Lohnlückenlüge wird nicht seltener: Trotzige Fake News in der ARD

Womit wurden Sie heute von öffentlich-rechtlichen Medien belogen?

Seit wir mit ScienceFiles im Jahre 2011 begonnen haben, hat uns die Lohnlückenlüge oder das Gender Pay Gap begleitet. Die Art und Weise, in der es das getan hat, erinnert an Bourdieus „Feine Unterschiede“ in denen beschrieben wird, warum man mit symbolischem Kapital kein kulturelles Kapital vorgaukeln kann – oder: Nur weil jemand es durch ein Studium und in öffentlich-rechtliche Medien geschafft hat, muss er weder intelligent noch fähig oder in irgend einer Form von Kommunikation und Nachrichtenübermittlung versiert sein. Tatsächlich haben uns die Art und Weise, in der über das „Gender Pay Gap“ berichtet wird, zu dem Schluss geführt, dass zumindest diejenigen, die sich mit diesem Thema in Medien und natürlich im Lager der Genderisten beschäftigen, nicht wirklich mit Verständnis, Einsicht, Intelligenz, you name it, bestückt wurden.

Fangen wir daher vorne an.

Das Gender Pay Gap als solches ist ein einfacher Verdienstunterschied, wie er zum Beispiel zwischen einem Müllfahrer und einer Mausschubserin in einem Ministerium besteht. Ersterer verdient weniger als Letztere. Über dieses Gap regt sich jedoch niemand auf.

Aufregung ergibt sich dann, wenn, wie gerade geschehen, das statistische Bundesamt die durchschnittlichen BRUTTOstundenlöhne veröffentlicht, also die Löhne vor Steuer, nicht danach (warum wohl nicht?). Dann ergibt sich regelmäßig, dass Männer mehr verdienen als Frauen. 21 Euro zu 16,59 Euro dieses Mal.

Besonders schlichte Gemüter sehen in diesen Verdienstunterschied eine Benachteiligung von Frauen. Aber der Unterschied ist natürlich keine Benachteiligung, sondern ein ganz normales Phänomen, dass sich z.B. daraus erklärt,

  • dass Männer mehr arbeiten als Frauen (in Vollzeit/Teilzeit);
  • dass Männer mehr Überstunden machen als Frauen;
  • dass Männer mehr in ihren Arbeitsplatz investieren als Frauen (unentgeltliche Mehrarbeit);
  • dass Männer in produktiveren Branchen arbeiten, die einen höheren gesellschaftlichen Mehrwert erbringen als Frauen (IT-Branche bei Männern, öffentliche Verwaltung bei Frauen);
  • dass Männer aufgrund ihrer längeren und ununterbrochenen Arbeitszeit mehr HUMANKapital ansammeln als Frauen, entsprechend mehr wissen und höher qualifiziert sind, was sich in einem höheren Lohn niederschlägt. Auch wenn es für Funktionäre aller Art, ob in Gewerkschaften oder Parteien, nicht nachvollziehbar ist, in der freien Wirtschaft erhält derjenige, der eine höhere Qualifikation, mehr Arbeitserfahrung und weniger Unterbrechungen in der Erwerbskarriere hat, einen höheren Lohn. Und das zurecht!

Nun hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen, dass dann, wenn man den oben angesprochenen Unterschied im BRUTTOStundenlohn zwischen Männern und Frauen zur Hand nimmt und die angesprochenen Variablen in Rechnung stellt, vom Verdienstunterschied kaum mehr etwas übrig bleibt. Beim Statistischen Bundesamt verschwinden 15% von den 21%, und 6% bleiben übrig.

Wir haben seit 2011 viele Beiträge veröffentlicht, in denen wir auf die Idiotie hinter der Behauptung, die 21% Verdienstunterschied hätten irgend etwas mit Benachteiligung zu tun, hingewiesen haben. Langsam aber sicher ist diese Erkenntnis selbst bei öffentlich-rechtlichen Anstalten angekommen. Dass sich nur noch die größten Idioten trauen, die 21% überhaupt noch in einem Atemzug mit Benachteiligung in den Mund zu nehmen, geht mit Sicherheit auch auf unsere Arbeit zurück.

Und nun, da sich herumgesprochen hat, dass die 21% 21% und sonst nichts sind, nun stampfen die trotzigen Gören mit den Füssen auf und versuchen das, was Genderisten und andere Ideologen scheinbar am besten können: Sie lügen.

Nehmen wir zum Beispiel die folgenden Sätze, die heute in der ARD erschienen sind:

„Die Statistiker vermuten dahinter meist strukturelle Gründe: So würden in Berufen, die vornehmlich von Frauen ergriffen werden, oft auch geringere Gehälter gezahlt. Zudem arbeiteten Frauen häufiger als Männer in Teilzeit. Seltener finde man sie zudem in Führungspositionen. Hier könnten – so vermuten zumindest die Statistiker – auch Pausen zur Kindererziehung eine Rolle spielen“.

