Schweizer Professor beklaut den Papst – posthum

Nicht einmal als Papst ist man noch davor sicher, bestohlen zu werden.

Für das Portal „Retraction Watch“ ist Peter J. Schulz, der an der Universität von Lugano eine Professur innehat, kein Unbekannter. Drei Fälle hat das Portal bereits dokumentiert, in denen Schulz die Äußerungen anderer als die eigenen ausgegeben, in denen er plagiiert hat oder in politisch korrekt: in denen er nicht kenntlich gemacht hat, dass das, was er schreibt, nicht von ihm stammt.

Der neueste Vorwurf, den man wohl angesichts der Beweislage als erwiesen ansehen kann, lautet einmal mehr auf Plagiarismus. Dieses Mal hat Schulz u.a. eine Publikation von Karel Wojtyla, Papst Johannes Paul dem II ausgewertet und für seine Zwecke benutzt. Unter anderem die folgende Passage hat Schulz für sich reklamiert, tatsächlich stammt sie von Karel Woityla, der sie unter dem Titel „On Person and Subjectivity“ veröffentlicht hat.

“The passage of the “Ego” seems to be important since it could be understood as an indicator of the primordial uniqueness of the human being, and thus for the basic irreducibility of the human being to the natural world. This assumption forms the basis of understanding the human being as a person. Traditional Aristotelian anthropology was based on the definition anthropos zoon noetikon (homo est animal rationale). This definition fulfills Aristotle’s requirements for defining the species (human being) through its proximate genus (living being) and the feature that distinguishes the given species in that genus (endowed with reason). At the same time, however, the definition is constructed in such a way that it excludes – at least at first glance – the possibility of accentuating the irreducible in the human being. In this definition the human being is mainly an object, one of the objects in the world to which the human being visibly and physically belongs. In this perspective, objectivity was connected with the general assumption of the reducibility of the human being. The term subjectivity, on the other hand, proclaims that the human being’s proper essence cannot be reduced and explained by the proximate genus and specific difference. In other words: Subjectivity is a synonym for the irreducible in the human being.”

Bei Peter J. Schulz ist die zitierte Passage komplett in seinem Beitrag „Subjectivity From a Semiotic Point of View“ übernommen und als Eigenleistung ausgegeben.

Peter Schulz, “Subjectivity from a Semiotic Point of View,” in Nordic-Baltic Summer Institute for Semiotic and Structural Studies, Part IV. Ecosemiotics: Studies in Environmental Semiosis, Semiotics of the Biocybernetic Bodies, Human / Too Human / Post Human, edited by Eero Tarasti, Richard Littlefield, Lotta Rossi, Maija Rossi (International Semiotics Institute, 2001): 149-159.

Herausgefunden hat dies Michael V. Dougherty von der Ohio Dominican University und mit Bezug auf den oben zitierten Beitrag von Schulz wie folgt zusammengefasst:

“The chapter appears to consist substantively of texts pieced together from various authors without quotation marks, either with inadequate attribution or no attribution at all.

The document accompanying this letter highlights select passages from the article that are taken verbatim or near verbatim from works by other authors. As the document makes evident, the fundamental problem is that readers of the chapter have no way of knowing that sentences and paragraphs that appear to be written by Prof. Schulz are in fact verbatim and near verbatim extracts from other authors. A range of citation problems appear to plague the chapter; even when at times the original sources are listed in the bibliography and referenced with an in-text citation, in the absence of quotation marks the reader has no way of knowing that the sentences are verbatim the work of authors other than Prof. Schulz.

For significant portions of the article, the writings of Pope John Paul II, Anthony Kenny, and Calvin Schrag appear in the article, and no reference to their work is given anywhere in the chapter. We believe that these three undocumented sources in particular constitute the core of the article.”

Retraction Watch hat einen Brief von Dougherty und 13 anderen Unterzeichnern dokumentiert, in dem der Beitrag von Schulz mit den unzitierten Originalen verglichen werden. Wörtliche Übereinstimmungen sind mit gelbem Textmarker kenntlich gemacht. Der Text von Schulz ist nach dieser Überarbeitung nahezu vollständig gelb. Besonders perfide ist eine lange Textstelle, die Schulz komplett von Anthony Kenny übernommen hat, nicht ohne eine Eigenleistung zu erbringen. Kenny nennt seinen eigenen Namen im Rahmen eines Beispiels. Schulz hat den Namen Anthony Kenny mit Peter Schulz ersetzt. Das ist die Eigenleistung.

Wie man sieht, ist im universitären Kontext nichts mehr heilig, was einst heilig galt. Selbst ein Papst wird der neuen Profanität geopfert, die dem eigenen Fortkommen keinerlei moralische Bedenken oder gar Erwägungen wissenschaftlicher Lauterkeit oder von Anstand in den Weg legen will.

Mehr dazu auf Retraction Watch.

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Von gekauften Wissenschaftlern und Junk Science in the Making

Falls es jemanden gibt, der sich fragt, warum Bundes- und Landesministerien mittlerweile sicher mehr als eine Milliarde Euro aufgewendet haben, um Gender Studies und ihre Ableger an Hochschulen zu installieren, warum Programme von Bund und Ländern dazu benutzt werden, (weibliches) Geschlecht und nicht Kompetenz zum Berufungsgrund zu machen, warum Fördertöpfe von Bund und Land bereitgestellt werden, um das Heer der Unvermittelbaren, das im Rahmen der entsprechenden Programme gekauft wurde, mit Drittmitteln zu versorgen, hier kommt die Antwort.

Wir haben bereits in der Vergangenheit von den Schöpfungen der Ministerien in Bund und Ländern berichtet, die über Bevorzugungsprogramme in Positionen der institutionalisierten Wissenschaft gehievt werden, um dort mit anderen Mitteln des Bundes und der Länder finanziert zu werden und um von dort aus die Drecksarbeit zu machen, für die sich die Herrschaften in Ministerien von Bund und Ländern immer noch – warum auch immer – zu fein sind.

Das Projekt REVERSE, das vom BMBF mit einer Million Steuereuro finanziert wird, ist ein Beispiel für diese Drecksarbeit. Steuereuro werden vordergründig vergeben, um Ursachen und Erscheinungsformen des Anti-Feminismus, der angeblich die Gesellschaft spaltet und unzulässig zu einem „Anti-Pluralismus“ verallgemeinert wird (wie etwas, das distinkt anders ist als der Einheitsbrei, der Genderisten vorschwebt, anti-pluralistisch sein kann, ist ein Rätsel, das man vermutlich nur lösen kann, wenn man die neuronalen Einöden, die die Hirne von Genderisten darstellen, simulieren kann), aufzuarbeiten. Tatsächlich geht es in REVERSE nicht darum, ein Forschungsobjekt wissenschaftlich zu erarbeiten. Tatsächlich geht es um krude Beeinflussung und politischen Aktivismus.

