Neue Indizien: Glyphosat; alles Lug, Trug und Manipulation!

Virtue Signalling hat James Bartholomew ein Verhalten genannt, mit dem diejenigen, die es zeigen, anderen signalisieren wollen, dass sie ganz besonders gute Exemplare der Spezies Mensch sind. Nun scheint Virtue Signalling als Verhalten mit einer konsequenten Nutzung des limbischen Systems, bei kompletter Auslassung des Präfrontalen Cortex einherzugehen. Anders ist es nicht zu verstehen, dass es so einfach ist, Aktivisten, politische und Umweltaktivisten, vor diverse Karren zu spannen.

Zum Beispiel vor den Karren derer, die Glyphosat benutzen wollen, um gegen Monsanto zu klagen und damit dicken Reibach zu machen.

Wir haben bereits in den Glyphosat-Files über Christopher Portier geschrieben und die Art und Weise, wie im Bericht der IARC, International Agency for Research on Cancer, Monograph 112, geschoben und gemauschelt wurde und darüber berichtet, dass mit Christopher Portier jemand an der Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend für Menschen durch die IARC federführend beteiligt war, der direkt von dieser Einordnung profitiert hat. 160.000 US-Dollar sein bisheriger Profit als Berater einer Anwaltskanzlei, die die Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend durch die IARC dazu nutzen will, um Monsanto zu verklagen und damit Profit zu machen.

Dass mit Portier jemand an der Einordnung von Glyphosat für die IARC arbeitet, der durch die Einordnung als „möglicherweise krebserregend“ einen direkten Profit hat, lässt schon erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Lauterkeit der entsprechenden Einordnung und der IARC als angeblich wissenschaftlicher Institution aufkommen.

Die neuesten Entwicklungen in diesem Wissenschaftsthriller, der immer mehr zeigt, wie Wenige Aktivistennetzwerke für ihren eigenen Profit instrumentalisieren, machen diese Zweifel greifbar und sprechen dafür, dass die Einordnung von Glyphosat durch die IARC auf Lug und Trug, Mauschelei und Manipulation basiert.

Die neueste Entwicklung im Glyphosat-Thriller, von der wir heute berichten, beginnt mit einem Brief von Lamar Smith, Chairman des Committee on Science, Space, and Technology und Andy Biggs, Chairam des entsprechenden Komitees, des US-Repräsentantenhauses. In diesem Brief bitten die beiden Abgeordneten Christopher P. Wild, den Direktor der IARC, Transparenz herzustellen, und zwar dadurch dass er Zeugen benennt, die Auskunft über die Art und Weise geben können, wie es der Version des Berichts über Glyphosat, der letztlich veröffentlicht wurde, und in dem die IARC Glyphosat als möglicherweise für Menschen krebserregend einstuft, gekommen ist.

Unter anderem wollen die beiden Abgeordneten, deren Komitee die Macht hat, die finanzielle Unterstützung des IARC durch die USA zu beenden, Antworten zu den folgenden Fragen haben:

Auf Grundlage welcher Kriterien wurden sechs Studien, in denen keinerlei Verbindung zwischen Glyphosat und Krebs hergestellt werden konnte, durch die Aussage ersetzt: „The Working Group was not able to evaluate this study because of the limited experimental data provided in the review articel and supplemental information“?

Warum wurden Studien, die gezeigt haben, dass Glyphosat nicht krebserregend ist , als ausreichende Belege dafür gewertet, dass Glyphosat bei Menschen krebserregend sein kann?

Wie ist es zu erklären, dass der Vergleich zwischen Entwurf und Veröffentlichung der Monographie 112 im Kapitel über Glyphosat zeigt, dass zahlreiche Änderungen gemacht wurden, wobei Studien, die Glyphosat als nicht krebserregend dargestellt haben, gelöscht wurden oder deren Ergebnisse verändert?

Wieso wurden vorhandene Belege einer aktuellen Langzeitstudie mit mehr als 50.000 in der Landwirtschaft Beschäftigten, die Aaron Blair, der an der Erstellung des Berichts beteilgt war, bekannt waren und die zeigen, dass Glyphosat nicht krebserregend ist, nicht berücksichtigt?