Die Statistiker die hier angesprochen sind, dass sind die öffentlichen Angestellten in der Presseabteilung des Statistischen Bundesamts, und die schreiben im Original:

„Demnach sind die wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap unterschiedliche Branchen und Berufe, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.“

Es findet sich keine Referenz auf die Kindererziehung, die Phantasie des ARD-Redakteurs. Vielmehr findet sich eine Referenz auf „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation“. Das heißt im Klartext, dass Männer mehr verdienen, weil sie BESSER qualifiziert sind und weil sie die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um eine Leitungsposition einnehmen zu können, besser erfüllen. Die Frauen, die sich für die Erziehung von Kindern entscheiden, können hoffentlich besser Windeln wickeln als Männer, können im Beruf aber eben nicht dieselben Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten in die Waagschale werden wie Männer.

Die Einschränkung, die „die Statistiker“ hier machen, „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung“, ist eine erklärende Variable, die, wenn man sie berücksichtigt, den Verdienstunterschied von 21% zum Teil erklärt. Aber nicht nur das. Damit ist auch gesagt, dass berufstätige Männer im Durchschnitt (alle Aussagen beziehen sich natürlich auf den Durchschnitt aller Männer und aller Frauen) qualifizierter sind als Frauen und höhere Qualifikationen haben natürlich weitere Konsequenzen, die sich auf die Höhe des Lohnes auswirken. Aber dazu kommen wir gleich.

Nun, da es sich verbreitet hat, dass die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen nichts mit Benachteiligung, sondern mit unterschiedlichen Lebensentscheidungen, mit unterschiedlicher Motivation, Arbeits(erfahrung) und Arbeitsleistung zu tun haben, nun ist den Genderisten eine ihrer liebsten ideologischen Lügen abhanden gekommen. Was machen Genderisten in einer solchen Situation? Sie lügen weiter.

In der ARD nimmt das die folgende Form an:

„Trotzdem: Arbeitnehmerinnen bekommen nach den jüngsten verfügbaren Zahlen (2014) auch bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde sechs Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Diese Zahl wird nur alle vier Jahre genauer erhoben.“

Als Gary Becker die Idee hatte, man könne versuchen, Diskriminierung invers zu bestimmen, also darüber, zu versuchen, Unterschiede umfassend zu erklären und bei umfassender Erklärung das Residuum als Diskriminierung interpretieren, da hat er vermutlich nicht gewusst, was er damit anrichtet, wenn diese Idee in die Köpfe von statistisch Minderbemittelten gelangt.

Im vorliegenden Fall sind die 6% das Residuum. Sie stellen genau dann eine Benachteiligung dar, wenn die Bedingungen für Männer und Frauen konstant gehalten werden UND alle Variablen, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds notwendig sind, auch berücksichtigt wurden. Das wurden sie aber nicht. Die eklatante Auslassung aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die man vor dem Hintergrund der jahrelangen Versuche, die Lüge vom Gender Pay Gap salonfähig zu machen, als bewusste Unterschlagung werten muss, findet sich in der folgenden Passage aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts:

Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer.

Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

Kurz: Die „Statistiker“ wissen, dass ihre Erklärung nicht vollständig ist, dass sie nicht umfassend ist, weil sie nicht alle Variablen, die für den Verdienstunterschied verantwortlich sind, berücksichtigt haben. Hätten sie das getan, die 6% wären mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwunden. Wir haben dies vor Jahren nur unter Hinzunahme der Überstunden durchgerechnet und weg war er, der Gender Pay Gap.

Die Meldung in der ARD hätte demnach – wäre dem verantwortlichen Redakteur etwas an der Wahrheit gelegen – lauten müssen: Werden die Unterschiede in Arbeitszeit, Arbeitsleistung und Arbeitserfahrung, die es zwischen Männern und Frauen gibt, berücksichtigt, dann kann der höhere BRUTTOStundenlohn von Männern über durchschnittlich mehr geleistete Arbeitszeit, eine höhere Arbeitsleistung und eine größere Arbeitserfahrung von Männern, ein höheres Humankapital im Vergleich zu Frauen erklärt werden.

Mit anderen Worten: Es gibt keine Lohnlücke. Es gibt kein Gender Pay Gap. Es gibt eine Gender Pay Gap Lüge, die Mittelschichtsfrauen mit zweifelhafter Ausbildung verbreitet haben, um sich als Opfer inszenieren und Steuergelder abgreifen zu können.