Das wird sehr deutlich, wenn man sich die Zeit nimmt, den hier verlinkten Text zu lesen, den man wie folgt zusammenfassen kann: Debatten, die Kritik am Genderismus üben, beeinträchtigen die öffentliche Meinungsbildung und sind gesellschaftlichem Zusammenhalt abträglich. Die entsprechenden Debatten gehen von denen aus, die Genderisten nicht leiden können und deren Ziel darin besteht, die „Privilegien von Männern“ zu verteidigen. Selbst Frauen tragen diese „anti-feministische Strömung“, Frauen, die „Vorteile in der Re-Traditionalisierung der weiblichen Rolle sehen“. Aus diesem Grund ist es das Ziel von REVERSE die „verschiedenen Dimensionen desintegrierender Spaltungslinien im ‚Anti-Genderismus’-Diskurs” darzustellen. Zunächst sollen “Trägerschichten, Einstellungen, diskursive Strategien, Mobilisierungs- und Radikalisierungspotenziale anti-feministischer Bewegungen mit Fokus auf die Wechselwirkungen von Überzeugungen mit dem Erleben und der Diskursivierung gesellschaftlicher Umbrüche“ untersucht werden, um auf dieser Grundlage Ansatzpunkte zu identifizieren, „um potentiell gesellschaftsspaltenden Diskursen zu begegnen”.

„Gemeinsam u.a. mit Trägern der politischen Bildung werden Bildungsangebote entworfen, die sich mit (Un- )Gleichheitsvorstellungen, anti-/liberalen sowie anti-/demokratischen Deutungen von Geschlechterverhältnissen beschäftigen. In Multiplikator*innen-Workshops erarbeitete Transferkonzepte werden im internen Benchmarking evaluiert und in ein öffentlichkeitswirksames Transferprogramm integriert. Zentrales Instrument sind mehrformatige Veranstaltungsreihen zur Aufklärung, Wissensvermittlung sowie Diskussion geschlechterpolitischer Fragen. Neben klassischen Konzepten für den intra- und interuniversitären Austausch, Expert*innen- und Arbeitsgesprächen, Podiumsdiskussionen und Fachpublikationen werden Seminare und Gesprächsrunden zur Anwendung im Studium Generale oder in Schulen sowie entwicklungspsychologische und pädagogische Konzepte und Manuale für die Aus- und Weiterbildung von Ärzt*innen, Psycholog*innen, Erzieher*innen, Lehrer*innen und Fachkräften der Sozialen Arbeit entwickelt“.

Dass die Damen von REVERSE versuchen, sich den Anstrich von Wissenschaftlichkeit zu geben, ist ein schlechter Witz, der wieder einmal zeigt, dass man, wie schon ein biologische Abnormalität aus den x-Files weiß, nicht vorgeben kann, etwas zu sein, was man nicht ist. Gender Studierte sind keine Wissenschaftler. Sie sind politische Aktivisten.

Wissenschaftler haben einen Forschungsgegenstand. Genderisten haben ein politisches Anliegen.

Wissenschaftler wollen den Forschungsgegenstand erklären. Genderisten regen sich über einen empirischen Fakt auf und wollen ihn zum Verschwinden bringen.

Wissenschaftler untersuchen einen Forschungsgegenstand, um zur Theoriebildung beizutragen. Genderisten wollen den empirischen Fakt, der sie aufregt, eliminieren.

Wissenschaftler stehen ihrem Forschungsgegenstand neutral gegenüber. Genderisten stehen ihrem Erregungsgegenstand von Anfang an negativ gegenüber. Sie haben Vorurteile, die durch keinerlei Beobachtung veränderbar sind.

Wissenschaftler sind rationaler Argumentation verpflichtet und streben danach, eine Kongruenz zwischen ihrer Theorie und empirischen Beobachtungen herzustellen. Genderisten sind ihrer Heilslehre verpflichtet und streben danach, abweichende empirische Beobachtungen zu eliminieren.

Und deshalb ist es das Ziel von REVERSE, Mittel und Wege zu ersinnen, mit denen man die Kritik an der Heilslehre des Genderismus unterdrücken, beseitigen, eliminieren kann. Wie gewöhnlich sind die angestrebten Mittel nicht Mittel des rationalen Diskurses, denn dazu müsste man die Legitimität von Kritik am Genderismus anerkennen, sondern Mittel des Zwangs, der Manipulation und Indoktrination.

Wer auch immer an REVERSE beteiligt ist und zu den Marburgern, die daran beteiligt sind, liegen uns bereits interessante Analysen zu Querverbindungen und wenn man es einmal so bezeichnen will „Werdegang“ vor, ist alles nur kein Wissenschaftler. Die meisten Beteiligten wurden über Bundes- und Landesprogramme in ihre institutionelle Position gehievt, sind seit Jahren Empfänger von Zuwendungen aus Landes- und Bundestöpfen, die der Förderung ansonsten offensichtlich chancenloser „Projekte“ aus dem Bereich des Genderismus oder schlicht der politischen Zuarbeit dienen, so dass der Verdacht naheliegt, sie wurden in ihren Positionen an Universitäten installiert, um als intellektuelle UBoote jederzeit für politische Zwecke eingesetzt werden zu können, immer in der Hoffnung, man könne sie mit dem Feigenblatt der Wissenschaftlichkeit ausstatten,

Man kann es nicht, wie der neueste Unsinn aus der Gender-Kaderschmiede in Marburg zeigt, den wir auf der Seite der DGS, die einst Soziologen vertreten hat und heute zu einer Nickveranstaltung des politischen Zeitgeistes geworden ist, gefunden haben:

“ERFAHRUNGEN FACH SOZIOLOGIE MIT DISKURSEN ÜBER UND ARGUMENTATIONEN GEGEN GENDER STUDIES, FEMINISMUS UND GENDER MAINSTREAMING
Das Zentrum für Gender Studies der Universität Marburg forscht im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „REVERSE“ zur Sicht von WissenschaftlerInnen auf Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming.