Schließlich will das Komitee des US-Repräsentantenhauses die Frage klären, inwiefern der „apparent conflict of interest“, der darin besteht, dass mit Christopher Portier jemand an der Erstellung des Berichts über Glyphosat beteiligt ist, der direkt von der Einordnung von Glyphosat als „möglicherweise krebserregend für Menschen“ profitiert, mit 160.000 US-Dollar, diese Einordnung beeinflusst oder determiniert hat.

Diese Fragen sollen im Rahmen eines öffentlichen Hearings des Committee on Science, Space, and Technology geklärt werden. Die Abgeordneten Smith und Biggs bitten Wild darum, Zeugen zu benennen, die die Fragen beantworten können.

Angesichts der Tatsache, dass Steuerzahler vieler Nationen, darunter auch Deutschland, die IARC finanzieren , und angesichts der Tatsache, dass sich die IARC als wissenschaftliche Agentur versteht, die den „highest degree of scientific authority“ erreichen will, sollte man denken, dass sich die IARC und ihr Direktor Christopher P. Wild beeilen, Zeugen zu benennen, um die fehlende Transparenz herzustellen, offenzulegen, wie es zu der Einordnung von Glyphosat gekommen ist und die gestellten Fragen zu beantworten – schon weil diese Agentur diese Antworten nicht nur den Steuerzahlern, die sie finanzieren, sondern auch der Wissenschaft, für die sie vorgeben, sprechen zu wollen, schuldig sind.

Aber Wild hat sich in einem Brief an die beiden Abgeordneten geweigert, entsprechende Zeugen zu benennen. Die Wissenschaftler, die am Bericht beteiligt waren, wurden zudem von IARC angeschrieben und darum gebeten, nicht mit der Presse zu sprechen oder gar den Druck zu verspüren, über die Art und Weise, wie der Bericht zustande gekommen ist, Transparenz herzustellen. Das nennt man auch einen Maulkorb.

Angesichts dieses Maulkorbs fragt man sich, was die IARC zu verbergen hat.
Angesichts der Weigerung, öffentlich Auskunft über die Verfahrensweise und die wissenschaftlichen Kriterien zu geben, die letztlich die Einordnung von Glyphosat als „möglicherweise krebserregend“ zur Folge hatten, eine Übung, die jeder empirisch arbeitende Wissenschaftler, selbst wenn er nur mit Sekundärarbeit auf Basis vorhandener Studien beschäftigt ist, zu jeder Tag- und Nachtzeit beherrscht, und angesichts der Tatsache, dass man bei der IARC glaubt, Vertretern des US-Repräsentantenhauses vor den Kopf stoßen zu können, stellt sich die Frage, wer die IARC für ihre Einordnungen, die sie in den Monographien vornimmt, außer den offiziellen Geldgebern möglicherweise noch finanziert. Es müssen Geldgeber sein, die mehr als die 48 Millionen US-Dollar beitragen, die die USA bislang beigetragen haben.

Dass die IARC etwas zu verbergen hat, das machen die Weigerung, Rede und Antwort zu wissenschaftlichem Prozedere zu stehen und die Weigerung, sich wissenschaftlicher Kritik und Fragen auszusetzen, mehr als deutlich, denn Transparenz und Kritik sind das Lebenselixier der Wissenschaft. Wer beides verweigert, hat etwas zu verbergen und steht qua definitionem außerhalb der Wissenschaft.

Man muss sich das einmal vorstellen.
Da gibt es eine Agentur, die von Steuerzahlern finanziert wird.
Die Agentur nimmt für sich in Anspruch, nach den höchsten wissenschaftlichen Standards zu arbeiten.
Die Agentur will jedoch nicht belegen, dass sie das tut.
Sie liebt die Geheimniskrämerei und verweigert Transparenz.
Schließlich sieht niemand in der Agentur eine Notwendigkeit, den sie finanzierenden Steuerzahlern gegenüber Rechenschaft abzulegen, die Rechenschaft wird schlicht verweigert.

Schon diese kurze Zusammenstellung kann eigentlich, ganz unabhängig von der Frage, wie groß die Manipulationen am Glyphosat-Bericht waren, denn dass es Manipulationen gab, steht außer Frage, nur dazu führen, der IARC öffentliche Gelder zu entziehen. Eine Agentur, die jede Transparenz und Rechenschaft denen gegenüber, die sie bezahlen, verweigert, ist nicht tragbar.