Und um noch ein Argument oben drauf zu setzen mit Blick auf die in der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts angesprochenen Erwerbsunterbrechungen: Schon 2011 haben wir einen Beitrag veröffentlicht, in dem wir zeigen, dass sich Bildung für Frauen auf allen Bildungsstufen, also vom Hauptschulabschluss bis zum Hochschulabschluss MEHR lohnt als für Männer. Um die Frage zu entscheiden, wie sich Bildung auf das spätere Einkommen auswirkt, berechnen Ökonomen die sogenannte Bildungsrendite. Frauen haben in allen Bereichen eine höhere Bildungsrendite als Männer. Dass sie dennoch im Durchschnitt einen geringeren Stundenlohn erreichen als Männer liegt daran, dass das, was Ökonomen den „Reservation wage“ nennen, so hoch ist, dass es für Frauen als Anreiz dient, Arbeit für staatliche Alimentierung aufzugeben. Wer Elterngeld und Kindergeld und Muttergeld und… zahlt, der muss sich nicht wundern, dass die Bereitschaft von Frauen, sich im Beruf zu engagieren, gering ist, was sich in einem durchschnittlich niedrigeren Stundenlohn niederschlägt. Der Beleg für diese Behauptung stammt übrigens aus dem IAB, dem wissenschaftlichen Ableger der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit. Concetta Medolicchio und Thomas Rhein haben gezeigt, dass sich die Höhe von Kindergeld und Elterngeld negativ auf die Bildungsrenditen von Frauen auswirken. Der Text, den sie dazu geschrieben haben, ist in englischer Sprache. Solche Ergebnisse sollen schließlich nicht popularisiert werden. Kurz: Kindergeld und Elterngeld sind für Frauen ein Anreiz, die Arbeit einzustellen und sich in Fertilität zu üben. Weil sie nicht arbeiten, bleibt ihr Humankapital bestenfalls gleich, schlimmstenfalls verfällt es. Falls sie je wieder arbeiten, tun sie das mit deutlich weniger Humankapital als Männer und nicht zu letzt deshalb verdienen sie verdientermaßen weniger.

Bleibt noch nachzutragen, dass der DGB fordert, Berufen, die von Frauen dominiert werden, per Gesetz eine Lohnerhöhung zu verordnen. Wir fordern, das Gehalt von DGB-Funktionären per Gesetz zu halbieren und an diejenigen zu verteilen, die dieses Land trotz aller gewerkschaftlichen Hinderungs-Versuche am laufen halten, die Zugführer, die Kanalarbeiter, die Lkw-Fahrer, die Lageristen, Packer, Postangestellten usw.

Ein normaler Mensch, der zwei Zahlen sieht, die einen Unterschied zwischen zwei Gruppen z.B. im Verdienst darstellen, der wird denken, dass es für diesen Unterschied bestimmt gute Gründe wie höhere Produktivität gibt. Nur ein boshafter Mensch wird denken, die Angehörigen der Gruppe, die weniger verdient, werden absichtlich und in einer Form der konzertierten Aktion diskriminiert, von der man definitiv sagen kann, dass sie in großen Stil nur dann leistbar ist, wenn sie per Gesetz verordnet wurde. Genderisten sind anscheinend boshafte Menschen, verhärmte, vom Leben Enttäuschte, die die Schuld für ihr Scheitern anderen zuschieben wollen, Männern in ihrem Fall. Warum Männern? Freud könnte das erklären.

Medolicchio, Concetta & Rhein, Thomas (2011). The Gender gap of Returns on Education Across West European Countries. Nürnberg: IAB-Discussion Paper 20/2011.


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Der Britische Labour Führer Jeremy Corbyn: IM der Stasi!?

Akten, die das britische Portal „Guido Fawkes“ von der Behörde des Beauftragten für die Stasi-Unterlagen erhalten hat, deuten auf ein enges Verhältnis zwischen dem heutigen Labour-Führer und der ostdeutschen Stasi hin. Die Geschichte liest sich wie ein Krimi aus dem Kalten Krieg, brühwarm weiterzählt.

Corbyn war in den 1980er Jahren erst Mitglied, dann Vize-Vorsitzender, dann Präsident der Gruppe „Labour Action for Peace“ (LAP). LAP, ein Teil der Labour Party, unterhielt enge Beziehungen zur ostdeutschen Stasi und wurde in den Berichten der Stasi als von „special importance“ (besonderer Wichtigkeit) für die von der Stasi in den 1980er Jahren verfolgten Ziele bezeichnet.

Ein Blick auf diese Ziele verdeutlich das Ausmaß, in dem die Stasi in den 1980er Jahren versucht hat, Einfluss auf die öffentliche Meinung und die politische Klasse in Großbritannien und man darf annehmen nicht nur dort zu nehmen. Ein wichtiges Ziel bestand offensichtlich darin, die Schuld für die „Eskalation der Aufrüstung in Atomwaffen“ den USA und der NATO zuzuschieben. Ein Ziel, das nur erreicht werden konnte, wenn die Stasi auf Verbündete im Westen zurückgreifen konnte. Und das konnte sie offensichtlich. Mit der britischen LAP, der Gruppe von Corbyn wurden enge Kontakte geknüpft. Die Gruppe wurde von Ostspionen infiltriert. Eine Delegation der LAP wurde nach Ostberlin eingeladen und ist dieser Einladung auch gefolgt. Die LAP, die sich nachdem, was den Stasi-Unterlagen entnommen werden kann, im Einklang mit der Stasi nicht nur darin befand, die Schuld für die nukleare Aufrüstung den USA und der NATO zu zuschieben, war offensichtlich sehr instrumentell. Über die LAP wurden Labour Abgeordnete im Unterhaus beeinflusst und sozialistische Politiken verbreitet. Den wohl größten Erfolg dieser Infiltration hatte indes nicht die Stasi sondern der Geheimdienst der damaligen Tschechoslowakei zu vermelden, dem es gelungen war, mit Cynthia Roberts einen Spion im Dienste der Tschechoslowakei als Kandidat bei den Wahlen zum Britischen Unterhaus zu platzieren.