Die ForscherInnen des Projektes bitten die DGS-Mitglieder und LeserInnen der DGS-Website um die Beantwortung der folgenden Frage:
 Welche Erfahrungen gibt es im Fach Soziologie mit Diskursen über und Argumentationen gegen Gender Studies, Feminismus und Gender Mainstreaming?

Bitte richten Sie Ihre Antwort bis zum 31.01.2018 an Dr. Marion Näser-Lather: naeserm(at)staff.uni-marburg.de
Weitere Informationen zum Projekt “REVERSE” finden Sie im Anhang.”

Wir rufen alle Soziologen, die beim Versuch, mit Genderisten zu diskutieren, die Erfahrung gemacht haben, dass sie als Antwort auf ihre Kritik persönlich angegriffen wurden, diskreditiert wurden, dass man versucht hat, sie mundtot zu machen, ihnen nahegelegt wurde, die Universität zu wechseln, wie es einem männlichen Nachwuchswissenschaftler an der Frankfurter Universität geschehen ist, der eine fundierte Kritik zum Mythos „Gender Pay Gap“ publiziert hat, das sie zum Gegenstand einer Rufmordkampagne wurden, wie sie an der Universität Leipzig durchgeführt wurde und vieles mehr, sich bei der angegebenen eMail-Adresse zu melden. Vielleicht gelingt es auf diese Weise Marion Näser-Lather, die es zwar irgendwie zur Promotion geschafft hat, aber nicht zu wissen scheint, dass Wissenschaft nicht darin besteht, Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern darin, einen Forschungsgegenstand zu untersuchen, was es notwendig voraussetzt, ihn von allen Seiten zu betrachten, nicht nur von denen, die einem affektiv und ideologisch gerade in den Kram passen, ein wenig Nachhilfe in wissenschaftlichem Vorgehen, wissenschaftlicher Methode und wissenschaftlicher Lauterkeit zu geben.

Aber natürlich ist es kaum zu erwarten, dass sich jemand, der eine Vorstellung davon hat, was wissenschaftliche Lauterkeit ist, als Vasall für die dreckige Arbeit, die Ministerien zu vergeben haben, verdingt, für dreckige Arbeit, die darin besteht, unter dem Deckmantel der Finanzierung von angeblich wissenschaftlicher Forschung Indoktrinationsmaterial zu produzieren, mit dem der politische Gegner derer bekämpft werden kann, die ihren Hintern in Ministerien plattsitzen.

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Lob der Kritik am Genderismus [ #4genderstudies ]

Der Aktionstag der Genderista, der notwendig wurde, weil die Gender Studies immer häufiger hinterfragt werden, weil Fragen gestellt, aber nicht beantwortet werden und weil alte Strategie, Kritik dadurch erledigen zu wollen, dass man den, der kritisiert, persönlich angreift, er hat heute begonnen und scheint massiv in die Hose zu gehen. Die geplante Promotion-Tour wird immer mehr zum PR-Disaster, die Stimmen der Kritiker sind zahlreicher als die der Befürworter, die nach wie vor keinerlei positiven Nutzen ihres angeblich wissenschaftlichen Faches angeben können.

Aus dem wenigen, was wir an Inhalt gefunden haben, haben wir eine kleine Auswahl zusammengestellt, die zeigt, warum Kritik am Genderismus so wichtig ist, warum es notwendig ist, die Vertreter der Gender Studies, die eine Ideologie als Wissenschaft ausgeben zu können glauben, aus Universitäten zu beseitigen. Um dies zu zeigen, ist es ausreichend, die Vertreter, die doch angeblich Wissenschaftler sein wollen, selbst zu Wort kommen zu lassen.

Ein wiederkehrendes Motiv, das wir in unterschiedlichen Beiträgen gefunden haben, ist das Motiv des Opfers. Genderista, die doch eigentlich nur das Gute für sich und die Welt wollen, sehen sich plötzlich „Diffamierungen, Unterstellungen und Falschinformationen zu den Gender Studies“ ausgesetzt. Schuld daran sei eine unheilige Allianz aus den „Feuilletons angesehener Tages- und Wochenzeitungen“ mit der „Neuen Rechten“. Wenn es um Diffamierung und Unterstellung geht, dann kann natürlich auch die Amadeu-Antonio-Stiftung nicht fehlen. Dort ist man der Ansicht, dass die Kritik am Genderismus das sei, was den Rechtspopulismus zusammenhält, was kein Wunder ist, schließlich lebt die AAS-Stiftung davon, den Rechtspopulismus erst großzureden und dann zu bekämpfen.

Und während die AAS-Stiftungs-Mitarbeiter eine Verbindung von Kritik am Genderismus und Rechtspopulismus herstellen und die Gender Studies als wichtiges Mittel im politischen Kampf bezeichnen, beklagen sich andere, dass „Gender Mainstreaming mit empirischen und theoretischen wissenschaftlichen Erschließungen der Geschlechterverhältnisse“ vermengt werde, um die Gender Studies zu diskreditieren. Die AAS-Stiftung diskreditiert also die Gender Studies.

Was die empirischen und theoretischen Erschließungen angeht: Es gibt sie nicht. Im Lehrbuch „Methoden der Empirischen Sozialforschung“ werden die Gender Studies nicht umsonst als unwissenschaftlich beschrieben. Allgemeine Sätze müssen, damit man sie als Theorien bezeichnen kann, bestimmte Anforderungen erfüllen. Die allgemeinen Sätze, nein, die Allgemeinplätze, die die Gender Studies fabrizieren, erfüllen diese Anforderungen nicht.

Die Gender Studies erfüllen auch keinerlei methodischen und erkenntnistheoretischen Anforderungen, die eine Wissenschaft auszeichnen. Deshalb sind die Vertreter der Gender Studies nicht in der Lage, einfache Fragen zu beantworten, die sie beantworten könnten, wären sie Wissenschaftler.

Weil sie keine Wissenschaftler sind, aber sich doch so gerne an Universitäten und Fachhochschulen einnisten wollen, müssen sie alle, die mit Fragen nach der Wissenschaftlichkeit der Gender Studies kommen, diskreditieren. Das – wie es bei den Genderista wohl heißt – Narrativ des Rechtspopulistmus in seinen Spielarten der Neuen Rechten oder des Rechtsextremismus dient dazu, Gegner zu diskreditieren, zu diffamieren. So werden Kritiker zunächst als Anti-Genderisten oder Anti-Feministen bezeichnet, um dann beides mit dem Rechtspopulismus oder dem Rechtsextremismus gleichzusetzen. Das ist das Geschäftsmodell, mit dem z.B. die AAS-Stiftung Steuergelder einheimst und verdecken will, dass sie linksaußen, linkspopulistisch, vielleicht linksextremistisch ist, und es ist das Modell, mit dem die Genderista versucht, Kritiker mundtot zu machen.