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10 Responses to Neue Indizien: Glyphosat; alles Lug, Trug und Manipulation!

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  2. Gereon says:

    Scheint mir ein Lehrstück aus dem Kapitel ‘Bedenke, was du in die Welt setzt, es könnte dich auf ähnliche Weise treffen’ zu sein. Zu Glyphosat habe ich noch keine fundierte Meinung, fürs Bienensterben scheint es nicht verantwortlich, da das Bienensterben mit anderen Ausbringungen mehr korreliert als mit Glyphosat, das schon eine Weile auf dem Markt ist. (Es könnte sein, dass man einen Sündenbock sucht).
    Nein, mich erinnert der unlautere Krimi an das Gebaren der Firma Monsanto selbst, die für ihre aggressive Rechtsabteilung und Klagefreudigkeit bekannt ist.
    Unzählige Landwirte wurden mit Klagen überzogen und teilweise in den Ruin getrieben, weil einer ihrer Nachbarn Monsantosaatgut einsetzte, dass bei der Aussaat auf die Nachbarfelder verwehte oder im Jahr danach auch auf dem Nachbarfeld zu finden war. Diese Bauern wurden mit Lizenzklagen überschüttet und in deren Rahmen zugrundegerichtet, obwohl sie mit dem Monsantopodukten nichts zu tun haben wollten. Lug, Trug und Manipulation ist nie zu rechtfertigen, aber möglicherweise hilft es, dem zu entgehen, wenn man sich dem selbst nicht hingibt.Für Landwirte ist der Umgang mit Monsantoprodukten ein zweischneidiges Schwert und hat schon für einige von ihnen den Ruin bedeutet.

  3. Klartexter says:

    Die Gegendarstellung der WHO sagt, sie hätten genau die Studien oder Ergebnisse nicht berücksichtigt oder geändert, bei denen Monsanto-Wissenschaftler beteiligt waren.
    http://www.iarc.fr/en/media-centre/iarcnews/pdf/IARC_Response_Reuters_October2017.pdf
    Man lese selbst.
    Kann natürlich purer Zufall sein, daß in keiner der Monsanto-Studien eine von Glyphosat ausgehende Gefahr gefunden wurde. Oder die Monsanto-Studien waren einfach besser. Es ist sehr unwissenschaftlich, Studien danach zu bewerten, wer sie gemacht hat. Aber Monsanto hat auch eine gewisse Historie, was Studien und die Vermarktung ihrer Produkte angeht.

    Aber mehr Transparenz ist immer gut. Mit ausreichender Transparenz hätte man solche endlosen Diskussionen verhindern oder wenigstens stark einschränken können. Es sei denn, man braucht die Diskussion (oder ähnliche Verschwörungstheorien) um von etwas wichtigerem abzulenken (also einer noch schlimmeren Verschwörung).

    • Michael Klein says:

      Die Gegendarstellung hat nichts mit der WHO zu tun und Studien nicht nach wissenschaftlichen Kriterien zu bewerten, z.B. nach Ihrer Validität oder Reliabilität, sondern danach, wer sie gemacht hat, ist vollkommen unwissenschaftlicht. Aber wenn die IARC das will, dann können wir das gerne tun und die komplette Gegendarstellung verwerfen, weil sie von der IARC kommt, deren Mitarbeitern man im Hinblick auf Monsanto nichts glauben kann. Im übrigen erklärt dies immer noch nicht, warum die IARC verweigert, ihre Vorgehensweise in einem Hearing zu begründen und zu verteidigen. Und eben weil es sein kann, dass Auftraggeber Einfluss auf Studien nehmen, gibt es nur die Möglichkeit, die Studie und ihre Ergebnisse anhand wissenschaftlicher Kriterien zu bewerten.

      Abgesehen davon geht die IARC in diesem Statement auf KEINEN der konkreten Vorwürfe ein und erklärt insbesondere nicht, wie es dazu kam, dass Studien, die zu dem Ergebnis kommen, Glyphosat sei NICHT krebserregend, plötzlich als krebserregend gewertet wurden.