Die kurze Episode, die schon aus nur einem Bruchteil des Stasi-Materials hervorgeht, das Guido Fawkes zur Verfügung steht, zeigt, dass Sozialisten damals wie heute versucht haben, die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu manipulieren. Dass in diesen Versuche inoffizielle und bezahlte Mitarbeiter ebenso wichtig waren wie Spione ist bekannt. Was nicht bekannt ist, ist das Ausmaß, in dem es der Stasi gelungen ist, die öffentliche westliche Meinung in Einklang mit den eigenen sozialistischen Vorstellungen zu bringen. Interessant ist jedoch, dass damals wie heute versucht wurde, über Parteien und Aktivisten, wie man sie heute vornehmlich im Speckgürtel von Ministerien, bei NGOs und in den politischen Vereinen der Parteien (nicht zu vergessen bei Wikipedia) findet, der Öffentlichkeit Ideen als etwas anderes unterzujubeln als die Ausgeburt eines sozialistischen Geistes. Die Infiltration, Gleichschaltung und Nutzung von Gruppen, die im politischen System des Sozialismus-feindlichen Westen integriert waren, war offensichtlich fester Bestandteil der Stasi-Strategie, deren Ausmaß man angesichts der Enthüllungen aus dem Vereinigten Königreich für Deutschland nur erahnen kann.

Quelle. Guido Fawkes

Historiker, die stolz auf ihr Fach sind, sollten eigentlich in Scharen Stasi-Unterlagen durchleuchten um die Verstrickung order Nicht-Verstrickung derer, die heute als politische Klasse Deutschland zu regieren versuchen mit der Stasi offenzulegen. Wie so oft, wenn die Themen auf der Straße liegen, werden sie von institutionellen Wissenschaftlern übersehen, ob bewusst oder unbewusst, das mag jeder selbst entscheiden. Offensichtlich ist es derzeit wichtiger, gegen einen imaginären rechten Feind zu kämpfen, als die Verflechtungen zwischen dem politischen System Deutschlands und der Stasi zu untersuchen. In jedem Fall werfen die Enthüllungen aus dem Vereinigten Königreich ein neues Licht auf die Frage, warum es Linken so wichtig ist, einen Rechtsextremismus-Hype zu schaffen und stetig zu befeuern.

Guido Fawkes beendet seinen letzten Beitrag zu Corbyn mit drei Fragen, die den Führer von Labour in massive Erklärungsnot bringen können. Denn anders als in Deutschland, werden alternative Medien wie Guido Fawkes im Vereinigten Königreich nicht totgeschwiegen, nicht einmal von der BBC.

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Von gekauften Wissenschaftlern und Junk Science in the Making

Falls es jemanden gibt, der sich fragt, warum Bundes- und Landesministerien mittlerweile sicher mehr als eine Milliarde Euro aufgewendet haben, um Gender Studies und ihre Ableger an Hochschulen zu installieren, warum Programme von Bund und Ländern dazu benutzt werden, (weibliches) Geschlecht und nicht Kompetenz zum Berufungsgrund zu machen, warum Fördertöpfe von Bund und Land bereitgestellt werden, um das Heer der Unvermittelbaren, das im Rahmen der entsprechenden Programme gekauft wurde, mit Drittmitteln zu versorgen, hier kommt die Antwort.

Wir haben bereits in der Vergangenheit von den Schöpfungen der Ministerien in Bund und Ländern berichtet, die über Bevorzugungsprogramme in Positionen der institutionalisierten Wissenschaft gehievt werden, um dort mit anderen Mitteln des Bundes und der Länder finanziert zu werden und um von dort aus die Drecksarbeit zu machen, für die sich die Herrschaften in Ministerien von Bund und Ländern immer noch – warum auch immer – zu fein sind.

Das Projekt REVERSE, das vom BMBF mit einer Million Steuereuro finanziert wird, ist ein Beispiel für diese Drecksarbeit. Steuereuro werden vordergründig vergeben, um Ursachen und Erscheinungsformen des Anti-Feminismus, der angeblich die Gesellschaft spaltet und unzulässig zu einem „Anti-Pluralismus“ verallgemeinert wird (wie etwas, das distinkt anders ist als der Einheitsbrei, der Genderisten vorschwebt, anti-pluralistisch sein kann, ist ein Rätsel, das man vermutlich nur lösen kann, wenn man die neuronalen Einöden, die die Hirne von Genderisten darstellen, simulieren kann), aufzuarbeiten. Tatsächlich geht es in REVERSE nicht darum, ein Forschungsobjekt wissenschaftlich zu erarbeiten. Tatsächlich geht es um krude Beeinflussung und politischen Aktivismus.