Wie so oft, lässt man am besten die Genderista selbst sprechen, um diesen Punkt zu verdeutlichen. Wir zitieren aus dem Pamphlet einer Heike Mauer, die wohl in Wien ihr Gender-Unwesen treibt.

„Auch wenn weder ich noch Sie in die Zukunft blicken können, und wir alle die konkreten Folgen der U.S.-amerikanischen Wahlentscheidung derzeit weder kennen noch abschließend beurteilen können, so ist die politische Symbolik aus feministischer und antirassistischer Perspektive zutiefst beunruhigend, dass mit Hillary Clinton eine Frau bei der Wahl zur amerikanischen Präsidentin gescheitert ist – und zwar nicht gegen irgendeinen Kandidaten, sondern gegen einen, der Sexismus, Homophobie und Rassismus zu seinem ureigensten Programm erhoben hat.“

Wenige Zeilen weiter wirft Mauer den Kritikern der Gender Studies vor, sie würden die Geschlechterforschung delegitimieren, das dort produzierte “Wissen” in Abrede stellen. Zuvor wurden die Kritiker der Gender Studies zu Antifeministen erklärt und der Antifeminismus zu einem Bestandteil des Rechtspopulismus gemacht.

Das Muster der Diffamierung von Kritikern der Gender Studies, es wiederholt sich. Es ist so monoton, dass man fast Mitleid mit der überforderten Genderista haben muss, die offensichtlich nicht in der Lage ist, auf einem konstruktiven und argumentativen Niveau auf Kritik zu reagieren. Das ist auch kein Wunder, denn die Genderista ist auf „das Verhältnis zwischen wissenschaftlicher Praxis und gesellschaftlicher bzw. politischer Intervention“ fixiert.

Nun gibt es keine Verbindung zwischen wissenschaftlicher Praxis und gesellschaftlicher bzw. politischer Intervention. Wissenschaftler forschen, Politiker intervenieren (leider). Es gibt nicht einmal eine Rechtfertigung für gesellschaftliche Intervention, denn eine solche stellt einen Eingriff in die Freiheit der Bürger einer Gesellschaft dar. Freiheit ist keine Verhandlungsmasse und sicherlich kein Gegenstand der Intervention dessen, was die Genderista irrtümlich als wissenschaftliche Praxis ansieht. Dadurch, dass man ideologisches Geschwätz und hermeneutisches sich im Kreis drehen als wissenschaftliche Praxis bezeichnet, wird es nicht zur wissenschaftlichen Praxis. Wissenschaftliche Praxis hat konkrete Forschungsergebnisse zum Gegenstand, entwickelt Theorien über die Realität und prüft sie, modifiziert sie, wenn sie sich als falsch erweisen.

Kein Genderista ist jemals auf die Idee gekommen, seine wirren Annahmen über die Bedeutung von Gender in einer Gesellschaft oder gar seine ideologische Überzeugung von der Benachteiligung von Frauen zu prüfen oder gar in Frage zu stellen. Vielmehr wollen Genderista ihre Ideologie zur gesellschaftlichen Praxis fortentwickeln, anderen aufzwingen, was sie selbst zu ihrem Glaubensinhalt erkoren haben.

Deshalb sind Genderista keine Wissenschaftler. Ihr Gegenstand ist die Bevormundung anderer. Die Bevormundung baut auf ihrer Überzeugung, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben, auf. Alle Kritik an ihrer vermeintlichen Wahrheit wird entsprechend als Häresie aufgefasst und öffentlich diskreditiert. Die Diffamierung der Kritiker als Rechtspopulisten oder Rechtsextremisten soll Kritik im Keim ersticken. Öffentliche Pranger wie Agentin.org, den die Heinrich-Böll-Stiftung schnell wieder eingestampft hat, nachdem die Nähe dieses Dorf-Prangers mit den Methoden der Gestapo im Dritten Reich doch zu offenkundig geworden ist, sollen dazu beitragen, die Kritik an Gender Studies und Genderista im Allgemeinen zu stigmatisieren und zu unterdrücken.

Kritik ist aber das Lebenselixier der Wissenschaft. Wer sie unterbindet, wer Kritiker durch den Fehlschluss ad hominem zu diskreditieren sucht, wer sie mundtot machen und als Rechtspopulisten abkanzeln will, der ist kein Wissenschaftler, sondern ein kleiner Ideologe, der sein Auskommen damit verdient, u.a. Ministerien die Wichtigkeit von Genderismus anzuschwätzen, um auf diese Weise an das Geld von Steuerzahlern zu gelangen, die dieses Geld erarbeitet haben.

Die Kritik an den Gender Studies, die u.a. gezeigt hat, dass Gender Studies ein willkürliches Konglomerat wirrer und unbegründeter Prämissen sind [Wer es nicht glaubt, der lese bei New Peer Review mit], sie hat dazu geführt, dass die Genderista Existenzängste hat. Wie die Existenz der Mistel gefährdet ist, wenn er Ast, an dem sie hängt, abgesägt wird, so ist die Existenz der Genderista durch die Wiedereinführung von Rationalität und einem verantwortlichen Umgang mit dem Geld von Steuerzahlern bei öffentlichen Geldgebern gefährdet. Und wie immer, so plaudern die Genderista dieses eigentliche Problem, das sie umtreibt, selbst aus:

“Seit mehreren Jahren häufen sich Diffamierungen, Unterstellungen und Falschinformationen zu den Gender Studies […] Begannen diese Vorgänge in Kreisen der Neuen Rechten sind sie rasch auch in Feuilletons angesehener Tages- und Wochenzeitungen aufgegriffen worden. […]: Je kruder und provokanter, desto besser, so scheint es. Denn dies sichert mediale Aufmerksamkeit und zahlreiche Klicks[. – denn die Mehrheit der Menschen, so die Überzeugung de Genderista, ist dumm] Diese Entwicklungen hinterlassen ihre Wirkungen in den Praxisfeldern, aber auch in der Wissenschaftsdisziplin der Sozialen Arbeit. Bei Institutionen, Trägern und Verbänden und bei Drittmittelgebern, bei Studierenden und Fachkräften sind zunehmend Verunsicherung und Irritation zu Genderfragen zu registrieren. Erreichte Qualitätsstandards einer geschlechtsspezifischen Sozialen Arbeit werden neu in Frage gestellt.”