      Kann man Sie wirklich mit einem derart lahmen Dokument abspeisen, in dem man erzählt, dass alles, was gemacht wurde, leider geheim ist, um die armen Wissenschaftler vor dem Einfluss von Unternehmen zu schützen.

      What BS

      • Klartexter says:

        Man verzeihe mir den Lapsus mit der “WHO”, das ist natürlich Quatsch. Ich wünschte, Sie hätten diesen dummen Tippfehler einfach geändert, wenn nötig mit einem kleinen Hinweis. Schön, daß Sie mir im weiteren Recht geben, auch wenn Ihre Argumentationskette oben
        dann im Weiteren sehr zu wünschen übrig lässt.
        Es ist immer unbefriedigend und wenig überzeugend, wenn der Weg, wie Ergebnisse zustande gekommen sind, geheim gehalten wird. Hatten Sie meinen letzten Absatz oben anders verstanden? Denn genauso unbefriedigend ist es, wenn zusätzlichen Informationen (nicht mal Gegenargumenten!) mit Trotz und weitergehenden Forderungen begegnet wird.

        Im übrigen lasse ich mich gerade nicht mit einzelnen (oder einseitigen) Argumenten “abspeisen”, da meine Meinung nicht bereits vor Beginn der Diskussion fest steht. Ich stelle Informationen und Argumente gegenüber und verlange von Diskussionen lediglich, daß das zugelassen, wenn nicht sogar erwünscht ist.
        Sonst ist das nämlich keine Diskussion sondern Meinungsblasengequake.

        ————————

        Das folgende ist Stilkritik. Falls Sie meinen Beitrag tatsächlich freischalten sollten, bitte alles Folgende löschen. Das ist nur Erklärung und trägt nichts zur Diskussion bei.

        Vielleicht lesen Sie meinen Beitrag vom 11.12. nochmal in Ruhe. Dann fällt Ihnen möglicherweise auf, daß da gar kein Sarkasmus drin ist. Möglicherweise kommen Sie sogar zu dem Schluß, daß ich Ihre Darstellung nicht angreife sondern eigentlich bereichere. Mit Ihrem Hintergrundwissen hätten Sie das leicht aufgreifen und mit Fakten belegen können.

        “Die Gegendarstellung hat nichts mit der WHO zu tun und Studien nicht nach wissenschaftlichen Kriterien zu bewerten, z.B. nach Ihrer Validität oder Reliabilität, sondern danach, wer sie gemacht hat, ist vollkommen unwissenschaftlicht.”
        Genau. Hatte ich ja gesagt.

        “Aber wenn die IARC das will, dann können wir das gerne tun und die komplette Gegendarstellung verwerfen, weil sie von der IARC kommt, …”
        Mimimi. Was du machst ist doof, aber weil du es machst mache ich es auch. 🙁

        “… deren Mitarbeitern man im Hinblick auf Monsanto nichts glauben kann.”
        Da wären jetzt ein paar Faktenbasierte Gründe nötig. Sonst impliziert man, Sie bashen die nur, weil sie anderer Meinung sind.

        “Im übrigen erklärt dies immer noch nicht, warum die IARC verweigert, ihre Vorgehensweise in einem Hearing zu begründen und zu verteidigen.”
        Stimmt. aber Sie klären auch nicht, ob so ein Hearing für die IARC vorgeschrieben und das Fehlen daher ein ernstes Argument ist. Die wenigsten Leute verfügen wohl über deratiges prozedurales Detailwissen.

        “Und eben weil es sein kann, dass Auftraggeber Einfluss auf Studien nehmen, gibt es nur die Möglichkeit, die Studie und ihre Ergebnisse anhand wissenschaftlicher Kriterien zu bewerten.”
        Äh, ja. Wissen wir und hatte ich ähnlich ja auch gesagt.

        “Abgesehen davon geht die IARC in diesem Statement auf KEINEN der konkreten Vorwürfe ein …”
        Es gibt jede Menge Vorwürfe. Auf mindestens einen Vorwurf geht die IARC ein. Somit ist Ihre Aussage falsch.

