Sozialistische Weltregierunggesponsert von Prof. Dr. Jens Rickmeyer 

Wie wäre es mit einem kleinen Gedankenexperiment?

Wir planen, eine sozialistische Weltregierung einzurichten. Sozialismus verspricht ein Maximum an Kontrolle der Bürger bei gleichzeitigem Minimum in Lebensstandard. Eine sozialistische Weltregierung ist also im Interesse derer, die sich als Herrscher sehen, sie ist nicht im Interesse der Bürger, denn sie bedeutet: Weniger Bürgerrecht, weniger Freiheit und geringer Lebensstandard.

Entbehrung, Verzicht, Unfreiheit, weniger Mitsprache und ein schlechterer Lebensstandard sind nicht unbedingt die Renner, mit denen man Wahlen gewinnt. Aber sie sind die zwangsläufigen Folgen einer sozialistischen Weltregierung. Es stellt sich somit die Frage, wie Bürger für die sozialistische Weltregierung, die ganz offen gegen ihre individuellen Interessen verstößt, gewonnen werden können.

Hier der Plan:

Zunächst schaffen wir eine internationale Organisation, die wir der Sicherung des Friedens widmen. Frieden als Ziel ausgegeben, ist ein klarer Sympathieträger, denn ein friedliches Leben ist ein hohes Gut, dessen Erreichung von den meisten Menschen angestrebt und unterstützt wird.

Dann statten wir diese internationale Organisation zwar nicht mit exekutiven Rechten aus, aber mit einer Art moralischer Weisungsbefugnis, denn unsere internationale Organisation ist moralisch der Nationalstaaterei, Nationalstaaten sind die Mitglieder unserer internationalen Organisation, überlegen. Von Nationalstaaten weiß man, dass sie Nationalismus ausbrüten können und dass ihre Führer mit einander Krieg geführt haben. Unsere internationale Organisation ist über nationale Egoismen erhaben. Wir bauen sie zum Monolith des Guten auf, der in moralischem Altruismus allen Menschen nur das Beste bringen soll.

Die moralische Weisungsbefugnis ist fast so gut wie eine exekutive Funktion, denn Mitgliedsstaaten, die sich der guten Intention, die von unserer internationalen Organisation ausgeht, nicht unterwerfen, werden zu Paria, zu Ausgestoßenen.

Um nun die Akzeptanz von Verzicht, Unfreiheit, weniger Mitsprache und einem geringeren Lebensstandard durchzusetzen, müssen wir zunächst die Orte, an denen Widerstand gegen unseren Plan, den Weltsozialismus einzuführen, entstehen kann, ausschalten. Da Kritik das Mittel der Wissenschaft ist und die Mitgliedsgesellschaften unserer internationalen Organisation allesamt großen Wert auf Bildung legen, unterlaufen wir das öffentliche Bildungssystem.

Dazu ist es (A) notwendig, eine Notsituation zu kreieren, die es erlaubt, eine große Zahl von Vasallen, von humanen Trägern unserer Ideologie, in Positionen zu bringen, von denen aus es ihnen möglich ist, zum einen die Bildungsinstitutionen, vor allem die höheren Bildungsinstitutionen so zu unterminieren, dass Kritik, sofern sie vorgebrach wird, in einem Meer von Stimmen des Unsinns aus den Mündern unserer Vasallen ertränkt wird. Zum anderen ist der Hauptangriffspunkt unserer ideologischen Unterwanderung die Ausbildung der Lehrer, die Zugriff auf die nächsten Generationen haben. Gewerkschaften werden genutzt, um das notwendige Umfeld zu schaffen, das es ermöglicht, unsere neue Ideologie als festen Bestandteil der Ausbildung zu verankern. Unsere Ideologie, die wir benutzen, um Wissenschaft u.a. als Ort der kritischen Prüfung der Vereinbarkeit von Behauptungen mit der Realität auszuschalten, ist eine Opferideologie. Wir behaupten, eine gesellschaftliche Gruppe werde seit Jahrhunderten von einer anderen gesellschaftlichen Gruppe diskriminiert. Das dadurch angeblich entstandene Unrecht soll durch unsere Ideologie beseitigt werden, deren Ziel ausschließlich darin besteht, so viele inkompetente Personen wie möglich, die unsere Opfer-Ideologie verbreiten, in so viele Positionen der Bildung wie nur möglich zu bringen, um das Niveau der Bildung nachhaltig zu reduzieren.