Man kann feststellen, dass Genderista den mündigen Bürger nicht kennen [wollen]. An seine Stelle ist der zu bevormundete Bürger getreten, der aus Sicht der Genderista zu dumm ist, um sein Bestes selbst zu erkennen und deshalb freiwillig zum wahren Genderglauben, der natürlich nicht hinterfragt werden darf, schon gar nicht von Geldgebern, zu konvertieren. Und reflexiv, das sind die Genderista mit Sicherheit auch nicht. Wären sie reflexiv, sie würden nicht einen solchen Unsinn schreiben.

Ein letztes Wort noch zu den angeblichen Forschungsinhalten der Gender Studies. Die Gender Studies sind ein parasitäres Fach, das Ergebnisse, die in den Sozialwissenschaften, in Ethnologie und Soziologie, vor Jahrzehnten erarbeitet wurden, nun als die ihren ausgeben wollen. Deshalb ist immer häufiger von Geschlechterforschung die Rede, in der Hoffnung, dass es auf diese Weise gelingen mag, z.B. die Arbeiten von Erving Goffman als Gender Studies auszugeben. Dr. habil. Heike Diefenbach hat schon vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass ein angebliches wissenschaftliches Fach, das ausschließlich die Ergebnisse wissenschaftlicher Fächer übernimmt, keine Existenzberechtigung hat, und es daher auch keinen Grund gibt, seine Vertreter aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren.

Daran hat sich nichts geändert.

Bis heute haben Gender Studies keinerlei eigene Forschungsergebnisse vorzuweisen, wenn man einmal von Unsinn absieht, den man nicht als Forschungsergebnis bezeichnen kann, wie die Erkenntnis, dass Frauen anders kratzen. Bis heute haben Gender Studies keinerlei methodische oder epistemologische Basis. Beides ist für ein wissenschaftliches Fach unverzichtbar. Aber was soll man von Vertretern eines Faches halten, die nach Jahrzehnten eigener Existenz feststellen, dass eine Variable (Geschlecht) nicht ausreicht, um Zusammenhänge zu erfassen, entsprechend eine zweite Variable (Ethnie) entdecken und fortan von Intersektionalität faseln? Die Kreuztabelle haben schon die alten Ägypter gekannt. Aber sie hatten keine Ahnung, dass diese rudimentäre Einsicht, dass z.B. Körpergröße und Tragfähigkeit einander beeinflussen, Jahrtausende später als die zentrale Einsicht eines vorgeblich wissenschaftlichen Facher verkauft werden wird. Wüssten Sie es, Sie würden herzlich lachen. Was natürlich nur belegen würde, dass schon die alten Ägypter sexistische Rechtspopulisten waren.

Solange es an deutschen Universitäten und Fachhochschulen öffentlich finanzierte Professuren für Gender Studies gibt, ist Kritik am Genderismus erste Bürgerpflicht.

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Judenstern im Kopf: Erziehung zum Vorurteil

Schon 2014 gab es in „The Conversation“ einen Beitrag, der mit dem Titel „We need to teach children how to think, not what to think“ überschrieben war. Für Nicht-anglistisch Vorbelastete: Wir müssen unseren Kindern beibringen, wie man denkt, nicht, was man denken soll.

Dieser Ruf in der Wüste ist wie fast alle Rufe in der Wüste überhört worden. Statt Kindern beizubringen, wie man denkt, wie man kritisch denkt, wird in Schulen gelehrt, was man zu denken hat, was die derzeit politisch-korrekte Einstellung zur Welt ist.

Die sozialpsychologische Forschung hat eine Vielzahl von Mechanismen aufgedeckt, mit denen es relativ einfach ist, Menschen zu manipulieren.

Alle, die nicht des formalen Denkens fähig sind und auf Inhalte nicht kognitiv, sondern emotional reagieren, bitte hier weiterlesen.

Für alle anderen: Sozialpsychologisch betrachtet, ist ein Judenstern ein gutes Mittel, um Macht und Herrschaft auszuüben. Diejenigen, die ihn tragen, wissen, dass sie dadurch offen für alle als Outsider kenntlich gemacht sind und dass Formen der Interaktion, die zwischen Gesellschaftsmitgliedern normal sind, mit ihnen nicht möglich sind. Diejenigen, die sich einem Judenstern-Träger gegenüber sehen, wissen, dass die Interaktion mit ihm, sofern sie überhaupt aufgenommen wird, einer bestimmten Rollenverteilung folgen muss und keine normalen Bestandteile zwischenmenschlicher Interaktion aufweisen darf. Diejenigen, die ideologisch so geschult wurden, dass ihnen ein Judenstern als Fanal dient, wissen, dass sie sich dem Judenstern-Träger gegenüber jede noch so kleine Miesheit ungestraft herausnehmen können. So einfach schafft man Hierarchie und klare Machverhältnisse und so einfach sorgt man dafür, dass diejenigen, die mit einem Judenstern versehen wurden, aus allen öffentlichen Verhandlungen einer Gesellschaft ausscheiden: Ihr Wissen, ihre Fähigkeiten, ihre Kompetenzen, sie werden stereotypisiert und für unbrauchbar erklärt. Ob ein Albert Einstein etwas sagt oder ein Edward Teller, das spielt keine Rolle, was sie sagen, ist unerheblich. Sie sind Juden. Juden glaubt man nicht. Juden hört man nicht zu.

Schneeflocken können ab hier wieder mitlesen.

Weil der Judenstern in Verruf geraten ist, haben sich die Gesellschaften, die sich für modern halten, etwas Neues ausgedacht, um ihre Bevölkerung zum politisch-korrekten Denken zu erziehen. Die neue Methode, die in Schulen praktiziert wird und zynischer Weise als Erziehung zu einem mündigen Menschen bezeichnet wird, sieht genau das, was in The Conversation bereits 2014 beklagt wurde, als Normalität vor. Schülern wird gesagt, was sie zu denken haben, nicht wie man denkt. Nicht das Denken, das Argumentieren oder die Logik werden Schülern vermittelt, sondern die Inhalte, die gedacht werden dürfen.

Es wird vorgegeben, was Schüler im Bezug auf Homosexualität zu denken haben, was sie mit Bezug auf Migration zu denken haben, was sie mit Bezug auf gesunde Ernährung, den Klimawandel, bestimmte Unternehmen und den Umweltschutz zu denken haben und es wird ihnen vermittelt, welche politische Einstellung man als guter Schüler hat.