        “… dass Studien, die zu dem Ergebnis kommen, Glyphosat sei NICHT krebserregend, plötzlich als krebserregend gewertet wurden.”
        Das kann ich mangels Detailwissen nicht beurteilen, ist also (für mich) ein valides Argument, daß aber mit Fakten belegt werden muß. Sonst wäre es nur eine Behauptung.

        “Kann man Sie wirklich mit einem derart lahmen Dokument abspeisen, …”
        Siehe oben.

        “…, dass alles, was gemacht wurde, leider geheim ist, um die armen Wissenschaftler vor dem Einfluss von Unternehmen zu schützen.”
        Also DAS ist ja nun ein absolut überzeugendes Argument. Es hat ja NOCH NIE Versuche von Konzernen gegeben, mißliebige Wissenschaftler und ihre Reputation zu vernichten.
        (DAS war jetzt Sarkasmus.)

        Ich schätze Engagement. Ich wünschte lediglich, Diskussionen etwas offener, sachbezogener und unter Berücksichtigung von Pro und Kontra zu erleben, damit sie überzeugender werden.

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  6. Hartmut says:

    Erstmal ein riesen Dank für diese Artikelserie.

    Was dazu noch so alles ans Tageslicht befördert wird, ich bin gespannt.

    Wenn die IARC bezüglich Glyphosat keine Transparenz herstellen will, muss man sich eigentlich nur Fragen wer ein Interesse am Verbot von Glyphosat und damit an der Beseitigung der momentan betriebenen konventionellen Landwirtschaft hat oder haben könnte.

    Was man so liest ist, dass es zurzeit eigentlich keine vernünftige Alternative zu Glyphosat gibt (z.B. hier https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Wenn-Glyphosat-verboten-waere-Was-sind-die-Alternativen-2835359.html)

    “Für konventionelle Landwirte gibt es derzeit keine chemische Alternative zu Glyphosat, stellt Professor Christoph Schäfers, Ökotoxikologe vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie in Schmallenberg klar. Alle anderen zugelassenen Mittel seien toxischer für die Umwelt und würden das Grundwasser stärker belasten. Auch die angebauten Kulturen würden stärker geschädigt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sogar der Verbraucher potenziell gefährdeter sei, wenn die Alternativen zum großflächigen Einsatz kämen, zitiert der aid-infodienst den Fachmann. Somit bleiben nur nicht-chemische Alternativen.”

    Und was sind nun nicht-chemische Alternativen?

    “Mechanische Unkrautbekämpfung sei in der Regel teurer, ebenso wie Getreidetrocknung mit entsprechendem Energie- oder Flächeneinsatz.”

    Eine kurze Übersicht zu “Alternativen” findet sich hier:
    https://www.global2000.at/glyphosat-alternativen-landwirtschaft

    Cui bono oder, wie J.B.O. einst sang, “Wem nutzt das schon”?

    Die Lebensmittelproduktion wird dadurch mit Sicherheit teurer, die Verbraucherpreise würden anziehen und der Preisabstand zu BIO-Produkten würde sinken. Außerdem hilft eine höhere Inflation beim “Schuldenabbau”! Die EZB hat mit ihrem Aufkaufprogramm bisher eigentlich nur die Assetpreise getrieben. Über höhere Lebensmittelpreise könnte man die Inflation in den breiten Markt tragen und damit die überschuldete Bankenlandschaft retten. Ist dies abwegig? Wenn man sich ansieht wer gegen die Verlängerung von Glyphosat gestimmt hat nicht mehr unbedingt.

    “Dagegen stimmten neun Länder; unter ihnen befanden sich Frankreich, Italien und Österreich. Portugal hat sich zuletzt als einziges Land enthalten.”
    Siehe https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Glyphosat-Zulassung-wird-um-fuenf-Jahre-verlaengert-8901908.html

    Aber vielleicht handelt es sich auch nur um einen (vom Steuerzahler finanzierten?) Rachefeldzug einiger Politiker aus SPD, GRÜNEN und LINKEN und sonstigen zu kurz gekommenen.