Das wird sehr deutlich, wenn man sich die Zeit nimmt, den hier verlinkten Text zu lesen, den man wie folgt zusammenfassen kann: Debatten, die Kritik am Genderismus üben, beeinträchtigen die öffentliche Meinungsbildung und sind gesellschaftlichem Zusammenhalt abträglich. Die entsprechenden Debatten gehen von denen aus, die Genderisten nicht leiden können und deren Ziel darin besteht, die „Privilegien von Männern“ zu verteidigen. Selbst Frauen tragen diese „anti-feministische Strömung“, Frauen, die „Vorteile in der Re-Traditionalisierung der weiblichen Rolle sehen“. Aus diesem Grund ist es das Ziel von REVERSE die „verschiedenen Dimensionen desintegrierender Spaltungslinien im ‚Anti-Genderismus’-Diskurs” darzustellen. Zunächst sollen “Trägerschichten, Einstellungen, diskursive Strategien, Mobilisierungs- und Radikalisierungspotenziale anti-feministischer Bewegungen mit Fokus auf die Wechselwirkungen von Überzeugungen mit dem Erleben und der Diskursivierung gesellschaftlicher Umbrüche“ untersucht werden, um auf dieser Grundlage Ansatzpunkte zu identifizieren, „um potentiell gesellschaftsspaltenden Diskursen zu begegnen”.

„Gemeinsam u.a. mit Trägern der politischen Bildung werden Bildungsangebote entworfen, die sich mit (Un- )Gleichheitsvorstellungen, anti-/liberalen sowie anti-/demokratischen Deutungen von Geschlechterverhältnissen beschäftigen. In Multiplikator*innen-Workshops erarbeitete Transferkonzepte werden im internen Benchmarking evaluiert und in ein öffentlichkeitswirksames Transferprogramm integriert. Zentrales Instrument sind mehrformatige Veranstaltungsreihen zur Aufklärung, Wissensvermittlung sowie Diskussion geschlechterpolitischer Fragen. Neben klassischen Konzepten für den intra- und interuniversitären Austausch, Expert*innen- und Arbeitsgesprächen, Podiumsdiskussionen und Fachpublikationen werden Seminare und Gesprächsrunden zur Anwendung im Studium Generale oder in Schulen sowie entwicklungspsychologische und pädagogische Konzepte und Manuale für die Aus- und Weiterbildung von Ärzt*innen, Psycholog*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen und Fachkräften der Sozialen Arbeit entwickelt“.

Dass die Damen von REVERSE versuchen, sich den Anstrich von Wissenschaftlichkeit zu geben, ist ein schlechter Witz, der wieder einmal zeigt, dass man, wie schon ein biologische Abnormalität aus den x-Files weiß, nicht vorgeben kann, etwas zu sein, was man nicht ist. Gender Studierte sind keine Wissenschaftler. Sie sind politische Aktivisten.

Wissenschaftler haben einen Forschungsgegenstand. Genderisten haben ein politisches Anliegen.

Wissenschaftler wollen den Forschungsgegenstand erklären. Genderisten regen sich über einen empirischen Fakt auf und wollen ihn zum Verschwinden bringen.

Wissenschaftler untersuchen einen Forschungsgegenstand, um zur Theoriebildung beizutragen. Genderisten wollen den empirischen Fakt, der sie aufregt, eliminieren.

Wissenschaftler stehen ihrem Forschungsgegenstand neutral gegenüber. Genderisten stehen ihrem Erregungsgegenstand von Anfang an negativ gegenüber. Sie haben Vorurteile, die durch keinerlei Beobachtung veränderbar sind.

Wissenschaftler sind rationaler Argumentation verpflichtet und streben danach, eine Kongruenz zwischen ihrer Theorie und empirischen Beobachtungen herzustellen. Genderisten sind ihrer Heilslehre verpflichtet und streben danach, abweichende empirische Beobachtungen zu eliminieren.

Und deshalb ist es das Ziel von REVERSE, Mittel und Wege zu ersinnen, mit denen man die Kritik an der Heilslehre des Genderismus unterdrücken, beseitigen, eliminieren kann. Wie gewöhnlich sind die angestrebten Mittel nicht Mittel des rationalen Diskurses, denn dazu müsste man die Legitimität von Kritik am Genderismus anerkennen, sondern Mittel des Zwangs, der Manipulation und Indoktrination.

Wer auch immer an REVERSE beteiligt ist und zu den Marburgern, die daran beteiligt sind, liegen uns bereits interessante Analysen zu Querverbindungen und wenn man es einmal so bezeichnen will „Werdegang“ vor, ist alles nur kein Wissenschaftler. Die meisten Beteiligten wurden über Bundes- und Landesprogramme in ihre institutionelle Position gehievt, sind seit Jahren Empfänger von Zuwendungen aus Landes- und Bundestöpfen, die der Förderung ansonsten offensichtlich chancenloser „Projekte“ aus dem Bereich des Genderismus oder schlicht der politischen Zuarbeit dienen, so dass der Verdacht naheliegt, sie wurden in ihren Positionen an Universitäten installiert, um als intellektuelle UBoote jederzeit für politische Zwecke eingesetzt werden zu können, immer in der Hoffnung, man könne sie mit dem Feigenblatt der Wissenschaftlichkeit ausstatten,

Man kann es nicht, wie der neueste Unsinn aus der Gender-Kaderschmiede in Marburg zeigt, den wir auf der Seite der DGS, die einst Soziologen vertreten hat und heute zu einer Nickveranstaltung des politischen Zeitgeistes geworden ist, gefunden haben:

“ERFAHRUNGEN FACH SOZIOLOGIE MIT DISKURSEN ÜBER UND ARGUMENTATIONEN GEGEN GENDER STUDIES, FEMINISMUS UND GENDER MAINSTREAMING
Das Zentrum für Gender Studies der Universität Marburg forscht im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „REVERSE“ zur Sicht von WissenschaftlerInnen auf Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming.