Das hat mit einer Erziehung zum mündigen Bürger nicht zu tun. Es folgt der Logik des Judensterns, deshalb haben wir den Beitrag mit „Judenstern im Kopf“ überschrieben.

So wie Judensterne diejenigen identifizieren, denen man aus dem Weg geht, denen man Mitmenschlichkeit verweigert, die man körperlich versehren kann, denen man nicht zuhört und von denen man sowieso weiß, das sie nichts Relevantes zu sagen haben, so werden heute begriffliche Marker eingesetzt, um nicht nur Schüler zu konditionieren und dieselben Ergebnisse zu zeitigen, die im Dritten Reich mit einem Judenstern erreicht wurden.

Begriffe, die diese Markerfuntion erfüllen sind z.B. Impressum, Raubtierkapitalismus, Rechts, Rechtextremismus in allen seinen Deklinationen, Rechtspopulismus, Konservatismus, Homophobie, Nazi, Monsanto, Rassismus, weiße Männer, Sexismus, Kolonialismus, Post-Kolonialismus usw.

Wen das Schicksal ereilt, mit einem der oben genannten Begriffe etikettiert zu werden, der – so das Ziel der Erziehung – scheidet aus dem öffentlichen Diskurs aus. Rechtspopulisten hört man nicht zu. Man darf ihre Imkereien niederbrennen. Man darf sie schädigen, ihnen nachstellen. Webpages, die kein Impressum haben, also nicht den willkürlichen Regeln entsprechen, von denen u.a. die Anwälte leben, die mit Abmahnungen ihren Reibach machen, sind nach offizieller Lesart keine Qualitätsseiten. Wer als Sexist bezeichnet wird, der soll öffentlich erledigt werden, denn die Zweifel, die früher für den Angeklagten gesprochen haben, die kennen heutige Überzeugungstäter nicht mehr. Ihre Erziehung hat funktioniert. Sie reagieren mit der Entwicklung von Speichel allein auf die Nennung von Begriffen, auf die Zuschreibung von Begriffen, wie sie oben genannt wurden.

Diese Art der Manipulation gilt im Echozimmer der Umerzogenen als scheinbar so wirkungsvoll und erfolgreich, dass sie von Institutionen in einer Form isomorpher Übereinkunft immer dann angewendet wird, wenn sie mit Kritikern konfrontiert sind. Wer die Gender Studies kritisiert wird zum Anti-Feministen erklärt. Die Kritik wird ignoriert und dem Vergessen anheim gestellt. Dass die Kritik vergessen wird, dafür sollen diejenigen sorgen, denen beim Begriff „Anti-Feminist“ der Speichel aus den Mundwinkeln tropft, ob der Gelegenheit, sich als braver und gut erzogener Lemming auf der Seite der vermeintlich Guten zu verorten.

Der Trick, den die Genderista bis heute anwendet, um der Kritik zu entgehen, er findet sich auch in einer Stellungnahme der IARC (International Agency for Research on Cancer), mit der die Agentur versucht, die Kritik an ihrer Einordung von Glypohosat und die Hinweise auf Manipulationen, die zwischenzeitlich von einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses aufgenommen und untersucht werden, zu diskreditieren.

Die Linie der Verteidigung des IARC, die man hier nachlesen kann, enthält keinerlei positive Begründung. Sie arbeitet ausschließlich mit den oben beschriebenen Markern und schiebt dem Leser eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten unter.

Der Marker, der in diesem Fall den Speichelfluss auslöst, lautet: Monsanto.

Mit Verweis auf diesen Marker schreibt die IARC ganz offen, dass sie auf wissenschaftliches Prozedere und die wissenschaftliche Gepflogenheit, Ergebnisse und nicht die Forscher zu bewerten, bei der Erstellung des Berichts verzichtet hat. Studien, die gezeigt haben, dass Glyohosat nicht krebserregend ist, wurden nicht berücksichtigt, so IARC, wenn ein „Monsanto scientist“ daran beteiligt war, was für die meisten der Ungereimtheiten verantwortlich sein soll, die in einem Bericht von Reuters aufgezählt wurden. Zudem wurden die Studien ausgeschlossen, wenn die Ergebnisse, zu denen Monsanto-Wissenschaftler gelangt sind, nicht „mit adäquaten Informationen für eine unabhängige Evaluation“ präsentiert wurden.

Derartiger BS scheint, so muss man bei der IARC denken, auszureichen, um Kritikern oder denen, die ob der Ungereimtheiten bei der Erstellung des Berichts aufgeschreckt wurden, den Mund zu stopfen und es reicht nach dem Kalkül der IARC in jedem Fall, um die Armee der Monsanto-Speichler, für die der Name eines Unternehmens zu einem Fanal geworden ist, dessen esoterische Symbolik nur sie kennen, zu mobilisieren.

Dabei hat IARC überhaupt nichts gesagt. In der Passage, die jeder hier nachlesen kann, steckt keinerlei Information, außer der Bewertung, dass Monsanto schlecht ist und der Unterstellung, dass Monsanto-Wissenschaftler Ergebnisse fälschen.

Syndicated cartoon comic panel called off the mark cartoons created by Mark Parisi Atlantic Feature Syndicate dba Mark Parisi, 16 Slayton Road, Melrose, MA 02176-4222+1 (781) 665-4442, markparisi@aol.com

Das hat mit Wissenschaft so viel zu tun, wie das anonyme Anschwärzen von Menschen bei der Gestapo. Und wetten, von all denen, die von sich denken, sie seien so kritisch und so intellektuell, hat sich keiner gefragt, was eigentlich ein „Monsanto-Wissenschaftler“ ist? Wieso eine Studie, an der ein „Monsanto-Wissenschaftler“ neben einer Reihe anderer Wissenschaftler beteiligt war, durch dessen Anwesenheit so inkubiert worden sein soll, dass sie keinerlei wissenschaftlichen Wert mehr hat? Und vor allem hat sich vermutlich niemand gefragt, anhand welcher konkreten Kriterien man Informationen identifiziert, die für eine unabhängige Bewertung der Ergebnisse nicht adäquat sind. Und als: „icing on the cake“: Wer hat sich gefragt, was passieren würde, wenn man die Kriterien, die eine nicht-adäquate Informationsbasis, so es diese Kriterien bei der IARC gibt, identifizieren, nicht nur auf Studien anwendet, an denen „Monsanto-Wissenschaftler“ u.a. beteiligt sind, sondern auch auf alle anderen Studien? Was wohl noch übrig bleibt?

