgeordnete auf seiner Suche nach einem Weg nach Westminster angesprochen hat, mit der Bitte, doch zurückzutreten, damit er im frei gewordenen Wahlkreis antreten könne, hat es über Makerfield, einen der sichersten Labour Wahlkreise des Landes, geschafft, ins House of Commons einzuziehen, und dort die Sykophanten der Labour-Party, die sich von Burnham erhoffen (vergeblich, wie ich denke), dass er ihren politischen Arsch rettet und dafür sorgt, dass sie nicht alle bei den nächsten Wahlen von den Wählern „discarded“, also entsorgt werden, um sich zu scharen.
Mittlerweile ist die Unterstützerriege auf 349 Abgeordnete der Labour Fraktion angewachsen.
Das bedeutet: Es gibt niemanden, der die Kandidatur von Burnham als Chef von Labour und PM herausfordert.
Er hat keinen Gegenkandidaten.
Am Freitag, den 17. Juli endet die Möglichkeit, sich als Gegenkandidat gegen Burnham zu präsentieren. Da vorhersehbar kein Gegenkandidat, nicht einmal Gegenkandidaten finden sich bei Labour, auftauchen wird, wird Burnham am Freitag und OHNE MITGLIEDERENTSCHEID zum neuen Vorsitzenden der Labour Party ernannt. Man fühlt sich an das Zentralkommittee kommunistischer Parteien erinnert, das den Ersten Parteisekretär ernennt … sicher kein Zufall.
Der Ernnenung zum Vorsitzenden der Labour Party folgt das Händeküssen und die Inthronierung von Andy als Prime Minister des Vereinigten Königreichs am Montag, den 20. Juli 2026. Das Interregnum von Freitag bis Montag führt dazu, dass Keir Starmer als PM für das Vereinigte Königreich im New York-New Jersey Stadion sitzen wird, wenn die Englische Nationalmannschaft das Endspiel der Weltmeisterschaft erreichen sollte.
Eine Groteske.
Ab Montag sitzt dann ein Mann in No. 10 Downingstreet,
von dem niemand weiß, welche politischen Ziele er verfolgt,
von dem niemand weiß, welche Politiken er durchsetzen will,
der keinerlei Mandat von Wählern auf Grundlage eines Wahlprogramms hat,
der sich keinerlei Fragen von Abgeordneten und Journalisten gestellt hat,
von dem niemand weiß, wer in seinem Kabinett sitzen wird,
von dem nur bekannt ist, dass er eine andere Variante von Starmer ist.
Das Unterhaus geht Ende der Woche in die Sommerpause.
Der Mann, die Katze im Sack, das Überraschungspaket, das per Coup in No. 10 installiert wurde, hat somit nicht nur kein Mandat von Wählern, er kann zudem monatelang ohne parlamentarische Kontrolle vor sich hinwurschteln.
Hätte die Armee in einem afrikanischen Staat geputscht und eine Übergangs-Junta eingesetzt, die Situation wäre keine andere!
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Wir sehen, dass du dich in folgendem Land befindest: Vereinigtes Königreich. Wir haben unsere Preise entsprechend auf Pfund Sterling aktualisiert, um dir ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Stattdessen Euro verwenden.Ausblenden