Widerstand gegen die Durchsetzung der sozialistischen Weltregierung ist umso wirkungsvoller, je homogener und organisierter er erfolgt. Also ergreifen wir flankierende Maßnahmen, die Kritik an unseren humanitären Zielen als Hassrede einordnen und kriminalisieren. Die Organisationsbasis in den autochthonen Gesellschaften schwächen wir durch (B) den großflächigen Zuzug von Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Das gewährleistet im schlechtesten Fall Konflikte zwischen den alten und den neuen Mitgliedern der nunmehr diversifizierten Gesellschaften. Im besten Fall gewährleistet es Solidarisierungen von Teilen der autochthonen Gesellschaft mit den kulturfremden Neuankömmlingen und gegen diejenigen, die ihre eigene Kultur weiterhin leben wollen.

Die Indoktrination mit unserer Ideologie, die wir, weil es eine Ideologie des Guten ist, die Opfer von Diskriminierung vermeiden und eine Gesellschaft der Gleichen, der Gleichguten (oder Gleichdummen) herstellen will, problemlos durchsetzen können, setzt an Hochschulen und Schulen an. Ziel an Hochschulen, um es noch einmal zu wiederholen, ist die Zerstörung der kritisch-rationalistischen Wissenschaftskultur, Ziel an Schulen ist die nachhaltige Indoktrination der Kinder und Jugendlichen mit den Versatzstücken unser Ideologie des Guten und Reinen.

Um im weiteren Verlauf, Kinder als Fahnenträger unserer Ideologie in Stellung zu bringen, kreieren wir eigene (C) Kinderreche, die es erlauben, Kinder und Jugendliche als Waffe gegen ihre Eltern zum Einsatz zu bringen, dann nämlich, wenn sich Eltern der Indoktrination ihrer Kinder widersetzen oder wenn sie die Inhalte, die ihre Kinder als die einzig guten und richtigen Inhalte erlernt haben, in Frage stellen. Die Wahrnehmung von Kinderrechten wird zu diesem Zweck angeblich unabhängigen Agenten übertragen, die Kinderrechte treuhänderisch verwalten und – bei Notwendigkeit – gegen Eltern verteidigen.






Auf dieser Grundlage ist es nunmehr möglich, den letzten Schritt zur Schaffung des Weltsozialismus zu gehen. Dazu ist es notwendig, eine Gefahr zu inszenieren, die die Bürger in Angst und Schrecken versetzt, sie zu Zugeständnissen bei Freiheitsrechten, zu Abstrichen beim Lebensstandard oder zu Genügsamkeit und Verzicht bereit macht. Wichtig bei dieser Inszenierung sind Medien, deren Vertreter unsere Ideologie schon deshalb unterstützen, weil sie ihre eigene Inkompetenz hinter moralischem Gutmenschentum verstecken können und – abgesehen davon – weil ein Großteil der Medienschaffenden durch unsere Human-Vasallen im Bildungssystem indoktriniert wurde.