Es ist erschreckend, wie einfach es zu sein scheint, die Öffentlichkeit zu manipulieren, wie erfolgreich es gerade bei denen gelingt, die sich für intellektuell-links oder überhaupt für intellektuell halten.

Wer die Stellungnahme der IARC im Ganzen liest und seinen Ärger darüber, dass man bei der IARC denkt, man könne davon ausgehen, dass alle außerhalb der IARC nicht ganz dicht sind, bearbeitet hat, stellt fest, dass die Stellungnahme eigentlich aus genau drei Informationen besteht:

  • Wie die Bewertung von Glyphosat als krebserregend letztlich zu Stande gekommen ist, das ist geheim und darüber wird auch jede Auskunft verweigert.
  • Alle, die die Einordnung jetzt kritisieren, werden als von „Monsanto or other interested parties, directly or through third parties“ Finanzierte diskreditiert.
  • Die Abweichung von Standards wissenschaftlicher Lauterkeit wird mit einem Appell an den Judenstern im Kopf der Leser zu rechtfertigen versucht, denn sicher haben alle Verständnis dafür, dass das IARC alle Monsanto-Mitarbeiter und alle „Monsanto-Wissenschaftler“, wer immer sie auch sein mögen, über einen Kamm schert und zu unlauteren Verbreitern falscher Ergebnisse erklärt.

Das Vertrauen darauf, dass die schulische und nachschulische Indoktrination Zombies produziert hat, denen man nur die angelernten Reizbegriffe vorsagen muss, um sie daran zu hindern, ihr Gehirn zu benutzen, es ist bei Institutionen wie dem IARC sehr groß, so groß, dass man denkt, man könne Kritik ohne ein eigenes Argument, ohne auch nur entfernt auf die Kritik (wieso wurden aus Studien, die zum Ergebnis hatten, das Glyphosat nicht krebserregend ist, im Monograph 112 der IARC Studien, die das Gegenteil gezeigt haben sollen) einzugehen, dadurch aus der Welt schwätzen zu können, dass man zum einen behauptet, die eigenen Motive seinen rein und dass sie rein seien, erkenne man daran, dass sie geheim gehalten würden und dadurch, dass man alle, die Kritik an der Arbeit der IARC im Bezug auf Glyphosat üben, als von Monsanto oder anderen interessierten Parteien oder über Dritte finanzierte Zweifler an der IARC denunziert.

Wir können nur hoffen, dass den IARC-Verantwortlichen die Decke ihres Echozimmers über kurz oder lang auf den Kopf fällt und sie nicht nur ihres größten offiziellen Financiers, nämlich der USA (1,6 Millionen Euro jährlich, Deutschland mehr als 1 Million Euro jährlich), sondern auch dem Deckmantel einer angeblichen Wissenschaftlichkeit verlustig gehen. Wer Kritik mit Denunziation begegnet, wer die Kriterien, die ihn zu bestimmten Ergebnissen geführt haben, verheimlicht, wer keinerlei Transparenz und Nachvollziehbarkeit seiner Ergebnisse herstellen will, der ist kein Wissenschaftler, sondern Angehöriger einer Sekte, einer Glaubensgemeinschaft, die auf Lug und Trug gebaut ist und deren Anhänger über einfache Markerbegriffe wie z.B. Monsanto instrumentalisiert werden können.

Zur Klarstellung: Im Text steht nirgends, dass man bei Monsanto die Guten findet. Es steht nicht einmal da, dass man die Ergebnisse, die Monsanto veröffentlicht, glauben müsse. Im Text steht, dass es für die Nachvollziehbarkeit von Ergebnissen und deren Überprüfung irrelevant ist, von wem die Ergebnisse kommen. So lange gewährleistet ist, dass Ergebnisse von Dritten geprüft und nachvollzogen werden können, ist die Empirie der Richter darüber, ob Forschungsergebnisse reliabel sind oder nicht.

Nachtrag:
Nähme man ernst, was die IARC hier schreibt, dann dürfte man ihre eigene Stellungnahme nicht lesen, da sie von der IARC kommt, mit hin einer „interested party“, bei der man nicht annehmen kann, dass es ihr um die Wahrheit geht oder auch nur darum, Kritik zu entkräften.

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Neue Indizien: Glyphosat; alles Lug, Trug und Manipulation!

Virtue Signalling hat James Bartholomew ein Verhalten genannt, mit dem diejenigen, die es zeigen, anderen signalisieren wollen, dass sie ganz besonders gute Exemplare der Spezies Mensch sind. Nun scheint Virtue Signalling als Verhalten mit einer konsequenten Nutzung des limbischen Systems, bei kompletter Auslassung des Präfrontalen Cortex einherzugehen. Anders ist es nicht zu verstehen, dass es so einfach ist, Aktivisten, politische und Umweltaktivisten, vor diverse Karren zu spannen.

Zum Beispiel vor den Karren derer, die Glyphosat benutzen wollen, um gegen Monsanto zu klagen und damit dicken Reibach zu machen.

Wir haben bereits in den Glyphosat-Files über Christopher Portier geschrieben und die Art und Weise, wie im Bericht der IARC, International Agency for Research on Cancer, Monograph 112, geschoben und gemauschelt wurde und darüber berichtet, dass mit Christopher Portier jemand an der Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend für Menschen durch die IARC federführend beteiligt war, der direkt von dieser Einordnung profitiert hat. 160.000 US-Dollar sein bisheriger Profit als Berater einer Anwaltskanzlei, die die Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend durch die IARC dazu nutzen will, um Monsanto zu verklagen und damit Profit zu machen.

Dass mit Portier jemand an der Einordnung von Glyphosat für die IARC arbeitet, der durch die Einordnung als „möglicherweise krebserregend“ einen direkten Profit hat, lässt schon erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Lauterkeit der entsprechenden Einordnung und der IARC als angeblich wissenschaftlicher Institution aufkommen.

Die neuesten Entwicklungen in diesem Wissenschaftsthriller, der immer mehr zeigt, wie Wenige Aktivistennetzwerke für ihren eigenen Profit instrumentalisieren, machen diese Zweifel greifbar und sprechen dafür, dass die Einordnung von Glyphosat durch die IARC auf Lug und Trug, Mauschelei und Manipulation basiert.