Die ForscherInnen des Projektes bitten die DGS-Mitglieder und LeserInnen der DGS-Website um die Beantwortung der folgenden Frage:
 Welche Erfahrungen gibt es im Fach Soziologie mit Diskursen über und Argumentationen gegen Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming?

Bitte richten Sie Ihre Antwort bis zum 31.01.2018 an Dr. Marion Näser-Lather: naeserm(at)staff.uni-marburg.de
Weitere Informationen zum Projekt “REVERSE” finden Sie im Anhang.”

Wir rufen alle Soziologen, die beim Versuch, mit Genderisten zu diskutieren, die Erfahrung gemacht haben, dass sie als Antwort auf ihre Kritik persönlich angegriffen wurden, diskreditiert wurden, dass man versucht hat, sie mundtot zu machen, ihnen nahegelegt wurde, die Universität zu wechseln, wie es einem männlichen Nachwuchswissenschaftler an der Frankfurter Universität geschehen ist, der eine fundierte Kritik zum Mythos „Gender Pay Gap“ publiziert hat, das sie zum Gegenstand einer Rufmordkampagne wurden, wie sie an der Universität Leipzig durchgeführt wurde und vieles mehr, sich bei der angegebenen eMail-Adresse zu melden. Vielleicht gelingt es auf diese Weise Marion Näser-Lather, die es zwar irgendwie zur Promotion geschafft hat, aber nicht zu wissen scheint, dass Wissenschaft nicht darin besteht, Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern darin, einen Forschungsgegenstand zu untersuchen, was es notwendig voraussetzt, ihn von allen Seiten zu betrachten, nicht nur von denen, die einem affektiv und ideologisch gerade in den Kram passen, ein wenig Nachhilfe in wissenschaftlichem Vorgehen, wissenschaftlicher Methode und wissenschaftlicher Lauterkeit zu geben.

Aber natürlich ist es kaum zu erwarten, dass sich jemand, der eine Vorstellung davon hat, was wissenschaftliche Lauterkeit ist, als Vasall für die dreckige Arbeit, die Ministerien zu vergeben haben, verdingt, für dreckige Arbeit, die darin besteht, unter dem Deckmantel der Finanzierung von angeblich wissenschaftlicher Forschung Indoktrinationsmaterial zu produzieren, mit dem der politische Gegner derer bekämpft werden kann, die ihren Hintern in Ministerien plattsitzen.

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Vom mündigen Bürger zum Reiz-Reaktions-Deppen: Spiegel/BENTO macht‘s möglich

Seit Verlage wie der Spiegel die Manipulations-Möglichkeiten die „online“-Echtzeitbefragung bieten, entdeckt haben und seit Civey angetreten ist, auch noch den Rest Glaubwüridgkeit zu beseitigen, den die Meinungsforschung auf welchen Wegen auch immer und gegen alle Wahrscheinlichkeit hat retten können, ist es vorbei mit der Glaubwürdigkeit und der Meinungsforschung. Beide sind im Maelstrohm der politischen Instrumentalisierung verschwunden und haben den Leumund der empirischen Sozialforschung mitgerissen.

Das neueste Beispiel eines so brachialen Versuchs der Meinungsmanipulation durch eine Meinungsabfrage stammt von BENTO, dem Spiegel-Ableger, der die 18- bis 30jährigen zur Zielgruppe hat, und wenn es diese Zielgruppe ist, die BENTO liest und nicht etwa die 6- bis 11jährigen, dann sagt dies einiges über den Infantilisierungsgrad von Teilen der deutschen Bevölkerung.

Im Zusammenhang mit den unsäglichen Ereignissen um den Antaios-Verlag auf der Deutschen Buchmesse, in deren Zusammenhang sich u.a. der deutsche Börsenverein als das rückwärtsgewandte, ewig-gestrige, sozialen Wandel bekämpfende Gremium von Pop-Oligarchen entpuppt hat, das er nun einmal ist, hat auch BENTO einen Beitrag, vermutlich auch mehrere Beiträge veröffentlicht. Zum Ende eines dieser Beiträge findet sich die folgende Meinungsabfrage, die Don Alphonso aufs Twitter –Korn genommen hat und in der er den Ausgang der Abfrage beklagt.

Und so schlimm das Ergebnis dieser „Meinungsabfrage“ auch sein mag, wir beklagen nicht das Ergebnis, wir beklagen die Tatsache, dass man das Klientel von BENTO offensichtlich mit den einfachsten Manipulations-Mitteln im Arsenal der Meinungsabfrage manipulieren kann.

Wir sprechen deshalb von Meinungsabfrage, weil dies mehr den Impetus der Schule mit sich bringt. Meinungsabfragen interessieren sich im Gegensatz zu Meinungsumfragen nicht dafür, welche Meinung die Befragten haben, sondern dafür, ob die Indoktrination dazu geführt hat, dass die abgefragte auch die politisch korrekte Meinung ist. Es ist wie in der Schule, der Lehrer (BENTO) prüft, ob seine Lehrinhalte (Indoktrination) von den Schülern (Lesern von BENTO) auch auswendig gelernt und aufgesagt werden können.