Dazu erfinden wir ein (D) Weltuntergangsszenario, das nur dann abgebogen werden kann, wenn eine zentrale Stelle, eine Weltregierung, Maßnahmen zur Abwehr des Weltuntergangs zentral koordiniert und Maßnahmen und Regelungen durchsetzen kann, die den Weltuntergang abwenden. Das entsprechende Szenario wird von einer Arbeitsgruppe vorbereitet und in Hochglanzberichten in erschreckendster Weise dargestellt, wobei auf die Dienste von Legitimationsakademikern, die froh sind, wenn sie eine finanzierte Dauerstelle bekommen bzw. Forschungsprojekte vorweisen können, um ihre Karriere zu stabilisieren, zurückgegriffen wird. Um das Weltuntergangsszenario gegen Kritik zu schützen, werden Kritiker bedroht und ausgegrenzt und durch inszenierte Chöre derer, die über die letzten Jahre als angebliche Wissenschaftler an Hochschulen installiert wurden, zum Schweigen gebracht. Besondere Bedeutung kommt Kindern und Jugendlichen bei der Durchsetzung des Weltuntergangsszenario zu, deren Angst, morgen nicht mehr am Leben zu sein, obwohl noch jung an Jahren und ihr Bedürfnis, sich als engagierte und gute Menschen für eine gute Sache einzusetzen, ausgenutzt wird, um sie in den Dienst der Schaffung der sozialistischen Weltregierung zu stellen. Hier erleichtert die Tatsache, dass die nämlichen Kinder und Jugendliche über Jahre von unseren Human-Vasallen in den Schulen indoktriniert wurden, die Instrumentalisierung der Kinder und Jugendlichen. Ist erst einmal eine große Öffentlichkeit geschaffen, in der die armen Kinder und Jugendlichen, denen die Erwachsenen durch ihre egoistische Lebensweise die Zukunft rauben, die Stimmung vorgeben, ist die Zeit gekommen, die Zukunft für die nachwachsenden Generationen in schmalztriefenden Worten zu retten, und zwar durch Eingriffe in die Freiheitsrechte der Bürger (Einschränkung der Mobilität, der Meinungsfreiheit), durch Erfindung von Weltrettungssteuern, die individuelle Freiheit beschränken, die Finanzierung weiterer Human-Vasallen zur Verbreitung unserer Ideologie sichern und die Abhängigkeit der Bürger von ihrem Staat erhöhen und schließlich durch die zentrale Steuerung des Lebens der Bürger, eine Steuerung, die erlaubte Verhaltensweisen definiert und unerlaubte Verhaltensweisen unter Strafe stellt, die Bürger vollständig in Abhängigkeit von einer zentralen Weltregierung, einer sozialistischen Weltregierung bringt.

Dystopisch – oder?
Fast wie 1984 von George Orwell.

But then:

Lesen Sie doch einmal die Absätze (A) bis (D) unter der Prämisse, dass es sich bei den jeweils beschriebenen Maßnahmen um die folgenden handelt:

(A) Gender Mainstreaming, beschlossen auf der UN-Frauenkonferenz handelt. Dazu, ob Gender Mainstreaming umgesetzt werden soll oder nicht, fand nie eine demokratische Abstimmung statt. Es wurde einfach umgesetzt.

(B) Der UN-Migrationspakt, Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration, wurde am 19. Dezember 2018 beschlossen. Er regelt die Rechte von Migranten und setzt sie gegen die Rechte der autochthonen Bevölkerung. Er enthält zudem ausführliche Passagen über die Behandlung von Hate Speech.

(C) Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1990 beschlossen und in der Folge in Deutschland ratifiziert. 2010 wurden Vorbehalten, die der Bundestag gegen die UN-Kinderrechtskonvention zum Ausdruck gebracht hat, gestrichen. Aktuell wird über eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz diskutiert.

(D) Der Klimawandel wird seit Jahrzehnten von UN-Institutionen, vor allem vom Intergovernmental Panel on Climate Change zur Massenhysterie ausgebaut. Zwischenzeitlich kommt es der Häresie gleich, wenn man feststellt, dass alle Klimamodelle, auf die der IPCC seine Katastrophen-Prognosen baut, falsch sind bzw. die Wettertrends weit von dem abweichen, was der Erde angeblich durch Klimawandel bevorsteht oder darauf hinweist, dass CO2 kein Klimakiller ist, sondern der Stoff, aus dem das Leben auf der Erde ist.

Was sagen Sie nun, zu unserem kleinen Gedankenexperiment?


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