Die neueste Entwicklung im Glyphosat-Thriller, von der wir heute berichten, beginnt mit einem Brief von Lamar Smith, Chairman des Committee on Science, Space, and Technology und Andy Biggs, Chairam des entsprechenden Komitees, des US-Repräsentantenhauses. In diesem Brief bitten die beiden Abgeordneten Christopher P. Wild, den Direktor der IARC, Transparenz herzustellen, und zwar dadurch dass er Zeugen benennt, die Auskunft über die Art und Weise geben können, wie es der Version des Berichts über Glyphosat, der letztlich veröffentlicht wurde, und in dem die IARC Glyphosat als möglicherweise für Menschen krebserregend einstuft, gekommen ist.

Unter anderem wollen die beiden Abgeordneten, deren Komitee die Macht hat, die finanzielle Unterstützung des IARC durch die USA zu beenden, Antworten zu den folgenden Fragen haben:

Auf Grundlage welcher Kriterien wurden sechs Studien, in denen keinerlei Verbindung zwischen Glyphosat und Krebs hergestellt werden konnte, durch die Aussage ersetzt: „The Working Group was not able to evaluate this study because of the limited experimental data provided in the review articel and supplemental information“?

Warum wurden Studien, die gezeigt haben, dass Glyphosat nicht krebserregend ist , als ausreichende Belege dafür gewertet, dass Glyphosat bei Menschen krebserregend sein kann?

Wie ist es zu erklären, dass der Vergleich zwischen Entwurf und Veröffentlichung der Monographie 112 im Kapitel über Glyphosat zeigt, dass zahlreiche Änderungen gemacht wurden, wobei Studien, die Glyphosat als nicht krebserregend dargestellt haben, gelöscht wurden oder deren Ergebnisse verändert?

Wieso wurden vorhandene Belege einer aktuellen Langzeitstudie mit mehr als 50.000 in der Landwirtschaft Beschäftigten, die Aaron Blair, der an der Erstellung des Berichts beteilgt war, bekannt waren und die zeigen, dass Glyphosat nicht krebserregend ist, nicht berücksichtigt?

Schließlich will das Komitee des US-Repräsentantenhauses die Frage klären, inwiefern der „apparent conflict of interest“, der darin besteht, dass mit Christopher Portier jemand an der Erstellung des Berichts über Glyphosat beteiligt ist, der direkt von der Einordnung von Glyphosat als „möglicherweise krebserregend für Menschen“ profitiert, mit 160.000 US-Dollar, diese Einordnung beeinflusst oder determiniert hat.

Diese Fragen sollen im Rahmen eines öffentlichen Hearings des Committee on Science, Space, and Technology geklärt werden. Die Abgeordneten Smith und Biggs bitten Wild darum, Zeugen zu benennen, die die Fragen beantworten können.

Angesichts der Tatsache, dass Steuerzahler vieler Nationen, darunter auch Deutschland, die IARC finanzieren , und angesichts der Tatsache, dass sich die IARC als wissenschaftliche Agentur versteht, die den „highest degree of scientific authority“ erreichen will, sollte man denken, dass sich die IARC und ihr Direktor Christopher P. Wild beeilen, Zeugen zu benennen, um die fehlende Transparenz herzustellen, offenzulegen, wie es zu der Einordnung von Glyphosat gekommen ist und die gestellten Fragen zu beantworten – schon weil diese Agentur diese Antworten nicht nur den Steuerzahlern, die sie finanzieren, sondern auch der Wissenschaft, für die sie vorgeben, sprechen zu wollen, schuldig sind.

Aber Wild hat sich in einem Brief an die beiden Abgeordneten geweigert, entsprechende Zeugen zu benennen. Die Wissenschaftler, die am Bericht beteiligt waren, wurden zudem von IARC angeschrieben und darum gebeten, nicht mit der Presse zu sprechen oder gar den Druck zu verspüren, über die Art und Weise, wie der Bericht zustande gekommen ist, Transparenz herzustellen. Das nennt man auch einen Maulkorb.

Angesichts dieses Maulkorbs fragt man sich, was die IARC zu verbergen hat.
Angesichts der Weigerung, öffentlich Auskunft über die Verfahrensweise und die wissenschaftlichen Kriterien zu geben, die letztlich die Einordnung von Glyphosat als „möglicherweise krebserregend“ zur Folge hatten, eine Übung, die jeder empirisch arbeitende Wissenschaftler, selbst wenn er nur mit Sekundärarbeit auf Basis vorhandener Studien beschäftigt ist, zu jeder Tag- und Nachtzeit beherrscht, und angesichts der Tatsache, dass man bei der IARC glaubt, Vertretern des US-Repräsentantenhauses vor den Kopf stoßen zu können, stellt sich die Frage, wer die IARC für ihre Einordnungen, die sie in den Monographien vornimmt, außer den offiziellen Geldgebern möglicherweise noch finanziert. Es müssen Geldgeber sein, die mehr als die 48 Millionen US-Dollar beitragen, die die USA bislang beigetragen haben.

Dass die IARC etwas zu verbergen hat, das machen die Weigerung, Rede und Antwort zu wissenschaftlichem Prozedere zu stehen und die Weigerung, sich wissenschaftlicher Kritik und Fragen auszusetzen, mehr als deutlich, denn Transparenz und Kritik sind das Lebenselixier der Wissenschaft. Wer beides verweigert, hat etwas zu verbergen und steht qua definitionem außerhalb der Wissenschaft.

Man muss sich das einmal vorstellen.
Da gibt es eine Agentur, die von Steuerzahlern finanziert wird.
Die Agentur nimmt für sich in Anspruch, nach den höchsten wissenschaftlichen Standards zu arbeiten.
Die Agentur will jedoch nicht belegen, dass sie das tut.
Sie liebt die Geheimniskrämerei und verweigert Transparenz.
Schließlich sieht niemand in der Agentur eine Notwendigkeit, den sie finanzierenden Steuerzahlern gegenüber Rechenschaft abzulegen, die Rechenschaft wird schlicht verweigert.

Schon diese kurze Zusammenstellung kann eigentlich, ganz unabhängig von der Frage, wie groß die Manipulationen am Glyphosat-Bericht waren, denn dass es Manipulationen gab, steht außer Frage, nur dazu führen, der IARC öffentliche Gelder zu entziehen. Eine Agentur, die jede Transparenz und Rechenschaft denen gegenüber, die sie bezahlen, verweigert, ist nicht tragbar.

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