Die brachiale Manipulation, die in dieser Abfrage offenkundig ist, sie ist von Civey zu verantworten, einem Berliner Start-Up, das wohl angetreten ist, Meinungsumfragen zu erledigen und endgültig in Meinungsmanipulationen, die z.B. belegen, dass die meisten BENTO-Leser sich nicht einmal auf dem Entwicklungsstand von Pawlows Hund befinden, denn der hat ohne materielle Belohnung nichts getan, umzuformen.

Civey ist entsprechend unser Klassifikation somit als Junk-Institut anzusehen, und zwar aus folgenden Gründen:


Wollte man fragen, ob Leser der Ansicht sind, dass die Buchmesse nur bestimmten Verlagen zugänglich gemacht werden soll, dann würde man fragen:

Soll die Frankfurter Buchmesse für alle Verlage offen sein?

Wenn man, aus welchen Gründen auch immer, wissen will, ob Leser radikale Verlage nicht auf der Buchmesse haben wollen, dann ist es ein methodischer Fehler, der zum Himmel schreit, wenn man diese Leser mit einem Stimulus ködert ohne ein Gegengewicht zu setzen, etwa so:

Sollen radikale (z.B. links- oder rechtsradikale) Buchverlage auf der Frankfurter Buchmesse zugelassen werden?

Wer seine Frage auf genau eine Seite des politischen Spektrums beschränkt ohne das Gegenstück des Linksradikalismus zu erwähnen, suggeriert damit, dass sich diese Frage überhaupt nur für rechtsradikale Verlage stellt, d.h. der wichtigste Stimulus in der Frage ist das Adjektiv „rechts“.

Das Adjektiv „rechtsradikal“, das hier anstelle von rechtspopulistisch oder rechtsextrem steht, kommt indes in der Frage gar nicht vor. In der Frage ist schlicht von „rechte[n] Verlage“ die Rede. Erst die Antwortmöglichkeiten:

“Ja, radikales Gedankengut hat in unserer Gesellschaft keinen Platz bzw.
Nein, auch rechtsradikale Meinungen müssen ausgehalten werden,”

stellen die Verbindung von „rechts“ und „radikal“ her. Sie tun das auf eine besonders perfide Weise, die in der positiven Antwort nahelegt, es gäbe nur einen Radikalismus der Rechten, was uns Liberale herzlich amüsiert und einmal mehr zeigt, wie borniert linke Manipulateure doch sind. Zudem wird „radikales Gedankengut“ mit „rechtsradikaler Meinung“ gleichgesetzt und da wir bereits wissen, dass „radikales Gedankengut“ nur von Rechts kommt, ist auch klar, dass BENTO hier abfragt, ob es gelungen ist, die eigenen Leser zu stupiden Aufsagern der indoktrinierten Meinung zu machen. Es gelingt trotz des verzweifelten Einsatzes all der brachialen Methoden für nur 67% der BENTO-Leser:

67% (von 20?) sind der Ansicht, dass radikales Gedankengut in unserer Gesellschaft keinen Platz habe, eine nette Absurdität, denn diese 67% vertreten hier natürlich überaus radikales Gedankengut, das auf eine 1000jährige Geschichte zurückblicken kann. Daraus, dass 67% nichts dabei finden, eine solche Absurdität als ihre Meinung auszugeben, kann man wiederum schließen, dass sie nicht darüber nachgedacht haben, was sie hier als ihre Meinung abgeben, sondern auf den Reiz „radikales Gedankengut“ im Zusammenhang mit „rechts“ reagiert haben. Rechts sowieso, aber besonders in Verbindung mit „radikal“ löst bei den 67% der Leser von BENTO, die entsprechend abgestimmt haben, eine, dem Speichelfluss von Pawlows Hund vergleichbare Reaktion aus, die dazu führt, dass sie ohne zu zögern und zu denken, alle Errungenschaften der modernen Demokratie über Bord werfen und sich in eine Reihe mit den Vätern des Ermächtigungsgesetzes stellen.

Wenn es die Absicht von BENTO ist, einen Teil seiner Leser zu affektiven Marionetten zu erziehen, die sich, wie es wohl die Leser von Streichers Stürmer getan haben, daran ergötzen, wenn der auserkorene Feind in welcher Form auch immer diskreditiert wird, wenn ihm demokratische Grundrechte verweigert werden, wenn er zum Aussätzigen erklärt und am besten interniert, in jedem Fall aber aus dem öffentlichen Leben entfernt wird, dann hat BENTO bei 67% (von 20?) Erfolg – ob man darauf stolz sein kann, formal betrachtet (und vermutlich auch inhaltlich) in einer Reihe mit Streichers Stürmer zu stehen, das ist eine andere Frage.

Bleibt abschließend noch festzustellen, dass diejenigen, die diese Frage zu verantworten haben, eine Schande für alle sind, die sich wirklich mit der Erforschung von Meinungen beschäftigen. Wenn Civey, wie wir begründet vermuten, für diese Frage verantwortlich ist, dann ist auch klar, welcher Agenda die Gründung und der schnelle Aufstieg dieses Berliner Instituts folgt.