    Weitere Schlagworte aus dem oben verlinkten Artikel:

    “Hendricks sehr verärgert über Schmidt”
    “WWF und Nabu: Verrat an Umwelt und Verbrauchern”

    WWF, NABU und dann noch dieser Verein:

    “Unterstützung kommt von Karl Bär vom Verein Umweltinstitut München: „Es ist skandalös, dass Glyphosat wieder zugelassen wird, weil Minister Schmidt sich nicht an Absprachen innerhalb der Bundesregierung hält. Angela Merkel muss jetzt Konsequenzen ziehen: Sie muss Schmidt entlassen und das Landwirtschaftministerium geschäftsführend an Barbara Hendricks übergeben.“”

    Wer ist eigentlich dieser Karl Bär?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_B%C3%A4r_(Politiker)
    https://gruene-bayern.de/wp-content/uploads/2016/10/B-BT29-Karl-Baer.pdf

    Berufliche Qualifikation laut https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/karl-bar

    Agrarökonom, Islamwissenschaftler

    Das “Umweltinstitut München” ist bekannt durch “Glyphosat im Bier” aber auch bei Handystrahlung nicht untätig.

    Hier eine Übersicht über die “Tätigkeiten” des Umweltinstitut München e.V in den vergangenen 25 Jahren:
    http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/04_Ueber-uns/Umweltinstitut/25%20Jahre%20Umweltinstitut%20M%C3%BCnchen%20e.pdf

    Und hier der aktuelle Bericht:
    http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/04_Ueber-uns/Taetigkeitsbericht/Taetigkeitsbericht_2016_f%C3%BCr_hp.pdf

    Zum “Geschäftsmodell” braucht man eigentlich nichts mehr sagen, es riecht stark nach Panikmache und Ablasshandel. Transparenz haben die sich meiner Meinung nach auch nicht auf die Fahnen geschrieben. Zu deren Spender und Unterstützer konnte ich auf die Schnelle im Weltnetz nichts finden, das scheint diesbezüglich mit Kahane behandelt worden zu sein.

    In Südtirol sind sie von diesem Verein aber dennoch not amused:
    http://www.tt.com/panorama/13315218-91/pestizidtirol-werbekampagne-sorgt-in-s%C3%BCdtirol-f%C3%BCr-dicke-luft.csp
    http://www.unsertirol24.com/2017/08/17/hetze-des-gruenen-bundestagskandidaten-karl-baer-muss-ein-ende-haben/
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/umstrittenes-plakat-der-apfelkrieg-1.3690939

    Unabhängig davon ist noch folgendes beachtenswert:
    https://www.topagrar.com/news/Acker-Agrarwetter-Ackernews-Witzenhausen-Professorin-warnt-vor-Risiken-von-Glyphosat-8887823.html

    “Mit Blick auf die untersuchten Studien forderte Finckh, auch der Zusammenhang zwischen dem Einsatz des Unkrautvernichters und möglichen Kreuzresistenzen bei Mikroorganismen gegen verschiedene Antibiotika-Klassen und Glyphosat müsse genauer untersucht werden, ebenso die Auswirkungen von Glyphosat und AMPA auf Neurotransmitter. Diese Botenstoffe sind für die Reizübertragung zwischen Nervenzellen zuständig.”

    Naja, vielleicht ist Glyphosat, bzw. dessen Abbauprodukt AMPA für die “Dachschäden” bei einigen ZeitgenossX verantwortlich. Dann muss das Zeug natürlich schleunigst aus der Welt, sonst wird das niX mehr.

    Ich geh jetzt ein Bier trinken, das beruhigt 🙂

    https://www.kitzmann.de/de/die-brauerei/unser-bier/jbo-kitzmann-edelpils/

    • oldman says:

      “Prof.Dr.Maria R. Finckh, Fachgebietsleiterin Ökologischer Pflanzenschutz. Was soll da anderes heraus kommen ?” – Originalzitat Leser auf Topagrar.com
      Dem kann ich mich nur anschließen. Die Masse der Originalliteratur ignorieren, dann Wissenschaft durch Gutmenschens Bauchgefühl ersetzen und wie ein absolut unabhängiger Christopher Portier ….Ich muss schließen und auch ein Bier trinken (s.o.) – ohne Angst vor dem darin angeblich / gefährlich vorhandenen Glyphosat.

  7. Pingback: Drei Grüne Affen | ScienceFiles

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