Die Schleimscheißerei (Warum soll man etwas nicht beim Namen nennen?) „Du hast eine sehr differenzierte Meinung, wie sehen das Deine Freunde?“, mit der denjenigen unter den BENTO-Lesern, die besonders minderbemittelt sind, Honig ums Maul geschmiert werden soll, um auf diese Weise Zugriff auf ihre Facebook- und Twitter-Freunde zu erhalten, dient natürlich nur dazu, die von Cambridge Analytica erfundene Methode, so genannte BIG DATA zu sammeln, umzusetzen. Vermutlich sind die Informationen, die Civey auf diese Weise von den einfältigsten unter den BENTO-Lesern sammelt, bares Geld wert, wenn es darum geht, für andere Kunden Marketing-Kampagnen zu zimmern. Dies erklärt dann auch, warum Marketing-Konzeptze so häufig versanden und Geld kosten, aber nichts bringen, denn deren Zuschnitt basiert auf den Angaben von Einfältigen, die zum Glück immer noch eine Minderheit in der Gesellschaft sind.

Nachtrag:
Ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass die Junk-Abfrage nach seiner Ansicht nicht von Civey, sondern von Opinary ist. Das macht es nicht wirklich anders. Letzteres ist ein Klon von Ersterem und verantwortlich wären entsprechend nicht “Gerrit, Janina, Oliver, Lian oder Adam, sondern Cornelius Frey, Pia, Max und Stephen.

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Feministische Haltung: NRW-Ministerium finanziert Gesetzesbrecher

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und die Landeshauptstadt Düsseldorf finanzieren aus Steuergeldern einen jener vielen Vereine, die eigentlich gemeinnützig sein sollen und ihr Angebot dennoch nur an Mädchen richten. Der Verein trägt den Namen „ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V..

Der gemeinnützige Verein bezeichnet sich selbst als „feministischen Verein“, unterhält eine Mädchenberatungsstelle und einen Mädchentreff und hat Zugang zu Schulen, um dort Präventions- und Projektarbeit anzubieten. Und weil das alles noch nicht reicht, wird das Angebot, das sich nur an Mädchen richtet, erweitert:

„Als neuen Baustein wird ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V. eine Zuflucht für Mädchen und junge Frauen in Bedrohungssituationen eröffnen. Hierbei handelt es sich um eine anonyme Kriseneinrichtung. Für diese neue Einrichtung suchen wir zum schnellst möglichen Zeitpunkt mehrere pädagogische Fachkräfte in Teil- und Vollzeit. Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet bis zum 14.06.2018. Eine Entfristung ist angestrebt.“

Wer diesen neuen Baustein finanziert, das dürfte keine offene Frage sein. Wer in Nordrhein-Westfalen wohnt, kann die Hand heben, sofern er steuerpflichtig ist. Er kann zudem die Verantwortung dafür übernehmen, dass mit seinem Steuergeld ein offener Bruch des Gesetzes zur Allgemeinen Gleichbehandlung verbunden ist (oder etwas dagegen tun).

Denn im Ausschreibungstext steht, völlig offen, so als ginge es darum, einen neuen Pastor für die katholische Kirche zu rekrutieren und als Voraussetzung für eine Einstellung:

„Erfahrungen in der Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen, eine feministische Haltung und Wissen um die Grundlagen von parteilicher Mädchenarbeit“

Außer der katholischen Kirche sind kaum Arbeitgeber bekannt, die eine Einstellung von einem Glaubensbekenntnis abhängig machen. Insofern wäre es an der Zeit, Feminismus ließe sich als eine weitere Religion eintragen. Bis zu dieser Eintragung ist die Ausschreibung aber eben aufgrund des zitierten Passus ein Verstoß gegen das AGG, in dem es bekanntlich heißt:

§ 1:
Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

§ 2:
1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:

  1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,

Die geforderte „feministische Haltung“ ist somit ein klarer Verstoß gegen § 2 Absatz 1 des AGG, und sie wird besonders dadurch pikant, dass der Gesetzesbrecher von einem Landesministerium und von der Kommune Düsseldorf finanziert wird. Im Jahre 2017 ist eben nichts ausgeschlossen, auch nicht, dass offene Gesetzesbrüche noch mit steuerlicher Vergünstigung belohnt werden, wie sie gemeinnützigen Vereinen zukommt.

Indes hat der Bundesfinanzhof unlängst geurteilt, dass ein Verein, der „entgegen Artikel 3 Absatz 3 GG die wesensmäßige Gleichheit aller Menschen in Abrede stellt“, mangels Förderung der Allgemeinheit nicht als gemeinnützig einzustufen sei.

Die feministische Indoktrination von Mädchen stellt zweifelsohne die wesensmäßige Gleichheit aller Menschen in Abrede, wäre dem nicht so, es müsste keine „feministische Haltung“ zur Voraussetzung der Einstellung gemacht werden. Deshalb sollte dem Finanzamt, das die Steuerbegünstigung von „ProMädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.“ bejaht hat, gerade vor dem Hintergrund des Urteils des Bundesfinanzhofs, das übrigens am 17. Mai diesen Jahres ergangen ist, etwas zur Steuerbegünstigung einfallen, z.B. ein Widerruf.

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